Edelgard Moers – Sachunterricht mit Erstklässlern

Rezension

Der Sachunterricht mit Erstklässlern ist aufgrund der kaum vorhandenen Schreiberfahrungen oft handlungsorientiert ausgelegt. Auch wenn es in den nächsten Schuljahren ein ganzheitlich beanspruchender, schüleraktiver Unterricht bleibt, so sieht man sich vor einigen Herausforderungen gestellt.

Mit diesem Band erhält man keinesfalls überfrachtete Kopiervorlagen, die nur so vor Handlungsanweisungen strotzen, sondern Schritt-für-Schritt sinnvoll aufgebaute Formate und Themenbereiche. Die Arbeitsblätter sind ansprechend und glücklicherweise reduziert gestaltet. Trotzdem ist genug Raum für „natürliche Differenzierung“ gegeben.

Besonders gelungen ist die Zusammenstellung der Themen, die sich zunächst am  neuen System „Schule“ orientieren. Es geht mit dem neuen Lernort und allen Beteiligten los. Neben der Erkundung des Schulgebäudes, dreht es sich um den Schulweg, die richtige Kleidung in dunklen Jahreszeiten, die Schulregeln und das freundliche und hilfsbereite Miteinander. Sofern die Basis gegeben ist, werden Themenbereiche aus dem kultur- und naturbezogenen Lernen betrachtet: der Apfel, Advent und Weihnachten, Tageszeiten, Wochentage, Monate, Jahreszeiten, die Tulpe, Körperpflege und Hygiene.

Wimmelbilder stehen für vielfältige Einsätze bereit, sei es als Erzählanlass oder zum Ausmalen als Festigungsmöglichkeit. Des Weiteren finden sich hier Mini-Büchlein, Stabpuppen, Brettspiele oder Leporellos wieder. Hilfreich ist die Empfehlung zum Einsatz von Piktogrammen als Arbeitsanweisung. Hier fehlt mir lediglich eine Illustration zum „Einheften“, eine für Kinder oft nicht zu unterschätzende Aufgabe, der reichlich Zeit eingeräumt werden muss. Insgesamt ist eine äußerst hilfreiche Zusammenstellung, die einen hohen Einsatz in der Unterrichtspraxis verspricht, da sie so breit aufgestellt ist.

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Fazit

Nützliches und praxisorientiertes Material zu kindgerechten Themen

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Alex Rühle und Axel Scheffler – Zippel das wirklich wahre Schlossgespenst

Zippel ist ein junges und heiteres Schlossgespenst. Dabei lebt er gar nicht in einer Burg oder einem Schloss, sondern in einem Türschloss bei Paul. Paul ist nämlich ein Schlüsselkind, was so viel bedeutet, dass er tagsüber nach der Schule weitgehend sich selbst überlassen ist, da seine Eltern berufstätig sind.

Und da Paul ganz viel Zeit alleine verbringt, leistet der gesellige Freund ihm nun Gesellschaft. Da Zippel allerdings auch viel Blödsinn im Kopf hat, sind Abenteuer garantiert. Als das Türschloss aufgrund von ungenügenden Sicherheitsstandards ausgetauscht werden soll, droht Zippel sein Zuhause zu verlieren. Auch andere Begebenheiten aus dem familiären Kreis verlangen kreative Lösungsstrategien. Wie gut, dass die beiden sich haben und auch glückliche Zufälle leisten ihren Beitrag…

Rezension

Alex Rühles Debüt ist ein wahrer Glücksgriff  für Vorleser und somit ein großes Leseglück für die ganze Familie. Zippel ist einfach herzerwärmend und lässt sich wunderbar mit verstellter Stimme imitieren. Die Reime tun ihr übrigens und schon kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Schule ist jetzt nicht mehr weit,
heut wird Zippel sehr gescheit.
Lern ich rechnen, schreiben, malen,
kann ich alle hundert Zahlen.
Zippel wird ein Schlaugespenst,
wie du noch kein zweites kennst. (S.75)

Dabei ist es sowohl für Mädchen als auch für Jungen gleichermaßen ansprechend. Auf der Klassenfahrt hingen die Kinder an meinen Lippen, sodass mein Ziel sie möglichst schnell ins Träumeland zu schicken, mit diesem Vorlesebuch verfehlt war. Sehr positiv ist, dass viele Kinder sich mit den Darstellungen zum Thema Eltern, Schule und Freundschaften sicherlich identifizieren werden. Der Rahmen ist zwar sehr alltagsnah, doch Zippel und seine Verrücktheiten erheitern so sehr, dass man dauerschmunzeln muss. In Verbindung mit den fabelhaften Illustrationen von Axel Scheffler, ist es definitiv ein „Gewinnerbuch“ und zwar so sehr, dass ich innigst hoffe, dass weitere Bände folgen werden. Es hat das Zeug zum Klassiker!

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Fazit

Erheiternd und ein Garant für Leseglück!

 

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Anna Linstadt – Blüten und Blätter entdecken und sammeln

Rezension

Das Herbarium-Ringbuch animiert Naturforscher Blätter und Blüten zu entdecken, zu pressen und sie anschließend richtig einzuordnen. Eine kurze Pflanzenkunde führt die Naturforscher in die Pflanzenkunde ein und thematisiert Pflanzengattungen und wissenschaftliche Bezeichnungen. Das richtige Pressen wird ausführlich erklärt und Stolperfallen aufgezeigt.

In dieser Vorlage in Herbarium-Form wird nicht nur Bäumen Platz eingeräumt, sondern auch Gräsern und Wiesenblumen. Pädagogisch wertvoll sind die kurzen Steckbriefe, die die Höhe der Bäume, die Beschreibung der Blattform (gelappt, kurz gestielt, eiförmig, lanzettlich etc.) oder das Aussehen der Rinde darstellen. Neben Fotografien der Bäume sind hier auch  Früchte und Blätter abgebildet. Abgerundet wird die Infoseite mit zusätzlichen spannenden Informationen rund um Sagen oder anderen wissenswerten Belehrungen. Welche Verbindung besteht zwischen der Buche und der Wortherkunft „Buchstabe“? Wie entstand die Redewendung „Vor Eichen sollst du weichen, doch die Buchen musst du suchen“? Bei welchen Beschwerden ist Lindenblütentee hilfreich?

Neben den gewöhnlichen Bäumen und Pflanzenarten, wie z.B. Eiche, Linde, Buche, Ahorn, Birke, Gänseblümchen, Hahnenfuß oder Veilchen, finden sich hier auch Pflanzen wieder, die man in anderen Bestimmungsbüchern für Kinder durchaus suchen muss. So taucht hier erfreulicherweise die Silberweide oder auch die Robinie auf. Auch um die Buschwindröschen zu finden, muss man sich wirklich auf die Suche machen.

Im Glossar wird der Aufbau einer Blüte aufgezeigt, inkl. der Beschriftung der Einzelteile. Auch die Bestandteile von Bäumen werden in einer einfachen Zeichnung verdeutlicht. Vier weitere unbeschriftete Seiten bieten Platz für individuelle Funde. Aufgrund der Ringform passen hier viele Entdeckungen hinein, ohne dass das Buch sich wölbt. Mit einem Gummi wird die Öffnung sicher zusammen gehalten, damit die empfindlichen Blätter nicht beschädigt werden.

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Fazit

Animiert Naturforscher auf Entdeckungsreise zu gehen – beinhaltet wertvolle Informationen

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Gewinnspiel – „Unsere kleine Höhle“

 

Diese gewichtige Botschaft von „Unsere kleine Höhle“ muss in die Welt hinaus, deswegen verlose ich das Buch an die Leser des Blogs „Papillionis liest“!

Wer teilnehmen möchte, schickt mir bitte eine Mail an papillionis(at)hotmail.com
Für die Abwicklung werden vom Teilnehmer folgende Daten benötigt: Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse. Der Teilnehmer ist für die Richtigkeit seiner Angaben verantwortlich.

Am 28. Oktober wird ausgelost. Der Gewinner wird auf FACEBOOK und INSTAGRAM verkündet.

Teilnahmeschluss ist der 27. Oktober 2018 (24:00).

Bitte beachten: Teilnahmeberechtigt sind nur User mit Versandadresse in Deutschland, die mindestens 18 Jahre alt sind. Die GewinnerInnen werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt und via Facebook und Instagram verkündet. Die Daten werden nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram und wird in keiner Weise gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wird der Gewinn nicht innerhalb von sieben (7) Tagen nach der Benkanntgabe angenommen, wird das Recht vorbehalten, den Gewinn anderen Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Céline Claire und Qin Leng – Unsere kleine Höhle

Die Waldbewohner bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor. Sie sammeln emsig Holz und  sehen nach den Vorräten. Als ein Sturm aufzieht und der Wind zu heulen beginnt, tauchen in der Ferne zwei dunkle Gestalten auf. Zwei Eisbären suchen notdürftig eine Unterkunft. Sie bieten Tee zum Teilen an und erhoffen sich am Feuer etwas die Hände zu wärmen.

Misstrauisch schicken die Wildschweine die sonderbaren Neuankömmlinge weiter, denn ihr Feuer ist fast aus. Die Fuchsfamilie mag ihr Essen mit den Unbekannten auch nicht teilen und auch die anderen Tiere drehen ihnen den Rücken zu. Allerdings findet sich mit dem ersten Schnee die Fuchsfamilie als Hilfesuchender wieder und folgt einem hellen Licht. Wird die Eisbärenfamilie ihnen Unterschlupf gewähren?

Rezension

Céline Claire spricht eine immer wiederkehrende Thematik an, die schon fast biblisch angehaucht ist und doch, wie es scheint, immer aktuell bleibt. In diesem Bilderbuch geht es um Nächstenliebe, Großzügigkeit und Güte. In kurzen Sätzen und einer einfachen Sprache wird hier gezeigt, dass auch kleine Gesten eine große Wirkung haben können. Auch wenn die Fuchsfamilie nicht viel Essen hatte, so gab der kleine Fuchs den Eisbären eine kleine Öllampe mit auf den Weg. Wie es der Zufall so will, war genau dieses Licht der Wegweiser ihrer eigenen Rettung, gleich der Redewendung „Was man sät, das wird man ernten.“

Die Illustratorin Qin Leng setzt zarte Pinselstriche und arbeitet mit ineinander fließenden Wasserfarben. Die Farbtöne sind zurückhaltend und stilsicher reduziert. Das Spiel mit Licht und Schatten ist eine kluge und einfühlsame Weise die Botschaft der Geschichte zu unterstreichen. Es lässt sich ein Bezug zu Flüchtlingen ziehen und Menschen, die neu in eine bereits bestehende Gemeinschaft dazustoßen. Auch im Kindergarten oder Grundschule wird es „Neuankömmlinge“ geben. Hier können auch schon junge Kinder lernen, dass auch kleine Gesten, Blicke und Schritte eine große Wirkung haben können.

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Fazit

Einfühlsam geschrieben – mit einer großen Botschaft zum Thema „Miteinander“

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Creative Teaching Press Inc. – 80 Bild-Impulse zu 11 Lebenszyklen

Rezension

Kinder werden ständig mit spannenden Lebens- und Entwicklungszyklen konfrontiert, sei es in der Tier- oder Pflanzenwelt. So erleben sie nicht nur in der Natur ständigen Wandel, sondern entwickeln auch sich selbst und nehmen hier Veränderungen wahr. Zur Verdeutlichung dieses Kreislaufs, der sich vor allen bei Tieren nur sehr schwer beobachten lässt, dienen diese farbigen 80 Bild-Impulse zu den folgenden 11 Lebenszyklen:

  • Marienkäfer
  • Schmetterling
  • Frosch
  • Huhn
  • Bohne
  • Sonnenblume
  • Pferd
  • Ahornbaum
  • Schlange
  • Fisch
  • Kolibri

Die meisten Themen orientieren sich an der kindlichen Lebens- und Interessenswelt und lassen sich sehr gut im Kindergarten oder in der Grundschule aufgreifen. Allen Themen vorangestellt ist eine Übersichtskarte, die die richtige Zuordnung mit Pfeilelementen verdeutlicht. Auf der Rückseite der jeweiligen Abbildungen findet sich eine kurze Beschreibung  der Entwicklungsphase. Zudem gibt es einen grauen Kasten, der die Schlüsselwörter enthält und besonders für DAZ-Kinder hilfreich ist, um den Inhalt in eigenen Worten zu wiederholen oder das Wichtigste auf einen Blick vor Augen zu haben.

Der Einsatz ist fächerübergreifend denkbar und wird wohl die meiste Verwendung im Sachunterricht finden. Auch wenn die Sonnenblume prima im Kunstinterricht bei der Themeneinheit zu Vincent van Goghs „Zwölf Sonnenblumen“ eingebunden werden kann. Denkbar ist es die Karten als Erzähl- oder Schreibimpulse zu nutzen, sie von den Kindern sortieren zu lassen oder als Hilfe für Forscheraufträge freizugeben. Die Fotografien sind klar, detailgetreu, lassen sich eindeutig sortieren und zeigen die wichtigsten Phasen. Der Sachtext ist nicht überfrachtet, gibt die wichtigsten Informationen wieder und bindet sinnvolle Fachbegriffe ein.

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Lohnenswerte Investition für visuelle Lerntypen!

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Bernd Wehren – Post von Pi

 

Rezension

Erst kürzlich sorgten wieder Studien zu Rechtschreibmethoden für Aufsehen. So war eines der zentralen Ergebnisse, dass Schüler, die nach der Fibelmethode lernen, deutlich weniger Rechtschreibfehler machen. Seit Jahren arbeite ich persönlich nach der Silbenmethode und habe bisher kein Lehrwerk kennen gelernt, das auf jedem Kompetenzbereich vollkommen ist. Immer muss man als Lehrkraft zufüttern, sei es im „Lesen“, „Rechtschreiben“ oder „freien Schreiben“.

„Post von Pi“ aus dem Dieck Verlag bietet Geschichten rund um ein Marsmännchen in drei Differenzierungsstufen an. Das Material kann Grundlage für den Buchstabenerwerb oder nach Abschluss eines Buchstabenlehrgangs eingesetzt werden. Beiliegend findet sich eine Anlauttabelle für die Schülerhand, die beim Schreiben helfen soll. Auf jeder Seite ist außerdem ein Vorlesetext abgedruckt, der den roten Faden bildet.

Der Einsatz dieses Materials ist wohl am ehesten in der Wochenplanarbeit bzw. Rechtschreibwerkstatt denkbar. Schulen, die sehr offen arbeiten werden sich über die dreistufige Differenzierung freuen. Auch für Lehrkräfte  ist es eine große Hilfe, um dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder gerecht zu werden. Unglücklich ist jedoch, dass die Lineatur nicht der 1. und auch nicht der 2. Klasse passend gestaltet wurde. Es finden sich einfache Linien wieder, die im 4. Schuljahr angebracht sind. Auch die Gestaltung der Zeichnungen dürfte etwas ansprechender ausfallen. Oft sind hier einfache Strichmännchen anzutreffen. Der Einsatz einzelner Arbeitsblätter ohne die Einbindung der fortlaufenden Geschichte ist nur schwer vorstellbar.

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Fazit

In der Wochenplanarbeit denkbar – attraktivere Umsetzung wünschenswert

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Raman K. Prinja und Chris Wormell – Das Planetarium: Eintritt frei!

Rezension

In goldener, majestätischer Schrift präsentiert sich das überdimensional große Sachbuch zum Thema „Sonnensystem und Planeten“. Die geschwollene Brust hat sich diese Sammlung unglaublich gehaltvoller astronomischer Fakten auch verdient.

Das Planetarium in Buchform lädt zum Eintritt ein und verspricht Entdeckungen unfassbarer Wunder des Universums. Auch hier wird man keinesfalls vom groß angekündigten Versprechen enttäuscht. Mir ist kein anderes Buch zum Thema bekannt, dass so viele Wissenslücken zu schließen vermag – und zwar für Besucher jeden Alters!

Wenn man bedenkt, dass viele Details des Weltalls bisher noch selbst Forschern des Gebiets unbekannt sind, so ist man nicht weniger erstaunt, was Menschen u.a. mithilfe der Entsendung von neuen Sonden und dem Bau riesiger Teleskopen bereits zur Wissenserweiterung gelungen ist. Manche Einzelheiten entziehen sich schon was der Vorstellungskraft und genau hier setzt die Faszination an.

Zunächst wird ein Blick in den Weltraum geworfen, woraufhin das Sonnensystem und die einzelnen Planeten genauer unter die Lupe genommen werden. Neben der Sonne, wird der Nachthimmel als Ganzes und die Sterne mitsamt der schwarzen Löcher bei der intergalaktischen Reise erkundet. Die entlegensten Galaxien werden vorgestellt, wobei die Ausdehnung des Universums schließlich den Museumsgang abrundet.

Man braucht hierbei schon einiges an Vorwissen und eine gehörige Portion an Vorstellungskraft. Den Kindern muss die Idee eines winzigen „Atoms“ zunächst näher gebracht werden, damit sie den Darstellungen folgen können. Somit ist dieses Sachbuch eine Erweiterung für Wissbegierige. Hier ist eine sinnvolle Portionierung wichtig, bestenfalls begleitet von Experimenten, die jegliche Phänomene handlungsorientiert verdeutlichen können. So ist Licht und Strahlung als Vorstufe wichtig, um Streuung zu veranschaulichen, die nicht nur bei Sternen, sondern auch bei der Teleskopie zu Tage tritt.

Was ist ein Virgo-Superhaufen? Schon einmal von der „Laniakea“ gehört? Welche Planeten gehören zu Gestein- und welche zu Gasplaneten? War Ihnen bekannt, dass es auf dem Neptun Diamanten gehagelt hat? Nein? Dann treten sie ruhig ein!

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Fazit

Geballtes Wissen!

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François Lasserre und Anne de Angelis – Das Museum der Insekten

Rezension

Dieses Sachbuch ist aus der Feder eines Insektenforschers, genau genommen eines Entomologen und ist so gar nicht, entgegen der Erwartung, mit Sachwissen überfrachtet. Ganz im Gegenteil, der Autor begegnet den jungen Lesern auf Augenhöhe und wählt gezielt die „Ich-Form“ bei seinen Erzählungen. In leicht verständlicher Sprache animiert er die Kinder sich in der Natur selbst umzuschauen und auf Entdeckung zu gehen.

Hier und da lässt er Auffälligkeiten einstreuen, verzichtet jedoch gänzlich auf Lexikon-Beiträge. Es handelt sich mehr um „Fun Facts“ rund um Insekten. Beeindruckend ist dieses Liebhaberbuch durch die äußerst gut gewählte Typografie und die ästhetische Ausnutzung der freien Flächen. Die Illustratorin weckt mit ihren Zeichnungen das Interesse und vor allem die Skizzen und die unfertigen Zeichnungen sind beeindruckend. Hier werden noch mehr Details sichtbar als man es in einer farblichen Darstellung festzuhalten vermag. Man findet hier „Feuerwanzen“, „Hirschkäfer“, „Stubenfliegen“ aber auch die „Gottesanbeterin“ und staunt über die ein oder andere Fähigkeit dieser Erdbewohner.

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Fazit

Fantastische Illustrationen, mit Witz erzählt.

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Piotr Socha und Wojciech Grajkowski – Bäume

Rezension

„Bäume“ sind für Kinder faszinierend, denn sie sind wahre Verwandlungskünstler und begleiten sie stets bei allen Jahreszeitenwechseln. Im Kindergarten wird bereits mit Kastanien gebastelt und die farbenprächtigen Blätter tauchen nicht zuletzt auch in der Grundschule auf.

Dieses recht außergewöhnliche Werk im Großformat ist eine Offenbarung zum Thema „Bäume“. Die Vielfältigkeit des Einsatzes von Holz, die unterschiedlichen Erscheinungen und Vorkommen, die geschichtliche Bedeutung, der Stellenwert für die Menschheit und das Ökosystem werden in all der Bandbreite aufgegriffen. Der Text ist stets in einer verdichteten Spalte zu finden, eher in kleiner Schrift gehalten und nicht unbedingt übersichtlich. Hier werden zuerst gute Leser animiert sich mit dem Thema zu beschäftigen. Allerdings ist es auch für Jugendliche und Erwachsene definitiv eine Wissensgrube. Das Sachbuch lebt allerdings vordergründig von den Illustrationen. Wunderschöne Tafeln werden hier abgebildet, die hier und da an alte Infotafeln im Museum oder Schulen erinnern.

Inhaltlich wird auf den 80 Seiten umfangreich der gesamte Lebensraum „Baum“ beleuchtet. Die Tarnung der Insekten ist ein Tanz mit der Natur, denn Tiere orientieren sich an der aktuellen Farbe nicht aus Eitelkeit, sondern aus Überlebenswünschen. Die Texte sind nicht staubtrocken, sondern entgegen ihrer Darstellung leicht zu verstehen und dem Inhalt lässt sich insgesamt gut folgen. Hier findet sich Wissen für Experten. Neben der obligatorischen Abbildung von Blättern, bietet dieses Buch Informationen, zu denen Kinder selten Zugang finden. Alleine schon das Kapitel „Wurzeln“ und ihre Ausbreitung in Mangrovenwäldern, lässt den Leser voller Staunen zurück. Auch „Baumhäuser“ versprechen Faszination, genauso wie die Darstellung von „Baumungeheuern“. Den Letzteren begegnen Kinder immer wieder in Medien und lassen sich wunderbar auch im Kunstunterricht aufgreifen.

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Fazit

Ein außergewöhnliches Bilderbuch mit ungewöhnlichen Informationen zum Thema „Wald“ und „Bäume“.

 

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