Ute Krause – Die Moffels

Die Turmuhr schlägt, der Mond geht still,
der Moffelwecker klingelt schrill.
Es ist stockfinstre Mitternacht;
jetzt sind die Moffels aufgewacht.

Diese braunen, kuschligen und ungeschickten Plüschpoffler, die stets in Reimen sprechen, begleiten Luzie bei „Das Sandmännchen“ schon in sämtlichen Folgen. Sie erfüllen Wünsche und werden nachts wach, wenn die Menschheit schläft.

Mit einer Kerze auf dem Rücken wandern die Fantasiewesen auf die Dächer und da sie noch ganz schön verschlafen sind und sich recht ungeschickt anstellen, erleben sie prompt die ersten Abenteuer. Auf der Suche nach dem „Munsch“ statten sie einem Klassenraum einen Besuch ab, landen in einem Büro und schlemmen sich durch eine Bäckerei.

Der Gedanke und die Überlegungen, was wohl nachts um einen herum passiert, wenn man selbst schläft beschäftigt Kinder ungemein. Hier wird genau diese kindliche Fantasie des Ungewissen aufgegriffen. Ute Krause gelingt es ausgezeichnet sprachlich die Reime so gekonnt aneinander zu setzen, dass man dieses Buch immer und immer vorlesen muss. Die Kraft der hier gewählten Sprache ist stark und strahlt vielfältig in das Sprachbewusstsein der Zuhörinnen und Zuhörer.

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Valentine´s Day | Pocket Books | Unterrichtsmaterial

Diese Minibüchlein, die als Hosentaschenbücher gefaltet werden, sind ein wunderbarer Anlass, um im Englischunterricht das Thema „Valentinstag“ aufzugreifen. Die Schülerinnen und Schüler lesen die kurzen Texte, malen aus und vervollständigen die auf der letzten Seite gestellte Aufgabe. Hierbei dürfen sie ihr Leseverständnis testen oder sich das Ende der Geschichte ausdenken.

Die Pocket books lassen sich im 3. und 4. Schuljahr einsetzen. Das Büchlein „Love Letters“ greift eine Liebesgeschichte zwischen zwei Kindern auf, die schließlich im Verfassen eines Liebesbriefs und einer Einladung endet. Das Heftchen „Bee my Valentine!“ spielt mit der Wortbedeutung des Homophones „bee“ vs. „be“ und dreht sich um die Liebe zweier Bienen, die sich zum Valentinstag Blumen schenken. Die Bedeutung des Nektars für Bienen hebt die Geste zu einem noch wertvolleren Geschenk.

Karneval im Zoo – Unterrichtsmaterial

Bereits im Jahr 2020 habe ich das Bilderbuch „Karneval im Zoo“ von Sophie Schoenwald vorgestellt. Es hat sich nun zum dritten Mal in Folge als DAS Vorlesebuch zur Faschingszeit herausgestellt. Nicht nur die ulkigen Illustrationen beeindrucken, auch die Geschichte kommt bei den Zuhörerinnen und Zuhörern sehr gut an.

Die Tiere im Zoo haben sich zu Karneval verkleidet. Freiherr von Löwe ordnete an, dass sich jeder in das Tier verwandeln dürfte, das es schon immer einmal sein wollte. So stellt sich ein rosagefärbtes Nilpferd auf Stelzen hin und behauptet ein Flanil zu sein. Das Erdmännchen hat eine Mähne um den Kopf geschnallt und brüllt laut als Erdlöwe durch den Zoo.

Diese Geschichte lädt regelrecht zu Sprachspielen und kreativen Auseinandersetzung ein. Nicht nur die zwei zusammengeworfenen Bezeichnungen der Tiernamen belustigen, auch die künstlerische Gestaltung der Kostümierung bereitet Freude. Das kleine DIN-A5-Heftchen „Tiere in Verkleidung“ wurde für die Jahrgänge 2 und 3 konzipiert und greift Aufgabenformaten zum Hörverständnis auf und bietet ausreichend Gelegenheiten, um die Schreibfertigkeit zu trainieren. Getreu dem Motto „Gemischte Tiere und gemischte Namen“ dürfen hier Wörter gepuzzelt und die entsprechenden Tiere gemalt werden.

Ein Suchsel animiert dazu ein, Karnevalswörter zu entdecken und aufzuschreiben. Ebenso dürfen die Kinder ihr eigenes Fantasietier entwerfen. Ein Logical testet am Ende die Lesefertigkeit und kann als herausfordernde Aufgabe an die leistungsstarken Kinder ausgeteilt werden. Entsprechende Lösungsblätter wurden dem Material beigefügt.

Noa Lovis Peifer – Untenrum

Lo hat Fragen. Es geht um das geheimnisvolle Untenrum, was Menschen zwischen den Beinen haben. Sein Vater bricht die Rollenklischees und versucht im Multitasking-Stil nicht nur seinen Bruder in der Trage zu versorgen, sondern auch noch nebenbei den Haushalt zu schmeißen. Mutig stellt er sich der Wissbegierde des Fünfjährigen. So stellen sie schnell fest, dass der Intimbereich viele unterschiedliche Namen hat. Dabei hängt die Wahl der Begrifflichkeiten davon ab, ob man sich in der Familie, unter Freunden oder mit Experten darüber austauscht. Und so sammeln sie munter darauf los. Als die Mutter von der Arbeit nach Hause kommt, trägt sie zur Sammlung bei und klärt weiter auf.

Dieses Bilderbuch beginnt mit der Thematik, die sich im Sexualunterricht wiederfindet. Es braucht Worte und eine Einigung auf die Fachsprache, um in das Thema einzusteigen. Und so darf auch im Unterricht anfangs ein bisschen zusammen gekichert werden. Die gesammelten Wörter können in drei Bereiche sortiert werden. Sehr schön ist zudem, dass hier im Buch die Bezeichnung für das Geschlechtsteil von „diversen“ Menschen berücksichtigt wurde.

Lo kann mit dem Fragen allerdings gar nicht mehr aufhören. Schon bald erfährt er, wie Kinder gezeugt werden und wie das Verschmelzen vonstatten geht. Vereinfachte Illustrationen helfen der Vorstellungskraft der Kinder auf die Sprünge. Schließlich erkundet Lo ganz ohne Scham sein eigenes Untenrum. Bewaffnet mit einem Spiegel schaut er sich seinen Intimbereich an und beschließt, dass er dafür ein ganz eigenes Fantasiewort erfindet. Ein Wort, das wirklich niemand sonst kennt.

Zur Vermittlung korrekter Begrifflichkeiten wurde eine Übersicht mit drei Bereichen erstellt. Hierbei sortieren Kinder Wörter, die den Intimbereich bezeichnen in die entsprechenden Kategorien und ergänzen die Sammlung durch Begriffe aus ihrer eigenen Lebenswelt. Das sexualpädagogische Unterrichtsmaterial kann in der Grundschule bei der Aufklärung im Sexualunterricht Anwendung finden und Kinder darin unterstützen, selbstbestimmt ihren eigenen Körper zu erleben.

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Michael Engler und Julianna Swaney – Das alles sind wir

„Das alles sind wir“ thematisiert die Erfahrungen eines Schulstarts zweier Kinder, die vor der Einschulung bereits befreundet sind. In der ersten Schulstunde entscheidet die Klassenlehrerin über die Sitzordnung, sodass die beiden sich nur aus Entfernung sehen, was zunächst etwas befremdlich ist.

Während Lars schnell neue Freunde findet und sich von Anfang an wohl fühlt, hat es Lina ein bisschen schwerer. Annabelle hat etwas Gemeines zu ihr gesagt und ihr böse Blicke zugeworfen. Da sich Freunde beistehen, ist Lars für Lina da. Mit Entschlossenheit verkündet er, dass Wörter manchmal genauso weh tun können wie Schläge.

Es ist unsere Schule! Die ist für uns alle.
Egal, wie man aussieht!
Egal, was man anhat!
Egal, was man denkt!
Egal, was man gerne mag!

Lars wehrt sich gegen diese Art des Mobbings und steht für Toleranz, Vielfalt und Zusammenhalt ein. „Keiner ist allein und du bekommst Hilfe, wenn du Hilfe brauchst!“ ist eine starke Botschaft, die jede Grundschule aussenden sollte. Genau deshalb verfolgen viele Schulen das Patenkonzept. Hier übenehmen Dritt- oder Viertklässler die Verantwortung für die frisch eingeschulten Erstklässler und führen sie behutsam in das Schulleben ein. Diese Bilderbuch greift nicht nur realistische Sorgen und Ängste von Kindern auf, sondern sichert Zuversicht in Bezug auf Nächstenliebe, Freundschaft und Fairness zu.

„Das alles sind wir“ zeigt einen gesunden Umgang mit unfairem Verhalten auf und bestärkt Kinder bei Mobbing einzugreifen.

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Ginpuin – Unterrichtsmaterial für den Anfangsunterricht

Dieses Material orientiert sich an dem Bilderbuch „Ginpuin„, welches hier auf dem Blog bereits im Jahr 2012 vorgestellt wurde. Der Pinguin hat einen kleinen Sprachfehler und verdreht die Buchstaben. Aus einer Eisscholle wird schnell eine Scheisolle.

Zur Geschichte wurde ein Übungsheft konzipiert, welches am Ende der 1. Klasse oder zu Beginn der 2. Klasse eingesetzt werden. Der Fokus liegt auf Wortspielen und ersten Schreiberfahrungen.

Zudem kann ein sogenanntes Bilderbuchfenster zur Förderung vom „Mündlichen Sprachhandeln“ im 1. Schuljahr Einzug finden, wenn es darum geht die Geschichte nachzuerzählen oder sich ein Abenteuer des kleinen Pinguins zu überlegen, aufzumalen und zu erzählen. In der 2. Klasse können die im Material enthaltenen Satzstreifen in die richtige Reihenfolge gebracht und mithilfe der Struktur das Bilderbuchfesnter präsentiert werden.

Das Lesespiel in Puzzleform eignet sich als Differenzierungsaufgabe oder als Hilfsmittel beim Verschriftlichen der Wörter.

Detektivgeschichten – Unterrichtsmaterial

Das Material rund um „Detektivgeschichten“ wurde für die Jahrgänge 3 und 4 konzipiert. Neben der Einführung in die Textform, werden den Kindern die Kriterien anhand von einer Checkliste transparent gemacht.

Es folgt eine kurze Wortschatzarbeit, bei der Kinder Detektivwörter nach Wortarten zuordnen und Redewendungen mit ihren Erklärungen verbinden sollen. Beim Kompetenzbereich „Zuhören“ dürfen die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines QR-Codes einer Detektivgeschichte lauschen und anschließend dazu Fragen beantworten.

Darauf aufbauend folgen Schreibanregungen, wie z.B. Weiterschreiben einer Detektivgeschichte. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Verfassen von Detektivgeschichten zu vorgegebenen Notizen. Hierzu werden vier Stichpunktzettel angeboten.

Anja KIel und Angela Glökler – Spannende Detektivgeschichten zum Mitraten

In drei ineinander abgeschlossenen Detektivgeschichten werden spannende Kriminalfälle gelöst. Den Autorinnen ist es gelungen, die wesentlichen Aspekte einer Detektivgeschichte kurz und bündig zusammen zu fassen. Hier wird zunächst der Fall mitsamt der Spuren geschildert. Nachdem das Problem benannt wurde, geht es an das Aufdecken anhand von Hinweisen, die hier und da gekonnt gestreut wurden.

Hier gilt es genau zu lesen und die Puzzlestücke richtig zusammen zu setzen. Die Größe der Schrift ist für Leseanfänger genau passend. Die Illustrationen tragen zum Verständnis bei und lenken den Fokus nicht auf das Erlesen, sondern dem Ausbau des Leseverständnisses. Zudem werden hier die Kriterien der besonderen Textform gut ersichtlich.

Sehr schön ist es auch, dass der Fall nicht aufgelöst wird, sondern die Kinder zum Mitraten animiert werden. Wer gut gelesen hat, wird auf die Lösung kommen. Lediglich die letzte Detektivgeschichte bedarf etwas mehr Knobelbereitschaft. Auf der letzten Seite werden die Lösungen transprent gemacht und spätestens hier stellt sich ein „Aha-Effekt“ ein.

Inhaltlich geht es in der ersten Detektivgeschichte um eine verschwundene Katze. Durch eine Befragung der Nachbarn, kommt die Spürnase dem Täter auf die Schliche. Beim zweiten Fall verschwinden Lesebücher im Klassenraum. Eine Notiz des Täters und der darin enthaltene Schreibfehler entlarvt schließlich den Übeltäter. Bei der dritten Detektivgeschichte entwendet ein Dieb wertvolle Gegenstände und versteckt sie gekonnt. Hier muss kombiniert werden, wo diese sein könnten.

Lesespaß durch entdeckendes Mitraten!

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Carl Wilkinson und Grace Helmer – Wunder der Natur

Hast du dich schon einmal gefragt, warum ein Stein, geworfen in einem bestimmten Winkel und mit einer gewissen Kraft, über das Wasser hüpft? Bestimmte Phänomene in der Natur werden zwar von Kindern beobachtet, können aber noch nicht gänzlich verstanden und erklärt werden.

Das Sachbilderbuch „Wunder der Natur“ hat einige erstaunliche Themen zum Entdecken und Verstehen zusammengetragen. Auf jeder Doppelseite wird einer erstaunlichen Entdeckung nachgegangen. Mithilfe der Bebilderung und den kurzen Texten kommt man dem Verstehen etwas näher.

Viel wichtiger ist jedoch, dass der Blick geschärft wird, die Umwelt etwas genauer zu betrachten und weiter Fragen zu stellen. Genau das schafft dieses Buch! Es regt dazu an, sich mit gewissen Themen noch ausführlicher auseinander zu setzen, zu recherchieren, zu forschen, zu entdecken. Vor allem beim Zweig „Begabtenförderung“ können hier einige Aspekte für Kinder mit ausgeprägtem Forscherdrang an die Hand gegeben werden, um ihre Freude am Lernen aufrecht zu erhalten. Je nach Sachunterrichtsthema können diese Naturphänomene als freiwilliges Referat angeboten werden. Da werden sicherlich einige Kinder mit großem Wissensdurst sich freuen.

Die Themen sind recht breitgefächert. Es geht um Polarlichter und das besondere Flackern am Himmel, um den Feenring auf einer Wiese, das Wunder der Fotosynthese, die Wanderung der Sanddünen, Vulkanausbrüche oder auch den Geysir. Der Fokus liegt auf physikalischen, biologischen und chemischen Vorgängen und Kreisläufen, sodass es eher für Dritt- und Viertklässler zu empfehlen ist. Zum Stöbern in der Leseecke ist es ein großer Gewinn.

Es gibt so viel zu entdecken! Dieses Sachbilderbuch regt an, sich mit vielfältigen Randthemen eingehender auseinander zu setzen.

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Sabine Städing und Nadine Reitz – Die Stoffis

Sabine Städing erweckt auch in diesem zweiten Band der Reihe „Die Stoffis“ Stofftiere zum Leben. Der Untertitel „Alle für einen“ lässt bereits erahnen, dass hier die Werte Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft eine große Rolle spielen. Die sechs aussortieren Kuscheltiere leben in ihrem umgebauten Spielhaus und genießen ihre Eigenständigkeit sichtlich. Doch eines Tages wird Sternchen bei einem Ausflug von einer Kindergartengruppe mitgenommen. Dort wird es zunächst ordentlich gewaschen und lernt beim Trocknen die anderen Spielzeuge kennen. Nicht jeder beneidet die Freiheit von der der Seestern berichtet. Schließlich möchten einige als Spielzeuge von Kindern auch bespielt werden. Andere wägen die Überlegung ab, sich Sternchen und seinen Freunden anzuschließen, schließlich sind sie schon älter und mögen das Gezerre bei den Kleinkindern nicht mehr so gerne. Währenddessen überlegen Sternchens Freunde, wie sie ihn aus seiner misslichen Lage befreien sollen und machen sich mit vereinigten Kräften auf zur besonderen Rettungsaktion.

Die Idee Stofftieren Leben einzuhauchen ist absolut kindgerecht umgesetzt und wird von den fröhlich bunten Illustrationen gestützt. Kindergartenkinder und auch Erstklässler können sich sehr gut in die Handlung hineinversetzen. Schließlich fantasieren sie ebenfalls und erfinden für ihre kuscheligen Lieblingsbegleiter Erlebnisse jeglicher Art. Getragen wird die Geschichte von der Sicherheit, dass Freunde einem immer zur Seite stehen und der Akzeptanz von Andersartigkeit. Die Schildkröte ist zwar langsam, doch dafür eine kluge Ratgeberin. Dem Bären fehlt ein Arm und doch kann er mit einem großen Herzen glänzen. Die Tiere ergänzen sich perfekt und zeigen wie Inklusion ganz natürlich gelingt. Kleine Sticker der wunderbaren Charaktere können nach jedem Kapitel vorne im Buch eingeklebt werden oder auch an die Kinder in der Lerngruppe verteilt werden. Die Freude wird groß – so oder so!

Fantasievoll und inklusiv – Wertevermittlung der Zusammengehörigkeit

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