Lerntheke „Familie“ – Das kleine WIR zu Hause

Das Bilderbuch „Das kleine WIR zu Hause“ ist der Nachfolgeband des Verkaufsschlagers von Daniela Kunkel, rund um die niedliche Identifikationsfigur Das kleine WIR. Es fühlt sich dort wohl, wo Menschen sich gern haben. Bei Streit schrumpft es und droht ganz und gar zu verschwinden. In dieser Geschichte geht es vordergründig um die Thematik Familie. Was verbindet Familien? Welche Taten lassen das WIR größer und stärker werden und welche schwächen es? Was kann jedes Familienmitglied tun, um das WIR wachsen zu lassen?

Passend zum Bilderbuch wurde eine Lerntheke aufbereitet, die fächerübergreifend für den Deutsch- und Sachunterricht konzipiert ist. Eine Durchführung ist zum Ende des 1. Schuljahres in einer leistungsstarken Klasse bzw. regulär im Laufe des 2. Schuljahres möglich. Als Lernziele im Bereich „Mensch und Gemeinschaft“ wurde Folgendes festgesetzt: Die SuS entwicklen eine positive Haltung zu sich selbst, indem sie eigene Gefühle und die Bedürfnisse anderer wahrnehmen und sich mit ihnen bewusst auseinandersetzen. Sie beteiligen sich an der fairen Aushandlung von Interessen, halten Regeln und soziale Vereinbarungen ein und übernehmen Verantwortung für sich und andere. Wenn das alles gelernt wird, wird sich jede Familie und jedes kleine WIR freuen!

Die Lerntheke besteht aus insgesamt 13 Stationen. Davon sind 8 Lernangebote als Pflichtstationen vorgesehen. Die 2 zusätzlichen Sternchenaufgaben sind Angebote, die schnell arbeitende Kinder bearbeiten dürfen, während die 3 Glühbirnen-Formate stets eine entdeckende Funktion berücksichtigen und eine gewisse Bereitschaft zum Knobeln voraussetzen. Für mehr Informationen hier entlang.

Ludwig Waas, Barbara Ertelt und Marion Waszak – Englisch üben an der Stationentheke

Englisch üben an der Stationentheke


Die Stationenarbeit ermöglicht den SuS nach ihrem ganz eigenen Lerntempo den Lerninhalt zu wiederholen und zu festigen. Nach individuellem Lernbedarf zu arbeiten ist nicht nur am effektivsten, sondern macht auch Spaß und deshalb erfreut sich das Stationenlernen bei den Kindern erfahrungsgemäß großer Beliebtheit.

Dieser Band umfasst 10 unterschiedliche Themen des Englischunterrichts der 4. Klasse, die alle im Lehrplan Erwähnung finden:

Parts of the body                              My day
Numbers and time                           Feelings
Rooms and furniture                      Hobbies and sports
Christmas                                            Adjectives
At the zoo                                            New York

Die Aufgaben sind so konzipiert, dass sie ohne das Eingreifen der Lehrkraft von den SuS eigenständig gelöst werden können. Durch die beigelegten Lösungskarten können die Kinder selbstständig ihre Ergebnisse kontrollieren und verbessern. Zu jedem Thema wird eine Zusatzaufgabe angeboten, die stets die kommunikativen Fähigkeiten der SuS forcieren soll. In Kleingruppen oder mit einem Partner soll ein Personenrätsel gestellt, ein Dialog mit dem Weihnachtsmann nachgespielt oder auch ein Spiel mit einem großen Sprechanteil gespielt werden. Die Aufgaben aller anderen Stationen sollen „ruhig und in konzentrierter Einzelarbeit“ gelöst werden (S.5).

Auf den Stationenkarten findet man oft lediglich die Aufgabenstellung. Das Ergebnis soll auf der rally card, bzw. dem Laufzettel eingetragen werden.  Die Aufgabenstellung erfolgt stets auf Deutsch. Zu jeder Station listet eine Übersicht den zu übenden Wortschatz und Redemittel auf.

Ich bin auf diesen Band durch einen Beitrag in einer Fachzeitschrift aufmerksam geworden. Es wurde viel zum theoretischen Hintergrund von Stationenarbeit aus dem erst dieses Jahr veröffentlichten Buch zitiert. Besonders sinnvoll und auch notwendig für die Stationenarbeit ist die vorherige Besprechung und gemeinsame Festlegung der Regeln, die hier sehr gut beispielhaft zusammengestellt wurden. Auch die Satzanfänge als Vorschläge zur anschließenden Reflexion und der Gelegenheit zum Austausch sind durchdacht und sinnhaltig.

Diese Stationentheke legt den Fokus hauptsächlich auf Leseverstehen und Schreiben. Die Zusatzaufgaben, die von den SuS freiwillig bearbeitet werden können, heben das sprachliche Handeln und das Hörverstehen in der Fremdsprache hervor. Im Buch wird öfter darauf hingewiesen, dass während der Stationenarbeit „größtmögliche Stille“ herrschen soll (S. 7). Das verwundert mich sehr. In meinem Referendariat wurde großer Wert auf den kommunikativen Aspekt gelegt, denn es hieß stets, dass man als Englischlehrer an dem Sprechanteil seiner SuS gemessen wird. Deshalb hätte ich mir  mehr von diesen „Zusatzaufgaben“ gewünscht, denn die vorgeschlagenen Spiele und Dialoge sind wohlüberlegt. Nichtsdestotrotz brauchen manche SuS, vor allem visuelle Lerntypen, Zeit um die neuerworbenen Redemittel zu verinnerlichen und abzuspeichern, indem sie es in unterschiedlichen Kontexten anwenden.

Zusätzlich hätte ich mir gewünscht die Aufgabenstellungen auf Englisch vorzufinden, vielleicht als eine Ergänzung auf der CD zur Differenzierung. Vor allem in der 4. Klasse sind viele Kinder bereits mit den englischen Aufgabenstellungen so vertraut, dass sie sich zutrauen die Aufgabenstellung aus dem Kontext oder durch einen Beispielsatz selbst zu erschließen.

Die Einbindung des Themas „adjectives“ bewerte ich sehr positiv, weil immer noch in vielen Lehrwerken Verben und Adjektive vernachlässigt werden. Die Aufgaben an sich sind variantenreich, oft auch gut ausgetüftelt und bringen die Kinder auch manchmal zum Knobeln.

Englisch üben an der Stationentheke

Sinnvolle Stationentheke-Aufgaben zu den Schwerpunkten „Leseverstehen“ und „Schreiben“.

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