Katie`s London Christmas – Englisch in der Grundschule | Stationentheke

Es ist nicht einfach gute, englischsprachige Bilderbücher zum Thema „Christmas“ zu finden, die sich für den Fremdsprachunterricht eignen. Nachdem wir beim Erlernen der Sehenswürdigkeiten in London so viel Freude mit „Katie’s London“ hatten, war ich ganz gespannt auf diese Weihnachtsversion.

Katie und ihr Bruder Jack werden nachts vom Niesen des Weihnachtsmanns geweckt. Er ist leicht erkältet und meistert trotzdem tapfer seine Touren durch ganz London. Kurzerhand beschließt das Geschwisterpaar Father Christmas zu helfen und darf London nachts im Schlitten erleben. Natürlich werden die bekannten „Sights of London“ auch mit Geschenken versorgt und wo landen die drei wohl zum Schluss? Ja, eine ganz wichtige britische Familie darf auch an Weihnachten nicht vergessen werden.


Passend zum Bilderbuch arbeiten wir an einer kleinen Lerntheke. Die Christmas words wurden bereits im 2. und 3. Schuljahr eingeführt, sodass unser Fokus nun auf dem Leseverständnis liegt, mit einigen Aufgabenformaten, die zum angeleiteten Schreiben animieren.

Die einzelnen Stationen sind so konzipiert, dass die SuS weitesgehend selbstständig daran arbeiten können. Der Einsatz des Materials ist auch ohne das eigentliche Bilderbuch möglich. Bei der ersten Station können die Kinder sich die Geschichte mit einem Tablet vorlesen lassen, nachdem sie den QR-Code einscannen. Falls es sonst nich jemand einsetzen möchte, hier entlang.

Kinderbuchblogger Adventskalender 2021 | Das Weihnachtsversprechen

Rezension

Gott gab ein Weihnachtsversprechen, dass er einen neuen König schicken würde. Es sollte kein normaler König sein. Dieser König würde besonders und einzigartig sein. Er wäre ein Retter und ein ewiger König für alle Zeit.

Dieses Bilderbuch gibt einen unkonventionellen und modernen Einblick in die Weihnachtsgeschichte rund um die Geburt Jesus. Sprachlich ist es sehr einfach formuliert und legt den Fokus auf das Wesentliche, sodass auch jüngere Zuhörer der biblischen Geschichte gut folgen können. Der Ausruf „Huuuii!“ begleitet so ziemlich jedes Ereignis und trägt zu dieser ganz eigenen lockeren Formsprache bei.

Die Illustrationen umspielen die Leichtigkeit der Erzählweise und verbinden bildliche Elemente mit textuellen Bausteinen. Der Handlungsstrang erscheint stimmig und auch in der gekürzten Form nachvollziehbar. Auch das Cover weckt Interesse und ist in Bezug auf den Präsentationsstil und die farbliche Darstellung äußerst gelungen.

Blick ins Buch
Fazit

Weihnachtsgeschichte im modernen Mantel in Kurzform

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Gewinnspiel:

Im Rahmen des Kinderbuchadvents verlose ich ein Exemplar von „Das Weihnachtsversprechen“. Du kannst insgesamt 3 Lose holen, eines hier auf dem Blog und je eins auf Facebook und Instagram.

So geht’s:

Verrate mir dafür einfach in den Kommentaren, welches Ritual an Weihnachten dir besonders am Herzen liegt.

Weitere Lose holen:

Die Verlosung startet mit Freischaltung des Posts und endet am Sonntag, 12. Dezember 2021, 23:59 Uhr. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Bitte beachten: Teilnahmeberechtigt sind nur User mit Versandadresse in Deutschland, die mindestens 18 Jahre alt sind. Die GewinnerInnen werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt. Die Daten werden nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram und wird in keiner Weise gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wird der Gewinn nicht innerhalb von drei (3) Tagen nach der Bekanntgabe angenommen, wird das Recht vorbehalten, den Gewinn anderen Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Herzlichen Glückwunsch! @regenbogenpapi

Weitere Türchen für das Jahr 2021:
Am 22. Dezember öffnet sich bei mir erneut ein Türchen.

1  Kinderbuch-Detektive
2  Familienbücherei
3  Buchverzückt
4  Mint&Malve
5  Buchwegweiser
6  Leos Universum
7  Juli liest
8   Buchverzückt
9   Mama liest vor
10 Papillionis liest
11 Schatzenkind
12 Favolina&Junior
13 Kleiner Leser
14 Kinderbuchblog Brigitte Wallinger
15 Lesenslust
16 Nur noch ein bisschen
17 Biber&Butzemann
18 Leos Universum
19 Buchtroll
20 Familienbücherei
21 Kinderbuchschatz
22 Papillionis liest
23 Kinderbuch-Detektive
24 Buchverzückt

Daniel kulot – Im Winterwald

Rezension

Aber es ist Winter, und der Winter
rückt freiwillig nichts raus.

Die Bäume sind kahl und die winterliche Landschaft wirkt karg und verlassen. So streifen der Fuchs, der Rabe und die Maus durch die schneebedeckte Landschaft, auf der Suche nach Futter. Lediglich das Eichhörnchen hat vorgesorgt. Im Herbst sammelte es fleißig Nüsse, Samen und getrocknete Früchte und lagerte es sorgfältig. Die Tiere freuen sich schon sehr und erhoffen sich, dass das Eichhörnchen mit ihnen teilt. Doch, oh Schreck! Die sorgfältige Lagerung wurde so gut gewählt, dass das Eichhörnchen den Baum – so gänzlich ohne Blätter- nicht mehr wieder findet.

Wie schön, dass alsbald Hilfe naht und das Eichhörnchen erkennt, dass sie sich alle aus der Not retten können, wenn sie zusammenarbeiten und zusammenhalten. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, denn als Leser ist man sich gar nicht so sicher, ob das Eichhörnchen nun die Vorräte doch bereit ist zu teilen…

Die Illustrationen von Daniela Kulot sind künstlerisch ein Genuss für die Betrachter. Die Einsamkeit und die klirrende Kälte sind wahrlich spürbar. Farblich liegt hier eine stilsichere und Reduziertheit mit einer großen Portion Atmosphäre vor. Der Protagonist zeigt seine Ecken und Kanten und verdeutlicht, dass im Verlauf der Geschichte Lehren gezogen werden dürfen. Das Eichhörnchen lernt aus seinen Fehlern, auch wenn es dafür zunächst einen Anstupser benötigt. Es ist ein schönes Buch, das man gerne in die Hände nimmt und sich sehr gut für das sachunterrichtliche Thema „Tiere im Winter“ nutzen lässt.

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Fazit

Futtersuche im Winter – die Bedeutung von Zusammenhalt und Solidarität

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Johanna Lindemann und Andrea Stegmaier – Die gestohlene Weihnachtsgans

Rezension

Das Titelbild suggeriert bereits die Botschaft dieses warmherzigen und so nah an der Realität liegenden Bilderbuchs: Ein hell erleuchtetes Mehrfamilienhaus – mit weihnachtlich geschmückten Fenstern, hinter denen sich ganz eigene Weihnachtsbräuche und Familiengeschichten verbergen.

Emma kann den Heiligabend kaum erwarten. Nur noch einmal schlafen und dann ist der lang ersehnte Tag endlich da. Ihre Eltern sind perfekt vorbereitet: Der Weihnachtsbaum ist festlich geschmückt, der Tisch ist gedeckt und die Weihnachtsgans bereit für den Bräter. Doch dann muss Emmas Mama feststellen, dass die Gans zu groß ist. Nun breitet sich Stress aus und droht Überhand zu nehmen. Als die Weihnachtsgans am nächsten Morgen auch noch verschwindet, ist das Chaos vorprogrammiert.

Verzweifelt fragen Emmas Eltern bei den Nachbarn nach und hier können die Leser nun hinter die angedeuteten Fenster schauen. Sie befinden sich mittendrin und erblicken ein homosexuelles Paar beim Plätzchenbacken und eine Großfamilie mit Migrationshintergrund beim Basteln von Schneeflocken. Als die Weihnachtsgans verschwunden bleibt, entscheidet sich Emmas Familie für ein unperfektes Mahl. Sie sitzen gemeinsam am Tisch und essen Spaghetti, als es dann an der Tür klingelt und nach und nach die Hausgemeinschaft sich zusammenfindet. Es ist wie bei der Geburt des Jesuskindes – den Gästen wird ein moderner Mantel übergeworfen. Es wirkt modern, liebenswert und lebensecht!

Die gestohlene Weihnachtsgans ist das Bindeelement dieser Geschichte und zeigt, dass unerwartete Ereignisse und Imperfektion eine Bereicherung sein können. Es muss nicht schlecht sein, wenn das Leben nicht nach Plan läuft. Es öffnen sich neue Türen und mit einer Prise Gelassenheit und Entspanntheit lebt es sich eh leichter.

Johanna Lindemann schafft es mit diesem Bilderbuch dem Weihnachtsfest diesen gewissen Druck zur Vollkommenheit und dem sogenannten „Oberperfektionismus“ zu nehmen. Es ist erstaunlich ehrlich und normal und streut die nötige Würze von Vielfalt und Diversität ein. Begleitet wird es inhaltlich von der Suche nach der Weihnachtsgans, die den Detektiv im Leser hervorlockt. Es lohnt sich auf den Doppelseiten die Beziehung zwischen dem Fuchs und der Gans genauer unter die Lupe zu nehmen. Eine große Freude!

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Fazit

Ein wunderbar unperfektes Weihnachtsfest, mit dem Zauber des geheimnisvoll Unbekannten in unseren Herzen!

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Weihnachten in aller Welt | Unterrichtsmaterial

Die Besinnlichkeit der Weihnachtszeit und diese ganz spezielle Atmosphäre, verbunden mit der kindlichen Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtszeit geht mit einer enormen intrinsischen Motivation aller Kinder einher. So lässt es sich im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts aufgreifen und sowohl für den Deutschunterricht als auch zur Einbindung des interkulturellen Lernens nutzen. Welche Weihnachtsbräuche und -rituale werden in den Familien gelebt? Welche Traditionen bestimmen das Weihnachtsfest in anderen Ländern? Sie reflektieren die erworbenen Informationen, stellen es in Beziehung zu ihrer eigenen Lebenswelt und entdecken Gemeinsamkeiten oder vielleicht auch Unterschiede.

Diese „Weihnachten in aller Welt“ Werkstatt wurde für ein 3. Schuljahr konzipiert und umfasst eine Lesekartei mit 11 farbigen DIN-A5 Lesetexten zu den unten aufgeführten Ländern. Weihnachtliche Traditionen und Bräuche stehen im Fokus der Sachtexte. Daran anknüpfend folgt ein Aufgabenblatt, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihr Leseverständnis überprüfen, knobeln, nachschlagen, Schlüsselwörter heraussuchen, malen oder rätseln dürfen.

Die Werkstatt kann fächerübergreifend eingesetzt werden, wobei viele Aufgabenformate sich am Unterrichtsfach Deutsch orientieren. Die Lesetexte sind nicht durchnummeriert, sodass die Lehrkraft, abhängig von ihrer Lerngruppe, über den Umfang und die Auswahl entscheiden kann. Lösungsblätter zur Selbstkontrolle wurden eingefügt. Ein Selbsteinschätzungsbogen regt zur Reflexion in Bezug auf Lesestrategien und Lernzuwachs an.

Folgende Länder wurden berücksichtigt:

  • Deutschland
  • Niederlande
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Italien
  • Schweden
  • Russland
  • USA
  • Australien
  • Mexiko
  • Kenia

Britta Teckentrup – Wütend

Rezension

Die Augen sind fest zusammengekniffen, der Mund aufgerissen, die Hände ausgetreckt, die Haare flattern im Wind. Es ist Bewegung im Bild. Die Protagonistin auf dem Buchcover von Britta Teckentrup scheint innerlich zu beben. Getragen wird die Illustration von dem Text:

Ich bin blind vor Wut,
doch ich sehe ganz klar:
Nichts wird so bleiben,
wie es mal war!

Genau hier wird der Zauber dieses heftigen und manchmal auch wirklichen schweren und anstrengenden Gefühls deutlich. Wut, mit der Steigerung zum Zorn, birgt unwahrscheinliche Kräfte. Es treibt an und dient uns als emotionaler Motor, um Veränderungen zu realisieren. Trennungsaggression verhilft uns zur Befreiung vom seelischen Ballast.

Das namenlose Mädchen sieht rot und braust wie ein wilder Sturm. Sie heult, wirbelt herum und rast. Sie faucht und flucht wie ein wütender Drache. Sie ist ein Wirbelsturm und fühlt sich stark. Sie ist wütend und war zu lange still war, sodass es nun explosionsartig aus ihr ausbricht. Wut ist der Anfang ihrer Reise. Auf einem schwarzen Panther reitend, beruhigt sich nach und nach ihre Gefühlswelt. Sie sieht nun Dinge klarer. Schließlich zeigt ihr Wut die Dinge, die sie vorher nicht sah. Der Hintergrund wandelt sich von starken Rottönen, nimmt erst graue, dann dunkelblaue und schließlich gelbe und hellblaue Farbtöne an. Sie ist gereinigt und befreit. Die Tür ihrer innerlichen Reise ist offen.

Britta Teckentrup zeigt, dass Wut nicht als „negative Emotion“ unterdrückt oder gar verurteilt werden darf. Jedes Gefühl hat seine Berechtigung und Wut und Zorn sind sinnvolle und hilfreiche Tools, um Veränderungen zu bewirken. Diese Emotionen verleihen einem Kraft und drängen zu Taten. Im Bilderbuch wird viel Platz für das Spüren der Emotion eingeräumt. Sämtliche Verben verdeutlichen, wie es sich im Körper anfühlt: sprühen, fegen, spritzen, jagen, preschen, stürmen, lärmen, schlagen. Verben stehen für Bewegung, Veränderung und schlichtweg Entwicklung!

Man muss eine Wut so umsetzen, dass sie eine Veränderung bewirkt.

Anni Lanz
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Fazit

Fantastische illustratorische Umsetzung eines gewaltigen und bedeutsamen Gefühls „Wut“!

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Unterrichtsmaterial | Herr Eichhorn und der erste Schnee

Dieses außergewöhnlich schön gezeichnete Bilderbuch von Sebastian Meschenmoser passt hervorragend zum Jahreszeitenwechsel von Herbst zum Winter. Es steckt voller Gefühl und kindlicher Entdeckungsfreude. Die gedeckten Farben und die sehr präzise gesetzten Striche stecken den Leser schon sehr bald mit der Neugierde der Tiere an. Die Bilder sind voller Bewegung und Ungeduld. Die Vorfreude auf den ersten Schnee steigt mit jeder Seite.

Und so sind auch einige Lacher garantiert, vor allem wenn die Tiere meinen die erste Schneeflocke entdeckt zu haben. Die Beschreibung von Herrn Bock ist zwar richtig, doch nicht genau genug, sodass viele andere Gegenstände in Betracht kommen könnten. Die Doppelseite mit dem tatsächlichen Auftauchen der ersten Schneeflocke ist magisch. Man könnte schon fast sagen zum Einrahmen schön! Hier ist der Wandel der Mimik von Enttäuschung und Frustration zur Überraschung, Staunen und Freude bezaubernd umgesetzt. Das Ende verzichtet komplett auf den Text, da die Bilder einem einfach nur die Sprache verschlagen. Diese Schönheit braucht keine Worte mehr!

Dieses Unterrichtsmaterial animiert zur Auseinandersetzung mit den Themen Jahreszeitenwechsel, Warten, Vorfreude, Eichhörnchen, Erwartungen, ungenaue Beschreibungen, Missverständnisse und vieles mehr. Hier findet sich ein DIN A5-Büchlein, welches im fächerübergreifenden Unterricht Verwendung finden kann. Es gilt die Körperteile eine Eichhörnchens zu beschriften, Bandwurmsätze richtig aufzuschreiben oder im Suchsel Wörter zu finden, die in der Geschichte vorkommen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist es, erste Sachtexte zu lesen und anschließend einen Steckbrief auszufüllen. Diese Aufgabe orientiert sich an dem Missverständnis, die Schneeflocke nicht genau genug umrissen zu haben. Die Schülerinnen und Schüler üben sich hierbei im umfangreichen Umreißen des Sachgegenstands „Schneeflocke“. Zum Material hier entlang.

Markus Spang – Wer knackt die Weihnachtsnuss?

Rezension

In der Vorweihnachtszeit ist beim Weihnachtsmann in der Werkstatt ordentlich was los. Es herrscht regelrecht Chaos! Der Weihnachtsengel Petronilla, die sich noch in der Ausbildung befindet, hilft tatkräftig mit. Schließlich muss bis Heiligabend einiges geleistet werden. Da sind die Wunschzettel, die sortiert und die Geschenke, die ihrem Empfänger zugeordnet werden müssen. Die Weihnachtswerkstatt steckt mit all ihren Mitarbeitern voller Geheimnisse und Rätsel, denen Petronilla auf die Schliche kommen möchte.

Bevor die ganze schweißtreibende Arbeit beginnen kann, gilt es zunächst den passenden Schlüssel zum Schloss zu finden. Nach einer halbseitigen Einführung zum ersten Kapitel, muss zunächst die Schlüsselfrage geklärt werden. Welcher Schlüssel passt ins Schloss? Dieser Adventskalender entdet stets mit einer spannenden und abwechslungsreichen Knobelaufgabe. Bei all diesen Hindernissen dürfen Kinder ab 7 Jahren als Zuhörer oder Selbstleser mithelfen. Mal geht es in die mathematische Richtung und es wird gutes räumliches Vorstellungsvermögen benötigt, mal sind es Aufgaben rund um den Bereich Wahrnehmung und Konzentration. Auch Logicals oder das Sotieren von Zutaten für die Textsorte „Rezepte“, das Puzzeln von Buchstaben zu Wörtern, bereitet Spaß und kitzelt das Sprachbewusstsein heraus.

Das Vorlesen der Hinführung zum Rätsel ist kurzgefasst und beansprucht nicht viel Zeit. Meistens ist es lediglich eine halbe Seite, die mit einem farbigen Bild gestützt ist. Beim Einsatz im Klassenraum empfiehlt es sich, die Knobelseite vorab farbig zu kopieren und für einen Tag hängen zu lassen, damit die Kinder in Ruhe rätseln und knobeln können. Am nächsten Tag kann aufgelöst werden. Die Lösungsseite folgt auch im Buch nach jedem Kapitel. Hierbei wird es nicht nur bildlich gezeigt, sondern auch erläutert oder mit Folgeinfos unterfüttert.

Die Rätsel sind allesamt abwechslungsreich und teilweise auch passend herausfordernd. Ich würde es persönlich ab Klasse 3 einsetzen und für manche Aufgaben auch Realien dazu legen, damit auch wirklich ausprobiert und geschoben werden kann, z.B. wenn es darum geht, die Gatter des Rentier-Geheges neu zu ordnen oder die Schachteln zu Quadern zu legen.

Blick ins Buch
Fazit

Rätseln und Knobeln in der Vorweihnachtszeit – Toll als Adventskalender im Klassenraum!

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Martin Baltscheit und Claudia Weikert – Der kleine Esel Liebernicht

Rezension

Auf dem malerischen Bauernhof in einer ruhigen Provinz, bahnt sich eine Veränderung an. Die alte Bäuerin Kathie trinkt ihren letzten Tee und schreibt einen Abschiedsbrief. Anschließend begibt sie sich auf einen Hügel, wo ein alter Freund schon auf sie wartet. Die Tiere bleiben mit vielen Fragen zurück. Die Unsicherheit und gleichzeitig aber auch die Abhängigkeit von Verantwortlichen wiegen schwer.

Die neue Bäuerin, die aus einem roten Cabrio steigt, trägt Stöckelschuhe statt der altbekannten Gummistiefel. Der Bauernhof soll schließlich für den Bau eines Hotels weichen. Alle Anzeichen stehen für tiefgreifende Veränderungen.

Die neue Zeit ist wie ein Mantel ohne Knöpfe, was? Man friert leicht.

Die neue Bäuerin bringt der trächtigen Eselstute warmes Heu und bleibt die Nacht über bei ihr. Der Neuankömmling im Stall wirft alle bisherigen Pläne über Bord. Die neue Besitzerin entscheidet sich um und sagt stattdessen „Lieber nicht!“. Genauso wird das niedliche Eselfohlen getauft. Hier ahnt der Leser schon, dass in den nächsten Bänden der Name Programm sein wird.

Der erste Band der Reihe bringt eher Erwachsenenthemen mit sich. Die Aufrüttelung in Form von Veränderung hat eine ordentliche Portion Angst und Unsicherheit im Schlepptau. Der Boden schwankt. Das Gedankenkarussell der Tiere ist im vollen Gange. Vorleser werden sich an Martin Baltscheits versteckten und tiefsinnigen Botschaften erfreuen. Für Kinder im Alter von 4 oder auch 6 Jahren, sind diese noch nicht greifbar. Dafür ist die Thematik rund um Tod, Abschied und Umwälzung schlichtweg zu schwer. Der Titel des Buchs schürt leider auch falsche Erwartungen. Man geht von Trotz, Eigenwilligkeit und hartnäckigem Widerstand aus. Dieses findet man in diesem Auftakt der Reihe noch nicht vor. Die Geburt ist quasi der Beginn. Die Hoffnung auf die Entwicklung des vielversprechenden Charakters in Folgebänden ist groß.

Blick ins Buch
Fazit

Ein etwas zu verkopfter Auftakt einer vielversprechenden Reihe rund um Eigenwilligkeit. Der Mantel ohne Knöpfe wirkt noch leicht verloren.

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Emma Jansson – Meine erste Naturkunde: Beeren und Pilze

Rezension

Beim morgendlichen Waldspaziergang im Herbst bahnt sich die Sonne mühevoll ihren Weg durch Nebelschwaden. Das Laub raschelt leise unter den Füßen. Rote Beeren in den Sträuchern und duftende Pilze begrüßen die Spaziergänger. Wer sich draußen auf Erkundungstour begibt und gerne von den Köstlichkeiten, die uns die Natur schenkt, naschen möchte, sollte genau hinschauen und sich gut auskennen.

Bereits im Vorwort erwähnt die Autorin, dass kleine Entdecker nur solche heimischen Beeren und Pilzen pflücken sollten, die sie hundertprozentig kennen. Ein Erwachsener sollte immer mit zum Pflücken kommen. Viele Beeren und Pilze sind nämlich giftig. Im Zweifelsfall ist es immer besser, den Pilz im Wald stehen zu lassen.

Dieses Naturkundebuch gibt einen groben Überblick über einige bekannte Beeren und Pilze und kitzelt aber auch Expertenwissen zu Exoten heraus. Der Pfifferling und der gemeine Steinpilz finden natürlich Beachtung, neben der Beschreibung, wie die Bestandteile eines Pilzes überhaupt heißen. Der Exot „Krause Glucke“, der wie ein Blumenkohlkopf aussieht, sollte vor dem Braten gut von Insekten und Schnecken, die sich dort gerne verkriechen, befreit werden. Bei den Pilzen wird die ungefähre Erntezeit angegeben und unter welchen Bäumen man am ehesten fündig wird. Einige Rezeptvorschläge zum Einmachen von Marmeladen oder der Zubereitung von Pilzgerichten runden die Vorstellung ab. Dank der Illustrationen ist die Form und Farbe der Fruchtkörper leicht zu unterscheiden. Kinder bekommen einen ersten Eindruck, worauf beim Beeren- und Pilzsammeln zu achten ist und vielleicht auch Lust noch achtsamer Waldspaziergänge zu erleben.

Blick ins Buch
Fazit

Einstieg ins Naturwissen rund um heimische Beeren und Pilze.

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