Béa Beste und Stephanie Jansen – Gemeinsam schlau statt einsam büffeln: So lernen Kinder und Eltern zusammen

Rezension

Aktueller könnte die Thematik nicht sein. Nach den landesweiten Schulschließungen stehen Eltern vor der Herausforderung, die Betreuung ihrer Kinder vollständig zu übernehmen und für die Erledigung der Schulaufgaben zu sorgen. Die Begrifflichkeiten „Homeschooling“ und „Home Office“ sind in aller Munde. Der gewohnte Tagesablauf bedarf daher einiger Umstrukturierung.

Dieser Ratgeber zeigt auf, auf wie vielen Bereichen Lernen stattfindet. Diese zusätzliche gemeinsame Zeit kann somit für Dinge genutzt werden, die sonst vielleicht eher unterschwellig angegangen wurden. Die Autorin behauptet, dass die beste Möglichkeit die Talente der Kinder zu entfalten, die Methode des Co-Learning ist. Eltern und Kinder erschließen sich gemeinsam auf eine spielerische Art und Weise die sich schnell ändernde Welt. Vom „einsamen Büffeln“ rät sie Abstand zu nehmen.

Die beste Vorbereitung für dein Kind heute auf eine Welt von morgen ist nicht das schulische Lernangebot von gestern!

Im ausführlichen Theorieteil werden die unterschiedlichen Lerntypen erläutert und drei „Spiel-Arten“ aufgezeigt, aus denen ein entspanntes Lernen resultiert. Im dritten Teil werden anhand eines praktischen Ideenpools erprobte Projekte vorgestellt, die aufzeigen welche Entwicklungsziele ganz nebenbei verfolgt werden.

Erfreulicherweise liest sich der Ratgeber genauso entspannt, wie das Konzept es vermuten lässt. Die Autorin betont, dass es manchmal auch ausreicht, wenn eine Aktivität Spaß macht, ohne einen auf den ersten Blick ersichtlichen Sinn haben zu müssen. Besonders gut gefällt mir die Einteilung der Ideen nach den Entwicklungszielen, weil es aufzeigt wie breit aufgestellt die Förderung funktionieren muss. Zu diesen gehören:

  • Wort-schlau (Förderung der Sprache), Musik-schlau, Zahlen-schlau (abstraktes Denken), Bild-schlau (Raumvorstellung), Körper-schlau (Bewegung), Hand-schlau (Problemlösung mit den Händen), Ich-schlau (Umgang mit Gefühlen), Wir-schlau (andere Menschen verstehen), Umwelt-schlau (Naturphänomene beobachten), Welt-schlau (Leben hinterfragen)

Kleine Wortkünstler werden hier angeregt „Wörter zu züchten“, indem die Kompetenz zur Bildung zusammengesetzter Nomen trainiert wird: Baumstamm, Baumhaus, Baumschule etc. „Blumenbomben setzen“ bedeutet hier also Samen einpflanzen und sich in der Blumenkunde üben. Im Spielvorschlag „Food-Art“ darf Obst und Gemüse geschnippelt werden, um daraus spannende Bilder zu legen. Inspirationen hierzu finden sich auf dem Blog der Autorin: https://tollabea.de/food-art/. Dieses Buch strotzt vor Kreativität und genau das brauchen unsere Kinder!

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Fazit

Dieser Ratgeber bekommt von mir beide Daumen nach oben. Vor allem die Einbund der Sozialkompetenzen ist mir persönlich ein großes Anliegen!

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Anita Ganeri und Michael Mullan – Bis ans Ende der Welt

Rezension

Die kindliche Faszination für Entdeckung, Erkundung und Erforschung ist ungebrochen. Schließlich gehört es zu ihrer täglichen Aufgabe von Geburt an, sich die Welt zu erschließen. „Bis ans Ende der Welt“ stellt 22 mutige Entdeckerinnen und Entdecker aus allen Erdteilen und Epochen ausführlich vor und zeigt dass zum Aufbrechen Mut, Neugierde und eine ordentliche Portion wissbegierigen Drangs dazugehört.

Dieses Kindersachbuch stellt auf jeder Doppelseite einen wagemutigen Entdecker vor – beginnend mit Hanno dem Seefahrer aus dem alten Karthago, über Christoph Kolumbus bis hin zu Neil Armstrong, der sogar den Raum außerhalb der Erde erkundete. In der Einleitung wird zunächst auf die Gründe der Entdeckungsreisen eingegangen, neben der Abenteuerlust wurden die berühmten Persönlichkeiten auch von der Suche nach Schätzen getrieben oder reisten im Zeichen der Religion. Erfreulich ist die Einbindung der methodischen Vorgehensweise zum richtigen Lesen von Karten und Legenden. Es folgen Erläuterungen zu den verwendeten Symbolen und weiteren Orientierungshilfen.

In den biografischen Beschreibungen wird auf das Leben jeder Persönlichkeit eingegangen und wichtige Informationen zu den Expeditionen gegeben. Die Texte sind kindgerecht verfasst, gut verständlich und werden von prägnanten, den Infotext unterstützenden Illustrationen, begleitet. Die einzelnen Stationen sind durchnummeriert und mit Pfeilen versehen, sodass man als Leser gefühlt mitreist und nacherlebt, welche Hindernisse sich den Pionieren in den Weg stellten.

Dieses Kindersachbuch trägt enorm zur Erweiterung des Allgemeinwissens bei. Es stößt Gedankenflüsse an, regt zum Hinterfragen und dem Auseinandersetzen mit der Materie an. Der folgende Hinweis brachte einen 8-jährigen Leser dazu, sich eingehender mit den Sternen zu beschäftigen und zu erfahren, wie der Polarstern die Himmelsrichtung verrät.

Die Seefahrer hatten keinen Kompass, für die Navigation waren sie allein auf die Sterne angewiesen (S.8).

Die Autoren lassen unterhaltsame „Fun Facts“ gekonnt einfließen und schrecken nicht davor zurück auch kritisch auf manche der damaligen Begebenheiten zu blicken. So wird z.B. die Umstrittigkeit von Kolumbus erwähnt, da er mitverantwortlich für den furchtbaren Umgang mit den Einheimischen war. Die Infobox „Vermächtnis“ subsummiert die bedeutendsten Fakten, die man mit dem Entdecker und Eroberer in Verbindung bringt und fasst komprimiert das Wichtigste zusammen. Im Verlauf der Entdeckungen und der Zeit, erfährt der Adressat mit jedem Entdecker und Forscher eine Unmenge an spannenden Entwicklungen, die uns bis heute prägen und unser Leben beeinflussen.

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Fazit

Eine Wissensquelle für Geschichte, die bedeutende Ereignisse anreißt.

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Rudi Rhode und Mona Sabine Meis – Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen

Rezension

Auf dieses Sachbuch bin ich im Rahmen einer Fortbildung zu „Unterrichtsstörungen“ gestoßen. Schon bald wird man feststellen, dass das hier vorgestellte Konzept in jeglichen Bereichen einsetzbar ist, in denen man mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat.

Auch Eltern werden hiervon profitieren, genauso wie Erzieher, Lehrer und Betreuer jeglicher Kindergruppen. Erfreulich ist dabei, dass der Schreibstil zum Weiterblättern animiert, sodass man das Buch im Nu verschlungen hat. Für Sachbücher ist es eine Seltenheit. Auch wenn man beim Lesen hin und wieder denkt „Na klar!“, werden grundlegende Punkte sehr praxisorientiert nahegebracht und in Erinnerung gerufen.

Das „KEB-Modell“ von Rhode und Meis steht für die „kontrolliert-eskalierte Beharrlichkeit“ und zeigt auf, dass zuerst die innere, selbstsichere Haltung der Erwachsenen stimmen muss. Seien Sie sich Ihrer Regeln bewusst und stehen Sie dahinter. Daneben sollte auch die Körpersprache und die verbalen Äußerungen beachtet werden, da es sonst die Kleinen zum Austesten ihrer Grenzen animiert. Schön fand ich auch die „Schallplatten-Technik“, die mit kleinen aber äußerst effektvollen Abwandlungen absolut hilfreich im Alltag ist. Das funktioniert wirklich und ist sowohl für den Erwachsenen und aber auch für das Kind sehr entlastend und raubt viel weniger Zeit bei Konfliktsituationen.

Toll ist auch, dass sogenannte Machtkämpfe nicht am Selbstbewusstsein des Gegenübers rütteln und immer eine gewisse Prise „Gelassenheit“ mitschwingt. Sie sind geprägt von Verständnis, aber auch festen Regeln und der Einhaltung derer. Hilfreich für das Verständnis sind auch die beispielhaften Dialoge, die hier aufgezeigt werden. Nach einem „So sollte es nicht laufen“, folgt ein „Das ist der bessere Weg“, sodass es dem Leser ganz deutlich vor Augen geführt wird, welche Alternativen wir Erwachsenen haben. Letztendlich gehört Grenzenaustesten zur Entwicklung von Kindern dazu. Das Gerüst der Erwachsenen muss allerdings stimmen, denn so können Konflikte präventiv schon im Keim erstickt werden.

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Fazit

Praxistaugliche Tipps, die sich an der Wirklichkeit orientieren und sich ohne allzu viel Theoriewissen umsetzen lassen.

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Katharina von der Gathen und Anke Kuhl – Klär mich weiter auf

Rezension

Nach dem Verkaufsschlager in der Kategorie Aufklärung  mit dem Titel „Klär mich auf„, erschien nun der Folgeband „Klär mich weiter auf“ mit 101 neuen Kinderfragen rund um ein aufregendes Thema. Es ist ein unterhaltsames Aufklärungsbuch, das sich direkt an Kinderfragen orientiert. Die Autorin hat hierfür authentische, handgeschriebene Fragen der Kinder abfotografiert. Die Vorderseite, dieser nach einem Abreißkalender aufgebauten Seiten, ziert außerdem ein lustiges Cartoon, das passend die Frage stützt und zuweilen provokativ zu verstehen ist.

Die Rückseite ist der fundierten Beantwortung der Fragen gewidmet. Die Antworten sind allesamt offen, unbefangen und doch kindgerecht. Die Sexualpädagogin geht das recht aufregende Thema fachlich an und stillt den Wissensdurst der Grundschulkinder, auch bei herausfordernden Fragen. Es geht hierbei um Geburt, Pubertät, Intimität, aber auch sexualisierte Schimpfwörter. Der Reiz ist natürlich die direkte Formulierung, die nur Kinder so hinbekommen können: „Kann ein Penis abbrechen?“, „Wie lange  macht man für gewöhnlich Sex?“ oder „Wie hat man herausgefunden, dass man durch Sex Kinder kriegt?“.

Das Buch eignet sich für gemeinsames Lesen im häuslichen Rahmen, weil die Cartoons durchaus die Hemmschwelle senken und man dadurch leichter ins Gespräch kommt. Es lässt sich aber auch prima im Bücherregal verstauen, mit der Absicht, dass Kinder entsprechend darauf zurückgreifen, sobald Interesse für das Thema ensteht. Im Schulbereich lassen sich die Seiten wunderbar heraustrennen und zu einer Kartei für den Sexualunterricht umfunktionieren. So haben mehr Kinder die Möglichkeit sich lesend zu vertiefen und die Lehrkraft kann gezielter Fragen herausfiltern oder eben auch selektieren.

 

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Fazit

Aufklärung: federleicht, einfühlsam und unverkrampft

 

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Crushiform – Colorama: Das Buch der Farben

Rezension

In diesem Kunstbuch, umhüllt mit einem hochwertigen Papierschutzeinband, stehen 133 Farbtöne im Fokus. Die Farbfibel bildet auf der rechten Seite großflächig den jeweiligen Farbton ab, während auf der linken Seite die entsprechende Geschichte erzählt wird.

Der Leser wird auf eine fabelhafte Reise in das Land der Farben entführt und erfährt Überraschendes und Neues. Es ist ein Buch, das immer und immer wieder Stück für Stück genossen werden kann. Vom Farbton „Schneeweiß“, der uns in eine friedliche Schneedecke hüllt bis hin zu „Falb“, einem Farbton von Braungrau, der für die Farbe von Wildkatzen verwendet wird oder auch der „Acqua di Parma“, ein Name eines Herstellers italienischer Duftwasser, das nach Veilchen riecht, erfahren wir kurze und doch aufschlussreiche Geheimnisse unserer Farbwelt. Es lädt zum Staunen und Träumen ein und erweitert das Wissen rund um einen Bereich, über den man sich im Alltag nicht unbedingt Gedanken macht. Es differenziert den thematischen Wortschatz und verknüpft die Farben mit winzigen Anekdoten, sodass das Gehirn Verbindungen herstellen kann, wodurch die Abspeicherung leichter gelingt.

Dieses wunderbare Buch ist für Kunstliebhaber und Menschen, die besondere und außergewöhnliche Bücher lieben und schätzen. Es ist qualitativ hochwertig und überzeugt auch inhaltlich durch die puristische, kunstvolle und pointierte Ausarbeitung.

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Ganz Mutige und Kreative könnten aus dem Buch einen Farbfächer oder Farbkarten für den pädagogischen Bereich erstellen. Mein Buchliebhaber-Herz lässt es allerdings nicht zu. Es ist als Buch einfach zu schön und wertvoll!

 

Fazit

Und wieder ein besonders außergewöhnliches und kunstvolles Buch zum Thema „Farben unserer Welt“, gewürzt mit aufschlussreichen Anekdoten!

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Bärbel Oftring und Jana Walczyk – Schau mal, eine Schnecke!

Rezension

Im langsamen Tempo führt das Sachbuch die jungen Leser an das Leben einer Schnirkelschnecke heran. Während der informative Text sich auf Fakten und gut verständliche Beschreibung fokussiert, verbergen sich hinter den jeweiligen weißen Klappen Zeichnungen, Illustrationen oder auch Beschriftungen zu zentralen Themen wie z.B. „Schneckenvielfalt“, „Schneckenkörper“, „Schneckenliebe“ oder „Schneckenhaus“.

Im Sachtext wird genau beschrieben wovon sich eine Schnecke ernährt und wie ihr Verhalten im Jahresverlauf aussieht. Spannende Fakten wie die Beschreibung des Essverhaltens mithilfe der Radula werden sehr anschaulich angegangen. Auch Empfehlungen zum Umgang mit Schnecken und genaue Berührungsgriffe werden weitergegeben. So überrascht es nicht, dass hinten im Buch ein Glasgefäß abgebildet ist, das dazu animiert Schnecken über einen längeren Zeitraum evtl. zu Hause oder auch im Klassenraum zu beobachten. Ein Schneckenrennen verspricht besonderen Spaß.

In diesem Sachbuch sind sicherlich Begrifflichkeiten und Informationen versteckt, die auch manch Erwachsener zuvor nicht wusste. Die Illustrationen von Jana Walczyk haben eine ruhige Wirkung und setzen gekonnt den Akzent auf das Wesentliche ohne mit Schnörkeleien zu verwirren.

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Fazit

Informatives Sachbuch mit spannenden Informationen

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Christoph Michel – Erste Experimente für kleine Forscher

Rezension

Über 30 Experimente für Kinder ab ca. 4 Jahren zu den Themen „Luft, Wasser, Schall und Licht“ wurden in diesem Buch zusammengetragen. Auf jeder Doppelseite wird ein Versuch vorgestellt. Neben der Angabe zu den benötigten Dingen, wird die Vorgehensweise Schritt-für-Schritt erläutert und mit passenden Bildern unterstützt.

Sehr sinnvoll ist der abschließende Gedanke, wo die entsprechenden Phänomene in der Umwelt entdeckt werden können. Die Übertragung der schwimmenden Zitrone auf die Schwimmflügel ist sehr einleuchtend, genauso wie die Benennung der Tatsache, dass in warmen Ländern die Häuser oft hell gestrichen werden, nachdem Experimente zu Weiß und Schwarz durchgeführt wurden.

Für Erwachsene wird unter der Fragestellung „Was passiert?“ die zu erwartende Beobachtung festgehalten. Es folgt bei „Warum ist das so?“ die Erklärung. Hierbei ist die Wortwahl recht einfach, sodass es Kindern auch leicht fällt den Inhalt nachzuvollziehen. Das benötigte Material ist vorwiegend schnell aufzutreiben bzw. befindet sich schon im Haushalt. Das erleichtert erheblich das Vorhaben überhaupt anzupacken.

Hier werden Kinder angeregt weiterzudenken und Naturphänomene, die ihnen vielleicht auch schon bekannt sind, zu hinterfragen. Das eigenständige Experimentieren ist auch für junge Kinder sehr wirkungsvoll. So beginnen die Zusammenhänge in ihrer Umwelt zu verstehen und in Beziehung zueinander zu setzen. Neben dem Spaßfaktor ist die Förderung der sprachlichen Fähigkeit bei der Formulierung der Vermutung und Beobachtung sehr wertvoll.

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Fazit

Anregung des naturwissenschaftlichen Denkens

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Marcus Würmli – Das Grundschullexikon

Rezension

Das Duden Grundschullexikon in der 4. Auflage beinhaltet 650 gut verständliche Lexikonartikel und dazu passend informative Fotografien oder Zeichnungen. Mit diesem Nachschlagewerk sind die wichtigsten Themen und Begrifflichkeiten des Grundschulwissens abgehandelt.

Wovon ernährt sich das Eichhörnchen? Wie funktioniert ein Wasserkreislauf? Wie sehen die Flaggen von europäischen Ländern aus? Was gehört zum verkehrssicheren Fahrrad? Welche Aufgaben hat ein Bürgermeister?

Die Stichwörter sind deutlich hervorgehoben, sodass die Suche nach einem Begriff erleichtert wird. In den Erklärungen gibt es weitere Verweise auf Suchbegriffe, die mit dem jeweiligen Thema zusammenhängen. Hier kann zur Vertiefung der Querverweis nachgelesen werden. Die Texte sind für Grundschüler im 3. und 4. Schuljahr gut verständlich. Die Informationen sind kompakt und vergleichsweise reduziert dargestellt. Sehr praktisch sind die integrierten Sonderseiten mit einer Zeitleiste von „früher und heute“ zu bestimmten Themenbereichen wie z.B. „Medien, Geld, Schule oder Haus“. Im hinteren Teil zu „Schule kompakt“ befinden sich Informationen zu Wissenswertem der einzelnen Schulfächer. Doppelseiten zu ersten Sätzen auf Englisch, den Grundrechenarten oder wirbellosen Tieren bieten spannende Fakten.

Auch wenn das Recherchieren bei den gängigen Kindersuchmaschinen regelmäßig im Unterricht Anwendung findet, so nimmt das Hochfahren der Rechner und der Prozess des Log-ins einige Zeit in Anspruch. Oft werden Schülerinnen und Schüler in Lehrwerken oder Karteien mit Suchaufträgen konfrontiert, die das vertiefende Nachschlagen erfordern. Dieses Grundschullexikon ist breit aufgestellt und bietet eine Menge an Informationen, die man einfach schneller zur Hand hat. So entdeckte ich einige Kinder bei der Arbeit an der „lieber lesen-Kartei“ wie sie selbstständig im Grundschullexikon nach dem Begriff „Käfer“ suchten, um anschließend eine Zeichnung des Insektes anzufertigen. Hier halfen ihnen die farbigen Abbildungen im Nachschlagewerk. Das dürfte in keinem Klassenraum fehlen. Auch im häuslichen Rahmen kann es zur Vorbereitung von Referaten genutzt werden. Damit wird der Wissensdurst nicht gestillt, sondern noch weiter geweckt.

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Fazit

Für Grundschulkinder sehr kompakt, informativ und leicht verständlich.

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Corinna Kegel – Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten

Rezension

Ursprünglich war das Buch dafür gedacht mehr Einblick in die Gefühlswelt von Hochbegabung zu erlangen, um hochbegabte Kinder in meinem Arbeitsumfeld besser verstehen und angemessener auf sie eingehen zu können.

Dieses Sachbuch entpuppte sich jedoch als vielmehr. Auch wenn es nicht auf Kinder spezialisiert ist, so greift es grundlegende Gedankenwelten auf und beim Lesen eröffnen sich einem komplett neue Welten. Corinna Kegel schildert in vielen Fallbeispielen gewitzt und motivierend den Reichtum und aber auch die Fallen von Hochsensibilität und Hochbegabung.

Die Zeilen verleiten zum Innehalten, Reflektieren, Traurigsein und aber auch zum Aufbruch, zur Veränderung. Die Autorin, die selbst als Coach arbeitet, zeigt  die überaus besonderen Wahrnehmungsstrukturen, Verhaltens- und Denkweisen von hochsensiblen und/oder hochbegabten Menschen auf. Detaillierte Erläuterungen geben einen guten Überblick über deren „Andersartigkeit“ und ihre speziellen „Denkstrukturen“. Die Empfindungen und all die emotionalen Facetten sind breit aufgefächert und nachvollziehbar erklärt. Es lehrt die Begabungen besser anzunehmen und sie zum eigenen Vorteil und zum Vorteil anderer bewusster einzusetzen.

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Ich fühle mich wie ein Schmetterling. Zart, berührungsempfindlich, mit allen Sinnen nach außen gerichtet. Ich brauche die Freiheit, zu kommen und zu gehen, wie es meinem Bedürfnis entspricht. Wenn ich in meiner Zeit Vertrauen gewinnen kann, wenn ich mich langsam nähern kann, überprüfen, ob sich alles sicher und richtig anfühlt, wenn ich meinem Tempo folgen kann und auf meine Bedürfnisse hören, dann kann ich mich irgendwann auch vertrauensvoll niederlassen und meine schönen, zarten Flügel ausbreiten. Wenn der andere versucht, nach mir zu greifen, bin ich sofort weg.

Fazit

Die Komplexität der Gefühlswelt einfach erklärt.

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Stefan Lemke und Birgit Neumann – Riesen-Weltatlas

Rezension

Der Riesen-Weltatlas macht seinem Namen alle Ehre – stolze 40 x 60 cm bringt es auf. Die 5 Doppelseiten sind sehr stabil und halten auch das kindliche Herumklettern aus. Zunächst wird die Welt mit all ihren Kontinenten und Ozeanen als Ganzes betrachtet. Die Windrose und der Äquator sind passend integriert. Der beigefügte Text gibt lehrreiche und leicht verständliche Informationen zu den Polen und der Bewegung der Erdkugel im Verlauf des Jahres.

Nach und nach werden die einzelnen Kontinente genauer vorgestellt. Hierbei sind die Ländergrenzen durch rot-gepunktete Linien hervorgehoben. Auch die Hauptstadt ist zu jedem Land durch einen roten Punkt gekennzeichnet. Weitere Städte sind nicht abgebildet. Die wichtigsten Flüsse, wie z.B. der Rhein oder die Donau sind integriert. Stefan Lemke hat in den farbenfrohen Illustrationen typische Erzeugnisse des Landes oder bekannte Spezialitäten ergänzt. Auf der Weltkarte sind den Kontinenten ausschließlich Tiere zugeordnet. In der Antarktis schwimmen See-Elefanten und Pinguine, in der Arktis befinden sich Eisbären und Deutschland wird mit Störchen assoziiert. Besonders für Grundschulkinder ist dies eine anschauliche und informative Vermittlung der Landkartenkunde.

Blick ins Buch

Fazit

Viel zu entdecken – anschaulich – informativ!

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