Zoë Tucker und Rachel Katstaller -Ada und die Zahlen-Knack-Maschine: Das außergewöhnliche Leben der Ada Lovelace

Rezension

Das ist Ada.
Sie mag wie ein normales
kleines Mädchen aussehen,
aber die Wahrheit ist, dass
Ada die Welt verändert hat.

So beginnt das Sachbilderbuch über eine sehr starke, wissbegierige und mutige Frau und ihre wissenschaftliche Errungenschaft. Schon früh interessierte sich Ada für knifflige und komplizierte Aufgaben und las alle Bücher, die sie in der Bibliothek finden konnte. Ihre Leidenschaft galt insbesondere Zahlen und Berechnungen.

Mädchen war in der damaligen Zeit eine gute Beschulung nicht vergönnt und so wurde sie von klugen Menschen aus aller Welt zu Hause unterrichtet. Einer ihrer Lehrer war ein Erfinder und mathematisches Genie, von dem sich Ada anstecken ließ. Sie forderten sich gegenseitig heraus und stellten sich Rätsel und Knobelaufgaben. Mit ihm entwickelte sie mithilfe von Lochkarten ein kompliziertes Programm und gilt heute als die erste Programmiererin in der Computertechnik.

Tucker bedient sich einer sehr einfachen und nachvollziehbaren Sprache, um die berühmte Persönlichkeit und ihre Erfindung anschaulich darzustellen. Die außergewöhnliche Liebe für Rätsel und Zahlen wurde wunderbar herausgearbeitet, genauso wie der Wissendurst und das kreative Potenzial, das in ihr schlummerte. Die Text- und Bild-Komposition ist hier herausragend gelöst. Die Farbstufen von unterschiedlichen Blau- und Brauntönen wirken sehr harmonisch, stimmig und modern.

Ada Lovelace ist eine Pionierin und Vorreiterin. Diese Geschichte der kleinen Ada kann Mädchen als weibliches Vorbild dienen, an der sie erkennen, wie eine Frau mit ihrer Begabung umgegangen ist. Das Lesen dieser Biografie kann sie dabei unterstützen, die Lebensplanung selbstbewusster anzugehen. Gerade hoch begabte Mädchen mit mathematisch-technischen Begabungen und Talenten benötigen Zuspruch, da andere Mädchen sich für diese Themen tendenziell nicht interessieren – so zumindest das Bild in unserer Gesellschaft. Umso schöner, dass dieses Sachbilderbuch diesem Klischee entgegenwirkt!

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Fazit

Ermutigendes Buch seiner Leidenschaft nachzugehen und nicht aufzuhören zu forschen und kreativ zu sein!

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Haseop Jeong und Seungyeon Cho – Das Fahrrad

Rezension

Ein Sachbilderbuch rund um das Fahrrad ist im heutigen Bewusstsein zum Thema „Umweltschutz“ ein guter Aufhänger, um das altbekannte und allseits beliebte Beförderungsmittel noch weiter unter die Lupe zu nehmen. Denn Radfahren ist nicht nur gesund und praktisch, sondern macht auch riesig Spaß. Vor allem Grundschulkinder ab 10 Jahren, die gerade dabei sind ihren Radfahrführerschein zu machen, werden viel Spannendes, Neues und Lehrreiches hier entdecken.

Zunächst geht es um die Klärung des Begriffs und die Benennung der Einzelteile, wobei hier ausführlich auf den Zweck der Bestandteile eingegangen wird. Lediglich Speichen und Reflektoren fehlen mir persönlich zur Vollständigkeit. Anschließend wird die bahnbrechende Erfindung aus geschichtlicher Perspektive betrachtet. Der Siegeszug des „Drahtesels“ dauerte mehrere Jahrhunderte an und machte so einige Entwicklungen durch. Die erste Laufmaschine mit zwei Rädern brauchte noch Beine als Antrieb. Die Erfindung des Pedals wird als Wendepunkt der Draisine gesehen und ferner noch mit der „Geburt des Fahrrads“ betitelt. Die Veloziped-Leidenschaft griff schnell um sich und das moderne Transportmittel stand für Freiheit und Unabhängigkeit. Lehrreich sind außerdem die Vor- und Nachteile der weiteren Veränderungen und Anpassungen, wie z.B. des Hochrads oder Sicherheitsrads. Das Damenrad als Zeichen der Gleichberechtigung oder der zwischenzeitlichen Verdrängung des Fahrrads von der Straße durch andere Konkurrenten, sind allesamt spannende Ausführungen mit denen dieses Sachbilderbuch aufwartet.

Jede Doppelseite beschäftigt sich mit einem Teilbereich und wird von vergnüglichen Illustrationen im Skizzenstil gestützt. Es eignet sich als Geschenk für leidenschaftliche Rennradfahrer oder auch für Schülerinnen und Schüler, die gerade ihre Radfahrprüfung bestanden haben. Als Nachschlagewerk für die Vorbereitung eines Referats oder für alle, die sich für Erfindungen interessieren, ist es ebenfalls empfehlenswert.

Blick ins Buch

Fazit

Fundiertes und umfangreiches Wissen – gewürzt mit Fun Facts

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Torben Kuhlmann – Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes

Rezension

Nach „Lindbergh“ und „Armstrong“ ist dies nun der dritte Band der Mäuse-Reihe von Martin Kuhlmann. Im gewohnten Handlungsstrang ist eine junge Maus der Protagonist dieses Bilderbuchs. Der junge Mäuserich Pete entdeckt eine vergilbte Tagebuchnotiz seines Urahns und begibt sich auf die Suche nach einem Schatz. Wäre dieser nicht in den Tiefen der Meere verschwunden … So baut er mithilfe seines Professors nach einigen Fehlversuchen einer misslungenen Tauchglocke ein Unterseeboot.

Die Erzählung fokussiert auf den Kreativitätsvorgang, der bei Erfindungen abläuft und zeigt auf, wie Ideen ausprobiert, um anschließend wieder verworfen zu werden. Es bedarf mehrerer Fehlversuche, die alle wertvoll sind, denn sie lehren uns immer etwas Neues. So schauen die beiden Erfinder für den Bau eines Unterseebootes sich die Fische ganz genau an, um wichtige Elemente zu kopieren.

Hier darf man keinen Spannungsbogen im Sinne von Abenteuergeschichten erwarten. Es ist ein ruhiges Bilderbuch mit fabelhaften Illustrationen. Vielleicht bilden die Illustrationen sogar den Mehrwert dieses Bilderbuchs. Es gibt Seiten, da möchte man sich am liebsten darin verlieren oder sie gleich einrahmen. Mit 112 Seiten ist es recht ausführlich und hin und wieder textlastig. Für junge Kinder ist das Vorlesen nach Kapiteln daher sinnvoll. Besonders Kindern mit einer Begeisterung für Erfindungen und Wissenschaften wird dieses Buch beibringen, dass „Frustrationen“ und „Fehler“ zum Fortschritt dazugehören.

Blick ins Buch

Fazit

Erfindungen kindgerecht näher bringen

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