Surrealismus im Kunstunterricht

Kunstunterricht im Homeschooling und in Zeiten von Corona stellt alle in der Schule Beteiligten vor einige Hürden und Herausforderungen. Vor allem bei der Einführung neuer Themen, ist es wichtig, weiterhin kreativ zu sein und motivierende Anlässe zu schaffen, um die Schülerinnen und Schüler mitzunehmen. Gerade der Bereich Bildbetrachtung lebt vom Diskurs und Austausch. Da dieser Zugang momentan so limitiert ist, bieten sich Videopräsentationen an, die als kleines „Schmankerl“ die Kunstrichtung oder bestimmte Künstler und deren Technik vorstellen.

Die Präsentation zum Surrealismus wurde mit Genially erstellt und bot bereits das Grundgerüst als Vorlage an. Die Auswahl der beispielhaften Kunstwerke zeigt, dass das Surreale jeglicher Realität enthoben ist und unwirklich und traumhaft erscheint. Die beiden Hauptvertreter Salvador Dalí und René Magritte finden hier besondere Berücksichtigung, da sie ausdrucksstarke und traumähnliche Bilder schufen, in denen eine neue „Überwirklichkeit“ entsteht. Das gelang ihnen dadurch, dass ungewohnte oder gegensätzliche Gegenstände und Motive miteinander verbunden wurden.

Die Videopräsentation könnte im Online-Unterricht als Einstieg genutzt werden, um darauf aufbauend, die Kunstwerke und die Eindrücke, die diese Werke vermitteln, zu thematisieren. Um mehr über die jeweiligen Künstler zu erfahren und als Ergänzung zu praktischen Arbeiten, von denen der Kunstunterricht hauptsächlich lebt, bieten sich „Künstler-Falthefte“ an, die im Homeschooling oder als Differenzierungsmöglichkeit ausgegeben werden können.

Sollte es jemand gebrauchen können, einfach den folgenden Link teilen: https://view.genial.ly/608ff5c5d7afb30db20b1909

Theaterstück zur Einschulung: Das kleine WIR

Handlung:

Das Bühnenstück greift die Thematik des Bilderbuchs „Das kleine WIR“ auf und geht auf das WIR-Gefühl und den Wert des Zusammenhalts und der Zugehörigkeit, ein. Das Spielstück setzt eine Klasse in Szene, die für ihr Zusammengehörigkeitsgefühl ein Klassentier sucht. Dafür veranstalten sie eine Art Casting oder Bewerbungsgespräch. Es erscheinen mehrere unterschiedliche WIRs, die sich auf ihre ganz eigene Art und Weise und mit all ihren Vorzügen und Talenten unter Beweis stellen möchten. Wird die neue Klasse ihr persönliches WIR finden?

Durchführung:

Da pandemiebedingt keine großen Aufführungen momentan erlaubt sind, ist dieses Bühnenstück zur Aufnahme vorgesehen. Abschließend kann es auf einer Einschulungsfeier mit Abstand oder in der digitalen Form den Eltern und Kindern zur Verfügung gestellt werden, um sie an der neuen Schule willkommen zu heißen. Selbstverständlich wäre es auch denkbar, das Bühnenstück in einer Theater-AG oder im Laufe einer Projektwoche einzustudieren.

Anpassung an die Lerngruppe:

Wie bei allen Unterrichtsmaterialien, ist es auch hier erwünscht, dass die Lehrkraft das Bühnenstück an ihre Lerngruppe anpasst. Die Differenzierung kann durch die Kürzung oder Erweiterung des Textes, Abänderung des Gedichtes oder Einbindung anderer Figuren erfolgen. Das  hier dargebotene Bühnenstück soll lediglich als Inspiration dienen, um eigene kreative Denkprozesse in Gang zu setzen.

Alternatives Aufgabenangebot:

Um möglichst wenig Leerlauf zu haben, da der Aufwand des Einübens unterschiedlich ist, findet sich hier ein Aufgabenangebot, das inhaltlich Denkanstöße bietet. So kann das Arbeiten am gleichen Thema trotzdem stattfinden und die Lernzeit für alle Kinder weiterhin sinnvoll genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, sich Gedanken zu machen, warum z.B. das Schaf oder die Eule keine geeigneten Lernbegleiter wären oder was sie verbessern könnten. So bietet dieses Material den Kindern die Chance zur Reflexion eines guten Klassenklimas und welche Faktoren dazu positiv beitragen und welche eher zu vermeiden sind.

Inhalt des Materials:

  • Hinweise zur Durchführung
  • Sprechrollen inkl. Regieanweisung
  • Gedicht
  • Figuren: farbig und schwarz-weiß
  • Hintergrund
  • ergänzende Arbeitsblätter zum Theaterstück

Daniela Kunkel – Das kleine WIR im Kindergarten

Rezension

Das kleine WIR ist nicht nur in Familien und Klassenräumen zu finden, sondern überall dort, wo sich Menschen gern haben. In diesem Band der Erfolgsreihe rund um die beliebte Kinderbuchfigur mit dem großen Herz, begleiten die Leser die Kinder der Kita Hummelbummel durch den Alltag. Hier werden Theaterstücke inszeniert, um die Wette geschaukelt und vor allem zusammen gehalten. Das WIR der Kindergartengruppe ist groß und stark, sodass sich niemand alleine fühlt.

Nach den Ferien kommt Carl in die neue Gruppe und wird mit einem großen Plakat willkommen geheißen. Schüchtern hält er sein Einhorn in der Hand umklammert und wirkt in der neuen Umgebung noch unsicher. Auch wenn die anderen Kinder nett zu ihm sind, fühlt er sich dennoch unwohl und fremd. Natürlich greift hier das grüne Wesen ein und zeigt, dass gemeinsame Erlebnisse, warme Worte und gute Taten zusammen schweißen. Schon bald ist er gar nicht mehr der „Neue“ und heißt gemeinsam mit der Gruppe auch schon das nächste Kind willkommen.

Dieses Bilderbuch erwärmt das Herz, denn genauso eine „Bilderbuch-Kindergartengruppe“ wünschen sich wohl alle Eltern. Alles ist hier stimmig. Jeder wird als Individuum mit seinen Stärken und Talenten gesehen. Die Illustrationen bilden Kinder und Erzieherinnen in all ihrer Diversität ab. Es herrscht eine unausgesprochene Toleranz und Akzeptanz. Gleichzeitig wird allen Neuankömmlingen in welcher Lernumgebung auch immer, die Angst genommen. Das Bilderbuch kann auch als Gesprächsanlass genommen werden, um gemeinsam mit den Kindern zu thematisieren, was es heißt jemanden willkommen zu heißen. Welche Taten und Worte lassen das „neue Kind“ sich schneller einleben. Die Kita Hummelbummel strotzt nur so vor Wertschätzung, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Herzenswärme!

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Fazit

Jeder ist willkommen – So gelingt Werteerziehung im Kindergarten!

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Susanna & Johannes Rieder – Hunde im Futur: Eine Grammatik in Bildern

Rezension

Man findet nicht viele Kinderbücher, die sich dem vermeintlich trockenen Thema „Grammatik der deutschen Sprache“ widmen. Die Geschwister Susanna und Johannes Rieder hauchen dem Ganzen jedoch durch diese spezielle Form der Buchgestaltung regelrecht Leben ein. Die Grammatik wurde hier in Bilder gepackt und eröffnet den Kindern und Erwachsenen einen innovativen und spielerischen Zugang zu den grammatikalischen Phänomenen.

Das Sachbilderbuch ist durch die gefalzten und ausklappbaren Seiten mit großem Aufwand gestaltet und fokussiert auf Entdeckung der Themenbereiche rund um „Tempus“, „Die vier Fälle“, „Wortarten“, „Satzschlusszeichen“, „Pronomen“, „Modus“ oder auch „Satzglieder“. Dabei schwingt immer eine gewisse Prise an Humor mit, wenn man die Bilder zu lesen lernt. So wird bei der Zeitform „Präsens“ und dem Verb „lesen“ als handfester Gegenwartsbezug regelrecht ein Buch aufgeschlagen. Das Ergänzungswort „jetzt“ bildet eine kleine Eselsbrücke, sodass der Unterrichtsstoff auch spielerisch vermittelt werden kann. Die Erklärungen sind oft kurz und knapp gefasst, denn es möchte sich von den gewöhnlichen Regelwerken abheben.

Bei den Erläuterungen werden oft die lateinischen Begrifflichkeiten benutzt, sodass das Grammatikbuch vordergründig für Kinder ab der 5. Klasse zu empfehlen wäre, wenn auch einige Bausteine durchaus schon in der Grundschule Verwendung finden können. Nachhilfeinstitute oder auch NachhilfelehrerInnen werden es als Bereicherung ansehen und auch als Geschenk für LehrerInnen und Referendare ist es wunderbar geeignet!

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Fazit

Deutsche Grammatik innovativ und spielerisch präsentiert.

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Mary Hoffmann und Ros Asquith – Das große Buch für kleine Umwelthelden

Rezension

Das Earth-Day Motto 2021:

Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst – schütze unsere Erde.

Dieses Sachbilderbuch knüpft genau an die Thematik des alljährlich am 22. April weltweit stattfindenden Earth Days, dem Tag der Erde, an. Hier gilt es global zu denken und lokal zu handeln. Jeder kann etwas tun und zum kleinen Umwelthelden werden.

Unsere Erde schenkt uns so viel, was Menschen, Tiere und Pflanzen zum Leben brauchen. Mary Hofmann strukturiert die Umweltthemen gekonnt und zeigt leicht verständlich auch schon Kindern ab 5 Jahren, warum unser kostbarer Planet geschützt werden sollte und welchen Gefahren es sich aussetzen muss. Der Mensch ist mit all seinen unbedachten Handlungen nicht ganz unschuldig daran. Die Autorin wirft einen Blick in die Meere, verdeutlicht die Bedeutung des Tierschutzes und schlägt einen Bogen hin zu einem bewussten Umdenken in Bezug auf Nachhaltigkeit. Jede Doppelseite widmet sich einer Grundidee, was man als Umweltheld im Alltag tun kann. Dabei sind es wirklich recht einfache und schnelle Umsetzmöglichkeiten, wie z.B. alle Geräte ausstöpseln, sich wärmer anziehen, statt übermäßig zu heizen oder einfach den Wasserhahn abdrehen, während man sich die Hände einseift.

Dieses Buch ist sehr gehaltvoll und vermittelt die sachlichen Informationen sehr explizit, sodass die Zuhörer Zeit und Gelegenheit zum Begreifen benötigen. Dafür bedarf es einer Umwälzung des Wissens. Man kann hieraus wahnsinnig viel schöpfen, sodass das Buch pädagogisch sehr gut im Unterricht einsetzbar ist.

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Fazit

Ein bedeutendes und sehr aktuelles Thema so aufbereitet, dass die Korrelation zur Erfahrungswelt der Kinder mehr als evident verläuft.

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Martina Baumbach – Die Tierwandler 3: Ein Kroko will kuscheln

Rezension

Wir Tierwandler schwör´n
mit Flügeln, Flossen, Pfoten:
Das Geheimnis zu verraten ist verboten.
Wir wollen es für immer bewahren,
kein andrer soll davon erfahren.

Die Reihe der Tierwandler erinnert thematisch an die Bände der „Schule der magischen Tiere“, die allesamt bei den Kindern in der Altersklasse ab 8 Jahren äußerst beliebt sind. Der Unterscheid ist hierbei jedoch, dass die Kinder selbst sich in die unterschiedlichen Tiere verwandeln.

Das kann allerdings bei dem einen oder anderen dauern. Herr Olsson an der Bärenfeldschule tut alles, um die Verwandlung im Tierwandler-Unterricht heraus zu kitzeln. Er lässt die Kinder im Pool ihre Wasserleidenschaft erkunden und bei einem Aufsatz sich in ein Tier hineinversetzen. Gemeinsam werden Fährten gelesen, Gefahren und Tarnungen besprochen oder Kampf und Verteidigung erprobt.

Oskar wartet sehnlichst auf seine Verwandlung. Er möchte unbedingt ein Dinosaurier sein, genauso groß und angsteinflößend wie die ausgestorbenen Geschöpfe des Erdmittelalters. Als bei einem Zoobesuch ein sprechendes Krokodil auftaucht, ist die Aufregung groß. Ist die Verwandlung einem der Schüler gelungen und droht ihr Geheimnis in aller Öffentlichkeit gelüftet zu werden?

Das Cover weckte in der Klasse gleich das Interesse der Kinder, sodass sie es sich als Vorlesebuch in den Frühstückspausen wünschten. Die Spannung blieb auch nach Wochen des Vorlesens erhalten. Sie legten die Puzzleteile stets zusammen und versuchten anhand der Hinweise zu erraten, in welches Tier sich wohl Merle mit ihren struppigen Haaren verwandeln würde und schmunzelten über Oskars Bestreben ein furchterregendes Tier mit riesigen Klauen zu werden. Die Schulumgebung als Handlungsort ist ihnen vertraut und auch das Drumherum kommt ihrem Grundschulleben sehr nah.

Aufgrund der großen Bandbreite an Charakteren, wird jeder Leser jemanden finden, mit dem er sympathisiert und sich mit der Figur identifizieren kann. Im Innenteil sind einige wenige schwarz-weiß Illustrationen abgedruckt. Etwas gestört haben mich beim Vorlesen die neumodischen Ausrufe, wie „Alter!“ oder „Ey!“ oder auch „Du, Hirni!“. Ich habe sie kurzerhand ersetzt oder weggelassen. Gut gefallen hat uns dagegen die Tatsache, dass es Übung benötigt, um die Fähigkeit der Verwandlung sicher kontrollieren zu können. Das schließt ganz wunderbar an das Erfahrungsfeld Schule an. Alle Grundschulkinder, die Fantastisches und Magisches mögen, werden ihre Freude mit diesen Bänden haben.

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Fazit

Die AG Sport für besondere Talente hat es wirklich in sich! Hier erwarten die Leser spannende Abenteuer rund um Magie und Zauberkunst.

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Zoë Tucker und Rachel Katstaller -Ada und die Zahlen-Knack-Maschine: Das außergewöhnliche Leben der Ada Lovelace

Rezension

Das ist Ada.
Sie mag wie ein normales
kleines Mädchen aussehen,
aber die Wahrheit ist, dass
Ada die Welt verändert hat.

So beginnt das Sachbilderbuch über eine sehr starke, wissbegierige und mutige Frau und ihre wissenschaftliche Errungenschaft. Schon früh interessierte sich Ada für knifflige und komplizierte Aufgaben und las alle Bücher, die sie in der Bibliothek finden konnte. Ihre Leidenschaft galt insbesondere Zahlen und Berechnungen.

Mädchen war in der damaligen Zeit eine gute Beschulung nicht vergönnt und so wurde sie von klugen Menschen aus aller Welt zu Hause unterrichtet. Einer ihrer Lehrer war ein Erfinder und mathematisches Genie, von dem sich Ada anstecken ließ. Sie forderten sich gegenseitig heraus und stellten sich Rätsel und Knobelaufgaben. Mit ihm entwickelte sie mithilfe von Lochkarten ein kompliziertes Programm und gilt heute als die erste Programmiererin in der Computertechnik.

Tucker bedient sich einer sehr einfachen und nachvollziehbaren Sprache, um die berühmte Persönlichkeit und ihre Erfindung anschaulich darzustellen. Die außergewöhnliche Liebe für Rätsel und Zahlen wurde wunderbar herausgearbeitet, genauso wie der Wissendurst und das kreative Potenzial, das in ihr schlummerte. Die Text- und Bild-Komposition ist hier herausragend gelöst. Die Farbstufen von unterschiedlichen Blau- und Brauntönen wirken sehr harmonisch, stimmig und modern.

Ada Lovelace ist eine Pionierin und Vorreiterin. Diese Geschichte der kleinen Ada kann Mädchen als weibliches Vorbild dienen, an der sie erkennen, wie eine Frau mit ihrer Begabung umgegangen ist. Das Lesen dieser Biografie kann sie dabei unterstützen, die Lebensplanung selbstbewusster anzugehen. Gerade hoch begabte Mädchen mit mathematisch-technischen Begabungen und Talenten benötigen Zuspruch, da andere Mädchen sich für diese Themen tendenziell nicht interessieren – so zumindest das Bild in unserer Gesellschaft. Umso schöner, dass dieses Sachbilderbuch diesem Klischee entgegenwirkt!

Blick ins Buch
Fazit

Ermutigendes Buch seiner Leidenschaft nachzugehen und nicht aufzuhören zu forschen und kreativ zu sein!

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Begabtenförderung in der Grundschule: Fordermaterial

Die Begabung eines Kindes und das damit verbundene Entwicklungspotenzial kann auf unterschiedlichen Säulen fußen. Man unterscheidet zwischen den künstlerisch-musischen, den sozialen, den sportlichen oder akademischen Bereichen. Etwa zwei Prozent der Kinder in Grundschulen sind intellektuell hoch begabt (vgl. BMBF 2015: 88).

Allzu oft kommt es vor, dass genau diese Kinder die Lust am Lernen verlieren, weil sie sich nicht angemessen herausgefordert fühlen. Die individuelle Förderung besonders begabter Kinder im Klassenverband stellt Lehrerinnen und Lehrer zugegeben vor Herausforderungen. Aufgrund ihrer besonderen Denkfähigkeiten, lernen diese Kinder schneller und benötigen weniger Wiederholungen. Es kommt häufiger vor, dass sie dann durch auffälliges, ungewöhnliches oder überraschendes Verhalten auf sich aufmerksam machen. Sie versuchen die bestehenden Strukturen aufzubrechen und dursten nach flexiblem Handeln und Offenheit der Unterrichtsformen. Sie möchten mit ihren Bedürfnissen gesehen werden. Als Lehrkraft sollte man daher zunächst mit einer positiven Grundhaltung dem gegenübertreten und aufmerksam nach Wegen suchen besonders begabte Kinder zu fördern.

Dies kann nach den Prinzipien der Akzeleration und Enrichment geschehen, sodass sie angereicherter lernen können und durch Zusatzaufgaben, Projektarbeit und selbstständigen Lernformen ihren Stärken und Interessen nachgehen können. Auch ein schnelleres Durchlaufen der Jahrgangsstufen wäre denkbar oder auch die Einbindung in außerunterrichtliche Zusatzangebote. Bedeutsames Lernen kann dann stattfinden, wenn das Anforderungsniveau der gestellten Aufgaben zu den Lernvoraussetzungen der SuS passt. Individualisierung und Differenzierung sind daher im Unterricht unabdingbar. So ist es auch einsichtig, dass das Bereitstellen von individuell herausfordernden Aufgaben für Hochbegabte wichtig ist. Es geht jedoch nicht darum, die Kinder einfach nur mit mehr Aufgaben derselben Sorte zu beschäftigen, sondern knifflige Rätsel- und Knobelaufgaben anzubieten. Mit dem folgenden Material habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht:

Sinnvoll ist es außerdem, eine vielfältige und altersangemessene Auswahl an Büchern in der Klassenbücherei vorrätig zu haben. Vor allem Sachbücher haben einen große Sogwirkung, weil die Beiträge in der Kürze der Zeit gut überflogen werden können und zudem angereichert mit Wissen und komprimierten Fakten daher kommen. Folgende Sachbücher haben bei mir im Klassenraum großen Anklang gefunden:

Das Knobelheft: Rätselaufgaben für den Deutschunterricht entstand auf Wunsch zwei besonders begabter Kinder aus meiner Klasse, die sich etwas „Spannendes“ für die Notbetreuung gewünscht haben. Es ist ein Sammelsurium an Aufgaben, das eine gewisse Bereitschaft zum Knobeln voraussetzt und sich hier und da etwas knifflig zeigt. Im Material ist ein Lösungsheft enthalten, sodass die Kinder anschließend sich selbst kontrollieren können. Allerdings ist es empfehlenswert, mit den Tipps und Hinweisen zurückhaltend umzugehen und die Kinder erst ausprobieren und experimentieren zu lassen. Die Möglichkeit des Überspringens sollte ruhig aufgezeigt werden, denn auch in den Pausen wird das Gehirn am Aufgabenmuster oder der Lösung weiterarbeiten.

Frühblüher – differenzierte Lesekartei und Übungsheft „Steckbriefe“: analog und digital

Da haben wir uns wohl etwas länger mit der Amsel aufgehalten, als zunächst geplant. Das liegt zum Teil auch am Wechselunterricht, da Themen mit Verzögerung behandelt werden können und Sachunterricht von der handlungsorientierten Herangehensweise lebt. Doch wenn ich mir momentan das winterliche Wetter anschaue, können wir sehr gut nach den Osterferien mit den Frühblühern weiter machen. Den Aufbau einer Blume und die verschiedenen Frühblüher haben wir bereits im ersten Schuljahr kennen gelernt. Im Sinne des spiralcurricularen Lernens, liegt der Fokus nun fächerübergreifend auf dem selektiven Lesen und der Textsorte „Steckbriefe“. Außerdem üben sich die Kinder im genauen Beobachten und Zeichnen, eine Technik die dem Sachunterricht zugeordnet ist.

Das Materialpaket ( ID: 307945) besteht aus einer analogen und digitalen Lesekartei. Die analoge Version beinhaltet 2-fach-differenzierte Sachtexte zu acht Frühblühern (Schneeglöckchen, Narzisse, Tulpe, Krokus, Primel, Hyazinthe, Märzenbecher und Gänseblümchen). Das Material wurde für das 2. Schuljahr konzipiert, kann jedoch je nach Leistungsstand der Lerngruppe auch noch im 3. Schuljahr genutzt werden. Das Frühblüher-Steckbrief-Heft kann fächerübergreifend auch im Deutschunterricht Anwendung finden und liegt ebenfalls in einer 2-fachen Differenzierung vor.

Aus dem Inhalt:

  • Tipps zum Verfassen von Steckbriefen (Kriterien)
  • Vorlagen mit Oberbergiffen (differenziert)
  • Übersicht als Hilfestellung für das Zeichnen
  • Rückmeldebogen

Die digitale, interaktive Präsentation ist online verfügbar und der Zugang mithilfe eines Links oder QR-Codes möglich. Man braucht keine Datei herunterzuladen und Sorge haben, dass es nicht am Endgerät geöffnet werden kann. Die Präsentation wurde mit @genially erstellt (Werbung). Einen kleinen Einblick könnt ihr hier zu den beiden Frühblühern „Krokus und Narzisse“ bekommen:

Suse Klein – Motzen, trotzen, glücklich sein – Unsere Gefühle

Rezension

Emotionen und Gefühle erkennen und benennen können, fällt vielen Kindern auch in der Grundschule noch schwer. Dabei macht es zusätzlich einen Unterschied, ob es die Eigen- oder Fremdwahrnehmung ist. Die Bestimmung der Befindlichkeit muss zusätzlich auch sprachlich passend ausgedrückt werden. Man kann also nicht früh genug beginnen, ein Bewusstsein für sich selbst zu entwickeln, um darauf aufbauend diese eigene Körpereinschätzung auf seine Mitmenschen übertragen zu lernen.

Dieses Bildkartenset ist für den Einsatz im Kindergarten gedacht und besteht zunächst aus acht Gefühlskarten, bei denen die Gesichtsausdrücke ganz wunderbar von der Illustratorin Jutta Berend eingefangen wurden. Es sind außerdem Hinweise und Spielideen enthalten, die dazu anregen, sich zu Beginn vertieft mit den Grundgefühlen, wie „Freude, Trotz, Wut, Angst, Traurigkeit, Ekel, Neugierde und Liebe“ auseinanderzusetzen. Erfreulicherweise sind hier auch die wichtigsten menschlichen Basisemotionen aus der Psychologie enthalten. Lediglich „Überraschung“ fehlt als primäre Emotion. Anschließend wird empfohlen mit den Gefühlskarten handelnd umzugehen, indem durch Pantomime Gefühle erraten werden sollen oder man durch die Bildkarten mit den Kindern ins Gespräch kommt, in welchen Situationen sie dieses Gefühl erlebt haben.

Es folgt der Vorschlag, Gefühle zu sortieren und sie in angenehme und unangenehme Stapel einzuordnen. Erst danach kommen die Situationen-Karten zum Einsatz, die sehr durchdacht die Tür zum Transferbereich öffnen. Hier findet also Anwendung und hoffentlich Verinnerlichung statt. Auf den 24 Situationen-Karten werden die acht Gefühle in kindgerechten Ereignissen, die aus dem Leben der Kinder entnommen sind, dargestellt: neugierig öffnen zwei Mädchen eine Schatztruhe, eine Mannschaft freut sich über einen Pokal, ein Junge ängstigt sich im Dunkeln, ein Junge ist wütend, weil er im Spiel verloren hat und wirft alles um, jemand trauert um sein verstorbenes Haustier und dann kuschelt ein Kind seelig mit einer Katze. Die illustrierten, sehr alltäglichen und realitätsnahen Szenen machen die Zuordnung einfach und gleichzeitig könnnen Kinder für sich reflektieren, inwiefern sie die Situation bereits erlebt haben. Das Einfühlen wird deutlich vereinfacht, weil es nun greifbarer wird. So sind die Karten auch gut für therapeutische Zwecke geeignet und können auch in Sozialtrainings prima eingesetzt werden.

Blick ins Buch
Fazit

Ein Bildkartenset zur Ausbildung des Einfühlungsvermögens und Stärkung der sozialen Fähigkeiten.

(Amazon-Link)