Gabi Scherzer – 5 Minuten Kreativität für Grundschulkinder

5 Minuten Kreativität für Grundschulkinder

Dieser Ideenschatz beinhaltet kreative Kunstprojekte, die innerhalb einer Unterrichtsstunde durchgeführt werden können. Der Titel „5 Minuten Kreativität“ ist demnach etwas irreführend. Gabi Scherzer, selbst eine Grundschullehrerin, hat sämtliche kleine Aktionen aus allen im Lehrplan vorgesehenen Bereichen der Kunsterziehung in diesem Band zusammengefasst. Zu folgenden Techniken werden Unterrichtsvorschläge gemacht:

  • Grafisches Gestalten
  • Farbiges Gestalten
  • Drucken
  • Räumliches Gestalten
  • Szenisches Gestalten
  • Gestalten mit visuellen Medien

„Kreative Ideen für den Elternabend“ ergänzen das übersichtliche Inhaltsverzeichnis. Jeder Vorschlag ist in die Oberbegriffe „Material“, „Technik“, „Ziele“, „Durchführung“, „Variationen“ und „Bezug zur Kunstgeschichte“ untergliedert. Alle Ideen werden von zahlreichen Farbfotografien direkt aus dem Klassenzimmer begleitet. Zum Teil auch mit genauen Step-by-step Anleitungen und exemplarischen Ergebnissen.

Dieser Ideenschatz liest sich wie eine Sammlung spannender Blogeinträge einer engagierten Kunstlehrerin aus der Grundschule. Die zahlreichen fotografischen Schritt-für-Schritt Anleitungen, abfotografierte Tafelbilder und die unterschiedlichen Schülerergebnisse machen Lust die Vorschläge selbst in die Praxis umzusetzen.

An diese Aktionen können sich auch fachfremde Kollegen voller Zuversicht herantrauen. Zum einen werden nur einfache Materialien verwendet, die in jedem Kunstschrank zu finden sein müssten.  Zum anderen ist die Darstellung der einzelnen Schritte so detailliert, dass das Gelingen garantiert ist.

Sehr positiv bewerte ich die Einbindung des Punktes „Bezug zur Kunstgeschichte“. Hier werden zu den Projekten passende Künstler vorgestellt und sämtliche zum jeweiligen Vorschlag passende Kunstwerke eingebunden. Das ist eine wunderbare Überleitung zur Erkundung unterschiedlicher Kunstepochen. Es ermöglicht den Kindern  ihr Tun in einem größeren Zusammenhang zu sehen und erste Kenntnisse von Kunstgeschichte zu erlangen.

Die übersichtliche Darstellung erinnert mich an die beliebten Textil- bzw. Gestaltungs-Stunden aus dem ALS-Verlag. Auch der Aufbau ähnelt sehr stark diesem Format. Mir fehlt in diesem Band lediglich ein kleiner Hinweis darauf, für welche Klassenstufe die einzelnen Vorschläge geeignet wären.

Ansonsten bin ich von diesem Band mit der praktischen Ringbindung sehr angetan!

5 Minuten Kreativität für Grundschulkinder

Den Vorschlag „Die Kartoffel wird eckig“ (S. 74ff.) habe ich bereits mit meiner Klasse passend zum Thema „Weihnachten“ schon umgesetzt:

Weihnachtskarte Kartoffeldruck

Leicht umsetzbare, lehrplanorientierte, zahlreich bebilderte Kunstprojekte für die Grundschule.

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Raymond Briggs – Was macht der Weihnachtsmann im Juli?

Was macht der Weihnachtsmann im Juli

Die roten Bäckchen und der Rauschebart verraten uns gleich, dass es sich um den Weihnachtsmann handelt, der uns im Matrosenshirt, einem Sonnenhut und mit einem Eis bewaffnet, entgegen lächelt. Der Weihnachtsmann befindet sich in den Sommermonaten nämlich im Urlaub!

In Frankreich bedient er sich sämtlicher Klischees, verkleidet sich als angeblich typischer Franzose und klemmt sich ein Baguette unter den Arm. Da ihm das französische Essen nicht bekommt, reist er weiter nach Schottland. Hier muss er sich erst einmal an das regnerische Wetter gewöhnen, doch die schottische Musik aus dem Dudelsack macht alles wett. Und doch sehnt sich der Weihnachtsmann nach etwas wärmeren Gefilden und beschließt weiter nach Las Vegas zu fliegen. Ganz beeindruckt von der pompösen Herrichtung der Unterkunft, genießt der Weihnachtsmann das angenehme Badewetter und lässt es sich im Casino gut gehen. Als das Geld alle wird, ist es für den Weihnachtsmann Zeit mit seinen Rentieren nach Hause zu fahren, wo ihn ein Haufen von Wunschzetteln begrüßt und seine Arbeit auf ihn wartet.

Der urlaubsreife Weihnachtsmann freut sich nach der anstrengenden Weihnachtszeit auf seine wohlverdiente Erholungsreise. Mit einer oft mürrisch untermauerten Miene schimpft er über die Kälte der winterlichen Jahreszeit und hat auch in den Urlaubsländern hier und da etwas auszusetzen.

Die in Comicform gehaltenen Illustrationen von Raymond Briggs bedienen jegliche ländertypische Klischees. Der Restaurantbesuch in Frankreich ist zumindest für Erwachsene sehr unterhaltsam. Seine Sprachversuche entlocken den Lesern, die zumindest einige Brocken Französisch verstehen, so manches schmunzelnde „Ah ja!“. Für Kinder ohne Französischkenntnisse wird es schwierig der Geschichte zu folgen. Daher empfehle ich das Buch eher für Kinder ab 8 Jahren, die Comics lieben und den Weihnachtsmann einmal ganz menschlich erleben möchten.

Was macht der Weihnachtsmann im Juli

Eine mit schwarzem Humor angehauchte Weihnachtsgeschichte für all diejenigen, die dem stressigen Weihnachtstrubel entfliehen oder den Weihnachtsmann mit all seinen Schwächen erleben möchten.

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Tanja Jeschke und Ulrike Möltgen – Die Weihnachtsgeschichte

Die Weihnachtsgeschichte

Das Erscheinen von Engel Gabriel wird von einem Walderdbeerenduft angekündigt. Gott liebte seine Menschen sehr und entschied seinen Sohn auf die Erde zu schicken. Maria wurde auserwählt, um Gottes Sohn zu gebären. Kurz bevor der Kleine das Licht der Welt erblicken sollte, rief Kaiser Augustus zu einer Volkszählung auf. Während Josef und Maria nach einer Unterkunft suchten, tauchte ein großer, neuer Stern am Himmel auf und leitete die drei Weisen „zum mächtigsten König der Welt“. In einer kalten und dunklen Nacht wurde schließlich Jesus geboren.

Jesus sah aus wie ein Mensch, schrie wie ein Mensch und Maria wickelte ihn in ganz normale Windeln.

Auch die Hirten kamen herbei, um den Retter, das Geschenk Gottes, zu sehen. Die drei Weisen besuchten den König Herodes und erzählten ihm von dem neugeborenen König. Doch Herodes war ein schlechter Mensch und schmiedete böse Pläne. Daraufhin schickte Gott Josef die Warnung nicht zurück nach Nazareth zu gehen, sondern Zuflucht in Ägypten zu suchen.

Diese Weihnachtsgeschichte versprüht den Charme einer in ein modernes Licht getauchten Bibelgeschichte. Dieser Eindruck wird nicht zuletzt durch die collageähnlichen Illustrationen von Ulrike Möltgen verstärkt. Wir erleben Maria stets in ein goldenes Licht gehüllt. Zarte Goldstreifen umhüllen auch das Neugeborene und verleihen somit auch ihm den Status des Auserwählten. Die Gestaltung der Bilder erinnert sehr stark an die Glasmalerei auf Kirchenfenstern. Die scharfen Kanten, die kräftigen Farben und das allgegenwärtige Licht versinnbildlichen die göttliche Allmacht und lassen eine Ahnung göttlichen Glanzes aufkommen.

Tanja Jeschke passt sich sprachlich den Illustrationen an und integriert bildhafte und zum Teil verschlüsselte Elemente. Ungewöhnlicherweise steht in dieser Weihnachtsgeschichte durchgehend die Absicht Gottes Sohn als etwas Profanes darzustellen:

Er soll Schuhe tragen wie sie, Brot essen, Tränen lachen und weinen wie sie.

Nur um die Menschen verstehen zu lassen, wer Gott wirklich ist. Besonders schön ist das Ende der Weihnachtsgeschichte, das eigentlich einem Neubeginn gleicht:

Und Gott hat Großes mit ihm vor.

Hier wird uns eine Überleitung zu den weiteren Bibelgeschichten dargeboten und die Leser dazu eingeladen sich über das Leben und Leiden Jesus zu informieren.

Die Weihnachtsgeschichte

Material

Inspiriert von den Illustrationen, folgt nun meine weihnachtliche Variante einer Fensterdekoration:

Kerze_Kirchenfenstermalerei

Eine andächtige, ungewöhnliche und künstlerische Ausarbeitung der Weihnachtsgeschichte.

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Felix Tolles und Steffen Schneider – Die Weihnachtsgeschichte

Die Weihnachtsgeschichte

In der Stadt Nazareth planen Maria und Josef ihre Hochzeit. Als der Engel Gabriel erscheint und beiden die frohe Botschaft verkündet, dass Gott Maria auserwählt hat, um Gottes Sohn Jesus zu gebähren, ist die Freude groß. Auf Königs Geheiss die ganze Bevölkerung zu zählen, machen sich Josef und die schwangere Maria einige Monate später auf den Weg nach Bethlehem. Nach der langen Reise ist Maria sehr erschöpft, doch leider hat kein Gasthaus mehr ein Zimmer für sie frei. So müssen sie sich in einem Stall ausruhen. In dieser Nacht wird Jesus geboren. Drei Hirten, denen ein Engel verkündete, dass der Neugeborene „Friede auf Erden für alle Menschen“ bringen werde, machen sich auf die Suche nach Gottes Kind. Sie verkünden die frohe Botschaft der ganzen Bevölkerung und auch die drei Könige aus den fernen Ländern möchten das Kind namens Jesus sehen und ihn reich beschenken.

Felix Tolles erzählt in einfachen, kurzen und gut verständlichen Sätzen die traditionelle Weihnachtsgeschichte. Der Autor bleibt nah am biblischen Text und verzichtet komplett auf komplizierte Bandwurmsätze. Formulierungen wie „Maria und Josef mochten sich sehr.“ bringen die Geschehnisse ohne viel Schnörkel direkt auf den Punkt.

Auch die Illustrationen von Steffen Schneider orientieren sich an der gleichen Devise. Dieses Exemplar der bereits oft erzählten Weihnachtsgeschichte besticht durch farbenfrohe, nicht überladene Illustrationen und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche. In allen Bildern ist das frohe Erwarten schon fast spürbar. Lachende Kinder bespritzen sich im Hof mit Wasser, das Spiel mit dem Licht der Lampen und des wegweisenden Sterns, sowie sich stets intensivierende Farben, kündigen das baldige Kommen Gottes Sohns an.

Besonders schön ist, dass die Weihnachtsgeschichte mit einem Gebet schliesst. Auch dieser Fünfzeiler ist kurz, prägnant, lässt sich leicht merken und rundet somit den harmonischen Gesamteindruck dieser gelungenen Weihnachtsgeschichte ab.

Die Weihnachtsgeschichte

Ein guter Einstieg für Kinder bereits ab 3 Jahren zum christlichen Hintergrund des Weihnachtsfestes.

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Katia Simon – Wir feiern den Advent

Wir feiern den Advent

In diesem Adventskalender warten 24 kleine Büchlein auf die Beschenkten. Alle Geschichten sind ungefähr zehn Seiten lang und handeln thematisch von den verschiedenen Bräuchen in der Adventszeit. Was bedeutet Advent überhaupt? Was ist das Klausjagen? Wieso gibt es eigentlich den Adventskalender? Und wer ist der Krampus?

In 24 in sich abgeschlossenen Geschichten werden die schönsten Weihnachtstraditionen im deutschsprachigen Raum beleuchtet. Dabei herrscht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wissensvermittlung und dessen Einbettung in einen kindgerechten Kontext, mit dem sich Grundschulkinder gut identifizieren können.

Aufgrund der Länge der Geschichten und der Größe der Schrift sind die Büchlein zum Selberlesen für Kinder ab der 3. Klasse zu empfehlen. Nach sorgfältiger Vorbereitung können in der Adventszeit die Geschichten auch der ganzen Klasse vorgetragen werden. Ist der Adventskalender nicht für den schulischen Kontext, sondern zum Vorlesen im häuslichen Rahmen gedacht, so empfiehlt sich der Inhalt Kindern ab 6 Jahren.

Das Titelbild der Büchlein ist dem jeweiligen Thema angepasst und so werden z.B. passend zum Brauch „Klausjagen“ die sogenannten Iffeleträger bildlich dargestellt. In jedem Buch werden die verbliebenen Tage bis Weihnachten hervorgehoben, sodass die Vorfreude immer weiter steigen kann.

Mithilfe dieser Geschichten verstehen die Kinder warum bestimmte Bräuche und Traditionen in der Weihnachtszeit Einzug finden und welchen Hintergrund sie haben. Es vervollständigt das ganze Bild rund um Weihnachten und füllt eventuelle Wissenslücken.

Wir feiern den Advent

Ein Adventskalender rund um Bräuche und Traditionen im deutschsprachigen Raum.

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Ingrid Uebe und Ute Thönissen – Die Geschichte von Sankt Nikolaus

Die Geschichte von Sankt Nikolaus

O, lieber heil’ger Nikolaus,
du bist, der Kinder Freund.
Du teilst uns deine Gaben aus,
willst nicht, dass eines weint.
Du willst – und das so lange schon -,
dass jedes fröhlich lacht.
Du bist ja unser Schutzpatron
und gibst gut auf uns acht.

Nikolaus war bereits als Kind sehr hilfsbereit und half bettelnden Kindern, indem er ihnen aus den Taschen seines roten Mantels Nüsse, Brot, Obst und manche Süßigkeit schenkte. Als junger Mann unternahm er eine Pilgerfahrt und zog los, um das Wort des Gottes zu verkünden und insbesondere den Kindern zu helfen. Mit seinem Wirken als Bischof von Myra, war er für seine Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft bekannt und beliebt.

Die Autorin Ingrid Uebe erzählt in Reimform vom Leben des heiligen Nikolaus. Aufgrund der dadurch entstandenen Verdichtung der Informationsfülle ist das Buch eher für Kinder ab 6 Jahren zu empfehlen. Dabei sollte zwischendurch immer unterbrochen werden, um das Verständnis zu sichern.

Es werden die Lebensstadien der Kindheit, seine Unzufriedenheit aufgrund des ihn umgebenden Elends, seine erfüllende Pilgerfahrt und schließlich seine Hilfe für Seeleute in Not als Bischof beleuchtet. Seine Liebe insbesondere zu Kindern zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und endet schließlich in der Tradition den Kindern kleine Gaben in Form von Süßigkeiten zu hinterlassen. So schließt sich der Kreis der anfangs aufgeworfenen Fragestellung, ob die Leser den Sankt Nikolaus kennen, der mit seinem Esel durch die lange Winternacht stampft, um allen Kindern etwas in den Schuh zu stecken.

Die Autorin hat den Fokus auf  die Mildtätigkeiten von Nikolaus und seine Hilfen für die Bevölkerung gelegt. Die Bedeutung des 6. Dezembers, die Legende rund um „Knecht Ruprecht“ und das goldene Buch mit den guten und schlechten Taten finden somit keine Erwähnung.

Die Geschichte von Sankt Nikolaus

Material

Zum Thema „Nikolaus und das goldene Buch“ folgt ein Arbeitsblatt zur Reflexion des eigenen Tuns am Ende des Jahres:

Das goldenen Buch von Nikolaus

Eine Geschichte von Sankt Nikolaus als Gabenbringer der Kinder.

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Alexander Steffensmeier – Lieselotte ist krank

Lieselotte ist krank

Hust, schnief, hatschi! Und schon ist sie wieder da: die Erkältungszeit. Auch Lieselotte hat es erwischt. Die Postkuh hat sich beim ungemütlichen und windigen Postgang erkältet und fühlt sich schlapp und müde. Die Bäuerin nutzt alle möglichen Hausmitteln, um Lieselotte wieder fit zu kriegen. Es wird gegurgelt, inhaliert, warme Hals- und kalte Beinwickel angelegt. Auch der Tierarzt schaut vorbei und untersucht den Rachen, misst das Fieber und verschreibt Hustensaft und Bettruhe.

Und damit Lieselotte ganz bald wieder die alte Kuh wird, liest die Bäuerin ihr was vor, bringt ihr heißen Tee und verwöhnt sie auf jegliche erdenkliche Art. Nach fünf Tagen geht es Lieselotte schon viel besser, doch als sie draußen das nasse und trübe Wetter sieht, überlegt sie sich vielleicht doch noch ein bisschen länger krank zu sein …

Herbstzeit ist Erkältungszeit. Bei kühleren Temperaturen im Herbst ist schnell eine Erkältung eingefangen. In diesem neuen Bilderbuch begleiten wir Lieselotte durch unschöne, aber auch gemütliche und wohltuende Phasen des Krankseins. Kinder werden sich mit dieser Situation und der Hauptfigur gut identifitzieren können, mit ihr mitleiden und freuen. Besonders amüsant ist das Krankstellen von Lieselotte – wie sie im Stall herumhopst, mit einem Ballon spielt und sich plötzlich auf den Boden plumpsen lässt, als der Postbote vorbei schaut, um nach ihr zu sehen.

Die Illustrationen von Alexander Steffensmeier sind immer wieder ein Genuss. Sie sind detailreich, mit ausdrucksstarken und lebhaften Mienenspielen versehen und so schön farbenfroh. Dieses Bilderbuch ist das perfekte Vorlesebuch für Kinder an Tagen, an denen es ihnen nicht so gut geht. Hier kann gemeinsam gelacht werden und fühlt sich danach sicherlich gleich viel besser! Besonders beim Anblick der letzten Seite scheint einem das Kranksein gar nicht mehr so schlimm zu sein.

Lieselotte ist krank

Das perfekte Vorlesebuch für kranke Kinder in der kühlen Jahreszeit! Einfach herzerwärmend und wohltuend.

 

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Alexandra Ferrary – 77 motivierende Unterrichtseinstiege für die Grundschule

77 motivierende Unterrichtseinstiege

Abwechslungsreiche und motivierende Unterrichtseinstiege sind die Visitenkarten eines Lehrers. Dieses Werk gibt Hilfestellungen einem „Einstiegstrott“ zu entkommen oder ihn gar nicht erst entstehen zu lassen.

Mit diesem Buch erhalten Sie eine Menge Ideen für abwechslungsreiche, handlungsorientierte und motivierende Stundeneinstiege, die meist ohne großen Aufwand und leicht durchführbar sind. Dabei finden sich sowohl Stundeneröffnungsrituale, Einstiege in einzelne Stunden als auch Einstiege in einen neuen Themenkomplex oder eine neue Unterrichtseinheit (S. 4).

Um das Werk zu komplementieren finden auch die traditionellen, konservativen Einstiege Erwähnung. Der Ideensammlung wurde ein theoretischer Teil, in dem der Begriff „Unterrichtseinstieg“ definiert wird, vorangestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit lassen sich die Einstiege unter den folgenden Rubriken wiederfinden:

  • Stundeneröffnungsrituale
  • Übungen zum stofflichen Aufwärmen
  • Informierende Einstiege
  • Spielerische Einstiege
  • Problemorientierte Einstiege
  • Objektorientierende Einstiege
  • Kooperative Einstiege
  • Assoziative Einstiege
  • Kreative Einstiege

Neben allbekannten Einstiegen wie Hausaufgabenkontrolle, Begrüßung, Tageskalender oder Lied, werden in diesem Sammelwerk auch fächerspezifische Unterrichtseinstiege erläutert (z.B. Rechenkönig, Freies Spiel, Warmsingen). Besonders hilfreich für die Orientierung und das schnelle Wiederfinden bestimmter Einstiege ist das am Ende des Buches aufgeführte Alphabet-Verzeichnis und die Darstellung der Einstiege in einer Ideenfinder-Tabelle.

Das für mich wohl gelungenste und inspirierendste Kapitel gehört der Hauptkategorie „Objektorientierende Einstiege“ an. Neben einer beispielhaften Darstellung eines Wochenplans, wird auch ein Planungsbogen für die Arbeit im geöffneten Unterricht vorgestellt. Hierdurch wird das selbstbestimmte und selbstorganisierte Lernen gefördert, indem Kinder zu einem Projektthema ganz offen eigene Idee auf einem strukturierten Bogen notieren können, um ihren eigenen Lernprozess zu gestalten. Im Kapitel „Kooperative Einstiege“ finden typische Methoden wie fishbowl, placemat und Kugellager Beachtung.

Positiv hervorzuheben sind die eingefügten Zeichnungen eines Tafelbildes oder die Piktogramme für die unterschiedlichen kooperativen Methoden. Das erleichtert das Verständnis und anhand der Beispiele können die aufgeführten Unterrichtseinstiege besser nachvollzogen werden.

Dieses Buch ist als eine Art Fundgrube zu betrachten, die gerne ab und an zur Hand genommen werden kann, um sich inspirieren zu lassen und einige „neue“ Einstiege in den Unterricht einzubauen.

77 Umotivierende Unterrichtseinstiege

Altbewährte und einige neue Ideen für abwechslungsreiche Unterrichtseinstiege.

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Nicola Davies und Mark Hearld – Mein erstes großes Buch von der Natur

Mein erstes großes Buch von der Natur

Im Frühjahr streckt sich der Löwenzahn der Sonne entgegen und die Vögel bauen eifrig ihre Nester. Im Sommer sammeln die fleißigen Bienen Blütenstaub und der wolkenlose, blaue Himmel lädt zum Staunen und Träumen ein. Während im Herbst nach dem ersten Frost die Spinnennetze glitzern, bereiten sich die Tiere schon bald auf den schläfrigen und trägen Winter vor. Nur um im Frühjahr die Wunder der Natur erneut zum Leben zu erwecken.

Das recht großformatige Sachbuch „Mein erstes großes Buch von der Natur“ gliedert sich nach den vier Jahreszeiten und behandelt die unterschiedlichsten, die für diese Jahreszeit typischen Phänomene in der Natur. Jede Doppelseite wird von einem literarisch anmutenden Text mit vielen sachkundigen Informationen begleitet, der die Wunder der Natur schon fast poetisch darstellt. Es wird auf das „Geräusch des Honigs“, den von Heu verströmten „Duft des Sommers“ oder die „im Wind schwankenden Weizenhalme“ hingewiesen. Praktiker dürfen sich an Tipps zur Aufbewahrung von Samen und der Herstellung vom schmackhaften Vogelfutter erfreuen.

Diesem Sachbuch wohnt ein besonderer Zauber inne. Vorrangig versprüht durch die von Mark Hearld stammenden Illustrationen. Dem schottischen Grafiker ist es gelungen die überwältigende Schönheit der Natur in bahnbrechende Bilder zu bannen. Dieses Buch fesselt. Nach dem allerersten Blick, fällt es schwer dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Es spinnt einen Kokon um den Betrachter und man ist mehr als gewillt in diese bezaubernde Welt einzutauchen. Dabei liegen diese Wunder direkt vor unserer Haustür. Ein wachsamer Blick wird belohnt. Es gibt viel zu entdecken und das beweist uns dieser Schatz eines Sachbuchs.

Diese gedruckten Muscheln und die collagierten Fische in ihrer vollen Farbpracht rauben mir den Atem. In all diesen Tieren und Pflanzen steckt Bewegung, Verwandlung, LEBEN.  Auf dieses Sachbuch warten noch einige Preise, ganz bestimmt!

Mein erstes großes Buch von der Natur

Ein außergewöhnliches Sachbuch, das wie ein Sog wirkt.

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Heidi Trpak und Laura Momo Aufderhaar – Gerda Gelse

Gerda Gelse

Gerda Gelse ist eine Stechmücke und weiht uns hochpersönlich in das Leben einer Gelse (österreichisch für Mücke) ein. Aus der Ich-Erzähl-Perspektive erfahren wir wie alt eine Mücke werden kann, wie viel sie wiegt, wovon sie sich ernährt, wie die Paarung und die anschließende Eierablage aussieht und wer ihre Feinde sind.

Auf dem mitgelieferten Plakat wird die Technik des Pflanzendrucks Schritt-für-Schritt erläutert. Die im Buch enthaltenen Illustrationen wurden schließlich mit echten Pflanzen und Blättern abgedruckt. Der Abdruck einer Ahornfrucht kann somit zum grazilen Körper einer Stechmücke oder zu ihren Flügeln werden. Wer es selbst ausprobieren möchte, hat hier eine sehr anschauliche Anleitung …

Ein wahrliches Bücherliebhaber-Exemplar liegt hier vor. Die von der Kindergartenpädagogin präsentierten Informationen über ein ganz und gar nicht lästiges Insekt, sondern eine schon fast symphatische Gelse, sind leicht verständlich und mit kindgerechten Vergleichen geschmückt. So sehen wir nicht nur die Popos von Larven, wie sie aus dem Wasser ragen, sondern auch eine witzige Zeichnung eines Kindes, wie es dasselbe ausprobiert.

Die außergewöhnlichen Illustrationen in der Technik des Pflanzendrucks und die sehr zurückhaltenden, vorrangig in Blau- und Grüntönen gehaltenen Farbflächen geben den winzigen Protagonisten viel Freiraum und Präsentierfläche. Auf dem Vorsatzpapier wurden liebevoll die unterschiedlichsten Bezeichnungen für eine Gelse in 35 Sprachen gesammelt. Hier ist es ganz spannend Ähnlichkeiten und Abwandlungen zu entdecken.

Liebevoller hätte man ein Sachbilderbuch mit allgemeinen Weisheiten über Stechmücken nicht gestalten können. Und so formuliert auch Gerda Gelse ihr Schlusswort in einer Liebeserklärung:

Denn ihr Menschen und wir sind ein super Team! Ich liebe euch alle!

Gerda Gelse

Material

Zur Unterrichtseinheit „Insekten“ kann dieses Sachbilderbuch eine Sternchen-Station darstellen, indem nach dem aufmerksamen Lesen das dazu passende Arbeitsblatt bearbeitet werden soll. Hier in Form eines Steckbriefs über eine Stechmücke:

Steckbrief_Stechmücke

Dieses Sachbilderbuch besticht durch außergewöhnliche Illustrationen und kindgerechte Sachinformationen.

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