Marcus Pfister – Weisst du, was Glück ist?

Weisst du, was Glück ist?

Was ist Glück?
Glück ist das Allerwichtigste überhaupt.
Zwei kleine Mäuse sitzen auf der Wiese und hängen ihren Gedanken nach. Sie beschäftigen sich mit dem Thema „Glück“ und ergänzen abwechselnd den Satzanfang „Glück ist …“. Für Zoe ist es pures Glück im Winter die Schneeflocken auf der Zunge zu schmecken. Leo liebt es dagegen den Flug einer kleinen Feder zu beobachten. Sie äußern ihre ganz individuellen Vorstellungen von Glück und kommen schlußendlich zu der Einsicht, dass Glück auch ist, gemeinsam mit der besten Freundin einen Drachen steigen zu lassen.

Dieses Bilderbuch über das Glück macht einfach glücklich!

Marcus Pfister, der mit seinem Bilderbuch „Der Regenbogenfisch“ schon viele Kinder glücklich gemacht hat, vermittelt mit der immer gleichen Aufbaustruktur die alltäglichen Glücksgefühle im Leben eines Kindes. Dabei sind es die einfachen Erlebnisse in Verbindung mit der Natur, die die kleinen Mäuse am meisten faszinieren. Das Sammeln von schönen Kieselsteinen oder das Wegpusten der Samen einer Pusteblume macht die Mäuse glücklich. Sehr schön ist, dass die unterschiedlichen Sinne stets einbezogen werden.

Pädagogisch wertvoll ist auch die Erkenntnis, dass einen durchaus Dinge glücklich machen können, die man alleine erlebt und aber auch das Miteinander hervorgehoben wird. Das letzte Bild zeigt die zwei kleinen Mäuse lachend und Hand in Hand weglaufen. Freundschaft macht eben auch glücklich.

Die Illustrationen sind sehr reduziert und mit einem großen Anteil an weißer Fläche dargestellt. Es bleibt viel Freiraum für die eigenen Gedanken und Fantasien. Die Tupf-/ Schwammtechnik lässt alle Erlebnisse harmonisch wirken und ganz subtil ineinander verschwimmen. Es schafft letztendlich einen schönen Rahmen, der zeigt, dass Glück im Fluss des Lebens besteht.

Weisst du, was Glück ist?

Material

Das Thema „Glück“ ist prädestiniert, um mit Kindern darüber zu philosophieren. Was ist Glück? Kann man Glücklichsein überhaupt erlernen? Worin besteht ein glückliches Leben? Gerhard Friedrich hat in seinem Buch „Mit Kindern philosophieren“ den Themen „Glück“ und „Freundschaft“ je ein Kapitel gewidmet. Hier finden sich unzählige themenorientierte Bastelideen, Liedvorschläge und Diskussionsanregungen.

Nach dem Vorlesen der ersten Seiten, die stets mit dem Satzanfang „Glück ist…“ beginnen, wäre es denkbar die Kinder ihre eigenen Glücksmomente sammeln zu lassen. Auch bestimmte Zitate lassen sich für kleine Diskussionsrunden gut nutzen.

Bild_Glück

 Ein sehr empfehlenswertes Bilderbuch über das Thema Glück!

 

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Saskia Kistner und Ann Cathrin Mihsler – Die vier Fälle üben und festigen

Die vier Fälle üben und festigen

In diesem Heft werden die Nomen der deutschen Sprache in den vier verschiedenen Fällen thematisiert. Sie dienen dazu die Funktion von Satzteilen im Satz anzuzeigen.

Die Materialien gliedern sich in drei Teile. Ein Arbeitsplan stellt die einzelnen Übungsangebote übersichtlich dar. Hier können die SuS in einer Tabelle die erledigten und kontrollierten Aufgaben abhaken. Auf den Arbeitsblättern wird jeder Fall zunächst einzeln betrachtet. Die Aufgabenstellungen sind sehr ähnlich und selbsterklärend, so dass die Kinder die Aufgaben weitgehend selbstständig bearbeiten können. Mal gilt es die passenden Fragen aufzuschreiben und mal müssen die Nomen richtig eingesetzt werden. Zu jedem Arbeitsblatt ist eine Lösungsseite beigelegt, um den Kinden die Selbstkontrolle zu ermöglichen und eigenverantwortliches Lernen voranzutreiben.

Ergänzend zu den Arbeitsblättern stehen Kindern Klammerkarten zur vertiefenden Übung zur Verfügung. Auch hier ist die Selbstkontrolle gewährleistet und die SuS bekommen eine unmittelbare Rückmeldung.

Freiarbeit Die vier Fälle

An diesem Material können die SuS in ihrem individuellen Tempo arbeiten. Es kann als Angebot in der Lerntheke oder in den Wochenplan integriert werden. Besonders gelungen ist die Auswahl der Klammerkarten. Hier können die Kinder frei entscheiden, ob sie einen bestimmten Fall intensiver üben  oder sich evtl. bei der Zuordnung der vier Fälle auch selbst testen. Die Einführung „Warum eigentlich die vier Fälle?“ sensibilisiert die Kinder für das Thema und verdeutlicht kindgerecht die Notwendigkeit dieses Wissens.

Die Aufgabenstellungen wiederholen sich stets, so ist seitens der Lehrkraft nicht viel Erklärung nötig. Da es jedoch wenig abwechslunsgreich ist und die Kinder recht viel schreiben  müssen, ging meinen SuS recht schnell die Puste aus. So haben wir gemeinsam entschieden wie viele Aufgaben und in welchen Bereichen bearbeitet werden müssen und welche Sternchen sind.  Meine SuS nutzen in der Freiarbeit am liebsten die Klammerkarten, weil damit auch die Handlungsebene angesprochen wird. Oft besprechen sie ihre Entscheidung mit einem Partner oder fordern von dem Gegenüber eine Begründung. So werden zusätzlich die kommunikativen Fähigkeiten und das mündliche Sprachhandeln geschult.

Die vier Fälle üben und festigen
Anspruchsvolles Material mit  tollen Klammerkarten!

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Marion Billet – Hörst du die Dschungeltiere?

Hörst du die Dschungeltiere

Das „Soundbuch“ stellt dem Leser sechs unterschiedliche Dschungeltiere in Bild- und Tonform vor. Bildlich werden sie in ihrem typischen Lebensraum in der freien Natur dargestellt. Die zahme Löwin ruht sich unter einem Baum in der tropischen Hitze Savannahs aus, während der muntere Elefant sich mit dem Wasser bespritzt.

Der eigentliche Clou sind jedoch die integrierten Tiergeräusche, die durch einen Fingerdruck zu betätigen sind. Im hinteren Teil des Buches ist eine Batterie eingebaut und mithilfe einer leichten Berührung einer ausgestanzten Stelle auf jeder Doppelseite ertönen bereits die authentischen Aufnahmen. Marion Billet hat erfreulicherweise auf echte, unverfälschte Aufnahmen zurückgegriffen.Auf der vorletzten Seite wartet auf die Kleinen eine interaktive Übung. Die Kinder werden aufgefordert die abgebildeten Dschungeltiere zu benennen und das dazu passende Tiergeräusch zu machen.

Das Nachahmen der Tiergeräusche ist eine pure Freude und äußerst lustig noch dazu. Welcher Erwachsene könnte aus dem Stegreif einen Panda nachmachen? Auch nach wiederholtem Hören stellt es sich als eine nicht zu unterschätzende Herausforderung heraus. Denkbar wäre auch ein Ratespiel daraus zu machen. Erst das Tiergeräusch hören und dann einem Dschungeltier zuordnen. Zur Unterscheidung von einem Nilpferd und einem Panda braucht es doch Konzentration und eine feine auditive Sinneswahrnehmung.

Hörst du die Dschungeltiere
Farbenfrohe Abbildungen, robuste Buchseiten, authentische Tiergeräusche, die zum Nachahmen animieren.

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Doris Kutschbach – Meine bunte Welt: Erste Kunstwerke – erste Wörter in 12 Sprachen

Meine bunte Welt

„Meine bunte Welt“ präsentiert über 70 farbliche Kunstwerke im Format von 22 x 22 cm. Auf jeder Doppelseite wird ein Gemälde mit Elementen aus dem kindlichen Umfeld dargestellt. Mal dreht sich die Szenerie rund um Vater, Mutter, Alltagsgegenstände, Körper oder einfach um Tiere und Natur. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein zum Bild passendes Wort in zwölf verschiedenen Sprachen abgebildet. Jeder Sprache ist eine Farbe zugeordnet, darunter finden sich: Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch, Arabisch, Italienisch, Japanisch, Chinesisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch und Türkisch.

Auf den letzten Seiten findet sich eine nach den Künstlern ausgerichtete Aufzählung der im Buch enthaltenen Kunstwerke, wie z.B. Vincent van Gogh, Katsushika Hokusai, Albrecht Dürer, Gustav Klimt, August Macke, Franz Marc, Pablo Picasso uvm.

Doris Kutschbach hat die kindliche Begeisterung für eine unverfängliche Kunstbetrachtung mit der Unterstützung zum Spracherwerb verknüpft. Entstanden ist ein Buch für wahre Kunstliebhaber. Ohne viel Ablenkung können Kleinkinder und Erwachsene ihre Aufmerksamkeit voll und ganz dem jeweiligen Kunstwerk widmen. Beim gemeinsamen Beschreiben der Bilder wird der mündliche Sprachgebrauch trainiert und nebenbei das Wissen rund um berühmte Kunstwerke erweitert.

Zusätzlich wird das Sprachbewusstsein aktiviert. Vor allem für mehrsprachige Kinder ist dies ein äußerst sinnvolles pädagogisches Konzept, da sie Wertschätzung für ihr Können erlangen und unterschiedliche Klänge für andere Sprache erfahren können. Neben jedem Wort ist nämlich die Lautschrift abgebildet. Als Erwachsener muss man dafür  jedoch die IPA Lautschrift lesen können.

Meine bunte Welt

Meine DAZ-Kinder lieben dieses Kunstbuch, weil sie voller Stolz anderen Kindern das jeweilige Wort vorlesen können. Ganz nebenbei trainieren sie beim Beschreiben der Bilder ihre mündlichen Ausdrucksfertigkeiten. Eine weitere Übungen, die sich die Kinder ausgedacht haben,  sieht so aus, dass sie einen Satz mit einer bestimmten Anzahl an Wörtern bilden sollen. Die Bedingung ist jedoch, dass der Satz zum Bild passen soll und immer das zum Gemälde passende deutsche Wort im Satz enthalten sein soll. Auch das Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielen sie ins diesem Zusammenhang ungemein gerne. Im Kunstunterricht nutze ich dieses Buch für Bildbetrachtungen als Einstieg in ein neues Thema. Passend zum Herbst haben wir uns erst kürzlich das gleichnamige Kunstwerk von Giuseppe Archimboldo ganz genau angeschaut und daraufhin selbst Porträts aus Gemüse und Obst gestaltet.

Meine bunte Welt
Kunstbetrachtung auf unterschiedlichen Sprachen, die eines gemeinsam haben: Die Liebe zur Kunst!

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Agnes Jiresch-Stechele – Gute Aufgaben für den Wochenplan Kunst 3/4

GUte Aufgaben für den Wochenplan

Rezension
 Was sind gute Aufgaben?
Gute Aufgaben ermöglichen in ihrer Offenheit und ihrem Anspruchsniveau jedem Kind, Erfolgerlebnisse und Lernfortschritte zu erreichen. Sie fordern dazu heraus selbstständig Erfahrungen zu machen und sie zu versprachlichen, um sich anschließend auszutauschen (Ich-Du-Wir-Prinzip) (vgl. S.4f.). Die in diesem Band zusammengefassten Kunstaufgaben balancieren zwischen Offenheit und Anregung, um einen individuellen, mehrperspektivischen Zugriff zu ermöglichen. Die 27 Kunstaufgaben wurden in 8 Bereiche unterteilt:
  1. Menschen und Alltagsgegenstände
  2. Tiere und Fabelwesen
  3. Natur- und Wetterphänomene
  4. Muster, Strukturen und Ordnungen
  5. Basteln und Bauen
  6. Witzbilder
  7. Schwarzer Filzstift
  8. Farben

Jede Aufgabe wird mit einer Darstellung der Sachinformationen eingeführt. Es folgen die zu erwartenden Lernchancen sowie die Übersicht über das benötigte Material. In methodischen Hinweisen wird das weitere Vorgehen kurz erläutert und Möglichkeiten zur unterrichtlichen Ausgestaltung aufgezeigt.

Auf verschiedenen Wegen zur Lösung!
Ich habe nach Kunstaufgaben gesucht, die ohne viele Erklärungen auskommen und trotzdem motivierend für die Kinder sind. Außerdem war mir der mehrperspektivistische Zugang zur Lernaufgabe wichtig sowie die Einbindung des kooperativen Lernens. Die hier vorliegenden Kunstaufgaben sind nach dem Schema „Ich-Du-Wir“ konzipiert. Erst gilt es durch Bildimpulse oder anregende Fragestellungen evtl. Regelmäßigkeiten zu entdecken oder die Kinder zum genauen Hinschauen herauszufordern. Dann folgt der Austausch mit einem Partner und schlussendlich knüpft die Präsentation des Ergebnisses an. Besonders erfreulich ist, dass ein großer Wert auf Zeichen- und Maltechniken gelegt wurde. Die SuS setzen sich mit detailtreuen Zeichnungen von Steckbausteinen oder Schulranzen, comichaften Tierdarstellungen, Abstrahierungen oder Darstellungen mit Mustern auseinander. Sie nutzen Medien in Form von schulischen Alltagsgegenständen, um Klassenzimmerkunst zu erschaffen. Die Kinder erweitern ihre Kenntnisse in Bezug auf Farbenlehre, indem sie mit Farben experimentieren, sie in Kategorien einteilen und ihre Wirkungen untersuchen.
Gute Aufgaben für den Wochenplan Kunst
Die Aufgaben sind durchweg anregend, differenziert und breit gefächert. Das Layout und die Gestaltung der einzelnen Arbeitsblätter ist leider wenig attraktiv und folgt immer dem gleichen Darstellungsmuster. Hier wären ansprechendere und abwechslungsreichere Darstellungsformen wünschenswert gewesen.
Für den Wochenplan sind die Aufgaben selbst erklärend und motivierend. Einzelne Themen, wie z.B.  Selbstporträts oder Fabelwesen lassen sich sehr gut auch außerhalb des Wochenplans einsetzen. Die einzelnen Lernangebote sind unabhängig voneinander gestaltet, so dass sie sich auch gut für den Vertretungsunterricht eignen.Die Fotos und Gemälde sind auf der CD-ROM auch in Farbe verfügbar!

Blick ins Buch
GUte Aufgaben für den Wochenplan Kunst
Fazit
Differenzierte Lernaufgaben mit verbesserungswürdigem Layout.

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Stian Hole – Annas Himmel

Annas Himmel

Heute lässt da oben jemand Nägel vom Himmel regnen.

Annas Welt wurde auf den Kopf gestellt. Der Löwenzahn ist nun zur Pusteblume geworden. Es ist Zeit des Abschiednehmens. Annas Vater trägt einen schwarzen Anzug und drängt Anna zur Eile. Die Kirchenglocken läuten bereits in der Ferne. Etwas liegt in der Luft, das spürt auch Anna.

Den Gang zum Begräbnis ihrer Mutter zögert sie hinaus und taucht stattdessen lieber in den Himmel ab. Ein Himmel voller Fantasien, wohin sie auch ihren Vater entführt. Dort leben fliegende Fische, farbenfrohe Pflanzen und ein Meer von Unsichtbaren, wie z.B. der Opa auf dem Stuhl wippend, der alte Briefträger, Elvis Presley und auch Picasso. Anna und ihr Vater fliegen an all diesen Seelen vorbei, nur die Mama können sie nicht entdecken. Ob sie Gott beim Unkraut jäten hilft?

… aber morgen sind es vielleicht Erdbeeren mit Honig.

Stian Hole hat mit diesem Bilderbuch einen Gefühlsrausch erschaffen. Anna schützt sich vor ihrem Schicksalsschlag die eigene Mutter verloren zu haben, indem sie sich in eine Traumwelt begibt. Dort kann sie sich das Geschehnis und die Funktion Gottes besser erklären. Diese Himmelswelt ist auch für ihren Vater eine Stütze, der in Anna seine Kraft für das Weiterleben zu schöpfen scheint.

Stian Hole, der norwegische Artdesigner, wurde für sein Buch  Garmans Sommer mit sämtlichen Preisen ausgezeichnet. Er bleibt seiner Technik, Fotos und Grafiken zu einer stark verfremdeten Fantasiewelt zu strukturieren, treu. Dieser „Kunterbuntstil“ verdeutlicht umso mehr, dass nichts von Dauer ist. Annas Mutter wird in ihrer schönsten Robe als eine schwarz-weiß-Fotografie mitten von den Unsichtbaren dargestellt. Anna dagegen erleben wir wie in einer Schutzhülle, die naiv und unbefangen dem Leben und auch dem Tod entgegen tritt. Beim Vater fließen Tränen und das ist auch gut so – Trauer braucht seine Zeit.

Dieses Bilderbuch hat so viele subtile Hinweise auf das Leben und den Tod, dass es beim Betrachten seine Zeit braucht. Das Betrachten schmerzt, weil es gleichzeitig so schön, fantasievoll und ehrlich ist. Es ist ein Bilderbuch vordergründig für Teenager und Erwachsene, um den Schrecken zurückzudrängen und den Himmel als eine wunderbare Explosion aus Farben und Formen zu sehen.

Auf der letzten Seite regnet es tatsächlich Erdbeeren und nun schaukelt der Vater mit einem angedeuteten Lächeln, während Anna ihm liebevoll die Wange streichelt.

Annas HImmel
Dieses Bilderbuch geht unter die Haut.

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Michaël Escoffier und Kris Di Giacomo – Wer hat Angst vor diesem Wolf?

Wer hat Angst vor diesem Wolf

Sag mal, Häschen, kennst du eigentlich den Wolf Schubidu?
Da der Hase den Wolf ja aus vielen Märchen kennt, zeichnet er mit Tafelkreide ein Ungeheuer mit scharfen Zähnen auf die Schiefertafel. Doch der Sprecher im Hintergrund korrigiert den Hasen und weist ihn darauf hin, dass Wolf Schubidu besonders ist. Er hat nämlich kleine Öhrchen, stumpfe Zähne und eine wilde Mähne. Nach der Korrektur sieht das Ungeheuer nun gar nicht mehr nach einem Wolf aus. Genau in diesem Moment ertönt eine drohende Stimme und das Monster erscheint. Doch bevor sich der Hase überhaupt in Sicherheit bringen kann, wird er geschnappt. Puh, der Hase ist ganz schön erleichtert, als er feststellt, dass man sich vor Wolf Schubidu gar nicht fürchten muss …

Michaël Escoffier ist es gelungen durch die Hintergrundstimme eine ganz besondere Spannung aufzubauen. Der Sprecher lässt den Hasen wie eine kleine Marionette tanzen und schon bald werden Erwachsene erkennen, dass diese Hintergrundstimme die Fantasien eines kleinen Kindes wiederspiegelt. Es ist so, als würde man ein kleines Kind beim Spielen mit einem Kuscheltier beobachten.

Die sehr gelungen aufgebaute Spannungskurve wird alsbald aufgelöst und das Ende ist zum Glück so gar nicht schrecklich, wie zuerst vermutet. Dieses Bilderbuch animiert die Kinder zum Erfinden von eigenen Geschichten mit Einbindung ihrer Kuscheltiere. Nach dem Vorlesen kann ein Rate-Mal-Wettbewerb oder ein Versteckspiel angeschlossen werden.

„Ich bin der Wolf… schubidu, find dich im Nu… schubidu!“
Sehr gerne darf dabei natürlich gesungen und weitergereimt werden!
Wer hat Angst vor diesem Wolf
Ein Bilderbuch, das ganz nah an den Fantasien und der Lebenswelt der Kinder ist!

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Sonja Bougaeva – Wie Frau B. so böse wurde …

Wie Frau B. so böse wurde

Vor Frau B. fürchtet sich jeder, besonders die Kinder. Doch sie war nicht immer so böse und brummig. Als kleines Mädchen wurde sie nämlich von anderen Kindern gehänselt und verspottet.  Ihrer Mutter konnte sie ihre Sorgen nicht anvertrauen, denn sie meinte nur, dass beim Essen nicht gesprochen werden darf.  Die kleine Frau B. wurde trauriger und trauriger. Diesen Zorn konnte sie über Jahre nicht mehr loswerden.
Auf einem Spielplatz strickend, erblickt Frau B.  eines Tages ein kleines Mädchen, das Tränen in den Augen hat, weil sie zuvor von einem Jungen mit Sand überschüttet wurde. Ab diesem Zeitpunkt spürt sie etwas ganz Ungewöhnliches … denn etwas kam ihr ganz bekannt vor …
Sie ging zum Spielplatz, um dort bequemer Kinder zu hassen.

Dieses Bilderbuch lässt mit einer Rückblende in die bewegende Vergangenheit einer verbitterten alten Dame blicken. Diese schmerzliche Erfahrung hat Frau B. zu der gemacht, die sie heute ist. Durch die Tatsache, dass ihre Mutter damals für sie kein Gehör gefunden hat und sie mit ihrer Traurigkeit allein gelassen wurde, staute sich zu einem innerlichen Damm voller loderndem Zorn.

Umso erfreulicher ist es zu entdecken, wie dieser Damm durch eine Begegnung mit einem kleinen Mädchen bricht. Nach und nach und zwar ganz langsam öffnet sich Frau B. Herz und sie kann sich wieder wie ein kleines, glückliches Mädchen fühlen.

Sonja Bougaeva hat bereits viele tolle Bilderbücher illustriert, u.a. „Wanda Walfisch“ oder auch „Zu Tisch!“. Auf diesem Titelbild  präsentiert sie eine überdimensionale, bedrohend wirkende alte Frau, die miesmutig mit einem Regenschirm bewaffnet den Betrachter anstarrt. Und doch ist der Farbauswahl, der Schriftwahl und dem Zeichenstil etwas Nettes und Warmherziges zu entlocken. Der Charakter der alten Dame ist durch die Darstellung außergewöhnlich gut getroffen. Man nimmt ihr ihre grimmige Art genauso gut ab, wie ihre Wandlung zu einer doch ganz netten und freundlichen alten Dame. Die Illustrationen sind allesamt zauberhaft. Ein reiner Augenschmaus.

Die Botschaft ist nicht minder wertvoll. Hier werden ganz kindgerecht die evtl. Konsequenzen von Mobbing-Opfern dargestellt. Dieser Schmerz ist so groß, dass man ihn sogar über Jahre hinweg mit sich trägt.

Wie Frau B. so böse wurde
 Ein verbitterter Kampf um die Verarbeitung von Kindheitserfahrungen.

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Bernd Wehren – Der Benimm-Führerschein

Der Benimm-Führerschein

Gute Umgangsformen in der Schule, zu Hause und in der Öffentlichkeit sowie gegenseitiger Respekt stehen im Mittelpunkt dieses Benimm-Führerscheins. Für ein angenehmes und konstruktives Miteinander sind bestimmte Grundregeln des guten Benehmens unerlässlich.

Das Benimm-Training von Bernd Wehren präsentiert 27 kurze Bildergeschichten aus dem Alltag der Kinder. Die Bilder zeigen sowohl richtiges als auch falsches Benehmen, was von der Schülerseite in der richtigen Farbe einzukreisen ist. Nach der Sensibilisierung für die Thematik, sollen die Bildergeschichten nachgespielt werden, um die Kinder emotional an die Alltagssituation zu binden. Anschließend gilt es diese Situation auf die eigene Klasse zu übertragen und zu überlegen, wie man sich selbst z.B. im Schwimmbad verhält und welche Regel evtl. missachtet werden. Der letzte Schritt ist immer die Bildergeschichte erneut zu spielen, um dann ausschließlich gutes Benehmen in der jeweiligen Situation zu zeigen.

Die Bildergeschichten bestehen aus drei Bildern und sind den Bereichen „Schule„, „zu Hause“ und „Öffentlichkeit“ zuzuordnen. Ein Kästchen ist stets weiß und gibt SuS die Gelegenheit selbst ein passendes Bild zu malen. Zusätzlich kann den Bildergeschichten eine Überschrift verliehen werden, um es anschließend als kurzen Text aufzuschreiben. Der Aufbau und die Aufgaben sind immer gleich, so dass die Kinder recht schnell selbstständig an dem Führerschein arbeiten können. Thematisch drehen sich die Geschichten um das richtige Verhalten auf dem Schulflur, im Schwimmbad, in der Umkleidekabine, auf Klassenfahrt oder in der Kirche. Im häuslichen Rahmen wird der Schwerpunkt auf Mithelfen im Haushalt, Essmanieren oder zu Gast bei Freunden gelegt. Das Benehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln, das ungefragte Fotografieren oder  lautes Musikhören finden ebenfalls Erwähnung.

Der Benimm-Führerschein

Ein beispielhafter Elternbrief als Kopiervorlage soll die Eltern informieren und vor allem in das Benimm-Projekt miteinbeziehen. Schließlich werden die Grundsteine guten Benehmens im Elternhaus gelegt. Im Lieferumfang findet sich ein Klassensatz (32) an farbigen Führerscheinen, die 20 freie Zeilen haben und individuell eingetragen werden können. Die Lehrkraft kann somit auf ihre Lerngruppe abgestimmt aus der Sammlung der Bildergeschichten passende Situationen auswählen. Eine Generalprobe und die tatsächliche Benimm-Führerschein-Prüfung in Form eines Multiple-Choice-Fragebogens ergänzen die Unterrichtsideen. Neben den Lösungen zu den Arbeitsblättern findet sich auch eine Urkunde, die nach dem erfolgreichen Bestehen den Kindern ausgehändigt werden darf.

Dieser Benimm-Führerschein ist besonders für Brennpunktschulen, die das Ziel haben Benehmensmägel zu reduzieren, zu empfehlen. Eingesetzt kann es in Form eines Projekts zum Thema „Unsere Schule benimmt sich“. Als Vorlage für die Gestaltung einer „Benimm-AG“, wäre es ebenfalls denkbar. Besonders positiv ist die Einbindung der Eltern zu erwähnen. Auf das Schuljahr verteilt können einzelne Bildergeschichten auch im Klassenrat thematisiert werden.

Der Benimm-Führerschein Wehren
Ein Benimm-Führerschein zur Reflexion guten und schlechten Benehmens.

Der Benimm-Führerschein: 2. bis 4. Klasse

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Daniel Miyares – Verzeihung!

Verzeihung

Auf einer angeblichen Sandbank sitzend, genießt ein kleiner gelber Vogel seine Ruhe. Als dann weitere Tiere sich auf die Sandbank gesellen und stets „Verzeihung!“ rufen, wird es doch ganz schön eng. Bevor ein Fuchs die Tiere warnen kann, explodiert der gelbe Vogel förmlich vor Wut und verjagt die Tiere mit einem lauten „Haut endlich ab!“. Und als es wieder ganz still wird, entpuppt sich die Insel als eine gefährliche Niederlassung…
Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.

Der miesmutig dreinschauende kleine Vogel erntet, was er gesät hat. Seine Unfreundlichkeit kommt schließlich im Sinne eines Bumerangeffekts zu ihm zurück. Daniel Miyares kombiniert eine große Prise schwarzen Humors mit leuchtenden, farbenprächtigen Illustrationen. Der Text ist sehr reduziert und auf die Kernaussagen pointiert geschrieben.

Das Bilderbuch ist für Kinder ab 6 oder 7 Jahren zu empfehlen. Jüngere Kinder werden die Botschaft des Bilderbuchs wahrscheinlich noch nicht begreifen. Es sollte definitiv über einen alternativen Umgang mit den Tieren seitens des kleinen Vogels gesprochen werden. Die kleinen Zuhörer könnten sicherlich reflektieren, wie die Tiere sich gefühlt haben mögen.

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„Verzeihung!“ – darf auch sehr gerne ironisch verstanden werden.

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Dieses Bilderbuch ist ein schöner Eintieg in die Thematik "Wir benehmen uns". Daran anschließend kann "Der Benimm-Führerschein" von Bernd Wehren zum Einsatz kommen.