Helme Heine – Der Hase mit der roten Nase (Unterrichtsmaterial)

Rezension

Der Hase mit der roten Nase und einem blauen Ohr in Helme Heines Klassiker wird zum Protagonisten auf der Bühne der Thematik „Andersartigkeit“. Der Hase ist sich seiner äußeren Ausgefallenheit zunächst unsicher, denn auch er neigt dazu so sein zu wollen, wie alle anderen. Nicht nur seine Artgenossen wundern sich über das besondere Aussehen, auch die anderen Tiere staunen ganz schön. Traurig sitzt er am Ufer eines Sees und frisst ganz alleine Klee.

Erst als der Fuchs, als natürlicher Feind eines Hasen, ihn nicht als solchen erkennt, wandelt sich der Blickwinkel des unsicheren Hasen. Durch diese Erfahrung lernt er die Vorteile seiner Andersartigkeit zu schätzen. Dieses Gedicht in eingängigen Paarreimen ruft dazu auf, seine individuellen Stärken und Schwächen anzunehmen. Selbstakzeptanz ist ein zu fördernder Arbeitsbereich, auch schon bei sehr jungen Kindern. Gewöhnlich fällt es ihnen nicht schwer, sich an die Zeilen zu erinnern, sodass es sich perfekt für die Osterzeit zur Einbindung im integrativen Deutschunterricht in den Klassen 1 und 2 eignet.

Blick ins Buch

Das Übungsheft zum Gedicht wurde für die Klassen 1 und 2 konzipiert und bietet differenzierte Aufgaben an, aus denen die Lehrkraft die für ihre Lerngruppe entsprechenden Aufgaben zusammenstellen kann. Es gilt Sätze in die richtige Reihenfolge zu bringen, Reimwörter zu ergänzen, Fragen zum Text zu beantworten oder zu unterschiedlichen Textabschnitten passende Bilder zu gestalten. Damit üben die Schülerinnen und Schüler das sinnentnehmende Lesen, vertiefen ihr Textverständnis und erweitern ihre Lese- und Schreibkompetenz auf der Wort- und Satzebene.


Ein Fokus liegt auf der Verbalisierung der Empfindungen und Emotionen. Die Anwendung des Perspektivwechsels wird angebahnt, indem Schülerinnen und Schüler sich in die Tiere und den Hasen hineinversetzen und die Sprech- und Gedankenblasen zu den Figuren formulieren. Lies und mal-Aufträge, Suchsel und österliche Aufgabenformate runden das Lernangebot zusätzlich ab. Der kurze Text lädt dazu ein, die Geschichte nachzuspielen oder szenisch zu inszenieren.

Fazit

Förderung von Selbstakzeptanz und Toleranz gegenüber von Andersartigkeit.

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Theodor Fontane und Antje Bohnstedt – Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Rezension

Die Ballade von Theodor Fontane gehört im vierten Schuljahr zum Kanon der gängigsten Gedichte in der Herbstzeit. Mit diesen Bildkarten, illustriert von Antje Bohnstedt, macht das Vortragen besonders viel Freude. Die Erzählkarten im DIN-A3-Format sind ansprechend gestaltet und durch die Darstellung mit dem Kamishibai, hat man die Aufmerksamkeit der Zuhörer schon sicher. Der Don Bosco Verlag bietet allerdings auch kleine Broschüren zum Gedicht an.

Der großherzige Herr von Ribbeck verschenkte in der Herbstzeit reife Birnen aus seinem Garten an Kinder – Jahr für Jahr. Nach dem Tod des alten Herrn übernahm sein knausriger Sohn das Erbe. Dieser behielt die Birnen lieber für sich. Vorausahnend hat sich Herr von Ribbeck jedoch eine Birne ins Grab legen lassen, sodass seit einigen Jahren dort nun ein Birnbaum wächst.

Dieses Gedicht handelt von Warmherzigkeit, der Freude zu teilen und ist über Generationen stets weiter getragen worden. Es sensibilisiert für das Thema „Erbe“, „Nachlass“ und „Hinterlassenschaft“, auch in Verbindung mit den „Früchten“ und hat aber auch „Verfall“ und den natürlichen Fortlauf des Lebens innerhalb des Zyklus der Jahreszeiten im Blick. Der Herbst steht als Sinnbild für den Kreislauf des Lebens, irdische Vergänglichkeit und den Wandel, mit der Botschaft „Nichts währt ewig“.

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Blick ins Buch

Fazit

Ein Klassiker in einer besonders schönen Ausarbeitung!

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