Anja KIel und Angela Glökler – Spannende Detektivgeschichten zum Mitraten

In drei ineinander abgeschlossenen Detektivgeschichten werden spannende Kriminalfälle gelöst. Den Autorinnen ist es gelungen, die wesentlichen Aspekte einer Detektivgeschichte kurz und bündig zusammen zu fassen. Hier wird zunächst der Fall mitsamt der Spuren geschildert. Nachdem das Problem benannt wurde, geht es an das Aufdecken anhand von Hinweisen, die hier und da gekonnt gestreut wurden.

Hier gilt es genau zu lesen und die Puzzlestücke richtig zusammen zu setzen. Die Größe der Schrift ist für Leseanfänger genau passend. Die Illustrationen tragen zum Verständnis bei und lenken den Fokus nicht auf das Erlesen, sondern dem Ausbau des Leseverständnisses. Zudem werden hier die Kriterien der besonderen Textform gut ersichtlich.

Sehr schön ist es auch, dass der Fall nicht aufgelöst wird, sondern die Kinder zum Mitraten animiert werden. Wer gut gelesen hat, wird auf die Lösung kommen. Lediglich die letzte Detektivgeschichte bedarf etwas mehr Knobelbereitschaft. Auf der letzten Seite werden die Lösungen transprent gemacht und spätestens hier stellt sich ein „Aha-Effekt“ ein.

Inhaltlich geht es in der ersten Detektivgeschichte um eine verschwundene Katze. Durch eine Befragung der Nachbarn, kommt die Spürnase dem Täter auf die Schliche. Beim zweiten Fall verschwinden Lesebücher im Klassenraum. Eine Notiz des Täters und der darin enthaltene Schreibfehler entlarvt schließlich den Übeltäter. Bei der dritten Detektivgeschichte entwendet ein Dieb wertvolle Gegenstände und versteckt sie gekonnt. Hier muss kombiniert werden, wo diese sein könnten.

Lesespaß durch entdeckendes Mitraten!

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Carl Wilkinson und Grace Helmer – Wunder der Natur

Hast du dich schon einmal gefragt, warum ein Stein, geworfen in einem bestimmten Winkel und mit einer gewissen Kraft, über das Wasser hüpft? Bestimmte Phänomene in der Natur werden zwar von Kindern beobachtet, können aber noch nicht gänzlich verstanden und erklärt werden.

Das Sachbilderbuch „Wunder der Natur“ hat einige erstaunliche Themen zum Entdecken und Verstehen zusammengetragen. Auf jeder Doppelseite wird einer erstaunlichen Entdeckung nachgegangen. Mithilfe der Bebilderung und den kurzen Texten kommt man dem Verstehen etwas näher.

Viel wichtiger ist jedoch, dass der Blick geschärft wird, die Umwelt etwas genauer zu betrachten und weiter Fragen zu stellen. Genau das schafft dieses Buch! Es regt dazu an, sich mit gewissen Themen noch ausführlicher auseinander zu setzen, zu recherchieren, zu forschen, zu entdecken. Vor allem beim Zweig „Begabtenförderung“ können hier einige Aspekte für Kinder mit ausgeprägtem Forscherdrang an die Hand gegeben werden, um ihre Freude am Lernen aufrecht zu erhalten. Je nach Sachunterrichtsthema können diese Naturphänomene als freiwilliges Referat angeboten werden. Da werden sicherlich einige Kinder mit großem Wissensdurst sich freuen.

Die Themen sind recht breitgefächert. Es geht um Polarlichter und das besondere Flackern am Himmel, um den Feenring auf einer Wiese, das Wunder der Fotosynthese, die Wanderung der Sanddünen, Vulkanausbrüche oder auch den Geysir. Der Fokus liegt auf physikalischen, biologischen und chemischen Vorgängen und Kreisläufen, sodass es eher für Dritt- und Viertklässler zu empfehlen ist. Zum Stöbern in der Leseecke ist es ein großer Gewinn.

Es gibt so viel zu entdecken! Dieses Sachbilderbuch regt an, sich mit vielfältigen Randthemen eingehender auseinander zu setzen.

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Sabine Städing und Nadine Reitz – Die Stoffis

Sabine Städing erweckt auch in diesem zweiten Band der Reihe „Die Stoffis“ Stofftiere zum Leben. Der Untertitel „Alle für einen“ lässt bereits erahnen, dass hier die Werte Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft eine große Rolle spielen. Die sechs aussortieren Kuscheltiere leben in ihrem umgebauten Spielhaus und genießen ihre Eigenständigkeit sichtlich. Doch eines Tages wird Sternchen bei einem Ausflug von einer Kindergartengruppe mitgenommen. Dort wird es zunächst ordentlich gewaschen und lernt beim Trocknen die anderen Spielzeuge kennen. Nicht jeder beneidet die Freiheit von der der Seestern berichtet. Schließlich möchten einige als Spielzeuge von Kindern auch bespielt werden. Andere wägen die Überlegung ab, sich Sternchen und seinen Freunden anzuschließen, schließlich sind sie schon älter und mögen das Gezerre bei den Kleinkindern nicht mehr so gerne. Währenddessen überlegen Sternchens Freunde, wie sie ihn aus seiner misslichen Lage befreien sollen und machen sich mit vereinigten Kräften auf zur besonderen Rettungsaktion.

Die Idee Stofftieren Leben einzuhauchen ist absolut kindgerecht umgesetzt und wird von den fröhlich bunten Illustrationen gestützt. Kindergartenkinder und auch Erstklässler können sich sehr gut in die Handlung hineinversetzen. Schließlich fantasieren sie ebenfalls und erfinden für ihre kuscheligen Lieblingsbegleiter Erlebnisse jeglicher Art. Getragen wird die Geschichte von der Sicherheit, dass Freunde einem immer zur Seite stehen und der Akzeptanz von Andersartigkeit. Die Schildkröte ist zwar langsam, doch dafür eine kluge Ratgeberin. Dem Bären fehlt ein Arm und doch kann er mit einem großen Herzen glänzen. Die Tiere ergänzen sich perfekt und zeigen wie Inklusion ganz natürlich gelingt. Kleine Sticker der wunderbaren Charaktere können nach jedem Kapitel vorne im Buch eingeklebt werden oder auch an die Kinder in der Lerngruppe verteilt werden. Die Freude wird groß – so oder so!

Fantasievoll und inklusiv – Wertevermittlung der Zusammengehörigkeit

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Patricia Thoma – Unsere Zukunft träumen

Die Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt.

(Albert Einstein)

Wie sieht es in der Zukunft aus? Die Welt von morgen beschäftigt den menschlichen Geist seit jeher. Patricia Thoma inspiriert in ihren großflächigen und opulenten Bildcollagen den Blick auf Denkräume zu lenken, die bisher vielleicht für manche verschlossen waren. Sie macht Mut das Undenkbare zu denken und zu wagen. Als Künstlerin stellt sie die kreative Ader in den Mittelpunkt dieses Sachbuchs und den Gedanken, dass das Spiel und die Fantasie die Wurzeln jeglicher Entwicklung darstellen.

Jede Doppelseite widmet sich einem Unterthema aus den Bereichen „Wohnen“, „Kleidung“, „Nahrung“, „Verkehr“, Energie“, „Bildung“ und schließlich „Spiel“. Gefüttert werden die Themen mit reellen Beispielen von Personen, die z.B. Kleidung entworfen haben, die fühlen kann. Erstaunlich ist außerdem, dass es bereits künstlichen Bäumen gelingt, Atemluft zu produzieren. Bewegliche Unterkünfte, wie es bei Mongolen die Jurten sind, könnten eine Wohnstätte der Zukunft sein.

Die Zukunft ist ein gestaltbarer Raum für Visionen, Ideen, Werte und unendlichen Möglichkeiten. Man darf aus Ideen der Vergangenheit schöpfen, auch mal ruhende Projekte aufgreifen und bei Entwicklungen lustvoll entwerfen und spielerisch erproben. Alle Erfindungen und Innovationen begannen schließlich auch mit einem spielerischen Ausprobieren, voll von kindlicher Neugierde und mutiger Fantasie.

Natürlich bietet es sich an, darauf aufbauend die Kinder oder Jugendlichen ihre Zukunftshäuser oder Fortbewegungsmittel künstlerisch gestalten oder beschreiben zu lassen. Auch die vorgeschlagenen Häuser aus Lehm sind es wert nachgebaut zu werden, genauso wie die Kleidung, die Leben rettet und Menschen zu ernähren vermag.

Inspirierende Ideen und Informationen, die anregend wirken und zum Handeln, Ausprobieren und Gestalten herausfordern.

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Silvesterbräuche in anderen Ländern – Lesekartei

Diese Sachtexte-Lesekartei beschäftigt sich mit teilweise skurrilen Silvesterbräuchen und Traditionen in anderen Ländern der Welt. Dem Jahreswechsel wohnt schließlich so einiger Aberglaube inne. Der Blick über den Tellerrand hinaus, bringt einiges Spannendes und Interessantes zutage.

Warum legen die Menschen in Kolumbien direi Kartoffeln über den Jahreswechsel unter das Bett? Was bedeutet der höchste Scherbenberg vor der Tür in Dänemark? In welchem Land rutscht man nicht ins neue Jahr, sondern springt stattdessen? Und wo feiert man Silvester ganze 16 Tage?

Die Sachtexte sollten ausgedruckt und mit den jeweils dazugehörigen Aufgaben auf der Rückseite laminiert werden. Die Kinder benötigen für die Bearbeitung einen Folienstift. Die Übersicht zu den Aufgaben ist in differenzierter Form vorhanden. Das Aufgabenangebot mit einem Stern bietet eine Wahlaufgabe an, während die Übersicht mit zwei Sternen zwei Wahlangebote von den Kindern abverlangt.

Je nach Klassengröße empfiehlt es sich, die Lesekartei in 2-facher Ausführung anzubieten. Beim Implementieren im Wochenplan wird ein Ausdruck genügen.

Folgende Länder wurden berücksichtigt:

  • Allgemeine Infos
  • Deutschland
  • Irland
  • Kolumbien
  • Dänemark
  • Brasilien
  • China
  • Indien

Weihnachtsferien-Bingo | Steckbrief | Schmuckblatt

Als Alternative zum klassischen Erzählen im Sitzkreis nach den Ferien, eignet sich die spielerische Umsetzung des Weihnachtsferienbingos. Es ist eine unkomplizierte Methode, die keiner großen Vorbereitung bedarf und trotzdem den Schülerinnen und Schülern einen Austausch über Erlebtes ermöglicht.

Jedes Kind erhält ein Bingo-Spielfeld und begibt sich, ausgestattet mit einem Bleistift, durch die Klasse. Es befragt seine Mitschülerinnen und Mitschüler zu den angegebenen Feldern. Sollte es eine Person finden, auf die das Erlebnis zutrifft, wird der Name in das freie Feld notiert. Selbstverständlich kann das entsprechende Kind auch selbst unterschreiben und somit das Erlebnis bestätigen.

Die Spielregeln können natürlich je nach Lerngruppe abgewandelt werden. Denkbar ist es, dass vorab geklärt ist, dass nur ein Name eines Kindes in ein Feld notiert wird, was zur Folge hat, dass man mit vielen unterschiedlichen Kindern ins Gespräch kommt.

Der Spielcharakter wird durch die Tatsache ermöglicht, dass bei vier Feldern, die waagerecht, senkrecht oder diagonal vollständig ausgefüllt sind, Bingo gerufen werden kann. So endet das Spiel für alle. Alternativ wäre es möglich, die Kinder zur leisen Musik umherschleichen zu lassen und nach einer gewissen Zeitspanne, die Musik auszuschalten und nach den meist ausgefüllten Feldern zu fragen oder besonders spannende Ereignisse wiedergeben lassen etc.

Sollte der Fokus auf der Verschriftlichung liegen, kann das weihnachtliche Schreibblatt Verwendung finden. Dieses und die Schnappschüsse liegen in unterschiedlicher Lineatur vor, sodass das Arbeitsblatt in den Klassen 2-4 eingesetzt werden kann. Für den Anfangsunterricht eignet sich der Steckbrief, der gestützt durch Piktogramme zum Ausfüllen einlädt. Hierbei kann gemalt oder geschrieben werden, sodass entsprechend Differenzierung gewährleistet ist.

Kobi Yamada und Charles Santoso – Danke dir, Leben

Die besten Dinge im Leben sind meist überhaupt keine Dinge. Sie sind gelebte Erfahrungen, gefühlte Emotionen und die Verbindungen, die wir eingehen. Das ist es, was in unserer Erinnerung funkelt. Gerade dann, wenn wir dankbar sind, vollbringen wir unsere schönsten Taten und können unsere kostbarsten Momente wertschätzen.

Nach dem fantastischen Bilderbuch „Das Glück in dir“ des Erfolgsautors Kobi Yamada, folgt das Nachfolgeband in Zusammenarbeit mit dem Illustrator Charles Santoso. Alle Fans werden sich freuen, hier und da auf die niedliche Ente zu treffen, die hier ihr Comeback feiert und einen gebührenden Gastauftritt genießt. Das Vorwort fasst bereits gekonnt zusammen, dass Dankbarkeit ein Wert ist, der gelernt werden kann. Die Vorstufe ist es, dass wir uns bewusst den Dingen im Jetzt zuwenden und das Empfinden von Freude trainieren.

Dafür begleitet uns der weichfellige Bär, der nur so vor Niedlichkeit strotzt, durch die Doppelseiten, die alle auch alleine für sich stehen können. Selbstsicher stupst er an den richtigen Stellen an und lässt einen selbst reflektieren. Schließlich verbirgt sich das Außergewöhnliche im Alltäglichen. Dankbarkeit strahlt in einer blühenden Blume, in der Umarmung eines Freundes oder dem Lächeln des Gegenübers.

Sei gegenwärtig in deinem Leben. Halte kleine Freuden fest.
Du verpasst sonst, was gerade ist.
während du bereust, was hätte sein können,
oder dich sorgst; was sein könnte.

Das Einzige, was wir haben, ist das Jetzt. Die Vergangenheit ist passé und die Zukunft in weiter Ferne. Man darf die Ängste und Sorgen loslassen. In der Gegenwart sollten wir uns und andere im Wachstum unterstützen, einander helfen, Komplimente verteilen, Liebe teilen und so wird alles Freundliche ein Teil von uns. Welch einfachen und doch wichtigen Botschaften hier so leicht ausgesät werden! Dankbarkeit zu leben ist eine bedeutende und kostbare Lebenskompetenz. Es beginnt immer bei einem Selbst und der Selbstfürsorge.

So strahlt der Bär in seiner kindlichen Pose beim Greifen der Zehen Glückseligkeit und Zufriedenheit aus. Das Cover erleuchtet in glänzenden Buchstaben das innere Gemüt der Balance, Achtsamkeit und Harmonie. Es überrascht auch nicht, dass viele Seiten weiße Leerstellen aufweisen, die gefüllt werden möchte, eben von wirklichen und echten Erlebnissen, Geschichten, Reisen und Momenten.

Ein Bilderbuch zum Verschenken oder Immer-Wieder-Anschauen!

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Lesespaziergang „Karnevalsfeier“

Der Lesespaziergang „Karnevalsfeier“ fördert das sinnentnehmende Lesen und motiviert die Schülerinnen und Schüler durch Bewegung ihre Detektivfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die bunten Karten mit den Verkleidungen sollen gut verteilt im Klassenraum und im Flur aufgehangen werden.

Die Kinder lesen zunächst den einleitenden Text und versuchen anschließend zu erraten, welches Kind bei der jeweiligen Zahl gemeint sein könnte. Die Lesetexte bleiben auf den Plätzen liegen, während die Kinder durch die Klasse schleichen und das gesuchte Kostüm versuchen ausfindig zu machen. Den darunter stehenden Zahlencode müssen sie sich merken und schulen somit zusätzlich ihre Merkfähigkeit und Konzentration.

Zurück an ihrem Platz notieren sie den Zahlencode auf dem letzten Blatt ihres Lesespaziergangs. Damit können sie die Zahlen in Buchstaben übersetzen und so herausfinden, wer den Edelstein der Ägypterin stibitzt hat.

Es ist möglich die vier Arbeitsblätter doppelseitig und bei Bedarf auch verkleinert zu kopieren, sodass die Kinder 1 bzw. 2 DIN-A4 Blätter für einen Spaziergang erhalten. Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler können ein Zusatzarbeitsblatt mit ergänzenden Aufgabenformaten erhalten. Lösungen liegen stets für die Selbstkontrolle bei.

Robin Cruise und Valeria Docampo- Lunette, die Zahnfee: Die wahre Geschichte

Es gab eine Zeit vor der Zahnfee. Wie kam es eigentlich dazu, dass Kinder ihre ausgefallenen Zähne unter das Kopfkissen legen und am nächsten Tag stattdessen eine Münze vorfinden? Diese wahre Geschichte erzählt von der liebenswerten Lunette. Die kleine Fee braucht eine Weile, um ihr Talent im Zaubern zu finden. Eines Tages sieht sie einen traurigen Jungen mit einem Wackelzahn. Da es sein erster wackelnder Zahn ist, hat er große Angst.

Lunette macht dem Jungen Mut und bittet ihn den Zahn unter das Kopfkissen zu legen und das Licht nachts brennen zu lassen. Und so kommt es, dass sie über Nacht für ihn ein Nähkissen in Form eines Sterns näht, darin eine Münze verstaut und sie dem Jungen bringt. Für jeden ausgefallenen Zahn werden bis heute funkelnde Sterne am Himmel zum Leuchten gebracht – besprenkelt mit einem magischen Gemisch aus Feenstaub und ausgefallenen Zähnen der Kinder.

Die wunderschönen, leichten und feenhaften Illustrationen stammen von der talentierten Valeria Docampo, die bereits „Die große Wörterfabrik“ bebildert hat. Auch diese Bilder strahlen eine gewisse Ruhe und Zuversicht aus. Diese Geschichte rund um den Beginn der eigentlichen Bestimmung der Fee Lunette nimmt den Kindern schnell die Angst. Das Konstrukt der Zahnfee bekommt einen Rahmen und einen Inhalt. Die Überleitung zu den Sternen, wozu die Kinderzähne nötig sind, macht Sinn und scheint nachvollziehbar. Außerdem ist es ein schöner Gedanke seine Zähne für etwas Größeres herzugeben, statt nur für die materielle Münze. Es versteht sich von selbst, dass das Nähen eines Sterns mit einer kleinen Tasche Voraussetzung für die Lektüre ist.

Ein schönes Bilderbuch zum Erklären des Konstrukts der Zahnfee – keine Angst mehr vor dem Wackelzahn!

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Tom Fletcher – Der Weihnachtosaurus und die böse Liste

Der Weihnachtsmann ist erschüttert, denn das erste Mal überhaupt ist die Liste mit den unartigen Kindern, denen er keine Geschenke ausliefern darf länger als die der artigen. Hier kann es nicht mit rechten Dingen zugehen, denkt er sich und schickt seinen blauen Helfer, den Weihnachtosaurus los, um das Mysterium zu lösen.

Nach und nach besucht der eisblaue Dinosaurier die unartigen Kinder und lenkt sie wieder auf den richtigen Weg. Da wäre Ronnie Pranke, der sich das Taschengeld seiner Mitschüler aneignet oder die beiden Schicki-Micki-Mädchen, die sich wie Prinzessinnen aufführen oder auch Marvin Johnson, der der Konsolensucht verfällt. Die Darstellungen der Figuren decken eine große Bandbreite an Identifikationsfiguren ab. Mit den Problemen der ein oder anderen werden sich einige angesprochen fühlen. Juwelina Schein ist das Influencer-Gesicht, das die Aufmerksamkeit der anderen für ihr Selbstwertgefühl braucht und im Kern eigentlich vor Unsicherheit strahlt.

Die Botschaft ist für alle Kinder eindeutig und heißt, dass sie es selbst in der Hand haben etwas zu verändern und jeder eine zweite Chance verdient hat. Es ist nichts in Stein gemeißelt und so auch nicht die Liste des Weihnachtsmanns. Das magisch-weihnachtliche Abenteuerbuch für die ganze Familie ist mit comicartigen Illustrationen geschmückt und ist von der Leseart ein Pageturner. Zudem trumpft es mit typografischen Schriftzügen auf, die die Aufmerksamkeit popartig auf sich lenken. Das Eintauchen kann auch gerne im Familienkreis auf einer Couch geschehen, wenn sich Eltern und Kinder beim Vorlesen abwechseln und ins Gespräch darüber kommen, ob sie den ein oder anderen Charakter in der Realität auch kennen.

Aktuelle Probleme in verschiedenen Charakteren zauberhaft verpackt – Veränderung ist möglich!

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