GEWINNSPIEL – Fritzi – eine Wendewundergeschichte

Fritzi war dabei - eine Wendewundergeschichte

Ein Land ohne Mauer –
da ist keiner sauer!

Fritzi – Eine Wendewundergeschichte erzählt die turbulenten Ereignisse von Sommer bis Herbst 1989 aus der Perspektive seiner jungen Protagonistin und macht sie so für ein junges Publikum nacherlebbar. Zum Jubiläum „30 Jahre Mauerfall“ startete am 9. Oktober 2019 der knapp 90-minütige Animationsfilm Fritzi – Eine Wendewundergeschichte in den deutschen Kinos.

Im Kinderbuch „Fritzi war dabei“ von Hanna Schott und Gerda Raidt wird den Fragen nachgegangen, was denn DDR überhaupt für ein Land war und warum so viele Menschen von dort weg wollten. Fritzi kommt nach den Sommerferien als schicke Pionierin mit dem roten Halstuch in die vierte Klasse. Nach dem Fahnenappell beginnt der ganz normale Schulalltag, außer dass Sophie sich nun in Ungarn befindet, statt neben Fritzi zu sitzen. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert. Sie erlebt den großen Umbruch 1989 in Leipzig hautnah mit.

Zehn Jahre nach Erscheinen des Buches folgt nun die Animationsverfilmung. Sowohl das Buch als auch der Film sind gelungene Beispiele dafür, wie komplexe, historische Zusammenhänge kindgerecht und verständlich erzählt werden können. Man bekommt einen Eindruck, wie die Kinder in der DDR lebten, über die Wochen und Tage kurz vor dem Mauerfall und auch über die friedliche Revolution. Kernthemen der Geschichte sind Mut, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Sie sind auch jenseits der speziellen geschichtlichen Situation für Kinder ein wichtiger Impuls im Alltag.

Weitere Informationen finden sich u.a. auf der Facebook-Seite zum Film. Ein Leser oder eine Leserin hat nun die Möglichkeit, passend zum Film, ein FILMPAKET zu gewinnen. Es besteht aus einer Buchvorlage, die im Klett Kinderbuch Verlag erschienen ist, 2 Kinokarten (gültig bis 31. Dezember 2019) und einem Filmposter.

Wer teilnehmen möchte, kommentiert bitte unter diesem Post:
Welchen Film habt ihr euch zuletzt im Kino angeschaut?

Am 13. Oktober wird ausgelost. Der Gewinner wird unter diesem Post und auf FACEBOOK und INSTAGRAM verkündet.
Ein zusätzliches Los könnt ihr euch bei Instagram und/oder Facebook mit einem Kommentar unter dem entsprechenden Beitrag sichern. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Teilnahmeschluss ist der 13. Oktober 2019 (20:00).

Bitte beachten: Teilnahmeberechtigt sind nur User mit Versandadresse in Deutschland, die mindestens 18 Jahre alt sind. Die GewinnerInnen werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt. Die Daten werden nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wird der Gewinn nicht innerhalb von drei (3) Tagen nach der Benkanntgabe angenommen, wird das Recht vorbehalten, den Gewinn anderen Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.

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EDIT: Herzlichen Glückwunsch, Krisztina Kesek!

Da die Gewinnerin sich leider nicht zurück gemeldet hat, musste ich erneut ziehen. Marco Nadorp darf sich freuen!

Rudi Rhode und Mona Sabine Meis – Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen

Rezension

Auf dieses Sachbuch bin ich im Rahmen einer Fortbildung zu „Unterrichtsstörungen“ gestoßen. Schon bald wird man feststellen, dass das hier vorgestellte Konzept in jeglichen Bereichen einsetzbar ist, in denen man mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat.

Auch Eltern werden hiervon profitieren, genauso wie Erzieher, Lehrer und Betreuer jeglicher Kindergruppen. Erfreulich ist dabei, dass der Schreibstil zum Weiterblättern animiert, sodass man das Buch im Nu verschlungen hat. Für Sachbücher ist es eine Seltenheit. Auch wenn man beim Lesen hin und wieder denkt „Na klar!“, werden grundlegende Punkte sehr praxisorientiert nahegebracht und in Erinnerung gerufen.

Das „KEB-Modell“ von Rhode und Meis steht für die „kontrolliert-eskalierte Beharrlichkeit“ und zeigt auf, dass zuerst die innere, selbstsichere Haltung der Erwachsenen stimmen muss. Seien Sie sich Ihrer Regeln bewusst und stehen Sie dahinter. Daneben sollte auch die Körpersprache und die verbalen Äußerungen beachtet werden, da es sonst die Kleinen zum Austesten ihrer Grenzen animiert. Schön fand ich auch die „Schallplatten-Technik“, die mit kleinen aber äußerst effektvollen Abwandlungen absolut hilfreich im Alltag ist. Das funktioniert wirklich und ist sowohl für den Erwachsenen und aber auch für das Kind sehr entlastend und raubt viel weniger Zeit bei Konfliktsituationen.

Toll ist auch, dass sogenannte Machtkämpfe nicht am Selbstbewusstsein des Gegenübers rütteln und immer eine gewisse Prise „Gelassenheit“ mitschwingt. Sie sind geprägt von Verständnis, aber auch festen Regeln und der Einhaltung derer. Hilfreich für das Verständnis sind auch die beispielhaften Dialoge, die hier aufgezeigt werden. Nach einem „So sollte es nicht laufen“, folgt ein „Das ist der bessere Weg“, sodass es dem Leser ganz deutlich vor Augen geführt wird, welche Alternativen wir Erwachsenen haben. Letztendlich gehört Grenzenaustesten zur Entwicklung von Kindern dazu. Das Gerüst der Erwachsenen muss allerdings stimmen, denn so können Konflikte präventiv schon im Keim erstickt werden.

Blick ins Buch

Fazit

Praxistaugliche Tipps, die sich an der Wirklichkeit orientieren und sich ohne allzu viel Theoriewissen umsetzen lassen.

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Hanna Grubhofer – Was brauchst du?: Mit der Giraffensprache und Gewaltfreier Kommunikation Konflikte kindgerecht lösen

Rezension

Gino Giraffe fungiert als Mediator, bevor ein Streit eskalieren kann. Mit der Giraffensprache schafft es Gino im Sinne der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, die Bedürfnisse der Beteiligten zu umreißen. Alternative Lösungsvorschläge werden auf den Mit-Mach-Seiten gesammelt, wobei immer mehrere Lösungen in Frage kommen. Das Ziel dieses DIN-A5-Büchleins ist es, Kinder darin zu bestärken, ihre Gefühle und Bedürfnisse auszusprechen, ohne wie ein Wolf zu „knurren“, indem sie anfangen zu treten oder zu schlagen.

Hier werden insgesamt 7 voneinander unabhängige Streitsituationen dargestellt. Auf der rechten Seite finden sich stets farbige Aquarellillustrationen, die völlig ohne Text auskommen. Sie lassen sich daher auch sehr gut vergrößern und zu Erzählzwecken nutzen. Bei manchen Geschichten empfiehlt es sich die Handlung frei zu erzählen, statt vorzulesen, weil man Kinder so viel mehr mitnehmen kann.

Ein Beispiel einer Streitsituationen, die im Buch aufgegriffen ist, ist die Problematik von Igel Igor, der aus vielen Herbstblättern einen Haufen für seine Höhle gebaut hat. Ziege Zita kommt angerannt und rammt ihre Hörner so sehr in den Haufen, dass die Höhle zusammen fällt. Igor Igel ist entsetzt und regt sich auf, während die Ziege sich verwirrt umschaut. Gino Giraffe kommt dazu und regt zum Nachdenken an: „Was könnt ihr jetzt machen, damit Igor einen sicheren Ort für den Winterschlaf hat und Zita sich austoben kann?“. Diese Situation ist recht alltagstauglich, wenn jemand z.B. die Sandburg eines anderen kaputt macht. Die vorgeschlagene Lösung ist dagegen etwas unbefriedigend, wenn es heißt: „Zita Ziege tobt über die Wiese und Igor Igel kümmert sich alleine um seine Höhle.“ Irgendeine Art der Wiedergutmachung wäre durchaus sinnvoll gewesen. Erfreulich ist dafür, dass auf den Mit-Mach-Seiten immer Raum für eigene Ideen bleibt.

Diese Form des wiederholten Perspektivwechsels hilft den Kindern, deutlicher und bewusster die Ursachen der Konflikte zu verstehen und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Blick ins Buch

 

 

Die Einübung der Giraffensprache bedarf vielfältiger Übungsmöglichkeiten. Daher empfiehlt es sich spiralcurricular das Konzept immer wieder einzubauen, um den Kindern mehr Handwerkszeug mitgeben zu können. Eine Ergänzung stellt das Material Respektvoll miteinander sprechen – Konflikten vorbeugen aus dem Verlag an der Ruhr dar, in dem 10 Trainingsmodule für den schulischen Gebrauch zusammengestellt wurden.

2019-10-05-10-23-42-318(1)

Fazit

Situationsbedingte Anwendung der Giraffensprache im Sinne der gewaltfreien Kommunikation.

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Julian Gough und Jim Field – Rotzhase & Schnarchnase: Das Tal wird kahl (Band 4)

Rezension

Aber dieses Jahr fliegen auch Bäume in den Süden, Bär.

Im vierten Band der „Rotzhase & Schnarchnase“-Reihe dreht sich alles um die Abholzung der Bäume. Zur Herbstzeit müssen Bär und Hase feststellen, dass nicht nur die Vögel zum Überwintern wegfliegen, sondern auch die Bäume von heute auf morgen verschwunden sind. Rotzhase macht sich große Sorgen, denn sein Bau ist in Gefahr von dem nun aufsteigenden Fluss überflutet zu werden. Die Auswirkungen der nicht mehr vorhandenen Bäume sind weitreichend.

Der Biber, der für das Schwinden verantwortlich ist, sieht sich als Ingenieurkünstler, der Fortschritt bringt. Alles was neu und groß ist, ist natürlich mit besser gleichzusetzen. Kurzzeitig sind auch die Freunde versucht die Veränderung gut zu heißen, da morsche Bäume viele Käfer versprechen. Rotzhase kann jedoch schließlich alle davon überzeugen, dass langfrsitig die Folgen für alle verherrend sein werden.

Der Plot kann aus Erwachsenensicht schon fast politisch betrachtet werden und ist thematisch hoch aktuell. Weitere Themen, die angeschnitten werden, sind „Freundschaft“, aber auch „Einsamkeit“ in Verbindung mit beruflicher Überlastung und die Bedeutung von Freizeit und Glücksgefühlen.

Der Schreibstil überzeugt mit den witzigen Dialogen der Figuren. Das kleine gebundene Buch kann zum Vorlesen oder Selberlesen genutzt werden. Die Innenseiten wurden nur in den Farben weiß, orange und schwarz mit verschiedenen Grauabstufungen illustriert. Die bräunlichen Naturtöne passen sehr gut zur im Buch erwähnten Herbstzeit. Jim Field, der bereits das zauberhafte Bilderbuch „Die Streithörnchen“ illustriert hat, haucht der Geschichte Leben und Witz ein. Man würde am liebsten jede zweite Seite als Postkarte ausdrucken.

Blick ins Buch

Fazit

Umweltschutz und Zusammenhalt in einem Buch vereint

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Sabine Ludwig und Kerstin Schoene – Wenn der Wal Geburtstag hat, wird er von Spinat nicht satt

Rezension

Willi wird heut hundertzwei,
hat Appetit auf Hummerbrei.
Er will auf keinen Fall Spinat,
den findet er sooo fad,
da wird sein Maul ganz schmal,
denn Willi ist ein … WAL

Dieses Bilderbuch feiert den einen ganz besonderen Tag im Jahr, den Geburtstag. Die Geburtstagskinder kommen alle aus der Tierwelt und das Alter unterscheidet sich ebenfalls. In witzigen Reimen wird das Geburtstagskind eingeleitet, bevor auf der darauffolgenden Doppelseite das Geheimnis gelüftet wird. Die Reime animieren zum Antizipieren, sodass die Kleinen schon bald eine Vermutung haben werden, um welches Geburtstagstier es sich handeln kann. Auch wenn das sechste von den sieben Tieren durchaus ein Exot ist.

Die Illustrationen sind großflächig, teils mit einem ordentlichen Zoom, bunt und strotzen nur so feierlicher Laune. Die Illustratorin spielt mit den Symbolen für Geburtstagsfeierlichkeiten und integriert Kerzen zum Auspusten, die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, Fähnchen, Geburtstagshütchen, Luftballons, Konfetti und Wimpel in allen erdenklichen Farben. Dieses Bilderbuch macht Laune. Wie gut, dass der Fokus nach dem letzten Tier auf das eigentliche Geburtstagskind in der Realität gelenkt wird. Die Überleitung auf den Leser ist wirklich geglückt! Damit ist es ein wunderschönes Geschenkbuch für alle Geburtstagskinder dieser Welt.

Blick ins Buch

Fazit

Ein farbenfrohes, vor guter Laune strotzendes Geschenkbuch für alle Geburtstagskinder!

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Mark Janssen – Ich bin eine Insel

Rezension

Eine Insel des Halts, der Geborgenheit und des Schutzes wünscht sich wohl jeder Mensch. Die Meeresschildkröte bietet genau diese Attribute für zwei gestrandete Menschen im großen blauen Ozean. Auf ihrem Panzner verbringen sie etliche Monate und überstehen eine Zeit voller wilder Wellen und drohender Gefahren.

Sophie und ihr Vater warteten auf das, was kommen würde.

Mark Janseen erzählt auf kluge und einfühlsame Weise vom Leben und deren Höhen und Tiefen, wobei er an den richtigen Stellen Andeutungen und Leerstellen einsetzt. Es gibt Lebensphasen, da reicht es, die Zeit einfach auf einer sicheren Insel zu überdauern. Schöner und wahrer könnte man den Fluss des Lebens wohl kaum festhalten. Die großformatigen, farbenprächtigen Illustrationen strahlen eine Zuversicht und Geborgenheit aus, dass man auch beim Betrachten konzedieren kann: „Es wird gut ausgehen.“.

Und so kommt es, dass schwierige Lebensphasen irgendwann auch vergehen, sodass man weiterziehen kann. Dann bleibt einem nur, sich bei der „sicheren Insel“ zu bedanken für die geschenkte Kraft, den Mut und Schutz.

Blick ins Buch

 

Fazit

Ein Bilderbuch über das Beschützen und Haltgebung.

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Anne Scheller – Abc-Rätsel-Geschichten zur Buchstabeneinführung

Rezension

Dieser Band bietet 38 lehrwerksunabhängige Geschichten und Wimmelbilder nicht nur zu den Buchstaben A bis Z, sondern auch zusätzlich zu Umlauten, Lautverbindungen, wie z.B. „ei“, „sch“ oder „pf“. Die meisten Bände konzentrieren sich auf die Buchstaben des Alphabets, sodass es hier erfreulich ist auch die anderen Lautverbindungen integriert zu sehen.

Die Wimmelbilder sind wohl der spannendere und motivierendere Teil dieses Rätselbands, die zur Visualisierung und Festigung dienen. Ganz nebenbei wird auch der Wortschatz erweitert, sodass nicht nur DAZ-Kinder davon profitieren. Glücklicherweise finden sich hinten im Buch Lösungen, mit den einzukreisenden Gegenständen, die zum jeweiligen Buchstaben passen.

Die Lesegeschichten sind unabhängig voneinander einsetzbar und erfüllen im 1. Schuljahr wohl eher den Zweck des Vorlesens. Vom Verfasser ist das Selbstlesen vorgesehen, doch der Umfang ist für Erstklässler auch zum Ende des Schuljahres noch viel zu groß. Die Silbenstruktur ist zwar hilfreich, doch in der Praxis ist das Erlesen der Sinneinheiten schlichtweg für die meisten Kinder zu schwierig (siehe „Blick ins Buch“). Auf den 24 Auftragskarten sind Aufgaben zu finden, die Kinder dazu einleiten im Lesetext entsprechende Buchstaben einzukreisen oder die ausschließlich mit zusätzlichem Material zu bewältigen sind, wie z.B. Schreiben im Sand oder Buchstaben aus Knetmasse formen und haben mit den Kopiervorlagen an sich nicht viel zu tun.

Blick ins Buch

Fazit

Als Wimmelbildsammlung eine Bereicherung, da auch Lautverbindungen einbezogen wurden.

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Edward van de Vendel – Wir sind Tiger

Rezension

Mitten in der afrikanischen Savannah sind drei Freunde felsenfest davon überzeugt Tiger zu sein. Die fehlenden Streifen malen sie sich mit Schlamm auf und schon kann das Abenteuer beginnen! Schließlich gehört zum Supertiger dazu, dass sie schnell laufen, laut brüllen und auf einen Baum klettern können. Voller Eifer und echter Leidenschaft schlüpfen ein Erdmännchen, eine Maus und eine zarte Gazelle in ihre ausgedachte und auch gelebte Rolle.

Dieses Bilderbuch kommt mit einem sehr reduzierten Text aus. Es lebt nämlich davon, dass die Tiere sich in ihre Rolle hineinversetzen und das Tigersein auch wirklich leben. Es handelt zum einen von Rollenverständnis und zoomt auf die Eigenschaften, die ein bestimmtes Tier, sprich Rollenbild, mitbringt. Welche Faktoren gehören zur Systematisierung dazu?

Zum anderen stupst es vorsichtig an die Vorbereitung eines Rollenspiels an und damit verbunden den Faktoren einer Theaterdarstellung. Was muss geschehen, damit die anderen einem die Rolle „abkaufen“? Das Kostüm haben die drei Freunde schnell übergestreift. Doch auch die Bewegungen, die Geräusche und die Lautstärke des Gebrülls sind wichtig.

Innen drin! Eigentlich! Nicht in echt, aber trotzdem irgendwie echt!

Die Perspektive wechseln und sich in andere hineinversetzen ist eine Kunst und kann wunderbar schon früh in Kleingruppen eingeübt werden. Dazu braucht man nicht viel, außer eine gute Portion Fantasie und vielleicht auch ein bisschen Mut.

Blick ins Buch

Fazit

Ein Hoch auf die Fantasie, Rollenspiele und Theateraufführungen!

 

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Abigail Rayner und Molly Ruttan – Ich bin ein Dieb!

Rezension

Die Erstklässlerin Elisa ist eine Diebin. Mit diesem Outing beginnt das wunderbar illustrierte Bilderbuch, in dem es um die Entwendung eines grün funkelnden Steines geht. In der Ausstellung zur Farbe „Grün“ wird im Klassenraum unter anderem ein Stein ausgelegt, der ganz zauberhaft funkelt. Und schwupps, landet er bei Elisa. Einfach so. Doch nach der anfänglichen Freude, wird ihr Herz zunehmend schwerer.

Als alle Mitschüler anfangen den Stein zu suchen, wird Elisa noch mulmiger zumute. Sie befragt ihre Familienagehörigen und möchte wissen, ob sie jemals etwas gestohlen haben. Und natürlich kann zu diesem Thema jeder eine Geschichte erzählen. Bei Mama war es ein Magnet. Opa hat ein Fußballwimpel gemopst und Oma konnte ihre Finger von Zuckertüten nicht lassen. All diese Erlebnisse können Elisas Schuldgefühle jedoch nicht schmälern. Sie weiß, dass es da wohl nur eine Lösung gibt…

Dieses Bilderbuch kitzelt ganz kindgerecht und mit einer ordentlichen Portion Humor und Witz an dem durchaus wichtigen Thema zur „Wahrung des Besitzeigentums“. Das Bewusstsein für Fremd-und Eigenbesitz entwickelt sich bei Kindern etwa mit sechs oder sieben Jahren. Vorher nimmt sich das Kind einfach, was es gerade haben will. Die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Besitzzuordnungen ist durchaus komplex und bedarf einer fließenden Entwicklung der Gewissensbildung.

Pädagogisch wertvoll ist die hier dargestellte Lösung des Unterfangens. Elisa fasst all ihren Mut zusammen und beichtet das Fehlverhalten ihrer Lehrerin, die glücklicherweise auf Anklagen verzichtet. Schließlich war für Elisa die Lehre der „Schwere“ im Magen und das schlechte Gewissen Belastung genug. Die Konfrontation mit dem Bestohlenen bewirkt oft Wunder in Sachen Gewissensbildung. Und damit diese Tat am Selbstwertgefühl nicht kratzt, wird zum Schluss hervorgehoben, dass der Mensch viele Facetten hat und im Kern nichtsdestotrotz liebenswert bleibt.

Blick ins Buch

Fazit

Eine absolute Bereicherung in der Bilderbuchwelt und eine echte Empfehlung!

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Emmanuelle Figueras – So geht Planet!

Rezension

Junge Erdbewohner dürfen sich in diesem überdimensional großen Sachbuch über unseren Planeten informieren. Der Clou hierbei ist der Aufbau des Buchs. Das Zuhause von Milliarden von Tieren und Pflanzen wird in der Tat als Haus dargestellt, in dem bestimmte Stockwerke unterschiedliche Funktionen übernehmen. Das Badezimmer bildet die Meere und Ozeane ab. Die Abstellkammer thematisiert die Auseinandersetzung mit dem Müll und die Küche ist für die Nahrungsressourcen verantwortlich.

Komplizierte Naturphänomene und damit verbundene ökologische Fragen werden nach und nach entschlüsselt. Wir als Mieter der Erde leben auf dem Fundament, der Erdkruste, während die Wohnräume Kontinente abbilden. Das Dach ist demnach das Gebirge. Das Gleichgewicht ist empfindlich, denn ein zu hoher Wasserverbrauch oder schlechte Beziehungen zu den Nachbarn können am Fundament ruckeln und das ganze Gebäude eventuell zum Einstürzen bringen.

Es ist ein Plädoyer für die Wahrung unseres einzigartigen Planeten. Gleichzeitig wird der Zusammenhang aller Bausteine erkennbar. Dieses Sachbuch braucht mehrere Anläufe, um sich wirklich zurechtzufinden. Im Sinne der spiralförmigen Wissensaneignung, brauchen Kinder zwischendurch Zeit, um die neuen Informationen zu verarbeiten und entsprechend deuten bzw. vernetzen zu können.

Blick ins Buch

Fazit

Die Menschen als Mieter auf der Erde – ökologische Zusammenhänge erkennen

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