Farbenlehre in der Grundschule | 3-fach differenziertes Übungsheft | Klasse 1 und 2

Das Material baut auf dem Bilderbuch Ein klein wenig anders von Claire Alexander auf. Die Einbindung des Bilderbuchs ist jedoch keine Voraussetzung für den Einsatz des Materials.  

Claire Alexander hat in diesem Bilderbuch über Andersartigkeit und Selbstvertrauen ihre ganz eigenen Wesen erschaffen. Die Plufer sind winzige Geschöpfe, die gerne zusammen etwas Einzigartiges machen. Durch die kleine Öffnung auf ihrem Kopf plufen sie gerne auf Kommando. Daraufhin steigt grauer Rauch auf, an dem sie sich erfreuen. Nur bei einem Pluf passiert etwas wahrlich Besonderes und Einzigartiges. Sein Rauch ist bunt und leuchtet in allen Regenbogenfarben. Die einzelnen Rauchwaben vermischen sich. Grund- und Mischfarben werden ersichtlich und die Bandbreite der Farbvielfalt strahlt für sich. Die Werte rund um Toleranz und Offenheit sind wunderbare Säulen für das Aufgreifen im fächerübergreifenden Unterricht.

In diesem Materialpaket ist ein dreifach-differenziertes Übungsheftchen zur Farbenlehre enthalten. Der Einsatz ist für die Klassenstufen 1-2 vorgesehen. Die leichteste Niveaustufe erfordert keine Lesefertigkeiten und kann mithilfe der Piktogramme erschlossen werden. Die schwierigste Variante kann im 2. Schuljahr eingesetzt werden und erfordert eine gewisse Knobelbereitschaft. Die Grund- und Mischfarben sollen anhand von Rätseln erschlossen werden.

Zunächst geht es bei allen drei Schwierigkeitsstufen darum, dass die Kinder die drei Grundfarben kennen lernen. Darauf aufbauend erfolgt die Einführung der Mischfarben. Letztlich findet der Übergang zum Farbkreis nach Johannes Itten, wobei der Fokus lediglich auf den Primär- und Sekundärfarben liegt. Das Arbeitsblatt „Farbvielfalt“ kann bei Bedarf zu Feststellung des Lernzuwachses eingesetzt werden. Die Aufgabenstellung wurde bewusst relativ offen gehalten, sodass beim Ausmalen ersichtlich werden kann, ob die Erkenntnisse verinnerlicht und anhand der Reihenfolge und des Mischens der Rauchwolken verstanden wurden.

(Zum Material bitte auf das Bild klicken.)

Barbara Stok – Vincent

Rezension

Ein Künstler muss Charakter und Gefühl in sein Werk legen. Nicht malen, was verkäuflich ist.

(S. 60)

Barbara Stok präsentiert in einem persönlichen und einfach gewählten Titel „Vincent“, der sich ohne Umwege einfach nur auf den Vornamen fokussiert, den heutzutage weltbekannten Künstler des Impressionismus. So zeigt das Cover ebenfalls unverblümt die vereinfachte Abbildung des Malers. Eine Herangehensweise, die sich im Inhalt widerspiegelt. Der Graphic Novel zeigt einen ehrlichen Lebensausschnitt des Künstlers und hält nicht hinter dem Berg, welchen Kämpfen Vincent van Gogh ausgesetzt war.

Die finanzielle Not ist bereits auf den ersten Seiten ersichtlich. Die beiden Brüder, Vincent und Theo, verabschieden sich auf dem Bahnhof und Theo verspricht Vincent regelmäßig Geld zu schicken, damit er seiner Leidenschaft, der Malerei, nachgehen kann. Vincent reist nach Südfrankreich und malt blühende Bäume, weite Weizenfelder und fängt den leuchtenden Himmel einer Sternennacht ein.

So leidenschaftlich er seinen Werken nachgeht, so geplagt ist er vom Ausbleib des Erfolgs, der Geldnot und den zunehmenden Attacken seiner geistigen Verwirrung. Die Idee zur Gründung eines Künstlerhauses konnte nie in die Tat umgesetzt werden. Dennoch blieb er sich und seinem Stil treu, ohne sich dem Geschmack der Massen zu beugen.

Es ist ein etwas trauriger Blick auf ein turbulentes Leben eines brennenden Künstlers, der leider niemals die Chance hatte, zu Lebzeiten die Früchte seiner Arbeit ernten zu dürfen. Gleichzeitig ist es inspirierend zu sehen, wie wahnsinnig ausdauernd und beharrlich er seiner Leidenschaft nachgegangen ist.

Im Kunstunterricht lassen sich einige Ausschnitte wunderbar gemeinsam lesen, wenn es darum geht, dass Vincent seinen Malstil erklärt oder bestimmte Werke, wie „Sternennacht“ oder „Weizenfelder“ beim Entstehen begleitet werden wollen. Gewisse Textausschnitte laden zudem zum Philosophieren ein.

Wenn ich an all die Dinge denke, deren Gründe ich nicht verstehe, schaue ich zu den Weizenfeldern. Ihre Geschichte ist auch unsere, denn sind wir selbst nicht auch zu einem wesentlichen Teil Korn? Jedenfalls müssen wir uns damit abfinden, dass wir wachsen wie ein Pflanze, nicht in der Lage, uns so zu bewegen, wie unsere Fantasie manchmal ersehnt und dass wir, sind wir reif genug, gemäht werden wie Getreide.

(S. 109)
Blick ins Buch
Fazit

Ein Comic rund um das leidvolle aber auch von Kreativität getragene Schaffen eines Künstlers.

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Surrealismus im Kunstunterricht

Kunstunterricht im Homeschooling und in Zeiten von Corona stellt alle in der Schule Beteiligten vor einige Hürden und Herausforderungen. Vor allem bei der Einführung neuer Themen, ist es wichtig, weiterhin kreativ zu sein und motivierende Anlässe zu schaffen, um die Schülerinnen und Schüler mitzunehmen. Gerade der Bereich Bildbetrachtung lebt vom Diskurs und Austausch. Da dieser Zugang momentan so limitiert ist, bieten sich Videopräsentationen an, die als kleines „Schmankerl“ die Kunstrichtung oder bestimmte Künstler und deren Technik vorstellen.

Die Präsentation zum Surrealismus wurde mit Genially erstellt und bot bereits das Grundgerüst als Vorlage an. Die Auswahl der beispielhaften Kunstwerke zeigt, dass das Surreale jeglicher Realität enthoben ist und unwirklich und traumhaft erscheint. Die beiden Hauptvertreter Salvador Dalí und René Magritte finden hier besondere Berücksichtigung, da sie ausdrucksstarke und traumähnliche Bilder schufen, in denen eine neue „Überwirklichkeit“ entsteht. Das gelang ihnen dadurch, dass ungewohnte oder gegensätzliche Gegenstände und Motive miteinander verbunden wurden.

Die Videopräsentation könnte im Online-Unterricht als Einstieg genutzt werden, um darauf aufbauend, die Kunstwerke und die Eindrücke, die diese Werke vermitteln, zu thematisieren. Um mehr über die jeweiligen Künstler zu erfahren und als Ergänzung zu praktischen Arbeiten, von denen der Kunstunterricht hauptsächlich lebt, bieten sich „Künstler-Falthefte“ an, die im Homeschooling oder als Differenzierungsmöglichkeit ausgegeben werden können.

Sollte es jemand gebrauchen können, einfach den folgenden Link teilen: https://view.genial.ly/608ff5c5d7afb30db20b1909

Isabel Munoz – Total genial! Leonardo da Vinci

Rezension

Die „Total genial“-Reihe widmet sich berühmten Persönlichkeiten und stellt ihren Lebenslauf anschaulich und kindgerecht dar. In einfacher Sprache folgen junge Leserinnen und Leser den Spuren Leonardo da Vincis von seiner Kindheit bei seinem Vater, der seine künstlerische Ader schon früh entdeckte und förderte, bis hin zu seinen zahlreichen Entdeckungen und dem lebenslangen Durst nach neuen Erkenntnissen.

Die Geschichte seines Lebens ist durchaus beeindruckend. Leonardo da Vinci war eben nicht nur Künstler, sondern auch Forscher in anatomischen Studien, aber auch in Geologie und Architektur bewandert. Er hat zahlreiche Erfindungen hinterlassen. Seinen Werdegang in diesem 40-seitigen Bilderbuch zu begleiten, macht Freude. Die großflächigen Illustrationen konzentrieren sich auf das Wesentliche und führen gekonnt durch die bedeutenden Lebensstationen. Das weltberühmte Wandbild „Das letzte Abendmahl“, „Mona Lisa“, die Fluggeräte und natürlich „Der vitruvianische Mensch“ – es fehlt nichts! Sogar eine Zeitleiste wurde am Ende des Buches zur besseren Übersicht abgebildet. Zuletzt wird mithilfe von 10 Quizfragen das erworbene Wissen gefestigt.

Dieses komprimierte Bilderbuch aus der Ich-Perspektive erzählt, eignet sich wunderbar für Kunstprojekte in der Grundschule, kann aber auch als Nachschlagewerk bei den Themen „Erfindungen“ oder „Berühmte Persönlichkeiten“ im Sachunterricht dienen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls unschlagbar.

Blick ins Buch

Eine vertiefende Möglichkeit sich mit einem Künstler auseinander zu setzen, bieten „Künstler-Falthefte„. Nach einer kurzen Darstellung des Lebenslaufs folgen kreative Arbeitsanregungen für den Kunstunterricht, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig bearbeitet werden können. Neben Leonardo da Vinci sind noch zahlreiche andere Künstler, wie Gustav Klimt, Frida Kahlo, Pablo Picasso oder Vincent van Gogh zu finden.

Fazit

In einfacher Sprache – auf wesentliche Punkte beschränkt – schön bebildert

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Bewertung: 4.5 von 5.

Clarissa Hagenmeyer – Happy Painting

Rezension

Clarissa Hagenmeyer ist überzeugt: Jeder kann malen! Auf ihre Videos, sprühend vor Energie, Positivität und der Einstellung, dass das Malen in erster Linie Spaß machen muss, bin ich während des Lockdowns gestoßen. Auch die Kinder waren schnell von den Schritt-für-Schritt-Anleitungen der Künstlerin inspiriert und legten mit ihren Kunstwerken begeistert los.

Die Malmethode Happy Painting nimmt Neugierde und Offenheit in den Fokus. Die Kunstschaffenden werden dazu angeregt, ihre Kreativität zu entfesseln und mit Leichtigkeit zu experimentieren. Dabei gibt es vier einfache Schritte, nach denen vorgegangen wird. In diesem Grundlagenbuch zeigt die Autorin wie spielend leicht mit Aquarell- oder Wasserfarben, Finelinern, einem weißen Gelstift und Farbstiften neue Kunstwerke erschaffen werden können.

Nach einigen Einstiegstipps zum Lasieren und Lavieren, wird mit der Eule als erstem Motiv begonnen. Hierbei gibt es eine bebilderte, detaillierte Anleitung, nach der man sehr gut vorgehen kann, auch ganz ohne künstlerische Vorerfahrungen. Die Motive in diesem Grundlagenbuch sind nicht nach jahreszeitlichen Themen zusammengestellt. So findet man hier Katzen, Elefanten, Schafe, Engel, Blumen, Häuser und einige abstrakte Motive. Die auf dem Umschlag dargestellten Motive zum Erdmännchen und Kaktus sind in diesem Band nicht zu enthalten, was für manche irreführend sein könnte.

Das Malen gelingt intuitiv und ist vielmehr ein Spiel. Es geht nicht um Perfektion oder einer bestimmten Kunstrichtung gerecht zu werden oder irgendetwas zu kopieren. Es ist losgelöst und frei, frei von Frustration oder Ängsten. Auch Kinder sind ganz erstaunt, was ihnen da so gelingt. Hierbei seien die Online-Malkurse ebenfalls empfohlen. Beim Malen stellt sich das Gefühl von Freude und Stolz ein. Und wenn man das erreicht hat, ist es für einen Künstler und Kunstliebhaber ganz viel. Außerdem sind die Motive farbenfroh, anregend und haben den Namen Happy Painting mehr als verdient.

Blick ins Buch
Fazit

Vor Leichtigkeit sprühend und einfach umzusetzen – so macht Kunst Spaß!

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Bewertung: 5 von 5.

Marion Deuchars – Malen und Zeichnen wie die großen Künstler

Rezension

Marion Deuchars hat ein hervorragendes Malbuch geschaffen, mit dem sie inspirierende Akzente setzt, die zur experimentellen Auseinandersetzung mit der Kunst anregen. Bekannte Künstler vergangener Epochen dienen als Aufhänger und Wegweiser bei den Gestaltungsvorschlägen.

Kinder ab 10 Jahren werden angeregt mit der Schere zu zeichnen, so wie es Henri Matisse vorgemacht hat. Gleichzeitig bekommen sie einen kurzen Einblick, was den entsprechenden Künstler oder Künstlerin ausgemacht hat. Begleitet wird die Einführung mit einer sehr gelungenen Skizzierung der jeweiligen Person. Der Stil wird nur kurz angerissen, denn das Hauptaugenmerk liegt auf der praktischen Umsetzung. Dabei darf auch gedruckt, gezeichnet und gemalt werden. Gut verständliche Erläuterungen geben Hinweise zur Umsetzung. Pro Künstler sind zwischen 3 und 8 Anregungen zu finden.

Gustav Klimt regt zum Drucken an, Miró verhilft beim Erschaffen von Symbolen, dabei dürfen die Augen auch mal geschlossen werden. Wohin wandert die Linie dann wohl? Auch im Geiste von Paul Klee geht der Bleistift spazieren und bringt Erstaunliches hervor. Bei der Künstlerauswahl hat die Autorin auch einige weibliche Persönlichkeiten, wie z.B. Sonia Delaunay, Frida Kahlo, Emily Kngwarreye und Hannah Höch integriert. Außerdem stehen folgende bekannte Künstler im Fokus: Joan Miró, Philip Guston, Jivya Soma Mashe, Eduardo Chillida, Salvador Dalí, Wassily Kandinsky, Henri Matisse, Ben Nicholson, Jasper Johns, Paul Klee, Andy Warhol, Hokusai, Gustav Klimt und natürlich David Hockney.

Blick ins Buch
Fazit

Inspirieren und Kopieren als erste Schritte vor dem Kombinieren und Erschaffen eigener Kunstwerke

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Aaron Rosen – Eine Reise durch die Kunst

Rezension

Dieses Sachbuch für Kinder ab 8 Jahren hat in erster Linie die geschichtlichen Ereignisse auf der ganzen Welt im Vordergrund. Aus diesen Entwicklungen heraus leiten sich Einflüsse in der Kunst, beeinflusst durch verschiedenste Kulturen, ab.

Diese Geschichts- und Kunstreise verläuft chronologisch, beginnend mit der Steinzeit und den Höhlenmalereien und endet im Jahr 2020, in der heutigen Zeit. Im Fokus der jeweiligen Kapitel stehen entscheidende und bewegende Momente der Weltgeschichte, wichtige Kunstbewegungen und besonders bedeutende Meisterwerke. Der Leser macht an 30 verschiedenen Orten Halt. In der Antike spielen Rom, Athen und Jerusalem eine entscheidende Rolle. Berühmte Baumeister und Bildhauer erschufen erhabene Statuen und mythische Skulpturen oder schmeichelhafte Porträts. Zur mittelalterlichen Kunst zählen Kostbarkeiten in Form von Porzellan und der Lackkunst oder raffinierte Töpferarbeiten. Die Moderne steht für die Quelle der Innovation. Geschichtlich war es eine Zeit der großen Veränderungen, die sich in der Kunst widerspiegelte. Die Natur wurde mit anderen Augen gesehen und die dekorativen Künste erlebten eine Blütezeit. Die Vorstellungen von Schönheit änderten sich.

Begleitet werden die Doppelseiten von Illustrationen und Fotografien. Neben dem gut verständlichen Haupttext sind immer wieder kleine Beschreibungen oder Hinweise zu den Kunstwerken zu finden. Die wirklich bekannten und bedeutenden Kunstwerke wird man hier jedoch vergebens suchen. Die Veränderung der Kunst im Allgemeinen ist hier Thema. Gustav Klimt, Marc Chagall, Wassily Kandinsky und Frida Kahlo sind rar gesäte Kunstpersönlichkeiten, da es eher um die Kunstrichtungen und -wandlungen geht.

Blick ins Buch

Fazit

Ein gut verständlicher Umriss der Wandlung der Kunst, beeinflusst von den geschichtlichen Ereignissen.

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Marion Deuchars – Art Play

Rezension

Kreativität kann auch erlernt werden. Hier gilt ebenfalls die Prämisse, dass Übung den Meister macht und die Häufigkeit der Erprobung einer bestimmten Technik zu einer Erweiterung des Ideen-Schatzes beiträgt. Dieses Buch lädt zum Spielen mit den Bausteinen der Kunst ein. Die Entdeckungsreise führt durch die Bereiche Zeichnen, Farbe, Formen, Malen, Papier, Drucken und Muster.

Viele Angebote bieten direkte Umsetzungsideen gleich im Buch an. Die Seiten sind dafür ausreichend dick und von guter Qualität, sodass die Künstler sich alsbald verwirklichen können. Die meisten Angebote werden die Kinder aus der Grundschule bereits kennen. Es wird schattiert, mit Fingern gedruckt, vermischt, marmoriert und gekritzelt. Farbmischungen finden genauso Erwähnung wie das Falten von Figuren oder auch die spannende Herstellung von Zufallsbildern mit Klecksen. Angefangene Kritzel-Bilder wollen vollendet oder verändert werden. Kurze Texte inspirieren mit konkreten Umsetzungsvorschlägen zur künstlerischen Umsetzung.

Dieses Kunstbuch ist eine wunderbare Beschäftigung während langer Auto- oder Zugfahrten. Es lässt sich auch wunderbar für Aufenthalte bei den Großeltern mitgeben, um sicherzugehen dass noch eine Beschäftigung im petto und gleich griffbereit ist. Auch während der besonderen Zeit des Homeschoolings oder der Sommerferien bietet es eine wunderbare Fundgrube an kreativen und abwechslungsreichen Kunstangeboten.

Blick ins Buch

Kritzelhungrige Kinder finden in diesem Material 25 Kritzel-Angebote. Die Arbeitsblätter sind so aufgebaut, dass Fragestellungen oder bestimmte Anweisungen zum Arbeiten motivieren sollen. Auf manchen Blättern wurde eine kleine Hilfe-Box integriert, um zu Differenzierungszwecken einigen Schülerinnen und Schülern Inspirationen oder Anregungen zu bieten.

Kunstkartei_Zeit zum Kritzeln 2

 

 

 

 

 

 

Fazit
Abwechslunsgreiche und umfangreiche Angebote gegen Langeweile.

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Ana Gallo und Katherine Quinn – Lump & Pablo: Haustiere und ihre berühmten Freunde

Rezension

Wie ein wertvolles Fotoalbum, das von Generation zu Generation weitervererbt wurde, eröffnet sich dieses wertig gestaltete Bilderbuch für Kinder ab 7 Jahren, mit einem hohen künstlerischen und literaturästhetischen Anspruch. Bedeutende Persönlichkeiten, jeweils eingefasst in erinnerungswürdige Bilderrahmen, präsentieren sich mit ihren Haustieren.

Hier sind zwanzig liebevolle Geschichten über berühmte Künstler, Musiker, Wissenschaftler, Schriftsteller und ihre tierischen Freunde versammelt. Die Lust des Illustrators an der gestalterischen, kreativen Umsetzung des Themas springt einem aus jeder Seite entgegen. Als Gestaltungselement wurde eine der Doppelseiten komplett dem Portrait gewidmet.

Frida Kahlo umarmt fürsorglich ihr zahmes Reh und der Leser erfährt zudem Fakten über ihr Künstlerleben, ihre Schicksalsschläge und ihre Liebe zu Tieren. Im Innenhof ihres Blauen Hauses waren sämtliche Tiere beheimatet, sogar ein Rehkitz war ihr gegenüber zutraulich, schließlich hat sie ihn aufgezogen. Auch Gustav Klimt freute sich über die pelzige Gesellschaft einer Katze.  Sein üppiger Garten lud eine Vielzahl an Katzen ein und das Katzenurin nutzte er sogar für seine Kunst als Fixiermittel. Krokodile, Leoparden, sprechende Raben und sämtliche Hunderassen begleiteten die Berühmtheiten.

Dieser Blickwinkel auf das Leben der Menschen ist besonders faszinierend. Die Texte erschlagen nicht mit Jahreszahlen und nüchternen Erzählungen, sondern erzählen seelenvoll von den Zuneigungen und Vorlieben, die auch ihre Werke prägten.

Blick ins Buch

Zur Vertiefung des theoretischen Wissens und der praktischen Umsetzung von Frida Kahlos Kunst, steht ein Stationslauf mit insgesamt 8 Stationen für die Jahrgänge 3/4 zum Download bereit.

Frida Kahlo_AusmalbilderFrida Kahlo_Stationenlernen

 

 

 

 

 

 

 

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Fazit

Berühmte Persönlichkeiten im Licht ihrer liebevollen Begleiter!

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Pop-up Gefühlsfische: „Heute bin ich“ von Mies van Hout

Seit der Entdeckung des Bilderbuchs Heute bin ich“ im Jahre 2012 folgt nun mein 4. Blogbeitrag zu diesem besonderen Buch. Fortan führe in den Jahrgängen 3 und 4 regelmäßig die Unterrichtseinheit zu den Gefühlsfischen nach Mies van Hout durch. Doch vor einigen Wochen überraschte mich die folgende Schüleräußerung in meinem Vorhaben:


Alle Tiere werden immer von der Seite dargestellt. Ich will den Fisch von vorne malen. Gefühle kann man doch im Gesicht am besten erkennen. Wie sehen Fische überhaupt im Gesicht aus? In den Malbüchern werden Tiere fast immer nur von der Seite gezeigt.“


Damit
war meine geplante Unterrichtsreihe völlig auf den Kopf gestellt. Die anderen Kinder stimmten der begründeten Meinung ihres Mitschülers zu und wollten unbedingt wissen, wie Fische nun tatsächlich frontal betrachtet aussehen. Also  begaben sich frewillige Experten auf die Suche und recherchierten emsig in Büchern und im Internet. Die nächste Unterrichtsstunde leiteten wir mit einem Museumsgang ein und staunten nicht schlecht über die, zugegeben wenigen Fotografien, die überhaupt ausfindig zu machen waren.

Der Fokus der Betrachtungen lag auf Mund, Augen und der Darstellung des restlichen Körpers inkl. der Flossen und des Schwanzes. Ich passte meine Einheit den Interessen der Kinder an und modifizierte den Schwerpunkt und die Ziele. Fortan stand Perspektive im Fokus und im Laufe der nächsten Stunden kam noch der Wunsch dazu, etwas Bewegung und Lebendigkeit in das Kunstwerk zu bringen. Nun war das Unterrichtsprojekt Pop-up Bild, mit Einbindung einer neuen Falt-Technik zu den Gefühlsfischen der Künstlerin Mies van Hout, geboren.

Und ich habe auch etwas sehr Bedeutendes gelernt: Die Leistung der Kinder zeigte sich darin, wie sie verstehen, Fragen zu stellen und Antworten zu finden. Es ging um eigenes und gemeinsames Nachdenken in einer Dialoggemeinschaft, in der es erlaubt war weiter zu denken und etwas infrage zu stellen, als wichtige Komponente der rezeptiven Fähigkeiten im Kunstunterricht. Ja, auch diese Erfahrung macht einen als Lehrkraft „glücklich“ und „vergnügt“.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und das Unterrichtsprojekt ausprobieren möchte, hier entlang:

(Material-ID: 137011)