Thomas Müller – Wenn es regnet

Wenn es regnet - Thomas Müller

Während Menschen bei Regen Zuflucht in ihren Häusern suchen, müssen Tiere sich Alternativen überlegen. Dabei sind sie recht erfinderisch. Käfer schlüpfen unter Steine, Spinnen verkriechen sich unter Löwenzahnblätter, während Mäuse Unterschlupf in  ihrem trockenen Bau suchen. Es gibt aber auch Tiere, die den Regen lieben und aus der Erde an die Oberfläche kommen, so z.B. der Regenwurm oder die Erdkröte.  Für manche Tiere hat sie die Mutter Natur aber auch bestimmte Schutzmechanismen ausgedacht. Das Federkleid von einem Mäusebussard weist das Regenwasser wie ein Regenumfang ab.

Und schon bald erstrahlt nach dem Regen die Sonne und lässt am Himmel einen Regenbogen erstrahlen. Die neu belebte Landschaft wirkt wie gereinigt und so können auch die Tiere wieder aus ihren Verstecken kommen …

Sachbücher haben einen ganz eigenen Reiz. In unserer Paten-Lese-Stunde sind sie heiß begehrt. Zum einen lernen die „Großen“ auch noch viel dazu und zum anderen bieten sie viele Gersprächsanlässe und regen dazu an sich minutenlang auf einer Doppelseite aufzuhalten.

Hinter Klappen verbergen sich unterschiedliche Tiere und offenbaren ihre Geheimverstecke bei Regen. Hier darf gestaunt und entdeckt werden. Thomas Müller spricht neben bekannten Tieren auch vielen Kindern fremde Tiere an, wie z.B. den Pirol oder den Kormoran an und zeigt auf welche Schutzmechanismen sich die Tiere angeeignet haben.

Sehr gelungen ist es dem Autor auch die Vorteile von Regen aufzuzeigen. Der Wald ist auf den Regen angewiesen, genauso wie viele Tiere. Doch ein sehr lang anhaltender Regen kann auch gefährlich werden, wenn z.B. die Eier auskühlen oder nass werden.

Wenn es regnet

Ein Sachbuch mit wertvollen altersgerechten Informationen verhüllt in bescheidene Illustrationen.

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Philippe Ug – Im Garten der Schmetterlinge

Im Garten der Schmetterlinge

Dieses kunstvolle Pop-up Buch schildert den Lebenszyklus eines Schmetterlings. Nach dem Erwachen sucht sich die Raupe ein passendes Plätzchen in der Falte eines Blattes. Hier verpuppt sie sich in aller Ruhe und wird schließlich als prächtiger Schmetterling geboren. Im Alltag geht es anschließend darum Nahrung zu finden und sich vor möglichen Feinden zu schützen.

Im Garten der Schmetterlinge

Philippe Ug hat bereits mit dem bezaubernden Papierkunstwerk „Komischer Vogel“ beeindruckt. In diesem Band ist die fein ausgestanzte Papierkunst, die beim Umblättern jeder Seite zum Vorschein kommt, nicht minder beeindruckend. Es eignet sich zum gemeinsamen Betrachten mit einem Erwachsenen, denn die Kunstwerke sind spitz und filigran. Die Schrift tritt im Vergleich zu den modernen Motiven in den Hintergrund und ist hin und wieder auch schwer zu entdecken. Besonders imposant ist die Geburtstagsseite des Schmetterlings, die das Wunder der Natur in all ihrer Pracht zur Schau stellt.

Im Garten der Schmetterlinge

Für Liebhaber besonderer Bücher mit einem Faible für Schmetterlinge!

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Robert Winston – Verrückte Wissenschaft

Verrückte Wissenschaft

In diesem Pop-up Buch mit unzähligen Klappen dreht sich alles um die verrückte Welt der Physik, Chemie und Technik. Getreu dem Prinzip „Versuch macht klug!“ werden hier Kindern unterschiedliche interaktive Angebote zum Ausprobieren zur Wahl gestellt. So kann ein dreidimensional ausgestanztes Atom mit dem Atomkern bewundert werden. Passend dazu wird das Experiment „Schwimmende Büroklammer“ für zu Hause vorgeschlagen. Hinter Klappen können die Moleküle von Wasser, Zucker und Diamanten verglichen werden.

Dieses Sachbuch strotzt vor farbigen Darstellungen. Es wird einiges an Zeit benötigt, um die vielen Details auf jeder Doppelseite zu entdecken. Sachbücher mit einer naturwissenschaftlichen Thematik bergen oft die Gefahr, dass sie für Kinder schwer zugänglich sind, da sie komplizierte Vorgänge nicht kindgerecht beschreiben. Die Herausforderung hierbei ist Kinder an die doch oft anspruchsvollen Phänomene zu fesseln, indem ihnen Situationen aus ihrem Alltag, die mit der Thematik zusammenhängen, präsentiert werden. Erfreulicherweise bietet dieses Buch Eye-catcher, die Kinder dazu bringen den dazugehörigen Text auch durchzulesen. So werden Tautropfen auf einer stark vergrößerten Fliege gezeigt oder die Fallgeschwindigkeit von Tieren mit Federn und Fallschirmspringern verglichen. Die angebotenen Experimente benötigen allesamt kaum Materialien, die man nicht auch sonst im Haushalt hat. Neu war für mich der Versuch „Tanzende Schlange“ zum Thema „Magnetismus“. Es ist ohne allzu viel Aufwand durchzuführen, hat großen Motivationscharakter und lässt sich auch fächerverbindend im Kunstunterricht ausweiten.

Weitere Themen sind: Aggregatzustände, chemische Reaktionen, Kräfte, Anziehungskraft, Magnetismus, Hebelwirkung, Reibungskraft, Energie, Sonnenlicht, Wärmeenergie, Elektrizität uvm.

Verrückte Wissenschaft
Interaktive Elemente bündeln die Aufmerksamkeit und veranschaulichen komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge.
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Guido van Genechten – Papas mit ihren Kindern

Papas mit ihren Kindern

Nach dem wunderbaren Bilderbuch Mamas mit ihren Kindern, welches ich bereits unzählige Male anfrischgebackene Mütter verschenkt habe, bringt deraracari Verlag nun das passende Pendant für Väter heraus.Auch dieses kunstvoll illustrierte Pappbuch in einer schlichten schwarz-weiß Aufmachung konzentriert sich auf Tierkinder. In den Collage-Darstellungen mit integriertem Pappdruck und einigen Einflüssen von Kreidezeichnungen werden auf jeder Doppelseite zehn Väter Seite an Seite mit ihren Tierkindern präsentiert. Guido van Genechten verzichtet gänzlich auf ablenkenden Hintergrund und stellt seine Hauptfiguren ausschließlich auf einer weißen oder schwarzen Fläche dar. Wir können beobachten wie der Vogelpapa seinem Vögelchen etwas zuzwitschert und das Krokodilbaby stolz auf dem Rücken seines Papas reitet. Während das Igelchen sich ganz vergnügt auf seinen Stacheln rollt, beobachtet sein Vater ihn voller ausgelassener Heiterkeit.

Dieses Pappbilderbuch eignet sich bereits für Kleinkinder ab 12 Monaten. Das Augenmerk in Bezug auf die Sprachentwickling liegt vor allem auf den Verniedlichungsformen, den Diminutiven. Hier werden Kleinkinder für das Phänomen der Endsilben -chen oder -lein sensibilisiert. Unbewusst nehmen die Kinder auch die Änderung des Selbstlauts der Stammsilbe zum entsprechenden Umlaut war, z.B. Frosch-Fröschlein, Raupe – Räuplein, Vogel-Vögelchen.

In allen Illustrationen haben die Väter stets ein seliges Lächeln voller Stolz auf ihren Lippen. Schließlich ist Papasein doch was Tolles! Allen Vätern einen schönen Vatertag!

Papas mit ihren Kindern
Ein kunstvolles Pappbuch, welches sich ideal zum Verschenken eignet.
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Celestino Piatti – ABC der Tiere

ABC der Tiere

Schon der Titel macht deutlich, wie dieses witzige ABC-Buch von Celestino Piatti funktioniert: Von A wie Alligator bis Z wie Zebra werden hier zu jedem der 26 Buchstaben Tiere präsentiert, begleitet von einem zum Tier passenden Reim. Das Leseerlebnis wird zu einem unterhaltsamen Spaziergang durch die Bandbreite der aufregenden und vielfältigen Tierwelt. Vor allem angehende i-Dötzchen werden ihre Freude am Bilderbuch haben und ganz nebenbei einiges über Tiere lernen.

Durch die Nächte klingen schöne
schluchzend süße Flötentöne –
von den vielen Vögeln allen
singen so nur Nachtigallen.

Die Einbindung der Endreime schult die Kinder im Sprachgefühl und lädt zum Nachdichten ein. Die einzelnen Buchstaben werden auf einer Seite, manche sogar kombiniert, dargestellt. Zur optischen Diskrimination werden die Buchstaben vergrößert vom Rest und in Druckschrift hervorgehoben. Zum jeweiligen Buchstaben finden sich im Reim mehr Wörter, die mit dem Buchstaben beginnen. So können Kinder spielerisch die Wörter jagen und trainieren ganz nebenbei die Erkennung der Anlaute.

Die Illustrationen von Celestino Piatti, der bereits große Erfolge mit seinem Bilderbuch „Eulenglück“ gefeiert hat, sind sehr einprägsam und haben durch die schwarze, breite Kontur hohen Erkennungswert.

ABC der Tiere
weiterarbeit
Durch die auffälligen schwarzen Konturen lassen sich die Tierbilder nach Piatti wunderbar im Kunstunterricht thematisieren. Jedes Kind kann sich seinen Buchstaben aussuchen und ein dazu passendes Tier gestalten.
Eine spielerisch-lustvolle Entdeckung des Alphabets, vor allem für Kinder die am Schulanfang über keine oder nur geringe Buchstabenkenntnis verfügen.
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Annemarie van Haeringen – Monsieur Matisse und seine fliegende Schere

Monsieur Matisse und seine fliegende Schere

Monsieur Matisse ist ein Maler mit ganz viel Sonne im Bauch. Dementsprechend sind seine Bilder farbenfroh, frisch und rein. Doch eines Tages scheint die Sonne im Bauch nicht mehr. Monsieur Matisse wird krank und ganz schwach. Im Krankenhaus wacht er in einem weißen, tristen Zimmer auf und beschließt sie nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Doch das stellt sich als sehr mühsam heraus. Als sein Blick auf eine Schere fällt, erwacht ihn ihm neuer Lebensmut. Seine Idee heißt „Malen mit der Schere“ und so fliegt die Schere und er schneidet und schneidet und erschafft eine ganz eigene, wunderbare Farbwelt.
Der französische Maler Henri Matisse wird von Annemarie van Haeringen in diesem Bilderbuch als ein Künstler mit  sonnigem Wesen vorgestellt. Besonderer Fokus ist seinen letzten Jahren gewidmet, seiner Krankheit und der daraus entstandenen Idee der fliegenden Schere.

Die Sätze sind durchweg kurz und leicht verständlich. Die Gestaltung der Wände erinnert stark an das Kunstwerk „Der Papagei und die Meerjungfrau“.  Sehr schön ist, dass die Autorin auch erwähnt, dass Henri Matisse oft all die schönen Erinnerungen an seine Reisen in den Kunstwerken festgehalten hat. In den Motiven finden sich Pflanzen, Blumen, Tang, Algen, Schwämme und Vögel. Die Faszination mit der Schere zu „malen“ springt definitiv über und unterstreicht den innovativen Gedanken:

Das ist Bildhauerei direkt in Farbe!
Was liegt da näher als nach dem Lesen das Malen mit der Schere auszuprobieren?
Monsieur Matisse und seine fliegende Schere
Hautnahe Liebe zur Kunst!
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Nicola O’Byrne – Nutze deine Fantasie … aber pass auf, was du dir wünschst!

Nutze deine Fantasie

Aufgrund purer Langeweile wünscht sich der Hase ein bisschen Action. Prompt erscheint der Wolf und schlägt dem Hasen vor, sich gemeinsam eine Geschichte auszudenken. Und so beginnen sie gemeinsam zu planen. Eine Geschichte wäre keine richtige Geschichte ohne eine ordentliche Prise Fantasie. Wie im richtigen Märchen beginnt die Geschichte mit „Es war einmal…“.

Doch für eine richtige Handlung braucht man natürlich einen Bösewicht und einen Helden. Auch der Ort des Geschehens muss benannt werden, bevor der Spannungsbogen gespannt werden kann. Und schwups … finden sich die beiden Protagonisten selbst in der Geschichte wieder. Doch dem Hasen gefällt der Verlauf so ganz und gar nicht. Er nutzt seine Fantasie und kreiert einen Wendepunkt, mit dem der Wolf keinesfalls gerechnet hat…

Ist Fantasie nicht etwas Wunderbares?
… du weißt nie wohin deine Fantasie dich führt.

Diese Geschichte verdeutlicht auf eine ganz zauberhafte Art und Weise, dass beim Geschichtenschreiben wir eine einzigartige Chance haben etwas ganz Eigenes zu erschaffen. Als Schreiber bestimmen wir den Weg und können ganz nach Belieben Wendepunkte einbauen, die den Leser überraschen und die Spannung aufrecht erhalten.

Nicola O’Byrne zeigt Schritt-für-Schritt die Planung einer Geschichte und benennt die einzelnen „Zutaten“ für ein „Märchen-Rezept“. Dabei verwirft sie auch bestimmte Ideen und macht klar, dass Geschichten auch „reifen“ müssen und evtl. einer Überarbeitung bedürfen.

Der begeisterte Ausruf des Hasens von seiner Fantasie Gebrauch zu machen und der damit einhergehende Wendepunkt in seiner Geschichte, wird durch eine aufklappbare Seite noch verstärkt. Das auf der letzten Seite ausgestanzte Fenster deutet auf die unendlichen Möglichkeiten sich seiner Fantasie zu bedienen. Eine Fähigkeit, die es Stufe für Stufe zu erklimmen gilt.

Ein fabelhaftes Bilderbuch, um Kindern  die Kunst des Schreibens von Geschichten und insbesondere von Märchen nahezubringen.

Nutze deine Fantasie
Aus pädagogischer Sicht mein Highlight in dem noch jungen Jahr!
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Bücher für Kleinkinder

Kleinkinder verlangen sehr viel Aufmerksamkeit und möchten stets beschäftigt werden. Tag für Tag erforschen sie die Welt und lernen eine Menge von ihrer Umwelt. Die stetige Sensibilisierung der Sinne, die Schulung der Wahrnehmung, Sprache und Motorik vernetzt wichtige Nervenverbindungen im Gehirn.

Jedes Kind, insbesondere Kleinkinder sollten täglich Zugang zu Büchern haben. Bücher sind großartig, um ihren Wortschatz zu erweitern und die Sprachentwicklung zu fördern. Das Zuhören und gemeinsames Betrachten von Büchern schult die Konzentration und die Auffassungsgabe. Es ist darauf zu achten, dass Bücher für jüngere Kinder nicht zu textlastig sind, weil es sie überfordern kann. Einfache Abbildungen mit klaren Abgrenzungen, von denen sich möglichst nur eine pro Seite befindet, sind ein guter Anfang für Babys. Bei Kindern, die sich nur schwer für Bücher begeistern können, können kleine Effekte z.B. in Form von Schiebern die Aufmerksamkeit und Neugierde wecken. Auch Fühlbücher, in denen unterschiedliche Stoffe eingearbeitet sind, können für Kinder oft interessant erscheinen. Riechbücher und Klappen sind weitere Varianten, die die Sinne schulen.

Nehmen Sie sich Zeit für das Anschauen und Lesen der Bücher. Sie lassen sich wunderbar im Alltag als abendliches Ritual vor dem Zubettgehen integrieren.

Ab 6 Monaten:

Hallo Welt Fahrzeuge


Im kleinen Format und mit sehr stabilen Seiten liegt das Pappbilderbuch sehr gut in Kinderhänden. Thematisch orientiert es sich rund um Fahrzeuge, die jeweils auf einem weißen oder schwarzen Hintergrund abgebildet sind. Sehr schön ist, dass die Bilder nur wenig Farben nutzen und somit sehr gut abgrenzbar sind. Durch den Kontrast und die einfachen Formen sind die 16 Fahrzeuge sehr gut voneinander zu unterscheiden. Vom Bagger und dem Heißluftballon bis hin zur Lokomotive und dem Kipplaster sind alle gängigen Fahrzeuge im Buch enthalten.  Vor allem Jungen werden eine große Freude an diesem Buch haben. 

Hallo Welt: Fahrzeuge

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Ab 12 Monaten:
Kennst du das - Gute Nacht
Das stabile Pappbilderbuch ist in der äußeren Form einer kleinen Malpalette ähnlich. Durch den kleinen Griff am Außenrand können kleine Kinderhände das Buch als Täschchen überallhin tragen. Auf vier Doppelseiten werden in farbechten Fotografien Gegenstände dargestellt, die Kinder aus ihrem Alltag vor dem Zubettgehen kennen. Nach einer kurzen Spielerunde mit Bauklötzen oder Rasseln, geht es für die meisten erst einmal in die Badewanne, um danach mit einem Handtuch trocken gerubbelt zu werden.  Nach der obligatorischen Flasche, darf man es sich so richtig genüsslich im Kinderbett machen und sich mit seinem Kuscheltier in seine Decke kuscheln.
Kennst du das? Gute Nacht
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Ab 18 Monaten:

Allererste Gutenachtlieder

Dieses Kinderbuch ist für singbegeisterte Kinder und Eltern ein schönes Abendprogramm. Eingekuschelt im warmen Bettchen dürfen gemeinsam die wohl bekanntesten Kinderlieder zum Einschlafen gesungen werden: Schlaf, Kindlein, schlaf; Wer hat die schönsten Schäfchen; Die Blümlein, sie schlafen; Der Sandmann ist da und Weißt du, wie viel Sternlein stehen.
Der Text mitsamt der dazugehörigen Noten wird stets auf einer Doppelseite präsentiert. Dem Liedtext gegenüber steht das dazu passende Bild. Damit das Kind während des Singens auch eine Beschäftigung hat, wurden hier Schieber eingebaut, die allerdings anfangs recht schwer für Kinder zu bedienen sind. Mithilfe der Schieber kann das Kind z.B. die Sternschnuppe hin und her bewegen und dazu trällern „Weißt du wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt?“
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Ab 24 Monaten:
Kennst du schon die Farben
Schon recht früh entdecken Kinder Farben und suchen ihre Umgebung nach genau diesen Farben ab. Dieses Pappbilderbuch widmet fünf gängigen Farben eine Doppelseite. Zwei Bären, ein Hase, ein Fuchs und eine Ente führen durch das Buch, begleitet von kurzen Reimen, die einen sinnvollen Rahmen geben. Gekennzeichnet durch einen kleinen Stift weiß das Kind sofort nach welcher Farbe die abgebildeten Gegenstände abgesucht werden sollen. Gelb ist die Biene, der Löwenzahn  und die Bananen, rot dagegen die Erdbeeren, der Wasserschlauch und die knackigen Äpfel am Baum. Hier wird die Entdeckerlust geweckt und ganz nebenbei der Wortschatz spielerisch erweitert. Ein schönes „Bonbon“ sind die integrierten Schiebetüren, die dem Kind leider etwas Kraft abverlangen. Dafür ist die Spannung groß, was sich dahinter verbergen könnte …
Kennst du schon die Farben
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Dr. Dominic Walliman und Ben Newman – Professor Astrokatz: Universum ohne Grenzen

Professor Astrokatz

Das Universum hält viele spannende Geheimnisse bereit. Vieles haben die Wissenschaftler bereits erforschen können. Wie alt ist das Universum? Warum werden Entfernungen im Weltall in Lichtjahren gemessen? Was ist das Sonnensystem? Wie funktionieren Raumfahrten? Was gehört alles zum Apollo-Mondanzug? Welche Funktionen haben Satelliten im All? Was passiert wenn Sterne sterben? Gibt es Leben im All?

Professor Astrokatz erklärt die komplexen Geheimnisse des Universums ohne Grenzen sehr anschaulich und kindgerecht. Das Verständnis wird durch die vielen, fast comicartigen Abbildungen unterstützt. Trotzdem wird hier einiges an Vorwissen in Bezug auf Chemie und Physik vorausgesetzt. Das Grundwissen rundum Teilchen und Atome sowie Energie und Magnetismus ist vonnöten, um den Erklärungen folgen zu können. Daher ist das Buch eher für Kinder ab 9 Jahren geeignet.

Positiv ist, dass das Buch es schafft trotz der recht komplexen Thematik viele lebensnahe Vergleiche zu ziehen, um den Kindern einen Zugang zum Universum zu ermöglichen. Wenn es um die Darstellung der Größe der Planeten geht, werden z.B. die Größenverhältnisse auf Obstsorten übertragen. So erscheint die Erde als eine Kirsche, während der Planet Jupiter eine Wassermelone ist.

Die dargestellten Fakten sind sehr fundiert, aktuell und haben einen hohen Bezug zu wissenschaftlichen Ansichten. So wird hier die ehemals geglaubte Ansicht, dass Pluto zum Sonnensystem gehört nach neueren Forschungen revidiert. Dr. Dominic Walliman ist Physiker und Informatiker und traut Kindern einiges zu, so dass im Buch auch auf die Relativitätstheorie von Albert Einstein eingegangen wird. Er weiß sicherlich Kinder für die Thematik zu begeistern und endet seine Entdeckungstour durch das Universum mit den Worten „Hilfe von tapferen Astronauten und Wissenschaftlern kann ich (…) immer gebrauchen – behalte den Himmel im Auge.“

Wenn da nicht mal viele Kinder ihren Berufswunsch überdenken.

Professor Astrokatz
Fundiertes und zum Teil komplexes Wissen kindgerecht aufbereitet.
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Brigitte Endres und Joelle Tourlonias – Hallo, ich bin auch noch da!

Brigitte Endres - Hallo, ich bin auch noch da!

Das kleine Chamäleon lebt mit vielen anderen Tieren in einer Zoohandlung. Jeden Tag aufs Neue versucht es die Besucher auf sich aufmerksam zu machen, rollt sein Schwänzchen zu einer hübschen Schnecke und ruft: „Hallo, ich bin auch noch da!“ Aber keiner sieht es, keiner hört es. Das kleine Chamäleon wird immer übersehen.
Eines Tages reicht es dem kleinen Tier und es klettert unbemerkt aus dem Terrarium. Ganz traurig und mutterseelenallein läuft das Chamäleon durch die turbulenten Straßen. In einem Park entdeckt es ein blasses Mädchen, das darauf wartet auch einmal schaukeln zu können. Auf ihr Rufen hin „Hallo, ich bin auch noch da!“, wird sie von den anderen Kindern nicht gehört und weiterhin ignoriert. Keiner sieht sie, keiner hört sie – nur das kleine Chamäleon weiß, wie es sich anfühlt nicht beachtet zu werden.

„Hallo, ich bin auch noch da!“ ist ein bewegendes Bilderbuch rund um das Thema Selbstbewusstsein und Ich-Stärke. Die beiden vorerst namenlosen Figuren können sich nur schwer behaupten und bleiben stets im Hintergrund. Sie werden von ihrer Unsicherheit überschattet und von den anderen verdrängt. So spielt die Illustratorin zu Beginn der Geschichte mit gedämpften, düsteren Farben. Um die Distanz zum Geschehen zu verringern, werden viele Begebenheiten aus der Froschperspektive gezeigt. Der Leser fühlt somit mit dem kleinen Chamäleon mit und wird emotional auf bildnerischer Ebene einbezogen.

Erst als die beiden Protagonisten sich begegnen, hellen die Farben auf und dem Leser wird der Name des Mädchens verraten. Camée lässt es sich nicht nehmen, dem kleinen Tier ebenfalls einen Namen zu geben und tauft es ganz passenderweise auf „Leon“. Hier wird die Zusammengehörigkeit der beiden Figuren deutlich. Dieses Zusammentreffen verleiht dem Mädchen Mut und zeigt, was Freundschaft bewirken kann. Auf dem abschließenden Bild wird dem Leser ein glückliches Duo präsentiert – schwebend auf einer Schaukel, umspielt von einer leichten Brise.

Hallo ich bin auch noch da
weiterarbeit
Im Kunstunterricht lassen sich die Farben in Bezug auf unterschiedliche Stimmungen (warme – kalte Farben)  und evtl. die Vogel- und Froschperspektive thematisieren. Die verschiedenen Gefühlslagen eignen sich hervorragend zur Realisierung in Form von Standbildern. Eine Adjektivlandkarte zu den Stimmungen vor und nach dem Zusammentreffen kann als Hilfestellung hinzugezogen werden.
Freundschaft kann dem Selbstbewusstsein Flügel verleihen – zusammen sind wir stark!

Hallo, ich bin auch noch da!

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