Bloggeburtstag – Papillionis liest ist 9!

Still und leise wurde „Papillionis liest“ am 10. Juli 2019 stolze 9 Jahre alt und somit ist schon wieder ein Bloggerjahr verflogen. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um mich bei den langjährigen und neu dazu gewonnenen regelmäßigen Lesern zu bedanken. Ein großes Dankeschön für die Treue, das Inspirieren lassen und die geteilte Liebe zu Büchern!

Ich freue mich vom Herzen auf die nächsten Jahre und all die Entdeckungen in der Bücherwelt, die noch auf uns warten!

Wer an der Geburtstagsverlosung teilnehmen und das Bilderbuch „Anne und Pfirsich – Mit dem Leben tanzen“ gewinnen möchte, hinterlässt einfach einen Kommentar.

Am 21. Juli wird ausgelost. Der Gewinner wird hier auf dem Blog unter diesem Post verkündet.

Teilnahmeschluss ist der 21. Juli (12:00).

Bitte beachten:
Jeder Teilnehmer, der das Posting hier auf dem Blog, auf Facebook oder Instagram kommentiert, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden:

Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahren, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben.
Das Gewinnspiel beginnt mit dem Veröffentlichungsdatum des Posts und endet wie im Post angegeben.
Die Gewinnermittlung erfolgt durch das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Gewinner wird über eine persönliche Nachricht per E-Mail informiert.
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Veranstalter ist der Blog Papillionis liest
Die Daten der Teilnehmer werden nicht weitergegeben und vertraulich behandelt. Die Übermittlung personenbezogener Daten wird erst erforderlich, wenn der Gewinn ausgehändigt wird. Diese Informationen werden absolut vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Daten werden nur so lange gespeichert, wie es für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig ist. Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle Daten unverzüglich wieder gelöscht.
Der Veranstalter behält sich vor, das Gewinnspiel anzupassen, zu ändern oder abzubrechen, falls die Notwendigkeit besteht.

 

Viel Glück!

 

Hans Baltzer und Christa Holtei – Die Wiese: Ein Zoom-Bilderbuch

Rezension

Von oben betrachtet sieht die Wiese wie ein Flickenteppich aus. Der Storch breitet seine Flügel aus und nimmt uns mit auf Weiden und Felder. Der Lebensraum „Wiese“ wird als Vogelparadies vorgestellt, mitsamt all seiner gefiederten Bewohner. In Steckbriefen werden einige Vogelarten kurz und prägnant präsentiert.

Wir nähern unseren wachen Blick Richtung Bäume, Sträucher und Gräser und dürfen entdecken wie wichtig Windstöße für viele Pflanzen und deren Samen sind. Im Schutz der Gräser verstecken sich viele andere Tiere, wie z.B. Igel, Eichhörnchen und Feldhasen. Anschließend taucht der Leser gänzlich ein und fokussiert die Aufmerksamkeit auf Insekten und Spinnen, lernt Zikaden kennen, Tagfalter und Blattläuse. Dann geht es sogar unter die Erde, da wo Ameisen und Regenwürmer leben und wertvolle Arbeit Tag für Tag verrichten.

Das Zoom-Bilderbuch nimmt die Betrachter von ganz weit weg bis mittendrin mit und verdeutlicht somit, dass alles zusammen hängt. Es ist ein großes Ganzes. Unsere Umwelt geht Hand in Hand mit Tieren, Pflanzen und dem Wetter. Das eine bedingt das andere. Das Leben in unserem Kosmos ist ein Phänomen.

Blick ins Buch

Fazit

Vernetzung des Wissens zum Thema Tier- und Pflanzenwelt aus einer Zoom-Perspektive.

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Katarzyna Bajerowicz – Schau, was krabbelt und fliegt in Wald und Wiese?

Schau, was krabbelt und fliegt in Wald und Wiese?Rezension

In diesem Band wurden zwei Bücher vereint. Im ersten Teil wird das Leben auf der Wiese vorgestellt, wobei die Bienen hierbei als Insekten die Hauptrolle spielen. „Wie entsteht Obst?“ ist die erste Fragestellung, sodass man von der Notwendigkeit der Befruchtung der Pflanzen die Überleitung zu den fleißigen Bienen machen kann. Das Bienenvolk mit all den Darstellern wird gut verständlich erläutert und auch ihre jeweiligen Funktionen erklärt.

Die Illustrationen sind mehr als Wimmelbilder zu verstehen. Etwas erstaunlich ist die Tatsache, dass Katarzyna Bajerowicz die Bienen mit Gefäßen oder Taschen herumfliegen lässt, in denen Nektar gesammelt wird. Das könnte  für Kinder etwas irreführend sein, da es keine ausschließlichen Sachdarstellungen aus der Natur sind. Der erste Teil endet mit einigen Bastelvorschlägen und Anregungen, um sich ganzheitlich der Thematik zu nähren. Die Umsetzung kann bereits in der KiTa gelingen.

Der zweite Teil dreht sich um den Wald und ist in der Ausführlichkeit etwas schlichter und einfacher gehalten, auch wenn die Illustrationen weiterhin sehr detailreich sind. Ameisen laufen emsig im Schnee umher, während die hungrigen Marienkäfer Blattläuse jagen. Die jungen Leser werden dazu animiert bestimmte Tiere zu finden und zu zählen und bekommen häppchenweise reduzierte Informationen zu den Waldbewohnern.

Blick ins Buch

Schau, was krabbelt und fliegt in Wald und Wiese? Bajerowicz

Fazit

Ein Sachbuch, in dem es summt und brummt.

Schau, was krabbelt und fliegt in Wald und Wiese?
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verlosung

Barbara Peters – Drachen machen Krach

Drachen machen Krach
Rezension

Der kleine Drachensohn Michi lebt mit Drachen zusammen, die Krach lieben. Besonders der Nachtwächterdrache nimmt seine Aufgabe ernst, sodass Michi sich gezwungen sieht, sich alte Socken in die Ohren zu stopfen.

Während morgens der Nachtwächterdrache schläft, erfreut sich der Drachenjunge der Ruhe. Leider hält diese nicht lange an, denn seine Eltern lieben ebenfalls Krach. Da bittet Michi einfach um Stille, denn vom Lärm bekommt er Ohrensausen, Kopfweh und Feuerstau. Da staunen seine Eltern und machen sich ernsthafte Sorgen. Der Drachendoktor stellt schließlich fest, dass er eine „Krach-Allergie“ hat und verschreibt ihm… natürlich absolute Ruhe!

Barbara Peters macht lärmmachende und feuerspeiende Drachen zu Protagonisten in diesem Bilderbuch und zeigt, dass Krach ein Zeichen von Gesundheit ist. Doch nicht alle Drachen und natürlich auch nicht alle Menschen können Krach, Lärm und andere störende und durchdringende Geräusche gleich gut aushalten.  Die kriegen von zu viel Lautstärke Feuerstau oder eben Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen oder Bauchweh. Diese Geschichte sensibilisiert für Rücksichtnahme und Andersartigkeit. Der klare Fall von „Krach-Allergie“ kann nach der gemeinsamen Lektüre zum geflügelten Wort werden. Alle Menschen, die mit einer Schar von Kindern in Einrichtungen arbeiten, werden diese Art der Empfindlichkeit sicherlich kennen. Hier lohnt es sich kreativ zu werden. Während Michi sich an einer individuellen „Drachenkrachmütze“ erfreut, können empfindlichen Kindern die sogenannten „Lauschis“ vorgestellt werden.

Blick ins BuchDrachen machen Krach - Barbara PetersFazit

Sensibles Thema – rücksichtsvoll gelöst 

Drachen machen Krach
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Harmen van Straaten – Joris puzzelt einen Dino

Joris ist ein kleiner Schlaumeier, Besserwisser und Alleskönner. Aus jedem Wettkampf geht er als Sieger hervor. Auf jede Frage hat er die richtige Antwort und löst jedes knifflige Rätsel. Er ist ein Meister, ein Held, eine Pracht!

Als Experte in jeglichem Bereich, kennt er sich natürlich auch mit Dinosauriern gut aus. Im Klassenraum glänzt er erneut mit seinem Wissen und freut sich schon sehr auf den Museumsbesuch. Bewaffnet mit Zollstock und Schreibzeug, versteckt er sich heimlich im Museum und wird im Eifer des Gefechts von einem Kater überrascht. Da er zwei Dinge nicht auf einmal kann, landet er unglücklich auf den Saurierknochen.

Ein Meister jedoch kennt keinen Verdruss
und weiß auch sofort, was getan werden muss.
Der riesige Haufen macht Joris nicht bange,
viel Arbeit für ihn, doch er trödelt nicht lange.

Die Klasse erblickt also ein wahres Wunder und staunt nicht schlecht über den „mächtigen Haufen“. Die Lehrerin fasst die Quintissenz dann schließlich zusammen: „Ein wahrer Meister ist man dann, gibt man zu, was man nicht kann!“

Rezension

Harmen van Straaten spricht eine Thematik an, die recht selten in der Kinderliteratur Beachtung findet. Es handelt von Überfliegern und der Kunst sich Fehler und Unvollkommenheiten einzugestehen. Immer mehr Kinder werden so erzogen, dass sie ein hohes Maß an Selbstbewusstsein mitbringen. Da der Zugang zu Wissen so einfach wie noch nie ist, verbringen ambinionierte Eltern viel Zeit damit ihre Nachkömmlinge entsprechend auf die Schule vorzubereiten.

Im Grundschulalltag erlebe ich immer mehr Kinder, die eine geringe Frustrationstoleranz mitbringen. Schließlich gelang ihnen bisher doch alles. Dieses Bilderbuch zeigt, dass es in Ordnung ist nicht alles gleich zu können. Vielmehr ist es eine Stärke sich einzugestehen, dass man nicht in allen Bereichen der Alleskönner sein muss und vor allem auch kann.

Die Reime sind zugegeben recht holprig, was eventuell der Übersetzung aus dem Niederländischen geschuldet ist. Die Illustrationen dagegen sprühen vor Lebendigkeit und sind einfach hinreißend. Den sympathischen Streber umgibt ein gewisses schelmenhaftes Auftreten, sodass man ihm die Wichtigtuerei gar nicht übel nehmen kann.

Blick ins Buch

Fazit

Wer kann schon alles? Richtig! Keiner!

Joris puzzelt einen Dino
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Helen Bate – Peter in Gefahr: Mut und Hoffnung im Zweiten Weltkrieg

Rezension

In leicht verständlicher Sprache erzählt die Autorin vom Holocaust, Hitlers Feldzug zur Vernichtung des jüdischen Volkes. Diese wahre Geschichte von Peter und seiner Familie handelt vom zunächst ganz normalen Kinderleben, welches schnell aus den Fugen gerät. Es beginnt mit dem Tragen eines gelben Sterns, der Vertreibung aus dem eigenen Haus und schließlich das Untertauchen, um der Deportation in Konzentrationslager zu entgehen.

In comicartigem Aufbau wird sehr bildhaft die Ungewissheit und die Trostlosigkeit der Situation aufgezeigt. Der Alltag ist geprägt von Langeweile und dem Gefühl des Wartens. Helen Bate schafft es diese langanhaltende Phase der Zerstörung und des Kampfes sehr kindgerecht darzustellen. Im Dunkeln werden Ratespiele erfunden, weil schlichtweg Spielzeug fehlt. Die Essensknappheit ist spürbar und auch die Bomben sind nicht zu überhören.

Für Peter und seine Familie geht es gut aus. Sie überleben. Unbeschönigt und doch sehr vorsichtig wird aber angedeutet, dass Daniels Zimmsoldaten aus der Blechdose wohl nie zu seinem Besitzer zurück kehren werden. Auch der Wiederaufbau nimmt seine Zeit in Anspruch, genauso wie die seelische Heilung. Auf einem Bauernhof hat Peter Zeit die Geschehnisse zu verarbeiten und darf sich bei seiner Rückkehr auf ein neues Geschwisterchen freuen. Neues Leben beginnt!

Mir ist kein anderes Kinderbuch bekannt, das diese Thematik so verständlich, authentisch und sensibel aufgreift, wie dieses Buch zum Zweiten Weltkrieg. Kinder im Grundschulalter interessieren sich sehr für das Thema, weil sie hier und da etwas von den Grausamkeit des Holocaust hören, aber der ganze Rahmen dann doch fehlt, um es vollständig einordnen zu können. Im Nachwort beschreibt die Autorin in einem zweiseitigen Sachtext den vollständigen Zusammenhang und die geschichtlichen Entwicklungen dieser Zeit in Budapest. Ein aktuelles Foto von Peter und seiner Familie zeigt, dass das Schicksal und damit die Geschichte aus dem wahren Leben gegriffen ist.

Blick ins Buch

Fazit

Eine thematische Lücke in der Kinderliteratur zum Thema „Zweiter Weltkrieg“ wird sehr gelungen geschlossen.

Peter in Gefahr: Mut und Hoffnung im Zweiten Weltkrieg

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Bette Westera und Sylvia Weve – JAWLENSKY: Mit ihren Augen

Rezension

„Guck mal“, ruft er seiner Mutter hinter den Sternen zu.

Der Junge, von dem dieses Buch handelt, ist nicht der russisch-deutsche Maler Alexej von Jawlensky. Es orientiert sich an seiner Kunstbetrachtung und dem Bemühen die Wirklichkeit durch seine Augen zu betrachten. Schließlich versuchte er, das Unsichtbare sichtbar zu machen und einen die Welt mit anderen Augen sehen zu lassen. So sind in seinen Porträts auch die Augen so besonders auffällig und ausdruckstark.

Der Protagonist verarbeitet den frühen Tod seiner Mutter und nutzt das Malen, um sich den Umgang damit zu erleichtern und vor allem um sich die geschehenen Ereignisse und deren Wirkung zu erklären. Wiederholt spricht er im Verlauf des Buches zu ihr und zeigt ihr seine Kunst. In seiner Fantasie lebt sie hinter den Sternen. Begeistert malt er Bilder und stellt fest, dass sie viel größer sein müssten, damit man sie vom Himmel erkennen kann. Er begibt sich daraufhin auf ein Feld und hinterlässt auf dem Jauchewagen mithilfe eines Bauern Spuren. Als das auch nicht groß genug ist, bemalt er mit einem Eimer voll Farbe den Flugplatz.

In dieser Nacht dauert es lange, bis der Junge einschläft.
(…)
Vielleicht sind Sterne ja Löcher in der Nacht, denkt er.
Kleine Löcher, durch die man alles auf der Erde sehen kann, egal wie groß oder klein es ist.

Am nächsten Morgen malt er ein Selbstbildnis, hält es sich vor das Gesicht, macht das Fenster auf und ruft „Guck mal! Das bin ich. Schön, nicht?“ Dieses Bilderbuch skizziert einen Selbstfindungsprozess und zeigt, dass Kunst dabei einen großen und wertvollen Beitrag zu leisten kann. Manchmal ist es eben einfach die Perspektive, die man wechseln sollte.

 

Blick ins Buch

Jawlensky: Mit ihren Augen Bette Westera

 

 

Das Selbstbildnis des Protagonisten kann als Aufhänger genommen werden, um Kinder sich selbst „sehen“ zu lassen. Mithilfe eines kleinen Spiegels, sollte ausreichend Zeit eingeräumt werden, um sich die eigenen Augen, die Nase und andere markante Merkmale genau zu betrachten. Da Jawlenskys Stil recht farbenfroh, lebendig und expressiv ist, werden sich auch schon jüngere Kinder trauen mit den Farben zu experimentieren. Eine Skizze könnte bei der Gestaltung, auch in Bezug auf die Proportionen, hilfreich sein.

Fazit

Ein künstlerisches Bilderbuch mit einer tiefgreifenden Botschaft.

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Ellen Duthie und Daniela Martagón – Grausame Welt?: Nachdenken über Gut und Böse

Rezension

In dieser stabilen Schachtel befinden sich 14 Bildkarten, die Kinder zum selbstständigen Denken anregen sollen. Es geht um das Thema „Grausamkeit“ und die Gegenüberstellung von Gut und Böse. Auf der Vorderseite wird eine vermeintlich grausame Situation dargestellt, während auf der Rückseite Fragen dazu dienen sollen, sich eine begründete Meinung zu bilden. So sollen Kinder zunächst das Bild auf sich wirken lassen und erst einmal frei erzählen. Nach der anfänglichen Diskussion können weiterführende Fragen eventuelle Pro- und Contra-Argumente herauskitzeln lassen.

Die Vorderseite der Karte zeigt ein Mädchen auf dem Boden sitzend, wie sie mit einem Bleistift eine Ameise aufpikst und laut ruft „Erwischt!“. Ist das grausam?

★ Wenn die Ameise das Mädchen vorher gebissen hätte, würde das deine Meinung zu dieser Situation ändern?
★ Findest du, dass das Mädchen eine Strafe verdient hat? Wenn du das glaubst: Welche Strafe wäre deiner Meinung nach angemessen?
★ Kann es sinnvoll sein, Ameisen zu töten? Wann zum Beispiel? Und wie viele?

Um sich ein Urteil zu bilden, brauchen Kinder vernetztes Wissen. Sie werden zu Querdenkern geschult und erproben sich dabei Dinge zu hinterfragen und nicht gleich als Norm anzunehmen. Hier wird die Gefühlsebene genauso bedient, wie der Perspektivwechsel und das emotionale Hineinversetzen und damit unbewusstes Erleben. Diese Bildkarten brauchen Zeit und sollten sukzessiv aufeinander aufbauend eingeführt werden. Positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass die Autorinnen der Schachtel drei Blanko-Karten beigelegt haben, um Kinder selbst Situationen bildlich einfangen zu lassen und auf der Rückseite Fragen aufzuschreiben. So werden sie von passiven Betrachtern zu aktiven Handelnden.

Ein Poster mit dem Titel „Grausame Welt“ stellt unsere Weltkugel von außerhalb betrachtet dar. Es ist ein Wimmelbild mit vermeintlich grausamen Situationen und schon bald wird der Betrachter für sich postulieren können, dass Gut und Böse vielleicht doch Hand in Hand miteinander gehen.

Ein tolles Set für Familien, die abends gerne miteinander ins Gespräch kommen, diskutieren und Meinungen austauschen. Auch für den schulischen Einsatz, sei es in der Arbeitsgemeinschaft „Philosophieren mit Kindern“, dem Ethik- oder Religionsunterricht sind diese Bild- und Gesprächskarten sehr zu empfehlen.

Blick ins Buch

 

Fazit

Weiterdenken ist erwünscht – Philosophieren mit Kindern anbahnen

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Markus Bennemann und Janine Czichy – Tierisch tödlich

Rezension

Selten trifft man auf ein informatives Sachbilderbuch, das ein so überaus herausragend gelungenes Layout vorweist. Die Seitengestaltung ist übersichtlich und ansprechend. Die Platzierung der Illustrationen und der Details, fessselt die Blicke beim Umblättern. Die Wahl der Typografie ist modern und die Gesamtgestaltung wahnsinnig ausdrucksstark. Hinzu kommen Klappseiten, die das Interesse wecken und augenscheinlich ein Tier darstellen, das man in allen Lexika finden würde. Beim Aufklappen jedoch gefriert einem das Blut. Schließlich ist das Thema der hier versammelten zehn raffinierten Jäger ihre ausgeklügelten Jagdtricks.

Das scheinbar friedliche Fingertier sitzt in einem Augenblick an einen Baum geklammert, nur um nach dem Umklappen mit aufgerissenen Augen und seinem dünnen Mittelfinger eine Käferlarve zu verspeisen. Mir der Illustratorin Janine Czichy hat Markus Bennemann ins Schwarze getroffen. Sie hat ein feinsinniges Gespür für atmosphärische Darstellungen und weiß es detailtreue Zeichungen aus der Tierwelt mit Stimmungen zu kombinieren. In einem gut verständlichen Infotext wird auf die Sachlage eingegangen, während auf der gegenüberliegenden Seite Besonderheiten der Tiere und steckbriefähnliche Angaben zusammen gefasst wurden.

Ferner ist die Auswahl der Tiere gelungen, denn hier finden sich meist eher unbekannte Jäger, wie z.B. die „Spinnenschwanzviper“, der „Ameisenlöwe“ oder die „Bolaspinne“. Das einzig Tückische ist, dass man die Klappseiten wieder gut falten muss, damit Kinder an dem wertvollen Kunststück noch lange ihre Freude haben.

Blick ins Buch

Fazit

Absoluter Hingucker  – informative und spannende Fakten

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Haseop Jeong und Seungyeon Cho – Das Fahrrad

Rezension

Ein Sachbilderbuch rund um das Fahrrad ist im heutigen Bewusstsein zum Thema „Umweltschutz“ ein guter Aufhänger, um das altbekannte und allseits beliebte Beförderungsmittel noch weiter unter die Lupe zu nehmen. Denn Radfahren ist nicht nur gesund und praktisch, sondern macht auch riesig Spaß. Vor allem Grundschulkinder ab 10 Jahren, die gerade dabei sind ihren Radfahrführerschein zu machen, werden viel Spannendes, Neues und Lehrreiches hier entdecken.

Zunächst geht es um die Klärung des Begriffs und die Benennung der Einzelteile, wobei hier ausführlich auf den Zweck der Bestandteile eingegangen wird. Lediglich Speichen und Reflektoren fehlen mir persönlich zur Vollständigkeit. Anschließend wird die bahnbrechende Erfindung aus geschichtlicher Perspektive betrachtet. Der Siegeszug des „Drahtesels“ dauerte mehrere Jahrhunderte an und machte so einige Entwicklungen durch. Die erste Laufmaschine mit zwei Rädern brauchte noch Beine als Antrieb. Die Erfindung des Pedals wird als Wendepunkt der Draisine gesehen und ferner noch mit der „Geburt des Fahrrads“ betitelt. Die Veloziped-Leidenschaft griff schnell um sich und das moderne Transportmittel stand für Freiheit und Unabhängigkeit. Lehrreich sind außerdem die Vor- und Nachteile der weiteren Veränderungen und Anpassungen, wie z.B. des Hochrads oder Sicherheitsrads. Das Damenrad als Zeichen der Gleichberechtigung oder der zwischenzeitlichen Verdrängung des Fahrrads von der Straße durch andere Konkurrenten, sind allesamt spannende Ausführungen mit denen dieses Sachbilderbuch aufwartet.

Jede Doppelseite beschäftigt sich mit einem Teilbereich und wird von vergnüglichen Illustrationen im Skizzenstil gestützt. Es eignet sich als Geschenk für leidenschaftliche Rennradfahrer oder auch für Schülerinnen und Schüler, die gerade ihre Radfahrprüfung bestanden haben. Als Nachschlagewerk für die Vorbereitung eines Referats oder für alle, die sich für Erfindungen interessieren, ist es ebenfalls empfehlenswert.

Blick ins Buch

Fazit

Fundiertes und umfangreiches Wissen – gewürzt mit Fun Facts

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