Beleduc Puzzle „Kartoffel“

Beleduc Puzzle Kartoffel

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) ist eines der beliebtesten Nahrungsmittel weltweit. Ob „Grumbeere“, „Erdapfel“ oder „Tüfte“ – die Kartoffel ist nicht nur in ihrer Bezeichnung wandelbar. Die tolle Knolle ist ein wahrer Verwandlungskünstler: von der Mutterknolle zur Kartoffelpflanze mit Blüten und Beeren hin zu Seitentrieben mit neuen Knollen.

Die erstaunlichen und vielfältigen Aspekte machen das Thema für eine intensivere Untersuchung im Unterricht interessant und lohnenswert. Sie ist Teil der unmittelbaren Lebenswirklichkeit der Kinder und deshalb ein idealer Ausgangspunkt für die Einbettung in die Unterrichtseinheit „Ernte im Herbst“. „Entdecke das Land“ oder „Feld und Wiese“. Sie kann aber auch sehr gut alleine für sich stehen, da sie so viele Umsetzungsideen mit sich bringt.

Neben dem obligatorischen Besuch auf dem Kartoffelacker und einer bunten Zubereitung an unterschiedlichen Kartoffelspeisen, bin ich immer auf der Suche nach handlungsorientierten Materialien. Das Beleduc Puzzle „Mädchen“ und „Junge“ fand bereits zum Thema Sexualerziehung bei den Kindern großen Anklang. Hier hatten sie die Gelegenheit sich kurz zurückzuziehen und die Fakten, zusätzlichen Informationen und Erkenntnisse während des Puzzelns für sich zu verarbeiten.

Auch dieses Kartoffel-Puzzle ist in fünf Lagen aufgebaut und zeigt in anschaulicher Weise die Entstehung und Entwicklung von Kartoffeln. Es verdeutlicht nicht nur die einzelnen Stufen von der Mutterknolle in der Erde hin zum fertigen Gericht, sondern fördert das Zuordungs- und Kombinationsvermögen der Kinder. Jede Lage ist auf der Rückseite mit einer Zahl beschriftet, um die Zuordnung zu erleichtern. Für jüngere Kinder darf der Rahmen genutzt werden, da die seitlichen Wellen eine weitere Orientierung geben. Zu Differenzierungszwecken dürfen die einzelnen Lagen auch gerne ohne den Rahmen zusammengepuzzelt werden. Hier werden auch Viertklässler herausgefordert.

Unterrichtsmaterial Kartoffel

Für mich ist es eine schöne Ergänzung zum Stationenlernen oder als ein Angebot für die Freiarbeit, wo Kinder das Vorstellungsvermögen trainieren können und zur Ruhe kommen.

Die einzelnen Entwicklungsschritte einer Kartoffel handlungsorientiert aufbereitet.

 

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Georgina Andrews und Kate Knighton – 100 spannende Experimente für Kinder

100 spannende Experimente für Kinder

In der dunklen Jahreszeit steht Familien viel gemeinsame Zeit in den eigenen vier Wänden zur Verfügung. Diese kann abwechslungsreich gestaltet werden. Neben Brettspielen, Malen, Basteln, Konstruieren, Lesen, Rollenspiele spielen, darf auch gerne experimentiert werden. Die Welt anhand von Experimenten rund um Überraschungen aus der Natur zu erforschen, macht großen Spaß.

Dieses Buch lädt zu einer Entdeckungsreise in die Themengebiete „Magnetismus“, „Schall“, „Luft“, „Energie“ und „Wasser“ ein. Die Kinder lernen hierbei das genaue Hinschauen, sich über einen längeren Zeitraum auf eine Sache zu konzentrieren und Dinge einfach auszuprobieren, ohne sich bei den ersten Versuchen entmutigen zu lassen.

In dieser Sammlung finden sich viele bekannte Experimente, wie z.B. „sinkender Taucher“, „Versenkung der Büroklammer“, „schwimmendes Ei“ oder „schwimmende Blume“. Die größte Stärke ist hierbei jedoch die visuell attraktive Aufbereitung der Versuche. Da wird der mit Büroklammern beschwerte Deckel nicht in eine einfache Plastikflasche getaucht, sondern in eine zuvor zu eine Unterwasserwelt verwandelte Szenerie. Das Mischen von Säuren und Basen erfolgt als Darstellung eines Monsters, das vor sich hin schäumt. Das hat für Kinder natürlich einen ganz anderen Reiz und man hat dem Experiment zusätzlich einen kleinen Rahmen, eine Geschichte verliehen.

Zum Thema „Winter“ lässt sich aus der Fülle der Beispiele sehr schnell eine kleine Unterrichtsreihe zusammenstellen. Da eignen sich Versuche wie „Eisberge angeln“, „Eis schmelzen lassen“ oder „Durch Eis schneiden“. Es lassen sich auch Verbindungen zur kindlichen Lebenswelt herstellen, etwa mit der Fragestellung was das Bestreuen der Straßen mit Salz im Winter bewirkt. Oder was der Versuch „Durch Eis schneiden“ mit Schlittschuhlaufen auf der Eisbahn gemeinsam hat. Die Welt ist voller Überraschungen und spannender Erkenntnisse!

100 spannende Experimente für Kinder

Bekannte Experimente visuell attraktiv aufbereitet.

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TOP 5 – Weihnachten

Top 5 Weihnachten

TOP 1:

Sehr emotional und ruhig erzählt dieses Bilderbuch von der Sehnsucht nach Nähe und Familienzusammenhalt. Die besinnliche Jahreszeit wird rund um kleines Tannenbäumchen gesponnen, das so gerne Kindergesichter beglücken wollen würde. Als es gerade danach aussieht, dass sich kein Käufer dafür interessiert, kommt es zur überraschenden Wende.

Zur ausführlichen Rezension hier entlang.

TOP 2:

In diesem Bilderbuch einer Patchwork-Familie geht es zur Weihnachtszeit sehr heiter zu. Der Leser bekommt einen amüsanten Einblick in die Strapazen vieler Patchwork-Familien, wo alles gut organisiert und durchdacht sein muss. Schließlich findet alles doppelt statt. Ute Krause schildert offen und ehrlich sowohl die Nach-, als auch die Vorteile, die so eine Großfamilie mit sich bringt. Doch immer schwingt eine Prise Humor, eingebettet in einen ironischen Unterton, mit.

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TOP 3:

Dem Familienzusammenhalt wird in diesem Bilderbuch ein großes Gewicht beigemessen. Alle Beteiligten betonen ihren ausgeprägten Familiensinn und die damit verbundene Verantwortung. Der böse Wolf entpuppt sich durch unterschiedliche Begebenheiten als ein herzensgutes Tier, was so gar nicht seinem eigentlichen Image entsprechen will. Jedes Tier lässt er weiterziehen, weil sie doch alle zu ihren Liebsten möchten. Eine tolle Message zur Weihnachtszeit!

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TOP 4:

Dimitri, der Schneemann hat seine Heimat verlassen und erzählt den Schneemännern vom Eisland seine traurige Geschichte. Ben ist von der Erzählung sehr gerührt und leiht aus Mitgefühl Dimitri seine eigene Mütze. Diese Geschichte erzählt von Nächstenliebe, Mitgefühl, Vertrauen und von einem, manchmal auch schwierigen  Neuanfang. Es finden sich hier viele Berührungspunkte zur Flüchtlingskrise, die behutsam auch im Unterricht aufgegriffen werden können.

Zur ausführlichen Rezension hier entlang.

TOP 5:

Der kleine Igel kann Weihnachten kaum erwarten. Er beginnt prompt seine Höhle zu schmücken und für seine Freunde Geschenke zu besorgen. Gut, dass der kleine Igel am Schluss herausfindet, worauf es an Weihnachten wirklich ankommt. Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Liebe – und deren unschätzbare Bedeutung für wirklich schöne Weihnachten.

Welche Weihnachtsbücher dürfen bei euch nicht fehlen?

Beate Blaseio – Sachunterricht: Das schnelle Methoden 1×1

Sachunterricht Das schnelle Methoden 1x1

Dieser Ratgeber gibt einen guten Überblick zum Aufbau fachspezifischer Methodenkompetenz im Sachunterricht. Als integratives Sachfach bringt es eine hohe Attraktivität und aber auch Komplexität mit sich, das mit einer besonderen Herausforderung verbunden ist. Guter Sachunterricht ist nicht nur inhaltlich anspruchsvoll, sondern auch methodisch vielseitig.

Das Hauptaugenmerk dieses Werkes ist somit unterschiedliche Wege der Erkenntnisgewinnung darzustellen. Als Lehrer bekommt man eine Übersicht an Instrumenten bzw. Handwerkzeugen, die zeigen welche Strategien Schülerinnen und Schüler an die Hand bekommen sollen, um sich Inhalte selbst zu erschließen. Ferner ist es ein gutes Nachschlagewerk für Studierende und Referendare.

Zu jeder Methode werden in Bezug auf die Praxis geeignete Inhalte stichpunktartig präsentiert. Zur Kompetenz „Daten erfassen und auswerten“ schlägt die Autorin die Einbindung in das Thema „Wetter“, „Länder- und Städtevergleiche“ oder „Tierzählung am Vogelhaus“ vor. Beigefügt sind außerdem Kopiervorlagen zu einem ausgewählten Themengebiet, sowie Tipps und Literaturhinweise. Mir persönlich fehlt grundsätzlich der rote Faden. Wünschenswert wäre z.B. die Unterteilung in die Klassen 1/2 bzw. 3/4 gewesen, um dem Leser die Orientierung zu erleichtern. Ich sehe es eher für theoretische Zwecke ausgerichtet. Es ist jedoch allemal interessant die eigene Methodenkompetenz in Bezug auf das Fach zu überprüfen und die eine oder andere Idee zu übernehmen.

Sachunterricht Das schnelle Methoden 1x1

Übersicht zur Einbindung fachspezifischer Methodenkompetenz

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Ruth Wielockx – Der kleine Christbaum

Der kleine Christbaum

Bald ist Weihnachten. Das kleine Christbäumchen freut sich ganz besonders darauf dieses Jahr in einem Haushalt auf viele glückliche Kindergesichter blicken zu dürfen. Die anderen Bäume befürchten jedoch, dass er noch zu klein ist und unter ihm nicht viele Geschenke Platz finden und nicht so viele Lichter aufgehängt werden können. Nachdem der starke, der knorrige, der stärkste und der schmale Christbaum verkauft wurden, bleibt der kleine Christbaum ganz allein auf dem Platz stehen. Langsam wird es kalt und dunkel. Doch bevor der Christbaumverkäufer das Tor schließen kann, kommt noch ein letzter, ganz besonderer Käufer …

Dieses nicht nur zauberhaft illustrierte, sondern auch herzzerreißend schön erzählte Bilderbuch hat sich in mein Herz der besten Weihnachtsbücher gebrannt. Es ist sehr emotional und schildert die Sehnsucht der kleinen Tanne endlich ein richtiger Christbaum zu werden.

Mithilfe der unterschiedlichen Käufer (Bäcker, Gemüsehändler, Bürgermeister etc.) und den damit verbundenen sich wiederholenden Elementen, steigt bei den Zuhörern die Ungeduld und die Vorfreude zugleich. Voller Inbrunst sangen wir den repetitiven Zusatz „Frohe Weihnachten!“, als ein Bäumchen nach dem anderen verschwand. Auf Nachfrage waren sich die Zuhörer einig, dass natürlich auch der kleine Christbaum einen Besitzer finden wird.

Als ich die Seite aufschlug, auf dem das Bäumchen einsam im Dunklen stand und für einen Moment innehielt, sah ich gleichzeitig in über 20 fassungslose und traurige Kindergesichter. Im Klassenraum herrschte absolute Stille und Unglaubwürdigkeit. Einem Kind stiegen vor lauter Verblüffung sogar die Tränen in die Augen. Solche Vorlesemomente verdeutlichen, dass Kinder in Geschichten emotional eintauchen und durch Bilder und Sprache tief berührt werden können. Was war die Erleichterung groß, als doch noch ein Käufer auftauchte! Dies wurde mit einem kräftigen und befreienden Applaus gewürdigt.

Der kleine Christbaum

Eines der besten Weihnachtsbücher, die ich kenne!

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Brenna Maloney – Vorsicht Sockentiere!

Vorsicht Sockentiere

Aus alten Socken oder Strümpfen kleine, ausgestopfte, kreative  Tiere nähen – das ist die Grundidee dieses Buches. Es entstehen freche Mäuse, kühne Hamster, niedliche Raupen, kunterbunte Fische, gestreifte Eulen oder auch schnurrende Kätzchen.

Mit Stickgarn, Bänden und Knöpfen wird aus einer ausrangierten Socke ein wahrer Hingucker. Die Anleitung wird von Fotografien begleitet und mit einigen Erklärungen ergänzt. Hin und wieder tauchen Umrissformen auf, die zum Zuschneiden genutzt werden können.

Diese Projekte sind wirklich gelungen bildlich in Szene gesetzt. Bei der Betrachtung der Ergebnisse möchte man am liebsten gleich loslegen. Jedoch merkt man dann nach den ersten 5 Minuten, dass in der Anleitung einige Lücken sind. Es fehlt einfach an ausführlicher Beschreibung und an sinnvollen Schritt-für-Schritt Anleitungen. Diese Projekte sind eher für geübte Näher gedacht, die sich ein paar Inspirationen holen möchten. Kinder werden mit der lückenhaften Beschreibung und Darstellung schnell überfordert sein.

Das Buch ist recht amüsant geschrieben. Die Autorin lockert die Projekte durch ihren Witz auf, wenn es z.B. zu Beginn heißt „Es könnte katastrophal für Sie sein, mich als Beraterin zu haben.“ (S. 10). Ob sie da schon ahnte, dass die Darstellungen eigentlich recht konfus sind?

Geübte Näher können sich hier nichtsdestotrotz einige Anregungen für die besinnliche Weihnachtszeit holen und einige  kreative Spielzeuge gestalten.

Vorsicht Sockentiere

Nur für geübte Näher zu empfehlen.

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Matthias Sodtke – Weihnachten mit Nulli und Priesemut

Weihnachten mit Nulli und Priesemut

In diesem Sammelband der beiden Abenteurer Nulli und Priesemut befinden sich zwei winterliche Geschichten, als zusätzliches weihnachtliches Extra ein Rezept für  Lebkuchen-Nullis und eine Bastelanleitung für einen Spitztüten-Adventskalender.

Wie sieht ein RICHTIGER Schneemann überhaupt aus? Das wollen die beiden Freunde herausfinden und bauen zwei komplett unterschiedliche Schneemänner. Während der eine lange Ohren aus Karotten und Hasenzähne hat, sieht der andere einem Frosch ziemlich ähnlich. Und jeder findet, dass er den richtigen Schneemann gebaut hat. Nun muss Oma Bär beurteilen wie ein richtiger Schneemann auszusehen hat. Dafür nimmt sie zwei unterschiedlich aussehende Äpfel und fragt die Freunde welcher Apfel der falsche ist… schon bald kommen sie „fast“ von selbst auf die Lösung ihres Problems.

Priesemut möchte eine Tanne vor das Haus stellen, damit der Weihnachtsmann weiß, dass hier Weihnachten gefeiert wird und Geschenke vorbei bringt. Nulli glaubt aber so gar nicht an den Weihnachtsmann, lässt sich jedoch auf das Vorhaben ein. Nach dem Einpflanzen und Schmücken der Tanne im Vorgarten warten die Freunde gespannt auf den Weihnachtsmann, doch schon bald fallen die Augen  vor lauter Müdigkeit zu. Ob der Weihnachtsmann den Baum gesehen und Geschenke vorbei gebracht hat?

Vor allem die erste Geschichte aus diesem Band hat mich begeistert. Kinder vergleichen sich in jüngeren Jahren sehr stark, versuchen sich zu messen und machen sich auf die Suche nach „richtig“ oder „falsch“. Diese Geschichte rund um den Schneemann zeigt, dass manchmal beide Sichtweisen richtig sein können. Schließlich gibt es auch keinen falschen Apfel, sie sehen dann eben etwas anders aus – mal grün, gelb oder rot; groß oder klein, glatt poliert und glänzend oder eben schrumpelig.

Diese Sicht auf die Andersartigkeit ist sehr wertvoll und eine bedeutende Erkenntnis. Hier ist es zusätzlich in eine schöne Weihnachtsgeschichte verpackt und lässt sich wunderbar in der Adventszeit thematisieren. Wir griffen es in unserem Kunstunterricht bei der Betrachtung unserer Ausstellung  „Spatzen im Winter“ auf. Sie sahen bei jedem Kind ein bisschen anders aus und doch waren das alles Spatzen. Hier kommen die Kriterien gut zum Einsatz um den Kindern klar zu machen, was einen Spatzen z.B. von einem Raben unterscheidet.

Das Aussuchen und Schmücken der Tanne lässt die Vorfreude auf das Weihnachtsfest steigen. Hier wird es besinnlich und aufregend zugleich.

WEihnachten mit Nulli und Priesemut

Zwei Weihnachtsgeschichten, die die Wartezeit auf das Weihnachtsfest versüßen.

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Valeri Gorbachev – Goldilocks and the three bears

Goldilocks and the three bears

 

Valeri Gorbachev hat das Märchen „Goldilocks and the three bears“ in einem nostalgisch angehauchten Illustrationsstil gezeichnet. Es wirkt wie ein richtiger Kinderbuchklassiker und erinnert mich an meine Vorlesebücher vor dem Zubettgehen. Vielleicht schimmern hier auch seine ukrainischen Wurzeln durch, die ihn geprägt haben.

Die Geschichte ist sprachlich keinesfalls vereinfacht. Der Erzählstil beinhaltet wenige wiederholende Sprachstrukturen. Dafür lassen sich hier authentische Ausdrücke finden, wie z.B. die Einbindung des Adjektivs „wee“, das für winzig steht. Es lassen sich darüberhinaus mehr Einzelheiten finden, wie z.B. die folgende Information:

Goldilocks had messed up covers on the great big father bear’s bed.

Um Kindern ein echtes Sprachgefühl für authentische Bilderbücher zu vermitteln, die nicht für Lerner angepasst und vereinfacht wurden, eignet sich das Buch wirklich gut. Zum einen ist den Kindern der Inhalt oft bekannt, sodass sie sich sehr gut auf die sprachlichen Feinheiten konzentrieren können. Es wäre denkbar das Buch zu Differenzierungszwecken einzusetzen. Mit einem „easy speak„-Mikrofon könnten die leistungsstarken Kinder sich die Version auch selbst anhören.

Goldilockss and the three bears

Material

Die Geschichte lässt sich wunderbar als Rollenspiel oder Stabpuppenspiel umsetzen. Als Requisiten benötigt man lediglich vereinfachte Gegenstände wie drei unterschiedlich große Schalen, drei Stühle und drei ISO-Matten. Die hier vorgestellte Version lässt sich bereits im 2. Schuljahr ohne viel Vorbereitung im schulischen Rahmen vorführen.

Bild_Goldilocks

Authentisches Bilderbuch schön verpackt

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Norbert Fessler und Michaela Knoll – Achtsamkeitstraining für Kinder

Achtsamkeitstraining für Kinder

In diesem Ordner wird ein fundiertes Konzept zum körperbasierten Achtsamkeitstraining präsentiert. Eingebettet sind die insgesamt 40 Übungen in Geschichten rund um die Identifikationsfigur Lorin, die in fünf Fantasie- und Bildungsreisen die Kinder mitnimmt, um ihren eigenen Körper kennen zu lernen und somit zu mehr Konzentration und Entspannung verhilft.

Begleitet werden die Geschichten durch Körperübungen von Kopf bis Fuß:

  • Standfest werden – Füße und Beine kräftigen
  • Die Welt umarmen – Brustkorb und Rücken stärken
  • Lasten schultern – Schultern und Nacken entspannen
  • Flinke Finger für einen regen Geist – Hände und Arme wahrnehmen
  • Den Blick schärfen – Mit den Augen mehr erkennen

Das Achtsamkeitstraining wurde für den turbulenten Kiga- und Grundschulalltag konzipiert und beinhaltet zu jeder Übung große, farbige Bildkarten, die die Übung den Kindern auch visuell verdeutlichen. Auf der Rückseite jeder Karte befinden sich Ausführungshinweise für die Lehrkraft bzw. Erzieherin.

Achtsamkeitstraining für Kinder

Das Achtsamkeitstraining beinhaltet viele Übungen, die ich aus dem Yogaunterricht kenne und die nicht nur den Körper, sondern auch den Geist entspannen. In dem hier dargestellten Umfang lässt sich das Konzept so im Grundschulalltag nicht realisieren, dafür ist die Zeit schlichtweg nicht da.

Jedoch habe ich einzelne Übungen für meine Erstklässler durchaus als Ritual am Ende des Tages unter dem Begriff „Ruhe-Insel“ eingeführt.  Hierbei erweisen sich die Bildkarten als sehr praktisch. Dafür ziehen wir unsere Schuhe aus, machen es uns auf dem Teppich bequem und steigen mit einer Entspannungsmusik ein. Diese lasse ich ca. 1 Min. lang spielen, um den Kindern die Gelegenheit zu geben sich an ihren inneren Ruheort zu begeben. Nachdem ich die Musik leise drehe, geht es mit einigen Achtsamkeitsübungen weiter. In den ersten Wochen war es für mich sehr erstaunlich, dass auch scheinbar einfache Übungen, wie z.B. Schultern kreisen lassen oder die Übungen mit den Zehen für einige Kinder sehr anstrengend oder gar nicht durchzuführen waren. Nach 8 Wochen Training klappt es nun schon besser und die Kinder freuen sich auf dieses Ritual. Nachdem wir nun mehrere Übungen kennen gelernt haben, integrieren wir sie auch gerne in das „Menschen-Memory“- Spiel.

Grundsätzlich wäre das Konzept in der dargestellten Form sicherlich als ein AG-Angebot denkbar. Vor allem für Kinder, die an mangelnder Konzentration leiden und Schwierigkeit haben ihren eigenen Körper wahrzunehmen. Die Geschichten rund um Lorin und ihre Reise zur Traubenernte, als Perlentaucherin oder Besucherin am Hof eines Schmieds sind sowohl für Jungen als auch für Mädchen interessant. Nebenbei lernt man eine Menge dazu!

Achtsamkeitstraining für Kinder

Den eigenen Körper wahrnehmen auf dem Weg zu mehr Achtsamkeit.

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Astrid Henn und Stephanie Schneider – Elefanten im Haus

Elefanten im Haus

In Fines Haus sind neue Nachbarn eingezogen. Alle anderen Bewohner des Hauses warnen das Kind vor den „Neuen“ und behaupten, dass sie  wie Elefanten ständig trampeln würden. Überhaupt sollte man sich vor ihnen in Acht nehmen.

Fines hofft, dass es in der Familie mehrere „Elefantenkinder“ gibt, mit denen sie spielen könnte und klingelt gleich an der Tür. Etwas verlegen bittet die dicke Elefantenfrau Fine herein und sie nimmt auch schon gleich einen etwas anderen Geruch wahr: „Irgendwie interessant“, stellt sie fest. Schnell freunden sich die Kinder an und ignorieren alle Vorurteile der Erwachsenen. Diese Toleranz schwappt schnell über:

… und so trotten alle Nachbarn brav hinter Papa her, um den Neuen zu sagen, wie gut es ist, dass sie da sind.

Dieses Bilderbuch hat eine fabelhafte Aufmachung und kommt inhaltlich sehr verschmitzt und schon fast frech daher. Stephanie Schneider spielt gekonnt in ihren Illustrationen mit Licht und  Schatten und verdeutlicht damit die Wechselwirkung zwischen Angst, Vorbehalten, Unsicherheit und aber auch Neugierde, Nächstenliebe, Offenheit.

Das kleine Mädchen verkörpert das Licht, während viele ihrer Nachbarn stets das Negative sehen und aufgrund ihrer Angst vor dem Neuen und Unbekannten einfach nur geblendet werden. Astrid Henn zeigt ganz kindlich auch die Wahrnehmung der Andersartigkeit der neuen Bewohner und lässt ihre Protagonisten sehr realistisch den fremdartigen Geruch wahrnehmen oder dem Umzug anzulastende Unordnung. Und doch sind die natürlich übertrieben dargestellten „Elefanten“ den Bewohnern gegenüber offen und zuvorkommend. Sie bitten das Mädchen herein und zeigen sich herzensgut.

Die Autorin hat das Kinderlied „Was müssen das für Bäume sein“ sehr passend abgewandelt und fasst somit die Kernaussage des Bilderbuchs sehr humorvoll zusammen:

Was müssen das für Räume sein,
wo die großen
Elefanten zur Miete wohnen,
ohne sich zu stoßen.

Elefanten im Haus

In der heutigen Flüchtlingskrise kann das Buch nicht oft genug vorgelesen werden. Hier können sogar viele Erwachsene sich etwas abschauen.

 

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