Meine Klasse | Klassengemeinschaft stärken mit „Genau so, wie du bist“

Dieses Unterrichtsmaterial lehnt sich thematisch an das Bilderbuch von Joanna Gaines „Die Welt braucht dich: Genau so, wie du bist an. Es behandelt die Themenbereiche „Akzeptanz, Diversität und Verschiedenheit„.

Mit dem Slogan „Meine Klasse ist klasse!“ geht es darum, die eigenen Stärken und Interessen in den Fokus zu nehmen. Es zeigt, dass jeder anders lernt und seine ganz eigenen Begabungen hat. Dadurch wird eine wertschätzende Lernatmosphäre etabliert und die Klassengemeinschaft gestärkt.

Im Material ist ein A5-Büchlein enthalten. Es geht darum, die Mitschüler wahrzunehmen und zu erkennen, wer lieber alleine und wer in Gruppen zusammenarbeitet. Gibt es in der Klasse Kreative oder Erfinder? Beispielhaft werden zwei Kinder in einem kleinen Steckbrief vorgestellt, die nach ihren Stärken ihren persönlichen Heißluftballon beschreiben. Eine mögliche Anschlussaufgabe wäre, einen Mitschüler aus der eigenen Klasse zu beschreiben und seinen Luftballon auszugestalten, so wie man ihn sieht. Die Auswertung birgt sicherlich einige Überraschungen und Spannungsmomente.



Für den Kunstunterricht lässt sich die Idee der individuellen Heißluftballons aufgreifen und eigene Ballons falten und verzieren. Entsprechende Bastelvorlagen für den Ballon und das Körbchen wurden ergänzt. Für jüngere Kinder liegt ein passendes Ausmalblatt bei. Als Geburtstagskalender wären die Kunstwerke ebenfalls denkbar, genauso wie die Ausgestaltung von den Heißluftballons für die Fensterdekoration.

Zum Material:

Theaterstück zur Einschulung: Das kleine WIR

Handlung:

Das Bühnenstück greift die Thematik des Bilderbuchs „Das kleine WIR“ auf und geht auf das WIR-Gefühl und den Wert des Zusammenhalts und der Zugehörigkeit, ein. Das Spielstück setzt eine Klasse in Szene, die für ihr Zusammengehörigkeitsgefühl ein Klassentier sucht. Dafür veranstalten sie eine Art Casting oder Bewerbungsgespräch. Es erscheinen mehrere unterschiedliche WIRs, die sich auf ihre ganz eigene Art und Weise und mit all ihren Vorzügen und Talenten unter Beweis stellen möchten. Wird die neue Klasse ihr persönliches WIR finden?

Durchführung:

Da pandemiebedingt keine großen Aufführungen momentan erlaubt sind, ist dieses Bühnenstück zur Aufnahme vorgesehen. Abschließend kann es auf einer Einschulungsfeier mit Abstand oder in der digitalen Form den Eltern und Kindern zur Verfügung gestellt werden, um sie an der neuen Schule willkommen zu heißen. Selbstverständlich wäre es auch denkbar, das Bühnenstück in einer Theater-AG oder im Laufe einer Projektwoche einzustudieren.

Anpassung an die Lerngruppe:

Wie bei allen Unterrichtsmaterialien, ist es auch hier erwünscht, dass die Lehrkraft das Bühnenstück an ihre Lerngruppe anpasst. Die Differenzierung kann durch die Kürzung oder Erweiterung des Textes, Abänderung des Gedichtes oder Einbindung anderer Figuren erfolgen. Das  hier dargebotene Bühnenstück soll lediglich als Inspiration dienen, um eigene kreative Denkprozesse in Gang zu setzen.

Alternatives Aufgabenangebot:

Um möglichst wenig Leerlauf zu haben, da der Aufwand des Einübens unterschiedlich ist, findet sich hier ein Aufgabenangebot, das inhaltlich Denkanstöße bietet. So kann das Arbeiten am gleichen Thema trotzdem stattfinden und die Lernzeit für alle Kinder weiterhin sinnvoll genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, sich Gedanken zu machen, warum z.B. das Schaf oder die Eule keine geeigneten Lernbegleiter wären oder was sie verbessern könnten. So bietet dieses Material den Kindern die Chance zur Reflexion eines guten Klassenklimas und welche Faktoren dazu positiv beitragen und welche eher zu vermeiden sind.

Inhalt des Materials:

  • Hinweise zur Durchführung
  • Sprechrollen inkl. Regieanweisung
  • Gedicht
  • Figuren: farbig und schwarz-weiß
  • Hintergrund
  • ergänzende Arbeitsblätter zum Theaterstück

Elsebeth Jensen und Helle Jensen – Schule braucht Beziehung: Gelungene Lehrer-Eltern-Gespräche

Der Titel des Buchs „Schule braucht Beziehung“ hat schnell meine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Für ein gutes Miteinander und ein angenehmes Klassenklima ist ein offener, respektvoller Dialog zwischen Schule und Elternhaus unabdingbar.

Und doch stelle ich in der Praxis fest, dass es nicht immer gelingt. Manchmal scheitert es bereits am Rollenverständnis. Vielen Eltern ist nämlich nicht bewusst, was in den Aufgabenbereich einer Lehrkraft überhaupt fällt und kommen daher mit falschen Erwartungen zum Gespräch. Hierzu braucht es einfach mehr Informationen und frühzeitige Aufklärungen.

Ich habe gehofft, dass dieser Ratgeber mit dem Untertitel „Gelungene Lehrer-Eltern-Gespräche“ Abhilfe schaffen kann. Leider musste ich schnell feststellen, dass dieser Zusatz irreführend ist, da das Buch sich auch häufig auf Kindergärten und damit Erzieher bezieht. Der Begriff „Lehrer“ müsste also durch „Pädagogen“ ausgetauscht werden.

Des Weiteren kommt das Autorenpaar aus Dänemark, sodass viele Situationen nicht auf deutsche Bildungsinstitutionen übertragbar sind und mit falschen Erwartungen verknüpft sind. So heißt es im Buch z.B. „Elternabende sind Veranstaltungen der Pädagogen. Sie laden dazu ein und …“ (S. 176). Das ist in NRW so nicht richtig, denn es heißt „Die Klassenpflegschaftsvorsitzenden berufen die Sitzungen der Klassenpflegschaft ein. Sie legen die Tagesordnung der Sitzungen fest  (in Absprache mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer) (siehe Broschüre „Das ABC der Elternmitwirkung“). Das verzerrte Bild wird in vielen Bereichen sichtbar, sodass man hier wirklich aufpassen muss, dass keine falschen Erwartungen geweckt werden.

Ferner sind die Autoren als Diplompsychologen bzw. als Dekane in der Bildung tätig. Auch das wird beim Lesen schnell deutlich. Der genauen Schilderung der Problematik wird viel Platz eingeräumt, wohingegen die praktischen Lösungsansätze kurz und knapp dargestellt werden. Auch die Bandbreite der Lösungsansätze ist durchaus eingegrenzt. Viele Überlegungen plätschern so vor sich hin und  hätten einfach in klaren Konzepten zusammengefasst werden können. So werden oft bestimmte Schritte aufgeführt, die sich viel einfacher mit dem Konzept des „Klassenrats“ zusammenfassen ließen.

Gelungen sind dagegen die aufgeführten Fallbeispiele. Hier werden sowohl „misslungene“ als auch „gelungene“ Beispiele genannt. Das ist durchaus spannend und fördert die Selbstreflexion. Leider bleibt vieles oberflächlich angeschnitten, obwohl die Absicht Pädagogen und Eltern zu guten Partnern zu machen, vorbildlich ist.

Auch hier ist es notwendig, mit dem Mythos aufzuräumen, dass es möglichst keine Konflikte geben darf. Konflikte sind ein notwendiger und natürlicher Teil jeder Entwicklung und es ist leichter, mit ihnen umzugehen, wenn man sie zulässt und nicht als überflüssige Störungen des Unterrichts ansieht (S. 175).

Ratgeber aus Dänemark, daher nicht 100% auf deutsche Bildungsinstitutionen zu übertragen!

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