Christine Faust – Der Wolkenmacher

Rezension

Der Wolkenmacher wohnt hoch oben auf einem Berg und besitzt ein Wolkenkochbuch. Hier sind Rezepte zu den unterschiedlichsten Wolkenarten und Wetterphänomenen festgehalten: Schäfchenwolken, Federwolken, Gewitterwolken aber auch Nebel, Regenschauer und den schönsten Schneeflocken, die es weit und breit zu sehen gab.

Er ist ein leidenschaftlicher Koch und wird tagein tagaus von seinen Wetterfröschen unterstützt. Alles hat seine Ordnung und so hat er es am liebsten. Eines Tages fällt eine Krähe durch den Schornstein in den Wolkentopf. Damit verursacht sie ein Chaos, sodass die Wolken nun fleckig am Himmel erscheinen. Als wäre das nicht genug, fordert die Krähe den Wolkenmacher heraus und erkundigt sich:

Kannst du keine Elefantenwolken?

Genau hier nimmt die Experimentierfreude nach einigem Zögern ihren Lauf. Der Wolkenmacher schwingt schließlich seine Pipette und tropft beschwingt in den Wolkenkessel. Am Himmel erscheint nicht nur ein Elefant. Erst als die Krähe eines Morgens wortlos verschwindet, erkennt der Wolkenmacher, dass man als Erfinder und Innovator mutig sein muss.

Dieses Bilderbuch ist nicht nur aufgrund der wunderbar liebenswerten Charaktere und Illustrationen ein Lesevergnügen, sondern schneidet das besonders spannende Thema „Wolkenarten“ an. Im Sachunterricht des dritten Schuljahres werden Wetterphänomene und speziell die Wolken als einmalige Naturschauspiele am Himmel behandelt. Schließlich haben die Wolken eine ganz eigene „Wolkensprache“. Mit ein wenig Übung kann man damit das Wetter vorhersagen. Zu den drei großen Wolkenarten zählen Stratus, Kumulus und Zirrus.

Neben dem Sachwissen, das nach dem Vorlesen vertieft werden darf, stehen Fantasie und Wagemut der Menschen im Fokus. Denn Wolken haben schon immer Bilder im Kopf entstehen lassen und das Gehirn hat Verknüpfungen schaffen können, die sich aus der Wolkenform erlesen ließen. Auch dieser Aspekt schreit nach einer künstlerischen und kreativen Auseinandersetzung.

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Fazit

Himmel – Wetter – Wolken: zauberhaft illustriert, herzlich erzählt

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Anja Wrede – Sagt das Monster zu der Maus …

Rezension

Wer ist die Hauptfigur in der Geschichte? Wann und wo spielt die Geschichte? Wen trifft die Hauptfigur? Was ist der Nebenfigur passiert? Wie kann die Hauptfigur helfen und wie endet die Geschichte?

Dieses Sprachspiel hat die Erzählfähigkeit im Fokus und ist eine ideale Unterstützung für Kinder, die noch Schwierigkeiten mit dem Erfinden von Geschichten haben. Spätestens im dritten Schuljahr spielt die Aufsatzerziehung im Deutschunterricht eine wichtige Rolle und da ist es sehr hilfreich, wenn Kinder auf ein großes Repertoire an Ideen und Fantasie zurückgreifen können.

Erfahrungsgemäß fällt das Geschichtenschreiben Kindern, denen regelmäßig vorgelesen wird und die Hörbücher hören, leichter, weil sie bereits viele Bausteine intuitiv abgespeichert haben. Doch diese Sprachkompetenz kann auch bewusst trainiert werden.

In dieser Geschichtenerzählkiste finden sich zwei Spielvorschläge. Beim Erzählspiel dienen die W-Fragen auf dem roten Faden als Hilfe, die dem Kind den strukturellen Aufbau verdeutlichen sollen. Der spielerische Charakter wird durch das Zufallsprinzip beim Ziehen der kleinen Karten weiter forciert. Zu jeder W-Frage sind Vorschläge vorhanden. Das Foto unten verdeutlicht das Prinzip.

Es ist empfehlenswert das Spiel mit einer reduzierten Anzahl an Karten zu beginnen und diese später zu erweitern. Da es vielleicht doch zu komplex für manche Kinder sein könnte, sodass die Fantasie eingeschränkt wird und das Geschichtenerzählen sich nur um die Einbindung der Begrifflichkeiten dreht.

Der zweite Spielvorschlag Geschichtenmemo dreht sich um die Gedächtnisleistung der Kinder. Hierbei sollen die von anderen Spielern erzählten Einzelheiten memoriert, also ins Gedächtnis gerufen werden. Der Wettbewerbscharakter wird gefördert und die Kinder dazu angeregt genau hinzuhören und sich die Details zu merken.

Die Geschichtenerzählkiste gehört zugegeben in die Sparte „pädagogische Spiele“. Doch auch zum Lernen gehören spielerische Aspekte dazu, sodass dieses Material eine wunderbare Ergänzung für die Freiarbeit oder den Förderunterricht sein könnte. Manchmal bewirken einfach andere Formate oder eine Umwälzung der Erscheinungsform eines Materials Wunder.

 

Fazit
Geschichtenerfinden leicht gemacht!

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Sven Maria Schröder – Max und Mux und der Riesenwunschpilz

Rezension

Max und Mux sind Fabelwesen und leben, wie soll es auch anders sein, im Fabelwald. Die zwei besten Freunde der Welt wohnen in ihren aneinander grenzenden Baumhäusern und besuchen sich immer, wenn einem mal langweilig ist. Auf den Ästen spielen sie, umrundet von zahlreichen Waldtieren, Karten oder buddeln entspannt im Garten. Die Idylle wird jedoch von einem Fund aufgerüttelt. Eines Tages findet Max bei der alten Eiche ein großes Pilzbuch. Und genau hier beginnt das Abenteuer, das sie in das Riesengebirge lockt, um einen weiß-blauen Wunschpilz zu finden.

Zugegeben erinnert Max mit seiner rundlichen Statur und der gestreiften, leicht engen Latzhose sehr schnell an Obelix. Die beiden Protagonisten sind ebenfalls Entdecker, wodurch eine weitere Parallele zu den bekannten Comicfiguren geschaffen ist. Sie teilen sich zudem die Wirkung, die sie auf Leser und Betrachter ausüben, denn man kommt nicht umhin sie gleich ins Herz zu schließen.

Sympathiepunkte erhält zudem die wahnsinnig beschauliche und angenehme Atmosphäre, die der Autor schafft. Auf den ersten Seiten hat das man das Gefühl, man würde die Sommerferien bei der Oma auf dem Land verbringen. Im Garten wird auf einer Picknickdecke gelesen, in der Landküche zusammen gekocht, die Wäsche auf der Leine aufgehangen und am angrenzenden See geangelt. Man würde am liebsten in das Szenario hüpfen.

Das Bilderbuch ist mit seinen 8 Kapiteln und insgesamt 64 Seiten eher ein Vorlesebuch, wobei man froh sein darf, dass die Seiten großformatig gehalten wurden und die Illustrationen entsprechend so viel Platz zur Verfügung bekommen. Die Geschichte lebt mitunter von den wunderbaren Bildern. Auch wenn ich grundsätzlich ein großer Fan von Typografie bin, war es beim Vorlesen der verschnörkelten Schrift zuweilen etwas anstrengend. Man kann jedoch leicht darüber hinweg sehen, wenn Kapitel als kleine Stopper gesehen werden und man somit die Spannung bis zur nächsten Vorlesezeit aufrechterhalten kann. Bei dem offenen Ende des Buches, darf man mutmaßen, dass uns weitere Abenteuer mit den besten Freunden erwarten.

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Fazit

Beschaulich und spannungsvoll – das perfekte Vorlesebuch für die Sommerzeit!

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Marcy Campbell und Corinna Luyken – Adrian hat gar kein Pferd

Rezension

Adrian sitzt in der Schule und träumt vor sich hin. Jedem, der ihm begegnet, erzählt er, dass er ein Pferd hat. Die Protagonistin beobachtet Adrian sehr genau und stellt fest, dass es sich um eine Lüge handeln muss. Wie soll er sich um ein Pferd kümmern, wenn er in der Schule nicht einmal seinen Platz aufräumen kann? Er bringt außerdem ein Butterbrot in die Schule, weil er kein Geld hat, sich etwas zu kaufen. Also schreit Zoe auf dem Schulhof los:

Er lügt. Adrian Simmer hat gar kein Pferd.

Bei einem Spaziergang mit ihrem Hund, trifft sie eines Tages auf Adrian vor dem kleinsten Haus, das sie je gesehen hat. Er erzählt ihr wieder von seinem Pferd mit weißem Fell, einer goldenen Mähne… und plötzlich muss das Mädchen zugeben, dass Adrian einfach die beeindruckendste Fantasie von allen Kindern der Schule hat.

Dieses rührende Bilderbuch stellt ein Talent heraus, das ans Herz geht, vor allem wenn man bedenkt, aus welchen Verhältnissen Adrian zu stammen scheint. In manchen Situationen im Leben träumt man sich am liebsten weg, in eine fantasievolle Welt, in der alles möglich ist. Auch wenn es Adrian sonst nicht leicht hat. Er vermag es gekonnt seine Zuhörer durch seine lebendigen und ausschmückenden Erzählungen mitzureißen und zwar so glaubhaft, dass jeder ihm die Geschichte vom Pferd abkauft.

Umso erfreulicher ist, dass Zoe sein Talent und seine gewaltige Vorstellungskraft schließlich anerkennt. Die Wut verpufft und es bleiben Mitgefühl und Anerkennung. Auffallend sind die farbreduzierten Illustrationen von Corinna Luyken, die gezielt die letzte Doppelseite dem Pferd widmet, welches nur schemenhaft zu deuten ist. Es bleibt ausreichend Platz für die persönliche Imagination, die die Lücken zu füllen vermag. Und tun wir das nicht auch bei jeglichen Geschichten und Erzählungen? Die Autoren bereiten für uns den Rahmen vor, lebendig wird der Inhalt doch erst in unseren Köpfen.

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Fazit

Ein Hoch auf die menschliche Vorstellungskraft und die Kunst zu träumen!

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Ebi Naumann und Heike Herold – Das rote Ding

Rezension

Dieses Bilderbuch gehört zugegeben zu meinen persönlichen Highlights im Jahr 2019. „Das rote Ding“ feiert die menschliche Fantasie, wohlwissend dass sie auf Vorerfahrungen, Wünschen und Hoffnungen basiert. Es überzeugt durch zarte Illustrationen und einer vielschichtigen Sensibilität in der thematischen Umsetzung.

Der Betrachter sieht stets ein ähnliches Szenarium. Am Flussufer entdeckt die Protagonistin „ein rotes Ding“ und mutmaßt, was es sein könnte. Dicht unter der Wasseroberfläche treibt das rote Etwas und das Mädchen zeigt es allen, die vorbeikommen. Damit beginnt das Rätselraten und nimmt auch vom Format und Aufbau der Doppelseiten viel Raum ein. Der Fantasie und Vorstellungskraft wird viel Platz und damit auch ein erhebliches Maß an Bedeutung zugestanden.

Nanu! Da schwimmt was – rot und klein.
Sieht aus wie `n Ball! Nein, warte mal.
Könnt`es nicht riesengroß auch sein?
Ich wünschte mir, es wär ein …

Der Vierzeiler ist auf jeder Doppelseite als Kreuzreim formuliert. Beim Rätselraten helfen die Bilder, auch wenn hin und wieder Kinder nicht gleich auf das richtige Wort kommen. Glücklicherweise gibt es keine Auflösung auf der darauffolgenden Seite. Denn darauf kommt es in diesem Buch auch nicht an. Es zählt alleine der Türöffner „Fantasie“, eine Fähigkeit die Inhalte zu neuen Vorstellungen zu verknüpfen und sich dies in Gedanken auszumalen.

Jeder sieht etwas anderes in das schwimmende rote Ding hinein und verrät dadurch auch immer etwas über sich. Der Gärtner ist sich sicher, dass es sich um eine Blüte handeln muss, während spielende Kinder voller Überzeugung meinen, dass es nur ein Drache sein kann. Das Rätsel bleibt bis zum Ende ungelöst.

Es überrascht mich keineswegs, dass Heike Herold mit dem fantasievollen Ratespiel-Bilderbuch 2016 auch die Jury des Troisdorfer Bilderbuchstipendiums beeindruckt hat. Passend dazu findet sich subtil der Ausspruch „Ignoramus et ignorabimus“ des Physiologen Emil Heinrich Du Bois-Reymond auf einem Sockel eingraviert, der als Ausdruck der Skepsis gegenüber den Erklärungsansprüchen der Naturwissenschaften bekannt geworden ist und nichts anders meint als: „Wir wissen es nicht und werden es auch nie wissen“.

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Unweigerlich musste ich an den roten Punkt von Paul Klee denken. Bei dieser Unterrichtseinheit wird das Bildelement des roten Punktes  in einen neuen Zusammenhang eingebettet. Damit kann das Versteckspiel und auch die Suchreise nach dem roten Punkt beginnen. Eindrücke von möglichen Schülerarbeiten finden sich auf der Seite von „Kunstgalerie: Der rote Hahn“.

Doch was wäre passender als Kindern die Gelegenheit zu geben, die Hälfte ihres treibenden roten Dings selbst zu vervollständigen? Ich bin mir sicher, dass man viel über den Menschen, seine Träume, Wünsche und Fantasien erfährt.

Bild: papillionisliest.wordpress.com

Fazit

Willkommen in der Welt der fabelhaften Fantasie!

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Andy Stanton und David Litchfield – Als ich noch ein Kind war

Rezension

Ach, ich wünschte, du hättest die Welt gekannt,
so wie ich, hell und glitzernd, wie ein Diamant.

Dieses Bilderbuch thematisiert die Wahrnehmung der Welt im Laufe der Jahre. Die Großmutter blickt betrübt zurück und stellt fest, dass früher alles anders war. Sie sitzt mir ihrer Enkelin auf einer Bank und gemeinsam blättern sie im Tagebuch vergangener Zeiten. Sie reisen an die fantastischen Orte ihrer Kindheit und Jugend und alles strahlt glitzernd wie ein Diamant.

Der Zauber dieser aufregenden Jahre spiegelt sich in den farbenfrohen, comicartigen Illustrationen wider. Jede Doppelseite ist voll gespickt mit zauberhaften Elementen und strahlenden Gesichtern. Es verdunkelt sich allerdings als Oma postuliert, dass die Welt nun zu einem trostlosen Ort geworden ist. Nun liegt es an der Enkelin ihrer Großmutter zu zeigen, dass sie Unrecht hat. Emily eröffnet ihrer Oma die Türen zur Magie, jene Wunder, die in allem und jedem Ding der Welt stecken. Manchmal liegt es einfach an der Sichtweise, wie man seine Umgebung wahrnimmt.

Die Magie unserer Welt macht vor niemanden halt,
ganz gleich, ob du jung bist oder alt.

Dieses Buch ist ein Schatz zum Betrachten innerhalb der Generationen. Es zeigt, dass Jung von Alt und aber auch Alt von Jung lernen und die Lebensfreude so weiter getragen werden kann. Man kann sich gegenseitig anstecken. Es ist herzerwärmend zu erkennen, dass Wunder doch überall verborgen sind. Auch die vermeintlich grauen und tristen Regentropfen können farbenfroh und bunt erscheinen. Es liegt an dir, wie du die Welt siehst.

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Fazit

Dankbarkeit und Wertschätzung für jeden erlebten Tag auf dieser wundervollen Erde ist das, was dieses Buch ausstrahlt.

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David Litchfield – Der gute Riese

Billy und sein Opa verschönern mit all den anderen Dorfbewohnern die Stadtmauer von Ziegelhausen. Lediglich das obere Stück bleibt unbemalt, weil keiner so groß ist und bis nach ganz oben reicht. Da erzählt Opa Billy die Geschichten vom guten Riesen. Er berichtet von all den guten Taten des Gutherzigen und wie er ihnen stets helfend zur Seite stand. Billy jedoch zweifelt an seiner Existenz, schließlich hat er ihn noch nie gesehen.

Dabei gibt Opa zu bedenken, dass der gute Riese sich nur ungerne zeigen würde, weil dann alle schreiend davon laufen. Eines Tages darf sich Billy selbst davon überzeugen und erkennt, dass man vor dem Unbekannten oder der Andersartigkeit keine Angst zu haben braucht.

Rezension

Dieses Bilderbuch strahlt eine wahnsinnige Wärme aus. Es ist natürlich in erster Linie den leuchtenden Illustrationen geschuldet, die eine heimelige Atmosphäre schaffen. Der Zauber spiegelt sich in der Farbgebung, der Komposition und dem außergewöhnlichen Lichtspiel wieder.

Diese Behaglichkeit wird auch inhaltlich aufgegriffen. Menschen reagieren auf Andersartigkeit mit Unsicherheit und Distanz. Sie bauen eine innerliche Mauer und schauen oder laufen eben weg. Dieses Bilderbuch zeigt, dass andere zu sehen, mit dem Herzen wahrzunehmen, eine Kunst ist. Als Dank erwartet einen Großes. Hier ist es Freundschaft oder eben Unterstützung innerhalb einer Gemeinschaft. Es ist ein Geschenk anders zu sein. Und wenn man den Mut hat genau hinzuschauen und das Herz zu öffnen, eröffnen sich für alle ganz viele Chancen, aus denen nur profitiert werden kann.

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Fazit

Für mehr Achtsamkeit, Nächstenliebe und Offenheit für Andersartigkeit!

 

Linda Chapman – Maja und der Zauberfuchs: Sternenfreunde 1

Rezension

Beim Anblick dieses Hörbuchs drängt sich sehr schnell die Assoziation zu „Die Schule der magischen Tiere“ auf. In der Tat stehen hier Kinder im Fokus, die ein magisches Tier bekommen, einen besten Freund, der immer hilft und mit dem man sprechen kann. Diese Zauberlehrer haben das Ziel, das Böse dieser Welt zu bekämpfen.

„Maja und der Zauberfuchs“ ist das erste Hörbuch dieser Reihe und hat eben diese Protagonisten.  Aus der Sternenwelt wird ein Zauberfuchs entsandt, um mithilfe eines Kindes, das an Magie glaubt, Gutes zu tun. Die 9-jährige Maja ist die Auserwählte und schon bald finden sie gemeinsam die erste Herausforderung, die es zu lösen gibt. Majas Schwester verhält sich seit dem Besitz eines Dosenspiegels äußerst merkwürdig. Sie ist getrieben von Missgunst und Neid. Majas neue magische Fähigkeit, das Sehen von vergangenen und auch zukünftigen Geschehnissen, hilft ihr der schwarzen Magie auf die Schliche zu kommen.

Dieses Hörbuch ist trotz der magischen Elemente sehr realitätsgetreu in den schulischen und familiären Kontext eingebunden, mit dem sich alle 9-jährigen Mädchen im vierten Schuljahr identifizieren werden. Dieses ist auch das bevorzugte Publikum dieser Reihe. Es geht um nervenaufreibende Geschwister, zickige Mitschülerinnen, Referate über Tiere und aber auch den Tod von nahestehenden Personen. Nach dem anfänglichen, teils langatmigen Aufbau wird ein guter Spannungsbogen entwickelt. Die musikalische Untermalung trägt zur Aufmerksamkeitserhaltung während der Lesung bei, beflügelt die Fantasie und zaubert einen magischen Flair.

 

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Fazit

Eine neue magische Abenteuerreihe für Mädchen ab 8 Jahren

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Andrea Schomburg und Stefanie Reich – Otto & der kleine Herr Knorff: Auf Monsterjagd

Mutig sein, wenn man keine Angst hat, das kann jeder. Aber mutig sein, wenn man Angst hat – da kann eben nur jemand mit Pups-Piraten-Panther-Mut.

Der kleine Herr Knorff ist ein äußerst freundlicher, ehrlicher, ordentlicher, regelbewusster und pünktlicher Geselle. Er stammt aus Knorffien, wo seine Artgenossen eher für Ungepflegtheit und Kloppereien bekannt sind. So hat er sich entschieden lieber bei den Menschen zu leben. Wer einmal bei den Menschen lebt, ist allerdings für immer ein Verstoßener und darf unter keinen Umständen zurückkehren.

In der Künstlerfamilie von Otto fühlt sich Herr Knorff pudelwohl und begleitet den Jungen gerne zu seinen Fußballspielen. Eines Tages bekommt Herr Knorff allerdings furchtbare grün-leuchtende Punkte am ganzen Körper: die Klaubauterkrätze! Das einzige Gegengift, das ihn retten kann, ist die abscheuliche Knorffsuppe aus Schneckenschleim, Popeln, Knorffspucke und Pupsbeeren. Dafür muss er jedoch zurück nach Knorffien!

Rezension

Dieses Erstlesebuch für Kinder ab 6 Jahren ist das zweite Band der vielversprechenden Reihe von Andrea Schomburg. Der Leser taucht gleich ins Geschehen ein und wird in die Abenteuerreise der beiden Protagonisten mitgenommen. Der Kontrast der beiden Figuren ist erzieherisch wertvoll. Während Herr Knorff für das gute Benehmen steht, versorgen seine Artgenossen den Leser mit witzigen Wortspielereien und garantieren einige Lacher zwischendurch. Otto hingegen ist ein gewöhnlicher Junge, der Ängste hat, aber auch den Mut sich diesen zu stellen und merkt, dass man viel schaffen kann, wenn man sich nur traut.

Die 13 Kapitel werden mit vielen farbenfrohen Illustrationen unterlegt und unterstützen das Hineindenken in diese besondere Fantasiewelt der Knorffe. Die integrierten Reime sind eine gelungene Abwechslung und trainieren das Sprachgefühl für Gedichte oder gereimte Verse. Die Schrift ist für fortgeschrittene Leseanfänger gut lesbar und wird nicht nur inhaltlich auch Zweit- und Drittklässler noch begeistern.

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Fazit

Eine gelungene Reihe für Jungen zwischen 6 und 9 Jahren, die fantasievolle Welten lieben.

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Otfried Preußler und Daniel Napp – Die kleine Hexe: Ausflug mit Abraxas

 

 

 

 

Die kleine Hexe wohnt am Waldrand in ihrem Hexenhäuschen, gemeinsam mit ihrem Raben Abraxas. Täglich übt sie fleißig für ihre Hexenprüfung, doch das Hexen ist schwieriger als gedacht. Und so kommt es, dass es auch einmal Buttermilch regnet oder vor lauter Hexenunfug der Besen kaputt geht. Der schwarze Rabe Abraxas warnt und belehrt. So machen sich die zwei schließlich auf den Weg in die Stadt, um einen neuen Hexenbesen zu kaufen.

Und da die kleine Hexe nun bereits zweihundertdreizehn Seiten in ihrem Hexenbuch studiert hat, kann sie nicht umhin den ein oder anderen Zauberspruch auszuprobieren. Das sorgt im kleinen Städtchen für jede Menge unterhaltsamen Trubel!

Rezension

Zum 60. Jubiläum von Otfried Oreußlers „Die kleine Hexe“ erscheint nun bereits das zweite Bilderbuch über die liebenswerte Kinderbuchfigur. Erzählt wird es von Otrfied Preußlers Tochter Susanne Preußler-Bitsch und zauberhaft in ein künstlerisches Gewand verpackt von Daniel Napp, den die meisten durch seine „Dr. Brumm“-Bücher kennen werden.

Die kleine Hexe hat ihre markanten strubbligen Haare behalten. Der Rahmen ist jedoch farbenfroher, zeitgemäßer und lebendiger geworden. Großzügige Bildflächen bilden nun die Basis. Es zieht Kinder an. Es macht Spaß im Buch zu blättern, sich zu verlieren. Das Schöne ist, dass die kleine Hexe die Welt zum Besseren verändert. Den Unterdrückten und Benachteiligten muss zuweilen nachgeholfen werden, so das Märchen.

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Fazit

Ein neues Gewand in Bilderbuchform für einen Klassiker der Kinderbuchliteratur!

 

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