Ilka Sokolowski – Mein Kosmos Grundschullexikon: Tiere & Pflanzen

Rezension

Das alphabetisch geordnete Grundschullexikon zu den Bereichen „Tiere & Pflanzen“ bietet alles, was das Grundschullehrerherz begehrt. Die meisten Seiten widmen sich dem Tierbereich und decken „Zootiere“, „Bauernhoftiere“ und „Haustiere“ zuverlässig ab. Es ist die idealle Vorlage zum Verfassen von Steckbriefen und zum Vorbereiten von Referaten.

Jede Seite ist gleich aufgebaut, sodass den Kindern die Orientierung leicht fällt. Es sind auch schon Oberbegriffe vorhanden. Zu allen Tieren finden sich die wissenschaftlichen Namen, die Auflistungen zur Größe, Körpergewicht, Lebensraum, Nahrung und Nachwuchs. Der Haupttext behandelt die Themen Merkmale, Lebensweise und geht auf den Nachwuchs noch genauer ein. Der Farbklecks, der zu zu jedem Tier eingestreut wird, offenbart wichtige oder erstaunliche Zusatzinfos, mit denen man jeden Leser überraschen kann.

Zu jedem Eintrag sind mehrere Fotografien vorhanden. Man bekommt einen guten Einblick, wie sich das Tier bei Bewegung verhält oder auch in welchem Lebensraum es vorzufinden ist. Allerdings fehlen mir vor allem bei Pflanzen vereinfachte Illustrationen, wie z.B. zu Blattformen oder Blüten, auch spezifische Körperteile von Tieren sind so besser zu begreifen. Im Sachunterricht gehört eben auch genaues Beobachten und das Skizzieren von Einzelheiten als Kompetenz dazu. Das wäre eine hilfreiche Ergänzung gewesen.


Im Abschnitt „Pflanzen“ sind alle gängigen Bäume und Wiesenpflanzen enthalten. Wenn auch Pilze nicht zu den Pflanzen gehören, wurden sie ebenfalls integriert, allerdings fällt hier die Bandbreite eher mager aus. Die Übersicht zum „Getreide“ mit 4 unterschiedlichen Sorten ist auch eher unvollständig. Bei Nadel- und Laubbäumen wurde glücklicherweise der Baum in voller Größe, die Frucht und das einzelne Blatt abgebildet. Auch hier ausschließlich in Form von Fotografien.

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Fazit

Insgesamt ist es vor allem im Tierbereich ein tolles Nachschlagewerk für die Grundschule.

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David Hockney und Martin Gayford – Die Welt der Bilder für Kinder

Rezension

Die Geschichte der Bilder beginnt in den Höhlen und endet heute, auf dem iPad.

Eine wunderbare Symbiose aus Künstlern und Kunstkritikern öffnet den jungen Lesern die Tür zur Betrachtung von Kunst.  Glücklicherweise wird Kunstgeschichte hier nicht trocken und nüchtern präsentiert, sondern in einem spannenden Dialog diskutiert. Ist Kunst nicht letztendlich genau das? Ein Austausch über Ansichten, die Weitergabe von individuellen Interpretationen als großen Schatz an unterschiedlichen Zugängen, die geprägt sind von unserer Brille an Gefühlen, Erinnerungen und Bedürfnissen.

Die Illustrationen von Rose Blake tragen das Konzept maßgeblich. Sie schafft es Figuren und Szenarien zu darzustellen, die für Kinder greifbar sind, mit denen sie sich verbunden fühlen und denen sie beim Galeriegang in der Zeitleiste durch die Kunst folgen. Es geht zunächst darum, warum Menschen begannen Kunst zu erschaffen. Bei den Höhlenmalereien gibt David Hockney als Leitfigur den Hinweis, dass damals der Mensch wohl sehr genau hinschauen musste, um so einen Bullen, den andere wiedererkennen sollten, auf die Höhlenwand zu zeichnen. Die Erklärungen sind stets leicht verständlich und so formuliert, dass Kinder im Grundschulalter etwas damit anfangen können.

Warum wurde dieses Bild geschaffen?
Was bedeutet es?
Was zeigt das Bild?

Die Herangehensweise an Betrachtung der Kunstwerke ist äußerst spannend. Es geht um die Problematik Dreidimensionalität der realen Welt auf einer flachen Ebene darzustellen und dass man Vorreiter braucht, wie z.B. Van Eyck, dem andere nacheifern konnten. Genau das ist die Entwicklung, nicht nur in der Kunst, denn Bilder beeinflussen andere Bilder. Im Kapitel „Zeichen setzen“ findet ein Austausch über den Einsatz der Kunstwerkzeuge statt und wann ein Zeichen interessant für das Auge erscheint. Umso schöner ist es, dass die Autoren die jungen Leser zum Erproben animieren.

Du kannst verschiedene Zeichen anschauen, die ein Künstler verwendet und dann etwas ausborgen – Zeichen mit einer Feder, mit Zeichenkohle, Bleistift, ebenso Striche mit Pinsel und Farbe. Und du erkennst noch besser, wenn du selbst zeichnen lernst und die Zeichen kopierst.

Und was macht ein gutes Bild oder ein erinnerungswürdiges Foto aus? Es bleibt im Gedächtnis und überdauert die Zeit.

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Fazit

Kindgerechter und gut verständlicher Zugang zur Kunst von einem der populärsten lebenden Künstler der Welt.

Christina Steinlein und Mieke Scheier – Ohne Wasser geht nichts!

Rezension

Aktuelle Sachbücher haben ein Konzept und tragen Fakten zusammen, die von Illustrationen getragen werden. Es ist nicht mehr die reine Wissensaneignung, sondern ein Netz, das tiefes Eintauchen in die Materie ermöglicht. Dieser Zug der Kinder an Sachbücher gelingt durch faszinierende, teils ungewohnte Darstellungen und vor allem eine mitreißende und gut verständliche und nachvollziehbare Erzählstimme. So können Themen aufbereitet werden, die nicht als erstes auf der Wunschliste von Kindern stehen. Sachbücher dürfen also Spaß machen und dass sie zusätzlich sachlichen Kriterien standhalten, zeigt uns die studierte Gewässerökologin Christina Steinlein.

Mit Ohne Wasser geht nichts! gelingt ihr ein Rundumschlag zum Thema. Es ist so breit aufgestellt, dass kaum ein Bereich unerwähnt bleibt. Das handliche Format und die durchdacht aufgeteilten Seiten, überladen jedoch zu keinem Zeitpunkt. Da die Themen in sich abgeschlossen sind, kann das Buch auch zwischendurch zur Seite gelegt werden, um die Informationen verarbeiten zu können.

Schließlich ist Wasser überall und lebensnotwendig, das verrät schon der Titel in einer konstitutiven Tonlage. Es ist die Grundlage des Lebens. Auch das ist Fakt. Wir brauchen es zum Kochen, morgens im Bad, begegnen es in Urlauben und sogar in uns finden wir Wasser und brauchen eine regelmäßige Zufuhr. „Wir sind Wasser“, könnte auch der Titel des Sachbuchs lauten. Vielleicht würde dann der Verantwortungsgedanke dem wertvollen Gut gegenüber auch steigen. Im Verlauf des Sachbuchs werden nämlich auch die Stolpersteine ersichtlich, mit denen sich die Menschheit beschäftigt, um die wichtigste Ressource zu bewahren. Dürren, heftige Stürme und Überschwemmungen haben an Intensität zugenommen. Der Klimawandel donnert an die Tür der Menschheit. Jeder kann im Kleinen beginnen etwas zu tun, auch dazu gibt es in dem bebilderten Sachbuch für Kinder ab 7 Jahren, Ideen, die nach sorgsamem Umgang rufen.

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Fazit

Ohne Wasser geht nichts! – die wichtigste Ressource sorgsam bewahren, ein Plädoyer!

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Béa Beste und Stephanie Jansen – Gemeinsam schlau statt einsam büffeln: So lernen Kinder und Eltern zusammen

Rezension

Aktueller könnte die Thematik nicht sein. Nach den landesweiten Schulschließungen stehen Eltern vor der Herausforderung, die Betreuung ihrer Kinder vollständig zu übernehmen und für die Erledigung der Schulaufgaben zu sorgen. Die Begrifflichkeiten „Homeschooling“ und „Home Office“ sind in aller Munde. Der gewohnte Tagesablauf bedarf daher einiger Umstrukturierung.

Dieser Ratgeber zeigt auf, auf wie vielen Bereichen Lernen stattfindet. Diese zusätzliche gemeinsame Zeit kann somit für Dinge genutzt werden, die sonst vielleicht eher unterschwellig angegangen wurden. Die Autorin behauptet, dass die beste Möglichkeit die Talente der Kinder zu entfalten, die Methode des Co-Learning ist. Eltern und Kinder erschließen sich gemeinsam auf eine spielerische Art und Weise die sich schnell ändernde Welt. Vom „einsamen Büffeln“ rät sie Abstand zu nehmen.

Die beste Vorbereitung für dein Kind heute auf eine Welt von morgen ist nicht das schulische Lernangebot von gestern!

Im ausführlichen Theorieteil werden die unterschiedlichen Lerntypen erläutert und drei „Spiel-Arten“ aufgezeigt, aus denen ein entspanntes Lernen resultiert. Im dritten Teil werden anhand eines praktischen Ideenpools erprobte Projekte vorgestellt, die aufzeigen welche Entwicklungsziele ganz nebenbei verfolgt werden.

Erfreulicherweise liest sich der Ratgeber genauso entspannt, wie das Konzept es vermuten lässt. Die Autorin betont, dass es manchmal auch ausreicht, wenn eine Aktivität Spaß macht, ohne einen auf den ersten Blick ersichtlichen Sinn haben zu müssen. Besonders gut gefällt mir die Einteilung der Ideen nach den Entwicklungszielen, weil es aufzeigt wie breit aufgestellt die Förderung funktionieren muss. Zu diesen gehören:

  • Wort-schlau (Förderung der Sprache), Musik-schlau, Zahlen-schlau (abstraktes Denken), Bild-schlau (Raumvorstellung), Körper-schlau (Bewegung), Hand-schlau (Problemlösung mit den Händen), Ich-schlau (Umgang mit Gefühlen), Wir-schlau (andere Menschen verstehen), Umwelt-schlau (Naturphänomene beobachten), Welt-schlau (Leben hinterfragen)

Kleine Wortkünstler werden hier angeregt „Wörter zu züchten“, indem die Kompetenz zur Bildung zusammengesetzter Nomen trainiert wird: Baumstamm, Baumhaus, Baumschule etc. „Blumenbomben setzen“ bedeutet hier also Samen einpflanzen und sich in der Blumenkunde üben. Im Spielvorschlag „Food-Art“ darf Obst und Gemüse geschnippelt werden, um daraus spannende Bilder zu legen. Inspirationen hierzu finden sich auf dem Blog der Autorin: https://tollabea.de/food-art/. Dieses Buch strotzt vor Kreativität und genau das brauchen unsere Kinder!

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Fazit

Dieser Ratgeber bekommt von mir beide Daumen nach oben. Vor allem die Einbund der Sozialkompetenzen ist mir persönlich ein großes Anliegen!

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Anita Ganeri und Michael Mullan – Bis ans Ende der Welt

Rezension

Die kindliche Faszination für Entdeckung, Erkundung und Erforschung ist ungebrochen. Schließlich gehört es zu ihrer täglichen Aufgabe von Geburt an, sich die Welt zu erschließen. „Bis ans Ende der Welt“ stellt 22 mutige Entdeckerinnen und Entdecker aus allen Erdteilen und Epochen ausführlich vor und zeigt dass zum Aufbrechen Mut, Neugierde und eine ordentliche Portion wissbegierigen Drangs dazugehört.

Dieses Kindersachbuch stellt auf jeder Doppelseite einen wagemutigen Entdecker vor – beginnend mit Hanno dem Seefahrer aus dem alten Karthago, über Christoph Kolumbus bis hin zu Neil Armstrong, der sogar den Raum außerhalb der Erde erkundete. In der Einleitung wird zunächst auf die Gründe der Entdeckungsreisen eingegangen, neben der Abenteuerlust wurden die berühmten Persönlichkeiten auch von der Suche nach Schätzen getrieben oder reisten im Zeichen der Religion. Erfreulich ist die Einbindung der methodischen Vorgehensweise zum richtigen Lesen von Karten und Legenden. Es folgen Erläuterungen zu den verwendeten Symbolen und weiteren Orientierungshilfen.

In den biografischen Beschreibungen wird auf das Leben jeder Persönlichkeit eingegangen und wichtige Informationen zu den Expeditionen gegeben. Die Texte sind kindgerecht verfasst, gut verständlich und werden von prägnanten, den Infotext unterstützenden Illustrationen, begleitet. Die einzelnen Stationen sind durchnummeriert und mit Pfeilen versehen, sodass man als Leser gefühlt mitreist und nacherlebt, welche Hindernisse sich den Pionieren in den Weg stellten.

Dieses Kindersachbuch trägt enorm zur Erweiterung des Allgemeinwissens bei. Es stößt Gedankenflüsse an, regt zum Hinterfragen und dem Auseinandersetzen mit der Materie an. Der folgende Hinweis brachte einen 8-jährigen Leser dazu, sich eingehender mit den Sternen zu beschäftigen und zu erfahren, wie der Polarstern die Himmelsrichtung verrät.

Die Seefahrer hatten keinen Kompass, für die Navigation waren sie allein auf die Sterne angewiesen (S.8).

Die Autoren lassen unterhaltsame „Fun Facts“ gekonnt einfließen und schrecken nicht davor zurück auch kritisch auf manche der damaligen Begebenheiten zu blicken. So wird z.B. die Umstrittigkeit von Kolumbus erwähnt, da er mitverantwortlich für den furchtbaren Umgang mit den Einheimischen war. Die Infobox „Vermächtnis“ subsummiert die bedeutendsten Fakten, die man mit dem Entdecker und Eroberer in Verbindung bringt und fasst komprimiert das Wichtigste zusammen. Im Verlauf der Entdeckungen und der Zeit, erfährt der Adressat mit jedem Entdecker und Forscher eine Unmenge an spannenden Entwicklungen, die uns bis heute prägen und unser Leben beeinflussen.

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Fazit

Eine Wissensquelle für Geschichte, die bedeutende Ereignisse anreißt.

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Rudi Rhode und Mona Sabine Meis – Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen

Rezension

Auf dieses Sachbuch bin ich im Rahmen einer Fortbildung zu „Unterrichtsstörungen“ gestoßen. Schon bald wird man feststellen, dass das hier vorgestellte Konzept in jeglichen Bereichen einsetzbar ist, in denen man mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat.

Auch Eltern werden hiervon profitieren, genauso wie Erzieher, Lehrer und Betreuer jeglicher Kindergruppen. Erfreulich ist dabei, dass der Schreibstil zum Weiterblättern animiert, sodass man das Buch im Nu verschlungen hat. Für Sachbücher ist es eine Seltenheit. Auch wenn man beim Lesen hin und wieder denkt „Na klar!“, werden grundlegende Punkte sehr praxisorientiert nahegebracht und in Erinnerung gerufen.

Das „KEB-Modell“ von Rhode und Meis steht für die „kontrolliert-eskalierte Beharrlichkeit“ und zeigt auf, dass zuerst die innere, selbstsichere Haltung der Erwachsenen stimmen muss. Seien Sie sich Ihrer Regeln bewusst und stehen Sie dahinter. Daneben sollte auch die Körpersprache und die verbalen Äußerungen beachtet werden, da es sonst die Kleinen zum Austesten ihrer Grenzen animiert. Schön fand ich auch die „Schallplatten-Technik“, die mit kleinen aber äußerst effektvollen Abwandlungen absolut hilfreich im Alltag ist. Das funktioniert wirklich und ist sowohl für den Erwachsenen und aber auch für das Kind sehr entlastend und raubt viel weniger Zeit bei Konfliktsituationen.

Toll ist auch, dass sogenannte Machtkämpfe nicht am Selbstbewusstsein des Gegenübers rütteln und immer eine gewisse Prise „Gelassenheit“ mitschwingt. Sie sind geprägt von Verständnis, aber auch festen Regeln und der Einhaltung derer. Hilfreich für das Verständnis sind auch die beispielhaften Dialoge, die hier aufgezeigt werden. Nach einem „So sollte es nicht laufen“, folgt ein „Das ist der bessere Weg“, sodass es dem Leser ganz deutlich vor Augen geführt wird, welche Alternativen wir Erwachsenen haben. Letztendlich gehört Grenzenaustesten zur Entwicklung von Kindern dazu. Das Gerüst der Erwachsenen muss allerdings stimmen, denn so können Konflikte präventiv schon im Keim erstickt werden.

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Fazit

Praxistaugliche Tipps, die sich an der Wirklichkeit orientieren und sich ohne allzu viel Theoriewissen umsetzen lassen.

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Katharina von der Gathen und Anke Kuhl – Klär mich weiter auf

Rezension

Nach dem Verkaufsschlager in der Kategorie Aufklärung  mit dem Titel „Klär mich auf„, erschien nun der Folgeband „Klär mich weiter auf“ mit 101 neuen Kinderfragen rund um ein aufregendes Thema. Es ist ein unterhaltsames Aufklärungsbuch, das sich direkt an Kinderfragen orientiert. Die Autorin hat hierfür authentische, handgeschriebene Fragen der Kinder abfotografiert. Die Vorderseite, dieser nach einem Abreißkalender aufgebauten Seiten, ziert außerdem ein lustiges Cartoon, das passend die Frage stützt und zuweilen provokativ zu verstehen ist.

Die Rückseite ist der fundierten Beantwortung der Fragen gewidmet. Die Antworten sind allesamt offen, unbefangen und doch kindgerecht. Die Sexualpädagogin geht das recht aufregende Thema fachlich an und stillt den Wissensdurst der Grundschulkinder, auch bei herausfordernden Fragen. Es geht hierbei um Geburt, Pubertät, Intimität, aber auch sexualisierte Schimpfwörter. Der Reiz ist natürlich die direkte Formulierung, die nur Kinder so hinbekommen können: „Kann ein Penis abbrechen?“, „Wie lange  macht man für gewöhnlich Sex?“ oder „Wie hat man herausgefunden, dass man durch Sex Kinder kriegt?“.

Das Buch eignet sich für gemeinsames Lesen im häuslichen Rahmen, weil die Cartoons durchaus die Hemmschwelle senken und man dadurch leichter ins Gespräch kommt. Es lässt sich aber auch prima im Bücherregal verstauen, mit der Absicht, dass Kinder entsprechend darauf zurückgreifen, sobald Interesse für das Thema ensteht. Im Schulbereich lassen sich die Seiten wunderbar heraustrennen und zu einer Kartei für den Sexualunterricht umfunktionieren. So haben mehr Kinder die Möglichkeit sich lesend zu vertiefen und die Lehrkraft kann gezielter Fragen herausfiltern oder eben auch selektieren.

 

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Fazit

Aufklärung: federleicht, einfühlsam und unverkrampft

 

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Crushiform – Colorama: Das Buch der Farben

Rezension

In diesem Kunstbuch, umhüllt mit einem hochwertigen Papierschutzeinband, stehen 133 Farbtöne im Fokus. Die Farbfibel bildet auf der rechten Seite großflächig den jeweiligen Farbton ab, während auf der linken Seite die entsprechende Geschichte erzählt wird.

Der Leser wird auf eine fabelhafte Reise in das Land der Farben entführt und erfährt Überraschendes und Neues. Es ist ein Buch, das immer und immer wieder Stück für Stück genossen werden kann. Vom Farbton „Schneeweiß“, der uns in eine friedliche Schneedecke hüllt bis hin zu „Falb“, einem Farbton von Braungrau, der für die Farbe von Wildkatzen verwendet wird oder auch der „Acqua di Parma“, ein Name eines Herstellers italienischer Duftwasser, das nach Veilchen riecht, erfahren wir kurze und doch aufschlussreiche Geheimnisse unserer Farbwelt. Es lädt zum Staunen und Träumen ein und erweitert das Wissen rund um einen Bereich, über den man sich im Alltag nicht unbedingt Gedanken macht. Es differenziert den thematischen Wortschatz und verknüpft die Farben mit winzigen Anekdoten, sodass das Gehirn Verbindungen herstellen kann, wodurch die Abspeicherung leichter gelingt.

Dieses wunderbare Buch ist für Kunstliebhaber und Menschen, die besondere und außergewöhnliche Bücher lieben und schätzen. Es ist qualitativ hochwertig und überzeugt auch inhaltlich durch die puristische, kunstvolle und pointierte Ausarbeitung.

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Ganz Mutige und Kreative könnten aus dem Buch einen Farbfächer oder Farbkarten für den pädagogischen Bereich erstellen. Mein Buchliebhaber-Herz lässt es allerdings nicht zu. Es ist als Buch einfach zu schön und wertvoll!

 

Fazit

Und wieder ein besonders außergewöhnliches und kunstvolles Buch zum Thema „Farben unserer Welt“, gewürzt mit aufschlussreichen Anekdoten!

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Bärbel Oftring und Jana Walczyk – Schau mal, eine Schnecke!

Rezension

Im langsamen Tempo führt das Sachbuch die jungen Leser an das Leben einer Schnirkelschnecke heran. Während der informative Text sich auf Fakten und gut verständliche Beschreibung fokussiert, verbergen sich hinter den jeweiligen weißen Klappen Zeichnungen, Illustrationen oder auch Beschriftungen zu zentralen Themen wie z.B. „Schneckenvielfalt“, „Schneckenkörper“, „Schneckenliebe“ oder „Schneckenhaus“.

Im Sachtext wird genau beschrieben wovon sich eine Schnecke ernährt und wie ihr Verhalten im Jahresverlauf aussieht. Spannende Fakten wie die Beschreibung des Essverhaltens mithilfe der Radula werden sehr anschaulich angegangen. Auch Empfehlungen zum Umgang mit Schnecken und genaue Berührungsgriffe werden weitergegeben. So überrascht es nicht, dass hinten im Buch ein Glasgefäß abgebildet ist, das dazu animiert Schnecken über einen längeren Zeitraum evtl. zu Hause oder auch im Klassenraum zu beobachten. Ein Schneckenrennen verspricht besonderen Spaß.

In diesem Sachbuch sind sicherlich Begrifflichkeiten und Informationen versteckt, die auch manch Erwachsener zuvor nicht wusste. Die Illustrationen von Jana Walczyk haben eine ruhige Wirkung und setzen gekonnt den Akzent auf das Wesentliche ohne mit Schnörkeleien zu verwirren.

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Fazit

Informatives Sachbuch mit spannenden Informationen

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Christoph Michel – Erste Experimente für kleine Forscher

Rezension

Über 30 Experimente für Kinder ab ca. 4 Jahren zu den Themen „Luft, Wasser, Schall und Licht“ wurden in diesem Buch zusammengetragen. Auf jeder Doppelseite wird ein Versuch vorgestellt. Neben der Angabe zu den benötigten Dingen, wird die Vorgehensweise Schritt-für-Schritt erläutert und mit passenden Bildern unterstützt.

Sehr sinnvoll ist der abschließende Gedanke, wo die entsprechenden Phänomene in der Umwelt entdeckt werden können. Die Übertragung der schwimmenden Zitrone auf die Schwimmflügel ist sehr einleuchtend, genauso wie die Benennung der Tatsache, dass in warmen Ländern die Häuser oft hell gestrichen werden, nachdem Experimente zu Weiß und Schwarz durchgeführt wurden.

Für Erwachsene wird unter der Fragestellung „Was passiert?“ die zu erwartende Beobachtung festgehalten. Es folgt bei „Warum ist das so?“ die Erklärung. Hierbei ist die Wortwahl recht einfach, sodass es Kindern auch leicht fällt den Inhalt nachzuvollziehen. Das benötigte Material ist vorwiegend schnell aufzutreiben bzw. befindet sich schon im Haushalt. Das erleichtert erheblich das Vorhaben überhaupt anzupacken.

Hier werden Kinder angeregt weiterzudenken und Naturphänomene, die ihnen vielleicht auch schon bekannt sind, zu hinterfragen. Das eigenständige Experimentieren ist auch für junge Kinder sehr wirkungsvoll. So beginnen die Zusammenhänge in ihrer Umwelt zu verstehen und in Beziehung zueinander zu setzen. Neben dem Spaßfaktor ist die Förderung der sprachlichen Fähigkeit bei der Formulierung der Vermutung und Beobachtung sehr wertvoll.

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Fazit

Anregung des naturwissenschaftlichen Denkens

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