Eulàlia Canal und Rocio Bonilla – Drei sind keiner zu viel

Der Bär und das Murmeltier sind beste Freunde. Am liebsten spielen sie zusammen Darts, gehen auf Schatzsuche oder liegen im Gras und schauen in den Himmel. Eines Winternachmittags lädt Bär seine Freundin Ente ein. Das Murmeltier hält jedoch nicht viel von der Idee, denn er teilt seinen Freund nicht gerne. Er bastelt ein „Bitte nicht stören!“-Schild und hängt es heimlich vor die Tür.

Die Problematik der „Dreier-Konstellation“ und die damit verbundene Eifersucht wird vielen bekannt vorkommen, die mit Kindern zusammen arbeiten. Der Thematik „andere ausschließen oder selbst ausgeschlossen werden“, widmet sich diese warmherzige Geschichte und zeigt auf, dass jeder Mensch eine Bereicherung sein kann. Die Angst oder Sorge dadurch einen Freund zu verlieren, zeigt sich als unbegründet. Die Spiele müssen einfach angepasst werden und dann macht es auch schon mehr Spaß.

Die Flunkerei des Murmeltiers ist liebenswürdig und endet ganz bezaubernd in einer Wendung des Blattes. Gegen die eigentliche Absicht wird der Freundeskreis erheblich erweitert. Hier kann jeder mitmachen und ist schließlich herzlich willkommen.

Jeder ist willkommen – gemeinsam statt einsam!

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Rusalka Reh – Der Igel Nepomuk

Seinen Winterschlaf hält Nepomuk unter der alten Hecke im trockenen Laub. Als ihn die Feldmaus weckt, muss er voller Schrecken feststellen, dass er zu lange geschalfen hat. Er ist dünn wie ein Regenwurm geworden! Jetzt heißt es schnell auf Nahrungssuche gehen. Unterwegs trifft er das Eichhörnchen und verrät ihr wo sie im Herbst die schmackhafte Walnuss vergraben hat.

Auf dem Bauernhof begrüßt er alte Freunde und macht neue Bekanntschaften. Das Igeljahr ist ganz schön aufregend und kaum hat man sich versehen ist schon der nächste Winterschalf vor der Tür.

Der Protagonist ist ein liebenswerter und herzensguter Igel. Rusalka Reh hat wissenswerte Informationen rund um die Bauernhoftiere und insbesondere den Igel einfließen lassen. Natürlich werden die jungen Zuhörer mit einem Happy End beglückt. Echte Freunde helfen schließlich in allen Notsituationen.

Das Vorlesebuch eignet sich bereits für Kinder ab 4 Jahren. Es ist eine prima Gutenacht-Geschichte, die mit kleinen Aufregungen zurecht kommt, ohne die Gefühlswelt groß aufzuwühlen. Die Doppelseiten werden von einigen schwarz-weiß Illustrationen begleitet. Der hochwertige Leineneinband macht es zu einem wertigen Geschenkbuch. Weitere Abenteuer von Nepomuk in einem Folgeband wären wünschenswert.

Wissenswertes rund um das Igeljahr.

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Jochen Hering – Kinder brauchen Bilderbücher: Erzählförderung in Kita und Grundschule

Bilderbücher bergen viele Chancen hinsichtlich der Vermittlung von Weltwissen und  Sprachförderung von Kindern. Dieses Buch zeigt wie man möglichst viel aus den Büchern herausholen kann. Es stellt das Medium Bilderbuch erzählend-anschaulich und systematisch-fachlich vor.

Jochen Hering widmet sich zunächst der „Kunst des Erzählens“ und betont die große Gewichtigkeit dieser Fertigkeit. Das innere Lexikon wird genauso aktiviert wie die Spontanität, die Fähigkeit Zusammenhänge herzustellen, Höhepunkt voller Intensität einzubauen und Geschichten durch die Augen der anderen zu sehen. Hier werden durch die Komplexität viele unterschiedliche Fähigkeiten gefördert. Bei der theoretischen Darstellung der Erzählstruktur im Bilderbuch bedient sich der Autor zahlreicher, auch aktueller Beispiele.

Besonders gelungen ist die Zusammenstellung der Qualitätskriterien für ein „gutes Bilderbuch“, damit die Bilderbuchauswahl auf Zustimmung der Kleinen stößt. Die Beachtung der Vorlieben der Adressaten spielt natürlich auch eine große Rolle. Anschließend werden als Rahmen und Grundlage für die praktische Arbeit mit Kindern Prinzipien der Erzählförderung anhand einer Projektarbeit in der Kita dargestellt. Hier werden explizite Erzählkarten gezeigt, die dabei helfen sein Lieblingsbuch vorzustellen. Das Juwel ist wohl das letzte Praxiskapitel. Hier finden sich 9 konkrete, aufeinander aufbauende Arbeitsideen. Neben Bildimpulsen zu freiem Erzählen, steigt der Anspruch der Aufgaben bis hin zur theatralen Arbeit mit Kettengeschichten. Untermalt werden die Vorschläge stets mit passenden Bilderbuchvorschlägen, die Lust darauf machen, das Meiste  aus der Geschichte herauszuholen!

Erzählförderung im Anfangsunterricht – Instrument gegen Spracharmut bei Kindern

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Claudia Scholl – Inselwelt und Ritterburg

Claudia Scholl präsentiert in diesem Buch ansprechende Beispiele für Spielwelten aus Pappe auf einem Quadratmeter. Die Vorschläge sind gut umsetzbar und alles was man dafür braucht ist Pappe und Alltagsgegenstände, die nicht viel Geld kosten. Manche Spielwelten lassen sich ein- und wieder ausklappen, mit Farbe ausmalen, beschriften oder zurecht schneiden. Die Kunstobjekte wurden sehr kreativ und inspirierend von Anita Back fotografisch eingefangen.

Das Schöne daran ist, dass es keine „perfekten“ Beispiele sind, sondern von Kindern angefertigte Exemplare mit Macken und Fehlern. Sie scheinen vor Kreativität und Einfallsreichtum zu strotzen. Die Ergebnisse sind oft auf einer Doppelseite großformatig dargestellt. Darauffolgend erscheint die Angabe zum benötigten Werkzeug, zur Vorgehensweise, wobei hier auch noch einzelne Zeichnungen die jeweiligen Schritte unterstützen.

Die Lust am Selbermachen wird schon beim Betrachten geweckt. Die Bandbreite der Objekte ist groß. Hier finden sich Tischkicker, Städte, Kaktus-Garderoben, Zukunftshäuser, Trauminseln, Kiosk-Stände, Zoo-Boxen, Berglandschaften, Geschäfte und vieles mehr. Viele Vorschläge können in der Schule oder Aula als Ausstellungsstücke zur Verschönerung des Schulgebäudes umgesetzt werden. Auch auf Kindergeburtstagen wird die eine oder andere Aktivität sicherlich viele Kinder begeistern.

Anregende und praktikable Vorschläge im modernen Gewand fotografisch eingefangen.

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Verena Manhart und Pascal Frank – Herr Tukan! Herr Tukan!

Herr Tukan ist stets zur Stelle, wenn es mal bei den Tieren im Urwald brennt. Er hilft dem Affen und entknotet seine Pfote. Für das Zebra hat er tröstende Worte parat, während er ihre Streifen sortiert. Auch den Fledermaus-Geschwistern zeigt er geduldig den Weg nach Hause. Doch eines Tages kann Herr Tukan selbst nicht mehr. Und so machen sich die Tiere auf den Weg den hilfsbereiten Herrn Tukan zu suchen. Ob er jetzt wohl ihre Hilfe braucht?

Verena Manhart greift eine ernste Angelegenheit auf und verpackt sie in kindgerechte Situationen. Es gibt Menschen, die ständig und immerwährend geben und andere, die es für selbstverständlich nehmen und weiter fordern. Herr Tukan gehört zur ersten Kategorie „Mensch“. Er hilft gerne. Die Kräfte des gutmütigen Herrn Tukan lassen jedoch nach und er fühlt sich schon bald einfach nur erschöpft. Er brennt aus.

Als die Tiere die nötige Hilfe nicht bekommen, merken sie dass sie sich eigentlich auch selbst helfen können.

Wenn Affe Albert sich das nächste Mal seine Pfote verknotet … dann (versucht er sein) Glück erst mal alleine.

Diese Botschaft ist eine bedeutende. Als Eltern muss man die Kinder auch einmal alleine versuchen lassen ein Problem zu lösen. Es ist ein wichtiger Lernprozess, bei dem man sich zurücknehmen und die evtl. Misserfolge auch aushalten muss. Kinder, denen immer gleich alles abgenommen wird, lernen nicht selbstständig zu denken und zu handeln. Auch Lehrer sind oft die Verkörperung von „Herrn Tukan“. Hier heißt es ebenfalls „Versuche es erst einmal alleine!“. Nur wenn das Problem wirklich unüberwindbar ist, kommen sie geflogen und helfen gerne.

Die farbenfrohen Illustrationen  von Pascal Frank verleihen in der Drucktechnik der Thematik die nötige Wichtigkeit und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Hier ist die Hilfsbereitschaft von einer ganz anderen Seite beleuchtet und die Folgen für beide Seiten verherrend.

Hilfsbereitschaft von einer ganz anderen Seite beleuchtet!

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Carina Köppl und Stephanie Scheinhaufer – Die kreative Lückenfüller-Kartei für den Kunstunterricht

Ich bin fertig. Was soll ich jetzt tun?

Diesen Satz kennen viele Lehrkräfte. Bevor die Schülerinnen und Schüler weitere Beschäftigungsmöglichkeiten nach Beendigung ihrer Arbeit angeboten bekommen, ist es wichtig sie bezüglich der konzentrierten und sorgfältigen Bearbeitung zu befragen. Falls es nichts zu verbessern oder überarbeiten gibt, müssen die Schülerinnen und Schüler weiter sinnvoll und künstlerisch beschäftigt werden. Diese Kartei kann hierbei Abhilfe schaffen.

Es gibt insgesamt 30 Aufgabenkarten mit einem farbigen Rahmen. Dieser gibt den benötigten Zeitaufwand an. Es wird unterschieden zwischen grün (5-10 Min.), gelb (10-20 Min.) und rot (45 Min.). Auf der Vorderseite ist der Arbeitsauftrag erklärt, während auf der Rückseite sich ein beispielhafter Lösungsvorschlag befindet. Damit eignet sich die Kartei für die Klassen 1-4. Während die Erstklässler sich vom Beispielbild auf der Rückseite inspirieren lassen können, sollten die älteren Schülerinnen und Schüler die Arbeitsaufträge erlesen. Das fertige Bild hat anleitenden Charakter, sodass man sich die vorherigen Schritte auch denken kann.

Praktisch hierbei ist, dass keine außergewöhnlichen Materialien zur Verfügung gestellt werden müssen. Oft reicht Papier, Schere, Wasserfarbe, Bleistift und Jaxon-Kreide. Die Bandbreite der Angebote ist groß. Das Experimentieren wird groß geschrieben und lässt die Kreativität wachsen.

Beispielhafte Angebote sind: Klecksmonster, Farben-Wirrwarr, Daumen hoch für Tierbilder, Abklatschbilder, Bleistift-Künstler, 3-D-Landschaft, Graffiti-Künstler uvm.

Inspirierende und leicht umsetzbare Angebote, die zum Experimentieren einladen.

 

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Stephanie Schneider und Astrid Henn – Mias Bohne

Rezension

Mia wünscht sich sehnlichst ein Haustier. Das Betteln und Jammern bringt bei ihren Eltern jedoch nichts. Stattdessen soll sie sich in der Pflege einer Pflanze beweisen. Dafür bekommt Mia von ihrer Mama eine Bohne. Diese steckt sie in die feuchte Erde eines Joghurtbechers und schon bald fängt es an zu keimen. Diese Pflanze wird Mias Haustier und begleitet sie am Küchentisch, bei Spaziergängen oder beim Erfinden von gruseligen Bohnenfänger-Geschichten.

Pflanzentierpflegerin zu sein ist zwar toll, doch schon bald vermisst Mia ihre Freundinnen. So vergisst sie das Gießen und überschwemmt kurz darauf ihre Bohne, damit sie wieder viel Zeit zum Spielen hat. Nun muss eine Lösung her, die beide glücklich macht. Da macht sich Mia auf den Weg in den Garten …

Diese Probe eines Pflanzenpflegers werden viele Kinder kennen. Auch ich musste mich in der Kindheit „beweisen“. Dieses Bilderbuch thematisiert kindgerecht die anfängliche Vorfreude eines Kindes, das schon bald feststellen muss, dass Verantwortung übernehmen auch Arbeit heißt. Sehr wertvoll ist die Darstellung, dass es Mia irgendwann zu viel wird und sie nach einer neuen Lösung suchen muss, die beide zufrieden stellt. Wichtig wäre hierbei mit dem Kind anschließend zu besprechen, dass es mit dem Haustier vergleichsweise anders ist. Ein Haustier kann nicht im Garten eingepflanzt werden und für sich alleine sorgen, wie es bei einer Pflanze der Fall ist. Die Gegenüberstellung von „Pflanze“ und „Haustier“ in Bezug auf „Wer braucht was?“ ist sinnvoll.

BeFunky-collage

(Mein Bohnenheft zum Download)

Die Keimung einer Bohne kann sehr einfach in einem Schulprojekt oder auch im häuslichen Rahmen aufgegriffen werden. Hierbei können spannende Experimente zum Thema „Licht“, „Wasser“ und „Erde vs. Watte“ durchgeführt werden. Im Schuhkarton können beim Keimen Hindernisse eingebaut werden, um zu schauen, ob die Pflanze sich trotzdem dem Licht entgegen streckt. Mehrere Bohnen können auf Schälchen mit keinem, wenig und viel Wasser ausgelegt werden. Der Vergleich des Wachstums mit dem Lineal lohnt sich! Woher nimmt die Bohne ihre Nährstoffe? Dafür ist das Einpflanzen in die Erde, auf einem Wattepad oder auch einem Küchentuch aufschlussreich.

Blick ins Buch

Der Sauerländer Verlag bietet zum Bilderbuch passende Unterrichtsvorschläge an. Reinschauen lohnt sich!

Fazit

Pädagogisch wertvolles Bilderbuch zum Thema „Mensch, Tier und Pflanze“.

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Elsebeth Jensen und Helle Jensen – Schule braucht Beziehung: Gelungene Lehrer-Eltern-Gespräche

Der Titel des Buchs „Schule braucht Beziehung“ hat schnell meine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Für ein gutes Miteinander und ein angenehmes Klassenklima ist ein offener, respektvoller Dialog zwischen Schule und Elternhaus unabdingbar.

Und doch stelle ich in der Praxis fest, dass es nicht immer gelingt. Manchmal scheitert es bereits am Rollenverständnis. Vielen Eltern ist nämlich nicht bewusst, was in den Aufgabenbereich einer Lehrkraft überhaupt fällt und kommen daher mit falschen Erwartungen zum Gespräch. Hierzu braucht es einfach mehr Informationen und frühzeitige Aufklärungen.

Ich habe gehofft, dass dieser Ratgeber mit dem Untertitel „Gelungene Lehrer-Eltern-Gespräche“ Abhilfe schaffen kann. Leider musste ich schnell feststellen, dass dieser Zusatz irreführend ist, da das Buch sich auch häufig auf Kindergärten und damit Erzieher bezieht. Der Begriff „Lehrer“ müsste also durch „Pädagogen“ ausgetauscht werden.

Des Weiteren kommt das Autorenpaar aus Dänemark, sodass viele Situationen nicht auf deutsche Bildungsinstitutionen übertragbar sind und mit falschen Erwartungen verknüpft sind. So heißt es im Buch z.B. „Elternabende sind Veranstaltungen der Pädagogen. Sie laden dazu ein und …“ (S. 176). Das ist in NRW so nicht richtig, denn es heißt „Die Klassenpflegschaftsvorsitzenden berufen die Sitzungen der Klassenpflegschaft ein. Sie legen die Tagesordnung der Sitzungen fest  (in Absprache mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer) (siehe Broschüre „Das ABC der Elternmitwirkung“). Das verzerrte Bild wird in vielen Bereichen sichtbar, sodass man hier wirklich aufpassen muss, dass keine falschen Erwartungen geweckt werden.

Ferner sind die Autoren als Diplompsychologen bzw. als Dekane in der Bildung tätig. Auch das wird beim Lesen schnell deutlich. Der genauen Schilderung der Problematik wird viel Platz eingeräumt, wohingegen die praktischen Lösungsansätze kurz und knapp dargestellt werden. Auch die Bandbreite der Lösungsansätze ist durchaus eingegrenzt. Viele Überlegungen plätschern so vor sich hin und  hätten einfach in klaren Konzepten zusammengefasst werden können. So werden oft bestimmte Schritte aufgeführt, die sich viel einfacher mit dem Konzept des „Klassenrats“ zusammenfassen ließen.

Gelungen sind dagegen die aufgeführten Fallbeispiele. Hier werden sowohl „misslungene“ als auch „gelungene“ Beispiele genannt. Das ist durchaus spannend und fördert die Selbstreflexion. Leider bleibt vieles oberflächlich angeschnitten, obwohl die Absicht Pädagogen und Eltern zu guten Partnern zu machen, vorbildlich ist.

Auch hier ist es notwendig, mit dem Mythos aufzuräumen, dass es möglichst keine Konflikte geben darf. Konflikte sind ein notwendiger und natürlicher Teil jeder Entwicklung und es ist leichter, mit ihnen umzugehen, wenn man sie zulässt und nicht als überflüssige Störungen des Unterrichts ansieht (S. 175).

Ratgeber aus Dänemark, daher nicht 100% auf deutsche Bildungsinstitutionen zu übertragen!

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Doreen Blumhagen – Mein „Das bin ich!“-Lapbook

Lapbooks  kommen aus der amerikanischen Homeschool-Bewegung und gewinnen nun auch in Deutschland immer mehr an Popularität. Es sind individuelle Portfolios, die von den Kindern selbstständig bearbeitet, gestaltet und präsentiert werden. Die aufklappbare DIN A3 – Mappe, die bequem auf dem Schoß (engl. „lap“) Platz hat, verbirgt im Inneren eine Vielzahl an Minibüchern, die aufgeklappt, gedreht und gefaltet werden können und auf kreative Weise Informationen zu einem Thema vermitteln.

In diesem Heft finden sich 26 Vorlagen zum Thema „Das bin ich!“. Auf jeder Kopierseite befindet sich eine Anleitung. Blankovorlagen sind nicht vorhanden, somit ist dieses Buch ausschließlich für  dieses eine Thema einsetzbar. Das ist etwas schade, denn mit leeren Feldern hätte man prima differenzieren können. Die Variation in Bezug auf Formate ist sehr breitgefächert. Hier finden sich Familienstammbäume, Herzen, die mit Musterklammern aufgefächert oder kleine Minibücher, in denen besondere Ereignisse festgehalten werden können. Etwas störend empfinde ich, dass sehr viel Verschnitt entsteht, da die Erklärungen vergleichsweise viel Platz auf dem Papier einnehmen. Sehr hilfreich ist der „Selbstreflexionsbogen“ zum eigenen Produkt. Positiv hervorzuheben ist der ausführliche Bewertungsbogen zum Lapbook. Hier wurden „items“ zu den Bereichen „Arbeitsverhalten“, „Gestaltung“, „Inhalt“, „Präsentation“ und „Selbstreflexion“ integriert. Als Orientierung für die Lehrkraft wurde auch eine beispielhafte Bepunktung eingefügt. Um die Transparenz der Bewertungskriterien zu gewährleisten, ist es ratsam den Bogen den Kindern vorab mitzugeben.

Nach dem nun mehrmaligen Einsatz der Lapbooks, bin ich weiterhin gespaltener Meinung in Bezug auf „Lernzuwachs“ im Vergleich zum „Zeitaufwand“. Ich sehe aber auch Vorteile und übe mich darin Geduld aufzubringen. Jede Lerngruppe genoss bisher die Arbeit am individuellen Lapbook. Die Kinder erweiterten ihre Fertigkeiten bezüglich des sorgfältigen, ausdauernden und selbstständigen Arbeitens, schulten ihre Kompetenzen in den Bereichen „Feinmotorik“, „Sammeln von Informationen“ und „mündliche Präsentationsfähigkeit“. Diese Lapbooks können im 4. Schuljahr zur Vorstellung bei den Patenkindern genutzt werden oder auch für das Kennenlernen im 5. Schuljahr nach dem Übergang.

Abwechslungsreiche Formate, praktikabel in der Umsetzung.

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Carsten Eichler – Greta, Lotti & Bauer Hansen

Bauer Hansen ist überarbeitet und sehnt sich nach dem Meer. Das ganze Jahr über steht er früh auf und kümmert sich zuverlässig um seine Bauernhoftiere. Doch es kommt der Tag, an dem er lustlos auf seinem Brötchen kaut und am liebsten im Bett bleiben wollen würde.

Seinen Kühen Greta und Lotti entgeht diese Unlust nicht und so werkeln sie heimlich im Zelt und bereiten für ihren Bauern eine Überraschung vor. Ein Fortbewegungsmittel soll es sein, eins das Bauer Hansen schnell zum Meer bringen wird.

Die Thematik spricht vielen Menschen, ob Groß oder Klein, zum Beginn der Sommerferien aus dem Herzen. Der Wunsch nach Erholung wird immer größer und auch das Fernweh nimmt zu.

„Er ist tatsächlich am Meer. Nach so langer Zeit. Bis zum Knöchel steht er im Wasser und hält die Nase in die salzige Seeluft.“

Dieses Bilderbuch weist einen Illustrationsstil auf, der mich an „Shaun, das Schaf“ denken lässt. Diese Assoziation drängt sich förmlich auf, denn auch in diesem Buch sind die Protagonisten und alle weiteren Elemente aus Knete, Fimo und Modelliermasse geformt. Der Illustrationsstil ist zeitaufwändig und die Detailverliebtheit des Autors bleibt nicht lange verborgen. Die Schrift ist vergleichsweise klein, sodass die Bilder noch mehr Raum zum Wirken bekommen. Mein Lieblingsbild ist die Szene der drei mit den Füßen im Wasser. Das Wasser in Form einer Folie drapiert und die vergrößerten Füße sind ein Augenschmaus. Der 3-D-Effekt vermittelt eine tolle plastische Räumlichkeit und das Gefühl die Figuren zum Greifen nah zu haben.

weiterarbeit

Mit diesem Bilderbuch ist der Aufhänger für eigene „Stop-Motion-Filme“ gegeben. Bild für Bild fotografieren die Kinder mithilfe einer Kamera die kleinsten Veränderungen in den Bewegungsabläufen der Figuren. Beim schnellen Ablaufen der Fotos beginnt im fertigen Trickfilm alles zu leben, so ähnlich wie beim Daumenkino.

Schnell ans Meer! Ein Bilderbuch zum Sattsehen.

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