Tad Hills – So ein Superküken

Flip und Flop sind die besten Freunde und lieben es Schmetterlinge zu beobachten, dem Fluss zu lauschen, die Blumen zu riechen oder das warme Lüftchen zu genießen. Doch eines Tages taucht Kiki auf, eine alte Angeberin, die alles besser kann. Sie kann am längsten die Luft anhalten und auf dem Kopf stehen, am schnellsten auf einem Bein hüpfen und am geschicktesten Baumstämme balancieren. Flip ist von der neuen Freundin begeistert. Doch Flop möchte mit seinem Freund lieber alleine sein, denn dieser Wettbewerb geht ihm ganz schön auf den Keks. Wie kann er bloß seinen Freund für eine Weile wieder für sich gewinnen? Ein Plan muss her!

Es ist das Spiel mit der Freundschaft, der Umgang mit Prahlerei, Eifersucht und dem Wettbewerb, was der Autor hier gekonnt anspricht. Die Dialoge der drei Freunde sind sehr authentisch, genauso höre ich sie tagtäglich auch auf dem Schulhof. Die Handlungen sind ebenfalls sehr kindgetreu und aus dem Kinderalltag entnommen. Die Küken messen ihre Kräfte, Ausdauer und Geschicklichkeit. Doch einer ist dabei immer der Beste, das Superküken, Kiki. Flop muss dagegen mit seinen Niederlagen kämpfen und entschließt sich lieber zurückzuziehen und sich dem Wettbewerb nicht mehr zu stellen. Er ist ein ruhiges Küken und bevorzugt Tätigkeiten, bei denen es keinen Gewinner oder Verlierer gibt. Und damit der neue Freund nicht zwischen Flop und Flip steht, entwickeln die beiden einen fabelhaften Plan, der Kiki für eine Zeit lang aus dem Rennen schickt.

Das Ende ist sehr überraschend und das „Problem“ auf eine sehr witzige Art und Weise  gelöst. Sie packen Kiki in ihrer Stärke und locken sie damit in eine für die beiden Freunde mehr als verdiente „Ruhepause“. Die Darstellung des Umgangs mit Angeberei und dem Wettbewerb ist sehr gelungen und bietet wundervolle Lösungsvorschläge, die bereits sehr jungen Kindern einleuchtend erscheinen. Das Bilderbuch eignet sich besonders gut für eine szenische Umsetzung, in der die Gefühle der drei Freunde sehr schön herausgestellt werden können. Auch Standbilder können hier die jeweilige Situation und Stimmung gut verdeutlichen.

Die Illustrationen sind sehr gemächlich, klar, farbintensiv und mit wenigen Details bestückt. Sie heben die Verspieltheit der Freunde und die Liebenswürdigkeit der Charaktere besonders gut hervor.

Ein wunderschön illustriertes Bilderbuch über Freundschaft, Eifersucht, Angeberei und dem Wettbewerb untereinander.

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Heinz Janisch und Helga Bansch – Ich kann alles!

Der kleine Dachs, Frenki, ist ein richtiges Stehaufmännchen. Er traut sich alles zu und versucht es voller Zuversicht immer wieder aufs Neue, gleich dem Motto „Ich kann alles!“. Er glaubt, dass er fliegen lernen und über das Wasser gehen  kann. Doch immer wieder fällt er auf die Nase und die gewagten Unterfangen enden in einem Fiasko. Seinem Mut und Zuversicht tut es keinen Abbruch. Frenki denkt positiv und stellt sich neuen Herausforderungen. Dabei entdeckt er immer wieder etwas Besonderes! Ein buntes Blatt, eine glitzernde Glaskugel, ein leuchtend weißer Stein oder eben sein verschollener Freund Zack Bumm. Alle Fehlversuche bringen auch etwas Positives mit sich!

In diesem Bilderbuch geht es um die Herangehensweise an das Neue und Unbekannte. Der ungeschickte Protagonist ist stets zuversichtlich und unerschrocken. Die Fehlversuche werden als positive Erfahrungen verbucht und als etwas Schönes und Besonderes betrachtet. Die Redensart „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ steht hier definitiv im Fokus. Allerdings stört mich aus pädagogischer Sicht der fehlende Lernzuwachs. Wir sind immer danach bestrebt Kinder über ihre Erfahrungen und Taten reflektieren zu lassen. Eine Kunst, die in diesem Buch vernachlässigt wird. Daher bin ich  persönlich hier etwas zwiegespaltener Meinung. Einerseits ist es wichtig sich von Niederlagen nicht entmutigen zu lassen und andererseits sollten diese Erfahrungen zur Weiterentwicklung verhelfen, damit eventuelle Fehler nicht wiederholt werden.

Die Illustrationen von Helga Bansch, die 25 Jahre als Volksschullehrerin gearbeitet hat, sind ein Augenschmaus. Mit der Technik  Acryl auf Leinwand schafft sie es die Aufmerksamkeit auf das Wichtigste im Bild zu bündeln. Die Bilder wirken klar, aufgeräumt und nicht überladen.

Eine wertvolle Grundthematik, die durch eine Prise Selbstreflexion und Lernzuwachs ergänzt werden könnte.


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Leonore Geißelbrecht – Tafener – Die Früchte-Detektive

Das vierte Band zur erfolgreichen Detektive-Reihe erscheint zum Thema „Früchte“. Am Anfang steht der Apfel und am Ende die Zitrusfrucht. Hier wird die gesunde Ernährung in den Fokus gerückt und in 4 Kapiteln auf die jeweiligen Früchte eingegangen. Unter „Obstgartenfrüchte“ verbergen sich u.a. Birne, Kirsche und Quitte. Hagebutte und Holunder tauchen unter „Wilde Heckenfrüchte“ wieder auf. Doch auch  Bananen, Kiwis und Weintrauben finden unter „Früchte aus dem Süden“ Erwähnung.

Die Autorin selbst bezeichnet das Buch als „eine Fundgrube an Verwertungs-Ideen“. Das Buch animiert auch zum Beobachten, Verändern, Untersuchen, Fantasieren, Toben, Spielen und Staunen.

Als Einführung jeder Früchteart wurde ein Steckbrief verfasst, der die wichtigsten Informationen übersichtlich darstellt. In Form von Notizzetteln werden die Besonderheiten kurz aufgeführt, wie z.B. die Eigenschaften und Taktiken der Pflanze, ihre Anpassungsfähigkeit, Verwandschaft, Wirkung und Ursprung. In den Aktionen werden diese Besonderheiten mit allen Sinnen erfasst, mit kleinen Experimenten selbst entdeckt und spielerisch vertieft. Die jeweiligen Kapitel werden mit Werk- und Bastelanregungen oder einfachen Rezepten, Geschichten, Reimen und Liedern ergänzt.

Im Frühjahr erwacht die Natur zum Leben. Es verändert sich so viel, dass diese Wunder zum Forschen herausfordern. Dieser Lernfreude wird in diesem Detektiv-Buch Rechnung getragen und der Inhalt auf sehr einfache Weise dargestellt, so dass es für jeden Laien verständlich ist. Ob das Basteln einer Apfellaterne, das Züchten einer Flaschenbirne, das Vorbereiten und Nähen eines Kirschkernkissens oder die Veranstaltung einer Spuckolympiade; die Ideen sind herrlich erfrischend und leicht umsetzbar. Besonders gut gefallen mir die Bastelideen zu den jeweiligen Obstsorten. Als Kind musste ich in der Schule mit jeglichen Obst- und Gemüsesorten etwas Witziges und Kreatives basteln. Dieses Buch bietet hierzu tolle Beispiele, die alle durch bunte Zeichnungen veranschaulicht werden. So wird aus einer Birne ein Igel, aus Hagebutte ein Augenverdreher und aus einer Zitrone ein Tintenfisch.

Der sehr umfassende Umgang mit den unterschiedlichen Früchten erweitert das Wissen der Kinder und ganz nebenbei wird die Lust auf den Verzehr des gesunden Obstes angeregt. Bereits beim Durchblättern wird der Tatendrang geweckt und die Lust auf das Pflanzen und Erforschen entfacht.

 

 

Ein kreatives Praxisbuch für den Kindergarten, Ganztag oder Grundschule mit einem großen Spaßfaktor und viel Fantasie.

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Stammkunde bei zeilenreich

 

Bei uns in der Stadt wurde die Weltbild-Filiale in Zeilenreich umbenannt, obwohl es weiterhin der Bertelsmann Gruppe angehört. Gewöhnlich habe ich jegliche „Clubs“ gemieden, denn die kleine Buchhandlung nebenan, die sich ausschließlich auf Kinderbücher spezialisiert hat, schien für mich mehr Charme zu haben.

Da ich im Jahr weit mehr als zwei Bücher kaufe, könnte sich allerdings die Anmeldung als Stammkundin bei zeilenreich lohnen. Denn Vorteilsausgaben können bis zu 25% günstiger erworben werden. Allerdings ist da natürlich die Frage, welche Bücher in der Vorteilsausgabe erscheinen…

Die einzige Bedingung, um Stammkunde zu werden, ist zwei Artikel innerhalb eines Jahres zu kaufen. Es klingt doch schon sehr verlockend.

Hat von euch jemand  Erfahrung mit Bücher kaufen bei zeilenreich gemacht?

Mark Sperring und Günther Jakobs – Das Sonnenblumenschwert

Der kleine Ritter würde nur allzu gerne ein richtiger Ritter sein und gegen Drachen kämpfen. Dafür braucht er natürlich ein richtiges Schwert. Aber seine Mutter erlaubt es nicht. Statt einem richtigen Schwert schenkt sie ihm eine Sonnenblume. Mit dieser Blume, die er so schwingt wie ein richtiges Schwert, macht er sich auf den Weg zum Drachenberg. Oben angekommen trifft er tatsächlich einen gefährlichen und kampfbereiten Drachen. Von der Sonnenblume ganz überrascht und gerührt, nimmt die Geschichte eine erfreuliche Wendung …

Das herzerwärmende Bilderbuch richtet den Blick auf einen zunächst kampfverherrlichenden jungen Ritter, der jedoch bald erkennt, dass Freundschaft viel mehr zählt als Feindschaft. Dabei spielt die besorgte und fürsorgliche Mutter eine wichtige Rolle in seiner Wandlung. Sie erkennt die Nachteile der Kampfeslust und hat einen genialen Einfall, der den Jungen in die Arme eines Drachen treibt. Manchmal ist es wichtig einen ersten Schritt gegenüber seinen vermeintlichen Feinden zu machen. Oft entpuppen sie sich  als wertvolle Entwicklungshelfer.

Die Thematik und die sehr farbenfrohen Illustrationen sind ein Magnet für kleine Jungen. Dieses Buch war  in der freien Lesezeit im Dauerbetrieb 🙂

Ein Bilderbuch für kämpferische Jungen und friedliebende Mütter.

 


Der Klassiker zu Ostern – Häschenschule

Der Esslinger Verlag erfreut auch diesen Frühling die Herzen mit unterschiedlichen Artikeln zum Klassiker „Die Häschenschule“. Rund um das Thema Garten erscheinen einige Produkte im beliebten Häschenschule-Design, von denen ich euch drei gerne vorstellen möchte:

Die kleine Kräuterschule punktet bereits mit ihrem Hasen-Format. Hier stellt der Hasenlehrer und die Hasenmutter ihre Lieblingskräuter vor und damit verbunden die leckeren Rezepte oder auch  Tipps für Garten und Wohlbefinden.Von A wie Anis bis Z wie Zitronengras, es ist für jeden etwas dabei. Die Zubereitung einer Minzschokolade oder die Herstellung einer Ringelblumenhandcreme wird genauso zum Thema gemacht, wie die Darstellung der erstaunlichen Kräfte, die in manchen Kräutern stecken.

Ich bin ein Fan von nostalgischen Artikeln und war natürlich sehr erfreut die Metalldose mit einer Kräuterseife begutachten zu können. Mit der Bezeichnung „Gärtnerseife“ ist es besonders für Gärtnerfreunde als kleines Mitbringsel geeignet.

Um das Mitbringsel abzurunden und bei Ostereiern für etwas Abwechslung zu sorgen, können die Abziehbilder mit Häschenschule-Motiven als eine weitere Kleinigkeit eingepackt werden.

Wer noch weiter stöbern möchte, kann sich auf dieser Seite  nach weiteren Produkten zur Häschenschule umgucken.

Das wohl älteste Hasenbilderbuch hat bis heute nichts von seinem Charme verloren.

Rena Sack und Sabine Waldmann-Brun – Ostern in aller Welt

In 15 Geschichten wird den Kindern näher gebracht, wie die Kinder hier bei uns und in fremden Ländern das Osterfest feiern. In der Fränkischen Schweiz werden Osterbrunnen dekoriert, in Schweden das Geweih von einem Osterweiblein mit bunten Eiern geschmückt und in Großbritannien ganz traditionell Hot Cross Buns gebacken. Von Finnland, über Russland, bis hin zu Mexiko: Es sind viele Länder mit ihren typischen Gewohnheiten zur Osterzeit vertreten. Das Wiedererwachen der Natur spielt dabei in vielen Ländern ebenfalls eine Rolle  und wird mit einigen christlichen Bräuchen sogar vermischt dargestellt.

Jede Geschichte wird mit einer kurzen Zusammenfassung eingeleitet und erstreckt sich gewöhnlich über drei Seiten. Das Poster darf dabei täglich durch ein Bild, welches zu der jeweiligen Geschichte passt, ergänzt werden.

Nach dem großen Erfolg von Weihnachten in aller Welt erscheint nun von den gleichen Autoren ein Osterkalender mit 15 Geschichten und einem Poster.

Der Fokus liegt hier ebenfalls auf dem interkulturellen Lernen und zeigt den Kindern in kurzen Geschichten wie andere Kinder auf der ganzen Welt das Osterfest feiern. Viele Bräuche lassen einen in Verwunderung staunen oder belustigen einfach. Die Geschichten bauen nicht aufeinander auf, sondern sind in sich geschlossen.

Da die Geschichten relativ kurz sind, würden sie sich sehr gut zum Vorlesen in der Frühstückspause eignen. Außerdem ist es für die Kinder auch sehr schön zu sehen, wie die Bilder nach dem Ausschneiden und Aufkleben das Poster vervollständigen. Die Illustrationen empfand ich beim Vorgänger etwas gelungener, da hätte ich mir mehr liebevolle Details gewünscht.

Weshalb verteilen die Menschen in Äthiopien zu Ostern frisches Gras in den Häusern? Was ist eine Paska? Wie funktioniert das Ostereier-Spiel in Österreich? Aus welchem Land stammen goldene und silberne Ostereier? Womit werden die Palmen am Palmsonntag in Mexiko geschmückt? Und warum werden in Ungarn die Mädchen an Ostern mit Parfum und Wasser begossen? Ihr wisst es nicht? Alle Antworten sind in diesem Osterkalender zu finden 🙂 Da können auch die Erwachsenen einiges dazu lernen!

Eine wissenserweiternde Begleitung durch die Osterzeit für Kinder ab 8 Jahren!

 

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Renate Schupp und Stefan Horst – Die Rätsel-Bibel

Die Schöpfungsgeschichte, die Sintflut, die Zehn Gebote und viele andere Bibel-Geschichten werden in dieser Rätsel-Bibel thematisiert. Die insgesamt 19 Geschichten werden nach dem Alten und Neuen Testament aufgeteilt dargestellt.  Acht Geschichten beschäftigen sich mit dem Alten Testament und den bedeutendsten Bibelgeschichten.

Nach der jeweiligen Geschichte, die oft nicht länger als zwei Seiten ist, werden dem Leser vier Fragen zu dem entsprechenden Abschnitt gestellt. Es stehen jeweils drei Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Das Ergebnis kann mit Hilfe eines Lösungsfischs (siehe Bild unten) selbstständig von dern Kindern kontrolliert werden.

Für Kinder, die mehr Bibelgeschichten kennen lernen möchten und für diejenigen, die bereits einiges wissen und dieses Wissen testen oder auch festigen möchten, ist diese Rätselbibel eine wundervolle Möglichkeit. Die kurzen Texte sind leicht verständlich und werden durch sehr ansprechende Zeichnungen von Stefan Horst unterstützt. Der natürlichen Entdeckungsfreude von Kindern wird hier Rechnung getragen und die Motivation sich mit Bibelgeschichten zu beschäftigen gesteigert bzw. erst geweckt.

Die verdeckte Spiralbindung erweist sich als sehr praktisch und das spannende Lösungssystem zu den insgesamt 76 Rätselfragen ist animierend und erhält den Ansporn. Der rote Löungsfisch darf in einem kleinen Umschlag auf der Innenseite des Buches „zwischengeparkt“ werden. So verringert man die Wahrscheinlichkeit, dass es verloren geht.

Eine motivierende Beschäftigung mit den Bibelgeschichten.

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Irene Mohr – Mein großes buntes Bildwörterbuch

Eine süße, kleine Maus führt durch das großformatige und bunte Bildwörterbuch. Mal geht sie in der Badewanne tauchen, mal schläft sie gemütlich auf dem Sofa oder bewundert den großen Elefanten. Die Themenbereiche erstrecken sich über ein Doppelseite und behandeln die Thematik „Im Haus“, „Draußen“, „Tiere“, „Beim Einkaufen“, „Im Kinderzimmer“, „In der Küche“ und „Im Badezimmer“. In diesem Pappbilderbuch werden mehr als 200 Wörter bzw. Bilder präsentiert.

Dieses extragroße Bilderwörterbuch fördert die Sprachentwicklung bereits ab einem sehr frühen Alter. Der Grundwortschatz wird durch lebensnahe Themenbereiche erweitert und mit klaren und symphatischen Illustrationen untermalt. Unter dem jeweiligen Bild steht das passende Wort mit dem entsprechenden Begleiter. Damit lässt es sich auch wunderbar für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache einsetzen. Auch für den Sprachförderunterricht in der Schuleingangsphase kann es eine schöne Abwechslung zu tristen Arbeitsblättern sein.  Die Seiten sind sehr stabil und werden einige feste Kindergriffe problemlos aushalten können. Die Maus, die sich überall versteckt und zum Entdecken ermuntert, stellt eine schöne Identifikationsfigur dar, die sich jedoch nicht allzu sehr in den Vordergrund drängt und den eigentlichen Bildern viel Raum lässt.

Robust, eindeutige Illustrationen, lebensnahe Themen.

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Daniela Drescher – Merlind und die Walpurgisnacht

Merlind möchte mit ihrem Drachen zum Walpurgisfest aufbrechen, wäre da nicht die schwierige Kleiderwahl gewesen. Soll sie den grünen Hut nehmen? Oder doch lieber den violetten? Die Entscheidung fällt Merlind schwer und während Igor, ihr Hausdrache auf sie wartet, setzt er sich aus Versehen auf den Besen, der sie beide zum Fest fliegen sollte. Merlind versucht mit ihren Zauberkünsten den Besen heil zu zaubern. Wird die kleine Hexe es rechtzeitig schaffen oder wird das Fest ohne die beiden gefeiert werden müssen?

Die Thematik der misslungenen Zauber und der witzigen Zaubersprüche kennt man bereits aus einigen anderen Hexenbüchern. Die Resultate sind daher immer mit einem Schmunzeln verbunden. Die Geschichte stellt einen Folgeband dar und beginnt wenig spektakulär, denn Merlind tut sich mit Entscheidungen schwer. Nach einigen Fehlversuchen in der Zauberkunst, muss sich Merlind eingestehen, dass es mit dem Heilzaubern des Besens nichts mehr wird. Gut, dass man wenigstens Freunde hat, auf die man sich verlassen kann. Beim Fest angekommen, endet auch leider schon das Buch.
Zusammenfassend steht wohl die Freundschaft im Vordergrund und das Sich-verlassen-können auf sein enges Umfeld. Einen Knackpunkt stellt für mich der demotivierende Ausgang der Zauberversuche dar. Hier hätte ich mir zumindest einen Ausblick auf Verbesserung oder einen anderweitigen Lernzuwachs gewünscht. Auch die „Abenteuer“ sind leider etwas profan und enden bevor sie eigentlich begonnen haben.

Die Illustrationen sind sehr farbenfroh und detailliert. Der Anblick gefällt. Die Auswahl der Schrift und die Darstellung des gesamten Texts empfinde ich als etwas unpassend, ja sogar fast störrisch. Es ist wenig verspielt und recht „erwachsen anmutend“.

Das Bilderbuch hätte mehr Erlebnisse und wirkliche Abenteuer vertragen können.


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