Markus Reyhani und Constanze von Kitzing – 10 kleine Miesepeter

10 kleine Miesepeter

Eine dunkle Regenwolke zieht über zehn kleine Miesepeter auf und beschert eine ordentliche Portion „schlechte Laune“. So ärgern sich zu Beginn 10 grummelige Tiere, bis sich einer doch freut und so werden es nach und nach  immer weniger. Fröhliche Lieder, rhythmische Musik, der feine Duft von Blumen und lustige Reime rauben den Tieren ihre üble Laune. Am Ende haben zehn kleine Miesepeter lieber ihren Spaß und feiern glücklich miteinander.

Die Gefühlswelt der Tiere wird in diesem Pappbilderbuch ganz schön auf den Kopf gestellt. In lustigen Reimen verabschieden sich die Tiere  von ihrer Miesepetrigkeit und wenden sich lieber der guten Laune zu. Die Illustrationen sind ganz zauberhaft und nicht allzu überladen. Es macht große Freude das glückliche Tier auf der Seite zu suchen und gleichzeitig wird die Wahrnehmung und die Empathiefähigkeit geschult. Woran erkennt man die schlecht gelaunten Tiere? Wie sehen die Augenbrauen aus, der Mund und die Körperhaltung aus? Nach dem Lesen bietet sich ein kleines Pantomime-Spiel rund um das Thema „Gefühle“ an.

Sehr amüsant ist die Zusammenstellung der Szenen, in denen die Tiere sich mürrisch verhalten: im Bett schmollen, lärmen, zanken, alleine vor sich hin muffeln. Einige Kinder werden sich sicherlich wiederfinden können. Etwas enttäuscht war ich über die Varianten zur Wiedererlangung der guten Laune. Diese war sehr beschränkt, was eventuell den Reimen geschuldet ist. Hier wäre es wichtig mit den Kindern zu thematisieren wie man die schlechte Laune wieder los wird.

10 kleine Miesepeter

Ein Gute-Laune-Buch für alle kleine Miesepeter!

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Silke Leffler – Zwerg Zwirbels magisches Märchen ABC

Zwerg Zwirbels magisches Märchen ABC

Zwerg Zwirbel angelt nach den Buchstaben des Alphabets und denkt sich lustige Sätze dazu aus. Er spinnt fantasievolle Verse im rhetorischen Stilmittel der Alliteration. Dabei werden bekannte und weniger bekannte Märchenfiguren eingebunden und manchmal sogar vermischt:

Aladin achtet unterm Abendstern auf Aschenputtels Abendkleider und Ausgehschuhe.

Damit der Witz und das Sprachspiel überhaupt verstanden werden kann, bedarf es einiges an Vorwissen zum Thema Märchen. Viele Verse sind äußerst gelungen und werden von passenden Illustrationen eingerahmt. Hin und wieder wird es aber auch holprig, sodass sich der Sinn nicht gleich erschließt oder der Witz verloren geht: „Im Ideenreich ist immer irgendein interessierter Igelfürst.“

Der Großteil ist jedoch überzeugend und Kinder werden sich spätestens bei diesem Vers vor Lachen kugeln: „Prinzessin Piroschkas Pudel Pippo pupst pausenlos im Puppentheater.“ Auf jeder Doppelseite werden dazu passend die entsprechenden Buchstaben als Stempelabdruck versteckt. Im Falle des Buchstabens „P“ sind das die Pupser des Pudels.

Dieses Bilderbuch ist nicht unbedingt für Erstklässler gedacht. Es kann seinen Einsatz am Anfang des 2. Schuljahres finden, wenn das Alphabet eingeführt wird und damit verbunden die Arbeit mit dem Wörterbuch. In einer Projektwoche zum Thema „Märchen“ können sprachbegabte Kinder sich an Alliterationen zu einem selbst gewählten Buchstaben erproben und dazu passend eine Seite gestalten. Im häuslichen Rahmen kann es ein Aufhänger sein, um eine Reise durch die Welt der Märchen zu unternehmen und herauszufinden wer „Oberon“ war oder auch Jorinde und Joringel.

Zwerg Zwirbels magisches Märchen ABC

Ein Sprachspiel rund um das Alphabet, eingebettet in das Thema „Märchen“.

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Hans de Beer – Gustav ganz groß

Gustav ganz groß - Hans de Beer

Die Stadt, in der der kleine Dackel wohnt ist groß. Gustav sieht alles immer nur von unten, nie hat er eine richtig schöne Aussicht. Bei diesem Gedanken fühlt er sich glatt noch kleiner.

Seine Freundin Emma rät Gustav sich auf den Weg zur großen Brücke zu machen. Dort verspricht sie ihm eine tolle Aussicht, die auch er ganz bestimmt genießen kann. Gleichzeitig warnt sie ihn rechtzeitig vor dem Einbruch der Dunkelheit zurückzukehren, denn die Stadt sieht nachts ganz anders aus als am Tag. Tatsächlich wird er mit einer fantastischen Aussicht belohnt und drückt seine Nase noch fester gegen die Fensterscheibe. Bald geht schon die Sonne unter und Gustav rennt aufgeregt zurück. Zum Glück kann ihm ein Kater helfen den Weg nach Hause zu finden. Und da Gustav so klein ist, schlüpft er durch die Katzenklappe schnell nach drinnen.

Hans de Beer thematisiert in diesem wundervoll gezeichneten Bilderbuch die Andersartigkeit und die Schwierigkeit, die damit einhergeht dies zu akzeptieren. Gustav kämpft mit seiner Größe und bedauert diesen Zustand in allen möglichen Situationen. Seine Sehnsucht auf eine schöne Aussicht ist einfach zu groß. Erst als seine Freundin Emma ihm eine Alternative bietet, scheint er vorerst sich zufrieden zu geben. Ein Hoffnungsschimmer ist seine Erkenntnis, dass Kleinsein auch seine Vorteile mit sich bringt und man so beispielsweise mühelos durch die Katzenklappe schlüpfen kann.

Etwas irritierend empfinde ich Gustavs Schlussgedanken „Ich werde einfach abwarten und wachsen – bis ich ein Stück größer bin“. Dieser Beschluss rüttelt an dem Gesamtkonzept seine Andersartigkeit anzunehmen. Ein Dackel kann eben nicht so groß wie ein Dalmatiner werden. Eine Hoffnung zu nähren, die nicht Realität werden kann, führt auf eine falsche Fährte. Es wäre schöner Gustav mit dem Gedanken einschlafen zu sehen: „Ich bin gut so wie ich bin und wenn ich möchte, kann ich „innerlich“ genauso groß sein wie die anderen.“ Mit ein bisschen Köpfchen können sich auch die Kleinen zu helfen wissen und über sich hinauswachsen.

Gustav ganz groß

Über sich hinauswachsen und seine Andersartigkeit annehmen!

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Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring – Die kleine Meise und ihre Freunde

Die kleine Meise und ihre Freunde

Rezension

Leon und Paula werden von einem vehementen Hämmern aufgeweckt. Aus dem Fenster erblicken sie einen Specht. Ob der sein Frühstück sucht? Mama erklärt, dass er auch eine Frau suchen könnte und sie mit seinem Hämmern anlockt. Im Stadtpark entdecken die Geschwister Stare und fragen sich wie sie ihren Weg zurück aus ihrem Winterquartier finden. Sie lernen, dass Mauersegler echte Akrobaten sind und sogar im Fliegen schlafen. Diesen Fragen gehen die beiden außerdem nach:

  • Sind die Nachtigall nur nachts so wunderschön?
  • Warum fällt der Falke wie ein Stein vom Himmel?
  • Lacht die Lachmöwe wirklich?
  • Was fressen die Störche am liebsten? uvm.

Dieses Sachbuch hat mehrere kurze Geschichten über die heimischen Vögel vereint. Dabei dreht es sich keineswegs ausschließlich um die Kohlmeise. Der Fokus liegt eher auf dem Untertitel „und ihre Freunde“.  Auf jeder Doppelseite widmen sich die kleinen Protagonisten Leon und Paula sich einer anderen Vogelart und erkunden Besonderheiten, die diese Vögel betreffen. Diese werden durch kindgerechte Fragen eingeleitet, wobei die Eltern stets als Experten fungieren und die Lese mit vielen Sachinformationen versorgen.

Auf der mitgelieferten Audio-CD befindet sich die Geschichte in einer Gesamtlänge von 35 Minuten. Da es keine sachliche Aneinanderreihung von Informationen, sondern eher ein spannender Dialog ist, lässt sich dem Inhalt sehr gut folgen. Besonders schön finde ich die Einbindung von 25 Tracks mit allen möglichen Vogelstimmen, wie z.B. Haussperling, Amsel, Elster, Taube, Uhu, Rotkehlchen, Star, Buntspecht und viele mehr. Daraus kann man prima ein Ratespiel machen. Die letzte Doppelseite bietet darüber hinaus ein weiteres handlungsorientiertes Angebot. Hier werden 24 farbige Minibildkarten zu der Überschrift „Meine kleine Vogelwelt“ präsentiert. Diese Abbildungen der Vögel lassen sich zu einem Memory-Spiel umfunktionieren oder als vergrößertes Tafelmaterial nutzen.

Blick ins Buch

Heimische Vögel

Ein Arbeitsblatt für den Sachunterricht zum Beschriften der Körperteile und eine ergänzende Aufgabe zum Lesen und entsprechenden Ausmalen der Zeichnung.

Die kleine Meise_Arbeitsblatt_KörperFazit

Auf spannender Erkundungstour rund um heimische Vögel

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Jutta Bauer – Die Königin der Farben

Die Königin der Farben

Malwida wohnt im Königreich der Farben und ruft eines Tages ihren Untertan, die Farbe „Blau“,  herbei. Das Blau ist sanft, mild, leise und freundlich. Als Nächstes ruft sie das „Rot“. Es ist ungestüm, wild, gefährlich und verwandelt sich kurzerhand in ein Pferd. Als sie von dem Rot genug hat, holt sie das Gelb. Es ist warm, hell, kann aber auch zickig und gemein sein.

Und da Malwida auch zickig und gemein sein kann, kommt es zum Streit. Alle Farben vermischen sich und es wird alles grau. Das Königreich wird grau, der Himmel  wird grau, einfach alles um sie herum. Wird Malwida die drei Grundfarben zurückholen können?

Dieses Bilderbuch ist ganz zauberhaft, um Kindern die drei Grundfarben nahe zu bringen. Besonders wertvoll ist, dass Farben Eigenschaften in Form von Adjektiven zugeschrieben werden. So lernen die Kinder hier schon das Deuten anhand von Farben. Wir haben anschließend überprüft, ob das tatsächlich zutrifft und überlegt, ob die gelbe Sonne warm, hell und manchmal gemein sein kann. Ein Kind erzählte von einem bösen Sonnenbrand, sodass wir uns einig waren, dass es zutrifft. Anschließend haben wir uns die roten Flammen angeschaut und mussten auch hier zustimmen, dass das Feuer wild und gefährlich ist. Beim Blau fiel uns sofort der Himmel ein. Ja, auch hier ist es leise und sanft, vor allem in Verbindung mit den Wolken, unterstrich ein Kind.

Auf der letzten Doppelseite befindet sich eine Kopiervorlage, die mit der Überschrift „Für eigene Versuche!“ versehen ist. Hier können Kinder selbst kreativ werden und ihr Königreich der Farben gestalten.

Die Cartoon-Zeichnungen finden Erstklässler recht ulkig, da die Königin Malwida die Emotionen, die die Farben mit sich bringen, sehr gut wiederspiegelt. Hier ist viel Action und eine große Portion Expressionen im Spiel. Die Farbexplosion in Malwidas Haaren fanden alle ganz zauberhaft und setzten diese Szene gekonnt in den eigenen Zeichnungen um.

Die Königin der Farben

 

weiterarbeit

Dieses Bilderbuch ist ein toller Aufhänger, um die drei Grundfarben im Kunstunterricht herauszustellen. Der nächste Schritt wäre das Mischen zu thematisieren, mit dem Rückblick auf das Kuddelmuddel mit dem „Grau“. Zu Differenzierugszwecken kann von der Kopiervorlage die Königin entfernt werden, damit sich Kinder an eigene Malversuche trauen.

Die Königin der Farben

Pädagogisch sehr wertvoll!

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Bärbel Oftring und Isabel Müller – Schau mal, eine Spinne!

Schau mal, eine Spinne

Schau mal, so ein schönes Spinnennetz! (…)
Pfui! Igitt!, denkst du jetzt vielleicht, denn viele Menschen fürchten sich vor Spinnen.

Der Leser wird durch die direkte Ansprache gleich in die Sachgeschichte geholt und befindet sich so mitten im Geschehen. Die Zeichnungen sind alle sehr geradlinig, naturgetreu und wenig verspielt. Die Abbildung des Realistischen ist hier das Ziel.

Wir erleben eine Kreuzspinne beim ausgeklügelten Bau ihres Radnetzes und erfahren warum es aus glatten Lauffäden und klebrigen Fangfäden besteht. Schon bald hat sich das erste Opfer im Netz verfangen. Hierbei ist etwas Geduld nötig, denn erst wenn die Beute erschöpft ist, kann die Spinne zuschlagen. Anschließend betrachten wir dank der vergrößerten Darstellung, fast wie bei einer Lupe, uns die einzelnen Körperteile ganz genau an. Wir zählen die Beine, schauen uns die Augen an, die trotz der großen Anzahl nur wenig sehen können und lernen, dass Spinnen mit ihren Beinen auch hören, riechen und Erschütterungen spüren können. Das Wachsen und die damit einhergehende Häutung, sowie die Paarung und das Schlüpfen der Spinnenbabys runden thematisch dieses tolle Sachbilderbuch ab.

Diese informative Darstellung wäre schon genug gewesen, um meine Begeisterung zu wecken. Aber nein, da ist noch viel mehr! Auf jeder Doppelseite verbirgt sich eine Klappe, die auf das Sachwissen noch genauer eingeht. Da ist eine große Schatzgrube und bringt sicherlich alle Pädagogen-Augen zum Glänzen. Hier werden unterschiedliche Netzarten, Spinnwarzen, Schritt-für-Schritt-Bau eines Radnetzes, der Körperbau von Männchen und Weibchen, die Kokonablage und noch einiges mehr sehr detailliert dargestellt und beschrieben.

Die Autorinnen regen zum Schluss zum kindlichen Aktionismus an und schlagen vor ein „Forschertagebuch“ anzulegen, um eigene Beobachtungen festzuhalten. Beispielhaft werden acht Einträge gezeigt, die alle mit einem Datum, einer Zeichnung und einem kleinen Text versehen sind. Ein Steckbrief einer „Garten-Kreuzspinne“ schließt dieses tolle Werk.

Ich ende meine Rezension mit einem schon fast poetischen Zitat, wodurch das Buch sich in mein Herz geschossen hat. Kann man das Paarungsverhalten noch schöner und kindgerechter erklären?

Es tanzt und zupft rhythmisch am Netz des Weibchens – eine lautlose Spinnenmelodie.

Bilderbuch Schau mal eine Spinne!

Sehr lohnenswertes Sachbilderbuch mit vielen aufregenden Informationen in den Klappen.

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Rinna Hermann und Sanne Dufft – Der Sandelefant

Der Sandelefant

Paul spielt gerne im Sandkasten. Doch auch heute ist er alleine. Da ist weit und breit keiner zu sehen. Und so vergräbt er seine Füße und Hände im Sand und malt und malt. Er formt mit seinem Zeigefinger einen Elefanten und wünscht sich, dass er lebendig werden könnte. Und tatsächlich erwacht der Sandelefant zum Leben. So öffnet sich die Tür in eine fantasievolle Reise in das Sandburgland.

Als sie zurückkehren, hat Paul verstanden, dass es manchmal gar nicht so schlimm ist, wenn man niemanden zum Spielen hat – man darf nur die Fantasie nicht verlieren!

Dieses beeindruckende Debüt ist ein Plädoyer an die kindliche Fantasie. Ein Ort, an dem alles möglich ist. Vor allem bei den warmen Temperaturen können Kinder oft es gar nicht erwarten nach draußen zu gehen. Das kreative Formen von Sandfiguren ist eine gute Beschäftigung, die auch allein große Freude bereitet. Kinder, die keine Geschwister haben oder sehr schüchtern sind, werden so angeregt selbst aktiv zu werden.

Erzieher können mit diesem Bilderbuch das Spielen im Sandkasten attraktiver machen und die Vorstellungskraft der jungen Kinder anregen. Der Wendepunkt, verursacht durch das Gewitter zeigt, dass mithilfe unserer Fantasie die Figuren, auch wenn in etwas abgewandelter Form, immer wieder neu zum Leben erwachen können. Dieses Reich gehört nur uns und kann großen Spaß machen!

Sindbad – Sandbad – Sausesand!
Hurra, auf geht’s in Sandburgland!

Der Sandelefant

Material

In der Grundschule dürfen die Schülerinnen und Schüler selbst in das Sandburgland reisen und eigene Abenteuer erleben.

AB Sandelefant

Eine bezaubernde Geschichte rund um die Macht unserer Fantasie!

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Daniel Napp – Das schlaue Buch vom Büchermachen

Das schlaue Buch vom Büchermachen

Petra Fuchs ist Kinderbuchautorin und hat die besten Einfälle auf ihrer Lieblingsbank im Park. Das Nachdenken ist schließlich die wichtigste Aufgabe des Autors, nicht das Schreiben. Anschließend trifft sie sich mit dem Kinderbuchillustrator Julius Dachs und bald ist auch schon ein Verlag für ihr Buch gefunden. Dazwischen besuchen sie Buchmessen, beraten sich mit Programmleitern und Lektoren, prüfen ihre Verträge, reichen Entwürfe ein, überprüfen die Überarbeitungen der Texte und der Bilder. Schließlich wird das Bilderbuch gedruckt und in die Buchhandlungen ausgeliefert. Und dann stehen Petra Fuchs und Julius Dachs in der größten Buchhandlung der Stadt und erblicken nicht nur ihr Bilderbuch, sondern auch ein dazu passendes Werbeplakat. Seit der Ideenfindung im Park ist nun ein ganzes Jahr vergangen. Und da die Bücher sich so gut verkaufen, wird eine zweite Auflage gedruckt und der Verlagsleiter wünscht sich sogar eine Fortsetzung der Geschichte!

Welchen Weg hat so ein Bilderbuch hinter sich, bis es in unseren Händen landet? Was ist ein Vorsatzpapier? Was bedeutet der Begriff „Proof“? Was ist eine Imprimatur? Wie kommen die Bücher in die Buchhandlungen? Auf all diese Fragen gibt dieses Sachbuch rund um das Büchermachen eine Antwort. Die Einzelschritte sind sehr detailliert aufgeführt und es fehlt keineswegs an Fachbegriffen, die stets kindgerecht erklärt werden.

Wir besuchen regelmäßig Lesungen in unserer Stadtbibliothek. Auch hier ist das die Anknüpfung an die Erfahrungswelt der Kinder. Petra Fuchs steht zu Beginn der Geschichte in einer Bücherei und stellt mithilfe eines Beamers ihr Bilderbuch vor. Viele Kinder fragen sie wie eigentlich so ein Bilderbuch entsteht. Und hier beginnt die Reise zu den einzelnen Stationen und es wird schnell deutlich wie viel Zeit so ein Bilderbuch in Anspruch nimmt und wie viele Menschen daran beteiligt sind.

Sehr amüsant finde ich persönlich den Gesichtsausdruck von Petra Fuchs beim Begutachten ihres Vertrags. Der Hinweis, dass der ein oder andere Punkt noch geklärt werden muss bevor die Unterschrift gesetzt wird, ist sehr nachvollziehbar und erfreulicherweise direkt und ehrlich. Der Stolz der Autorin und des Illustrators ist in der Buchhandlung durch die Körperhaltung sehr schön eingefangen. Die Andeutung, dass Bücher ein tolles Geschenk darstellen, kann ich nur unterschreiben und freue mich über die Einbindung zum Schluss. Denn schließlich verhelfen die hohen Verkaufszahlen auch zu Fortsetzungsbänden und vielen glücklichen Kindergesichtern.

Das chalue Buch vom Büchermachen Napp

weiterarbeit

Dieses Sachbilderbuch kann in sämtlichen Themenbereichen im Unterricht eingebunden werden. Wenn es z.B. darum geht sein Lieblingsbuch der Klasse vorzustellen und vorher Begrifflichkeiten wie „Verlag“, „Autor“, „Erscheinungsjahr“ usw. geklärt werden müssen. Es ist aber auch toll, um mit Kindern eine Lesung nachzubesprechen und in die Entstehung eines Buches einzutauchen. Prima eignet es sich auch als ein Teilbereich des Zeitungsprojekts oder zur Besprechung der eingebundenen Berufe.

So werden Bücher gemacht!

 

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Rob Scotton – Kater Kamillo kommt in die Schule

Kater Kamillo kommt in die Schule

Rezension

Heute ist Kater Kamillos erster Schultag und vor lauter Aufregung wird er ganz früh wach. Er sucht seine Socken, kämmt sich die Haare, packt die Brotdose in die Schultasche ein und macht sich schnell auf den Weg. Vor der Klassenzimmertür begrüßt ihn Frau Pünktchen, seine Lehrerin. Die Kinder in der Klasse heißen Kamillo allesamt fröhlich willkommen. Und dann beginnt bereits der Unterricht.

Am Ende des Tages resümiert Kater Kamillo ausgelassen:

Ich habe ganz viele neue Freunde, und ich habe sooo viel Neues gelernt:
Katzen fangen gar keine Mäuse und außerdem – bin ich ganz wundervoll!

Bald ist es wieder so weit! Ganz viele i-Dötzchen werden eingeschult. Die Aufregung steigt bei diesen Kindern schon jetzt, Monate vor dem ersten Schultag. Um ihnen etwas die Aufregung zu nehmen und sich die Ängste bewusst zu machen, eignen sich wunderbar Bilderbücher.

Am Morgen des ersten Schultages ist Kater Kamillo sehr nervös und nutzt jede Straßenlaterne, um sich daran festzuhalten und das Ankommen in der Schule hinauszuzögern. Die Vermeidungsstrategie ist jedoch nicht von Erfolg gekrönt, denn gekonnt bugsiert seine Mutter ihn liebevoll in das Schulgebäude. Dieses Gefühl der Nervosität wird mit viel Witz und Humor dargestellt und zeigt, dass Aufregung nicht schlimm ist und oft dazugehört.

Sehr erfreulich ist der Wissensdurst von Kater Kamillo in der Schule. Vor lauter „Warums?“ kann er sich nicht halten und taucht wissbegierig in die Unterrichtsthematik ein. Gemeinsame Erlebnisse rund um den unerwarteten Besuch einer Maus schweißen die Klasse zusammen. Die Rolle von Frau Pünktchen gefällt mir ausgesprochen gut. Sie lernt mit ihren Schülern und revidiert am Ende des Tages ihre anfangs aufgestellte Theorie. Die Katzen jubeln. So macht Schule  Spaß: mit- und voneinander lernen!

Blick ins Buch

Kater Kamillo kommt in die Schule

Fazit

Jedes Kind ist wundervoll! Die Vorfreude auf die Schule darf steigen.


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Josh Cochran – New York: Das Wimmelbuch

New York das Wimmelbuch Josh Cochran

Dieses Wimmelbuch über die niemals schlafende Stadt „New York“ lässt sich zu einem Leporello mit bis zu einer Länge von 2,20 m ausbreiten. Damit kann es hervorragend zur Gestaltung einer anregenden Lernumgebung für das Thema „New York“ im Englischunterricht genutzt werden.

In diesem Buch wimmelt es nur von teils sehr versteckten, aber dennoch hoch interessanten typischen Eigenheiten der Amerikaner. Sehr schnell entdeckt man die für New York typischen „yellow cabs“ oder die weltbekannten „hot dogs“. Der Apfel als Symbol für „Big Apple“ ist mehrmals in den unterschiedlichsten Winkeln versteckt. Auf den Straßen finden sich Basketballspieler, „fashion victims“, Breakdancer, aber auch viel Abfall. Die Straßen sind überfüllt, der Verkehr stockt, es kommt zum „traffic jam“. Dabei stehen nicht unbedingt die bekannten Sehenswürdigkeiten im Vordergrund. Natürlich darf die „Statue of Liberty“, „Central Park“, „Brooklyn Bridge“ oder das „Guggenheim Museum“ nicht fehlen, trotzdem sind es die anderen Dinge, die hier zuerst ins Auge stechen.

 

New York Grundschule Englisch

Mit diesem Wimmelbuch lässt sich wunderbar auf die „Fun Facts“ eingehen: kurze, witzige Geschichten über die Stadt, die bei Kindern im Gedächtnis bleiben. Ein Beispiel ist „Nathans“, die größte  und bekannteste Hot-Dog-Kette New Yorks. Hier werden regelmäßig eating contests veranstaltet, wo es darum geht möglichst viele hot dogs innerhalb von 10 Minuten zu verspeisen. Der Rekord liegt momentan bei 69 hot dogs, was 7 hot dogs pro Minute entspricht.

New York Wimmelbuch

Material

Das Wimmelbuch lässt sich auch als ein  Stationsangebot zur Förderung des mündlichen Sprachgebrauchs einsetzen. Kinder können entweder frei „I spy with my little eye“ in Partnerarbeit spielen oder es können von der Lehrkraft vorbereitete Fragen zur Förderung des Leseverständnisses beantwortet werden. Beispielhaft sind einige Quiz-Fragen unten beigefügt. Viel Spaß beim Ausprobieren!

New York

Viel zu entdecken für Menschen, die bereits viel Vorwissen über New York mitbringen.

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