Marlies Bardeli und Anne-Kathrin Behl – Anton und sein Gewissen

Das Gewissen ist eine immerwährende Baustelle, die sich aus Normen und Werten zusammen setzt. Dieses moralische Konzept, bezieht sich auf das innere Gefühl oder die innere Stimme, die einer Person sagt, was richtig oder falsch ist. Es fungiert als eine Art moralischer Kompass und beeinflusst das Verhalten und die Entscheidungen einer Person.

Dieses Bilderbuch „Anton und sein Gewissen“ bestärkt die jungen Leserinnen und Leser auf den „inneren Schiedsrichter“ zu hören bevor die emotionale Last zu schwer wiegt. Im Kindergarten ist Spielzeugtag und das Feuerwehrauto von Jette fasziniert Anton. Als sie den Raum verlässt, spielt er damit und macht unbeabsichtigt die Leiter kaputt. Statt ihr seinen Fehler zu gestehen, verschweigt er lieber seine Tat. Das schwere Gefühl im Magen lässt ihn nicht mehr los. In einer fast durchsichtigen Gestalt plagt ihn das personifizierte Gewissen und macht ihm Mut, sich bei Jette zu entschuldigen.

Diese Botschaft ist pädagogisch wahnsinnig wertvoll und viele Kinder werden sich früher oder später darin wieder finden. Das Bauchgefühl ist ein recht zuverlässiger Kompass in unserem Leben. Auf seine Intuition zu hören und sich zu entschuldigen erfordert Mut. Das muss immerwährend geübt und lebenslang trainiert werden. Die für das Auge sehr ansehnlichen Illustrationen verdeutlichen sehr gut, dass das schlechte Gewissen und die damit einhergehende Reue und die Schuldgefühle, die Anton empfindet, sich verstärken, wenn man gegen die eigenen moralischen Grundsätze oder die Gesellschaftsnormen verstößt. Letztlich zeigt man sich auch verantwortlich, wenn man sich der Wiedergutmachung stellt.

(Amazon-Link)

Vincent van Gogh – Kunstprojekt: Sonnenblumen und Sternennacht

Vincent van Gogh zählt zu den bekanntesten Künstlern und die Faszination geht auch von seiner Lebensgeschichte aus. Dieses Material beinhaltet eine interaktive Präsentation, die auf einem Browser abgespielt wird. Eine Internetverbindung wird hierfür vorausgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so eine Einführung in die wichtigsten Etappen des Künstlerlebens und lernen einige seiner bekanntesten Kunstwerke kennen.

Beim Klick auf die Glühbirne gelangt man zur Bildanalyse. Dem  Material wurde eine Blanko-Vorlage zur Bildbeschreibung beigefügt, sodass Kinder im Grundschulalter sich bereits der Beschreibung von Kunstwerken nähern können. Zudem steht ein kurzer Lehrfilm zum Abspielen zur Verfügung, um noch mehr Informationen über Vincent van Gogh zu erhalten.

Nach einem kurzen Quiz, der gemeinsam im Plenum oder in Partnerarbeit am Tablet gelöst werden kann, findet eine Überleitung zur Arbeitsphase statt. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zwischen zwei Kunstprojekten auszuwählen.

Das weltbekannte Kunstwerk Sternennacht oder die Sonnenblumen können nachempfunden und im Stile des Künstlers gemalt werden. Hierfür gibt es Gestaltungsvorlagen, die bei Bedarf heran gezogen werden dürfen.

Ute Krause – Helma legt los

In der Hühnerschule zeigt die Lehrerin allen Hühnern, wie man schöne weiße Eier legt. Doch das perfekte Ei will bei Helma einfach nicht kommen. Stattdessen legt sie bunte Eier und fürchtet dafür nicht in die nächste Klasse zu kommen. Damit niemand von den bunten Eiern erfährt, setzt sich Helma Hasenohren auf und versteckt sie nachts im Garten.

Die Tiere auf dem Bauernhof sind ganz erstaunt und sammeln freudig die bunten Ostereier. Natürlich möchten sie wissen, von wem die besondere Osterüberraschung stammt. Helma gesteht, sie alle gelegt zu haben. Gerade als sie versucht ein Ei als Beweis auszubrüten, kommt das perfekte schneeweiße Ei der Klasse A.

Keines der Tiere glaubte somit Helmas Erzählungen. So enstand die Geschichte vom merkwürdigen Osterhasen, der zu Ostern bunte Eier verteilt. Ute Krause zaubert hier nicht nur eine humorvolle Idee, wie es dazu kommen konnte, dass zu Ostern die Eiersuche so wichtig wurde, sondern legt den Fokus auf Andersartigkeit und dem Bestreben dazuzugehören und so sein zu wollen, wie alle anderen. WDR hat den Bilderbuchklassiker als einen kurzen, sehenswerten Animationsfilm veröffentlicht.

(Amazon-Link)

„Frühlingsbaum“ nach Wassily Kandinsky

Die hier vorgestellten Frühlingsbäume nach Wassily Kandinsky lassen sich als Anschlussprojekt nach der Thematisierung der “konzentrischen Farbkreise“ in den Jahrgängen 1-4 der Grundschule einbinden. Ein Unterrichtsvorschlag zur Thematik findet sich auf eduki.de unter der Material-ID 1085010.

Diese Online-Präsentation, die eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung beinhaltet, führt die Kinder durch die Bastelarbeit. Alternativ lassen sich die Arbeitsschritte auch ausdrucken und im Klassenraum präsentieren. Es wurde darauf geachtet, Operatoren und Materialien, die bei jedem Schritt benötigt werden, als Bilder einzufügen, sodass Kinder auch ohne Lesefertigkeiten den Schritten folgen können. Zu Differenzierungszwecken liegen zwei unterschiedliche Baumkonturen bei, genauso wie ein Ausmalblatt mit konzentrischen Farbkreisen für schnell arbeitende Kinder. Bei Bedarf können die Kunstwerke bewertet werden. Eine mögliche Bewertungstabelle wurde angehängt.

Kathrin Lena Orso – Otto, das Ostermäuschen

Was hat denn nur der Osterhase?
Er hustet und es tropft die Nase.
Zum Aufsteh´n ist er viel zu schlapp.
Doch, oje – die Zeit wird knapp.

Der Osterhase liegt mit einer dicken Erkältung im Bett und schafft es nicht mehr rechtzeitig vor Ostern die Ostereier zu färben. Doch Hilfe naht! Das Mäuschen wollte schon immer Ostermaus sein und springt ein. Doch wie werden Ostereier eigentlich bemalt? Sie befragt ihre tierischen Freunde und bittet um Rat.

Die Kuh empfiehlt braune Flecken als Muster. Die Spinne ist natürlich vom Netz als Gestaltungsmöglichkeit überzeugt. Was wird wohl ein Salamander raten? So sehen die Ostereier im Korb letztlich so aus, wie die Tiere selbst. Die Ostermaus kommt mit einem Sammelsurium an natürlich gefärbten Eiern mit sehr individuellen Mustern beim Osterhasen an. Der Osterhase kann glücklicherweise den Einfallsreichtum der Ostermaus nach anfänglicher Verwirrung schätzen und so sehen die Ostereier dieses Jahr eben etwas anders als als sonst. Die Kinder, die sie suchen müssen, haben ihre Freude beim Entdecken und das ist am Ende alles was zählt.

Die Geschichte stellt Freundschaft und Hilfsbereitschaft in den Vordergrund und zeigt, dass Einfallsreichtum Mut bedeutet. Es stärkt das Selbstbewusstsein eigenen Ideen und der Kreativität zu vertrauen. Jede Doppelseite enthält vierzeilige Verse, die in Reime gepackt sind, was die Sprachentwicklung unterstützt. Eine wunderbare kurzweilige Ostergeschichte für die Kleinen.

(Amazon-Link zum Buch)

Anna Schindler – Stimmt das?

Es gibt Tintenfische, die haben drei Herzen und immer Tinte dabei. Damit schreiben sie Liebesbriefe.

Nachdenklich schaut das Mädchen auf der krummen Banane sitzend und schon fragt man sich, was dieser Reißverschluss da macht? Zum Nachdenken, Rätseln und Recherchieren lädt das Sachbuch „Stimmt das?“ ein. Doch auch das Lachen kommt nicht zu kurz.

Hier werden 42 ungewöhnliche und teils skurrile Behaupten aufgestellt. Diese sind ultrawitzig bebildert, sodass man beim Betrachten nicht nur schmunzeln, sondern manchmal wirklich lauthals lachen muss. Hat eine Schnecke tatsächlich einen Kopf, einen Fuß und vier Nasen? Kann ein Grönlandhai wirklich 500 Jahre alt werden? Hinten im Buch ist nicht nur die Auflösung zu finden, sondern auch einige hilfreiche und interessante Erklärungen, die mehr Informationen zur Thematik liefern.

Kinder haben viele Fragen. Dieses Buch liefert einige Antworten, möchte eigentlich aber noch mehr Fragen aufwerfen. Das Sinnieren über das Leben bekommt hier viel Raum und eine ganz eigene Bühne. Redewendungen und Sprichwörter sind zauberhaft in Bilder gepackt, sodass man täglich gemeinsam diskutieren, sich austauschen und dazulernen darf.

(Amazon-Link)

„Die Tulpe“ – Unterrichtsmaterial zum Gedicht von Josef Guggenmos

Das Klappbuch zum Frühlingsgedicht rund um den Frühblüher Die Tulpe“ von Josef Guggenmos eignet sich wunderbar für die Jahrgänge 2 – 4. Es ist nicht allzu lang und kann prima mit passenden Bewegungen als Erinnerungsstütze verknüpft werden. Lyrik vermittelt einen besonderen Zugang zum Aufbau unserer Sprache und die Kinder erlernen dadurch neue Begriffe, sprachliche Wendungen und verinnerlichen die Sprachmelodie.

Erste Gedichte selbst betont zu lesen und auswendig vorzutragen bereitet den Schülern viel Freude. Die kurze Form und der übersichtliche Aufbau ermöglichen auch leseschwächeren Kindern Erfolgserlebnisse. Mithilfe des Hosentaschenbüchleins kann das Frühlingsgedicht prima auswendig gelernt werden. Die visuellen Lerntypen werden den Zugang zum Gedicht dank der farbigen Bildkarten sehr schätzen.

Das Klappbuch erleichtert in differenzierter Form das Einüben des betonten Vorlesens oder des Auswendiglernens. Hierfür stehen für die Lerngruppen unterschiedliche Zugänge zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, den Kindern eine Blanko-Vorlage anzubieten, in die selbstständig geschrieben oder gemalt werden kann. Als weitere Differenzierung können die Lücken in den Strophen richtig ausgefüllt werden.

Eine weitere Differenzierungsstufe wäre es, die Kinder Stichworte oder Bilder als Gedächtnisstütze festhalten zu lassen. Auf der Rückseite des Klappbuchs sind Tipps abgedruckt, die mögliche Zugänge anbieten und Kriterien für den Vortrag transparent machen. Das Frühlingsgedicht lässt sich dank des fächerübergreifenden Aspektes rund um jahreszeitliche Veränderungen in der Natur auch im Sachunterricht gut einbinden.

Im Übungsheftchen sind  Aufgabenformate zu finden, die das Abschreiben schulen oder die Kinder zur Wortschatzarbeit animieren. Das Leseverständnis und der spielerische Charakter mithilfe von Entdeckeraufgaben werden gefördert. Die Förderung der Schreibkompetenz wurde ebenfalls berücksichtigt, sodass die Schülerinnen und Schüler sich eine Geschichte überlegen dürfen, in der eine gefrässige Raupe plötzlich auf dem Tulpenblatt erscheint.

Soledad Romero Mariño und Sonia Pulido – Tiere und ihre Superkräfte

Dieses Sachbuch „Tiere und ihre Superkräfte“ für wissbegierige Kinder präsentiert 22 Tiere mit Superkräften, die den Leser einfach nur staunen lassen. Junge Tierforsche entdecken spielend erstaunliche Tiere und ihre Eigenschaften. Auf jeder Doppelseite wird ein Tier ausführlich vorgestellt. Dabei muss es sich in Bezug auf bestimmte Fähigkeiten mit anderen Tieren messen. So werden für Kräfte 1-7 Sterne verliehen und die Tiere erhalten icons wie z.B. Super-Imitation, Super-Substanzen oder Super-Sehvermögen. In diesen Teilbereichen wird dann im Fließtext genauer auf die Fähigkeiten eingegangen.

Der Kugelfisch stellt sich als ein teuflischer Giftball heraus, der mit seinem Gift 30 Menschen zu töten vermag. Doch sein Wundermittel kann auch als Medizin verwendet werden. So werden aus seinem Gift Medikamente hergestellt, die gegen Schmerzen helfen. Der Stierkopf-Dungkäfer gilt als das stärkste Tier der Welt. Mit seinen Hinterbeinen rollt er den Dung, also den Tierkot, zum Vergraben durch die Gegend. Wer das Tier nicht kennt, dem sei ein Video online empfohlen, um eine Vorstellung von dieser Kunst zu erhalten. Der Narwal kann ebenfalls Faszinierendes vorzeigen. Mithilfe seiner Stoßzähne erkennt er nicht nur die Tiefe des Meeres, sondern kann auch spüren, wann es schneien wird.

Diese Talente und Anpassungen an die Umwelt können nur begeistern. Das Sachbuch vermag die Fun Facts spannend zu präsentieren. Interessant ist ebenfalls die Ergänzung, wo die Beobachtungen aus der Tierwelt den Menschen als Inspirationsquelle bei neuen Erfindungen dient.

(Amazon-Link zum Buch)

Rund um die Zeit: Woche und Tag | Lernheftchen

Unser Leben wird von der Zeit bestimmt. Das Zeitbewusstsein entwickelt sich bei Kindern in der Auseinandersetzung mit der Umwelt und den jahreszeitlichen Ereignissen. Das Thema „Zeit“ ist demnach ein fester Bestandteil des Sachunterrichts.

Dieses Material wurde für den Anfangsunterricht in den Klassen 1 und 2 konzipiert. Es behandelt die Zeiteinteilungen nach „Tag“ und „Woche“. Sie beschäftigen sich intensiv mit dem Tagesablauf und nehmen wahr, welche Aktivitäten zur täglichen Routine gehören. Außerdem setzen sie sich mit tagaktiven und nachtaktiven Tieren auseinander. Die Unterteilung in „morgens“, „mittags“, „abends“ und „nachts“ wird mit sprachlichen Übungen angeschlossen. Die Schülerinnen und Schüler lernen zudem die Zeitwörter „heute“, „gestern“ und „morgen“ zu verwenden und üben die Reihenfolge der Wochentage. Es kann in die Unterrichtseinheit „Zeit“ und/ oder „Kalender“ eingebettet werden. Die Aufgaben erfordern wenig Leseverständnis und wurden mit Beispielen versehen, um ein möglichst selbstständiges Arbeiten zu ermöglichen. Ein Lösungsheft liegt dem Material bei.

Merkhilfe und Plakat: b und d Unterscheidung

Beim Schriftspracherwerb kommt es bei Kindern immer wieder zu Verwechslung der Kleinbuchstaben von b und d. Häufig haben diese Kinder zudem die Schwierigkeit zwischen links und rechts zu unterscheiden.

Die Merkhilfen in diesem Material bieten visuelle Eselsbrücken, um sich die Unterscheidung besser und nachhaltiger einzuprägen. Bekanntlich sind Bilder sehr gute Einpräghilfen, die visuellen Lerntypen sehr entgegenkommen. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass die Tiere stets nach rechts wandern, in die Richtung, in die wir auch schreiben. Das „b“ soll an den Bauch des Bären erinnern, während das „d“ den Rücken des Dinos darstellen soll.

Im Materialpaket sind Plakate enthalten, die in unterschiedlichen Varianten und Größen Einzug im Klassenraum oder Kinderzimmer erhalten können. Da jede Lehrkraft das individuelle Kind stets am besten vor Augen hat, sind im Material auch Poster mit den einzelnen Tieren enthalten. Durch die Gegenüberstellung beider Phänomene, kommt es bei einigen Kindern zur Verwirrung, sodass sie erst recht durcheinander kommen. Hier kann ausschließlich der Bär eingeführt werden. Der Ähnlichkeitshemmung im Gedächtnis kann so entgegen gewirkt werden.

Beigefügt wurden zudem kleine Übersichten, die auf dem Platz des Kindes oder im Kleinformat im Federmäppchen der Kinder als Spicker platziert werden können.