Kai Pannen – Trautes Heim, Glück allein

Trautes Heim, Glück allein ist mehr als nur ein unterhaltsames Kinderbuch. Es ist eine kluge und warmherzige Geschichte über das Zusammenleben von Mensch und Natur, über Rücksicht, Vielfalt – und darüber, dass ein bisschen „Unordnung“ manchmal das Beste ist, was einem Garten und seinen Bewohnern passieren kann.

Im Mittelpunkt steht eine bunte Gemeinschaft von Insekten, die ein scheinbar idyllisches Leben in einer Buchenhecke führen – bis der Mensch eingreift. Der Rasen muss „perfekt“ sein, alles wird ordentlich gestutzt, Unkraut beseitigt, Laubhaufen entsorgt. Was für viele Menschen nach gepflegtem Garten klingt, bedeutet für die Insektenwelt: Lebensraumverlust, Stress und Gefahr. So leidet auch das Bienenvolk und insbesondere der pummelige Bienen-Drohne, der sich bei Bisy und Heinz eingenistet hat und sich herrisch verhält.

Pannen gelingt es auf unterhaltsame Weise, das Thema Umwelt- und Artenvielfalt in eine kindgerechte Handlung zu verpacken. Die übertriebene Ordnungsliebe und das zwanghafte Rasenmähen werden nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit viel Witz und aus Sicht der betroffenen Tiere geschildert. Dadurch wird klar: Was für uns Menschen „Ordnung“ bedeutet, kann für viele kleine Lebewesen den Verlust ihres Zuhauses bedeuten. Gerade in Zeiten des Insektensterbens und der Diskussion um Naturgärten statt Steingärten ist das Buch ein wertvoller Beitrag zur frühen Umweltbildung. Kinder lernen, dass Vielfalt, Wildwuchs und Unordnung in der Natur nicht nur erlaubt, sondern notwendig sind.

Kai Pannens Sprache ist bildhaft, humorvoll und zugleich feinfühlig. Die Dialoge sind lebendig, die Figuren charmant gezeichnet – man fiebert mit, lacht mit und erkennt dabei ganz nebenbei gesellschaftliche Strukturen wieder. Die Illustrationen sind detailreich und liebevoll gestaltet und runden das Lese- und Vorleseerlebnis wunderbar ab.

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Alice Hemming und Nicola Slater – Der Sonnendieb

Im Herbst bemerkt das kleine, schlaue Eichhörnchen, dass sich etwas verändert: Die Sonne scheint jeden Tag ein bisschen weniger. Es wird dunkler und kälter. Das Eichhörnchen ist sich sicher: Jemand stiehlt die Sonne!


Sofort beginnt es, den vermeintlichen Sonnendieb zu entlarven. Misstrauisch beobachtet es seine Waldmitbewohner, besonders die Fledermaus. Doch am Ende erkennt das Eichhörnchen: Niemand hat die Sonne gestohlen – der Wechsel der Jahreszeiten ist ganz natürlich. Das Buch endet mit einem humorvollen Aha-Moment, der zeigt, dass nicht alles, was anders ist, gleich bedrohlich sein muss.

Das Buch ist ein wunderbarer Einstieg, um mit Kindern über den Herbst, den Lauf der Sonne, und den Wechsel der Jahreszeiten zu sprechen. Es erklärt kindgerecht, warum die Tage kürzer werden – eingebettet in eine humorvolle Detektivgeschichte. Das Eichhörnchen interpretiert die Veränderungen zunächst falsch – es glaubt an einen Diebstahl und verdächtigt andere Tiere. Diese kindlich-logische Fehleinschätzung lädt zum Nachdenken ein:

  • Wie entstehen falsche Vermutungen?
  • Warum ist es wichtig, Dinge genau zu beobachten, bevor man urteilt?
    So werden kritisches Denken, Wahrnehmungsschulung und Toleranz gefördert.

Das Verhalten des Eichhörnchens regt Gespräche über Missverständnisse, Vorurteile und den Umgang mit anderen an. Kinder können überlegen, wie man freundlich mit Irrtümern umgeht oder wie man sich fühlt, wenn man fälschlich beschuldigt wird.

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Elise Gravel – Pilzparade

Anstelle von Lamellen hat der Pfifferling lauter kleiner Falten, wie die Gesichtsfalten deiner Großeltern.

Pilze sammeln ist wie eine von der Natur organisierte Schatzsuche. Und was es da alles zu entdecken gibt! Elise Gravel taucht in diesem Sachbilderbuch den Wald in ein modern illustriertes Gewand. Die Farbpalette gibt eine große Bandbreite an Braun- und Grüntönen, die vom Waldboden in Ocker bis hin zu dattelbraunen Baumstämmen reichen. Diese konkurrieren gekonnt mit weinroten Färbungen der Herbstblätter und dem satten Tannengrün der Nadelbäume. Die Protagonisten schauen den Leser eindringlich mit ihren weit aufgerissenen Augen an. Hier ist Leben!

Dieses ganz besondere Reich der ganz beschirmten Wesen, die weder Tiere noch Pflanzen sind, zu erkunden ist wahnsinnig spannend. Die omnipräsente Begeisterung der Autorin schwappt gleich über. Die Sachinformationen werden keineswegs trocken präsentiert und aneinander gereiht, sondern fügen sich in eine amüsante Erzählung ein. Neben der Darstellung der Bestandteile und der Bedeutung der Sporen, geht es sogleich an die verschiedenen Pilzarten, von denen es unzählige gibt. Gemeinerweise passen sie sich immer der Umwelt an und haben viele Doppelgänger, die nicht alle essbar sind und gar äußerst giftig daherkommen.

Und als wäre es nicht genug, lädt die Autorin zum Waldspaziergang, bei dem möglichst alle Sinne eingeschlossen werden sollen, ein. Wie wäre es, sich auf die Suche nach einem weißen Golfball zu machen? Wenn du Glück hast, findest du den Stäubling. Wenn man drauftritt, stößt er eine Staubwolke aus und klingt wie ein Pups. Dieser Sorte hilft das Zertreten zur Vermehrung. Grundsätzlich sollte die Natur, besonders im Wald, geachtet werden. Schließlich sind wir dort Gäste…auf Schatzsuche!

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Carl Wilkinson und Grace Helmer – Wunder der Natur

Hast du dich schon einmal gefragt, warum ein Stein, geworfen in einem bestimmten Winkel und mit einer gewissen Kraft, über das Wasser hüpft? Bestimmte Phänomene in der Natur werden zwar von Kindern beobachtet, können aber noch nicht gänzlich verstanden und erklärt werden.

Das Sachbilderbuch „Wunder der Natur“ hat einige erstaunliche Themen zum Entdecken und Verstehen zusammengetragen. Auf jeder Doppelseite wird einer erstaunlichen Entdeckung nachgegangen. Mithilfe der Bebilderung und den kurzen Texten kommt man dem Verstehen etwas näher.

Viel wichtiger ist jedoch, dass der Blick geschärft wird, die Umwelt etwas genauer zu betrachten und weiter Fragen zu stellen. Genau das schafft dieses Buch! Es regt dazu an, sich mit gewissen Themen noch ausführlicher auseinander zu setzen, zu recherchieren, zu forschen, zu entdecken. Vor allem beim Zweig „Begabtenförderung“ können hier einige Aspekte für Kinder mit ausgeprägtem Forscherdrang an die Hand gegeben werden, um ihre Freude am Lernen aufrecht zu erhalten. Je nach Sachunterrichtsthema können diese Naturphänomene als freiwilliges Referat angeboten werden. Da werden sicherlich einige Kinder mit großem Wissensdurst sich freuen.

Die Themen sind recht breitgefächert. Es geht um Polarlichter und das besondere Flackern am Himmel, um den Feenring auf einer Wiese, das Wunder der Fotosynthese, die Wanderung der Sanddünen, Vulkanausbrüche oder auch den Geysir. Der Fokus liegt auf physikalischen, biologischen und chemischen Vorgängen und Kreisläufen, sodass es eher für Dritt- und Viertklässler zu empfehlen ist. Zum Stöbern in der Leseecke ist es ein großer Gewinn.

Es gibt so viel zu entdecken! Dieses Sachbilderbuch regt an, sich mit vielfältigen Randthemen eingehender auseinander zu setzen.

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Nicola Davies und Laura Carlin – Ein Baum ist ein Anfang

„Der Baum ist ein Anfang“ fordert zum Aktivismus und raus aus der Passivität heraus. In zarten, lückenhaften Ölkreidestrichen skizziert, sitzt die Protagonistin zusammengekauert auf dem Boden. Vor ihr liegen fünf grüne Eicheln. Sie machen den Anfang.

In einer urbanen Umgebung, voll mit Hochhäusern und Fabriken, durch die die Sonnenstrahlen den Boden kaum berühren, spaziert ein grauer Schatten durch die Straßen. Das Stadtbild und die Menschen erscheinen trostlos, erkaltet, desolat. Doch nicht nur die Schale ist verdorrt, auch das Innere leidet. Das Mädchen lebt davon, dass sie andere bestiehlt. Eine ältere Dame, deren Tascheninhalt sie sich aneignen möchte, lockt aus ihr das Versprechen, dass sie alles, was sich darin befindet, anpflanzt.

Den Wald in den Händen haltend, erfüllt diese hoffnungsvolle Mission die Protagonistin mit so viel Lebensglück und Sinnhaftigkeit, dass sie schon bald grüne Triebe als Lohn ihrer Arbeit erntet. Den Zauber, den die Natur ausströmt, darf man nicht unterschätzen. Sämtliche Studien weisen nach, welche gesundheitlichen Auswirkungen es auf den Menschen hat, Zeit in der Natur zu verbringen.

Sie hat den Anfang gemacht und zog weiter durch die Städte, um mehr Eicheln zu pflanzen, bis sie selbst eines Tages beraubt wurde. Doch dabei lächelte sie nur wohlwissend, dass das Pflanzen weitergehen wird …

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, formulierte bereits der Pädagoge Erich Kästner. Einer muss den ersten Schritt gehen, den Anfang machen…der Rest wird folgen.

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Joanna Gaines – Unser Garten blüht

Manche sagen, dass ein Garten einfach aus den gesäten Samen entsteht. Wir meinen aber, es ist ein ständiges Ausprobieren, Scheitern und wieder von vorn Anfangen. Ein Garten bedeutet viel Arbeit, aber so ist es mit den meisten guten und wichtigen Dingen im Leben.

Die Gartengeschichte beginnt in diesem wunderbar zart illustrierten Bilderbuch mit einer Farnpflanze, die leider eingeht, weil sie zu viel Wasser bekommt. Die Familienmitglieder meinen es gut und doch ist diese Überschüttung für das Wachstum hinderlich. Daher informieren sie sich, welcher Standort sinnvoll ist und schon gedeiht das Gewächs.

Genau hier erwacht die Leidenschaft für das Gärtnern. Sie lesen sich in Büchern ein, planen und errichten schließlich ein Gemüsebeet. Doch wie so vieles im Leben, sind Schwierigkeiten und Hindernisse, die auf dem Weg zur Ernte bewältigt werden müssen. Das Unkraut und die Schädlinge machen Arbeit und drohen sogar die Ernte fast gänzlich zunichte zu machen.

Jeder Fehler oder Rückschlag lehrt uns etwas. Papa sagt, mit jeder schwierigen Sache, die wir meistern, werden wir mutiger.

Lust- und mutmachendes Bilderbuch auf das Gärtnern!

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Emma Jansson – Meine erste Naturkunde: Beeren und Pilze

Rezension

Beim morgendlichen Waldspaziergang im Herbst bahnt sich die Sonne mühevoll ihren Weg durch Nebelschwaden. Das Laub raschelt leise unter den Füßen. Rote Beeren in den Sträuchern und duftende Pilze begrüßen die Spaziergänger. Wer sich draußen auf Erkundungstour begibt und gerne von den Köstlichkeiten, die uns die Natur schenkt, naschen möchte, sollte genau hinschauen und sich gut auskennen.

Bereits im Vorwort erwähnt die Autorin, dass kleine Entdecker nur solche heimischen Beeren und Pilzen pflücken sollten, die sie hundertprozentig kennen. Ein Erwachsener sollte immer mit zum Pflücken kommen. Viele Beeren und Pilze sind nämlich giftig. Im Zweifelsfall ist es immer besser, den Pilz im Wald stehen zu lassen.

Dieses Naturkundebuch gibt einen groben Überblick über einige bekannte Beeren und Pilze und kitzelt aber auch Expertenwissen zu Exoten heraus. Der Pfifferling und der gemeine Steinpilz finden natürlich Beachtung, neben der Beschreibung, wie die Bestandteile eines Pilzes überhaupt heißen. Der Exot „Krause Glucke“, der wie ein Blumenkohlkopf aussieht, sollte vor dem Braten gut von Insekten und Schnecken, die sich dort gerne verkriechen, befreit werden. Bei den Pilzen wird die ungefähre Erntezeit angegeben und unter welchen Bäumen man am ehesten fündig wird. Einige Rezeptvorschläge zum Einmachen von Marmeladen oder der Zubereitung von Pilzgerichten runden die Vorstellung ab. Dank der Illustrationen ist die Form und Farbe der Fruchtkörper leicht zu unterscheiden. Kinder bekommen einen ersten Eindruck, worauf beim Beeren- und Pilzsammeln zu achten ist und vielleicht auch Lust noch achtsamer Waldspaziergänge zu erleben.

Blick ins Buch
Fazit

Einstieg ins Naturwissen rund um heimische Beeren und Pilze.

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Hannah Pang und Clover Robin – Jahreszeiten

Rezension

Wie sehen die vier Jahreszeiten in den unterschiedlichen geografischen Gegenden der Erde überhaupt aus? Ist der Jahresverlauf und damit einhergehend die Magie der Natur überhaupt vergleichbar?

Hannah Pang geht diesen Fragestellungen in diesem Kindersachbuch nach und lädt zum genauen Schauen, Vergleichen, Diskutieren, Naturbücherwälzen und Staunen ein. Auf der ersten Doppelseite werden wohl die meisten Kinder mit ihrem Vorwissen abgeholt. Hier präsentiert sich eine prächtige und erhabene Eiche mit all den sie umgebenden Tieren und Pflanzen. Im Frühling leiht sie ihre Äste den Amseln, die darauf ihre Jungen ausbrüten. Im Sommer sprießt das grüne Blätterkleid und auch die Eicheln werden schon sichtbar. Die Herbstblätter dienen Tieren als Schutzlager und auch wenn im Winter die Eiche leer und kahl erscheint, so beherbergt sie doch einige Baumbewohner. Es ist alles eine Symbiose. Dieser Blick auf den Baum in seinen vier Jahreszeitenwandlungen ist faszinierend. Die Baumkrone und die Erdschicht bietet so viele Anknüpfungspunkte. Lediglich die Wurzelschicht hätte ich mir persönlich ebenfalls als Ergänzung gewünscht, um das Unsichtbare und doch Wesentliche den Kindern vor Augen zu halten.

Hoch im Norden in der Arktis sind nur zwei Jahreszeiten zu unterscheiden. Der Winter dauert viele Monate, während im Sommer die Sonne auch mitten in der Nacht noch zu sehen ist. Die Polarlichter sind ein Naturschauspiel! Die vier Jahreszeiten in Alaska, Australien, Afrika und China haben ihre ganz eigenen Besonderheiten und ihren angepassten Rhythmus an die Jahreszeiten, der das Leben auf der Erde so reich und außergewöhnlich macht.

Hannah Pang ist ein ganz besonderer Blick auf die Natur gelungen. Der Jahreszeitenwandel ist für Kinder omnipräsent und bietet bedeutende Anhaltspunkte im Empfinden der Zeit und Einschätzung der Dauer von Lebensereignissen. Umso schöner ist diese Erweiterung des Horizonts hin zu geografischen Gebieten, die so ganz anders geprägt sind. Die Darstellung des Mangrovenbaumes in der Regen- und Trockenzeit ist wahnsinnig spannend und heischt Faszination ein. Dieses Jahreszeitenbuch mit den zauberhaften Illustrationen in der Collagentechnik und den interaktiven Klappen ist ein Wurf!

Blick ins Buch
Fazit

Jahreszeitenverlauf mit dem Blick Richtung „Globus“ – für alle Naturfreunde und Weltentdecker!

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Rachel Williams – Wunder der Natur zum Innehalten und Staunen

Rezension

Ein mit einem Leineneinband gestaltetes Hardcover präsentiert mit glänzenden Buchstaben den Titel dieses wertvollen Werkes: Wunder der Natur zum Innehalten und Staunen. Und genauso ergeht es dem Leser. Man verweilt auf der Doppelseite, die sich stets einem Naturthema widmet und saugt den Text und die Illustrationen gleichermaßen intensiv auf.

Dieses Sachbuch lädt dazu ein, noch genauer hinzuhören, öfter stehen zu bleiben und sich die Zeit zu nehmen besser hinzusehen. Um uns herumereignen sich die magischsten Verwandlungen, die einfach nur faszinierend sind.

Die Layout-Gestaltung ist absolut gelungen, genauso wie die Wahl der Typografie und die Strukturierung der Informationen. Der Text und die Illustrationen werfen sich gekonnt den Ball zu und ergänzen sich fabelhaft. Dabei ist es nicht allzu fachmännisch oder überladen, sodass Kinder es nicht nachvollziehen können. In verständlichen, kurzen Sätzen wird das Wesentliche erfasst. Insgesamt 50 wahre Wunder werden hier präsentiert, darunter auch viele Themen, die im Sachunterricht behandelt werden: Eine Biene bestäubt eine Blüte, Ein Schmetterling entpuppt sich, Ein Regenbogen erscheint, Eine Kaulquappe wird zum Frosch, Ein Maulwurf sammelt Regenwürmer, Pilze wachsen im Wald, Eine Wolke entsteht und vieles mehr.

Sehr gut gefallen mir auch die besonderen Informationen, die man selten in Sachbüchern findet, weil der Blickwinkel ein etwas anderer ist. So wird ergründet, warum der Mensch Mücken leben lassen sollte. Als Bestäuber für Pflanzen leisten lästige Mücken einen wertvollen Beitrag und dienen anderen Tieren als Nahrung. Die Funktion von Moos im Wald ist ebenfalls sehr lesenswert und bekommt sonst in Sachbüchern viel zu wenig Aufmerksamkeit, wenn man bedenkt, dass es den Boden feucht und fruchtbar für alle Waldbewohner hält.

Blick ins Buch
Fazit

Lass die Magie der Natur auf dich wirken …

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Bewertung: 5 von 5.

Daniel Napp – Wie Fliegenpilz Henri das Laufen lernte, um einen Baum zu retten

Rezension

Pilze sind weder Tiere noch Pflanzen. Sie bilden mit ihrem riesigen, unterirdischen Geflecht eine ganz eigene Gattung. Der Fliegenpilz Henri nutzt das Geflecht der weißen Fäden als Kommunikationsmittel. Kilometerweite Botschaften werden so transportiert. So bekommt er auch die Nachricht, dass der Ahornbaum Jonathan dringend Hilfe benötigt. Er soll nämlich gefällt werden, nur weil die Stadt ein neues Einkaufszentrum plant.

Henri trainiert daher seine Wurzeln wie ein Jogger, der seine Muskeln nach kilometerlangem Lauf dehnt und irgendwann kann er sich tatsächlich fortbewegen. Er macht sich auf den Weg in die Stadt und die Mission ist klar „Rettet die Bäume!“. Nina wird auf den Notruf ebenfalls aufmerksam und so schmieden die beiden einen Plan, gestalten Flyer und Plakate und rufen zur Demonstration auf…

Die Thematik ist hochaktuell und recht schnell kommt „Greta Thunberg“ den Lesern in den Sinn. Sich für seine Überzeugungen stark machen, sich engagiert zeigen und die Umwelt schützen, stehen als gewichtige Botschaften im Fokus dieses Buchs. Die vielen bunten Illustrationen begleiten das Verständnis und tragen zum hohen Lesespaß bei. Außerdem beweist der Protagonist Witz und Humor, sodass die Sympathie kombiniert mit der Hilfsbereitschaft gleich überschwappt.

Blick ins Buch
Fazit

Umweltschutz und Eigeninitiative als Werte in der heutigen Gesellschaftsentwicklung

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