Polly Owen – Kackadiesisch! Darwins großes Regenwurm-Spektakel

In diesem Sachbilderbuch entdeckt Charles Darwin die Superkraft der Regenwürmer. Er ist überzeugt, dass diese kleinen Erdbewohner Großes bewirken können. Allen Menschen, die sie für Schädlinge halten, möchte er das Gegenteil beweisen. So führt er die ersten Versuche durch, um herauszufinden, ob sie sehen können.

Schnell stellt er fest, dass das Sehvermögen nicht ihre Superkraft zu sein scheint. Sie haben zwar keine Augen, können allerdings dennoch dank ihrer lichtempfindlichen Zellen in der Haut Licht wahrnehmen. Seine Faszination wächst weiter für diese Wunderwesen, sodass er weitere Experimente anschließt und sie schließlich als „kackadiesische Spezies auf unserem Planeten“ tauft.

Die Illustrationen sind lebendig, farbenfroh und stützen gekonnt den Inhalt dieses Sachbilderbuchs. Es gibt nicht viele Bücher, die so gut im Sachunterricht eingesetzt werden können, wie dieses. Es thematisiert die Entdeckungsfreude der Forscher und ihre Herangehensweise in Bezug auf Beobachtung und Erfindung von Versuchen, um eine gewisse These zu stützen oder zu verwerfen. Der Text ist kindgerecht und gut verständlich. Einzelne Sprechblasen bringen Sachinformationen an passender Stelle ein. Diese Buch weckt den Forscherdrang und macht Lust auf das Experimentieren. Zudem gewinnt man hier wertvolle Erkenntnisse in Bezug auf die Umwelt und das Ökosystem.

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Louise Fitzgerald und Kate Hindley – Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte der Welt!

Mit diesem Bilderbuch wird die abendliche Schlafroutine spielerisch aufgelockert. Anders als der Titel vermuten lässt, lassen sich die 10 Worte, die die Geschichte ausmachen, Zeit. Vorher müssen die kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer noch etwas erledigen. Es geht darum, die Kissen aufzuschütteln, sich die Zähne zu putzen, die Kuscheltiere nach Farben zu sortieren, sich zu strecken und zu recken und ausgiebig zu gähnen.

Wünschenswert wäre es, wenn die Reihenfolge der Aktivitäten von der Skala „aktiv“ bis hin zu „gemütlich und ruhig“ vorzufinden wäre, damit die Kleinen tatsächlich am Ende der Vorlesegeschichte zur Ruhe kommen und nicht aufgebracht im Bett landen. Dennoch hat es das Potential ganz individuelle Einschlafroutinen zu entwickeln, die zur familiären Tradition sich manifestieren.

Die eigentlichen zehn Worte entpuppen sich als ein wirklich schöner Reim, der auswendig gelernt und vor dem Zu-Bett-Gehen aufgesagt werden kann. Ein Exemplar verlose ich bis zum 5.04.2024 auf meiner Instagram-Seite.

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Blitzlesen – Lesekartei mit den 100 häufigsten Wörtern

Das Übungsmaterial wurde als Blitz-Leseübung für Klasse 1 und Klasse 2 konzipiert. Mithilfe der Lesekarten sollen die 100 häufigsten Wörter in der deutschen Sprache automatisiert werden. Das langfristige Ziel ist, den Lesefluss zu beschleunigen und damit das Textverständnis zu fördern.

Die Kinder nehmen sich eine Lesekarte und lesen die zehn abgebildeten Wörter zunächst 3x für sich. Das Ziel ist hierbei das Wort möglichst ganzheitlich und schnell zu erfassen. Anschließend kommen zwei Kinder zusammen und lesen die Karte gleichzeitig. Schließlich sollen 5 von den dargestellten 10 Wörtern ins Heft abgeschrieben werden. Als Übersicht über die 10 Tiere, gibt es im Material einen Streifen, der ins Heft geklebt werden kann. Immer wenn eine Karte gelesen wurde, kann ein Tier ausgemalt werden. So behalten die Kinder den Überblick, welche Karten schon bearbeitet wurden und welche ihnen noch fehlen.

Alternativ liegt diesem Material ein Übungsheft bei. Dieses bildet das entsprechende Tier ab. Auf der Seite sollen 5 der 10 Wörter richtig und mehrmals hintereinander abgeschrieben werden.

Heidemarie Brosche und Jana Moskito – Du bist nicht mehr mein Freund

Der kleine Biber überlegte hin und her.
Dann versuchte er es laut: „Wir waren beide blöd, aber lass uns wieder Freunde sein!“

Dieser Satz wird von einigen Kindern leichtfertig geäußert, kann jedoch beim Gegenüber eine große Verunsicherung auslösen. Für das verstoßene Kind ist es schmerzhaft diese Zurückweisung auszuhalten. Der angedrohte Verlust der Freundschaft kann gar körperliche Auswirkungen haben, die sich durch Bauchschmerzen oder Appetitlosigkeit äußern.

Dieses Bilderbuch rund um Freundschaft, Streit und Versöhnung stellt einen Biber und einen Hasen in den Mittelpunkt der Geschichte. Der Biber baut gemeinsam mit einem Iltis eine Burg. Der Hase schaut neidisch zu den beiden Freunden. Offensichtlich spielt hier Eifersucht eine Rolle, denn einen Freund zu teilen, fällt ihm schwer. Erbost läuft der Hase zur Sandburg und zerstört sie. Der Biber kann es nicht fassen, schubst den Hasen und ruft entschlossen: „Du bist nicht mehr mein Freund!“

Während der Biber und der Iltis ausgelassen miteinander spielen und fröhlich sind, zieht sich der Hase enttäuscht zurück. Das entgeht auch dem Biber nicht und etwas in seinem Bauch zieht sich zusammen. Die Schuldgefühle wiegen schwer. Als seine Mutter ihn abholt, merkt auch sie, dass etwas nicht stimmt. Er hat keinen Appetit und macht sich Vorwürfe, dem Hasen die Freundschaft gekündigt zu haben. Der Biber vertraut sich seiner Mama an und sie stellt ihm Fragen, die als wunderbare Denkanstöße dienen und den Perspektivwechsel fördern.

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Marlies Bardeli und Anne-Kathrin Behl – Anton und sein Gewissen

Das Gewissen ist eine immerwährende Baustelle, die sich aus Normen und Werten zusammen setzt. Dieses moralische Konzept, bezieht sich auf das innere Gefühl oder die innere Stimme, die einer Person sagt, was richtig oder falsch ist. Es fungiert als eine Art moralischer Kompass und beeinflusst das Verhalten und die Entscheidungen einer Person.

Dieses Bilderbuch „Anton und sein Gewissen“ bestärkt die jungen Leserinnen und Leser auf den „inneren Schiedsrichter“ zu hören bevor die emotionale Last zu schwer wiegt. Im Kindergarten ist Spielzeugtag und das Feuerwehrauto von Jette fasziniert Anton. Als sie den Raum verlässt, spielt er damit und macht unbeabsichtigt die Leiter kaputt. Statt ihr seinen Fehler zu gestehen, verschweigt er lieber seine Tat. Das schwere Gefühl im Magen lässt ihn nicht mehr los. In einer fast durchsichtigen Gestalt plagt ihn das personifizierte Gewissen und macht ihm Mut, sich bei Jette zu entschuldigen.

Diese Botschaft ist pädagogisch wahnsinnig wertvoll und viele Kinder werden sich früher oder später darin wieder finden. Das Bauchgefühl ist ein recht zuverlässiger Kompass in unserem Leben. Auf seine Intuition zu hören und sich zu entschuldigen erfordert Mut. Das muss immerwährend geübt und lebenslang trainiert werden. Die für das Auge sehr ansehnlichen Illustrationen verdeutlichen sehr gut, dass das schlechte Gewissen und die damit einhergehende Reue und die Schuldgefühle, die Anton empfindet, sich verstärken, wenn man gegen die eigenen moralischen Grundsätze oder die Gesellschaftsnormen verstößt. Letztlich zeigt man sich auch verantwortlich, wenn man sich der Wiedergutmachung stellt.

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Vincent van Gogh – Kunstprojekt: Sonnenblumen und Sternennacht

Vincent van Gogh zählt zu den bekanntesten Künstlern und die Faszination geht auch von seiner Lebensgeschichte aus. Dieses Material beinhaltet eine interaktive Präsentation, die auf einem Browser abgespielt wird. Eine Internetverbindung wird hierfür vorausgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so eine Einführung in die wichtigsten Etappen des Künstlerlebens und lernen einige seiner bekanntesten Kunstwerke kennen.

Beim Klick auf die Glühbirne gelangt man zur Bildanalyse. Dem  Material wurde eine Blanko-Vorlage zur Bildbeschreibung beigefügt, sodass Kinder im Grundschulalter sich bereits der Beschreibung von Kunstwerken nähern können. Zudem steht ein kurzer Lehrfilm zum Abspielen zur Verfügung, um noch mehr Informationen über Vincent van Gogh zu erhalten.

Nach einem kurzen Quiz, der gemeinsam im Plenum oder in Partnerarbeit am Tablet gelöst werden kann, findet eine Überleitung zur Arbeitsphase statt. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zwischen zwei Kunstprojekten auszuwählen.

Das weltbekannte Kunstwerk Sternennacht oder die Sonnenblumen können nachempfunden und im Stile des Künstlers gemalt werden. Hierfür gibt es Gestaltungsvorlagen, die bei Bedarf heran gezogen werden dürfen.

Ute Krause – Helma legt los

In der Hühnerschule zeigt die Lehrerin allen Hühnern, wie man schöne weiße Eier legt. Doch das perfekte Ei will bei Helma einfach nicht kommen. Stattdessen legt sie bunte Eier und fürchtet dafür nicht in die nächste Klasse zu kommen. Damit niemand von den bunten Eiern erfährt, setzt sich Helma Hasenohren auf und versteckt sie nachts im Garten.

Die Tiere auf dem Bauernhof sind ganz erstaunt und sammeln freudig die bunten Ostereier. Natürlich möchten sie wissen, von wem die besondere Osterüberraschung stammt. Helma gesteht, sie alle gelegt zu haben. Gerade als sie versucht ein Ei als Beweis auszubrüten, kommt das perfekte schneeweiße Ei der Klasse A.

Keines der Tiere glaubte somit Helmas Erzählungen. So enstand die Geschichte vom merkwürdigen Osterhasen, der zu Ostern bunte Eier verteilt. Ute Krause zaubert hier nicht nur eine humorvolle Idee, wie es dazu kommen konnte, dass zu Ostern die Eiersuche so wichtig wurde, sondern legt den Fokus auf Andersartigkeit und dem Bestreben dazuzugehören und so sein zu wollen, wie alle anderen. WDR hat den Bilderbuchklassiker als einen kurzen, sehenswerten Animationsfilm veröffentlicht.

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„Frühlingsbaum“ nach Wassily Kandinsky

Die hier vorgestellten Frühlingsbäume nach Wassily Kandinsky lassen sich als Anschlussprojekt nach der Thematisierung der “konzentrischen Farbkreise“ in den Jahrgängen 1-4 der Grundschule einbinden. Ein Unterrichtsvorschlag zur Thematik findet sich auf eduki.de unter der Material-ID 1085010.

Diese Online-Präsentation, die eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung beinhaltet, führt die Kinder durch die Bastelarbeit. Alternativ lassen sich die Arbeitsschritte auch ausdrucken und im Klassenraum präsentieren. Es wurde darauf geachtet, Operatoren und Materialien, die bei jedem Schritt benötigt werden, als Bilder einzufügen, sodass Kinder auch ohne Lesefertigkeiten den Schritten folgen können. Zu Differenzierungszwecken liegen zwei unterschiedliche Baumkonturen bei, genauso wie ein Ausmalblatt mit konzentrischen Farbkreisen für schnell arbeitende Kinder. Bei Bedarf können die Kunstwerke bewertet werden. Eine mögliche Bewertungstabelle wurde angehängt.

Kathrin Lena Orso – Otto, das Ostermäuschen

Was hat denn nur der Osterhase?
Er hustet und es tropft die Nase.
Zum Aufsteh´n ist er viel zu schlapp.
Doch, oje – die Zeit wird knapp.

Der Osterhase liegt mit einer dicken Erkältung im Bett und schafft es nicht mehr rechtzeitig vor Ostern die Ostereier zu färben. Doch Hilfe naht! Das Mäuschen wollte schon immer Ostermaus sein und springt ein. Doch wie werden Ostereier eigentlich bemalt? Sie befragt ihre tierischen Freunde und bittet um Rat.

Die Kuh empfiehlt braune Flecken als Muster. Die Spinne ist natürlich vom Netz als Gestaltungsmöglichkeit überzeugt. Was wird wohl ein Salamander raten? So sehen die Ostereier im Korb letztlich so aus, wie die Tiere selbst. Die Ostermaus kommt mit einem Sammelsurium an natürlich gefärbten Eiern mit sehr individuellen Mustern beim Osterhasen an. Der Osterhase kann glücklicherweise den Einfallsreichtum der Ostermaus nach anfänglicher Verwirrung schätzen und so sehen die Ostereier dieses Jahr eben etwas anders als als sonst. Die Kinder, die sie suchen müssen, haben ihre Freude beim Entdecken und das ist am Ende alles was zählt.

Die Geschichte stellt Freundschaft und Hilfsbereitschaft in den Vordergrund und zeigt, dass Einfallsreichtum Mut bedeutet. Es stärkt das Selbstbewusstsein eigenen Ideen und der Kreativität zu vertrauen. Jede Doppelseite enthält vierzeilige Verse, die in Reime gepackt sind, was die Sprachentwicklung unterstützt. Eine wunderbare kurzweilige Ostergeschichte für die Kleinen.

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Anna Schindler – Stimmt das?

Es gibt Tintenfische, die haben drei Herzen und immer Tinte dabei. Damit schreiben sie Liebesbriefe.

Nachdenklich schaut das Mädchen auf der krummen Banane sitzend und schon fragt man sich, was dieser Reißverschluss da macht? Zum Nachdenken, Rätseln und Recherchieren lädt das Sachbuch „Stimmt das?“ ein. Doch auch das Lachen kommt nicht zu kurz.

Hier werden 42 ungewöhnliche und teils skurrile Behaupten aufgestellt. Diese sind ultrawitzig bebildert, sodass man beim Betrachten nicht nur schmunzeln, sondern manchmal wirklich lauthals lachen muss. Hat eine Schnecke tatsächlich einen Kopf, einen Fuß und vier Nasen? Kann ein Grönlandhai wirklich 500 Jahre alt werden? Hinten im Buch ist nicht nur die Auflösung zu finden, sondern auch einige hilfreiche und interessante Erklärungen, die mehr Informationen zur Thematik liefern.

Kinder haben viele Fragen. Dieses Buch liefert einige Antworten, möchte eigentlich aber noch mehr Fragen aufwerfen. Das Sinnieren über das Leben bekommt hier viel Raum und eine ganz eigene Bühne. Redewendungen und Sprichwörter sind zauberhaft in Bilder gepackt, sodass man täglich gemeinsam diskutieren, sich austauschen und dazulernen darf.

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