Simone Leiss-Bohn: Mission Ostern | Finde den Eierdieb!

Das Osterfest steht vor der Tür. Der Osterhase Stups und das Detektiv-Küken Wilma haben eine Mission. Ein Eierdieb hat die Ostereier gestohlen und diesen gilt es nun zu finden. Sie folgen den Fußspuren vor dem Hühnerstall und finden geheime Nachrichten in der Osterwerkstatt, die sie entschlüsseln müssen. Hier ist Rätselfreude gefragt und die Bereitschaft zu knobeln.

Der Aufbau gleicht einem Adventskalender, sodass insgesamt 24 Rätsel bis zum Osterfest gelöst werden müssen. Hinter jeder Zahl versteckt sich eine Aufgabe. Dabei muss die Rätselseite zunächst gefaltet und in der Mitte ausgeschnitten werden. Die gestrichelte Linie ist die Falt- und nicht die Schneidelinie, bitte achtgeben. Daraufhin wechselt man in die Innenansicht und muss nicht nur entdecken zu welcher Zahl man als Nächstes geführt wird, sondern auch Buchstaben sammeln, die einen am Ende zur Lösung führen.

Beim ersten Rätsel muss man das Wimmelbild auf der Innenseite und Außenseite in Verbindung setzen. Erst dann kommt man auf die richtige Lösung … zu schnell meint man, dass es sich um einen Druckfehler handelt. Bei der Auflösung sind deshalb zwei Illustrationen abgebildet.

Die Rahmengeschichte wird auf den Innenseiten fortgesetzt. Der Leser wird also inhaltlich weiter mitgenommen, was großen Spaß macht und die Knobelbereitschaft aufrechterhält. Die Aufgabenstellungen bereiten 6- und 7-Jährigen noch Schwierigkeiten. Hier werden sie gemeinsam mit Erwachsenen die eigentliche Aufgabe erst besprechen müssen. Die Suchaufträge sind insgesamt abwechslungsreich. Man wird aufgefordert Zahlen zu verbinden, bestimmte Gegenstände zu addieren, sinnvoll die Hinweise zu kombinieren und achtsam zu bleiben. Manche Hinweise verstecken sich auf den Außenseiten, sodass die Autoren aus den Rätseln wirklich einiges herausgeholt haben.

Das Prinzip gleicht den Escape Games, die großen Anklang unter Kindern finden, auch in vielen Klassenräumen. Der Entdeckungsdurst wird prima gestillt!

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Markus Spang – Wer knackt die Weihnachtsnuss?

Rezension

In der Vorweihnachtszeit ist beim Weihnachtsmann in der Werkstatt ordentlich was los. Es herrscht regelrecht Chaos! Der Weihnachtsengel Petronilla, die sich noch in der Ausbildung befindet, hilft tatkräftig mit. Schließlich muss bis Heiligabend einiges geleistet werden. Da sind die Wunschzettel, die sortiert und die Geschenke, die ihrem Empfänger zugeordnet werden müssen. Die Weihnachtswerkstatt steckt mit all ihren Mitarbeitern voller Geheimnisse und Rätsel, denen Petronilla auf die Schliche kommen möchte.

Bevor die ganze schweißtreibende Arbeit beginnen kann, gilt es zunächst den passenden Schlüssel zum Schloss zu finden. Nach einer halbseitigen Einführung zum ersten Kapitel, muss zunächst die Schlüsselfrage geklärt werden. Welcher Schlüssel passt ins Schloss? Dieser Adventskalender entdet stets mit einer spannenden und abwechslungsreichen Knobelaufgabe. Bei all diesen Hindernissen dürfen Kinder ab 7 Jahren als Zuhörer oder Selbstleser mithelfen. Mal geht es in die mathematische Richtung und es wird gutes räumliches Vorstellungsvermögen benötigt, mal sind es Aufgaben rund um den Bereich Wahrnehmung und Konzentration. Auch Logicals oder das Sotieren von Zutaten für die Textsorte „Rezepte“, das Puzzeln von Buchstaben zu Wörtern, bereitet Spaß und kitzelt das Sprachbewusstsein heraus.

Das Vorlesen der Hinführung zum Rätsel ist kurzgefasst und beansprucht nicht viel Zeit. Meistens ist es lediglich eine halbe Seite, die mit einem farbigen Bild gestützt ist. Beim Einsatz im Klassenraum empfiehlt es sich, die Knobelseite vorab farbig zu kopieren und für einen Tag hängen zu lassen, damit die Kinder in Ruhe rätseln und knobeln können. Am nächsten Tag kann aufgelöst werden. Die Lösungsseite folgt auch im Buch nach jedem Kapitel. Hierbei wird es nicht nur bildlich gezeigt, sondern auch erläutert oder mit Folgeinfos unterfüttert.

Die Rätsel sind allesamt abwechslungsreich und teilweise auch passend herausfordernd. Ich würde es persönlich ab Klasse 3 einsetzen und für manche Aufgaben auch Realien dazu legen, damit auch wirklich ausprobiert und geschoben werden kann, z.B. wenn es darum geht, die Gatter des Rentier-Geheges neu zu ordnen oder die Schachteln zu Quadern zu legen.

Blick ins Buch
Fazit

Rätseln und Knobeln in der Vorweihnachtszeit – Toll als Adventskalender im Klassenraum!

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Begabtenförderung in der Grundschule: Fordermaterial

Die Begabung eines Kindes und das damit verbundene Entwicklungspotenzial kann auf unterschiedlichen Säulen fußen. Man unterscheidet zwischen den künstlerisch-musischen, den sozialen, den sportlichen oder akademischen Bereichen. Etwa zwei Prozent der Kinder in Grundschulen sind intellektuell hoch begabt (vgl. BMBF 2015: 88).

Allzu oft kommt es vor, dass genau diese Kinder die Lust am Lernen verlieren, weil sie sich nicht angemessen herausgefordert fühlen. Die individuelle Förderung besonders begabter Kinder im Klassenverband stellt Lehrerinnen und Lehrer zugegeben vor Herausforderungen. Aufgrund ihrer besonderen Denkfähigkeiten, lernen diese Kinder schneller und benötigen weniger Wiederholungen. Es kommt häufiger vor, dass sie dann durch auffälliges, ungewöhnliches oder überraschendes Verhalten auf sich aufmerksam machen. Sie versuchen die bestehenden Strukturen aufzubrechen und dursten nach flexiblem Handeln und Offenheit der Unterrichtsformen. Sie möchten mit ihren Bedürfnissen gesehen werden. Als Lehrkraft sollte man daher zunächst mit einer positiven Grundhaltung dem gegenübertreten und aufmerksam nach Wegen suchen besonders begabte Kinder zu fördern.

Dies kann nach den Prinzipien der Akzeleration und Enrichment geschehen, sodass sie angereicherter lernen können und durch Zusatzaufgaben, Projektarbeit und selbstständigen Lernformen ihren Stärken und Interessen nachgehen können. Auch ein schnelleres Durchlaufen der Jahrgangsstufen wäre denkbar oder auch die Einbindung in außerunterrichtliche Zusatzangebote. Bedeutsames Lernen kann dann stattfinden, wenn das Anforderungsniveau der gestellten Aufgaben zu den Lernvoraussetzungen der SuS passt. Individualisierung und Differenzierung sind daher im Unterricht unabdingbar. So ist es auch einsichtig, dass das Bereitstellen von individuell herausfordernden Aufgaben für Hochbegabte wichtig ist. Es geht jedoch nicht darum, die Kinder einfach nur mit mehr Aufgaben derselben Sorte zu beschäftigen, sondern knifflige Rätsel- und Knobelaufgaben anzubieten. Mit dem folgenden Material habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht:

Sinnvoll ist es außerdem, eine vielfältige und altersangemessene Auswahl an Büchern in der Klassenbücherei vorrätig zu haben. Vor allem Sachbücher haben einen große Sogwirkung, weil die Beiträge in der Kürze der Zeit gut überflogen werden können und zudem angereichert mit Wissen und komprimierten Fakten daher kommen. Folgende Sachbücher haben bei mir im Klassenraum großen Anklang gefunden:

Das Knobelheft: Rätselaufgaben für den Deutschunterricht entstand auf Wunsch zwei besonders begabter Kinder aus meiner Klasse, die sich etwas „Spannendes“ für die Notbetreuung gewünscht haben. Es ist ein Sammelsurium an Aufgaben, das eine gewisse Bereitschaft zum Knobeln voraussetzt und sich hier und da etwas knifflig zeigt. Im Material ist ein Lösungsheft enthalten, sodass die Kinder anschließend sich selbst kontrollieren können. Allerdings ist es empfehlenswert, mit den Tipps und Hinweisen zurückhaltend umzugehen und die Kinder erst ausprobieren und experimentieren zu lassen. Die Möglichkeit des Überspringens sollte ruhig aufgezeigt werden, denn auch in den Pausen wird das Gehirn am Aufgabenmuster oder der Lösung weiterarbeiten.