Unterrichtsmaterial | Herr Eichhorn und der erste Schnee

Dieses außergewöhnlich schön gezeichnete Bilderbuch von Sebastian Meschenmoser passt hervorragend zum Jahreszeitenwechsel von Herbst zum Winter. Es steckt voller Gefühl und kindlicher Entdeckungsfreude. Die gedeckten Farben und die sehr präzise gesetzten Striche stecken den Leser schon sehr bald mit der Neugierde der Tiere an. Die Bilder sind voller Bewegung und Ungeduld. Die Vorfreude auf den ersten Schnee steigt mit jeder Seite.

Und so sind auch einige Lacher garantiert, vor allem wenn die Tiere meinen die erste Schneeflocke entdeckt zu haben. Die Beschreibung von Herrn Bock ist zwar richtig, doch nicht genau genug, sodass viele andere Gegenstände in Betracht kommen könnten. Die Doppelseite mit dem tatsächlichen Auftauchen der ersten Schneeflocke ist magisch. Man könnte schon fast sagen zum Einrahmen schön! Hier ist der Wandel der Mimik von Enttäuschung und Frustration zur Überraschung, Staunen und Freude bezaubernd umgesetzt. Das Ende verzichtet komplett auf den Text, da die Bilder einem einfach nur die Sprache verschlagen. Diese Schönheit braucht keine Worte mehr!

Dieses Unterrichtsmaterial animiert zur Auseinandersetzung mit den Themen Jahreszeitenwechsel, Warten, Vorfreude, Eichhörnchen, Erwartungen, ungenaue Beschreibungen, Missverständnisse und vieles mehr. Hier findet sich ein DIN A5-Büchlein, welches im fächerübergreifenden Unterricht Verwendung finden kann. Es gilt die Körperteile eine Eichhörnchens zu beschriften, Bandwurmsätze richtig aufzuschreiben oder im Suchsel Wörter zu finden, die in der Geschichte vorkommen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist es, erste Sachtexte zu lesen und anschließend einen Steckbrief auszufüllen. Diese Aufgabe orientiert sich an dem Missverständnis, die Schneeflocke nicht genau genug umrissen zu haben. Die Schülerinnen und Schüler üben sich hierbei im umfangreichen Umreißen des Sachgegenstands „Schneeflocke“. Zum Material hier entlang.

Sommerferien-Übungsheft Deutsch und Mathe Klasse 2 | Fit in die 3. Klasse

Für erfolgreiches und gelingendes Lernen ist der Wechsel von Anspannung und Regeneration notwendig. So sollte die Ferienzeit hauptsächlich der Erholung dienen. Der coronabedingte Distanzunterricht war für viele Familien eine echte Herausforderung. Viele Eltern konnten ihre Kinder eng begleiten und unterstützen. Soziale Ungleichheiten bei Lernrückständen sind allerdings evident. Nach individueller Absprache kann zur Reduzierung der Wissenslücken ein zusätzliches freiwilliges Sommer-Übungsheft mitgegeben werden. Dieses 22-seitige DIN-A5 Sommerferien-Übungsheft für die 2. Klasse fasst die wichtigsten Lerninhalte zusammen, um erfolgreich ins 3. Schuljahr starten zu können.

Es kann zum Ende des 2. Schuljahres, über die Sommerferien oder als Wiederholung zu Beginn des 3. Schuljahres genutzt werden.

Aus dem Inhalt des Sommer-Übungsheftes Deutsch:

  • Wortarten
  • Nomen, Verben und Adjektive
  • Satzschlusszeichen
  • Genaues Lesen
  • Schlangenwörter
  • selektives Lesen
  • Leseverständnis
  • Sommergedicht – Reimwörter finden
  • Schreibanlässe zu Bildern
  • Satzglieder

Aus dem Inhalt des Sommer-Übungsheftes Mathe:

  • Zahlen bis 100
  • Hundertertafel-Orientierung
  • Plus und minus über den Zehner
  • Rechenmauern
  • Zauberdreiecke
  • Einmaleins-Aufgaben
  • Plusbus
  • Malnehmen und Teilen
  • Platzhalteraufgaben
  • Rechnen und malen
  • Sachaufgaben
  • Längen messen
  • Spiegelbilder zeichnen

Die Lehrkraft kann die Lernangebote individuell zusammenstellen, je nachdem welcher Kompetenzbereich einer Förderung bedarf. Als Deckblatt können hierfür unterschiedliche Formate genutzt werden. Eine leichte oder schwere Hantel kann die Differenzierung deutlich machen.

Vielleicht ist das ein kleiner Beitrag dazu, Bildungsungleichheiten ansatzweise zu kompensieren und Bildungschancen aktiv zu verbessern.

Durch das Klicken auf das jeweilige Bild, erfolgt eine Weiterleitung zum Material.

Frühblüher – differenzierte Lesekartei und Übungsheft „Steckbriefe“: analog und digital

Da haben wir uns wohl etwas länger mit der Amsel aufgehalten, als zunächst geplant. Das liegt zum Teil auch am Wechselunterricht, da Themen mit Verzögerung behandelt werden können und Sachunterricht von der handlungsorientierten Herangehensweise lebt. Doch wenn ich mir momentan das winterliche Wetter anschaue, können wir sehr gut nach den Osterferien mit den Frühblühern weiter machen. Den Aufbau einer Blume und die verschiedenen Frühblüher haben wir bereits im ersten Schuljahr kennen gelernt. Im Sinne des spiralcurricularen Lernens, liegt der Fokus nun fächerübergreifend auf dem selektiven Lesen und der Textsorte „Steckbriefe“. Außerdem üben sich die Kinder im genauen Beobachten und Zeichnen, eine Technik die dem Sachunterricht zugeordnet ist.

Das Materialpaket ( ID: 307945) besteht aus einer analogen und digitalen Lesekartei. Die analoge Version beinhaltet 2-fach-differenzierte Sachtexte zu acht Frühblühern (Schneeglöckchen, Narzisse, Tulpe, Krokus, Primel, Hyazinthe, Märzenbecher und Gänseblümchen). Das Material wurde für das 2. Schuljahr konzipiert, kann jedoch je nach Leistungsstand der Lerngruppe auch noch im 3. Schuljahr genutzt werden. Das Frühblüher-Steckbrief-Heft kann fächerübergreifend auch im Deutschunterricht Anwendung finden und liegt ebenfalls in einer 2-fachen Differenzierung vor.

Aus dem Inhalt:

  • Tipps zum Verfassen von Steckbriefen (Kriterien)
  • Vorlagen mit Oberbergiffen (differenziert)
  • Übersicht als Hilfestellung für das Zeichnen
  • Rückmeldebogen

Die digitale, interaktive Präsentation ist online verfügbar und der Zugang mithilfe eines Links oder QR-Codes möglich. Man braucht keine Datei herunterzuladen und Sorge haben, dass es nicht am Endgerät geöffnet werden kann. Die Präsentation wurde mit @genially erstellt (Werbung). Einen kleinen Einblick könnt ihr hier zu den beiden Frühblühern „Krokus und Narzisse“ bekommen:

Es klopft bei Wanja in der Nacht – Lesebegleitheft

Rezension

Den Klassiker von Tilde Michels umgibt etwas Nebelhaftes, Unergründliches und doch sehr Tiefes zugleich. Die weite Winterlandschaft ist eingeschneit und die Stille hat gleichzeitig etwas leicht Bedrohliches, denn der Schneesturm bahnt sich an, vor dem die Tiere sich fürchten und Unterschlupf suchen. Die Spannung der klirrenden Kälte ist fast greifbar.

Und so kommt es, dass sich in freier Wildbahn eigentlich feindliche Tiere zusammenfinden. Das anfängliche Frösteln, die Angst und das Misstrauen weichen in diesem besonderen Moment der Not. Es ist eine Reise in das eigene Innere und an den Kern der Empfindungen – ehrlich und verwundbar. Wanjas kleine, beheizte Hütte ist ein Sinnbild des Herzens. Aus dem Schornstein steigt warmer Rauch, im Ofen knistert die Glut und Wanja kann nicht anders als die Tiere und auch den Bären, der auch für den Menschen eine Gefahr darstellt, hinein zu bitten.

Der Wanja schaut und nickt und lacht:
„Wir haben wirklich diese Nacht
gemeinsam friedlich zugebracht. –
Was so ein Schneesturm alles macht!“

Am Morgen verschwindet jedes Jahr still und leise für sich und hinterlässt lediglich seine Spuren im Schnee. Als Leser kommt man nicht umhin erleichtert aufzuatmen, denn die Zusammenkunft war durchaus prekär. Die Illustrationen wecken die wirklichen äußeren Verhältnisse des Winters und treiben die inneren bildenden Kräfte der kindlichen Fantasie voran. Es umspielt die grundlegenden Werte zur Hilfsbereitschaft, regt zur Auseinandersetzung mit Feindschaft und Freundschaft an und bewegt – im Inneren. Auch das hinterlässt Spuren.

Blick ins Buch

Nicht nur der inhaltliche Kern der Geschichte hinterlässt einen bleibenden Eindruck, auch sprachlich ist dieses Buch mit seinen Versen ein Meisterwerk und bedarf einer vertiefenden Auseinandersetzung. Dieses Lesebegleitheft nimmt die Schülerinnen und Schüler an die Hand und leitet sie durch die einzelnen Sequenzen, regt zur Reflexion an, fasst zusammen, erweitert den Horizont und hofft, dass es sich auf unterschiedlichen Ebenen im Inneren setzt.