Hans Christian Andersen und Larisa Lauber – Die beliebtesten Märchen von Hans Christian Andersen

Rezension

Märchenbücher wecken meine Sammelleidenschaft. Es gibt so viele wunderbare Exemplare, dass man sie einfach nicht mehr hergeben möchte. Das Schöne daran ist, dass man sie immer und immer wieder sehr gut lesen bzw. vorlesen kann. Märchen versprühen ihren ganz eigenen Zauber, auch wenn man sich über bestimmte Lehren in der heutigen Zeit durchaus streiten kann.

Das vorliegende Märchenbuch aus dem Magellan Verlag richtet sich an junge LeserInnen ab 4 Jahren. Die Illustrationen sind entsprechend vereinfacht, reduziert und doch ausdrucksstark. Sie überfrachten nicht und lenken vor allem nicht von dem Inhalt ab. Sie wirken verständnisunterstützend und fungieren lediglich als „Zufütterung“ der eigenen Fantasie. In diesem Band werden acht Märchen vorgestellt:

  • Das hässliche Entlein
  • Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
  • Däumelinchen
  • Der Schweinehirt
  • Der standhafte Zinnsoldat
  • Des Kaisers neue Kleider
  • Die kleine Meerjungfrau
  • Die Prinzessin auf der Erbse

Die Kenntnis der Märchen ist allgemeines Bildungsgut. Mein Lieblingsmärchenbuch in der Kindheit war tatsächlich eine Sammlung des bekanntesten Dichters und Schriftstellers Dänemarks. Auch wenn die Hausmärchen der Brüder Grimm natürlich auch hoch und runter gelesen wurden.

Besonders gut gefallen mir hier die einleitenden Deckblätter zu den Märchen. Diese sind eine wundervolle Einstimmung auf die kommenden Leseminuten und das kognitive Abtauchen in die Geschichte. Diese können zum Zweck der Zusammenfassung genutzt werden oder aufgrund des hohen Aufforderungscharakters einfach als spontaner Erzählanlass zum Einsatz kommen.

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Fazit

Reduzierte und ausdrucksstarke Illustrationen für junge Kinder

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David Litchfield – Der gute Riese

Billy und sein Opa verschönern mit all den anderen Dorfbewohnern die Stadtmauer von Ziegelhausen. Lediglich das obere Stück bleibt unbemalt, weil keiner so groß ist und bis nach ganz oben reicht. Da erzählt Opa Billy die Geschichten vom guten Riesen. Er berichtet von all den guten Taten des Gutherzigen und wie er ihnen stets helfend zur Seite stand. Billy jedoch zweifelt an seiner Existenz, schließlich hat er ihn noch nie gesehen.

Dabei gibt Opa zu bedenken, dass der gute Riese sich nur ungerne zeigen würde, weil dann alle schreiend davon laufen. Eines Tages darf sich Billy selbst davon überzeugen und erkennt, dass man vor dem Unbekannten oder der Andersartigkeit keine Angst zu haben braucht.

Rezension

Dieses Bilderbuch strahlt eine wahnsinnige Wärme aus. Es ist natürlich in erster Linie den leuchtenden Illustrationen geschuldet, die eine heimelige Atmosphäre schaffen. Der Zauber spiegelt sich in der Farbgebung, der Komposition und dem außergewöhnlichen Lichtspiel wieder.

Diese Behaglichkeit wird auch inhaltlich aufgegriffen. Menschen reagieren auf Andersartigkeit mit Unsicherheit und Distanz. Sie bauen eine innerliche Mauer und schauen oder laufen eben weg. Dieses Bilderbuch zeigt, dass andere zu sehen, mit dem Herzen wahrzunehmen, eine Kunst ist. Als Dank erwartet einen Großes. Hier ist es Freundschaft oder eben Unterstützung innerhalb einer Gemeinschaft. Es ist ein Geschenk anders zu sein. Und wenn man den Mut hat genau hinzuschauen und das Herz zu öffnen, eröffnen sich für alle ganz viele Chancen, aus denen nur profitiert werden kann.

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Fazit

Für mehr Achtsamkeit, Nächstenliebe und Offenheit für Andersartigkeit!

 

Johanna Lindemann und Astrid Henn – Die Prinzessin von Bestimm

Die Prinzessin von Bestimm hat ihren eigenen Kopf und entscheidet selbst wann sie ins Bett geht, ob sie Zähne putzt, was es zu essen gibt. Wenn sie ihren Willen nicht bekommt, hält sie solange die Luft an bis sie rot anläuft und brüllt anschließend darauf los. So kommt es, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen. Den Pferden werden von Dienern Hörner angebunden, weil die Prinzessin eben Einhörner mag. Am Geburtstag mussten alle Kinder ins Königreich kommen und das tun, was der Prinzessin einfiel. So lief es tagein und tagaus.

Irgendwann stellt die Prinzessin fest, dass Langeweile einkehrt. Schließlich lässt sich alles vorhersagen. Es fehlt die Überraschung und so zieht sie sich in die Natur zurück. Beim Überqueren eines Flusses, trifft sie auf einem Baumstamm Polly, die ihr partout nicht den Weg frei machen will. Dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Schließlich haben andere auch gute Ideen, sofern man ihnen den Raum zur Entfaltung gibt.

Rezension

Alle Kinder durchleben eine Phase, die ihnen erlaubt zu entdecken, dass jeder einen eigenen Willen hat. Die egozentrische Sichtweise weicht irgendwann der Erkenntnis, dass sie nicht im Zentrum der Welt stehen und jeder Mensch Bedürfnisse hat. Den Blickwinkel des anderen einzunehmen und die Fähigkeit die eigene, aktuelle Sichtweise als eine von mehreren Möglichkeiten zu begreifen, stellt sich als Lernprozess heraus.

Kinder, die gerne bestimmen wird jeder Pädagoge kennen. Vor allem die daraus resultierenden Streitigkeiten sind uns gut bekannt. Dieses Bilderbuch hält genau diesen Kindern, aber auch die unter solchen Leiden einen Spiegel vor. Einige Eltern sollten dieses Bilderbuch ebenfalls sorgfältig lesen, natürlich mit einem Augenzwinkern versehen.

Auf sehr amüsante Weise zeigt uns Johanna Lindemann, dass dieses Verhalten keinen Beteiligen auf Dauer glücklich macht. Die Autorin gesteht der Protagonisten den Raum zu als Dickkopf selbst zu der Erkenntnis zu kommen, dass das Bestimmen auch Nachteile mit sich bringt. Außerdem bleiben einem Türen verschlossen, die einen davon abhalten aus dem Ideenreichtum der anderen zu schöpfen.

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Fazit

Ein Bilderbuch für Bestimmer, Dickköpfe und Egozentriker.

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Meg McKinlay und Leila Rudge – Kleines Nashorn, wo fährst du hin?

Ein kleines Nashorn wollte die weite Welt sehen und tat etwas, was Nashörner gewöhnlich nicht tun. Es fing an zu träumen. Der Wunsch, einmal die Welt sehen, riechen und schmecken zu können wuchs und so baute es schließlich ein Boot.

Unterwegs probierte es von dem salzigen Meerwasser, beobachtete die Fische, bestaunte den Sternenhimmel und segelte bis in die tiefsten Länder und noch weiter. Als es alles gesehen hatte, segelte es wieder zurück und erzählte begeistert von seinen Erlebnissen, die auch unheimlich waren und Gefahren in sich bargen. Und doch war die Reise wunderbar und jede Erfahrung wert.

Rezension

Dieses Bilderbuch handelt vom Leben, schlichtweg vom Wagemut sich auf die Abenteuer des Lebens einzulassen und es voll und ganz in sich aufzunehmen. Das Nashorn verlässt die gewohnte Umgebung und traut sich aus seiner Komfortzone hinaus. Es verirrt sich, trifft auf Unerwartetes, durchlebt Schwierigkeiten und lernt dazu. Es wächst mit jeder Herausforderung und lernt seine Umwelt intensiver wahrzunehmen und wertzuschätzen. Reich an neuen Erkenntnissen kehrt es zurück. Es hat seinen Horizont erweitert, während die anderen Nashörner den Erzählungen nur halbherzig lauschen.

Die Begeisterung kann einzig und allein ein sehr junges Nashorn teilen. Es hat eine Kamera um den Hals hängen und steckt sein Horn ganz nach oben in die Luft. Es lässt sich anstecken und das Träumen beginnt. Dieses Bilderbuch ist für alle mutigen Menschen dieser Welt, die sich auf einer Reise befinden. Es greift emotional an den Wurzeln des menschlichen Daseins. Inhaltlich ruft es unbeirrt und sehnsuchtsvoll: „Öffnet die Tore und geht hinaus! Fallt hin und steht wieder auf! Das ist Leben in all seinen Facetten!“

„Kleines Nashorn, wo fährst du hin?“ ist ein zauberhaftes Bilderbuch für den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Es nimmt die Angst vor dem Neuen. Es zeigt all die wunderbaren Möglichkeiten auf, die auf uns außerhalb des Gewohnten warten. Auch Erwachsenen, die Veränderungen im Leben durchleben, kann die Botschaft dieses Bilderbuchs viel Trost spenden und sie im Wachsen bestärken.

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Fazit

Ein Bilderbuch über den Aufbruch, Wagemut und die Abenteuer des Lebens

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Oliver Jeffers – Hier sind wir: Anleitung zum Leben auf der Erde

Rezension

Alexander Gerst gelang es mit der Weltraum-Mission ein neues Bewusstsein für den Kosmos zu wecken. Die Faszination der Raumfahrt und damit einhergehend auch das Bewusstsein zur Verletzlichkeit unseres Planeten rückte in den letzten Monaten in den Vordergrund, auch bei vielen Kindern.

Diese Begeisterung kann in diesem wirklich fulminanten Bilderbuch von Oliver Jeffers ihren Ankerpunkt finden. Nach der Darstellung des Sonnensystems, wird die Erde etwas genauer vorgestellt. Der Wasserkreislauf ist eines meiner Lieblingsseiten, weil es viele sachunterrichtliche Aspekte sehr kindgerecht aufgreift. Zunächst geht es um das „Land“, was schon recht gut erforscht ist und die Vielfalt der unterschiedlichen Tiere. Der Mensch wird als eine besondere Spezies vorgestellt, der Körper kurz skizziert und die Andersartigkeit zur Schau gestellt. Auf einer Doppelseite kann man sich von Menschen in allen Formen, Größen und Farben beeindrucken lassen.

Eigentlich hat der Autor dieses Buch für seinen Sohn geschrieben und alles hineingepackt, was ein Neuankömmling auf dieser Welt wissen muss. So überrascht es nicht, dass es viele philosophische Ansätze enthält. Überall schwingt eine gewisse Doppeldeutigkeit mit. Während der Polarstern den Norden als Himmelsrichtung weist, wird der zweideutige Hinweis noch beigefügt: „Wie du den Weg findest, wenn du dich verirrt hast“. Es geht um Lebensweisheiten. Es geht um tiefergehende Wegweiser.

Der wohl rührendste und heutzutage sehr aktuelle Aspekt ist die Verbildlichung der „Zeit“, die sich manchmal dehnend und manchmal fliegend anfühlt. Es geht um Vergänglichkeit. Ein Vater, der seinem Sohn die Sorgfalt im Umgang mit der Erde näher bringen möchte und darauf hinweist, dass es wichtig ist zu fragen. Auch wenn er selbst nicht mehr auf der Erde weilt, so gibt es andere Menschen, die die nächste Generation fragen sollte. Es ist ein Werk als Ausdruck der Liebe an die Menschheit und die Erde. Einfach famos!

Nutze deine Zeit gut, denn sie verrint schnell.

 

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Fazit

Fulminante Bilder – famose Botschaft!

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Peter H. Reynolds und Eberhard Naumann – Ramons Atelier: Malen kann jeder

Ramon malt unglaublich gerne. Als sein Bruder sich jedoch über seine Blumenvase amüsiert, versucht Ramon so zu malen, dass seine Bilder „echt“ aussehen. Doch das will partout nicht klappen. Also beschließt er aufzugeben.

Seine Schwester schnappt sich jedoch eines seiner zerknüllten Bilder und rennt damit weg. Ramon folgt ihr bis in ihr Zimmer und entdeckt dort eine Galerie seiner zerknüllter Kunstwerke. Begeistert zeigt sie auf eine Blumenvase und meint:

Sieht doch total vas-ICH aus!

Und so nimmt Ramon wieder das Malen auf – diesmal mit einem lockeren Stift und Herzen. Ganz ohne Angst!

Der ich-ige Blick gab ihm Kraft und ließ seinen Ideen freien Lauf.

 

Rezension

Das Bilderbuch „Der Punkt: Kunst kann jeder“ von Peter H. Reynolds ist bereits ein Klassiker, wenn es darum geht Selbstvertrauen in die eigenen Malkünste zu vermitteln. Und auch in diesem Buch geht es darum nicht möglichst realistisch zu malen, sondern seinen ganz eigenen, individuellen, eben „ich-igen“ Malstil zu finden.

Es ist eine wunderbare Überleitung in die Entwicklung der Kunstepochen, insbesondere die Wandlung vom „Realismus“ hin zum Expressionismus. Manchmal geht es nur darum die Welt durch andere Augen zu sehen. Hierbei hilft Ramon seine Schwester, die seine Bilder ganz besonders und bezaubernd findet. Daraus schöpft der Protagonist wieder Selbstvertrauen und neuen Mut. Diese Freude überträgt sich sogar auf das Schreiben. Ramon erschafft „ich-ige Gedichte“ und reimt fröhlich vor sich hin, einfach weil es sich gut anfühlt.

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Fazit

Malen kann jeder – wenn er an sich glaubt!

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Kerstin Brichzin und Igor Kuprin – Der Junge im Rock

Felix liebt Röcke, weil er darin viel besser rennen und klettern kann. Außerdem sieht er in den weiten Röcken wie ein Schmetterling aus, der auf einer Wiese tanzt. Er leiht sich kurzerhand das grüne Kleid seiner Schwester aus und wünscht sich schon bald einen eigenen Rock. Also geht sein Vater mit ihm einkaufen. Seine neuen Freunde finden den Faltenrock allerdings befremdlich und meinen, dass echte Jungen dunkle Farben tragen und Hosen anziehen.

Auch die Eltern fangen an zu tuscheln. Das macht Felix traurig. So beschließt sein Vater auch einen Rock anzuziehen. Denn schließlich tragen Mädchen ja auch Hosen. Warum sollte es Jungen nicht erlaubt sein?

Rezension

Dieses Bilderbuch beschäftigt sich mit dem Rollenverständnis von Jungen und Mädchen. Es ist ein toller Aufhänger zur Thematik „Identifikation mit dem eigenen Geschlecht“. Haben alle Mädchen lange Haare? Tragen Jungen dunkle Farben und Mädchen rosa Kleidungsstücke? Spielen Mädchen mit Puppen und Jungen mit Autos? Es sind alles überspitzte Behauptungen, die durchaus auch von Kindern bereits in Frage gestellt werden können.

Felix mag Röcke, weil seine Beine dadurch viel Luft bekommen. Die Verkäuferin, die Eltern und die Kindergartenkinder sind jedoch von den gesellschaftlichen Normen so sehr geprägt, dass sie es als „unanständig“ einstufen. Der Vater reagiert genau richtig und stellt diese Ansicht in Frage. Wie kam es zu dieser Ausgrenzung und wie kann Toleranz aussehen?

Ich hätte mir aus pädagogischer Sicht gewünscht, dass die ErzieherInnen im Bilderbuch diesen Anker aufgreifen und daraus einen Verkleidungstag veranstalten. Die Mädchen schlüpfen in die Jungenrolle und die Jungen verkleiden sich als Mädchen. Eine Modenschau mit entsprechender Schminke würde diese Distanz eventuell mildern und den inneren Fühlraum der Kinder erweitern.

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Fazit

Rollenbilder kindgerecht hinterfragen und Toleranz aufbauen

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Antje Damm – Plötzlich war Lysander da

Rezension

Der Bürgermeister ordnet einer Mäusefamilie an einen Lurch aufzunehmen, weil er sein Zuhause verloren hat. Die drei Mäuse sind zunächst erstaunt und gleichzeitig sehr beängstigt vor dem Fremden und der damit einhergehenden Veränderung in ihrem Leben. Sie bangen um ihre Vorräte und beäugen kritisch die Eigenheiten des neuen Gastes. Sie gewähren ihm einen Unterschlupf in der Badewanne, da Mäuse eh nicht gerne baden. Lysander beginnt schon bald Eimer voller Erde heranzuschleppen. Dort sät er Körner hinein. Als die Mäuse glauben, dass das wohl der Höhepunkt ist, bittet Lysander seine Gastgeber um ein wenig Geduld.

Von da an gab es zu den Kartoffeln auch noch Salat.

Antje Damm trumpft mit einer weiteren außergewöhnlichen Kreierung eines sehr aktuellen Themas auf. Die collageartig angeordneten Darstellungen vermitteln eine greifbare Tiefe, die sich im Inhalt wiederspiegelt. Es geht um Fremdenfeindlichkeit, Ablehnung, Ängste, Veränderungen, Skepsis, Misstrauen. Die Dunkelheit im Mauseloch unterstützt dabei den seelischen Zustand der Mäuse. Lysander taucht mit neuen Eigenheiten auf und bereichert letztlich die Mäuse und die ganze Gemeinschaft. Es kommt Farbe ins graue Mauseloch und damit auch in ihre Herzen.

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Fazit

Plädoyer für mehr Offenheit und Nächstenliebe

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Michael Stavaric und Ulrike Möltgen – Der Bär mit dem roten Kopf

Rot … mohnrot, krebsrot, ziegelrot, hellrot, himbeerrot, fuchsrot, kupferrot, weinrot, korallenrot, lachsrot, feuerrot, rosarot, kirschrot, flamingorot, rubinrot, schwarzrot, rosenrot, kardinalrot, rostrot, orangerot, glutrot, knallrot, purpurrot, rot wie Blut …

Trotz der Vielzahl der Begrifflichkeiten für jegliche Rottöne, gibt es kein „bärenrot“. Den Bären mit dem roten Kopf macht es zutiefst traurig. Er fühlt sich nicht zugehörig und wünscht sich einen Ort herbei, wo alle Bären rot sind und wo es die Farbe „bärenrot“ tatsächlich gibt.

Als ihn plötzlich eine Bärin mit einem grünen Kopf anspricht und sich nach einem Ort für „bärengrüne“ Bären erkundigt, fühlt sich der Bär erleichtert. Und was passiert wenn rot und grün gemischt wird? Nun, dieser Farbton ist bestimmt in allen Büchern zu finden!

Rezension

Es ist ein Bilderbuch rund um  das Anderssein aber auch Toleranz oder der Suche nach Zugehörigkeit. Der schüchterne Bär mit dem roten Kopf sucht seinen Platz im Leben. Als die Hoffnung schon fast auszusterben droht, erblickt er eine Bärin, die auch anders ist. Das ist Liebe auf den ersten Blick! Die „bärenbraunen“ Kinder sind mehr als nur prächtig.

Hier lässt sich die Thematik rund um die Farbenlehre vertiefen und das „sprachsensible Unterrichten“ im Kunstunterricht in den Vordergrund stellen. Bei all den Farbwörtern macht es Spaß sich auf die Suche nach all den „Blautönen“ zu begeben: Azurblau, Admiralblau, Marinblau usw. Natürlich kann hier auch Kreativität eine Rolle spielen.

Die collageartigen Illustrationen von Ulrike Möltgen leuchten in all ihren unterschiedlichen Farbintensitäten. Die Drucktechnik mit einigen Spritzelementen verleiht eine brillante Farbwirkung und einen exklusiven Charakter.

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Fazit

Ein Augenschmaus zum Thema Andersartigkeit und Gemeinschaftsgefühl.

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Im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders habt ihr jetzt die Möglichkeit das Bilderbuch „Der Bär mit dem roten Kopf“ zu gewinnen. Das Buch wird vom „aracari Verlag“ zur Verfügung gestellt. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Teilnahmebedingungen

  • Die Verlosung beginnt am 17.12.2017 um 0.00 Uhr und endet am 17.12.2017 um 23.59 Uhr.
  • Jeder, der unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen.
  • Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.
  • Über den Gewinner entscheidet das Los.
  • Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt.
  • Der Versand des Gewinns erfolgt ausschließlich nach Deutschland.

Morgen öffnet sich das nächste Adventskalendertürchen bei  Kunterbuntes Bücherregal – schaut vorbei!

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück und strahlende Kinderaugen beim gemeinsamen Lesen in der Winterzeit!

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Herzlichen Glückwunsch, Mira!

Thierry Dedieu – Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann – Kinderbuchadvent Türchen No. 4

 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Heute habe ich die Ehre das vierte Blog-Adventskalendertürchen zu öffnen. Vom 01. bis zum 24. Dezember findet sich jeden Tag auf einem anderen Kinderbuch-Blog ein Beitrag mit einer Kinderbuchempfehlung und einer anschließenden Verlosung. Ich vertrete den „aracari Verlag“ mit dem Bilderbuch „Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann“ von Thierry Dedieu.

Der kleine Schneemann stapft durch den frischen Schnee auf dem Weg zur Heimat des Weihnachtsmannes. Im Gepäck hat er ein kleines Geschenk dabei. Der Weg nach Lappland ist jedoch weit und so kommt es, dass er Tiere um Hilfe bitten muss. Der Rabe, der Hirsch, der Fuchs, der Hase, der Wolf und auch der Bär helfen ihm zwar, wollen aber alle stets eine Gegenleistung.

Der Schneemann gibt sein letztes Hemd ab und schafft es schließlich zum Haus des Weihnachtsmannes. Sein eigentliches Geschenk für den Weihnachtsmann hat er jedoch im Laufe der langen Reise an die Tiere abgeben müssen.

Kleiner Schneemann, du musst wissen, dass ich für ein Geschenk nichts zurückerwarte.

Der Weihnachtsmann reicht ihm ein kleines, rotes Päckchen und da fällt dem Schneemann ein, wie er sich für diese freundliche Geste bedanken kann … mit einer Gegenleistung aus dem Herzen!

Rezension

Diese einsame Reise des Schneemannes lässt sich schon fast auf den Verlauf eines Lebens übertragen. Wenn man sich ein Ziel setzt, kann man es trotz all der Widrigkeiten, die einem den Weg kreuzen, auch erreichen. Hier ist keine klare und klassische Einteilung in „Gut und Böse“ zu finden. Die Grenze verschwimmt. Die Tiere helfen zwar, verlangen jedoch ihren Teil als Gegenleistung ab.

Eine melancholische Note umgibt das Bilderbuch. Die Illustrationen sind in eher gedeckten, schon fast düsteren Farben gehalten. Es überwiegen die braunen Farbtöne. Besonders effektvoll ist die porträtierte Darstellung der Tiere, die mit ihrer neu erworbenen Habseligkeit dargestellt werden. Sie blicken zufrieden und selbstsicher den Leser an und man bekommt manchmal den Eindruck eine Fotografie anzuschauen.

Umso leichter wird es einem ums Herz als der Weihnachtsmann dem Schneemann ein Geschenk überreicht, ohne etwas dafür haben zu wollen. Das letzte Bild lässt einen schon fast vor Erleichterung erstarren und man wünscht sich, dass diese Freude andere mit guten Taten und Nächstenliebe zu begegnen auf möglichst viele Mitmenschen überschwappt. Pädagogisch wertvoll ist, dass der Inhalt des Geschenkes nie aufgedeckt wird, da es weniger um das Materielle, sondern viel mehr um die Geste geht.

Blick ins Buch

Im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders habt ihr jetzt die Möglichkeit das Bilderbuch „Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann“ zu gewinnen. Das Buch wird vom „aracari Verlag“ zur Verfügung gestellt. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Teilnahmebedingungen

  • Die Verlosung beginnt am 04.12.2017 um 0.00 Uhr und endet am 04.12.2017 um 23.59 Uhr.
  • Jeder, der unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen.
  • Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.
  • Über den Gewinner entscheidet das Los.
  • Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt.
  • Der Versand des Gewinns erfolgt ausschließlich nach Deutschland.

Morgen öffnet sich das nächste Adventskalendertürchen bei kinderbuch-detektive – schaut unbedingt vorbei! Am 17. Dezember bin ich wieder an der Reihe.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück und strahlende Kinderaugen beim gemeinsamen Lesen in der Winterzeit!

Herzlichen Glückwunsch Bettina Schiks!