Anne Scheller – Abc-Rätsel-Geschichten zur Buchstabeneinführung

Rezension

Dieser Band bietet 38 lehrwerksunabhängige Geschichten und Wimmelbilder nicht nur zu den Buchstaben A bis Z, sondern auch zusätzlich zu Umlauten, Lautverbindungen, wie z.B. „ei“, „sch“ oder „pf“. Die meisten Bände konzentrieren sich auf die Buchstaben des Alphabets, sodass es hier erfreulich ist auch die anderen Lautverbindungen integriert zu sehen.

Die Wimmelbilder sind wohl der spannendere und motivierendere Teil dieses Rätselbands, die zur Visualisierung und Festigung dienen. Ganz nebenbei wird auch der Wortschatz erweitert, sodass nicht nur DAZ-Kinder davon profitieren. Glücklicherweise finden sich hinten im Buch Lösungen, mit den einzukreisenden Gegenständen, die zum jeweiligen Buchstaben passen.

Die Lesegeschichten sind unabhängig voneinander einsetzbar und erfüllen im 1. Schuljahr wohl eher den Zweck des Vorlesens. Vom Verfasser ist das Selbstlesen vorgesehen, doch der Umfang ist für Erstklässler auch zum Ende des Schuljahres noch viel zu groß. Die Silbenstruktur ist zwar hilfreich, doch in der Praxis ist das Erlesen der Sinneinheiten schlichtweg für die meisten Kinder zu schwierig (siehe „Blick ins Buch“). Auf den 24 Auftragskarten sind Aufgaben zu finden, die Kinder dazu einleiten im Lesetext entsprechende Buchstaben einzukreisen oder die ausschließlich mit zusätzlichem Material zu bewältigen sind, wie z.B. Schreiben im Sand oder Buchstaben aus Knetmasse formen und haben mit den Kopiervorlagen an sich nicht viel zu tun.

Blick ins Buch

Fazit

Als Wimmelbildsammlung eine Bereicherung, da auch Lautverbindungen einbezogen wurden.

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Edward van de Vendel – Wir sind Tiger

Rezension

Mitten in der afrikanischen Savannah sind drei Freunde felsenfest davon überzeugt Tiger zu sein. Die fehlenden Streifen malen sie sich mit Schlamm auf und schon kann das Abenteuer beginnen! Schließlich gehört zum Supertiger dazu, dass sie schnell laufen, laut brüllen und auf einen Baum klettern können. Voller Eifer und echter Leidenschaft schlüpfen ein Erdmännchen, eine Maus und eine zarte Gazelle in ihre ausgedachte und auch gelebte Rolle.

Dieses Bilderbuch kommt mit einem sehr reduzierten Text aus. Es lebt nämlich davon, dass die Tiere sich in ihre Rolle hineinversetzen und das Tigersein auch wirklich leben. Es handelt zum einen von Rollenverständnis und zoomt auf die Eigenschaften, die ein bestimmtes Tier, sprich Rollenbild, mitbringt. Welche Faktoren gehören zur Systematisierung dazu?

Zum anderen stupst es vorsichtig an die Vorbereitung eines Rollenspiels an und damit verbunden den Faktoren einer Theaterdarstellung. Was muss geschehen, damit die anderen einem die Rolle „abkaufen“? Das Kostüm haben die drei Freunde schnell übergestreift. Doch auch die Bewegungen, die Geräusche und die Lautstärke des Gebrülls sind wichtig.

Innen drin! Eigentlich! Nicht in echt, aber trotzdem irgendwie echt!

Die Perspektive wechseln und sich in andere hineinversetzen ist eine Kunst und kann wunderbar schon früh in Kleingruppen eingeübt werden. Dazu braucht man nicht viel, außer eine gute Portion Fantasie und vielleicht auch ein bisschen Mut.

Blick ins Buch

Fazit

Ein Hoch auf die Fantasie, Rollenspiele und Theateraufführungen!

 

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Abigail Rayner und Molly Ruttan – Ich bin ein Dieb!

Rezension

Die Erstklässlerin Elisa ist eine Diebin. Mit diesem Outing beginnt das wunderbar illustrierte Bilderbuch, in dem es um die Entwendung eines grün funkelnden Steines geht. In der Ausstellung zur Farbe „Grün“ wird im Klassenraum unter anderem ein Stein ausgelegt, der ganz zauberhaft funkelt. Und schwupps, landet er bei Elisa. Einfach so. Doch nach der anfänglichen Freude, wird ihr Herz zunehmend schwerer.

Als alle Mitschüler anfangen den Stein zu suchen, wird Elisa noch mulmiger zumute. Sie befragt ihre Familienagehörigen und möchte wissen, ob sie jemals etwas gestohlen haben. Und natürlich kann zu diesem Thema jeder eine Geschichte erzählen. Bei Mama war es ein Magnet. Opa hat ein Fußballwimpel gemopst und Oma konnte ihre Finger von Zuckertüten nicht lassen. All diese Erlebnisse können Elisas Schuldgefühle jedoch nicht schmälern. Sie weiß, dass es da wohl nur eine Lösung gibt…

Dieses Bilderbuch kitzelt ganz kindgerecht und mit einer ordentlichen Portion Humor und Witz an dem durchaus wichtigen Thema zur „Wahrung des Besitzeigentums“. Das Bewusstsein für Fremd-und Eigenbesitz entwickelt sich bei Kindern etwa mit sechs oder sieben Jahren. Vorher nimmt sich das Kind einfach, was es gerade haben will. Die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Besitzzuordnungen ist durchaus komplex und bedarf einer fließenden Entwicklung der Gewissensbildung.

Pädagogisch wertvoll ist die hier dargestellte Lösung des Unterfangens. Elisa fasst all ihren Mut zusammen und beichtet das Fehlverhalten ihrer Lehrerin, die glücklicherweise auf Anklagen verzichtet. Schließlich war für Elisa die Lehre der „Schwere“ im Magen und das schlechte Gewissen Belastung genug. Die Konfrontation mit dem Bestohlenen bewirkt oft Wunder in Sachen Gewissensbildung. Und damit diese Tat am Selbstwertgefühl nicht kratzt, wird zum Schluss hervorgehoben, dass der Mensch viele Facetten hat und im Kern nichtsdestotrotz liebenswert bleibt.

Blick ins Buch

Fazit

Eine absolute Bereicherung in der Bilderbuchwelt und eine echte Empfehlung!

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Emmanuelle Figueras – So geht Planet!

Rezension

Junge Erdbewohner dürfen sich in diesem überdimensional großen Sachbuch über unseren Planeten informieren. Der Clou hierbei ist der Aufbau des Buchs. Das Zuhause von Milliarden von Tieren und Pflanzen wird in der Tat als Haus dargestellt, in dem bestimmte Stockwerke unterschiedliche Funktionen übernehmen. Das Badezimmer bildet die Meere und Ozeane ab. Die Abstellkammer thematisiert die Auseinandersetzung mit dem Müll und die Küche ist für die Nahrungsressourcen verantwortlich.

Komplizierte Naturphänomene und damit verbundene ökologische Fragen werden nach und nach entschlüsselt. Wir als Mieter der Erde leben auf dem Fundament, der Erdkruste, während die Wohnräume Kontinente abbilden. Das Dach ist demnach das Gebirge. Das Gleichgewicht ist empfindlich, denn ein zu hoher Wasserverbrauch oder schlechte Beziehungen zu den Nachbarn können am Fundament ruckeln und das ganze Gebäude eventuell zum Einstürzen bringen.

Es ist ein Plädoyer für die Wahrung unseres einzigartigen Planeten. Gleichzeitig wird der Zusammenhang aller Bausteine erkennbar. Dieses Sachbuch braucht mehrere Anläufe, um sich wirklich zurechtzufinden. Im Sinne der spiralförmigen Wissensaneignung, brauchen Kinder zwischendurch Zeit, um die neuen Informationen zu verarbeiten und entsprechend deuten bzw. vernetzen zu können.

Blick ins Buch

Fazit

Die Menschen als Mieter auf der Erde – ökologische Zusammenhänge erkennen

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Vincent Bal – Shadowology

Rezension

Dieses besondere Buch steckt voller kreativer Einfälle, denn Vicent Bal präsentiert hier Schattenkunst mit Alltagsgegenständen. Es ist eine Sammlung von Bals besten Arbeiten und eine Quelle der Inspiration. Mit viel Einfallsreichtum rückt er Schatten ins rechte Licht und dank einiger gut gesetzter Striche entstehen unterhaltsame Szenen. Aus einfachen Alltagsgegenständen werden wahrhaftige Kunstwerke. Er verwandelt den Schatten einer Tasse zu einem Elefanten, bei dem der Henkel entsprechend als Rüssel dargestellt ist. Mit raschen Strichen werden aus einer Sonnenbrille die Höcker eines Kamels. Und auch die Qualle ist als solche dank des Schattens einer Frühlingszwiebel gut zu erkennen.

Es versteht sich von selbst, dass dieses Kunstbuch zur Nachahmung animiert. Begleitet werden die Fotografien stets von einem kurzen englischen Text, aus dem die Intention der Abbildung hervorgeht, wobei die Hashtags teils auch auf Deutsch sind. Es erinnert stark an die früheren Schattenspiele, die man mithilfe von eigenen Händen und einer ordentlichen Portion Fantasie an die Wand geworfen hat. Hier ist der Unterschied noch, dass man nun den Schatten noch weiter ergänzen darf. Letztendlich können aus einem Schatten auch ganz unterschiedliche Kreationen entstehen. Genau das macht es so spannend!

Blick ins Buch

Fazit

Hier ist Kreativität gefragt – Schattenspiele mal anders!

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Jessica Martinello – Warum Monster Zähne putzen

Rezension

Die willensstarke und selbstbewusste Protagonisten findet Zähneputzen unnötig und gar langweilig. Sie ist trotzig und mag an das Märchen mit der Zahnfee nicht glauben. An einem Abend erblickt sie jedoch in ihrer Badewanne ein Monster – zähneputzend!

Es erzählt ihr, dass alle Monster – sogar die hässlichsten – Zähne putzen. Dann verrät er ihr noch ein Geheimnis, dass es Monster gibt, vor denen alle anderen Monster Angst haben. Sie heißen „Kariesmonster“, sind winzig klein aber dafür wahnsinnig schrecklich. Sie hämmern auf den Zähnen, reißen die Schutzschichten ein und verursachen undenkbare Schmerzen. Daher putzen sich alle Monster täglich zwei Mal für 2 Minuten die Zähne. Entgegen der Vermutung des kleinen Mädchens ist der Zahnarzt der eigentliche Superheld der Geschichte und kann die Kariesmonster in die Schranken weisen.

Dieses lebendig illustrierte Bilderbuch richtet sich an alle Kinder, die bewusst das alltägliche Ritual des Zähneputzens hinterfragen. Die Darstellung der Kariesmonster ist kindgerecht und der Verweis auf eine entsprechende Ernährung in dem Zusammenhang sehr sinnvoll. Schließlich gibt es Lebensmittel, die Karies begünstigen.

Das Bild eines Zahnarztes empfinde ich als äußerst sympathisch skizziert. So wird einem schnell die Angst genommen, wenn der Arzt als Superheld gefeiert wird, der mit einem Mundschutz ausgerüstet in den Kampf gegen die Kariesmonster zieht.

Blick ins Buch

Fazit

Zähneputzen leicht gemacht – schließlich tun es sogar Monster… aus guten Gründen!

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Annette Roeder und Julia Christians – Hetty Flattermaus fliegt hoch hinaus

Rezension

Hetty ist eine neugierige und wissbegierige Fledermaus und lässt sich auch von ihrer überbesorgten Mutter nicht stoppen. Die alleinerziehende und berufstätige Hulda liebt ihr einziges Kind heiß und innig und würde sie am liebsten nur zu Hause wissen. Um ihren Liebling unter Kontrolle zu halten, erfindet sie Gruselgeschichten und stattet Hetty mit einem Peilsender aus, um den Standort ihres Herzenskindes jederzeit überprüfen zu können.

Keine Frage, Hulda ist eine Helikoptermutter durch und durch. Gewissermaßen amüsiert diese Darstellung, denn sie trifft genau den Nerv der Zeit. Eltern, die ihren Kindern die Schultasche bis zum Sitzplatz in der Schule tragen, gibt es leider viele. Umso schöner, dass genau diesen mit dem Vorlesebuch nun ein Spiegel vors Gesicht gehalten wird. Denn da sind wir wohl uns alle einig, dass Kinder ihre Erfahrungen selbst machen müssen. So lässt sich auch Hetty auf Abenteuer außerhalb der sicheren Mauern ein und macht Bekanntschaften mit Wabbelwesen und Regenwürmern. Sie hilft einem kleinen Mausejungen bei seinen Flugversuchen und staunt immer mehr über die Entdeckungen in ihrer Umwelt.

Die 19 Kapitel des ersten Bandes der Hetty Flattermaus-Reihe umfassen ca. 6-8 Seiten und werden stets mit farbigen Illustrationen begleitet. Besonders gut gefällt der integrierte Wortwitz und die Sprachspielereien, wenn z.B. Frühstück einfach in Spätstück umbenannt wird oder wenn vom „Flügel“ statt „Bogen“ überspannen die Rede ist. Hauptsächlich werden sich sicherlich Mädchen als Adressaten angesprochen fühlen, denn die Protagonisten sind ausschließlich weiblich. Hin und wieder trifft Hetty jedoch auch auf männliche Erdbewohner, von denen es in den nächsten Bänden hoffentlich mehr gibt.

Blick ins Buch

Fazit

Weltentdeckungen mit einer mutigen und neugierigen Fledermaus für alle kleine Helden

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Petra Maria Schmitt und Christian Dreller – Warum ist die Banane krumm?

Rezension

Dieses Vorlesebuch mit Audio-CD umfasst 19 Fragestellungen für neugierige Kinder. Sie drehen sich um naturwissenschaftliche Themen und sind stets in unterhaltsame Geschichten eingebunden. Jedes Kapitel schließt ca. 6-10 Seiten ein und wird mit farbigen Illustrationen gestützt.

Obwohl der Ellermann Verlag eine Altersvorgabe von 5-7 Jahren empfiehlt, würde ich aufgrund von Komplexität mancher Fragen doch eher ab 6-10 Jahren empfehlen. Auf der Audio-CD sind nur die ersten 8 Fragestellungen zu finden, die von den Autoren selbst vorgelesen werden. Die Dauer liegt zwischen 8 und 11 Minuten.

Verblüffende Antworten auf folgende brennende Fragen werden hier zusammengefasst: Wie kommt das Salz ins Meer? Wie kommt der Strom in die Steckdose? Warum verlieren die Bäume im Herbst ihre Blätter? Warum ist der Himmel blau? uvm. Hier werden grundlegende Fragen rund um die Welt angesprochen, die Kinder auch wirklich beschäftigen. Für meinen Geschmack hätte die Einbettung in das Drumherum etwas weniger sein können. So wären die Kapitel auch kürzer, was der Konzentrationsspanne von Kindern mehr entgegen kommt. Auch dass die limitierte Sonderausgabe mit der Audio-CD nur einen Bruchteil der Kapitel einbindet, ist durchaus schade.

Blick ins Buch

Fazit

Neugierige Kinder kommen auf ihre Kosten.

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Kathrin Rohmann – Glückstage unterm Apfelbaum

Rezension

Das Vorlesebuch „Glückstage unterm Apfelbaum“ gliedert sich in 28 Vorlesekapitel, die zwischen 4-6 Seiten umfassen. Pro Kapitel kann eine Vorlesezeit von ca. 5 Minuten eingeplant werden. Damit eignet sich das Buch perfekt für die abendlichen Vorlesestunden für Kinder ab 5 Jahren oder auch als Vorlesebuch in den Frühstückspausen der Schuleingangsphase. Die Kapitel sind zwar in sich abgeschlossen, bauen aber trotzdem aufeinander auf.

Die siebenjährige Minna ist die Protagonistin und strotzt nur so vor abenteuerlichen Einfällen. Auch vor Fantasiewesen macht ihre Kreativität keinen Halt. So taucht eines Nachts Willi im Ruderboot auf, der liebend gerne Puffer-Inseln sammelt. Es versteht sich von selbst, dass Minna hier helfen muss und geschwind Kartoffelpuffer aus der Küche holt. Unter dem Apfelbaum begegnet Minna dem Botaniker Fritz Glück und lässt sich in die Pflanzenkunde einweisen. Minnas Welt ist wirklich voll von fantasievollen Gestalten, die jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer machen.

Es sind insgesamt gemächliche und ruhige, wenig temporeiche oder verwobene Geschichten, die stets die Umwelt einbinden und den gewöhnlichen Alltag eines Kindes. Zu den Schauplätzen gehört die Schule, der Freundeskreis und die Ferien bei der Oma. Zur Ferienabfahrt gehört die gewöhnliche Hektik des Packens genauso dazu wie die Vorfreude auf Omas Geruch nach Blumenerde, Kaffee und Brot dazu. Auch wenn Minna Irmelin und Bodo als Freunde hat, ist es thematisch eher ein Vorlesebuch für Mädchen. Einhorn-Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten und das pädagogisch wertvolle Postkarten-Schreiben findet ebenfalls Erwähnung.

Blick ins Buch

Fazit

„Glückstage unterm Apfelbaum – Geschichten von Minna“ lädt zum Träumen ein, beindruckt durch Einfachheit in der Gestaltung und beschert Leseglück für die ganze Familie.

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Benas Bėrantas und Vilija Kvieskaitė – Nüsse haben kurze Beine

Rezension

Das litauische Duo hat sich der Redewendung „Lügen haben kurze Beine“ bedient und thematisiert die Werte „Ehrlichkeit“ und „Aufrichtigkeit“ auf sehr kindgerechte Art und Weise. Wer kennt es nicht? Es beginnt mit einer kleinen, kaum zu erwähnenden Nichtigkeit und schwupps ist die Nuss aus dem Korb schon in Kinderhände geraten, während Mama Eichhorn aus dem Haus ist. Rabe Knips schlägt noch vor zu warten, um Erlaubnis erbitten zu können, doch Eichhörnchen Ekki kann es nicht abwarten und so landet eine Nuss nach der anderen im Mund.

Als Frau Eichhorn zurück kommt, ziehen die beiden ihre Bäuche ein und behaupten, dass Frau Fuchs die Nüsse gestohlen hat. Zwischen den Freunden beginnt daraufhin die Diskussion rund um Ehrlichkeit und die Möglichkeit den Fehler auch zugeben zu können. Mit Bauchschmerzen gehen sie schlafen. Am nächsten Tag hat das Eichhörnchen Geburtstag und kann sich kaum freuen und mitfeiern. Die Lüge bzw. Nuss liegt ihm schwer im Magen.

Es ist wahr. Durch das Lügen bürgt man sich selbst nur eine Last auf. Das zeigt diese Geschichte deutlich. Es belastet einen. So leiden die beiden Tiere, wenn auch teils unbewusst. Das Aufdecken, wenn leider auch nur durch Zufall und nicht Selbsteingeständnis, ist mit einer großen Erleichterung verbunden, sodass die Tiere beschließen in Zukunft dann doch lieber die Wahrheit zu sagen.

Lügen ist ein höchst komplexes Thema und mit Unsicherheit, aber auch dem Austesten von Grenzen verbunden. Den Fokus auf die psychische Last, die sich schließlich auf den Körper auswirkt, zu legen ist sinnvoll und auch aus medizinischer Sicht richtig. Umso schöner, dass dieses Thema auf heruntergebrochener, kindlicher Ebene Erwähnung und Beachtung findet.

Blick ins Buch

Fazit

Vermittlung wichtiger Werte, mit Bezug zu körperlichen Auswirkungen.

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