Kai Lüftner und Katja Gehrmann – Für immer

für immer

Der kleine Egon ist seiner eigenen Aussage nach ein „Zurückgebliebener“. Denn zurück bleiben die, die jemanden verloren haben. Egon hat seinen Vater verloren. Für immer. Wie lange ist für immer? Ewig!

Die Menschen um ihn herum verhalten sich auf einmal ganz komisch. Da sind die Flüsterer, die Grinser und die Sprachlosen. Egon mag sie alle nicht. Es ist eben schwer über den Tod zu sprechen. Doch Egon trägt immer ein kleines Stück von seinem Vater im Herzen. Er ist immer bei ihm. Für immer.

Dieses Buch wartet seit Monaten auf meine Rezension. Warum? Ganz einfach, weil ich fürchte der Schönheit dieses Buch mit meinen Worten nicht gerecht werden zu können.

Kai Lüftner stellt die äußerst schmerzhafte Irreversibilität des Todes in einer rührenden und poetischen Weise dar. Kinder können das Konzept des „Nie-wieder-kommens“ ab vier Jahren bereits relativ gut auf Tiere anwenden. Bezogen auf Personen gehen sie in dieser Entwicklungsphase aber noch davon aus, dass bestimmte Personengruppen wie z.B. die Eltern vom Tod ausgenommen sind. Erst ab sieben Jahren gelingt die Ausweitung auf alle Personen um einen herum. Bilderbücher stellen somit eine unschätzbare Hilfestellung in Bezug auf die Thematisierung des Phänomens Tod  dar.

„Für immer“ findet eine eigene Sprache, um das Unfassbare, Unerträgliche zu gestalten. Kai Lüftner schafft den notwendigen Raum, der zur Trauerbewältigung nötig ist, und schließt dabei Angst, Verlassenheit, aber auch Trost und die Sehnsucht nach der Zukunft mit ein. Dem dramatischen Verlust sind Ruhe und Kraft entgegengesetzt.

Durch eine kleine Rückblende sehen wir Egon im Zimmer seines kranken Vaters und können beobachten wie er dort seinen roten Drachen, der ihn durch das ganze Buch begleiten wird, baut. Sein Vater hilft ihm dabei und deutet mit einer Säge und einem Holzstiel bereits das Kreuzzeichen, seinen eigenen unvermeidlichen Tod, an.

Es gibt keine Tabletten gegen das „Für immer“.

Der Schmerz ist unendlich groß. Doch wie lange ist überhaupt „für immer“? Egon beginnt sein Zeitverständnis mit für ihn relevanten Zeitspannen zu vergleichen. Diese Seite ist für mich einfach herzzerreißend: Ein hilfesuchender kleiner Junge im endlosen Labyrinth mit der schmerzlichen Erkenntnis – Für immer ist ewig!

Die drei Gruppierungen der Menschen um Egon herum sind ebenfalls grandios realistisch dem wirklichen Leben entnommen. Die einen versuchen die Tragik mit Witzen zu überspielen, die anderen flüstern über den kleinen Egon in der Annahme er würde es nicht wahrnehmen. Die Mehrheit jedoch schweigt einfach, weil das Unfassbare auch für sie nicht wirklich greifbar ist.

Kai Lüftner findet kindgerechte tröstende Worte, verpackt in kurze Sätze, um das Unfassbare für Kinder verständlich zu bündeln. Die letzte Seite ist schließlich das i-Tüpfelchen. Hier bleibt garantiert kein Auge trocken. Doch auch das „Weinen“ gehört zur Trauerbewältigung. Und es ist ermutigend zu sehen, dass die Schnur des roten Drachens auf der letzten Seite länger wird, auch wenn das Loslassen seine Zeit brauchen wird …

Kai Lüftner Für immer

„Für immer“ findet eine eigene Sprache, um das Unfassbare und Unerträgliche zu gestalten.

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Petra Harms – Wohnideen aus dem wahren Leben

Wohnideen aus dem wahren Leben

Ein Zusammenschluss von 15 kreativen Designbloggern hat dieses Werk voller Inspirationen rund um moderne Wohnideen ergeben. In diesem großen Buch des Wohnens werden Raum für Raum (Flur, Wohnzimmer, Esszimmer, Arbeitszimmer, Badezimmer, Küche, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Garten) zahlreiche Interior- und Dekoideen präsentiert, geschmückt mit passenden Zitaten und Einrichtungstipps.

Großformatige Bilder, fotografiert aus interessanten Winkeln, sind das Herzstück dieses Buchs. Man verliert sich schnell in unbekannten Räumen, die dargestellte Atmosphäre überträgt sich blitzartig auf den Betrachter und man kommt nicht umhin für bestimmte charmante Details zu schwärmen. Das Schöne ist, dass man bei jedem Durchblättern etwas Neues entdecken kann, das einen begeistert und inspiriert.

Die präsentierten Stile unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Die meisten Wohnblogger bevorzugen die Kombination aus Weiß, Alt, mit einigen neuartigen Akzenten und eindeutigen Blickfängern. Mal ist es ein gemusterter Teppich, mal ein knalliges Wandbild oder auch einfach nur ein Wohnaccessoire wie ein ausgefallenes Kissen.

Besonders gut gefällt mir das Kapitel „Küche“, weil ich die Tendenz zu offenen Regalen liebe. Da es jedoch sehr schnell chaotisch und unaufgeräumt wirken kann, müssen einige  Tipps befolgt werden, die die Bloggerin sehr schön herausstellt. Die Fotografien wirken allesamt wohnlich, zum Teil auch ein bisschen unaufgeräumt. Da ist eine unorganisierte Magnettafel, herumliegendes Spielzeug oder auf dem Boden gestapelte Bücher. Man hat den Eindruck, als würde man in fremde Räume hineinlinsen, die eindeutig Stil haben.

Am Endes des Buchs werden auf je einer Seite die am Buch beteiligten Wohnblogger mit einem Porträtfoto und der eigenen Blogseite näher vorgestellt, sodass der Leser seinen Lieblingsblogger online weiterverfolgen kann.

Wohnideen aus dem wahren Leben

Wohnideen aus dem wahren Leben

Ein gelungenes Band voller Inspirationen rund um eine moderne Wohnwelt.

* Das Buch wurde mir von  Blogg dein Buch und dem Callwey Verlag zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen und Einblicke ins Buch: hier

Antje Damm – Clara und Bruno

Clara und Bruno

Clara liebt ihren Hund Bruno. Gemeinsam unternehmen sie Spaziergänge zum Strand, buddeln Löcher, gehen zum Metzger und angeln Fische. Doch irgendwann frisst Bruno nichts mehr und Clara macht sich Sorgen. Schließlich weiß sie, was kommt. Sie gräbt ein letztes Mal ein Loch, ein Loch für Bruno.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Sterben und Tod“ ist schwierig, nicht zuletzt aufgrund der Unmöglichkeit der persönlichen Erfahrbarkeit, der Ungewissheit über ein Leben nach dem Tod sowie seine Unumgänglichkeit. Der Umgang mit dem Verlust eines Haustieres wird hier als Aufgabe der Hauptfigur gezeigt, denn nur aktive Trauerarbeit führt zu einer erfolgreichen Verarbeitung. Dazu gehören auch Tränen und die für immer bleibende Erinnerung.

Antje Damm zeigt einen exemplarischen Umgang mit dem Tod infolge einer Krankheit. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf einem angstfreien Zugang zu Sterben, indem es als normal, natürlich, als Teil eines Kreislaufes verdeutlicht wird.  Der eintretende Tod von Bruno wird vom Herbst begleitet und symbolisiert, da es sich um ein Naturphänomen handelt, die Vergänglichkeit. Auch die Metapher des starken Windes, das Wegfliegen, deutet den Tod an und macht es zu etwas Natürlichem.

Der sachlich-nüchterne Zugang wird durch die Darstellung des toten Fisches verstärkt, den sich Bruno schmecken lässt. Leben ist für uns alle, egal ob Mensch oder Tier, vergänglich und Teil eines natürlichen Kreislaufs. Antje Damm mutet ganz zu recht dem Kind eine unbeschönigte Konfrontation mit realen Problemen, die das Leben schreiben.

Clara und Bruno

Ein sachlich-nüchterner Zugang zum Thema Sterben und Tod.

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Tor Freeman – Olivia und die schlechte Laune

Olivia hat schlechte Laune

Die dunkle Wolke über Olivias Kopf lässt schon vermuten, dass heute einfach nicht ihr Tag ist. Sie hat schlechte Laune. Im Verlauf des Tages trifft sie ihre beste Freundin Molly. Als sie Olivia fragt, ob sie denn nicht mit Dinosauriern spielen möchte, motzt Olivia sie einfach an. Daraufhin möchte Paul Olivia ganz stolz  seinen neuen Hut präsentieren, doch sie beleidigt ihn und zieht mit mieser Miene weiter. Dieses Schicksal trifft noch drei weitere Freunde und bei allen hinterlässt die Begegnung mit Olivia ebenfalls eine dunkle Wolke über dem Kopf. Schlechte Laune ist eben ansteckend.
Wird Olivia sich von ihrer schlechten Laune befreien können? Und wie macht sie ihr Verhalten bei ihren Freunden wieder gut?

Tor Freeman zeigt in den für Olivia-Bände typischen sequenzartigen Abfolgebildern welche Auswirkungen eine Begegnung mit schlecht gelaunten Menschen haben kann. Sie hinterlässt einen faden Nachgeschmack oder eben eine dunkle Wolke, manchmal sogar versehen mit einem Blitz. Olivia ist zu ihren Freunden gemein, unfair, mies und motzig. Solchen Menschen möchte man nicht über den Weg laufen. Und doch zeigt es ganz wunderbar, dass es richtig ungerecht ist, sich seinen Freunden gegenüber so zu verhalten.

Achtung Spoiler! (Zum Lesen bitte markieren)

Leider wird die Wendung zur guten Laune durch Süßigkeiten hervorgerufen.
Eine nicht allzu sinnvolle pädagogische Maßnahme.
Schöner wäre es gewesen eine Selbsteinsicht zu evozieren.

Positiv ist, dass Olivia diese negative Ladung schlechter Laune von ihren Freunden zurückbekommt. Hier wäre es schön zu sehen, dass dieses Erlebnis sie zum Nachdenken bringt und schließlich in einem Umdenken endet.

Olivia hat schlechte Laune

Ein nettes Geschenkbuch für so manche Menschen, die gerne schlechte Laune verbreiten. 😉

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Davide Cali und Maurizio A.C. Quarello – Kleiner Inuit

Kleiner Inuit

Die Schatten von morgen hinterlassen keine Spuren im Schnee.

Kleiner Inuit möchte unbedingt wissen, ob er eines Tages ein großer Jäger sein wird. Dafür befragt er den Hasen, denn schließlich hat er große Ohren. Der Hase kann dem Jungen keine Antwort geben und verweist ihn an den Fuchs mit der wirklich guten Spürnase. Nachdem der Fuchs, die Schneeeule und auch das Walross dem Jungen nicht sagen konnten, ob aus ihm ein großer Jäger wird, bringt ihn der Wal zu einer kleinen Insel. Hier wohnt der Weise der Zeit, ein weißer Elch, der dem Kleinen Inuit einen lebensklugen Blick in die Zukunft gewährt.

Bereits auf dem ersten Bild begegnen wir dem jungen Protagonisten und seinem Begleiter, deren Schatten ein Fragezeichen auf dem schneebedeckten Untergrund malen. Der italienische  Illustrator Maurizio Quarello schafft es mit seinen ruhigen und malerischen Winterlandschaften sowohl die Entschlossenheit als auch die Herausforderungen des Lebens, gespiegelt in den übergroßen Dimensionen eines Wals, einzufangen.

Der Blick in die Zukunft, den der weise Elch dem Jungen gewährt, zeigt zehn unterschiedliche Inuits. Und so gewinnt Kleiner Inuit die Erkenntnis, dass er selbst für seine Zukunft verantwortlich ist, gleich dem Motto „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Passend dazu sehen wir auf dem letzten Bild den kleinen Inuit, wie er mutig vier unterschiedliche Pfade im Schnee beschreitet und neugierig, aber auch selbstbewusst in seine Zukunft schaut.

Du bestimmst den Weg. Du gehst, wohin du willst.

Kleiner Inuit

Material

Ein Arbeitsblatt, das bereits im 1. Schuljahr ausgefüllt werden darf: „Das möchte ich werden, wenn ich groß bin“. Schön verpackt, ist es im vierten Schuljahr ein wunderbares Abschiedsgeschenk und gleichzeitig eine Erinnerung an die Selbstbestimmung!

Berufswunsch

Ein Loblied auf die Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit.

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Ann Bonwill und Simon Rickerty – Ich bin doch keine Erbse

Ich bin doch keine Erbse

Das Flusspferd Hugo und der Vogel Bella sind die allerbesten Freunde. Gemeinsam planen sie ihre Kostüme für einen Märchenkostümball. Hugo schlägt vor sich als Prinzessin zu verkleiden und Bella soll dementsprechend als Erbse zum Ball gehen. Mit diesem Vorschlag ist Bella jedoch ganz und gar nicht einverstanden, schließlich ist eine Erbse klein und rund. Viel lieber würde Bella als Meerjungfrau gehen und Hugo soll dafür ihr schöner Felsen sein. Hugo findet, dass Felsen grau und plump sind, was seinen Ärger noch weiter steigert. Nach einigen weiteren unzufriedenstellenden Vorschlägen, eskaliert die Kostümsuche in einem Streit.

Außerdem will ich gar nicht mehr mit dir auf den Ball gehen.
Na wenn das so ist, dann will ich auch nicht mehr.

Werden die beiden Freunde sich doch noch einigen können und es rechtzeitig zum Märchenkostümball schaffen?

Die Ausgangssituation ist so realitätsnah der kindlichen Lebenswelt entnommen, dass man schon zu Beginn schmunzeln muss. Zur Freundschaft gehört eben auch sich behaupten zu können und natürlich Kompromisse zu schließen. Dies ist ein humorvolles Bilderbuch rund um Bestimmer, Konkurrenten und wahre Freunde.

Die sehr bunten und reduzierten Illustrationen von Simon Rickerty fokussieren auf die Gefühle und die Verkleidungen der beiden Protagonisten. Die Dialoge unterscheiden sich in eigens für die Tiere entworfenen Schriften und lassen sich schnell den jeweiligen Figuren zuordnen. Man kann den Streit mit all den typisch kindischen Formulierungen regelrecht hören. Die Unzufriedenheit, der Trotz und die Ärgernis springen den Leser buchstäblich an. Ja, genauso läuft es unter Kindern ab.

Pädagogisch wertvoll ist auch der vorgeschlagene Kompromiss. Vor dem Vorlesen der eigentlichen Lösung, müsste man mit den Kindern unbedingt ins Gespräch kommen und die Kinder auch selbst beschreiben lassen, wie die beiden Freunde sich wohl fühlen. Natürlich wäre es sicherlich auch spannend von den Kindern zu erfahren, wie sie sich die Lösung des Streits vorstellen.

Dieses Thema ist nicht nur unter Freunden, sondern auch später in der Grundschule, wenn Kinder mit einem Partner oder in der Gruppe etwas erarbeiten sollen, sehr bedeutsam. Die Bedürfnisse der anderen Mitschüler berücksichtigen und sich einigen können ist ein langwieriger Prozess und eine nicht zu unterschätzende Kunst.

Ich bin doch keine Erbse

Eine humorvolle Geschichte rund um die Fähigkeit auf seine Mitmenschen einzugehen und vielleicht auch selbst einmal zurückstecken zu können.

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TOP 5 – Bilderbücher des Jahres 2013

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TOP 1:

An dem Landkartenbuch haben die polnischen Illustratoren sage und schreibe 3 Jahre lang gearbeitet. Und es hat sich gelohnt! Dieser Schatz ist in jedem Bücherregal ein wahrer Augenschmaus. Hier werden 42 Länder mit all ihren Besonderheiten in Punkten wie Geschichte, Nationalgerichte, Bauwerke, Feste und Bräuche mit einem ganz anderen Blick auf die Welt präsentiert.

In diesem Wimmelbuchatlas ist jede Seite ein Kunstwerk!

TOP 2:

„Für immer“ ist ein zutiefst herzergreifendes Bilderbuch zum Thema „Tod“ und dem damit verbundenen Gefühl der Trauer. Hier sind Tränen nicht ausgeschlossen, einfach weil es so ehrlich, poetisch und vielleicht auch ein bisschen naiv ist. Man kann mit Worten der Schönheit dieses Bilderbuchs nicht gerecht werden.

Ein echtes Highlight im Jahr 2013!

Rezension folgt!

TOP 3:

Dieses Bilderbuch mit den romantisch angehauchten Illustrationen der begabten Künstlerin Valeria Docampo berührt nicht nur durch die einzigartigen, sehnsuchtsvollen Zeichnungen sondern auch durch den kritischen Blick auf die technischen Neuerungen.

Eine thematisch betrachtet sehr erfrischende Windbrise im Bilderbuchtal.

Zur ausführlichen Rezension hier entlang.

TOP 4:

„Die fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore“ erzählt von der Liebe zu Worten, Geschichten und Büchern und ist für jeden Bücherliebhaber ein Garant für Gänsehaut.

Für alle Menschen, die mit den Büchern leben ein Muss im Regal!

Zum Kurzfilm "The fantastic flying books of Mr. Morris Lessmore" hier entlang.
 

TOP 5:

Diesem Sachbuch wohnt ein besonderer Zauber inne. Vorrangig versprüht durch die von Mark Hearld stammenden Illustrationen. Dem schottischen Grafiker ist es gelungen die überwältigende Schönheit der Natur in bahnbrechende Bilder zu bannen. Dieses Buch fesselt auf wundersame Weise.

Zur ausführlichen Rezension hier entlang.

Was sind eure Favoriten im Jahr 2013?

Jonas Lanig – Das erste Mal … im Lehrerberuf

Das erste Mal ... im Lehrerberuf

Nur wer sich selbst zu seinen Lücken bekennt, kann anderen ein guter Lehrer sein.

Um diese Wissenslücken zu Themen wie „Klassenkonferenz“, „Elternabend“, „Zeugnisbemerkungen“, „Wandertag“, „Klassenfahrt“ oder auch „Weihnachtsfest“ zu schließen, bietet dieses Buch grundlegende Informationen zu allen notwendigen Themen im Lehreralltag.

„Das erste Mal“ versteht sich als ein Logbuch für die Klassen 1-13, in dem alles Wissenswerte nachgeschlagen werden kann. Das Buch gliedert sich in folgende vier Kapitel:

  1. die Schule
  2. meine Klasse
  3. die Schüler
  4. der Unterricht

Jeder Unterpunkt wird mit einem konkreten Fallbeispiel eingeleitet, darauf folgend werden konkrete Vorschläge oder Gedankanstöße gemacht, die oft in einer Art Checkliste oder Übersicht à la „Das muss man beachten“ zusammengefasst sind.

Lehrer sind eigentlich auch Manager. In Bezug auf Unterricht wurden wir im Referendariat gut vorbereitet. Doch wo konnten wir lernen wie man eine Weihnachtsfeier gestaltet, durch einen Elternabend führt oder eine Klassenkonferenz leitet? Im Lehreralltag gibt es eine Unmenge an Organisationsaufgaben, die rechtzeitig abarbeitet werden wollen. Die nötigen Informationen holt man sich von erfahrenen Kollegen oder stellt irgendwann fest, dass man dieses oder jenes noch nachzuholen hat. Learning by doing, halt.

Ehrlich gesagt hat mich die für Verlag an der Ruhr ungewohnte grelle, pinkfarbene Gestaltung zu Beginn etwas abgeschreckt. Auch die Fallbeispiele kann ich getrost überspringen. Dafür sind die Checklisten und die kompakten Tabellen wirklich hilfreiche Hilfestellungen, die schnell überflogen werden können und in der Praxis sehr gut zu gebrauchen sind. Hier finden sich Übersichten über mögliche Sitzordnungen, Lösungsvorschläge für Disziplinprobleme, beispielhafte Klassenregelplakate, Monat-für-Monat Planung einer Klassenfahrt oder eine Ideensammlung an möglichen Arbeitsgemeinschaften.

Trotz der Tatsache, dass der Praxisratgeber viele Ratschläge eher für die höheren Klassenstufen bereitstellt, lohnt sich  eine Auseinandersetzung mit den Inhalten aus dem Logbuch, um den anspruchsvollen Lehreralltag souverän zu meistern!

Das erste Mal ... im Lehrerberuf

Viele hilfreiche Checklisten, Übersichten und Tabellen, die schnell überflogen werden können.

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Frohe Festtage!

Reindeer Reading a Book

Allen Lesern meines Blogs wünsche ich eine besinnliche und erholsame Weihnachtszeit.

VIELEN DANK für das Vorbeischauen, Lesen, Kommentieren und Liken! Ich freue mich auf das Teilen von vielen weiteren tollen Büchern im Jahr 2014 und wünsche allen weiterhin
„Happy Reading“!

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Daumen hoch für jeden einzelnen Leser!

Henriette Kröger – Hannes und die Müllmonster

Hannes und die Müllmonster

Das Armdrücken zwischen zwei Brüdern entscheidet, wer den Müll hinaus bringen muss. Leider verliert Hannes ständig gegen seinen älteren Bruder – so auch heute. Als er jedoch die Mülltonne öffnet, erblickt er etwas Leuchtendes. Beim Greifen kann er das Gleichgewicht nicht halten und plumpst in eine ganz andere Welt, die von Müllmonstern regiert wird. Die neue Errungenschaft im Gepäck, macht sich Hannes auf den Weg diese sonderbare Welt zu erkunden. Das Biomonster mit den Tomatenaugen sucht nach etwas Wertvollem und hat für Hannes so gar keine Zeit. Auch das Altpapier-Monster Fatz ist ratzfatz verschwunden, um nach etwas Rostigem zu suchen. Die müden Gelben Säcke verweisen Hannes gleich an den Müllkönig auf dem Schrottplatz. Erst dieser kann Hannes aufklären, wonach alle Müllmonster so verzweifelt suchen. Kann Hannes den Müllmonstern helfen?

Mülltrennung gehört zur unmittelbaren Lebenswelt von Kindern. Henriette Kröger bietet mit diesem Bilderbuch einen pädagogisch wertvollen Ansatzpunkt zur Thematisierung von Müll und damit eng verbunden auch Umweltschutz. Durch die humorvolle und äußerst kreative Darstellung der vier unterschiedlichen Müllmonster und deren Umgebung können die Kinder selbst zusammenpuzzeln, welcher Abfall in welche Tonne gehört. Das Erkennungszeichen „Grüner Punkt“ bietet Gelegenheit zu überlegen, welcher Abfall recyclebar ist und was alles in die Gelben Säcke gehört. Selbstverständlich können passende Schilder anschließend zu den jeweiligen Mülleimern gezeichnet oder gebastelt werden.

Die wundervollen Bleistift-Illustrationen der außergewöhnlich gut gelungenen Müllmonster geben tolle Inspirationen für fächerübergreifendes Arbeiten. So bietet es sich an im Kunstunterricht den Bio-Müllmonster ala „Vertumnus“ von Arcimboldo zu gestalten. Der Schrottberg lässt sich ganz einfach aus Dosen, Bierdeckeln und einem Metallschwamm nachempfinden. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Hannes und die Müllmonster

 

Ein kindgerechter, spannender, humorvoller Einstieg in eine bedeutende Thematik.

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