Anna Schindler – Stimmt das?

Es gibt Tintenfische, die haben drei Herzen und immer Tinte dabei. Damit schreiben sie Liebesbriefe.

Nachdenklich schaut das Mädchen auf der krummen Banane sitzend und schon fragt man sich, was dieser Reißverschluss da macht? Zum Nachdenken, Rätseln und Recherchieren lädt das Sachbuch „Stimmt das?“ ein. Doch auch das Lachen kommt nicht zu kurz.

Hier werden 42 ungewöhnliche und teils skurrile Behaupten aufgestellt. Diese sind ultrawitzig bebildert, sodass man beim Betrachten nicht nur schmunzeln, sondern manchmal wirklich lauthals lachen muss. Hat eine Schnecke tatsächlich einen Kopf, einen Fuß und vier Nasen? Kann ein Grönlandhai wirklich 500 Jahre alt werden? Hinten im Buch ist nicht nur die Auflösung zu finden, sondern auch einige hilfreiche und interessante Erklärungen, die mehr Informationen zur Thematik liefern.

Kinder haben viele Fragen. Dieses Buch liefert einige Antworten, möchte eigentlich aber noch mehr Fragen aufwerfen. Das Sinnieren über das Leben bekommt hier viel Raum und eine ganz eigene Bühne. Redewendungen und Sprichwörter sind zauberhaft in Bilder gepackt, sodass man täglich gemeinsam diskutieren, sich austauschen und dazulernen darf.

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Soledad Romero Mariño und Sonia Pulido – Tiere und ihre Superkräfte

Dieses Sachbuch „Tiere und ihre Superkräfte“ für wissbegierige Kinder präsentiert 22 Tiere mit Superkräften, die den Leser einfach nur staunen lassen. Junge Tierforsche entdecken spielend erstaunliche Tiere und ihre Eigenschaften. Auf jeder Doppelseite wird ein Tier ausführlich vorgestellt. Dabei muss es sich in Bezug auf bestimmte Fähigkeiten mit anderen Tieren messen. So werden für Kräfte 1-7 Sterne verliehen und die Tiere erhalten icons wie z.B. Super-Imitation, Super-Substanzen oder Super-Sehvermögen. In diesen Teilbereichen wird dann im Fließtext genauer auf die Fähigkeiten eingegangen.

Der Kugelfisch stellt sich als ein teuflischer Giftball heraus, der mit seinem Gift 30 Menschen zu töten vermag. Doch sein Wundermittel kann auch als Medizin verwendet werden. So werden aus seinem Gift Medikamente hergestellt, die gegen Schmerzen helfen. Der Stierkopf-Dungkäfer gilt als das stärkste Tier der Welt. Mit seinen Hinterbeinen rollt er den Dung, also den Tierkot, zum Vergraben durch die Gegend. Wer das Tier nicht kennt, dem sei ein Video online empfohlen, um eine Vorstellung von dieser Kunst zu erhalten. Der Narwal kann ebenfalls Faszinierendes vorzeigen. Mithilfe seiner Stoßzähne erkennt er nicht nur die Tiefe des Meeres, sondern kann auch spüren, wann es schneien wird.

Diese Talente und Anpassungen an die Umwelt können nur begeistern. Das Sachbuch vermag die Fun Facts spannend zu präsentieren. Interessant ist ebenfalls die Ergänzung, wo die Beobachtungen aus der Tierwelt den Menschen als Inspirationsquelle bei neuen Erfindungen dient.

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Almud Kunert und Simone Veenstra – Die Traumspinnerin

Luca staunt und versteht:
„Das macht Mama also nachts – Mama macht Träume.“

Das Bilderbuch „Die Traumspinnerin“ entführt uns in eine Welt, in der Fantasie-Berufe existieren. Luca wundert sich, was seine Mama macht, wenn sie abends das Haus verlässt und zur Arbeit aufbricht. Sein Vater schlägt vor, dass sie sich gemeinsam auf die Suche machen. Und da sich Luca eh schon gefragt hat, was um ihn herum passiert, wenn er schläft, entfacht in ihm die Neugierde. Und so brechen die beiden auf und erfahren, dass Blumen nachts Sternschnuppen sammeln und die Rinder dem Wind lauschen. Der Fuchs geht im Mondschein auf Entdeckungsreise, während Igel einfach futtern.

Der Bäcker zaubert wunderbare Leckereien, die er mit Luca teilt. Sie sind noch warm und schmecken köstlich. Am Ende des Weges erblicken sie eine kleine Backsteinfabrik. Aus dem Schornstein entweicht ein rosafarbener, zarter Rauch aus Blumen. Sie schleichen vorsichtig hinein und sehen Mama Träume zaubern. Hier finden sie Lachen, gute Laune, bunte Funken, aus denen Gestalten geformt werden und die in dem Schornstein verschwinden, um sich auf den Weg zu den Träumern zu machen.

Doch wie sagt Mama immer? Die buntesten Träume kommen zu jenen, die am tiefsten schlafen.

Diese Gutenachtgeschichte ist nicht einfach nur zauberhaft schön, sondern auch äußerst fantasievoll. Der ruhige Schlaf wird garantiert folgen und zudem regt es die Fantasie an. Man kommt nicht umhin, selbst nach fantasievollen und vielleicht gar fantastischen Berufen zu suchen. Wie wäre es mit „Sternenmusiker“, „Naturheiler für magische Wesen“, „Gedankenarchitekt“ oder „Wolkenmaler“? Was wären die Aufgaben? Welche Utensilien wären notwendig? Die Traumspinnerin lädt ein, der Fantasie freien Lauf zu lassen.

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Sam McBratney und Anita Jeram – WEißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?

Der Kinderbuchklassiker „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ wird 30 Jahre alt! Diese Liebeserklärung ging durch etliche Kinderzimmer und der Hasenvergleich der Reichweite der Liebe wird jedem Erwachsenen ein Begriff sein.

Bis zum Mond …
…und wieder zurück haben wir uns lieb.

Wie weit reicht die Liebe? Die beiden Hasen erklären sich gegenseitig ihre Zuneigung und beginnen zunächst mit einer messbaren Distanz. Der kleine Hase breitet die Arme aus und verdeutlicht damit seine innige Liebe. Doch die Armlänge des großen Hasen ist größer, sodass weitere Versuche unternommen werden, die Liebe in Bezug auf ihre Größe zu dehnen.

Nachdem die Körpermaße ihre Grenzen erreicht, wird die Messbarkeit in das Visuelle übertragen. Schließlich landen beide Hasen müde im Blätterbett und sind sich einig, dass ihre Liebe ins Unendliche geht und vergleichbar mit der Strecke zum Mond und zurück erscheint.

Dieses Bilderbuch ist nun als Geschenkausgabe im Kleinformat erhältlich und erwärmt weiterhin die Herzen aller Liebenden, egal in welcher Beziehung man zueinander steht, sei es als Eltern-Kind, Großeltern-Enkel oder einfach Verliebte jeden Alters. Man kann nicht oft genug, seine Zuneigung bekunden.

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Przemystaw Wechterowicz und Emilia Dziubak – Der achtsame Tiger

„Tiger sind gefährliche Raubtiere!“ – so lautet das Vorurteil, welches sich im Dschungel hält. Dabei ist der Dschungel doch ein Ort voller bunter Vielfalt und Diversität. Es gibt Tiere, die behaupten, dass Tiger grundsätzlich grob, gefährlich und mit ihren weißen und scharfen Zähnen furchterregend seien und gar beißen würden.

Dieser Irrglaube hält sich hartnäckig, sodass der achtsame Tiger stets das Gegenteil von den Annahmen beweisen muss. Man meint, er würde mit seinen scharfen Krallen etwas aufschlitzen, doch stattdessen nutzt er sie, um das Obst für den Elefanten klein zu hacken. Als er die Eier eines Papageis entdeckt und sie im Maul hält, bringt er sie behutsam ins Nest, um sie auszubrüten. Er schleicht sie leichtfüßig an die Tapire heran, nur um ihnen einen Tanz beizubringen.

Dieses farbenfrohe Bilderbuch zeigt, dass Schubladendenken blockiert und die Tür für Chancengleichheit fest verschlossen lässt. Es ist mühsam, sich den eingeschränkten Sichtweisen entgegen zu stellen und sich immer wieder neu beweisen zu müssen. So hat der achtsame und vor allem hilfsbereite Tiger täglich alle Pfoten voll zu tun. Er achtet auf seine Dschungelgemeinschaft und ist stets mit wachem Blick da, wenn jemand seine Hilfe benötigt.

Emilia Dziubaks schafft es nicht nur einen liebvollen Tiger als Protagonisten zu erschaffen, sondern zeigt auch die Zwiespältigkeit von Annahmen. Es regt zum Hinterfragen und Reflektieren unserer eigenen Einstellungen, Auffassungen und Anschauungen. So endet das Buch mit der Überleitung zur Realität, indem junge Leserinnen und Leser angeregt werden, selbst aktiv zu werden und Achtsamkeit zu trainieren.

Macht´s gut, Kinder.
Und denkt immer daran:
Auch ihr könnt ein achtsamer Tiger sein!

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Barbara Hoffmann – Alles, was gesagt werden muss

Als er Flaubert noch immer dort sitzen sah,
hüpfte auch sein Herz ein bisschen
und er sagte zu ihm: „Es tut mir leid.“

Und das war alles,
was gesagt werden musste.

Hin und wieder braucht es gar nicht so viele Worte. Manchmal wird zu viel oder gar das Falsche gesagt. Das betrifft vor allem Dinge, die sich um die Gefühlswelt drehen. Wie einfach es sein kann, zeigen diese drei kurze Geschichten, die in drei Kapitel eingeteilt wurden.

Die Geschichte rund um den Löwen und die Schildkröte zeigt, dass in einer Freundschaft es nicht viele Worte braucht, um auszudrücken, dass man sich mag. Es reicht ein „Du bist für mich wertvoll.“ Die Botschaft „Ich mag dich so, wie du bist“ verdeutlichen uns der Kreis und die Wurst, die sich trotz ihrer Anderartigkeit so passend zusammenfügen. Eine auch bildlich wundervolle Umarmung, die pure und ehrliche Herzenswärme ausstrahlt.

Eine Entschuldigung, die geradlinig, vom Herzen und klar ausgedrückt wird, sodass auch Kinder sie verstehen, berührt das Herz ungemein. Fehler machen, reflektieren und mutig sich entschuldigen, das macht uns der Frosch auf eine beeindruckende Art und Weise vor. Es braucht manchmal nur wenige Worte. Und das ist alles, was gesagt werden muss.

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Ulrike Motschiunig – Glück gesucht!

Der kleine Fuchs sucht das Glück. Eines Morgens erwacht seine Mutter und klagt, dass sie sich heute krank fühlt und hofft, dass es ihr mit ein bisschen Glück morgen wieder besser geht, sodass sie dann gemeinsam in den Wald aufbrechen können. „Doch was ist eigentlich Glück?“ Der kleine Fuchs sucht das Glück. Eines Morgens erwacht seine Mutter und klagt, dass sie sich heute krank fühlt und hofft, dass es ihr mit ein bisschen Glück morgen wieder besser geht, sodass sie dann gemeinsam in den Wald aufbrechen können. „Doch was ist eigentlich Glück?, wundert sich der Fuchs.

Dafür befragt er die Waldtiere und bekommt von jedem Tier eine andere Antwort. Das Eichhörnchen empfindet Glück, wenn es im Frühjahr die vergrabenen Nüsse wiederfindet. Die Elster mag alles was funkelt und glitzert und nimmt den materiellen Reichtum als Glück in den Fokus. Der Hase ist einfach nur froh, wenn er vom Fuchs nicht gefressen wird und somit am Leben bleibt. Mit all diesen verwirrenden Eindrücken kehrt der Fuchs zur Mutter zurück, von der er mit den Worten „Was ein Glück, dass du da bist!“ begrüßt wird. Schließlich erklärt sie ihm, dass er ihr Glück ist. So wird die Bandbreite des individuellen und ganz persönlichen Glückempfindens um die Kategorie „Familie“ und „soziales Umfeld“ erweitert.

Dieses Bilderbuch zeigt auf eine wertvolle Art und Weise, dass jeder Mensch Glück anders definiert. In manchen Lebensphasen verschiebt sich auch die Sichtweise auf das Glück, welches geprägt ist von Vorerfahrungen oder gar Schicksalsschlägen. Der Zugang zur abstrakten Thematik wird mit dieser Geschichte nachvollziehbar heruntergebrochen. Die Fragestellung „Was ist Glück?“ kann wunderbar aufgegriffen werden.

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Elise Hurst – Das Buch, das auf deine Geschichten wartet

Nimm die Bilder, die du hier findest, zur Hand und lass an diesen Orten deine Reise in deine Geschichten beginnen. Wenn du deine Fantasie fliegen lässt, wer weiß schon, wo sie dich hinführen wird?

Elise Hurst, die schon einige Bilderbücher für Kobi Yamada illustriert hat, lädt mit diesem Band zu einer Erzählreise ein. Ihre Bleistiftzeichnungen kommen gänzlich ohne Worte aus. Jede Doppelseite ist ein Bruchstück von fiktiven Geschichten, verblüffenden Personen und Tieren, die in außergewöhnlichen Orten erscheinen und viele Fragen aufwerfen. Manchmal sind nämlich Fragen viel mehr wert als Antworten. Die Szenarien sind vordergründig in erdigen, dunklen Farbpaletten vorzufinden, die hier und da durch kleine farbige Highlights akzentuiert werden.

Die Macht der Geschichten in Verbindung mit der unendlichen Fantasie und Kreativität, die durch diese anregenden Illustrationen geschöpft wird, lässt viele Erzählungen zu. Es ist ähnlich dem Gleichnis: Alle sitzen im selben Kino, doch jeder guckt einen anderen Film. Es sind erstaunliche und überraschende Motive, die das Philosophieren dank individueller Vorerfahrungen, Hoffnungen und aber auch Ängste befeuern. Die bekannten W-Fragen sind hilfreiche Einstiegsstützen beim mündlichen Sprachhandeln. Das Füllen der leeren Räume in dieser verbildlichten Traumwelt, wo so vieles möglich ist, ist ein Geschenk. Das Erfinderreichtum ist unendlich und grenzenlos.

Geschichten sind Türen.
Die Fantasie hat keine Grenzen, keine Wände oder Rahmen, keine Einschränkungen von Zeit und Raum.

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Cornelia Boese und Daniela Bunge – Wie eine Erbse kurzerhand die richtige Prinzessin fand

Der Tannenbaum war ruhelos,
er wuchs und wuchs und wurde groß,
erwartete die Weihnachtszeit
im dichten, dunkelgrünen Kleid.

Märchen bekommen dank dieses Vorlesebuchs, welches sie in Reimen erzählt, ein ganz neues, zauberhaftes Gewand. Es liest sich durchweg leicht und stimmig. Man gleitet von Seite zu Seite und verliert sich in der Schönheit der Sprache und staunt, dass Inhalt und Wortgut so fließend miteinander verschmelzen.

Hier wurden insgesamt acht Märchen von Hans Christian Andersen umgedichtet, wobei bekannte und einige eher unbekannte vorgestellt werden. So war mir persönlich das weihnachtliche Märchen „Der Tannenbaum“ neu. Die Lehre ist eine zeitlose. Der Tannenbaum glaubt fest daran, dass sein Leben erst dann richtig beginnen würde, wenn er größer wäre. In seinem Kopf spinnt er unentwegt Zukunftspläne, die stets die Gegenwart übertreffen. Erst am Ende seines Lebens erkennt er, dass es gute Zeiten gab, die er nicht geschätzt hat.

Ich kann von Weihnachten berichten:
wie herrlich man mich dekorierte,
was glitzernd meine Zweige zierte…
Die kleinen Mäuse staunten: „Oh!
Du alter Baum, was warst du froh!“
„Das stimmt, ich hatte sehr viel Glück…“
Er wünschte sich die Zeit zurück
und dachte: „Holt man mich aufs Neue,
versuch ich, dass ich mich mehr freue!“

Das Märchen „Der Schweinehirt“ hat es glücklicherweise auch in die Auswahl geschafft. Es handelt von einer Frau, die sich einen Mann wünscht, der ihre oberflächlichen materiellen Wünsche erfüllt. Sie sehnt sich nach Geld statt Liebe. Statt auf die Werte des jungen Mannes zu achten, wählt sie den Schweinehirt wegen seiner Geschenke.

Die zarten Illustrationen lassen einen träumen und hüllen die Botschaften in einen warmen Schleier. Mit dieser Buchempfehlung wünsche ich Euch märchenhafte Weihnachten mit wertvollen Momenten, statt materiellen Geschenken und hoffe, dass ihr so weise wie der alte Tannenbaum, die Zeit mit euren Lieben genießen könnt. Frohe Weihnachten!

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Thomas MeYer und Philippe Goosens – Das Tännchen Felix

Schön gerade stehen!
Nicht mitsingen!
Möglichst wenig Nadeln verlieren!

In der Baumschule lernen die Tannenbäume, wie sie zu guten Weihnachtsbäumen werden. Felix ist das kleinste Tännchen in seiner Baumklasse und wir dafür von Kurt, der größten Tanne, gehänselt. Er piesackt und ärgert, wo er kann. Felix findet das gemein. Frau Immergrün schimpft mit Kurt und warnt, dass nett sein für alle gilt, ob Groß oder Klein.

Als die Tännchen das Halten von Weihnachtskugeln üben, macht sich Kurt schon wieder über Felix lustig. Seine schwachen Äste können die vielen Kugeln nicht gut halten. Obwohl Frau Immergrün ihm gut zuspricht und ihn aufmuntert, glaubt Felix Kurt und beginnt an sich zu zweifeln.

An Weihnachten kommen die Tiere des Waldes in die Baumschule, um sich eine Tanne auszusuchen. Familie Eichhörnchen sucht sich gleich Kurt, den größten Tannenbaum aus. Nach und nach verschwinden auch alle anderen. Niemand wählt Felix aus. Als es schon dunkel wird, hört Felix viele Kinderstimmen und das Stampfen im Schnee. „Oje, wir sind zu spät!“, ruft jemand aus der Ferne.

Diese Weihnachtsgeschichte steckt voller Herz für Andersartigkeit und Individualität. Es richtet den Blick weg von der Norm und Wertung. Es kommt nicht auf die Größe an. Das zeigt uns Felix. Genauso erleben wir mit, was es mit jemandem macht, wenn er Hänseleien ausgesetzt ist. Felix glaubt nicht den Worten seiner Lehrerin, sondern Kurt. Er nimmt seine Meinung als gegeben an und stuft es als Tatsache ein. Das Selbstwertgefühl leidet.

Diese wohlig-warmen Illustrationen zeigen in wirklich realitätsnahen Darstellungen, was Gemeinheiten und Mobbing bewirken kann. Kurt ist eine Figur, die es in einigen Klassenräumen geben wird. So ist ganz ratsam, mit dieser Weihnachtsgeschichte einigen Kindern vielleicht auch den Spiegel vorzusetzen, sie in ihrer Empathiefähigkeit zu sensibilisieren und in ihrem Einfühlvermögen zu stärken.

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