Rotraut Susanne Berner – Einhorn, Bär und Nachtigall tanzen auf dem Maskenball

Rezension

26 Maskentiere laden zu einem Maskenball ein, der es ganz schön in sich hat! Mit viel Humor und einer ordentlichen Portion Leichtigkeit, packt die Autorin die aktuellen Geschehnisse rund um die Pandemie und der damit verbundenen Maskenpflicht in ein buntes ABC-Reimbuch.

Trotz Maske ist nachts der Gesang
der Nachtigall von süßem Klang.

Beim Maskenball haben die Tiere sich natürlich mit einer Mundschutzmaske verkleidet, auch wenn man zunächst eine andere Feierlichkeit erwarten würde. Die Maskerade ist äußerst amüsant und wird immer in lustige, sich reimende Zweizeiler verpackt. Diese werden von zauberhaften Bleistift-Illustrationen gestützt. So braucht der Bär keine Diät zu machen, denn die Maske hindert ihn ausreichend vor zu übermäßiger Nahrungsaufnahme. Das Faultier braucht fast 20 Stunden, bis es die Maske umgebunden. Die Giraffe muss sich gar keine Sorge wegen ausreichend Abstand machen. Der lange Hals übernimmt es praktischerweise für sie. Und ja, eine Maske kann auch nerven. Lamas finden daran gar keinen Gefallen:

Spucken ist des Lamas Lust,
eine Maske bringt da Frust.


In einem angehängten Mitmachteil werden Kinder dazu animiert, selbst Masken zu gestalten und Gesichter fertig zu malen. Es gibt Punkt-zu-Punkt-Aktivitäten, eine Bildergeschichte, die weitererzählt werden möchte und anregende Fehlersuchbilder. Und warum dieses Bilderbuch nicht mal bei einer Videokonferenz den Kindern zu Karneval oder Fasching vorlesen? Lächelnde Gesichter wären garantiert!

Blick ins Buch
Fazit

Die Maskerade mal auch mit einem Augenzwinkern betrachten – Diese Leichtigkeit ist wohltuend!

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Sophie Schoenwald und Günther Jakobs – Karneval im Zoo

Rezension

Der Zoodirektor Alfons Ungestüm genießt mit seinem Freund Ignaz Pfefferminz Igel das morgendliche Frühstück als vom Küchenfenster ein ohrenbetäubender Tumult die beschauliche Ruhe stört. Natürlich müssen die beiden gleich nach dem Rechten sehen und staunen nicht schlecht beim Anblick der wunderlichen Zootiere.

Freiherr von Löwe ordnete an, dass sich jeder in das Tier verwandeln dürfte, das es schon immer einmal sein wollte.

Ich bin ein Girafant.

So stellt sich die Giraffe vor, die schon immer einmal ein Elefant sein wollte und am langen Hals noch zusätzlich einen Papp-Rüssel hängen hat. Auf Stelzen am Tümpel steht das nächste pink gefärbte Wesen und behauptet ein „Flanil“ zu sein. Schnell wird dem Igel und dem Zoodirektor klar, dass es nur das Nilpferd sein kann, das sich als Flamingo verkleidet hat, weil diese Tiere so schön und elegant sind.

Und so geht die Entdeckungsreise durch den Zoo weiter und stets dürfen die Leser bei den fröhlichen Wortkreationen und den fabelhaft lustigen Illustrationen mitraten und Vermutungen anstellen, was sich hinter „Pinguei“ oder „Flederling“ verbirgt. Und Karneval wäre kein Fest, wenn nicht auch einer der beiden Protagonisten sich für ein Kostüm entscheiden würde. Eine interaktive Geschichte, die die Freude an fantasiereichen Wortspielereien weckt.

Blick ins Buch

Dieses Bilderbuch macht einfach Lust auf Party und Feiern. Es ist bunt, fröhlich und gewitzt. Am Ende erwartet den Leser ein Bastelangebot, das dazu animiert sich aus einem Pappteller eine Igelmaske zu basteln. Neben der Schritt-für-Schritt-Anleitung findet sich auch ein bunter Aufdruck auf Pappe vom Igel Ignaz, der heiter und selbstbewusst drein guckt.

 

Fazit

Fantasiereiche Wortspielereien und fabelhaft lustige Illustrationen! Ein Spaß für die ganze Familie.

 

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