Julia Kamps und Andrea Muschkowski – Der Sprache auf der Spur • individuell und kooperativ

Der Sprache auf der Spur - individuell und kooperativ

Die Grammatikkartei Der Sprache auf der Spur aus dem Finken-Verlag bietet ein Angebot zum handelnden Umgang mit der Sprache an. Die Karteikarten richten sie an Kinder ab dem 3. Schuljahr.

Konzept:
Die Kinder
gehen mit der Sprache zunächst intuitiv um, betrachten sie daraufhin bewusst und wenden sie spielerisch an. In den einzelnen Themenbereichen (Nomen/Substantive; Verben; Adjektive; Wortarten; Sätze; Satzglieder; Sprachspiele) soll das sprachliche Wissen durch individuelle und aber auch kooperative Entdeckungen erworben werden.

Inhalt:
Die Kartei setzt sich aus insgesamt 105 Aufgabenkarten zu den in den Bildungsstandards verankerten Lernbereichen „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ zusammen. Hier sind alle grammatischen Phänomene, die in der Grundschule behandelt werden, aufgeführt. Zu jeder Aufgabenkarte wird in einem Lösungsheft das richtige Ergebnis präsentiert. Das Begleitheft beinhaltet eine CD. Hier stehen dem Nutzer Selbsteinschätzungsbögen, ein Lerner-Mini mit der dazugehörigen Faltanleitung, Tippkarten und Placemat-Vorlagen im PDF-Format zum Ausdrucken bereit. Des Weiteren werden für die Schülerhand 3 Folientaschen mit den dazugehörigen Folienstiften geliefert.

Aufbau:
Der Aufbau der Karteikarten beachtet die aufeinanderfolgenden Bereiche „Wort, Satz, Text“, sodass die Schüler zunächst die Wortgrammatik in den Blick nehmen, bevor sich die Satzgrammatik anschließt. Durch die klare Ordnung haben Kinder die Möglichkeit sich individuell ein Phänomen auszusuchen und interessengeleitet daran zu arbeiten. Durch eine gezielte Selbstreflexion, dank der Selbsteinschätzungsbögen, setzen sich Kinder gezielt mit grammatischen Mustern und Strukturen auseinander. In vielen Aufgabenstellungen ist die kooperative Lernform eingeschlossen. In kleinen Lerngruppen kann somit ein Austausch über sprachliche Entdeckungen stattfinden. Die Arbeitsaufträge sind so gestaltet, dass sie im Heft oder aber auch mithilfe einer Folientasche direkt auf der Karte bearbeitet werden können.

Einsatz:
Die Aufgabenkarten können differenziert eingesetzt werden. Eine Möglichkeit ist, dass die Lehrkraft gemäß den unterschiedlichen Förderschwerpunkten, den Kindern eine festgelegte Reihenfolge und/ oder auch gezielte Karten empfiehlt. Eine zweite Möglichkeit ist, dass sich die Kinder nach eigenen Interessen die Karten aussuchen. Die Lehrkraft kann aber auch bestimmte Karten für den Einsatz im Förderunterricht auswählen.

Das Besondere an dieser Kartei ist die für den Finken-Verlag typische, sehr ansprechende Gestaltung des Unterrichtsmaterials. Auch hier sind die Karteikarten sehr übersichtlich, strukturiert, farblich sortiert zusammen gestellt, sodass die Kinder sich ohne viel Mühe zurecht finden können. Auch die bunten Zeichnungen sind sehr reizvoll and „catchy“. Zur Vertiefung der Thematik „Adjektive“ habe ich für den Förderunterricht eine Karteikarte herausgesucht, die sich auf die spielerische Anwendung der meist trockenen grammatischen Phänomene konzentriert. Es sollte ein Werbeplakat mit möglichst vielen Adjektiven gestaltet werden. Als Produktvorschlag wurde eine „Ferienverlängerungsmaschine“, ein „Hausaufgabenroboter“ und eine „Zimmeraufräummaschine“ präsentiert. Meine Schüler waren nach dieser zeichnerischen Darbietung „Feuer und Flamme“ und wollten natürlich ihre ganz eigene Version dieses Produkts entwickeln und integrierten so ganz nebenbei auf spielerische Art und Weise eine Unmenge an Adjektiven.

Grammatikkartei - Adjektive

Dieses Beispiel zeigt wie kindgerecht, motivierend und handlungsorientiert dieses Material ist. Des Weiteren sind die Tippkarten positiv hervorzuheben. Kategorisiert nach den jeweiligen Lernbereichen, können Kinder sich ganz selbstständig Tipps bei Unsicherheiten oder Fragen holen. Der Lernbereich „Sprachspiele“ wurde bisher mit sehr großer Beliebtheit bearbeitet. Die kooperativen Arbeitsaufträge kommen mir sehr entgegen, da ich im Förderunterricht nach dem Lerntandem-System arbeite, sodass lernschwächere und leistungsstärkere Kinder zusammen arbeiten und voneinander lernen können.

Es wäre wünschenswert die Selbsteinschätzungsbögen im Word-Format vorliegen zu haben, um noch nicht behandelte Punkte entfernen zu können und die Vorlage der Lerngruppe anzupassen. Ansonsten bin ich von der Grammatikkartei hellauf begeistert und freue mich auf viele weitere motivierende und entdeckende Aufgabenformate in Verbindung mit leuchtenden Kinderaugen!

Der Sprache auf der Spur

Eine lohnende Investition für alle, die den handelnden und entdeckenden Umgang mit dem Lernbereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ schätzen.

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Karsten Koll und Jürgen Rudolph – Wenn es mit Schülern, Eltern und Kollegen mal schwierig wird

Wenn es mit Schüler, Eltern und Kollegen mal schwierig wird

Wir  wissen, dass Lehrer in ihrem Berufsalltag oft hartem Wind ausgesetzt sind und nicht selten ganz allein auf der „Brücke“ stehen. Dann steht oft die Frage, wie ich die Segel setzen muss, damit ich mein Ziel erreiche – und das möglichst entspannt, ohne Kraftverschwendung und zum Wohle aller, auch zu meinem Wohl (S. 6).

Wie dieser Ausschnitt aus dem Vorwort so bildlich beschreibt, sind Lehrer in der Tat vielfältigen Anforderungen im Schulalltag ausgesetzt. Sie werden mit zahlreichen Konflikten konfrontiert und müssen das soziale, erfüllende und konstruktive Miteinander stets im Auge behalten.

Dieser Ratgeber zeigt 50 realistische Fallbeispiele auf und bietet für die Klassen 1- 10 exemplarische Lösungsvorschläge. Dabei finden wiederkehrende Konfliktfälle nicht nur mit Schülern, sondern auch mit Eltern und Kollegen Erwähnung. Das letzte Kapitel konzentriert sich auf die Kooperation mit uns selbst.

Jedes Fallbeispiel beginnt mit einer kurzen Beschreibung des Problems. Es folgen einige Überlegungen zu den Gründen des jeweiligen Verhaltens und werden mit der Überschrift „Das könnten Sie tun“ abgerundet. Hierbei werden dem Leser konkrete Fragenformulierungen an die Hand gegeben, von denen ausgegangen wird, dass sie für den Fall nützlich sein könnten.

Auf die Konflikte im Lehrerleben wird man im Referendariat meist unzureichend vorbereitet, umso harter trifft einen der eisige Wind im Schulalltag, um bei der bildlichen Sprache der Autoren zu bleiben.

Die Auswahl der Fallbeispiele ist sehr gelungen und durchaus realitätsnah. In der nicht allzu langen Zeit als Vollzeitlehrerin habe ich sicherlich 75% der beschriebenen Problematiken selbst erlebt. Den größten Teil der Schwierigkeiten nehmen die Schüler für sich in Anspruch, so orientiert sich auch das Buch, den Umfang betrachtend, vordergründig an Problemen mit einzelnen Schülern. Hier geht es um Fallbeispiele rund um Interessensverlust, Respektlosigkeit, Verweigerung der Beteiligung, gelegentliche Hausaufgabenerledigungen, Mobbing, Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten etc.

Im darauffolgenden Kapitel „Wenn es mit Eltern mal schwierig wird“ werden Problematik wie „aufdringliches und häufiges Anrufen“, „Streitigkeiten getrennter Eltern“, „Verdacht auf Misshandlung“, „Nicht-Einverständnis mit einer Zensur“ oder „Klagen über das langsame Vorgehen im Vergleich zur Parallelklasse“ behandelt. Innerhalb des Kollegiums gibt es aber auch oft Unstimmigkeiten, wie z.B. die Bevorzugung einiger Lehrer von der Schulleitung, das Reden hinter dem Rücken oder aber auch das „Nicht-Leiten“ der Schulleitung.

Besonders wichtig finde ich persönlich das oft vernachlässigte Themengebiet „Lehrergesundheit“. Als Lehrer nimmt man sehr viel aus dem Schulalltag nach Hause. Da fällt es vielen schwer vollständig abzuschalten und so animiert das letzte Kapitel zur Reflexion in Bezug auf „Feierabend“, „Danken“, „Sich-Gutes-tun“ oder auch „Freizeit gestalten“.

Mithilfe der exemplarischen Lösungsstrategien können zur Eigenreflexion Sichtweisen herangezogen werden, die man vorher vielleicht gar nicht bedacht hat. Außerdem kann man in ein evtl. belastendes Gespräch etwas besser vorbereitet gehen und womöglich auch mehr Selbstsicherheit ausstrahlen, weil man sich mit der Problematik eingehender befasst hat. Ich finde dieses Sammelsurium an Fallbeispielen sehr durchdacht. Es wäre zusätzlich noch wünschenswert gewesen etwas Konkretes an die Hand zu bekommen, wie z.B. Transparenzpunkte zur Strukturierung eines Elterngespräches, Fragebögen zum Arbeitsklima oder Formulare zur eigenen Einschätzung eines Elterngespräches bzw. Festhalten von Zielvereinbarungen etc.

Wenn es mit Schülern, Eltern und Kollegen mal schwierig wird

Material

Als zusätzliches Material habe ich eine exemplarische Sammlung an möglichen Transparenzpunkten zur Strukturierung eines Elterngespräches erstellt. Hierbei kann sich die Lehrkraft die jeweiligen Punkte für Elterngespräche herauspicken, um den Ablauf des Gespräches zu visualisieren.

Elterngespräch

Ein Ratgeber mit vielen interessanten und reflexionsanregenden Gedankengängen und Fragenformulierungen.

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Jonathan London – Froggy’s Halloween

Jonathan London - Froggy's Halloween

Froggy ist ganz aufgeregt. Schließlich ist bald Halloween! Völlig ratlos, als was er sich verkleiden soll, stellt er sich die unterschiedlichsten Kostümierungen vor, u.a. superfrog, ghost oder doch lieber vampire? Auch in der Schule kann sich Froggy kaum auf den Unterricht konzentrieren, ihm schweben weitere Halloweenkostüme vor: football player, comboy, zombie?

Die Eingebung kommt recht bald und so stolziert Froggy überglücklich auf der „Halloween parade“. Doch nicht nur er findet sein Kostüm äußerst gelungen, auch Frogilina hat ein Auge auf ihn geworfen…

Ich habe für den Englischunterricht in einer dritten Klasse, ein Bilderbuch gesucht, das die unterschiedlichen Kostümierungen thematisiert. Bei Froggy’s Halloween bin ich fündig geworden, obwohl ich es sehr schade finde, dass man nicht durchgehend an dem ursprünglich gruselig-angehauchten Charakter von Halloween festhält.

Der Originaltext wurde von mir umgeändert, vereinfacht und meiner Lerngruppe angepasst. Mir war es besonders wichtig sich wiederholende Satzstrukturen im Text zu haben. So haben die Kinder die wiederkehrende Frage von Froggy „What shall I dress up as for Halloween?“, sowie „No. It’s not spooky enough.“ stets mitgesprochen.

Die „kleine Liebesgeschichte“ hat leider etwas von der Halloween parade abgelenkt und in meiner Lerngruppe keinen großen Anklang gefunden. Das Ende der Geschichte konnte dafür etwas von der vorherigen Enttäuschung wettmachen. Damit konnten sich dann alle identifizieren und der besondere Witz ist bei allen angekommen.

Ebenfalls schön ist der integrierte „trick or treat“-Reim, den meine Kinder schon vorher kannten und somit durch eine äußerst amüsante Zeile erweitern konnten.

Froggy's Halloween

Material

Als post-activity sollten die Kinder sich eine eigene Kostümierung ausdenken, malen und mit den im Plenum gesammelten Satzanfängen „I’m wearing …“, „I’ve got …“ „My … is/are …“, „I can…“ einem Partner beschreiben.

Halloween costume

Für den thematischen Fokus rund um Halloween-Kostüme durchaus für den unterrichtlichen Einsatz geeignet, allerdings mit einigen Einbüßen in der inhaltlichen Ausgestaltung.

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Harriet Russell – Unmöglich?!

Harriet Russell - Unmöglich?!

Rezension

Wenn die Zeit rückwärts liefe, was würde aus Schmetterlingen werden? Und aus gegessenen Äpfeln?  Aus Fröschen? Unendlichkeit ist etwas, das kein Ende hat, so wie die Zahl 8 oder eine Schwimmbrille. Wenn eine blaue Schüssel rot ist, welche Farbe hat sie dann?

In diesem Buch für Querdenker sind ein paar unmögliche und möglicherweise alberne Fragen zusammen getragen. Viele Rätsel funktionieren ausschließlich mit den dazugehörigen Illustrationen. Hier wird die Kunst des Denkens angeregt und die Kinder herausgefordert über das Mögliche hinaus zu sinnieren und sich mit den merkwürdigsten Fragen zu beschäftigen.   Eigenständige, originelle und kluge Köpfe haben hier die Gelegenheit zu kleinen Philosophen und Problemlösern heranzuwachsen.

„Ein brennendes Eis“ – Das Titelbild spiegelt die Grundidee dieses Buches über das Unmögliche sehr gut wider. Hier treffen Gegensätze aufeinander und bringen die Leser in Versuchung weiterzudenken, zu spinnen, zu philosophieren. Nicht alle Denkanregungen sind schlüssig, logisch oder tiefsinnig. Zu vielen Fragen gibt es keine eindeutige Antwort. Doch darum geht es auch nicht.  Bei diesem Buch raucht das Gehirn.

Die Illustrationen sind genauso frech, verschmitzt und spitzbübisch, wie der dazugehörige Text. Es macht Spaß den verlorenen Handschuh im Herbstlaub zu suchen, nur um etwas später feststellen zu können, dass es ihn dort gar nicht gibt, sonst wäre er ja nicht verloren.

Blick ins Buch

Harriet Russell - Unmöglich?!

Die unsichtbare Klapperschlage ist hier.
Was soll das heißen, du kannst sie nicht sehen?
Natürlich nicht – schließlich ist sie unsichtbar.

Fazit

Dieses Buch bringt uns in Versuchung anders zu sehen, zu gehen, zu fühlen. Es eröffnet neue Perspektiven und unkonventionelle Betrachtungsweisen.

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Steve Cox – Bist du das, Monster?

Steve Cox - Bist du das, Monster

Ben und seine kleine Schwester freuen sich gemeinsam mit ihren Freunden ein nächtliches Zeltlager im eigenen Garten aufbauen zu dürfen. Doch was, wenn sich hinter den dunklen Büschen ein Monster versteckt? Die Kinder beschließen ihre nähere Umgebung vor dem Einschlafen erst einmal zu erkunden. Sie begeben sich in die Garage und glauben im Autohänger die Spucke vom Monster entdeckt zu haben, als sich herausstellt, dass es bloß Papas Malerfarbe ist.  Auch das angebliche Fell des Monsters entpuppt sich lediglich als ein kuscheliges Kaninchen. Spielt die Fantasie der Kinder ihnen einen Streich oder werden sie tatsächlich ein Monster antreffen?

Das Bilderbuch ist ein privilegiertes Medium für wirkungsvolle Inszenierungen psychischer Phänomene und Prozesse. Es spricht eine doppelte Sprache – die grafische und die literarische.

In diesem Bilderbuch wird die Erfahrung von Angst, die zu unserem natürlichen menschlichen Dasein gehört, thematisiert. Die kleinen Protagonisten werden angehalten, nicht ängstlich zu sein, sondern vielmehr forsch und mutig das Leben und somit ihre Unsicherheiten anzupacken. Dem Tastsinn wird in diesem Buch eine große Bedeutung zugeschrieben. Hinter fünf hervorstehenden Klappen verbergen sich mit Noppen versehenes Plastik, Klebepapier, Moosgummi etc. Durch das Befühlen sind die Kinder gezwungen zu beschreiben, wie sich das verborgene Material anfühlt. Gleichzeitig stellen sie Vermutungen auf, welcher Teil des Monsters es womöglich sein mag.

Glücklicherweise schaut das Pop-up Monster auf der letzten Seite nicht so gruselig drein, wie sein Vorgänger, der Wolf. Die rosafarbene Latzhose und der Lidschatten haben beinahe etwas Niedliches an sich, weshalb der Junge rechts eher neugierig auf das Monster zu blicken scheint.

Dieses Bilderbuch bietet einen tollen Gesprächsanlass für jüngere Kinder. Ich habe dieses Bilderbuch im ersten Schuljahr, in einer Förderstunde mit 5-Jährigen, zur Förderung der mündlichen Sprachhandlung eingesetzt. Durch die nicht einsehbaren Klappen sind die Kinder gezwungen zu beschreiben, wie sich das Befühlte anfühlt. Gleichzeitig werden sie angehalten nach den passenden Adjektiven zu suchen, weiterzudenken und Vermutungen anzustellen. Somit haben wir zusätzlich den Wortschatz in Bezug auf „Adjektive“ ganz spielerisch und am Kind orientiert erweitert.

Steve Cox - Bist du das, Monster?

Spannendes Bilderbuch, das sich hervorragend zur Förderung der mündlichen Sprachhandlung eignet.

 

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Anton Poitier und Sophia Touliatou – KrokoNil und ZebraFant

KrokoNil und ZebraFant

In diesem bunten Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, verstecken sich insgesamt 4 Tiere. Mit einem lustigen Reim stellen sie sich vor, nennen ihre besonderen Eigenschaften und was sie als Tier ausmacht. Nun gilt es hinter den folgenden vier Lamellen-Klappen, durch die der Leser lediglich ein Augenpaar sieht, das richtige Tier auszumachen.  Das Suchsel wird stets durch die wiederkehrende Fragestellung „Ist (der Elefant) hier?“ eingeleitet.

Auf der letzten Seite wird der Leser zum erneuten Lesen mithilfe einer herausfordernden Frage animiert. Hier ist nun die Merkfähigkeit der Kleinen gefragt. Welche vier Tiere hatten sich noch einmal beim Löwen nebeneinander versteckt? Auch das Zählvermögen wird trainiert und die Kinder dazu angeregt die Gesamtzahl der im Buch abgebildeten Tiere zu nennen.

Dieses Bilderbuch erinnert mich von der Aufmachung sehr stark an „Kuckuck, wen bin ich?“ von Guido van Genechten. Auch hier werden Klappen integriert, die bei Kindern das Äußern von Vermutungen anstreben. Sehr bald werden die Kinder schlussfolgern können, dass das richtige Tier sich natürlich hinter der letzten Klappe verbirgt. Aber auch das ist eine Erkenntnis, die bei Kleinkindern eine große Denkleistung voraussetzt.

Ganz nebenbei wird die Behaltensleistung trainiert, indem die Kinder sich die Tiere merken sollen. Auch das Sprachgefühl wird durch die Reime erweitert und die Kinder anhand der sehr einfachen Phrasen zum Mitsprechen motiviert. Die sehr aufmerksamen Betrachter entdecken sicherlich schon bald den winzigen Vogel, der durch das Bilderbuch führt und mal hier, mal da auftaucht.

Positiv anzumerken ist außerdem die Einbindung von einigen nicht ganz so bekannten Tieren, wie z.B. dem Gnu oder dem Tukan. So kann auch der Wortschatz und das Weltwissen extendiert und evtl. vertieft  werden:  Wo leben diese Tiere? Was fressen sie? etc.

Lediglich der Buchtitel hat mich etwas verwirrt. Anhand der Bezeichnungen „KrokoNil“ und „ZebraFant“ könnte man fäschlicherweise mutmaßen, dass sich das Buch auf Wortverschmelzungen und Sprachspiele konzentriert.

KrokoNil und ZebraFant

Der Löwe hier hat scharfe Zähne.

Er schüttelt seine Zottelmähne.

Sein Blick ist ernst, doch insgeheim

mag er auch mal albern sein.

Ein Bilderbuch zum Suchen, Anstellen von Vermutungen, Mitsprechen, Zählen, Erinnern, Merken und Spaß haben!

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Ingrid & Dieter Schubert – Oben oder unten?

Oben oder unten?-  Schubert

In diesem Tierreich geht es ganz schön turbulent zu. Wer ist oben und wer ist unten? Wer ist klein und wer ist groß? Wer ist fröhlich und wer ist traurig? Wer ist frech und wer ist lieb? Dieses kunterbunte Wimmelbuch ist reichlich versehen mit lustigen Tieren zum Suchen und Entdecken. Begleitet wird jede Doppelseite von einer Fragestellung, die das Thema „gegensätzliche Adjektive“ genauer beleuchtet.

In diesem liebevollen und farbenfrohen Universum ist eine Menge Raum zum Betrachten, Beschreiben und Entdecken. Dies ist kein Buch für ebenmal zwischendurch. Es braucht Zeit, um sich die Einzelheiten genau anschauen zu können und vor allem zu verbalisieren. Trotz oder vielleicht auch wegen des sparsamen Textes, lebt dieses Wimmelbuch von Kommunikation.

Die einzelnen Strukturelemente sind so eingesetzt, dass der Betrachter jegliche Ordnung und Orientierung verliert. Hier treffen reale und irreale Dinge aufeinander. Ein Pelikan fliegt kopfüber, während sich ein Frosch an seinen Beinen festhält. Ein Krokodil trauert um einen verstorbenen Artgenossen und gleich nebenan freut sich ein Eichhörnchen über eine Haselnuss.  Hier dominieren die Gegensätze, sodass  die Lebenswirklichkeit von Kindern und ihre Fantasie nebeneinander stehen und miteinander verschmelzen.

Oben oder unten? - Dieter Schubert

Material

Dieses Bilderbuch kann wunderbar im Förderunterricht oder zum Thema „gegensätzliche Adjektive“ eingesetzt werden. Mit diesem Wimmelbuch lässt sich der Wortschatz von Kindern spielerisch erweitern.

Nach dem gemeinsamen Beschreiben, kann dieses AB zur Festigung von Gegensätzen eingesetzt werden:

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Außergewöhnlich gelungene Illustrationen, die nicht viel Text brauchen.

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TOP 5 – Freundebücher

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Als Grundschullehrerin habe ich mittlerweile so einige Freundschaftsalben gesehen. Manche wurden von mir voller Freude ausgefüllt und manche doch eher mit Unlust.  Kennt ihr diese Model-Freundebücher? Furchtbar!

Daher meine liebsten Freundebücher für Kinder und Erwachsene in einer TOP 5:

TOP 1:

Das Kinder-Künstler-Freundebuch erinnert von der Aufmachung sehr stark an das „Das große Ferien-Kritzelbuch“. Die kritzeligen und kreativen Bücher haben bereits einen Kultstatus erreicht. Dieses Freundebuch überzeugt durch witzige und unkonventionelle Fragen wie »So heiße ich – So würde ich am liebsten heißen« oder »Wenn ich ein Tier wäre …«. Insgesamt 39 Freunde auf je einer Doppelseite finden hier Platz und können witzige und aber auch ernst gemeinte Fragen beantworten. In diesem Buch ist Kreativität gefragt und so darf  gezeichnet, gemalt, geschrieben und  geklebt werden. Erfrischend anders!

TOP 2:

„Freundealarm“ ist das etwas andere Freundschaftsbuch für Erwachsene. Neben den gewöhnlichen Sachen wie dem Sternzeichen, Geburtstag, Wohnort und den abschließenden Wünschen, hat man hier z.B. die Möglichkeit  auf einer Weltkarte einzutragen wo man bereits war und welche Länder man noch unbedingt besuchen möchte. Für mich das absloute Highlight, denn das finde ich immer besonders spannend! In diesem Buch erfährt man von seinen Freunden möglicherweise Details, die sie sonst vielleicht gar nicht preisgeben würden.

Zur ausführlichen Rezension hier entlang.

TOP 3:

Einige „Themen-Freundebücher“ wie dieses hier zu der kultigen Figur Lieselotte, haben ihren ganz eigenen Charme. In einer farbenfrohen Aufmachung gebühren jedem Freund ganze 4 Seiten, um die persönlichen Essensvorlieben, Berufswünsche, Hobbies und Wünsche an den Besitzer festhalten zu können. Als kleines Schmankerl kann ein Ausmalbild ganz nach eigenen Wünschen farblich gestaltet werden.  Traditioneller Aufbau für Fans der Bilderbuchkuh Lieselotte.

Zur ausfürhlichen Rezension hier entlang.

TOP 4:

Für Kindergartenkinder kann ich als bekennender Fan der liebevollen Figur den Klassiker „Janosch“ empfehlen. Hier sind nicht nur die Illustrationen absolut herzgewinnend, sondern auch die von der Anzahl reduzierten Fragen, die ja meistens die Eltern ausfüllen müssen, für Kindergartenkinder sehr passend. Aufgrund der neutralen Aufmachung ist das Janosch-Erinnerungsbüchlein  für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet.

TOP 5:

Dieses Freundealbum ist ebenfalls nach dem „Kritzel-Prinzip“ konzipiert.  Jedoch aufgrund der Gestaltung und dem Design erst ab der 4. Klasse empfehlenswert. Es ist ebenfalls innovativ, witzig und glänzt mit den etwas anderen Fragen. Hier ist Kreativität erwünscht: kritzeln, kleben, malen, zeichnen, pinseln …

Welche Freundebücher haben sich bei euch bewährt? Welche könnt ihr weiterempfehlen?

Wolfram Hänel und Constanze von Kitzing – Hast du den Troll gesehen?

Hast du den Troll gesehen

Der kleine Troll mit dem goldenen Ohrring lebt in einem Wald dicht am Meer.  Am liebsten spielt er Verstecken und kann sich sogar unsichtbar machen. In seiner Höhle aus Kiefernnadeln fühlt er sich am wohlsten und rennt gerne mit seinem besten Freund um die Wette.  Der Leser begleitet den liebenswürdigen Troll einen ganzen Tag lang und taucht mit allen Sinnen in diese verwunschene Welt voller Abenteuer ein.

Constanze von Kitzing schafft in ihren Illustrationen eine Balance zwischen einer gediegenen Ruhe und doch Lebendigkeit mit knuffigen, überraschenden Details, wie z.B. all der gut versteckten Tiere und Pflanzen im Wald. Die Bilder vibrieren in einer erdigen Farbwahl und überladen nicht, trotz ihres Wimmelbildcharakters.

Sehr ansprechend ist die Integration vieler Sinne am Ende jeder Doppelseite. Die Leser werden eingeladen gemeinsam mit dem Troll den Kopf zu schütteln und somit die Haare zum Fliegen zu bringen oder dem Summen der Bienen zuzuhören. Wir werden aufgefordert in eine Fantasiewelt einzutauchen, die zum Mitmachen und vor allem Einfühlen anregt. Dieses Bilderbuch kommt ohne viel Tamtam aus. Es ist weit weg vom Lärm, Betriebsamkeit und Hektik. Hier darf man sich zurücklehnen und ganz entspannt abtauchen.

Hast du den Troll gesehen?

Eine hervorragende Gutenachtgeschichte, die mit allen Sinnen ins Träumeland einlädt.

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Gisela Lück – Naturphänomene erleben

Naturphänomene erleben

Dieses umbenannte Buch ist die überarbeitete Neuauflage von „Leichte Experimente für Eltern und Kinder“. Der Titel verrät bereits, dass die aufgelisteten Experimente ausschließlich im Beisein eines Erwachsenen durchgeführt werden sollen.  Dennoch sind sämtliche Versuche ungefährlich, da großer Wert darauf gelegt wurde, dass die verwendeten Substanzen aus der natürlichen Umgebung des Kindes, sprich aus Küche und Bad, stammen.

Die vorliegenden Experimente sind in folgende vier unterschiedliche Themenbereiche eingeteilt: „Versuche rund um die Luft, Kerze, Wasser und Lebensmittel“. Zu jedem Themengebiet gehören zwischen zwei und zehn aufeinander aufbauende  Experimente. Sie können in rund 20 bis 30 Minuten abgeschlossen und somit in eine Unterrichtsstunde integriert werden.

Jedes Experiment ist in vier Einheiten unterteilt. Nach einer kurzen Einführung werden unter „benötigte Materialien“ alle erforderlichen Ausgangsstoffe genannt. Es folgt eine Beschreibung der Durchführung und eine ausführliche Erklärung, die sich an die Erwachsenen richtet, um den anschließenden Fragen der Kinder gerecht werden zu können.

Alle Versuche werden von farbigen Illustrationen begleitet. Mal ist der Versuchaufbau verbildlicht, mal die Vorgehensweise dargestellt. Das Buch wird von ausgewählten Kriterien, nach denen dieses Buch zusammengestellt wurde, abgerundet, sowie von der Begründung fürs Experimentieren im frühen Alter.

So wirklich neu sind die 24 eigenständigen Experimente in diesem Band nicht: Die Kerze durch Sauerstoffentzug löschen; Wassertemperatur und Löslichkeit im Wasser; Wie kommt ein gekochtes Ei in eine Flasche? oder Entkalker selbst gemacht. Diese Versuche findet man auch leicht im world wide web oder in anderen Büchern.

Wer jedoch Literatur mit „klassischen“ und wenig aufwendigen Experimenten in einem Band sucht, ist hier genau richtig. Zusätzlich werden hier die sehr wertvollen Erklärungen zu den Versuchen geliefert, denn schließlich steht beim Experimentieren neben dem Beobachten auch das Verstehen im Vordergrund. Ebenfalls positiv bewerte ich den Aufbau der Versuchsreihen. Hier werden die Erkenntnisse aus den vorherigen Experimenten aufgegriffen und für weitere Versuche genutzt, sodass sich die Lernspirale erweitern kann. Es besteht die Möglichkeit eine Kette von Versuchen zu einem naturwissenschaftlichen Phänomen zu konstruieren.

Dieses Buch empfehle ich jedem, der in seinem Kind die Neugierde für Biologie und Chemie wecken und das Begreifen naturwissenschaftlicher Phänomene ermöglichen möchte.  Viele Versuche lassen sich auch in Kleingruppen, wie z.B. bei einem Kindergeburtstag, durchführen. Staunen ist garantiert!

Naturphänomene erleben

Klassische Experimente übersichtlich dargestellt.

Naturphänomene erleben: Experimente für Kinder und Erwachsene

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