Tilde Michels – Es klopft bei Wanja in der Nacht: Kamishibai-Bildkartenset

Es klopft bei Wanja in der Nacht - Kamishibai

Im Laufe einer bitterkalten Nacht klopfen nach und nach mehrere Tiere an Wanjas Tür. Sie alle bitten um Unterschlupf in diesem schrecklichen Schneegestöber. Wanja gewährt ihnen Asyl. Doch wenn ein Fuchs auf einen Hasen trifft und alsbald der Bär sich dazugesellt, wird es kritisch. Auf engstem Raum begegnen sich die natürlichen Feinde. Werden die Tiere ihr Versprechen halten und friedlich miteinander die Nacht in Wanjas Hütte verbringen?

In dieser Geschichte geht es um Hilfsbereitschaft, Not, Nächstenliebe und aber auch das Bemühen des Gegenübers eine Gegenleistung zu erbringen, indem sie sich zur Friedfertigkeit verpflichten. Mit ein bisschen Schmunzeln muss ich feststellen, dass die Storyline heute sehr aktuell ist.

Ich persönlich liebe es diese Geschichte zur Weihnachtszeit vorzulesen. Hier geht es nicht um Konsum, sondern um das Miteinander. Das Schneegestöber und Wanjas warme Hütte als Gegenpol vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit. Das Vertrauen in dieser Notsituation ist fast greifbar. Ich inszeniere diese Geschichte am liebsten mit einem Erzähltheater. Es hat den Vorteil, dass auch eine größere Gruppe die Bilder aufgrund des großen Formats gut sehen kann und außerdem sieht es aus wie ein kleines Theater, was das Zuhören noch interessanter macht. Mit der passenden Beleuchtung und einem roten Tuch als Überwurf, steigt gleich die Spannung.

Da die Verse für Kinder so leicht mitzusprechen sind, habe ich das Stück auch schon einmal auf unserer Weihnachtsfeier aufgeführt. Im Internet gibt es mehrere sehr gelungene Aufführungen von anderen Grundschulen: hier oder hier.

Es klopft bei Wanja in der Nacht

Tolle Reime mit einer noch bedeutenden Botschaft: Hilfsbereitschaft und Friedfertigkeit.

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Caroline Nastro und Vanya Nastanlieva – Der kleine Bär möchte schlafen

Der kleine Bär möchte schlafen

Das kleine Bärenkind kann in diesem Winter einfach nicht schlafen. Also kriecht es aus der Höhle und tapst hinaus aus dem Wald in die große Stadt, die niemals schläft. In New York besucht der kleine Bär die berühmte Freiheitsstatue und schaut sich im Metropolitan Museum die Bilder von Jackson Pollock an. Nach und nach beginnt das Tier müde zu werden und versucht einen Schlafplatz im Naturhistorischen Museum zu finden. Doch ein Wächter betont, dass der Bär hier nicht bleiben kann. Auch aus dem Central Park wird er fortgescheucht. Irgendwann tapst der Bär zurück zu seiner Höhle und findet seinen tiefen Schlaf – im Hintergrund nur die leisen Geräusche des Winters.

Dieses Bilderbuch rund um einen Bären, der statt Winterschlaf zu halten, lieber die turbulente Stadt NY erkundet, lebt von den wunderbaren Bildern der bulgarischen Illustratorin. Sie schafft es eine wundervolle Winterlandschaft zu zaubern. Beim letzten Bild, wo der Bär mit seiner Freiheitsstatue ähnelnden Kopfbedeckung einschläft, hört man regelrecht „die leisen Geräusche des Winters“. Die Schneeflocken sausen durch die Luft und der Wind treibt sie liebevoll voran.  Hier wird eine Stimmung kreiert, die dazu einlädt es sich im warmen Zuhause gemütlich zu machen und das Schneegestöber aus dem Fenster zu beobachten.

Die Autorin offenbart ihre Liebe zur Großstadt New York und lässt den kleinen Bären all die berühmten Sehenswürdigkeiten hautnah erleben. Dabei ist der kleine Bär nie allein. Begleitet wird er auf jedem Bild von einem kleinen Vogel, der über ihn wacht. Auch sein gestreiftes Kissen hat das Tier jederzeit dabei.

Es lassen sich thematische Anker rund um „Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre“ setzen. Auch das Kunstwerk von Jackson Pollock ist es wert genauer einen Blick auf seinen Stil zu werfen.

Der kleine Bär möchte schlafen

Eine Hommage an die Großstadt New York mit zauberhaften Bildern vom winterumhüllten Wald.

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Drew Daywalt und Oliver Jeffers – Der Streik der Farben

Der Streik der Farben

Duncan findet in seiner Schublade einen Stapel Briefe. Seine Farbstifte wenden sich an den Jungen und schildern in Briefform ihren Einsatz. Der rote Stift erkundigt sich nach einer Pause und fühlt sich regelrecht überarbeitet, denn er muss sogar an Feiertagen arbeiten und all die Nokoläuse und Valentinsherzchen ausmalen.  Der ordnungsliebende Lieblingsfarbstift für Trauben und Zauberhüte beklagt sich darüber, dass zu viel Farbe für die Flächen außerhalb der eigentlichen Zeichnung verschwendet werden. Er bittet Duncan doch bitte innerhalb der Linien zu malen.

Die Beschwerdebriefe nehmen ihren Lauf. Und in jedem steckt eine große Prise Humor. Lediglich die Farbe grün tanzt aus der Reihe und schreibt einen glücklichen Brief und bedankt sich höflich für den fleißigen Einsatz. Natürlich möchte Duncan, dass alle seine Farbstifte glücklich sind und überlegt sich eine Lösung, für die ihm seine Lehrerin einen goldenen Stern für Kreativität verleiht.

Bei diesem Bilderbuch lacht das Lehrerherz doppelt. Zum einen wird die Briefform mit unterschiedlichen Anrede- und Schlussformen thematisiert. Hier könnten die Kinder im Deutschunterricht auf Entdeckungsreise gehen und in den insgesamt 12 Briefen stöbern und die verschiedenen Elemente heraussuchen. Daran anschließend wäre es denkbar den Perspektivwechsel im Briefeschreiben zu üben, indem Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekommen sich in eine Farbe hineinzuversetzen und ebenfalls einen (Beschwerde-) Brief zu schreiben. Hierbei sollte das Bilderbuch nicht zu Ende gelesen werden, damit eigene Ideen integriert werden können.

Zum anderen steht der Einsatz der Farbenlehre und einige  Anwendungstechniken der Farbstifte im Vordergrund, was wunderbar im Kunstunterrricht integriert werden kann. Dem fächerübergreifenden Einsatz steht somit nichts mehr im Wege. Jüngere Kinder könnten der Geschichte entnehmen welche Gegenstände mit welcher Farbe angemalt werden. Ein witziger Diskussionspunkt ist das Streitthema von Gelb und Orange: Welche Farbe hat nun die Sonne? Ältere Kinder orientieren sich an den Techniken des flächendeckenden Ausmalens (Lila), dem sorgsamen Umgang (Rosa) oder der Anwendung der Umrandungslinien (Schwarz). Dieses Bilderbuch bietet sehr viel!

Die äußerliche Gestaltung darf auch nicht unerwähnt bleiben. Oliver Jeffers ist ein Meister und zeigt auch hier sein Können. Die Illustrationen sind zum Verlieben und sehr kindgerecht gestaltet. Die letzte Seite wird den Kindern sicherlich ein „Oh, wie schön!“ entlocken. Auch die Texte sind mit einem Schmunzeln zu betrachten und decken viel Wahres auf. Mein Lieblingsbrief ist der von der Farbe Beige und die Zeichnung dazu einfach genial.

Der Streik der Farben

Ein neues Herzensbuch für den Kunstunterricht.

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Patrick Wirbeleit und Max Fiedler – Antonia war schon mal da

Antonia war schon mal da

Wenn gute Freunde reisen gehen, gibt’s unterwegs ganz viel zu sehen.

Der kleine Biber und seine Freunde Specht, Molch und der Igel im Rollstuhl möchten die Welt sehen. Mit dem Nötigsten im Gepäck, klopfen sie bei Antonia am Gartentor. Doch Antonia möchte nicht mit, schließlich hat sie die Welt schon längst gesehen:

Ihr glaubt mir nicht?
Ihr wollt Beweise?
Die findet ihr auf eurer Reise!

Und so ziehen die Freunde alleine los. Zwar ist Antonia nicht physisch dabei, doch sie hat trotzdem tatsächlich Spuren auf ihren vorigen Reisen hinterlassen. Diese gilt es auf den Wimmelbildern zu entdecken. Hoch oben auf einem Berg strahlt sie ihre Freunde auf einer wehenden Flagge an. In einer dunklen Höhle wurde sie als Höhlenzeichnung verewigt und auch im Wald muss man die Baumstämme nicht lange nach ihrem Abbild absuchen. Nach der Heimkehr sitzen die Freunde gemütlich am Lagerfeuer „und stellen fest, ganz ungelogen. Was immer unser Ziel auch war. Antonia war schon mal da!“

Ein neues Bilderbuch hat sich in mein Herz gebrannt! Ich selbst liebe das Reisen und kenne viele Globetrotter und Weltenbummler, die  die wundervollsten Flecken der Erde besichtigt haben. Umso wertvoller ist dieses Bilderbuch für die kommende Generation. Es hat Weltoffenheit zum Ziel und auch den Mut neue Wege zu gehen und durch verschiedenste Erlebnisse und Erfahrungen zu wachsen. Es lädt ein auf der Welt seine Spuren zu hinterlassen. Hierbei kann den Igel auch sein Rollstuhl nicht behindern. Er rollt, getrieben von der Abenteuerlust, durch die Eichen- und Birkenwälder und lässt sich, wenn nötig auch helfen, z.B. von seinen Freunden auf den hohen Berg tragen. Davon abgesehen ist das Entdecken von Antonias Hinterlassenschaften ein Heidenspaß und schult ganz nebenbei die visuelle Wahrnehmung. Auch die Erwachsenen werden die Spuren so schnell nicht finden und müssen sich durchaus etwas anstrengen.

Mein Lehrerherz lacht ebenfalls bei der gut überlegten und spielerisch veranlagten Einbindung der Reime. Während zu Beginn den Kindern Zeit gelassen wurde mit Reimen warm zu werden, schließen sich dann sämtlich Satzanfänge an, bei denen das Ende fehlt. Eine zusätzliche Hilfe bieten Vorahnungen auf den Bildern, die  das Schlusswort andeuten.

In Höhlen ist es ganz schön kalt. Viele Bäume sind ein …

Es lässt auch wunderbar an Vielreisende verschenken, die gerade erst aufbrechen oder schon heimgekehrt sind.

Antonia war schon mal da

Die grandiosen Illustrationen sind neben dem äußerst gelungenen Inhalt das i-Tüfelchen!

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Brüder Grimm und Bernadette – Frau Holle

Bernadette - Frau Holle

Eine alte Witwe hat zwei Töchter. Die eine ist fleißig und schön, die andere jedoch hässlich und faul. Die Fleißige fällt eines Tages während des Spinnens in den Brunnen und landet in einer wundersamen Welt, wo Apfelbäume sprechen und Öfen nach Hilfe rufen. In einem kleinen Haus wohnt eine alte Frau mit großen Zähnen. Sie bietet dem Mädchen an bei ihr zu arbeiten und die Betten ordentlich aufzuschütteln, dass die Federn fliegen. Die Federn sind eigentlich zauberhafte Schneeflocken und lassen es auf der Erde schneien…

Als Kind war „Frau Holle“ mein Lieblingsmärchen. Durch einen Brunnen in eine zauberhafte Welt zu gelangen, schien ein tolles Erlebnis. Auch der Vergleich der Federn mit Schneeflocken machte einen wahrhaftig märchenhaften Eindruck. Die Gegenüberstellung von Fleiß und Faulheit und der damit verbundenen Belohnung in Form von einem gewaltigen Goldregen oder eben Pech ist durchaus ein Ansporn und eine gelungene Lehre für Kinder.

Bernadette entführt die Leser mit ihren nostalgisch angehauchten Zeichnungen in diese weit entfernte Fantasiewelt. Neben dem Wiesenbild voller farbenfroher Blumen und Pflanzen, ist die verschneite Landschaft ein sehr gelungenes Beispiel für einrahmungswürdige Illustrationen. Es lädt ein zum Träumen, zum Innehalten und Genießen. Mit einer kleinen Kerze und einer warmen Decke ist es besser als jeder Kinderfilm. Lediglich das Hörbuch aus „Frühling, Sommer, Herbst und Winter„, das sich wortwörtlich an diesem Text orientiert, ist eine gleichwertig gelungene Ergänzung.

Bernadette - Frau Holle

Warme Farben, hingebungsvolle Zeichnungen: Mit diesem Bilderbuch kann die Winterzeit kommen!

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Peter Hacks – Der Herbst steht auf der Leiter

Der Herbst steht auf der Leiter

Rezension

Bereits auf den ersten Platz der TOP 5 – Herbst gekürt, folgt nun eine kurze Rezension zum zauberhaften Herbstgedicht von Peter Hacks. Die vier Strophen im Kreuzreim wurden von Annika Huskamp wunderbar in Szene gesetzt. In collageartigen Illustrationen auf festen Pappbilderbuchseiten gibt sie dem Herbst ein Gesicht. Die Titelseite darf gerne zur Beschreibung der sonderbaren Gestalt genutzt werden. Man beachte die verwendeten Farben in der Kleidung und die Utensilien in Form von Pinseln und der Farbpalette, die einem gleich ins Auge stechen. Da steht der wahre „Malersmann“ vor einem. Doch auch der ruhige und von der Vergänglichkeit geprägte Gesichtsausdruck fällt den Kindern schnell auf. Der aus Zeitungspapier gefaltete Hut als Kopfbedeckung wird Kinder gleich animieren es dem Herbst gleich zu tun.

Und so wandert der Herbst und malt jedes Blattgewächs im ihn herum an. Es schillert alles in herbstlichen Farben. Auch der vorbeifliegende Zeisig bekommt einen Klecks ab. Lediglich die Tanne lässt der Herbst aus und so beschwert sie sich prompt, warum der Herbst die Laubbäume färbt, aber nicht die Tannen. Das ist übrigens ein schöner Gesprächsanlass für den Sachunterricht in Verbindung mit Laub- und Nadelbäumen und der Wandlung im Verlauf der Jahreszeiten.

Meine Lieblingsszene ist der starke Windstoß, der die gefärbten Blätter fortträgt und sie so schön flattern lässt. Der Herbst kehrt dem Szenario seinen Rücken zu, hält seinen Hut fest und lächelt zufrieden, während die Mäuse die tanzenden Blätter jagen und sich fröhlich im Laub wälzen. Schön ist auch zu sehen welchen Zweck Blätter unter anderem erfüllen. Auf dem letzten Bild sieht man einige Erdbewohner in ihren unterirdischen Höhlen, wie sie gemütlich auf einem Blätterhaufen schlafen. So kann der  Winter kommen!

Blick ins Buch

Der Herbst steht auf der Leiter

Der Herbst steht auf der Leiter

Fazit

Dem Herbst ein Gesicht geben und die jahreszeitlichen Verwandlungen poetisch in Szene setzen – mit diesem Bilderbuch!

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Alexander Steffensmeier und Bananafishbones- Lieselotte und der verschwundene Apfelkuchen

Lieselotte und der verschwundene Apfelkuchen

Das alljährliche Sommerfest auf dem Bauernhof steht bevor. Die Vorbereitungen im ganzen Dorf laufen auf Hochtouren. Doch dann verschwindet der frischgebackene Apfelkuchen der Bäuerin. Die Spur der Kuchenkrümmel führt ausgerechnet zu Lieselotte. Doch diese ist ganz und gar unschuldig. Sie legt sich auf die Lauer, um den Apfelkuchendieb auf eigene Faust zu entlarven.

Dieses Bilderbuch enthält eine CD mit nicht nur der vorgelesenen Geschichte, sondern auch viele zur Handlung passende Lieder zum Mitsummen oder einfach nur Anhören. Dieses Musical ist ein wahrer Genuss. Besonders gelungen ist das Lied „So müde“, „Entschuldige“ und „Heute feiern wir ein Fest“, das durchaus dem Kontext entnommen auch anderweitig eingesetzt werden kann. Der Liedtext und die Noten sind mitten im Buch an der dafür passenden Textstelle abgedruckt. Insgesamt befinden sich 9 Lieder auf der CD, oft begleitet von Kinderstimmen.

Dieses Bilderbuch animiert dazu mal selbst ein Musical rund um Lieselotte auf die Bühne zu bringen. Hierzu gibt es sogar gesondertes Aufführungsmaterial mit Umsetzungstipps und einer Playback-CD.

Lieselotte und der verschwundene Apfelkuchen

Tolle Bilder aus der Feder eines wahren Künstlers gewürzt mit peppigen Liedern.

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Andrea Schomburg und Barbara Scholz – Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie

Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie

Paul und Anna wünschen sich ein Haustier. Doch ihre Eltern sagen Nein. Doch was bisher keiner wusste ist, dass ein Chamäleon längst unter ihnen weilt. Auf dem Teppich, unter den Kissen und sogar auf der Kekspackung versteckt es sich sehr gekonnt. Eines Tages bleibt Ottilie kariert und befürchtet, dass es fortan die Familie verlassen muss. Doch „gesehen zu werden“ bringt auch einige Vorteile mit sich …

Und das kann ja nur geschehn,
weil sie sie jetzt immer sehn.
Friedlich, ohne sich zu sorgen,
schläft sie ein und träumt von morgen.

In gleitenden Reimen erzählt Andrea Schomburg die Geschichte rund um zwei Geschwisterkinder, die sich sehnlichst ein Haustier wünschen. Barbara Scholz kreiert comichafte Zeichnungen mit Glubschaugen und übertriebenen Szenarien, die zum längeren Verweilen auf den Seiten einladen. Es macht großen Spaß das Chamäleon zu suchen und die Versteckorte ausfindig zu machen. Dieses Bilderbuch ist geprägt von Bewegung und ist eine gute Übung für die Augen-Koordination.

Die tiefergehende Botschaft ist jedoch aus dem eigenen Schatten herauszutreten und sich sichtbar zu machen. Auf der einen Seite macht man sich verletzbar, auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit viel mehr dazu zu gewinnen als man es vielleicht vorher für möglich hielt.

Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie

Für alle, die sich sehnlichst ein Haustier wünschen.

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Chang-hoon Jung und Min-o Choi – Merkur, Mond und Milchstraße

Merkur, Mond und Milchstraße

Gibt es im Weltall einen anderen Ort, an dem wir leben können?

Dieser Frage wird in diesem Bilderbuch mit vielen sachlichen Informationen nachgegangen. Auf der Erde wird die Luft durch Abgase verpestet, sodass es immer wärmer wird. Das Eis schmilzt und lässt den Meeresspiegel bedrohlich steigen. Ein Forscherteam möchte herausfinden, ob ein Leben auf anderen Planeten möglich ist und besucht unterschiedliche Himmelskörper in einer Art Milchshake-Becher. Getreu dem Motto: In einem Milchshake-Becher durch die Milchstraße.

Schnell merken sie, dass das Leben für Menschen auf dem Merkur aufgrund der starken Temperaturschwankungen bei Tag und Nacht unmöglich ist. Auf der Venus herrscht ein ungeheurer Druck und ein Mensch würde glatt platt gedrückt werden. Auf dem Mond fehlt die lebensnotwendige Luft und auch nach Wasser sucht man hier vergeblich. Die Suche geht von Planet zu Planet weiter mit der wachrüttelnden Erkenntnis, dass sich kein Planet als Alternativlebensraum für Menschen eignet. Die Erde ist einzigartig und doch haben Wissenschaftler die Hoffnung nicht aufgegeben eines Tages einen ähnlichen Planeten zu finden.

Wollt ihr euch auf die Suche nach einem solchen Planeten machen?

Damit endet dieses Bilderbuch und animiert gleichzeitig junge Leser sich vertieft mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Erst im Nachwort betont der Autor, dass wir heute die wichtige Aufgabe haben unseren Planeten für die Nachwelt bewohnbar zu hinterlassen und somit zu schützen. Denn wenn die Umwelt so stark zerstört ist, dass kein Leben mehr möglich ist, bedeutet es das Ende der Menschheit.

Dieses Bilderbuch spricht ein bedeutendes Thema an. Die Veränderungen in der Umwelt sind für uns alle spürbar. Wir tragen die Verantwortung. Es zeugt deutlich, dass (noch) keine alternative Heimat für uns zur Verfügung steht.

Auf der Entdeckungsreise wird jeder Himmelskörper sehr kindgerecht in Bezug auf die Lebensmöglichkeit für Menschen beschrieben. Es sind spannende und erstaunliche Fakten dabei. Wusstet ihr, dass auf dem Saturn ungeheure Stürme wüten und Blitze ohne Unterlass niederprasseln? Auf dem Jupiter gibt es nirgendwo festen Boden. Der Planet besteht aus flüssigem Wasserstoff. Auf Triton herrscht ungeheure Kälte um – 235°C.

Auch die Bilder faszinieren den Betrachter. Hier werden die prägenden Einzelheiten zugespitzt hervorgehoben, verbunden mit einer Simulation des unmöglichen Überlebens. Das ist ein Bilderbuch mit einer Botschaft. Eine Botschaft mit Folgen, die für viele nur schwer vorstellbar ist und doch angesprochen werden muss.

Merkur, Mond und Milchstraße

Ein Bilderbuch mit einer ernsten Botschaft.

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Horst Klein – Haltet den Dieb!: Das verrückte ABC der geklauten Buchstaben

Haltet den Dieb ABC-Rätsel

Ein Buchstabendieb treibt sein Unwesen und raubt Wörtern Buchstabe für Buchstabe in der Reihenfolge des Alphabets, um gleich darauf eine Wortspielerei zu zaubern. Es sorgt nicht nur für Chaos, sondern auch für jede Menge Spaß und Lacher.

Ohne das B von Ball schaun Fußballer blöd ins …

In der Einbauküche ohne C gäb’s immer Milch für den Kaffee.

Jede Doppelseite trumpft mit einem witzigen Rätselreim auf. Auf der rechten Seite illustriert Horst Klein die zum Reim passende Gegebenheit und trifft mit seinen Witzen exakt den Humor der 6-Jährigen.So wird aus einer Bauchtänzerin eine Buchtänzerin oder aus einer Weihnacht eine Wehnacht.

Dieses Bilderbuch diente uns am Ende der 1. Klasse als Grundlage für eine sehr erfrischende und zugegeben äußerst lustige Wiederholungsstunde zu allen erlernten Buchstaben. Das Bild hielt ich zuerst verdeckt und ließ ein Kind den Text vorlesen. Wir schrieben gemeinsam das fett gedruckte Wort an die Tafel und strichen die entsprechenden Buchstaben weg. Die Auflösung in Form der Illustration brachte kein Halten mehr und alle kugelten sich vor Lachen.

Natürlich animierte es uns selbst ein ABC-Buch mit geklauten Buchstaben zu erstellen. Je nach Niveaustufe dichteten Kinder selbst Reime oder erfanden Wörter, bei denen Buchstaben weggestrichen werden können. Als Hilfe für lernschwächere Kinder stellte ich passende Wörter als kleine Kärtchen parat. Manche nutzten auch die im Buch bereitgestellten Wörter und strichen einfach andere Buchstaben weg, so wurde schnell aus Bauchtänzerin eine Bachtänzerin statt einer Buchtänzerin. Das Illustrieren hat den Kindern nicht weniger Spaß bereitet.

Dieses Buch eignet sich auch wunderbar zu Beginn des 2. Schuljahres, um das ABC zu wiederholen. Denkbar ist es auch als Geschenkbuch für die Einschulung, für eine liebe Kollegin oder einfach für alle Sprachliebhaber dieser Welt!

Das verrückte ABC der geklauten Buchstaben: Haltet den Dieb!

Was wäre die Welt ohne Buchstaben? Also haltet den Dieb bloß nicht!

 

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