Michael Engler – Wir zwei und das Ei

Rezension

Aus der Bilderbuchreihe „Wir zwei gehören zusammen“ ist nun der fünfte Band erschienen. Die beiden Helden Hase und Igel genießen nach einem langen und grauen Winter die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und freuen sich auf einen aufregenden Frühling. Unten im Tal entdecken sie etwas Weißes, Rundes und Glattes. Es kommt ihnen einem Stein sehr ähnlich vor. Die Krähe klärt die beiden jedoch auf und betont:

Eines Tages schlüpft aus so einem Ei ein kleines Küken.
Jedoch nur, wenn das Ei immer warm gehalten wird.

Und so beschließen die beiden Protagonisten das Ei so gut es ihnen gelingt, warm zu halten. Dafür müssen sie es jedoch zu ihrer Lichtung bringen. Schließlich ist es doch wärmer. Sie rollen das Ei Meter für Meter und nach und nach verfärbt es sich. Es wird grün vom Gras, gelb vom frischen Löwenzahn und die Beeren zaubern blaue Punkte auf das Ei. Am Ende legt sich ein goldener Überzug aus Blütenstaub darüber. Der Zauber ist nun vollkommen!

Genauso wie in den Vorgängerbänden stehen die herzensguten, stets hilfsbereiten Tiere im Fokus der Geschichte. Sie vertreten die Werte, dass gemeinsam viel erreicht werden kann und nehmen sich die nötige Zeit die geheimnisvollen Wunder der Natur zu entdecken. Sie fühlen sich für alle Tiere des Waldes verantwortlich und scheuen keine Mühe andere zu unterstützen. Die Illustrationen mit den fein gestrichelten Figuren sind nicht zu überladen und fokussieren auf das Wesentliche, ohne allzu viel Ablenkung für die jungen Betrachter. Die stilsichere Reduziertheit ist dem Inhalt angepasst. Hieraus lassen sich zwei Bereiche thematisieren. Das Färben der Ostereier mit Naturfarben ist eines der beiden wesentlichen Aufhänger und Anknüpfungspunkte, genauso wie die Entwicklung eines Küken, mit all seinen Entwicklungsstadien.

Blick ins Buch

Kurz vor Ostern bietet es sich an, für die Eltern oder die Kinder eine kleine Osterüberraschung zu basteln. Diese Eierbecher in Form eines Hasen und Küken, sind schnell und ohne viel Materialaufwand fertigzustellen. Die Papierrolle als Halterung kann angemalt oder mit Krepppapier umwickelt werden, sodass dort ein Osterei oder Sckokoladenei Platz finden kann.

Fazit

Vorfreude auf Ostern und das Eierfärben steigern – gemeinsam gelingt das am besten!

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Helme Heine – Der Hase mit der roten Nase (Unterrichtsmaterial)

Rezension

Der Hase mit der roten Nase und einem blauen Ohr in Helme Heines Klassiker wird zum Protagonisten auf der Bühne der Thematik „Andersartigkeit“. Der Hase ist sich seiner äußeren Ausgefallenheit zunächst unsicher, denn auch er neigt dazu so sein zu wollen, wie alle anderen. Nicht nur seine Artgenossen wundern sich über das besondere Aussehen, auch die anderen Tiere staunen ganz schön. Traurig sitzt er am Ufer eines Sees und frisst ganz alleine Klee.

Erst als der Fuchs, als natürlicher Feind eines Hasen, ihn nicht als solchen erkennt, wandelt sich der Blickwinkel des unsicheren Hasen. Durch diese Erfahrung lernt er die Vorteile seiner Andersartigkeit zu schätzen. Dieses Gedicht in eingängigen Paarreimen ruft dazu auf, seine individuellen Stärken und Schwächen anzunehmen. Selbstakzeptanz ist ein zu fördernder Arbeitsbereich, auch schon bei sehr jungen Kindern. Gewöhnlich fällt es ihnen nicht schwer, sich an die Zeilen zu erinnern, sodass es sich perfekt für die Osterzeit zur Einbindung im integrativen Deutschunterricht in den Klassen 1 und 2 eignet.

Blick ins Buch

Das Übungsheft zum Gedicht wurde für die Klassen 1 und 2 konzipiert und bietet differenzierte Aufgaben an, aus denen die Lehrkraft die für ihre Lerngruppe entsprechenden Aufgaben zusammenstellen kann. Es gilt Sätze in die richtige Reihenfolge zu bringen, Reimwörter zu ergänzen, Fragen zum Text zu beantworten oder zu unterschiedlichen Textabschnitten passende Bilder zu gestalten. Damit üben die Schülerinnen und Schüler das sinnentnehmende Lesen, vertiefen ihr Textverständnis und erweitern ihre Lese- und Schreibkompetenz auf der Wort- und Satzebene.


Ein Fokus liegt auf der Verbalisierung der Empfindungen und Emotionen. Die Anwendung des Perspektivwechsels wird angebahnt, indem Schülerinnen und Schüler sich in die Tiere und den Hasen hineinversetzen und die Sprech- und Gedankenblasen zu den Figuren formulieren. Lies und mal-Aufträge, Suchsel und österliche Aufgabenformate runden das Lernangebot zusätzlich ab. Der kurze Text lädt dazu ein, die Geschichte nachzuspielen oder szenisch zu inszenieren.

Fazit

Förderung von Selbstakzeptanz und Toleranz gegenüber von Andersartigkeit.

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Michelle Robinson – Die kleine Zahnfee

Rezension

Zahnfee will ich werden, das ist mein großes Ziel.
Mit meiner Schwester Maja üb ich seit heute viel!

Tilda ist eine fleißige Zahnfee und hängt an den Lippen ihrer Schwester, die wertvolle Tipps und Tricks aus dem Leben einer Zahnfee an ihre jüngere Schwester weitergibt. Sie warnt aber auch vor der wichtigsten Regel, dass das Kind niemals aufwachen darf. Nach einigen Theoriestunden gilt es nun, sich zunächst im Tierreich unter Beweis zu stellen. Denn auch dort verlieren Tierkinder Zähne.

Während es bei Baby Nilpferd noch ohne große Schwierigkeiten verläuft, birgt das Abholen der Beißerchen von Krokodilbabys, Seehunden- und Anakonda-Kindern durchaus seine Gefahren. Doch mit Bravour meistert sie auch diese Abenteuer. Endlich darf sie einem Menschenkind eine Münze unter das Kopfkissen schieben. Doch ausgerechnet an ihrem ersten Tag als Zahnfee passiert ihr das größte denkbare Malheur: Das Kind wacht auf!

Dieses gereimte Bilderbuch spricht ein Thema an, das für Kinder im Alter von 6-8 Jahren eine große Relevanz aufzeigt. Sie identifizieren sich mit dieser für sie äußerst wichtigen Entwicklungsphase und damit auch mit der Thematik. Wie oft erlebe ich es, dass Wackelzähne mitten in der Frühstücksphase sich verabschieden und die Kinder stolz den Zahn für die Zahnfee einpacken, um es unter das Kopfkissen zu legen.

Diese magische Geschichte versprüht einen ganz eigenen Charme. Tilda wird bei ihren Versuchen die Wackelzähne gefährlicher Tiere einzusammeln, immer von Feenstaub begleitet. Dieser umwobene Zauber begleitet auch das Menschenkind bis in den Schlaf, sodass die selige Atmosphäre perfekt zur Gute-Nacht-Geschichte passt.

Bevor die kleine Frieda begreift, was da geschieht,
hat sie mein Feenglitzer schon in den Schlaf gewiegt!

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Fazit

Die kleine Zahnfee und ihr Feenglitzer versprühen eine ganz eigene magische Stimmung!

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Larissa Ribeiro: Im Dschungel wird gewählt

Rezension

Als regierender König der Tiere nutzt der Löwe seine Privilegien und leitet den Fluss zu seinem privaten Schwimmbad um. Dieser Amtsmissbrauch geht an den Tieren des Dschungels nicht spurlos vorbei. Gemeinsam stimmen sie für Neuwahlen und stellen Wahlregeln auf.

Die Kandidaten beteiligen sich in Wahlkampagnen, gestalten Wahlplakate und propagieren ihre Wahlversprechen. Jedes Tier hat seinen Schwerpunkt, den es vertritt. Der Löwe steht für konservative Werte und verspricht zu erhalten, was sich bewährt hat. Der Affe plädiert für Gleichberechtigung und stellt allen Tieren Höhlen und Häuser in Aussicht. Die Schlange spricht sich für Gemeinschaft aus, während das Faultier mit Ruhe und Geduld viel erreichen will. Schließlich entsteht eine gute Regierung nicht über Nacht. Wer wird die Wahl für sich entscheiden können?

Dieses Bilderbuch eignet sich wunderbar zur Forcierung von Demokratie und Mitbestimmung im Schulleben. Vor allem vor Klassensprecherwahlen, ist es eine gute Möglichkeit in die Thematik im Unterricht einzusteigen und die erarbeiteten Wahlregeln zu wiederholen. Besonders spannend ist es hier zu entdecken, dass einige Wahlregeln nur im übertragenden Sinne zu verstehen sind, wenn es z.B. heißt, dass „Gegner grundsätzlich nicht aufgefressen werden dürfen“.

Die Wahlplakate der Tiere lassen sich als Anregung nutzen, um sich klar zu werden, welche Stärken man als KlassersprecherIn mitbringt. Im vierten Schuljahr haben die SchülerInnen meist große Freude diese Idee in die Tat umzusetzen. Das wohl größte Highlight dieses Bilderbuchs ist die erste Regierungsmaßnahme des Wahlsiegers, einen „Rat“ zu gründen, wo miteinander besprochen werden kann, wie das Zusammenleben in Zukunft aussehen soll. Das ist die perfekte Überleitung zum Klassenrat, den die Klassensprecher im 3. und 4. Schuljahr selbstständig leiten. Auch hier gilt, wie im Buch, dass jedes Kind und seine Ideen und Empfindungen bedeutend sind.

Alle sind auf ihre Weise wichtig.

Materialpaket zum Buch findet ihr unter dem folgenden Link.

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Fazit

Demokratisches Denken kindgerecht anbahnen!

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Martin Brown – Tiere, die kein Schwein kennt 2

Rezension

Hund, Pferd oder Meerschweinchen als Lieblingstier? Wie langweilig! Wie wär´s mit Schopfmakak, Dingiso oder Dibatag? Kennst du nicht? Dann ist dieses urkomische Sachbuch genau das Richtige für dich!

Martin Brown stellt in seinem Folgeband von „Tiere, die kein Schwein kennt 2“ die eher unbekannten Tiere dieser Welt auf die Bühne. Gleichzeitig weist er auf die Bedeutung des Umwelt- und Tierschutzes ebendieser Tiere hin. Denn nur was der Mensch kennt, kann und möchte er schützen.

Prägnant sind die Illustrationen, die sich auf einer Doppelseite ausbreiten dürfen. Die Mimik und Gestik der Tiere ist so ausgelegt, dass man unweigerlich mit dem Blick länger darauf verweilt. Ihnen wurden Gefühle, Launen und Stimmungen eingeflößt, die ergründet werden wollen. Doch auch den Sachtexten muss ausreichend Beachtung geschenkt werden. Sie glänzen nämlich auf ihre keineswegs staubtrockene Art und Weise. Und auch hier macht der Autor Gebrauch vom Wortwitz, sodass die Texte sich wie wahre „Fun Facts“ lesen.

… daher entkommen sie ihren vielen Fressfeinden nur, indem sie Fersengeld geben.

Ein kleiner, recht unkonventioneller Steckbrief rundet die Informationstafel ab. Hier werden Fakten zur Größe, zum Speiseplan und zum Lebensraum, stets begleitet von einer vereinfachten Abbildung einer Landkarte, zusammengefasst. Die Kategorie „Status“ stellt dar, wie gefährdet die Art momentan ist. Meine Lieblingskategorie ist jedoch mit dem einfachen Wörtchen „UND“ betitelt. Man könnte es auch mit „Wissenswertes“ ersetzen, doch die Alternative des Autors ist viel ausgefallener und sympathischer.

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Fazit

Für alle Wissenshungrige, die mit Expertenwissen glänzen möchten.

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Rotraut Susanne Berner – Einhorn, Bär und Nachtigall tanzen auf dem Maskenball

Rezension

26 Maskentiere laden zu einem Maskenball ein, der es ganz schön in sich hat! Mit viel Humor und einer ordentlichen Portion Leichtigkeit, packt die Autorin die aktuellen Geschehnisse rund um die Pandemie und der damit verbundenen Maskenpflicht in ein buntes ABC-Reimbuch.

Trotz Maske ist nachts der Gesang
der Nachtigall von süßem Klang.

Beim Maskenball haben die Tiere sich natürlich mit einer Mundschutzmaske verkleidet, auch wenn man zunächst eine andere Feierlichkeit erwarten würde. Die Maskerade ist äußerst amüsant und wird immer in lustige, sich reimende Zweizeiler verpackt. Diese werden von zauberhaften Bleistift-Illustrationen gestützt. So braucht der Bär keine Diät zu machen, denn die Maske hindert ihn ausreichend vor zu übermäßiger Nahrungsaufnahme. Das Faultier braucht fast 20 Stunden, bis es die Maske umgebunden. Die Giraffe muss sich gar keine Sorge wegen ausreichend Abstand machen. Der lange Hals übernimmt es praktischerweise für sie. Und ja, eine Maske kann auch nerven. Lamas finden daran gar keinen Gefallen:

Spucken ist des Lamas Lust,
eine Maske bringt da Frust.


In einem angehängten Mitmachteil werden Kinder dazu animiert, selbst Masken zu gestalten und Gesichter fertig zu malen. Es gibt Punkt-zu-Punkt-Aktivitäten, eine Bildergeschichte, die weitererzählt werden möchte und anregende Fehlersuchbilder. Und warum dieses Bilderbuch nicht mal bei einer Videokonferenz den Kindern zu Karneval oder Fasching vorlesen? Lächelnde Gesichter wären garantiert!

Blick ins Buch
Fazit

Die Maskerade mal auch mit einem Augenzwinkern betrachten – Diese Leichtigkeit ist wohltuend!

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Keri Smith – Mach dieses Bilderbuch fertig

Rezension

Ist ein Buch, das nicht benutzt wird, eigentlich überhaupt ein Buch?
Nein, denn Bücher brauchen ihre Leser.

Achtung! Dieses Bilderbuch ruft zur Interaktion mit dem eigenen Medium auf. Es definiert sich sogar erst durch die Verbindung mit dem Leser und möchte, dass den Seiten Leben eingehaucht wird, indem der Rezipient es mit allen Sinnen in sich aufnimmt: schütteln, riechen, knicken, kritzeln, tanzen … alles ist erlaubt und sogar erwünscht!

Es geht um die Reflexion von Nutzen und dem Benutzen der Bilderbücher im Allgemeinen. Die Autorin beleuchtet durchaus kritisch und doch gleichsam unterhaltsam den gewohnten Umgang mit Büchern. Wenn es nach der Autorin gingen würde, sollte man Bücher regelmäßig nutzen, statt sie nach dem Lesen ins Regal zum Verstauben zu stellen.

Dieses Bilderbuch ist eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort in Papierform. Es macht Lust, lang vergessene Geschichten hervor zu holen und erneut in diese Welt einzutauchen, die man sich nur mit dem Buch teilt. Auch die Illustrationen wirken äußerst inspirierend, denn hier werden mit einfachen Mitteln die Bücher lebendig. In einer Collage bekommen die Bücher ein Gesicht, werden eingekleidet oder fungieren als fliegende Objekte. Die einzelnen Seiten sind zu Booten gefaltet oder dienen als Verzierung von wundersamen Korkenmännchen. Wer mag da nicht einsteigen und auch kreativ werden?

Die vorletzte Seite propagiert ein „Bitte nicht stören!“-Schild, denn Lesestunden brauchen auch hin und wieder Ruhe und Muße, während die letzte Seite passenderweise dazu einlädt das Bilderbuch erneut zu lesen und Neues zu entdecken. Es gibt schließlich viele Möglichkeiten, Zeit mit einem Buch zu verbringen.

Blick ins Buch
Fazit

Ein etwas anderes Bilderbucherlebnis, mit einer kreativen und modernen Botschaft!

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Bewertung: 4 von 5.

Isabel Munoz – Total genial! Leonardo da Vinci

Rezension

Die „Total genial“-Reihe widmet sich berühmten Persönlichkeiten und stellt ihren Lebenslauf anschaulich und kindgerecht dar. In einfacher Sprache folgen junge Leserinnen und Leser den Spuren Leonardo da Vincis von seiner Kindheit bei seinem Vater, der seine künstlerische Ader schon früh entdeckte und förderte, bis hin zu seinen zahlreichen Entdeckungen und dem lebenslangen Durst nach neuen Erkenntnissen.

Die Geschichte seines Lebens ist durchaus beeindruckend. Leonardo da Vinci war eben nicht nur Künstler, sondern auch Forscher in anatomischen Studien, aber auch in Geologie und Architektur bewandert. Er hat zahlreiche Erfindungen hinterlassen. Seinen Werdegang in diesem 40-seitigen Bilderbuch zu begleiten, macht Freude. Die großflächigen Illustrationen konzentrieren sich auf das Wesentliche und führen gekonnt durch die bedeutenden Lebensstationen. Das weltberühmte Wandbild „Das letzte Abendmahl“, „Mona Lisa“, die Fluggeräte und natürlich „Der vitruvianische Mensch“ – es fehlt nichts! Sogar eine Zeitleiste wurde am Ende des Buches zur besseren Übersicht abgebildet. Zuletzt wird mithilfe von 10 Quizfragen das erworbene Wissen gefestigt.

Dieses komprimierte Bilderbuch aus der Ich-Perspektive erzählt, eignet sich wunderbar für Kunstprojekte in der Grundschule, kann aber auch als Nachschlagewerk bei den Themen „Erfindungen“ oder „Berühmte Persönlichkeiten“ im Sachunterricht dienen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls unschlagbar.

Blick ins Buch

Eine vertiefende Möglichkeit sich mit einem Künstler auseinander zu setzen, bieten „Künstler-Falthefte„. Nach einer kurzen Darstellung des Lebenslaufs folgen kreative Arbeitsanregungen für den Kunstunterricht, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig bearbeitet werden können. Neben Leonardo da Vinci sind noch zahlreiche andere Künstler, wie Gustav Klimt, Frida Kahlo, Pablo Picasso oder Vincent van Gogh zu finden.

Fazit

In einfacher Sprache – auf wesentliche Punkte beschränkt – schön bebildert

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Bewertung: 4.5 von 5.

Daniela Kunkel – Das kleine WIR zu Hause

Rezension

Das kleine WIR ist mittlerweile eine Kultfigur und sorgt in vielen Klassenzimmern für ein besseres Klassenklima und die Einhaltung von Klassenregeln. In diesem Band widmet sich das kleine WIR den Familien, denn auch dort ist einiges beim wertschätzenden Miteinander und dem liebevollen Zusammenhalt innerhalb der Familienmitglieder zu tun.

Jede Familie ist einzigartig und besonders. Es gibt große Familien, bei denen die Großeltern mit im Haus leben oder kleine Familien, die aus nur zwei Personen bestehen. Auch Haustiere können eine Familie ergänzen. Die Familienkonstellationen sind vielfältig, doch eines haben sie alle gemeinsam: Jede Familie hat ein kleines WIR. Es verbindet alle Familienmitglieder, vergleichbar mit einem unsichtbaren Wollknäul. Man ist im Herzen immer miteinander vereint, auch wenn man nicht zusammen ist.

Familie Fusselgrün hat ebenfalls ein starkes WIR. Es wird zusammen gekuschelt, gespielt und auch mal beim Aufräumen Quatsch gemacht. Doch irgendwann ziehen in jede noch so fröhliche Familie Gewitterwolken ein. Die unterschiedlichen Bedürfnisse und Empfindlichkeiten führen zu Unmut und Streit. Die negativen Gefühle werden an anderen entladen und dunkle Schimpf-Wolken und Wut-Blitze ziehen auf. Das bringt das kleine WIR zum Schrumpfen, bis es irgendwann gar nicht mehr auffindbar ist.

Jetzt hilft nur Zusammenhalt bei der Suche nach dem kleinen grünen Wesen. Anschließend entwirft Familie Fusselgrün einen „Familien-Gewitter-Notfall-Plan“, um vorbeugend Streitigkeiten zu vermeiden und die Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder angemessen und rechtzeitig berücksichtigen zu können.

Daniela Kunkel hat es wieder geschafft ein Bilderbuch so herzerwärmend und realitätsnah zu illustrieren, das in keiner Familie fehlen darf. Es fängt außerdem die momentane Situation des Corona-Lockdowns mehr als gelungen ein. Familien verbringen nun viel mehr Zeit miteinander und sehen sich vor einige Herausforderungen gestellt. Geschwisterkinder zoffen sich, der Haushalt explodiert und der Ehemann hört einfach nicht zu. Der Haussegen kann schnell schief hängen. Doch auch wenn solche Tage zum Familienleben dazugehören, braucht es zum Ausgleich der Waage liebevolle Erlebnisse und wertvolle Momente miteinander. Praxisnahe Anregungen für die Umsetzung bietet das Bilderbuch in Fülle und Hülle.

Blick ins Buch
Fazit

Das WIR-Gefühl innerhalb von Familien stärken – gewusst wie!

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Bewertung: 5 von 5.

Ursel Scheffler – Ach, du dicker Weihnachtsmann

Rezension

Der Weihnachtsmann hat seine Arbeit für dieses Jahr verrichtet. Alle Päckchen sind verteilt und nun darf er sich endlich ausruhen. Er hat Ferien bis zum nächsten Weihnachtsfest! Entspannt nimmt er ein Fußbad, schläft lange aus und frühstückt am nächsten Morgen fast zwei Stunden lang ganz gemütlich. Nach sieben Brötchen und fünf Tassen Milchkaffee, blättert er in der Tageszeitung und kann seinen Augen nicht trauen. Er liest die fettgedruckte Überschrift und erschreckt gewaltig:

Der Bart muss ab, Herr Weihnachtsmann!

Der Weihnachtsmann entspricht nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit.
Dieser bärtige, fette alte Mann, der Kindern Süßigkeiten und nutzlosen Spielkram
bringt, gehört abgeschafft!

Im Spiegel betrachtet sich der Weihnachtsmann kritisch und muss tatsächlich feststellen, dass er schon einmal fitter und jünger aussah. Also rasiert er sich den Bart ab und entschließt sich, mehr auf seine Gesundheit zu achten. Sein Ziel ist es, ein moderner, gesunder und praktischer Weihnachtsmann zu werden. Er fährt fortan Fahrrad, liest Bücher über „Gesunde Ernährung“, joggt, macht Kniebeugen und Yoga-Übungen, pflanzt Obst und Gemüse an und beschließt nächstes Jahr nur noch nützliche Geschenke zu verteilen.

Ganz still war es auf einmal. Und der Weihnachtsmann dachte: „War das ein verrücktes Jahr!“ Er hatte viel gelernt über sich und die Welt.

Ursel Scheffler präsentiert eine etwas andere Weihnachtsgeschichte, die sich vordergründig auf die Zeit nach Weihnachten konzentriert und genau das in den Blickwinkel nimmt, womit sich die Menschen hauptsächlich beschäftigen: Neujahresvorsätze! Es geht darum, den Winterspeck loszuwerden, die Ernährung umzustellen, sich weiterzubilden und dem Leben grundsätzlich mehr Sinnhaftigkeit zu verleihen.

Jutta Timm bebildert den verschmitzten Weihnachtsmann gekonnt in expressiven und lebendigen Illustrationen. Oft darf man die Bilder, ohne jegliche Texteinschübe, einfach für sich genießen. Die Transformation wird hier äußerst gelungen eingefangen. Das Harmonieverhältnis zwischen Text und Bild spielt erfolgreich Ping-Pong.

Blick ins Buch

Und weil so viele die gleichen Vorsätze wie der Weihnachtsmann haben, lohnt es sich einen Blick auf die „Gesunde Ernährung“ zu werfen. Das kann in Form eines Lapbook erfolgen, welches für das 2. Schuljahr konzipiert wurde. Bleibt gesund und munter!

Fazit

Ein unterhaltsames Bilderbuch für die Zeit nach Weihnachten, mit einem Augenzwinkern erzählt!

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Bewertung: 4.5 von 5.