Aaron Rosen – Eine Reise durch die Kunst

Rezension

Dieses Sachbuch für Kinder ab 8 Jahren hat in erster Linie die geschichtlichen Ereignisse auf der ganzen Welt im Vordergrund. Aus diesen Entwicklungen heraus leiten sich Einflüsse in der Kunst, beeinflusst durch verschiedenste Kulturen, ab.

Diese Geschichts- und Kunstreise verläuft chronologisch, beginnend mit der Steinzeit und den Höhlenmalereien und endet im Jahr 2020, in der heutigen Zeit. Im Fokus der jeweiligen Kapitel stehen entscheidende und bewegende Momente der Weltgeschichte, wichtige Kunstbewegungen und besonders bedeutende Meisterwerke. Der Leser macht an 30 verschiedenen Orten Halt. In der Antike spielen Rom, Athen und Jerusalem eine entscheidende Rolle. Berühmte Baumeister und Bildhauer erschufen erhabene Statuen und mythische Skulpturen oder schmeichelhafte Porträts. Zur mittelalterlichen Kunst zählen Kostbarkeiten in Form von Porzellan und der Lackkunst oder raffinierte Töpferarbeiten. Die Moderne steht für die Quelle der Innovation. Geschichtlich war es eine Zeit der großen Veränderungen, die sich in der Kunst widerspiegelte. Die Natur wurde mit anderen Augen gesehen und die dekorativen Künste erlebten eine Blütezeit. Die Vorstellungen von Schönheit änderten sich.

Begleitet werden die Doppelseiten von Illustrationen und Fotografien. Neben dem gut verständlichen Haupttext sind immer wieder kleine Beschreibungen oder Hinweise zu den Kunstwerken zu finden. Die wirklich bekannten und bedeutenden Kunstwerke wird man hier jedoch vergebens suchen. Die Veränderung der Kunst im Allgemeinen ist hier Thema. Gustav Klimt, Marc Chagall, Wassily Kandinsky und Frida Kahlo sind rar gesäte Kunstpersönlichkeiten, da es eher um die Kunstrichtungen und -wandlungen geht.

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Fazit

Ein gut verständlicher Umriss der Wandlung der Kunst, beeinflusst von den geschichtlichen Ereignissen.

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Ana Gallo und Katherine Quinn – Lump & Pablo: Haustiere und ihre berühmten Freunde

Rezension

Wie ein wertvolles Fotoalbum, das von Generation zu Generation weitervererbt wurde, eröffnet sich dieses wertig gestaltete Bilderbuch für Kinder ab 7 Jahren, mit einem hohen künstlerischen und literaturästhetischen Anspruch. Bedeutende Persönlichkeiten, jeweils eingefasst in erinnerungswürdige Bilderrahmen, präsentieren sich mit ihren Haustieren.

Hier sind zwanzig liebevolle Geschichten über berühmte Künstler, Musiker, Wissenschaftler, Schriftsteller und ihre tierischen Freunde versammelt. Die Lust des Illustrators an der gestalterischen, kreativen Umsetzung des Themas springt einem aus jeder Seite entgegen. Als Gestaltungselement wurde eine der Doppelseiten komplett dem Portrait gewidmet.

Frida Kahlo umarmt fürsorglich ihr zahmes Reh und der Leser erfährt zudem Fakten über ihr Künstlerleben, ihre Schicksalsschläge und ihre Liebe zu Tieren. Im Innenhof ihres Blauen Hauses waren sämtliche Tiere beheimatet, sogar ein Rehkitz war ihr gegenüber zutraulich, schließlich hat sie ihn aufgezogen. Auch Gustav Klimt freute sich über die pelzige Gesellschaft einer Katze.  Sein üppiger Garten lud eine Vielzahl an Katzen ein und das Katzenurin nutzte er sogar für seine Kunst als Fixiermittel. Krokodile, Leoparden, sprechende Raben und sämtliche Hunderassen begleiteten die Berühmtheiten.

Dieser Blickwinkel auf das Leben der Menschen ist besonders faszinierend. Die Texte erschlagen nicht mit Jahreszahlen und nüchternen Erzählungen, sondern erzählen seelenvoll von den Zuneigungen und Vorlieben, die auch ihre Werke prägten.

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Zur Vertiefung des theoretischen Wissens und der praktischen Umsetzung von Frida Kahlos Kunst, steht ein Stationslauf mit insgesamt 8 Stationen für die Jahrgänge 3/4 zum Download bereit.

Frida Kahlo_AusmalbilderFrida Kahlo_Stationenlernen

 

 

 

 

 

 

 

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Fazit

Berühmte Persönlichkeiten im Licht ihrer liebevollen Begleiter!

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Nikolaus Heidelbach – Alma und Oma im Museum

Rezension

„Alma und Oma im Museum“ besticht zunächst mit einer recht eigenwilligen Bildsprache. Man könnte meinen, es wirkt recht starr, eingestaubt und leicht versteinert. Nikolaus Heidelbach spielt allerdings bewusst mit der Wirkung seiner Illustrationen und offenbart im Bilderbuch wie fantastisch Kunstgeschichte und beeindruckend Museumsbesuche eigentlich sein können.

Im Museum benötigt man die richtigen Schuhe, gute Augen und genug Zeit. Almas Oma gibt einen Audioguide an ihre Enkelin weiter und leitet sie damit durch das Museum. Sie lenkt den Blick gekonnt auf Details und lässt Alma trotzdem genug Freiraum, um selbst Entdeckungen zu machen. Hin und wieder springt sie selbst in ein Bild, sodass Alma stets aufmerksam bleibt und auch die Leser ihre Beobachtungsgabe schulen.

Ungeübte Museumsbesucher fühlen sich oft erschlagen von der Fülle der Kunstwerke. Hierzu hat die Oma einen Trick und rät, sich zunächst etwas Kleines auszusuchen, um es sich genauer anzuschauen. Die 16 Gemälde sind religiöse Meisterwerke aus dem Mittelalter und zeigen Bilder wie die »Maria im Rosengarten« oder den »Heiligen Antonius«. Es entsteht eine Diskussion über „Gut und Böse“ und die Darstellungen dessen. Die Oma ist gekonnt versteckt. Man muss schon genau hinschauen, um sie zu finden, was den Rätselspaß für Kinder vorzugsweise ab 8 Jahren erhöht.

Das Bilderbuch ist recht textlastig und hat Denkanstöße, die Zeit brauchen, um den Inhalt sacken zu lassen. Auch Alma benötigt zwischendurch eine Pause, um sich von den Sinneseindrücken zu erholen. Sie erfährt außerdem viel über das damalige Weltbild, lernt neue Wortbedeutungen, wie z.B. die Bezeichnung „Hunnen“ und erlebt, dass Kunstgeschichte ganz spannend sein kann. Außerdem werden Almas Beobachtungen zum Ende des Museumsbesuchs pointierter, da immer mehr Vorwissen einfließt. Der Leser lässt sich in die Regeln bezüglich des Verhaltens im Museum einweisen und eignet sich Wissen über den Beruf eine Kunsthistorikers an. Am Ende des Buches nehmen die beiden sich eine Ausstellung zu „Barock“ vor. Man lernt schließlich nie aus!

 

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Fazit

Mit diesem Bilderbuch kann Kindern Kunst schmackhaft gemacht werden. Ein Genuss!

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Anita Ganeri und Michael Mullan – Bis ans Ende der Welt

Rezension

Die kindliche Faszination für Entdeckung, Erkundung und Erforschung ist ungebrochen. Schließlich gehört es zu ihrer täglichen Aufgabe von Geburt an, sich die Welt zu erschließen. „Bis ans Ende der Welt“ stellt 22 mutige Entdeckerinnen und Entdecker aus allen Erdteilen und Epochen ausführlich vor und zeigt dass zum Aufbrechen Mut, Neugierde und eine ordentliche Portion wissbegierigen Drangs dazugehört.

Dieses Kindersachbuch stellt auf jeder Doppelseite einen wagemutigen Entdecker vor – beginnend mit Hanno dem Seefahrer aus dem alten Karthago, über Christoph Kolumbus bis hin zu Neil Armstrong, der sogar den Raum außerhalb der Erde erkundete. In der Einleitung wird zunächst auf die Gründe der Entdeckungsreisen eingegangen, neben der Abenteuerlust wurden die berühmten Persönlichkeiten auch von der Suche nach Schätzen getrieben oder reisten im Zeichen der Religion. Erfreulich ist die Einbindung der methodischen Vorgehensweise zum richtigen Lesen von Karten und Legenden. Es folgen Erläuterungen zu den verwendeten Symbolen und weiteren Orientierungshilfen.

In den biografischen Beschreibungen wird auf das Leben jeder Persönlichkeit eingegangen und wichtige Informationen zu den Expeditionen gegeben. Die Texte sind kindgerecht verfasst, gut verständlich und werden von prägnanten, den Infotext unterstützenden Illustrationen, begleitet. Die einzelnen Stationen sind durchnummeriert und mit Pfeilen versehen, sodass man als Leser gefühlt mitreist und nacherlebt, welche Hindernisse sich den Pionieren in den Weg stellten.

Dieses Kindersachbuch trägt enorm zur Erweiterung des Allgemeinwissens bei. Es stößt Gedankenflüsse an, regt zum Hinterfragen und dem Auseinandersetzen mit der Materie an. Der folgende Hinweis brachte einen 8-jährigen Leser dazu, sich eingehender mit den Sternen zu beschäftigen und zu erfahren, wie der Polarstern die Himmelsrichtung verrät.

Die Seefahrer hatten keinen Kompass, für die Navigation waren sie allein auf die Sterne angewiesen (S.8).

Die Autoren lassen unterhaltsame „Fun Facts“ gekonnt einfließen und schrecken nicht davor zurück auch kritisch auf manche der damaligen Begebenheiten zu blicken. So wird z.B. die Umstrittigkeit von Kolumbus erwähnt, da er mitverantwortlich für den furchtbaren Umgang mit den Einheimischen war. Die Infobox „Vermächtnis“ subsummiert die bedeutendsten Fakten, die man mit dem Entdecker und Eroberer in Verbindung bringt und fasst komprimiert das Wichtigste zusammen. Im Verlauf der Entdeckungen und der Zeit, erfährt der Adressat mit jedem Entdecker und Forscher eine Unmenge an spannenden Entwicklungen, die uns bis heute prägen und unser Leben beeinflussen.

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Fazit

Eine Wissensquelle für Geschichte, die bedeutende Ereignisse anreißt.

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GEWINNSPIEL – Fritzi – eine Wendewundergeschichte

Fritzi war dabei - eine Wendewundergeschichte

Ein Land ohne Mauer –
da ist keiner sauer!

Fritzi – Eine Wendewundergeschichte erzählt die turbulenten Ereignisse von Sommer bis Herbst 1989 aus der Perspektive seiner jungen Protagonistin und macht sie so für ein junges Publikum nacherlebbar. Zum Jubiläum „30 Jahre Mauerfall“ startete am 9. Oktober 2019 der knapp 90-minütige Animationsfilm Fritzi – Eine Wendewundergeschichte in den deutschen Kinos.

Im Kinderbuch „Fritzi war dabei“ von Hanna Schott und Gerda Raidt wird den Fragen nachgegangen, was denn DDR überhaupt für ein Land war und warum so viele Menschen von dort weg wollten. Fritzi kommt nach den Sommerferien als schicke Pionierin mit dem roten Halstuch in die vierte Klasse. Nach dem Fahnenappell beginnt der ganz normale Schulalltag, außer dass Sophie sich nun in Ungarn befindet, statt neben Fritzi zu sitzen. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert. Sie erlebt den großen Umbruch 1989 in Leipzig hautnah mit.

Zehn Jahre nach Erscheinen des Buches folgt nun die Animationsverfilmung. Sowohl das Buch als auch der Film sind gelungene Beispiele dafür, wie komplexe, historische Zusammenhänge kindgerecht und verständlich erzählt werden können. Man bekommt einen Eindruck, wie die Kinder in der DDR lebten, über die Wochen und Tage kurz vor dem Mauerfall und auch über die friedliche Revolution. Kernthemen der Geschichte sind Mut, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Sie sind auch jenseits der speziellen geschichtlichen Situation für Kinder ein wichtiger Impuls im Alltag.

Weitere Informationen finden sich u.a. auf der Facebook-Seite zum Film. Ein Leser oder eine Leserin hat nun die Möglichkeit, passend zum Film, ein FILMPAKET zu gewinnen. Es besteht aus einer Buchvorlage, die im Klett Kinderbuch Verlag erschienen ist, 2 Kinokarten (gültig bis 31. Dezember 2019) und einem Filmposter.

Wer teilnehmen möchte, kommentiert bitte unter diesem Post:
Welchen Film habt ihr euch zuletzt im Kino angeschaut?

Am 13. Oktober wird ausgelost. Der Gewinner wird unter diesem Post und auf FACEBOOK und INSTAGRAM verkündet.
Ein zusätzliches Los könnt ihr euch bei Instagram und/oder Facebook mit einem Kommentar unter dem entsprechenden Beitrag sichern. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Teilnahmeschluss ist der 13. Oktober 2019 (20:00).

Bitte beachten: Teilnahmeberechtigt sind nur User mit Versandadresse in Deutschland, die mindestens 18 Jahre alt sind. Die GewinnerInnen werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt. Die Daten werden nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wird der Gewinn nicht innerhalb von drei (3) Tagen nach der Benkanntgabe angenommen, wird das Recht vorbehalten, den Gewinn anderen Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.

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EDIT: Herzlichen Glückwunsch, Krisztina Kesek!

Da die Gewinnerin sich leider nicht zurück gemeldet hat, musste ich erneut ziehen. Marco Nadorp darf sich freuen!