Johanna Lindemann und Lucie Geöpfert – Das Regenmädchen

Das Regenmädchen

Das Regenmädchen ist tief traurig. Eine Regenwolke über ihrem Kopf ist ihr ständiger Begleiter. Es symbolisiert ihren Gemütszustand. Die Regenwolke stört das Mädchen nicht. Lediglich ihre Nachbarn machen sich Sorgen. Als sie versucht ein Lächeln aufzusetzen, fängt es nur zu donnern und zu blitzen an.
Eines Tages bekommt sie einen Brief aus Afrika. Der Staatspräsident lädt das Regenmädchen zu sich ein und hofft somit auf ein bisschen Regen für sein Land. Das Regenmädchen folgt prompt dieser Einladung und muss feststellen, dass eine Regenwolke auch etwas Gutes bewirken kann.
Ausgangspunkt der Geschichte ist die Traurigkeit eines Mädchens, dessen Ursprung wir als Leser nie erfahren. In diesem Bilderbuch werden die Symptome einer kindlichen Depression einfühlsam geschildert. Sie bekommt gut gemeinte Ratschläge von ihren Nachbarn, die eigentlich als Kritik an der Gesellschaft aufzufassen sind. Die Nachbarn raten dem Mädchen das Weinen einzustellen, damit ihre Tränen nicht in ihren Garten tropfen. Leider geht es ihnen weniger um das traurige Mädchen selbst, sondern eher um ihr eigenes Wohlergehen.

Das

Das Mädchen bemüht sich ein Lächeln aufzusetzen, aber es gelingt ihr nicht, ihre Traurigkeit zu überwinden. Erst als ihre Traurigkeit in einem fremden Land als etwas Positives und Erfreuliches wertgeschätzt wird, kann das Regenmädchen nun doch lachen. Dieses Bilderbuch vermittelt Kindern auf ansprechende Weise, dass Traurigkeit zum Leben dazugehört. Sie jedoch auch überwunden werden kann. Hier ist es vor allem die Zeit, die etwas vom Kummer mit sich nimmt und das Gefühl des „Gebrauchtwerdens“.

Die Atmosphäre prägenden Grundfarben Göpferts fangen die Gefühlslage des Regenmädchens entzückend ein. Die Typographie, die eine kindliche Handschrift imitiert und die selbst gemalten Linienstriche, verdeutlichen die innere Zerrissenheit des Mädchens. Auf allen Bild- und Textebenen arbeitet Das Regenmädchen mit der Verschränkung von an der Oberfläche liegenden Ereignissen mit dem in der Tiefenstruktur verarbeiteten Erleben. Der Leser wird mit einer komplexen Gefühlsbalance konfrontiert und erlebt die Entwicklung einer Kompensierung.

Das Regenmädchen

Material

Angeregt durch dieses Bilderbuch wäre es möglich mit Kindern Handlungsstrategien im Umgang mit Traurigkeit zu erarbeiten. Auf diesem Arbeitsblatt ist links ein trauriges Gesicht zu sehen. In der Mitte kann gezeichnet oder geschrieben werden, was bei Traurigkeit hilft, z.B. weinen zu können, jemandem von dem Kummer zu berichten oder sich trösten zu lassen. Ganz rechts erscheint schließlich ein fröhliches und entspanntes Gesicht als Konsequenz der Bewältigungsstrategien.

Traurigkeit Bewältigung

Alternativ bietet es sich hier an, den Perspektivwechsel in Briefen zu Texten zu trainieren. Das Bilderbuch wird hierzu lediglich bis zur Ankunft der Post vom afrikanischen Staatspräsidenten vorgelesen. Anschließend ist es die Aufgabe von den Kindern ihr Weltwissen einzubinden und aus der Sicht des Präsidenten den Brief zu vervollständigen. Dieses Vorhaben habe ich mit meinen 3. Klässlern ausprobiert und es sind richtig tolle Briefe entstanden!

 

Ein Bilderbuch vom Mut, traurig zu sein.

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Ute Krause – Minus Drei wünscht sich ein Haustier

Minus Drei wünscht sich ein Haustier

Der kleine Dinosaurier Minus Drei wünscht sich sehnlichst ein Haustier. Mama Drei ist jedoch von dieser Idee gar nicht begeistert, denn schließlich ist mit so einem Haustier viel Arbeit verbunden. Der Käfig muss sauber gemacht, das Tier muss regelmäßig spazieren gegangen werden. Mama Drei fürchtet, dass diese Arbeit an ihr hängen bleibt.
Kurzerhand beschließt Minus Drei eine Anzeige zu schalten, um seiner Mama zu beweisen, dass er sehr wohl für ein Haustier selbstständig sorgen kann. Schon bald bekommt er seinen ersten Auftrag und muss feststellen, dass Haustiere ganz schön eigenwillig und anstrengend sein können. Als er nach dem dritten Auftrag ganz erschöpft ins Bett fällt und froh ist doch kein eigenes Haustier zu haben, hält seine Mama für ihn eine Überraschung bereit. Wird es etwa ein eigenes Haustier sein?
Viele Eltern kennen diese Problematik. Das eigene Kind ist nicht einmal in der Lage sein Zimmer sauber zu halten und wünscht sich trotzdem ein Haustier. Nur wenige können vorher einschätzen, wie viel Arbeit so ein Tier macht. In diesem wunderbaren Erstlesebuch von Ute Krause wird dieser Wunsch ganz zauberhaft und mit vielen humoristischen Einsprengseln beleuchtet.
Die Schriftgröße ist für Erstleser sehr passend und beschränkt sich auf wenige Sätze auf einer Seite. Das Leseverständnis wird mit tollen Illustrationen unterstützt und das Eintauchen in die Geschichte, mit der sich wohl viele Kinder identifizieren können, erleichtert.
Die Idee der Haustierbetreuung ist sehr schräg und witzig. Das überraschende Ende ist natürlich ein Garant für Lacher, da es so unerwartet ist. Die Erstleser haben sich unbedingt eine Fortsetzung gewünscht und da es mit „Band 1“ betitelt ist, gehe ich davon aus, dass weitere Abenteuer mit Minus Drei folgen werden. Die ersten Fans warten bereits sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Das Lesevergnügen ist ins Rollen gekommen!
Minus Drei wünscht sich ein Haustier
Tolle Charaktere, spannender und witziger Handlungsverlauf mit ansprechenden Illustrationen.

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Daniel Nassar und Julio Antonio Blasco – Wo die wilden Tiere wohnen

Wo die wilden Tiere wohnen

Lange bevor die Menschheit die größten und ausgefallensten Bauten angefertigt hat, haben die „animales architectos“, so der Originaltitel, äußerst anspruchsvolle und sehr ausgeklügelte Konstruktionen hervorgebracht. Diese ausgefallenen Wohnstätten beinhalten komplexe Funktionen, wie z.B. Temperaturregulierung, bis ins Detail ausgearbeitete Belüftungssysteme, Fallen, Köderkammern, Täuschungsbauten, mehrere Fluchtwege usw.

Die dazu verwendeten Materialien und Techniken können einfach oder unvorstellbar komplex sein. Aber alle haben die Gemeinsamkeit, dass sie speziell auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten jeder dieser Tierart angepasst sind. So scheint es, dass der Autor Daniel Nassar, der selbst als Architekt tätig ist, die Baukunst der Tiere als ein Paradigma für nachhaltiges Bauen sieht.

Jede Doppelseite stellt eines der insgesamt 14 im Buch enthaltenen Tierarten mitsamt ihrer Bauten vor. Nach einer kurzen Vorstellung des Tieres, folgt die schrittweise Beschreibung des Bauvorgangs. Das Verständnis wird mithilfe einer Zeichnung unterstützt. Hinter der Aufklappseite verbirgt sich eine Liste mit dem nötigen Baumaterial, sowie eine Kurzfassung des Bauprojekts. Jedes Tier wird vorne auf der Aufklappseite noch einmal in einer Art Steckbrief mit passenden Oberbegriffen präsentiert.

Dieses Bilderbuch sollte mit den Kindern gemeinsam gelesen werden. Es beinhaltet Beschreibungen von zum Teil sehr komplexen Vorgängen, die einer Erklärung bedürfen. Sehr schön ist die Einbindung eines Steckbriefs und der vereinfachten Skizze der Wohnstätte.  Ein netter Einfall, aber als Gesamtergebnis eigentlich überflüssig finde ich dagegen viele Kategorien beim Bauprojekt, wie z.B. die nicht ausgefüllte Schwierigkeitsstufe (wäre eigentlich ganz interessant gewesen), die Kategorie „Beinhaltend“ (?) oder auch der Massstab, mit dem Kinder eh nichts anfangen können. Hier hätte man vielleicht noch greifbarere und kindgerechtere Kategorien einbinden können.

Die Illustrationen von Julio Antonio Blasco halten sich in ihren erdigen Farbtönen eher im Hintergrund und rauben den Architekten aus dem Tierreich nicht ihren verdienten Glanz.

wo die wilden tiere wohnen

Dieses Sachbilderbuch versucht Interesse, Aufmerksamkeit und Respekt für nichtmenschliche Konstruktionen zu wecken und ein Bewusstsein für unsere eigene Architektur zu entwickeln.

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Nicola Davies und Mark Hearld – Mein erstes großes Buch von der Natur

Mein erstes großes Buch von der Natur

Im Frühjahr streckt sich der Löwenzahn der Sonne entgegen und die Vögel bauen eifrig ihre Nester. Im Sommer sammeln die fleißigen Bienen Blütenstaub und der wolkenlose, blaue Himmel lädt zum Staunen und Träumen ein. Während im Herbst nach dem ersten Frost die Spinnennetze glitzern, bereiten sich die Tiere schon bald auf den schläfrigen und trägen Winter vor. Nur um im Frühjahr die Wunder der Natur erneut zum Leben zu erwecken.

Das recht großformatige Sachbuch „Mein erstes großes Buch von der Natur“ gliedert sich nach den vier Jahreszeiten und behandelt die unterschiedlichsten, die für diese Jahreszeit typischen Phänomene in der Natur. Jede Doppelseite wird von einem literarisch anmutenden Text mit vielen sachkundigen Informationen begleitet, der die Wunder der Natur schon fast poetisch darstellt. Es wird auf das „Geräusch des Honigs“, den von Heu verströmten „Duft des Sommers“ oder die „im Wind schwankenden Weizenhalme“ hingewiesen. Praktiker dürfen sich an Tipps zur Aufbewahrung von Samen und der Herstellung vom schmackhaften Vogelfutter erfreuen.

Diesem Sachbuch wohnt ein besonderer Zauber inne. Vorrangig versprüht durch die von Mark Hearld stammenden Illustrationen. Dem schottischen Grafiker ist es gelungen die überwältigende Schönheit der Natur in bahnbrechende Bilder zu bannen. Dieses Buch fesselt. Nach dem allerersten Blick, fällt es schwer dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Es spinnt einen Kokon um den Betrachter und man ist mehr als gewillt in diese bezaubernde Welt einzutauchen. Dabei liegen diese Wunder direkt vor unserer Haustür. Ein wachsamer Blick wird belohnt. Es gibt viel zu entdecken und das beweist uns dieser Schatz eines Sachbuchs.

Diese gedruckten Muscheln und die collagierten Fische in ihrer vollen Farbpracht rauben mir den Atem. In all diesen Tieren und Pflanzen steckt Bewegung, Verwandlung, LEBEN.  Auf dieses Sachbuch warten noch einige Preise, ganz bestimmt!

Mein erstes großes Buch von der Natur

Ein außergewöhnliches Sachbuch, das wie ein Sog wirkt.

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Jonathan London – Froggy’s Halloween

Jonathan London - Froggy's Halloween

Froggy ist ganz aufgeregt. Schließlich ist bald Halloween! Völlig ratlos, als was er sich verkleiden soll, stellt er sich die unterschiedlichsten Kostümierungen vor, u.a. superfrog, ghost oder doch lieber vampire? Auch in der Schule kann sich Froggy kaum auf den Unterricht konzentrieren, ihm schweben weitere Halloweenkostüme vor: football player, comboy, zombie?

Die Eingebung kommt recht bald und so stolziert Froggy überglücklich auf der „Halloween parade“. Doch nicht nur er findet sein Kostüm äußerst gelungen, auch Frogilina hat ein Auge auf ihn geworfen…

Ich habe für den Englischunterricht in einer dritten Klasse, ein Bilderbuch gesucht, das die unterschiedlichen Kostümierungen thematisiert. Bei Froggy’s Halloween bin ich fündig geworden, obwohl ich es sehr schade finde, dass man nicht durchgehend an dem ursprünglich gruselig-angehauchten Charakter von Halloween festhält.

Der Originaltext wurde von mir umgeändert, vereinfacht und meiner Lerngruppe angepasst. Mir war es besonders wichtig sich wiederholende Satzstrukturen im Text zu haben. So haben die Kinder die wiederkehrende Frage von Froggy „What shall I dress up as for Halloween?“, sowie „No. It’s not spooky enough.“ stets mitgesprochen.

Die „kleine Liebesgeschichte“ hat leider etwas von der Halloween parade abgelenkt und in meiner Lerngruppe keinen großen Anklang gefunden. Das Ende der Geschichte konnte dafür etwas von der vorherigen Enttäuschung wettmachen. Damit konnten sich dann alle identifizieren und der besondere Witz ist bei allen angekommen.

Ebenfalls schön ist der integrierte „trick or treat“-Reim, den meine Kinder schon vorher kannten und somit durch eine äußerst amüsante Zeile erweitern konnten.

Froggy's Halloween

Material

Als post-activity sollten die Kinder sich eine eigene Kostümierung ausdenken, malen und mit den im Plenum gesammelten Satzanfängen „I’m wearing …“, „I’ve got …“ „My … is/are …“, „I can…“ einem Partner beschreiben.

Halloween costume

Für den thematischen Fokus rund um Halloween-Kostüme durchaus für den unterrichtlichen Einsatz geeignet, allerdings mit einigen Einbüßen in der inhaltlichen Ausgestaltung.

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Alexander Steffensmeier – Lieselotte: Alle meine Freunde

Lieselotte Alle meine Freunde

Einige Wochen nach der Einschulung werden meist schon die ersten Freundebücher an die Mitschüler und Lehrer verteilt. Für alle Lieselotte-Fans gibt es nun auch ein farbenfrohes Lieselotte-Freundebuch.  Die ersten Seiten gebühren natürlich dem Besitzer dieses Albums, sodass man hier nicht nur seinen Namen, sondern auch den Geburtstag, die Augen- und Haarfarbe, das Lieblingsessen, -lied und -buch eintragen kann.

Während dem Besitzer lediglich 2 Seiten zugeteilt werden, bekommen alle Freunde ganze 4 Seiten, um ihre persönlichen Essensvorlieben, Berufswünsche, Hobbies und Wünsche an den Besitzer festhalten zu können. Die letzte Seite ist für ein Bild oder Foto freigehalten. Durch den großen Rahmen können auch Bilder im 10×15 Format aufgeklebt werden.

Bei der Gestaltung hat sich Alexander Steffensmeier ganz schön ins Zeug gelegt, denn um die Seiten herum schwirren etliche Bauernhoftiere und stets lächelnde Protagonisten. Als kleines Schmankerl kann die ausfüllende Person ein Ausmalbild ganz nach eigenen Wünschen farblich gestalten.

Im übersichtlichen Geburtstagskalender können die Geburtstage aller Freunde zusammengefasst werden. Zwei weitere Seiten sind für Fotos von Freunden und schönsten Festen reserviert.

Lieselotte Freundebuch

Ein farbenfrohes Freundebuch für alle Lieselotte-Fans! Besonders geeignet für Kinder im Kindergartenalter und Grundschulkinder in der 1. und 2. Klasse!

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Virginie Aladjidi – Birke, Buche, Baobab

Birke, Buche, Baobab

Dieses Buch ist ein Spaziergang unter dem Blätterdach der Welt.

Wälder spielen in der Ökologie eine zentrale Rolle. Sie bieten Tieren Nahrung und Unterschlupf, ermöglichen Pflanzen Ansiedlung und für uns Menschen sind Bäume Lieferanten von Werk- und Baustoffen und Brennmaterial.

Die Liebe zu Bäumen entdeckt man gleich in diesem unvergleichlich schön illustrierten Liebhabersachbuch. Mit schwarzer Tusche und einem Rotring-Zeichenstift verleiht Emmanuelle Tchoukriel den 57 Baum- und Straucharten ihre Konturen, während die  Bäume mit Aquarellfarben mit Leben gefüllt werden.

Das Sachbuch bildet Bäume und Stäucher aus aller Welt ab. Australischer Eukalyptus ist genauso vertreten, wie die europäische Eiche oder der südamerikanische Maniok. Den meisten Platz im Buch nehmen, neben den Nadelbäumen und Palmen, die Laubbäume ein, die nach vier Kategorien präsentiert werden:

  • Bäume mit einfachen ganzrandigen Blättern
  • Bäume mit einfachen am Rand gesägten oder gezähnten Rändern
  • Bäume mit gebuchteten oder gelappten Blättern
  • Bäume mit zusammengesetzten Blättern

Eine kleine Blattkunde leitet somit sinnvollerweise in die Thematik ein. Hier werden die wichtigsten Merkmale kleinschrittig erläutert und die Unterschiede bildlich untermalt. Und so entdeckt man bei jeder Abbildung den Baum in voller Größe, das einzelne Blatt und die jeweilige Frucht. Oft werden die Illustrationen mit Tieren, die den Baum zu ihrem Lebensraum zählen, ergänzt. Zusätzlich wird zu jedem Baum die lateinische Bezeichnung, die max. Höhe und die Lebensdauer festgehalten.

Besonders wertvoll finde ich die kurzen Informationen, die oft auf Wissenswertes, die eventuelle Mythologie oder Aussergewöhnliches eingehen. Wer hätte gedacht, dass es unter den Bäumen auch Kidnapper gibt, die den ursprünglichen Baum erwürgen? Tja, und wie kommt so etwas zustande? Wenn ein Vogel auf einem Baum Kot absetzt, der den Samen dieser bestimmten Baumart enthält. Um welche Baumart handelt es sich? 🙂

Der Spaziergang unter dem Blätterdach unserer Welt ist mit diesem Buch ein wahrer Genuss. Sehr lohnenswert!

Birke, Buche, Baobab

Aufwändige Gestaltung, die die Liebe und Bewunderung zur Natur noch weiter anwachsen lässt!

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Guido van Genechten – Das große Ferien-Kritzelbuch

Das große Ferien-Kritzelbuch

Dieses Mal-, Lies- und Kritzelspaßbuch mit seinen 208 Seiten im großen A-4 Format lässt keine Langweile in den Ferien aufkommen! Nicht nur an verregneten Sommertagen, auch unterwegs im Auto zum nächsten Ausflugsziel, am Strand oder auch im eigenen Garten, ist dieses Buch ein wahrer Spaßfaktor. In diesem Buch darf gelesen, gekritzelt, gerechnet und geknobbelt werden. Dieses Buch hat das Potenzial ein stetiger Begleiter in den Ferien zu werden!

Kinder werden zu Künstlern und ergänzen angefangene Bilder, zählen Fische zusammen, die Pullover tragen oder schreiben eine angefangene Geschichte weiter. Sie experimentieren mit der eigenen Schrift, konstruieren Monster, zählen Toilettenpapierblättchen und werden so zum Fantasieren angeregt. Auf jeder Seite animiert ein Schriftzug, eine Knobbelaufgabe oder ein Bild zum Kritzeln.

Dafür werden lediglich Bunt- oder Filzstifte, ein Anspitzer, viel Lust aufs Malen und Zeichnen und ganz viel Fantasie benötigt. Ganz nebenbei werden mathematische Fähigkeiten und sinnverstehendes Lesen trainiert.

Guido van Genechten, der bereits mit dem Buch „Kuckuck, wer bin ich?“ überzeugen konnte, hat hier ganz zauberhafte und äußerst verlockende Angebote geschaffen. Besonders für Kinder ab der 2. Klasse zu empfehlen. Dieses Ferien-Krizelbuch steigert wahrlich die Lust auf Ferien!

Das große Ferien-Kritzelbuch

An wessen Nase sitzt die Brille?

Welcher Wasserhahn ist aufgedreht?

Unterhaltsam, witzig, verlockend! Dieses Ferien-Krizelbuch steigert unweigerlich die Lust auf die Sommerferien!

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Nicholas Harris – Expedition Zeitreise: Die Flagge der Piraten

Expedition Zeitreise

Nele und Finn besuchen mit ihren Eltern ein neues Piratenmuseum. In dieser Ausstellung gibt es viel Wissenswertes zu entdecken. Das beeindruckende Segelschiff mit den unzähligen Räumen, die Waffen und all die unterschiedlichen Flaggen, sind ihre Lieblingsausstellungsstücke. Und als ein Schiffsjunge in altertümlicher Kleidung ihnen einen Rundgang anbietet, nimmt die Expedition Zeitreise ihren Lauf.

Gemeinsam tauchen sie in das echte Piratenleben ein, lernen die Piratengesetzte kennen, besuchen ein finsteres Gefängnis und erleben das Kapern von einem Piratenschiff hautnah mit. Zurück im Museum und noch ganz benommen von so viel Erlebnisreichtum, sind die beiden sich nicht mehr sicher, ob das vielleicht nicht doch ein verrückter Traum gewesen ist.

Diese Abenteuergeschichte integriert Sachwissen in eine fortlaufende Erzählung. In einer kleinen Museumsführung lernen die beiden Protagonisten vieles über das Piratenleben. Die großformatigen Bilder zeigen eine gelungene, detailtreue Darstellung eines Piratenschiffs mit einer kleinen Legende, die all die Fachbegriffe in einer Übersicht zusammenfasst (siehe Bild unten). Die finsteren Kerker, der gefährliche Kampf auf hoher See und das Leben auf einer verlassenen Insel, nach einer erfolglosen Meuterei, sind weitere Stationen auf ihrer Zeitreise. Die eingebauten Klappen in Form von „magischen Türen“ deuten die nächste Station innerhalb der Expedition an und bereiten die Leser auf die folgende geheimnisvolle Begebenheit vor.

Hier wäre sicherlich die Integration des Lebens auf dem Piratenschiff mit all ihren Aufgaben, der Nahrung und typischen Kleidung der Piraten sehr spannend gewesen, um das Thema „Piraten“ wirklich umfassend zu beleuchten.

Expedition Zeitreise

Material

Zwei differenzierte Lesetexte zum Thema „Aus dem Piratenleben – Ernährung“:

Ernährung der Piraten

Ein Museumsbesuch mal anders! Eine Abenteuergeschichte, die Einblicke in das damalige Piratenleben gewährt.

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Lorenz Pauli und Kathrin Schärer – 3 freche Mäuse

3 freche Mäuse

Während Mama Maus ganz schwarz und der Papa ganz weiß ist, sind ihre Kinder gefleckt. Die eine Maus hat ein E auf dem Rücken, die andere ein I und das dritte Kind ein N. So wurden sie auch nach ihrem Buchstaben benannt. Auf ihren Abenteuerreisen entdecken sie so manche Schriftzüge, die sie gekonnt und gewitzt durch ihren eigenen Buchstaben ersetzen. So entsteht aus „Haus zu verkaufen“ schnell „Hans zu verkaufen“ (siehe Bild unten). Sie verändern so Speisekarten, Schilder, Aushänge und können sogar zu dritt ein eigenes Wort erstellen (oder doch zwei?).

In der zweiten Geschichte versuchen Tiere 12 Goldstücke gerecht aufzuteilen. Bei dieser Zählgeschichte geht es um die Mengenaufteilung, das Dividieren und Nicht-austricksen-lassen.

Die Propellerfee hat 10 Wünsche zu vergeben. Doch leider ist ihr Propeller so laut, dass sie aus allen Wünschen etwas ganz anderes herbeizaubert, als die Wunschperson es sich gewünscht hat. Aus Pferd wird Herd, aus Schloss ein Ross. Wie gut, dass das Wunschkind bald den Dreh raus hat und sich was ganz Neues einfallen lässt, um sich bei der Propellerfee Gehör zu verschaffen.

Jedes Pädagogen-Herz wird bei diesem Buch höher schlagen! Mit viel Sprachwitz und -spielerei gelingt es Lorenz Pauli, der mich schon mit „mutig, mutig“ mehr als begeistern konnte, mit einfachen Erzählungen speziell für Leseanfänger das Mitdenken und das antizipierende Lesen zu fördern. Als Leser kommt man nicht umhin bei den Schriftzügen zu überlegen, welche Maus sich an welcher Stelle des Aushangs platziert oder wie die Goldstücke nun doch gerecht verteilt werden. Die Seiten sind spärlich beschriftet und mit großer Schriftart abgedruckt, also perfekt für Leseanfänger zur Selbstlektüre geeignet.

Dem Charme der doppelseitigen Illustrationen von Kathrin Schärer – mit Schwung, Dynamik und verspieltem Bezug zum Text gezeichnet – kann man sich nicht entziehen. Mit vielen Grautönen und gedeckter Farbauswahl, schafft sie es die Kernaussage des Textes gekonnt in Bildern umzusetzen.

Mit diesen Geschichten lässt sich wunderbar in der Praxis arbeiten: mit ausgeschnittenen Buchstaben in Mausform Wörter oder Sätze verändern, unterschiedlich viele Goldstücke an verschiedene Tiere „gerecht“ verteilen oder auch selbst einen Wunschzettel mit 10 Wünschen erstellen. Und vielleicht das passende Reimwort zum Wunsch finden?

3 freche Mäuse

Material

Drei Mäuse stehen zum Ausschneiden und Experimentieren bereit:

3 freche Mäuse_Wortspiele

Einfallsreich, pädagogisch wertvoll und sprachlich verspielt.

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