Alexandra Ferrary – 77 motivierende Unterrichtseinstiege für die Grundschule

77 motivierende Unterrichtseinstiege

Abwechslungsreiche und motivierende Unterrichtseinstiege sind die Visitenkarten eines Lehrers. Dieses Werk gibt Hilfestellungen einem „Einstiegstrott“ zu entkommen oder ihn gar nicht erst entstehen zu lassen.

Mit diesem Buch erhalten Sie eine Menge Ideen für abwechslungsreiche, handlungsorientierte und motivierende Stundeneinstiege, die meist ohne großen Aufwand und leicht durchführbar sind. Dabei finden sich sowohl Stundeneröffnungsrituale, Einstiege in einzelne Stunden als auch Einstiege in einen neuen Themenkomplex oder eine neue Unterrichtseinheit (S. 4).

Um das Werk zu komplementieren finden auch die traditionellen, konservativen Einstiege Erwähnung. Der Ideensammlung wurde ein theoretischer Teil, in dem der Begriff „Unterrichtseinstieg“ definiert wird, vorangestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit lassen sich die Einstiege unter den folgenden Rubriken wiederfinden:

  • Stundeneröffnungsrituale
  • Übungen zum stofflichen Aufwärmen
  • Informierende Einstiege
  • Spielerische Einstiege
  • Problemorientierte Einstiege
  • Objektorientierende Einstiege
  • Kooperative Einstiege
  • Assoziative Einstiege
  • Kreative Einstiege

Neben allbekannten Einstiegen wie Hausaufgabenkontrolle, Begrüßung, Tageskalender oder Lied, werden in diesem Sammelwerk auch fächerspezifische Unterrichtseinstiege erläutert (z.B. Rechenkönig, Freies Spiel, Warmsingen). Besonders hilfreich für die Orientierung und das schnelle Wiederfinden bestimmter Einstiege ist das am Ende des Buches aufgeführte Alphabet-Verzeichnis und die Darstellung der Einstiege in einer Ideenfinder-Tabelle.

Das für mich wohl gelungenste und inspirierendste Kapitel gehört der Hauptkategorie „Objektorientierende Einstiege“ an. Neben einer beispielhaften Darstellung eines Wochenplans, wird auch ein Planungsbogen für die Arbeit im geöffneten Unterricht vorgestellt. Hierdurch wird das selbstbestimmte und selbstorganisierte Lernen gefördert, indem Kinder zu einem Projektthema ganz offen eigene Idee auf einem strukturierten Bogen notieren können, um ihren eigenen Lernprozess zu gestalten. Im Kapitel „Kooperative Einstiege“ finden typische Methoden wie fishbowl, placemat und Kugellager Beachtung.

Positiv hervorzuheben sind die eingefügten Zeichnungen eines Tafelbildes oder die Piktogramme für die unterschiedlichen kooperativen Methoden. Das erleichtert das Verständnis und anhand der Beispiele können die aufgeführten Unterrichtseinstiege besser nachvollzogen werden.

Dieses Buch ist als eine Art Fundgrube zu betrachten, die gerne ab und an zur Hand genommen werden kann, um sich inspirieren zu lassen und einige „neue“ Einstiege in den Unterricht einzubauen.

77 Umotivierende Unterrichtseinstiege

Altbewährte und einige neue Ideen für abwechslungsreiche Unterrichtseinstiege.

bei amazon.de

         

Nicola Davies und Mark Hearld – Mein erstes großes Buch von der Natur

Mein erstes großes Buch von der Natur

Im Frühjahr streckt sich der Löwenzahn der Sonne entgegen und die Vögel bauen eifrig ihre Nester. Im Sommer sammeln die fleißigen Bienen Blütenstaub und der wolkenlose, blaue Himmel lädt zum Staunen und Träumen ein. Während im Herbst nach dem ersten Frost die Spinnennetze glitzern, bereiten sich die Tiere schon bald auf den schläfrigen und trägen Winter vor. Nur um im Frühjahr die Wunder der Natur erneut zum Leben zu erwecken.

Das recht großformatige Sachbuch „Mein erstes großes Buch von der Natur“ gliedert sich nach den vier Jahreszeiten und behandelt die unterschiedlichsten, die für diese Jahreszeit typischen Phänomene in der Natur. Jede Doppelseite wird von einem literarisch anmutenden Text mit vielen sachkundigen Informationen begleitet, der die Wunder der Natur schon fast poetisch darstellt. Es wird auf das „Geräusch des Honigs“, den von Heu verströmten „Duft des Sommers“ oder die „im Wind schwankenden Weizenhalme“ hingewiesen. Praktiker dürfen sich an Tipps zur Aufbewahrung von Samen und der Herstellung vom schmackhaften Vogelfutter erfreuen.

Diesem Sachbuch wohnt ein besonderer Zauber inne. Vorrangig versprüht durch die von Mark Hearld stammenden Illustrationen. Dem schottischen Grafiker ist es gelungen die überwältigende Schönheit der Natur in bahnbrechende Bilder zu bannen. Dieses Buch fesselt. Nach dem allerersten Blick, fällt es schwer dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Es spinnt einen Kokon um den Betrachter und man ist mehr als gewillt in diese bezaubernde Welt einzutauchen. Dabei liegen diese Wunder direkt vor unserer Haustür. Ein wachsamer Blick wird belohnt. Es gibt viel zu entdecken und das beweist uns dieser Schatz eines Sachbuchs.

Diese gedruckten Muscheln und die collagierten Fische in ihrer vollen Farbpracht rauben mir den Atem. In all diesen Tieren und Pflanzen steckt Bewegung, Verwandlung, LEBEN.  Auf dieses Sachbuch warten noch einige Preise, ganz bestimmt!

Mein erstes großes Buch von der Natur

Ein außergewöhnliches Sachbuch, das wie ein Sog wirkt.

bei amazon.de

Heidi Trpak und Laura Momo Aufderhaar – Gerda Gelse

Gerda Gelse

Gerda Gelse ist eine Stechmücke und weiht uns hochpersönlich in das Leben einer Gelse (österreichisch für Mücke) ein. Aus der Ich-Erzähl-Perspektive erfahren wir wie alt eine Mücke werden kann, wie viel sie wiegt, wovon sie sich ernährt, wie die Paarung und die anschließende Eierablage aussieht und wer ihre Feinde sind.

Auf dem mitgelieferten Plakat wird die Technik des Pflanzendrucks Schritt-für-Schritt erläutert. Die im Buch enthaltenen Illustrationen wurden schließlich mit echten Pflanzen und Blättern abgedruckt. Der Abdruck einer Ahornfrucht kann somit zum grazilen Körper einer Stechmücke oder zu ihren Flügeln werden. Wer es selbst ausprobieren möchte, hat hier eine sehr anschauliche Anleitung …

Ein wahrliches Bücherliebhaber-Exemplar liegt hier vor. Die von der Kindergartenpädagogin präsentierten Informationen über ein ganz und gar nicht lästiges Insekt, sondern eine schon fast symphatische Gelse, sind leicht verständlich und mit kindgerechten Vergleichen geschmückt. So sehen wir nicht nur die Popos von Larven, wie sie aus dem Wasser ragen, sondern auch eine witzige Zeichnung eines Kindes, wie es dasselbe ausprobiert.

Die außergewöhnlichen Illustrationen in der Technik des Pflanzendrucks und die sehr zurückhaltenden, vorrangig in Blau- und Grüntönen gehaltenen Farbflächen geben den winzigen Protagonisten viel Freiraum und Präsentierfläche. Auf dem Vorsatzpapier wurden liebevoll die unterschiedlichsten Bezeichnungen für eine Gelse in 35 Sprachen gesammelt. Hier ist es ganz spannend Ähnlichkeiten und Abwandlungen zu entdecken.

Liebevoller hätte man ein Sachbilderbuch mit allgemeinen Weisheiten über Stechmücken nicht gestalten können. Und so formuliert auch Gerda Gelse ihr Schlusswort in einer Liebeserklärung:

Denn ihr Menschen und wir sind ein super Team! Ich liebe euch alle!

Gerda Gelse

Material

Zur Unterrichtseinheit „Insekten“ kann dieses Sachbilderbuch eine Sternchen-Station darstellen, indem nach dem aufmerksamen Lesen das dazu passende Arbeitsblatt bearbeitet werden soll. Hier in Form eines Steckbriefs über eine Stechmücke:

Steckbrief_Stechmücke

Dieses Sachbilderbuch besticht durch außergewöhnliche Illustrationen und kindgerechte Sachinformationen.

bei amazon.de

Julia Kamps und Andrea Muschkowski – Der Sprache auf der Spur • individuell und kooperativ

Der Sprache auf der Spur - individuell und kooperativ

Die Grammatikkartei Der Sprache auf der Spur aus dem Finken-Verlag bietet ein Angebot zum handelnden Umgang mit der Sprache an. Die Karteikarten richten sie an Kinder ab dem 3. Schuljahr.

Konzept:
Die Kinder
gehen mit der Sprache zunächst intuitiv um, betrachten sie daraufhin bewusst und wenden sie spielerisch an. In den einzelnen Themenbereichen (Nomen/Substantive; Verben; Adjektive; Wortarten; Sätze; Satzglieder; Sprachspiele) soll das sprachliche Wissen durch individuelle und aber auch kooperative Entdeckungen erworben werden.

Inhalt:
Die Kartei setzt sich aus insgesamt 105 Aufgabenkarten zu den in den Bildungsstandards verankerten Lernbereichen „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ zusammen. Hier sind alle grammatischen Phänomene, die in der Grundschule behandelt werden, aufgeführt. Zu jeder Aufgabenkarte wird in einem Lösungsheft das richtige Ergebnis präsentiert. Das Begleitheft beinhaltet eine CD. Hier stehen dem Nutzer Selbsteinschätzungsbögen, ein Lerner-Mini mit der dazugehörigen Faltanleitung, Tippkarten und Placemat-Vorlagen im PDF-Format zum Ausdrucken bereit. Des Weiteren werden für die Schülerhand 3 Folientaschen mit den dazugehörigen Folienstiften geliefert.

Aufbau:
Der Aufbau der Karteikarten beachtet die aufeinanderfolgenden Bereiche „Wort, Satz, Text“, sodass die Schüler zunächst die Wortgrammatik in den Blick nehmen, bevor sich die Satzgrammatik anschließt. Durch die klare Ordnung haben Kinder die Möglichkeit sich individuell ein Phänomen auszusuchen und interessengeleitet daran zu arbeiten. Durch eine gezielte Selbstreflexion, dank der Selbsteinschätzungsbögen, setzen sich Kinder gezielt mit grammatischen Mustern und Strukturen auseinander. In vielen Aufgabenstellungen ist die kooperative Lernform eingeschlossen. In kleinen Lerngruppen kann somit ein Austausch über sprachliche Entdeckungen stattfinden. Die Arbeitsaufträge sind so gestaltet, dass sie im Heft oder aber auch mithilfe einer Folientasche direkt auf der Karte bearbeitet werden können.

Einsatz:
Die Aufgabenkarten können differenziert eingesetzt werden. Eine Möglichkeit ist, dass die Lehrkraft gemäß den unterschiedlichen Förderschwerpunkten, den Kindern eine festgelegte Reihenfolge und/ oder auch gezielte Karten empfiehlt. Eine zweite Möglichkeit ist, dass sich die Kinder nach eigenen Interessen die Karten aussuchen. Die Lehrkraft kann aber auch bestimmte Karten für den Einsatz im Förderunterricht auswählen.

Das Besondere an dieser Kartei ist die für den Finken-Verlag typische, sehr ansprechende Gestaltung des Unterrichtsmaterials. Auch hier sind die Karteikarten sehr übersichtlich, strukturiert, farblich sortiert zusammen gestellt, sodass die Kinder sich ohne viel Mühe zurecht finden können. Auch die bunten Zeichnungen sind sehr reizvoll and „catchy“. Zur Vertiefung der Thematik „Adjektive“ habe ich für den Förderunterricht eine Karteikarte herausgesucht, die sich auf die spielerische Anwendung der meist trockenen grammatischen Phänomene konzentriert. Es sollte ein Werbeplakat mit möglichst vielen Adjektiven gestaltet werden. Als Produktvorschlag wurde eine „Ferienverlängerungsmaschine“, ein „Hausaufgabenroboter“ und eine „Zimmeraufräummaschine“ präsentiert. Meine Schüler waren nach dieser zeichnerischen Darbietung „Feuer und Flamme“ und wollten natürlich ihre ganz eigene Version dieses Produkts entwickeln und integrierten so ganz nebenbei auf spielerische Art und Weise eine Unmenge an Adjektiven.

Grammatikkartei - Adjektive

Dieses Beispiel zeigt wie kindgerecht, motivierend und handlungsorientiert dieses Material ist. Des Weiteren sind die Tippkarten positiv hervorzuheben. Kategorisiert nach den jeweiligen Lernbereichen, können Kinder sich ganz selbstständig Tipps bei Unsicherheiten oder Fragen holen. Der Lernbereich „Sprachspiele“ wurde bisher mit sehr großer Beliebtheit bearbeitet. Die kooperativen Arbeitsaufträge kommen mir sehr entgegen, da ich im Förderunterricht nach dem Lerntandem-System arbeite, sodass lernschwächere und leistungsstärkere Kinder zusammen arbeiten und voneinander lernen können.

Es wäre wünschenswert die Selbsteinschätzungsbögen im Word-Format vorliegen zu haben, um noch nicht behandelte Punkte entfernen zu können und die Vorlage der Lerngruppe anzupassen. Ansonsten bin ich von der Grammatikkartei hellauf begeistert und freue mich auf viele weitere motivierende und entdeckende Aufgabenformate in Verbindung mit leuchtenden Kinderaugen!

Der Sprache auf der Spur

Eine lohnende Investition für alle, die den handelnden und entdeckenden Umgang mit dem Lernbereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ schätzen.

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Karsten Koll und Jürgen Rudolph – Wenn es mit Schülern, Eltern und Kollegen mal schwierig wird

Wenn es mit Schüler, Eltern und Kollegen mal schwierig wird

Wir  wissen, dass Lehrer in ihrem Berufsalltag oft hartem Wind ausgesetzt sind und nicht selten ganz allein auf der „Brücke“ stehen. Dann steht oft die Frage, wie ich die Segel setzen muss, damit ich mein Ziel erreiche – und das möglichst entspannt, ohne Kraftverschwendung und zum Wohle aller, auch zu meinem Wohl (S. 6).

Wie dieser Ausschnitt aus dem Vorwort so bildlich beschreibt, sind Lehrer in der Tat vielfältigen Anforderungen im Schulalltag ausgesetzt. Sie werden mit zahlreichen Konflikten konfrontiert und müssen das soziale, erfüllende und konstruktive Miteinander stets im Auge behalten.

Dieser Ratgeber zeigt 50 realistische Fallbeispiele auf und bietet für die Klassen 1- 10 exemplarische Lösungsvorschläge. Dabei finden wiederkehrende Konfliktfälle nicht nur mit Schülern, sondern auch mit Eltern und Kollegen Erwähnung. Das letzte Kapitel konzentriert sich auf die Kooperation mit uns selbst.

Jedes Fallbeispiel beginnt mit einer kurzen Beschreibung des Problems. Es folgen einige Überlegungen zu den Gründen des jeweiligen Verhaltens und werden mit der Überschrift „Das könnten Sie tun“ abgerundet. Hierbei werden dem Leser konkrete Fragenformulierungen an die Hand gegeben, von denen ausgegangen wird, dass sie für den Fall nützlich sein könnten.

Auf die Konflikte im Lehrerleben wird man im Referendariat meist unzureichend vorbereitet, umso harter trifft einen der eisige Wind im Schulalltag, um bei der bildlichen Sprache der Autoren zu bleiben.

Die Auswahl der Fallbeispiele ist sehr gelungen und durchaus realitätsnah. In der nicht allzu langen Zeit als Vollzeitlehrerin habe ich sicherlich 75% der beschriebenen Problematiken selbst erlebt. Den größten Teil der Schwierigkeiten nehmen die Schüler für sich in Anspruch, so orientiert sich auch das Buch, den Umfang betrachtend, vordergründig an Problemen mit einzelnen Schülern. Hier geht es um Fallbeispiele rund um Interessensverlust, Respektlosigkeit, Verweigerung der Beteiligung, gelegentliche Hausaufgabenerledigungen, Mobbing, Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten etc.

Im darauffolgenden Kapitel „Wenn es mit Eltern mal schwierig wird“ werden Problematik wie „aufdringliches und häufiges Anrufen“, „Streitigkeiten getrennter Eltern“, „Verdacht auf Misshandlung“, „Nicht-Einverständnis mit einer Zensur“ oder „Klagen über das langsame Vorgehen im Vergleich zur Parallelklasse“ behandelt. Innerhalb des Kollegiums gibt es aber auch oft Unstimmigkeiten, wie z.B. die Bevorzugung einiger Lehrer von der Schulleitung, das Reden hinter dem Rücken oder aber auch das „Nicht-Leiten“ der Schulleitung.

Besonders wichtig finde ich persönlich das oft vernachlässigte Themengebiet „Lehrergesundheit“. Als Lehrer nimmt man sehr viel aus dem Schulalltag nach Hause. Da fällt es vielen schwer vollständig abzuschalten und so animiert das letzte Kapitel zur Reflexion in Bezug auf „Feierabend“, „Danken“, „Sich-Gutes-tun“ oder auch „Freizeit gestalten“.

Mithilfe der exemplarischen Lösungsstrategien können zur Eigenreflexion Sichtweisen herangezogen werden, die man vorher vielleicht gar nicht bedacht hat. Außerdem kann man in ein evtl. belastendes Gespräch etwas besser vorbereitet gehen und womöglich auch mehr Selbstsicherheit ausstrahlen, weil man sich mit der Problematik eingehender befasst hat. Ich finde dieses Sammelsurium an Fallbeispielen sehr durchdacht. Es wäre zusätzlich noch wünschenswert gewesen etwas Konkretes an die Hand zu bekommen, wie z.B. Transparenzpunkte zur Strukturierung eines Elterngespräches, Fragebögen zum Arbeitsklima oder Formulare zur eigenen Einschätzung eines Elterngespräches bzw. Festhalten von Zielvereinbarungen etc.

Wenn es mit Schülern, Eltern und Kollegen mal schwierig wird

Material

Als zusätzliches Material habe ich eine exemplarische Sammlung an möglichen Transparenzpunkten zur Strukturierung eines Elterngespräches erstellt. Hierbei kann sich die Lehrkraft die jeweiligen Punkte für Elterngespräche herauspicken, um den Ablauf des Gespräches zu visualisieren.

Elterngespräch

Ein Ratgeber mit vielen interessanten und reflexionsanregenden Gedankengängen und Fragenformulierungen.

bei amazon.de

Jonathan London – Froggy’s Halloween

Jonathan London - Froggy's Halloween

Froggy ist ganz aufgeregt. Schließlich ist bald Halloween! Völlig ratlos, als was er sich verkleiden soll, stellt er sich die unterschiedlichsten Kostümierungen vor, u.a. superfrog, ghost oder doch lieber vampire? Auch in der Schule kann sich Froggy kaum auf den Unterricht konzentrieren, ihm schweben weitere Halloweenkostüme vor: football player, comboy, zombie?

Die Eingebung kommt recht bald und so stolziert Froggy überglücklich auf der „Halloween parade“. Doch nicht nur er findet sein Kostüm äußerst gelungen, auch Frogilina hat ein Auge auf ihn geworfen…

Ich habe für den Englischunterricht in einer dritten Klasse, ein Bilderbuch gesucht, das die unterschiedlichen Kostümierungen thematisiert. Bei Froggy’s Halloween bin ich fündig geworden, obwohl ich es sehr schade finde, dass man nicht durchgehend an dem ursprünglich gruselig-angehauchten Charakter von Halloween festhält.

Der Originaltext wurde von mir umgeändert, vereinfacht und meiner Lerngruppe angepasst. Mir war es besonders wichtig sich wiederholende Satzstrukturen im Text zu haben. So haben die Kinder die wiederkehrende Frage von Froggy „What shall I dress up as for Halloween?“, sowie „No. It’s not spooky enough.“ stets mitgesprochen.

Die „kleine Liebesgeschichte“ hat leider etwas von der Halloween parade abgelenkt und in meiner Lerngruppe keinen großen Anklang gefunden. Das Ende der Geschichte konnte dafür etwas von der vorherigen Enttäuschung wettmachen. Damit konnten sich dann alle identifizieren und der besondere Witz ist bei allen angekommen.

Ebenfalls schön ist der integrierte „trick or treat“-Reim, den meine Kinder schon vorher kannten und somit durch eine äußerst amüsante Zeile erweitern konnten.

Froggy's Halloween

Material

Als post-activity sollten die Kinder sich eine eigene Kostümierung ausdenken, malen und mit den im Plenum gesammelten Satzanfängen „I’m wearing …“, „I’ve got …“ „My … is/are …“, „I can…“ einem Partner beschreiben.

Halloween costume

Für den thematischen Fokus rund um Halloween-Kostüme durchaus für den unterrichtlichen Einsatz geeignet, allerdings mit einigen Einbüßen in der inhaltlichen Ausgestaltung.

bei amazon.de

Harriet Russell – Unmöglich?!

Harriet Russell - Unmöglich?!

Rezension

Wenn die Zeit rückwärts liefe, was würde aus Schmetterlingen werden? Und aus gegessenen Äpfeln?  Aus Fröschen? Unendlichkeit ist etwas, das kein Ende hat, so wie die Zahl 8 oder eine Schwimmbrille. Wenn eine blaue Schüssel rot ist, welche Farbe hat sie dann?

In diesem Buch für Querdenker sind ein paar unmögliche und möglicherweise alberne Fragen zusammen getragen. Viele Rätsel funktionieren ausschließlich mit den dazugehörigen Illustrationen. Hier wird die Kunst des Denkens angeregt und die Kinder herausgefordert über das Mögliche hinaus zu sinnieren und sich mit den merkwürdigsten Fragen zu beschäftigen.   Eigenständige, originelle und kluge Köpfe haben hier die Gelegenheit zu kleinen Philosophen und Problemlösern heranzuwachsen.

„Ein brennendes Eis“ – Das Titelbild spiegelt die Grundidee dieses Buches über das Unmögliche sehr gut wider. Hier treffen Gegensätze aufeinander und bringen die Leser in Versuchung weiterzudenken, zu spinnen, zu philosophieren. Nicht alle Denkanregungen sind schlüssig, logisch oder tiefsinnig. Zu vielen Fragen gibt es keine eindeutige Antwort. Doch darum geht es auch nicht.  Bei diesem Buch raucht das Gehirn.

Die Illustrationen sind genauso frech, verschmitzt und spitzbübisch, wie der dazugehörige Text. Es macht Spaß den verlorenen Handschuh im Herbstlaub zu suchen, nur um etwas später feststellen zu können, dass es ihn dort gar nicht gibt, sonst wäre er ja nicht verloren.

Blick ins Buch

Harriet Russell - Unmöglich?!

Die unsichtbare Klapperschlage ist hier.
Was soll das heißen, du kannst sie nicht sehen?
Natürlich nicht – schließlich ist sie unsichtbar.

Fazit

Dieses Buch bringt uns in Versuchung anders zu sehen, zu gehen, zu fühlen. Es eröffnet neue Perspektiven und unkonventionelle Betrachtungsweisen.

bei amazon.de

Steve Cox – Bist du das, Monster?

Steve Cox - Bist du das, Monster

Ben und seine kleine Schwester freuen sich gemeinsam mit ihren Freunden ein nächtliches Zeltlager im eigenen Garten aufbauen zu dürfen. Doch was, wenn sich hinter den dunklen Büschen ein Monster versteckt? Die Kinder beschließen ihre nähere Umgebung vor dem Einschlafen erst einmal zu erkunden. Sie begeben sich in die Garage und glauben im Autohänger die Spucke vom Monster entdeckt zu haben, als sich herausstellt, dass es bloß Papas Malerfarbe ist.  Auch das angebliche Fell des Monsters entpuppt sich lediglich als ein kuscheliges Kaninchen. Spielt die Fantasie der Kinder ihnen einen Streich oder werden sie tatsächlich ein Monster antreffen?

Das Bilderbuch ist ein privilegiertes Medium für wirkungsvolle Inszenierungen psychischer Phänomene und Prozesse. Es spricht eine doppelte Sprache – die grafische und die literarische.

In diesem Bilderbuch wird die Erfahrung von Angst, die zu unserem natürlichen menschlichen Dasein gehört, thematisiert. Die kleinen Protagonisten werden angehalten, nicht ängstlich zu sein, sondern vielmehr forsch und mutig das Leben und somit ihre Unsicherheiten anzupacken. Dem Tastsinn wird in diesem Buch eine große Bedeutung zugeschrieben. Hinter fünf hervorstehenden Klappen verbergen sich mit Noppen versehenes Plastik, Klebepapier, Moosgummi etc. Durch das Befühlen sind die Kinder gezwungen zu beschreiben, wie sich das verborgene Material anfühlt. Gleichzeitig stellen sie Vermutungen auf, welcher Teil des Monsters es womöglich sein mag.

Glücklicherweise schaut das Pop-up Monster auf der letzten Seite nicht so gruselig drein, wie sein Vorgänger, der Wolf. Die rosafarbene Latzhose und der Lidschatten haben beinahe etwas Niedliches an sich, weshalb der Junge rechts eher neugierig auf das Monster zu blicken scheint.

Dieses Bilderbuch bietet einen tollen Gesprächsanlass für jüngere Kinder. Ich habe dieses Bilderbuch im ersten Schuljahr, in einer Förderstunde mit 5-Jährigen, zur Förderung der mündlichen Sprachhandlung eingesetzt. Durch die nicht einsehbaren Klappen sind die Kinder gezwungen zu beschreiben, wie sich das Befühlte anfühlt. Gleichzeitig werden sie angehalten nach den passenden Adjektiven zu suchen, weiterzudenken und Vermutungen anzustellen. Somit haben wir zusätzlich den Wortschatz in Bezug auf „Adjektive“ ganz spielerisch und am Kind orientiert erweitert.

Steve Cox - Bist du das, Monster?

Spannendes Bilderbuch, das sich hervorragend zur Förderung der mündlichen Sprachhandlung eignet.

 

bei amazon.de

Anton Poitier und Sophia Touliatou – KrokoNil und ZebraFant

KrokoNil und ZebraFant

In diesem bunten Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, verstecken sich insgesamt 4 Tiere. Mit einem lustigen Reim stellen sie sich vor, nennen ihre besonderen Eigenschaften und was sie als Tier ausmacht. Nun gilt es hinter den folgenden vier Lamellen-Klappen, durch die der Leser lediglich ein Augenpaar sieht, das richtige Tier auszumachen.  Das Suchsel wird stets durch die wiederkehrende Fragestellung „Ist (der Elefant) hier?“ eingeleitet.

Auf der letzten Seite wird der Leser zum erneuten Lesen mithilfe einer herausfordernden Frage animiert. Hier ist nun die Merkfähigkeit der Kleinen gefragt. Welche vier Tiere hatten sich noch einmal beim Löwen nebeneinander versteckt? Auch das Zählvermögen wird trainiert und die Kinder dazu angeregt die Gesamtzahl der im Buch abgebildeten Tiere zu nennen.

Dieses Bilderbuch erinnert mich von der Aufmachung sehr stark an „Kuckuck, wen bin ich?“ von Guido van Genechten. Auch hier werden Klappen integriert, die bei Kindern das Äußern von Vermutungen anstreben. Sehr bald werden die Kinder schlussfolgern können, dass das richtige Tier sich natürlich hinter der letzten Klappe verbirgt. Aber auch das ist eine Erkenntnis, die bei Kleinkindern eine große Denkleistung voraussetzt.

Ganz nebenbei wird die Behaltensleistung trainiert, indem die Kinder sich die Tiere merken sollen. Auch das Sprachgefühl wird durch die Reime erweitert und die Kinder anhand der sehr einfachen Phrasen zum Mitsprechen motiviert. Die sehr aufmerksamen Betrachter entdecken sicherlich schon bald den winzigen Vogel, der durch das Bilderbuch führt und mal hier, mal da auftaucht.

Positiv anzumerken ist außerdem die Einbindung von einigen nicht ganz so bekannten Tieren, wie z.B. dem Gnu oder dem Tukan. So kann auch der Wortschatz und das Weltwissen extendiert und evtl. vertieft  werden:  Wo leben diese Tiere? Was fressen sie? etc.

Lediglich der Buchtitel hat mich etwas verwirrt. Anhand der Bezeichnungen „KrokoNil“ und „ZebraFant“ könnte man fäschlicherweise mutmaßen, dass sich das Buch auf Wortverschmelzungen und Sprachspiele konzentriert.

KrokoNil und ZebraFant

Der Löwe hier hat scharfe Zähne.

Er schüttelt seine Zottelmähne.

Sein Blick ist ernst, doch insgeheim

mag er auch mal albern sein.

Ein Bilderbuch zum Suchen, Anstellen von Vermutungen, Mitsprechen, Zählen, Erinnern, Merken und Spaß haben!

bei amazon.de

Ingrid & Dieter Schubert – Oben oder unten?

Oben oder unten?-  Schubert

In diesem Tierreich geht es ganz schön turbulent zu. Wer ist oben und wer ist unten? Wer ist klein und wer ist groß? Wer ist fröhlich und wer ist traurig? Wer ist frech und wer ist lieb? Dieses kunterbunte Wimmelbuch ist reichlich versehen mit lustigen Tieren zum Suchen und Entdecken. Begleitet wird jede Doppelseite von einer Fragestellung, die das Thema „gegensätzliche Adjektive“ genauer beleuchtet.

In diesem liebevollen und farbenfrohen Universum ist eine Menge Raum zum Betrachten, Beschreiben und Entdecken. Dies ist kein Buch für ebenmal zwischendurch. Es braucht Zeit, um sich die Einzelheiten genau anschauen zu können und vor allem zu verbalisieren. Trotz oder vielleicht auch wegen des sparsamen Textes, lebt dieses Wimmelbuch von Kommunikation.

Die einzelnen Strukturelemente sind so eingesetzt, dass der Betrachter jegliche Ordnung und Orientierung verliert. Hier treffen reale und irreale Dinge aufeinander. Ein Pelikan fliegt kopfüber, während sich ein Frosch an seinen Beinen festhält. Ein Krokodil trauert um einen verstorbenen Artgenossen und gleich nebenan freut sich ein Eichhörnchen über eine Haselnuss.  Hier dominieren die Gegensätze, sodass  die Lebenswirklichkeit von Kindern und ihre Fantasie nebeneinander stehen und miteinander verschmelzen.

Oben oder unten? - Dieter Schubert

Material

Dieses Bilderbuch kann wunderbar im Förderunterricht oder zum Thema „gegensätzliche Adjektive“ eingesetzt werden. Mit diesem Wimmelbuch lässt sich der Wortschatz von Kindern spielerisch erweitern.

Nach dem gemeinsamen Beschreiben, kann dieses AB zur Festigung von Gegensätzen eingesetzt werden:

Bild_Gegensätze

Außergewöhnlich gelungene Illustrationen, die nicht viel Text brauchen.

bei amazon.de