Maria Gianferrari – SEi wie ein Baum!

„Sei wie ein Baum!“ ist ein Appell an den Menschen nicht nur in sich selbst stärker und resilienter zu werden, sondern auch die Gemeinschaft und die Wurzeln der gesellschaftlichen Strukturen nicht außer Acht zu lassen.

Bäume sind von Luft, Sonne, Nahrungsressourcen und dem Schutz anderer Lebewesen abhängig, um überlebensfähig zu bleiben. Die Autorin zeigt mithilfe der Baum-Metapher, dass wir einander brauchen. Fürsorge, Gemeinschaft, Zusammenhalt – diese Werte benötigen Rückgrat und Mut. Das ist der Stamm. Die Rinde trägt die Spuren des Lebens, so wie unsere Haut es ebenfalls zu tun vermag. Das Kernholz und das Mark machen unseren Körper funktionsfähig. Die Illustrationen strahlen Stärke, Tragfähigkeit und Vielfalt aus. Die Macht der Möglichkeiten bahnt sich ihren Weg durch die vielen verzweigten Pinselstriche.

So wie das Myzel, die verwobenen Fäden der Pilze die Bäume verbinden und Kommunikation ermöglichen, brauchen wir einander für Austausch, Anregung, und Inspiration. Eingewanderte Bäume sind verwundbar und benötigen umso mehr unseren Schutz. Es ist genug für alle da, betont die Autorin wohlwollend. Das „waldweite Netz an Informationen“ – das sind wir! Zusammen sind wir ein Wald!

Die Botschaft dieses Bilderbuchs ist aktuell und trägt eine selbstbewusste Forderung nach Solidarität. Es beginnt in einem Selbst und wächst schließlich über das Individuum hinaus. In einer Gesellschaft der immer größer werdenden Singularität, ist diese Erinnerung viel wert.

Eine Erinnerung und Mahnung zugleich – gemeinsam sind wir stark!

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Tom Adams und Sarah Walsh – Held*innen

Sei immer neugierig, furchtlos und ganz du selbst. Schließlich ist niemand zu jung, um anzufangen die Welt zu verändern!

Entsprechend diesem Slogan werden in diesem Sachbuch für Kinder ab 10 Jahren 50 Menschen vorgestellt, die bereits im jungen Alter weltbewegende Dinge geleistet und mithilfe ihrer Erfindungen die Welt zu einem besseren Ort gemacht haben. Auf jeder Doppelseite begegnen wir genialen Erfinder*nnen aus früherer Zeit und aber auch aktuellen Persönlichkeiten, wie z.B. Boyan Slat. Der Jugendliche will die Meere von Plastikmüll befreien und erfand eine Möglichkeit treibendes Plastik einzusammeln und damit einen Beitrag zur Rettung der Meerestiere zu leisten.

Hier sind sämtliche Bereiche aus Soziologie, Biologie, Kunst, Musik, Politik, Sport und Wissenschaft vertreten, sodass jedes Kind sich mit verschiedenen Persönlichkeiten identifizieren kann. Unterteilt ist die Vorstellung der Persönlichkeiten mit ihren beeindruckenden Biografien in die Bereiche Denken & Erfinden, Erschaffen & Träumen, Hoffen & Glauben, Anführen & Siegen, und Verändern & Überwinden. Illustrationen in Form von Porträts begleiten die Darstellung der Jugendlichen, wobei auch glücklicherweise oft Fotos eingefügt wurden. Durch kurze Texte und leicht verständliche Erläuterungen ihrer Ideen und Visionen, werden die Errungenschaften und aber auch notwendige Fehltritte für die Weiterentwicklung deutlich. Ihr Einsatz ist bemerkenswert, ihre Leidenschaft ersichtlich und ihre Hartnäckigkeit ermutigend.

Greta Thunberg gebührt die erste Doppelseite. Sie ist die tagesaktuellste, furchtlose Aktivistin, die durch die „FridaysForFuture“-Bewegung so viel Aufmerksamkeit auf den Klimawandel lenken konnte. Doch viel wichtiger ist, dass sie gezeigt hat, dass jeder Schüler und jede Schülerin etwas bewirken kann, wenn sie oder er für etwas brennt und eine Vision hat. Dieses Sachbuch lässt sich wunderbar zum Ende des vierten Schuljahrs einsetzen. Fächerübergreifende Bezüge zu Berufen und eigenen Zukunftsvorstellungen lassen sich gut einbinden.

Mehr Wagemut für individuelle und zukunftsorientierte Ideen! Ein toller Ansporn!

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Joanna Gaines – Unser Garten blüht

Manche sagen, dass ein Garten einfach aus den gesäten Samen entsteht. Wir meinen aber, es ist ein ständiges Ausprobieren, Scheitern und wieder von vorn Anfangen. Ein Garten bedeutet viel Arbeit, aber so ist es mit den meisten guten und wichtigen Dingen im Leben.

Die Gartengeschichte beginnt in diesem wunderbar zart illustrierten Bilderbuch mit einer Farnpflanze, die leider eingeht, weil sie zu viel Wasser bekommt. Die Familienmitglieder meinen es gut und doch ist diese Überschüttung für das Wachstum hinderlich. Daher informieren sie sich, welcher Standort sinnvoll ist und schon gedeiht das Gewächs.

Genau hier erwacht die Leidenschaft für das Gärtnern. Sie lesen sich in Büchern ein, planen und errichten schließlich ein Gemüsebeet. Doch wie so vieles im Leben, sind Schwierigkeiten und Hindernisse, die auf dem Weg zur Ernte bewältigt werden müssen. Das Unkraut und die Schädlinge machen Arbeit und drohen sogar die Ernte fast gänzlich zunichte zu machen.

Jeder Fehler oder Rückschlag lehrt uns etwas. Papa sagt, mit jeder schwierigen Sache, die wir meistern, werden wir mutiger.

Lust- und mutmachendes Bilderbuch auf das Gärtnern!

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Simone Leiss-Bohn: Mission Ostern | Finde den Eierdieb!

Das Osterfest steht vor der Tür. Der Osterhase Stups und das Detektiv-Küken Wilma haben eine Mission. Ein Eierdieb hat die Ostereier gestohlen und diesen gilt es nun zu finden. Sie folgen den Fußspuren vor dem Hühnerstall und finden geheime Nachrichten in der Osterwerkstatt, die sie entschlüsseln müssen. Hier ist Rätselfreude gefragt und die Bereitschaft zu knobeln.

Der Aufbau gleicht einem Adventskalender, sodass insgesamt 24 Rätsel bis zum Osterfest gelöst werden müssen. Hinter jeder Zahl versteckt sich eine Aufgabe. Dabei muss die Rätselseite zunächst gefaltet und in der Mitte ausgeschnitten werden. Die gestrichelte Linie ist die Falt- und nicht die Schneidelinie, bitte achtgeben. Daraufhin wechselt man in die Innenansicht und muss nicht nur entdecken zu welcher Zahl man als Nächstes geführt wird, sondern auch Buchstaben sammeln, die einen am Ende zur Lösung führen.

Beim ersten Rätsel muss man das Wimmelbild auf der Innenseite und Außenseite in Verbindung setzen. Erst dann kommt man auf die richtige Lösung … zu schnell meint man, dass es sich um einen Druckfehler handelt. Bei der Auflösung sind deshalb zwei Illustrationen abgebildet.

Die Rahmengeschichte wird auf den Innenseiten fortgesetzt. Der Leser wird also inhaltlich weiter mitgenommen, was großen Spaß macht und die Knobelbereitschaft aufrechterhält. Die Aufgabenstellungen bereiten 6- und 7-Jährigen noch Schwierigkeiten. Hier werden sie gemeinsam mit Erwachsenen die eigentliche Aufgabe erst besprechen müssen. Die Suchaufträge sind insgesamt abwechslungsreich. Man wird aufgefordert Zahlen zu verbinden, bestimmte Gegenstände zu addieren, sinnvoll die Hinweise zu kombinieren und achtsam zu bleiben. Manche Hinweise verstecken sich auf den Außenseiten, sodass die Autoren aus den Rätseln wirklich einiges herausgeholt haben.

Das Prinzip gleicht den Escape Games, die großen Anklang unter Kindern finden, auch in vielen Klassenräumen. Der Entdeckungsdurst wird prima gestillt!

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Madlen Ottenschläger und STefanie Reich – Metti Meerschwein

Große, neugierige Kulleraugen schauen die Leserinnen und Leser liebevoll an und schon ist der Zauber geschehen. Metti hat sich in die Herzen eingebrannt. Stefanie Reich gebührt hier eine ordentliche Portion Anerkennung ihres visuellen Fingerspitzengefühls und der handwerklich so en pointe umgesetzten Illustrationskunst.

Metti lebt auf dem Bauernhof und erachtet sich selbst als ein Hasenmädchen. Um sie herum, wimmelt es schließlich von Hasen. Beim Hasentanz wackeln sie mit ihren Pummelschwänzchen und erfreuen sich an Wettrennen. Metti hat ihre eigenen Talente und schlägt jeden im Verstecken und Erschrecken. Das Hasenleben ist einfach toll.
Eines Tages gesellt sich Oskar zu ihnen und öffnet Metti die Augen rund um ihre Andersartigkeit. Er offenbart ihr, dass sie ein Meerschweinchen ist und wohl in einer Blase lebte. Es beginnt eine bewegende Identitätssuche. Metti ist verunsichert und Wahrheit kann weh tun, vor allem wenn sie in verletzende Worte gepackt wird.

Bestimmt warst du schon einmal traurig und weißt, dass das ein blödes Gefühl ist. Der Bauch tut weh, und die Brust fühlt sich an, als läge darauf ein Stein so groß wie ein Felsbrocken, sodass man kaum noch atmen kann.

Zur Traurigkeit gesellt sich Wut. Metti brüllt und schäumt. Sie ärgert sich, dass ihre Hasenfreunde sie im Irrglauben gelassen haben, ein Hase zu sein. Dieser Gefühlsausbruch ist authentisch und äußerst rührend. Diese Gefühle haben ihre Berechtigung und so boxt Metti in das Moos, bis das Gefühl in ihrer Brust schwindend klein wird.

Und Oskar? Glücklicherweise kann er aus seinen Fehlern lernen:

Er wusste jetzt, dass er Blödsinn gedacht und gesagt hatte. Du weißt bestimmt, dass das jedem passieren kann, und was dann zu tun ist. Und das tat Oskar auch. Denn er war gut im Entschuldigen. Und Metti war gut im Verzeihen.

Hoffentlich ist dies das erste Abeneteuer der herzlichen Metti von noch vielen anderen…

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Susan B. Katz und Linda Schwalbe – Gaudi: Architekt der Fantasie

Das Bilderbuch über das Schaffen von Antonio Gaudi, einem Spanier der wie kein anderer das Bild Barcelonas geprägt hat, ist vom Bild her gedacht. Die gut verständliche Erzählstimme führt die jungen Leser informativ durch sein Leben und stellt sehr gut die prägnanten Besonderheiten seiner Architektur dar. Üppig und sehr originell bebildert sind seine Bauwerke, voll mit Mosaiken und geschwungenen Linien, präsentiert mit expressiven Illustrationen.

Bedingt durch seine Krankheit, war es Antonio nicht möglich eine normale Kindheit zu verleben, sodass er die freie Zeit auf dem Land nutzte, um die Natur um sich herum genau zu studieren. Diese Beobachtungen ließ er später in seine Bauwerke einfließen. Dabei waren die Experten sich gar nicht sicher, ob seine Kunst ein Segen oder ein Fluch für das Stadtbild Barcelonas ist. Seine ganz eigene Leidenschaft und die zahlreichen versteckten Schätze werden hier beispielhaft an einzelnen Projekten dargestellt, wobei das wohl größte immer noch im Bau ist. Sagrada Familia ist bis heute das meist besuchte Baudenkmal ganz Spaniens.

Ein Sachbilderbuch über einen Ausnahmekünstler, der so fantasievolle, individuelle und einzigartige Werke schaffte und hoffentlich viele Kinder inspirieren wird.

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Nina Laden – Wichtig ist, dass es dich gibt

Es geht im Buch nicht um die Seiten.
Wichtig ist, was du verstehst.

Dieses poetische Bilderbuch deutet bereits in den ersten Zeilen an, dass die Botschaft tiefer geht. Die Verknüpfung gelingt jedem Individuum je nach Stadium seiner Entwicklung auch anders. Jeder nimmt eine andere Botschaft aus diesem Buch mit. Die wohl wichtigste ist allerdings ist die Selbstliebe. Wir kommen für uns vollkommen auf die Welt und wachsen mit den Herausforderungen des Lebens. Wir fallen, lernen dazu, stehen auf und machen weiter.

Es geht nicht drum, anders zu sein.
Wichtig ist, dass man sich liebt.

Die Bilder beeindrucken in ihrer Fülle und Farbigkeit, während der Text sich manchmal holprig liest. Einige Phrasen sind in Reimen gehalten, anderen fehlt die rhythmische Prise, um den Text flüssig lesen zu können. Man strauchelt und stolpert, kehrt zurück und versucht es erneut.

Der Thematik tut es keinen Abbruch. Die Schönheit des Daseins ist omnipräsent. Manche nehmen weite Reisen auf sich auf, um eigentlich festzustellen, dass die Reise zu sich selbst eine andere ist. Wichtig ist, achtsam zu sein, sich selbst und andere anzunehmen und das Leben in seiner Pracht zu feiern.

Selbstliebe – Achtsamkeit als Basis des menschlichen, ausgeglichenen Seins.

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Nikolai Popov – Warum?

Für manche zeitgeschichtliche Ereignisse und Geschehnisse fehlen einem einfach die Worte. So verzichtet auch der russische Autor Nikolai Popov gänzlich auf jeglichen Text. Die dunklen Aquarellillustrationen sprechen für sich und wiegen ausreichend schwer.

Der Autor zeigt einfühlsam und doch unbeschönigt, wie eine augenscheinliche Nichtigkeit sich so weit hochschaukelt, dass die eigentliche Ursache völlig aus dem Blickfeld gerät. Ein Frosch sitzt auf einem Baumstumpf und riecht an einer Blume. Eine Maus buddelt sich ihren Weg frei und möchte genau diese Blume auch haben. Sie greift den Frosch an. Die Spirale der Gewalt und Verwüstung beginnt und endet schließlich im Krieg und Zerstörung. Die Sinnlosigkeit und Trostlosigkeit schreit regelrecht aus diesem Buch, trotz der Leere auf der Textebene. Es ist widersinnig – eine Absurdität.

Passender könnte der Titel des Bilderbuchs zur Thematik „Krieg“ gar nicht sein: Warum? Diese Frage füllt den Raum. Hier schwingt Ohnmacht, Unverständnis und Mitgefühl mit. Es bietet wunderbaren Gesprächsanlass für Kinder, sich mit ihren Gefühlen auseinander zu setzen. Es regt dazu an, weiter zu denken und zu überlegen, an welcher Stelle dieser Streit hätte geschlichtet werden können, ohne dass es sich weiter aufbauscht und schließlich derart explodiert. Der Umgang mit den eigenen Emotionen, die Fähigkeit Bedürfnisse zu kommunizieren, die Grenzen des Gegenübers zu wahren – so viele Lernfelder und so wichtige Lernchancen! Es ist unabdingbar, sich dafür Zeit zu nehmen…

Gewalt und Streit gehören zum kindlichen Alltag und erwachsen aus ihrer Lebenswelt. Doch wie geht man mit Problemen und negativen Gefühlen um? Neid? Missgunst? Habgier? Ist es möglich, das richtige Streiten zu lernen? Ist es möglich, einen Streit zu beenden, bevor es sich immer weiter hochschaukelt?

Dieses Unterrichtsmaterial für die Grundschule sensibilisiert Kinder für die Sinnlosigkeit von Gewalt und Krieg. Der Ukraine-Russland-Konflikt macht uns alle fassungslos. Es kann ganz leicht sein, sich in der Spirale von Gewalt wieder zu finden. Diesen Kreislauf gilt es rechtzeitig zu durchbrechen. Frieden ist leider nicht selbstverständlich. Doch, warum eigentlich?

Die Einnahmen aus dem Verkauf des Materials gehen gänzlich an das UNICEF Hilfsprojekt Ukraine. Danke für die Unterstützung!

Ausdrucksstarke Bilder und eine gewichtige Botschaft, die der Auseinandersetzung bedarf. Unbedingt!

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Christopher CHeng und STephen Michael King – Bär und Maus

Rezension

„Bär“, sagte die Maus. „Meinst du, wir werden uns immer noch an den Händen
halten – auch wenn wir schon alt und grau sind…

Bär und Maus sind die allerbersten Freunde und meistern gemeinsam jegliche Widerstände des Lebens. Sie helfen sich gegenseitig beim Besteigen von Bergen, halten sich ihre Hände beim Lesen von Gruselgeschichten. Sie sind füreinander da und meistern die tiefsten Flüsse und halten zueinander, auch wenn der Andere etwas Blödes getan hat.

Es geht um Bindung und die Sicherheit der bedingungslosen Liebe. Der Wunsch geliebt zu werden, um seiner selbst willen. In der schwärzesten Zeit, wenn man sich selbst vielleicht gar nicht mehr liebt und an sich zweifelt, zu wissen dass jemand für einen da ist und trotz der Fehler und Unzulänglichkeiten einen liebt.

Dieses Grundbedürfnis wird in dieser einfühlsamen Geschichte so liebevoll aufgenommen, dass man beim Lesen ganz ruhig wird. Die herbstlichen Farben und der Sturm erinnern an Vergänglichkeit, Bewegung und die Gewissheit, dass die Lebenszeit nicht endlich ist.

Die Maus testet den Bären und erkundigt sich mittels verschiedener Szenarien, ob der Bär immer noch zu ihr halten würde. Die Antwort ist stets „Ja!“

„Aber wenn ich irgendwohin gehen muss und du nicht nachkommen kannst, was dann?“, fragte die Maus.
Bär dachte nach, aber nur für ein paar Sekunden.
„Dann wäre ich trauriger als traurig“, brummte Bär.
„Dann würde ich weinen, bis keine Tränen mehr da sind.
Ich würde an all die Spiele denken, die wir gespielt haben,
an die vielen Hügel,
die wir hinaufgekraxelt sind…“

Was bleibt schließlich im Leben? Es ist die Erinnerung, Dankbarkeit eine gewisse Zeit miteinander im Leben geteilt zu haben. Manchmal ist es auch notwendig Menschen gehen zu lassen, einfach weil man sie liebt.

Blick ins Buch
Fazit

Liebe – Vetrauen – Sicherheit – Halt

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Cynthia Cliff – Der wilde Garten

Rezension

Der Stadtgarten erstrahlt in sauberen, hübschen, gepflegten Reihen. Die Bewohner der Stadt geben sich die größte Mühe innerhalb der Stadtmauer schnurgerade Beete zu ziehen. Hier wächst Obst, Gemüse und Blumen. Alles hat seine Ordnung und die Ernte ist reich.

Julie und ihr Großvater tanken allerdings in der Wildnis außerhalb der Stadt so richtig auf. Hier gibt es die schmackhaftesten Himbeeren, die man sich vorstellen kann. Im Weiher ist eine Vielzahl an versteckten und gut getarnten Tieren zu entdecken. Das echte Leben und die eigentliche Natur ist im wilden Garten zu finden, dessen ist sich Julie gewiss.

Irgendwann wird den Bewohnern der Stadt ihre Gartenfläche zu klein und sie schmieden Pläne zur Erweiterung. Doch Julie und ihr Großvater sind nicht untätig. Sie basteln Schilder, die allen Menschen zeigen, dass die Wildnis der Lebensraum so vieler Tiere und Pflanzen ist und dies ein schützenswerter und wertvoller Ort ist. Gleich dem Motto „Was man kennt, schützt man!“, lassen die Bewohner die Wildnis auch in ihren Garten einkehren und geben der Natur ihren Raum zurück.

Dieses Bilderbuch ist ein wunderbarer Aufhänger, um den Schulgarten etwas wilder zu gestalten und mithilfe eines Insektenhotels und dem Aussäen wilder Blumen mehr Leben in die Stadt zu bringen und den Tieren und Pflanzen mehr Lebensraum zu bieten.

Blick ins Buch

Leben im Einklang mit der Natur – nur so viel nehmen, wie man wirklich braucht.

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