Ralf Butschkow – War das wirklich so?

War das wirklich so?

In Opas großem Ohrensessel auf einem geheimnisvollen Dachboden, sitzen Lisa und ihr Hund Popcorn und wühlen in Geschichten über alte Zeiten. Hatte Opa mit seiner Warnung recht, dass der Sessel manchmal zuhört und dann seltsame Dinge geschehen?

Und ob! Auf Opas Ohrensessel begeben sich die beiden auf eine spannende Zeitreise in die Welt der Dinosaurier, Steinzeitmenschen, Wikinger, Ritter, Piraten und Cowboys. Doch geht es hier wirklich mit rechten Dingen zu? Trugen die Dinosaurier tatsächlich Brillen? Haben die Steinzeitmenschen die Höhlenzeichnungen mit Spraydosen aufgesprüht? Hatten die Wikinger  einen Schlauchboot? Und wurde die Ritterburg aus Legosteinen gebaut?

Die Leser erwartet hier eine herrlich skurrile Zeitreise mit einer Vielzahl an geschickt eingebauten Fehlern. Die Wimmelbilder laden dazu ein, sich die Doppelseiten ganz genau anzuschauen und gleichzeitig zu überlegen, ob die dargestellten Begebenheiten auch tatsächlich stimmen können. Die Beurteilung benötigt in gewissem Grade eine erweiterte Allgemeinbildung zu den unterschiedlichen Epochen der Zeitgeschichte.

Das Buch bietet einen wunderbaren Gesprächanlass, bei dem Vieles im Austausch dazugelernt werden kann. Einzelne Seiten können auch als Einstieg in eine bestimmte Thematik dienen, bei dem die Kinder im Sinne des stummen Impuls ihre Assoziationen und Gedanken frei äußern können. Der Vorlesetext ist nicht allzu ausschweifend und schildert kurz und bündig die einzelnen wundersamen Landestationen. Das Schmunzeln wird sicherlich weder bei den Erwachsenen noch Kindern ausbleiben. Die Auflösung der eingebauten Fehler findet sich auf der letzten Seite.

War das wirklich so?

Material

Einige Übungsformate (vordergründig Klasse 1/2) zum Thema „Piraten“:

Piraten

Vergnügliches Bilderbuch mit verrückten und amüsanten Fehlern, deren Richtigstellung zur Erweiterung des Allgemeinwissens beiträgt.

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Prof. Dietrich Grönemeyer – Mein großes Buch vom Körper

Mein großes Buch vom Körper

Die beiden neugierigen Zwillinge Rosi und Erwin möchten alles über den menschlichen Körper wissen. Schließlich gibt es hier so viel zu entdecken: „Wie sind wir auf die Erde gekommen?“, „Was ist an Mädchen besser als an Jungs?“, „Wozu haben wir Knochen?“.  Auf all diese Fragen hat der weise Doc stets eine wissenschaftlich fundierte Antwort parat. Er erklärt den Kindern wie sie als Zwillinge im Bauch der Mutter gewachsen sind und was der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen ist. Er geht auf die gesunde Ernährung ein und stellt die Verdauung und ihre einzelnen Stationen am Beispiel eines Apfels bildlich dar. Weitere behandelte Themen sind: Lunge, Herz und Blutkreislauf, Knochen und Muskeln, Sinne und Gefühle.

Zu allen Themen finden sich auf den Seiten Klappen, die zum Entdecken anregen. Dahinter verbergen sich zusätzliche Informationen oder auch Abbildungen innerer Organe. Auf der letzten Seite haben die jungen Leser die Möglichkeit genauer auf ihren eigenen Körper zu achten und ihren Fingerabdruck, Haarsträhne, Größe, Augenfarbe etc. zu vermerken bzw. festzuhalten.

Der eigene Körper interessiert bereits sehr junge Kinder, wenn sie anfangen ihre körperlichen Möglichkeiten auszutesten und begreifen, dass sich dieser auch fortlaufend verändert. Doch wie sieht es im Inneren wirklich aus? Welche Funktionen haben unterschiedliche Organe?

Durch die beiden Protagonisten, die im Laufe des Buches durch ihre Neckereien und lustigen Entdeckungsversuche auffallen, wird die Identifizierung mit dem Thema aufrecht erhalten. Die gestellten Fragen könnten von jedem 5- Jährigen  kommen und scheinen in dem dargestellten Zusammenhang  sinnvoll und nicht gestellt.

Besonders gelungen finde ich die Vergleiche, die den Kindern die Vorstellung von zum Teil schon abstrakten Phänomenen, erleichtern sollen. Die Verdauung eines Apfels wird beispielhaft vom Mund zum Klo erläutert und durch Assoziationshilfen unterstützt (siehe Bild unten). Der Mund wird mit einem Mahlwerk verglichen, die Speiseröhre mit einer Rutsche und die Leber mit einer Entgiftungszentrale. Mit diesen „Eselsbrücken“ fällt es den Kindern oft leichter zu begreifen, was tatsächlich der menschliche Körper alles bewerkstelligen kann.

Die Illustrationen der Figuren changieren zwischen Comic und Cartoon. Die Abbildungen der Körperteile und Organe sind durchgehend wissenschaftlich unverfälscht und trotzdem kindgerecht vereinfacht. Die unterschiedlichen Farben dienen der besseren Orientierung und sollten vielleicht auch den Kindern so erklärt werden. Bekanntlich ist unsere Zunge nicht in blaue, grüne, gelbe und rote Bereiche aufgeteilt, sondern spiegelt lediglich die Bereiche  der Geschmacksknospen wider.

Mein großes Buch vom Körper

Material

Zum Teilbereich „Unsere Sinne“ ein paar Übungen zur Vertiefung:

unsere sinne

Wissenschaftlich und doch kindgerecht, mit vielen lustigen Klappen.

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Eun-Ha Kim – Kleine Entdecker: Warum hat die Giraffe einen langen Hals?

Warum hat die Giraffe einen langen Hals?

Ein weiterer Band aus der Sachbuchreihe „Kleine Entdecker“ thematisiert die Anpassung der Tiere an ihre natürliche Umgebung. Alle Tiere sehen verschieden aus und das hat auch einen Grund. Nur so finden sie genügend Futter, um ihr Überleben zu sichern, sich vor ihren Feiden zu schützen und ihre Nachkommenschaft zu sichern und zu beschützen.

An einigen ausgewählten Tieren wird erklärt, wie Tiere sich optimal an ihren Lebensraum anpassen, um Nahrung zu finden und sich fortzupflanzen. Die Darstellung der Tiere wurde in die Lebensbereiche „Wüste“, „Kälte“, “ Bäume“ und „Wasser“ gegliedert. Welchen Vorteil hat es für Kamele lange Wimpern zu haben? Weshalb hat ein Wüstenfuchs große Ohren und ein Polarfuchs dagegen winzig kleine Öhrchen? Und wusstet ihr schon, dass Schmetterlinge ihren Mund zu einem Strohhalm ausrollen können?

Dieses Sachbildbuch vermittelt naturwissenschaftliches Basiswissen und macht die Kinder fit für die Schule. Es regt dazu an sich Gedanken um die Überlebnsvorteile von Tieren zu machen und achtsamer auf die Umwelt zu reagieren. Von diesem Buch aus kann eine sinnvolle Überleitung zur verändernden Gestalt von Pflanzen gemacht werden. Warum haben Pflanzen, die im Schatten wachsen größere Blätter, als Pflanzen die unter direkter Sonneneinstrahlung wachsen? Lassen Sie Ihre Kinder ruhig Vermutungen anstellen!

Ich liebe Sachbilderbücher und halte sie für die Allgemeinbildung äußert bedeutsam. Vor allem dieser Aha-Effekt im Gesicht der Kinder ist unbezahlbar. Tiere sind ein toller Aufhänger, um in Kindern die Leidenschaft für Entdeckungen zu wecken. Daher kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Lediglich die Illustrationen hätte ich mir vielleicht ein bisschen farbintensiver gewünscht. Manche Tiere sehen bedauerlicherweise etwas eingeschlafen und die Umgebung ein wenig trist aus.

Warum hat die Giraffe einen langen Hals?

Informativ, kindgerecht und bildend

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Hye-Suk Uhm – Kleine Entdecker-Wie die Tiere miteinander reden

Wie die Tiere miteinander reden

Aufbauend auf Watzlawicks metakommunikativem Axiom „Man kann nicht nicht kommunizieren“ wird zunächst am Anfang des Buchs geklärt, wie Menschen sich untereinander verständigen. Doch wie zeigen eigentlich Tiere ihre Gedanken und Gefühle?

Die Bandbreite der behandelten Tierkommunikation reicht von Fröschen, Pavianen, Glühwürmchen, Tintenfischen, Flusspferden, bis hin zu Honigbienen, Löwen, Fledermäusen, Pferden, Elefanten und vielen weiteren Tieren. Wer von den Tieren singt? Wer führt einen Tanz auf? Wer versucht besonders hübsch auszusehen? Und was bezwecken die Tiere mit ihren Kommunikationsmitteln? Was heißt es, wenn eine Biene die Form eines Kreises „tanzt“? Was bedeutet das aufgeplusterte weiße Fell auf dem Hinterteil von Antilopen? In kurzen Texten wird in verständlichem und sachlich-informativem Ton versucht den Sachverhalt darzustellen. Bunte Illustrationen unterstützen das Beschriebene.

Dieses Sachbuch  über die verschiedenen Arten der Tierkommunikation trägt erheblich zur Allgemeinbildung kleiner Entdecker bei. Oft sind es Themen, die ebenfalls im Sachunterricht der Grundschule behandelt werden. Die dargestellte Bandbreite und die Unterschiedlichkeit der Kommunikationsmittel ist schon sehr beeindruckend. Ebenfalls wertvoll sind die gelungenen Illustrationen, die das Gelesene noch einmal bildlich verdeutlichen. Und letztlich wird man feststellen können, dass Menschen durchaus die Gedanken der Tiere durch genaues Beobachten ihres Verhaltens entschlüsseln können.

Sollten die kleinen Entdecker noch mehr zu diesem Thema wissen wollen, steht ein ausführlicher Informationstext am Ende des Buches zur Vertiefung der Materie bereit. Es kann aber auch Eltern dazu dienen, sich auf das Thema vorzubereiten und die Informationen beim gemeinsamen Betrachten mündlich einfließen zu lassen.

Wie die Tiere miteinander reden

Naturwissenschaftliches Basiswissen vernetzt mit kindlichen Alltagserfahrungen

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Robbie H.- Harris und Michael Emberley – Total normal – Was du schon immer über Sex wissen wolltest

Total normal - was du schon immer über Sex wissen wolltest

 

Der Beltz & Gelberg Verlag veröffentlicht eine Neuauflage des bereits vor 18 Jahren erstmals erschienenen Aufklärungsbuch. Dieses Buch bietet für Kinder zwischen 10 und 12 Jahren viele Informationen rund um das Heranwachsen, eingehend mit den körperlichen Veränderung, Verhütung, Geschlechtsverkehr, Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten. Folgende Themen werden vertieft behandelt:

  • Was ist Sex? (Heterosexualität/ Homosexualität; Geschlechtsverkehr; sexuelles Verlangen)
  • Unser Körper (Körperteile; Geschlechtsorgane)
  • Pubertät (körperliche Veränderungen; Selbstbefriedigung; veränderte Gefühle)
  • Familien und Kinder (verschiedene Familien; sich körperlich nahe sein; Schwangerschaft; Geburt)
  • Entscheidungen (Verhütung, Schwangerschaftsabbruch)
  • Gesundheit (sexueller Missbrauch; Geschlechtskrankheiten; gefahrloses Surfen im Internet)

Nach einer kurzen Einführung, in der darauf eingegangen wird, dass es völlig normal ist neugierig zu sein und mehr über die körperlichen Veränderungen wissen zu wollen, wird versucht den Kindern die Scham zu nehmen und gemäß dem Titel „Total normal“ mit dem Thema Sexualität offen umzugehen.

Die beiden Leitfiguren Biene und Vogel führen den Leser durch das ganze Buch und äußern erheiternde Kommentare zu den jeweiligen Themen. Während die Biene etwas prüde und reserviert wirkt, kommt der Vogel offener und freizügiger daher. Die beiden komplementieren sich daher perfekt und decken alle Gefühle und Einstellungen der Leser gut ab, sodass der Zugang zum Thema weniger durch Hemmungen geprägt wird.

Auch der stilistische Ton trägt dazu bei, dass man als Leser sehr schnell die evtl. Verkrampftheit und Unsicherheit verliert. Die Texte sind stets sachlich, gut recherchiert, leicht verständlich, mit vielen altersgerechten Illustrationen untermauert und durch die eingebauten Comics auch spannend gestaltet. Der Mix aus wissenschatlich-fundierten Informationen und kindgerechter Aufklärungspädagogik ist sehr gut gelungen.

Positiv anzumerken ist die Ernsthaftigkeit mit denen auch Tabu-Themen wie z.B. sexueller Missbrauch angeschnitten werden. Hier wird klar darauf hingewiesen, dass jeder Mensch mit Respekt behandelt werden muss und gegen seinen Willen nicht an intimen Bereichen berührt werden darf.  Auch der Hinweis im Umgang für betroffene Personen ist sehr bedeutend. Es werden sowohl schlanke, als auch dickliche, hell- und dunkelhäutige, große und kleine, alte und junge Menschen abgebildet. Auf aktuelle Themen wie das gefahrlose Surfen im Internet wird ebenfalls eingegangen und neben den Vorteilen auch die Nachteile und Gefahren erläutert.

Dieses Buch kann gemeinsam mit den Eltern gelesen werden oder den Kindern auch als  Selbstlektüre dienen. Der Aufbau, die Aufmachung und  der inhaltliche Gehalt ist ausgesprochen gelungen.

Total normal - was du schon immer über Sex wissen wolltest

Material

Nach dem Lesen können die Kinder ihr Wissen in einem Quiz prüfen und eventuelle Lücken anschließend anhand der Lektüre wieder schließen. Viel Spaß dabei!

Quiz Sexualerziehung

Sachlich, unverkrampft, breitgefächert, pädagogisch wertvoll aufgearbeitet und inhaltlich gehaltvoll.

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Ute Krause – Feiern die auch mit?

Feiern die auch mit?

Nach „Wann gehen die wieder?“  ist  nun der Fortsetzungsband „Feiern die auch mit?“ zum Thema „Weihnachten in einer Patchwork-Familie“ erschienen.

Der stets namenlose Ich-Erzähler freut sich auf den Monat Dezember, denn da gibt es viele Überraschungen. Es gibt einen doppelten Adventskalender, zu  Nikolaus doppelt so viel Schokolade, aber auch eine ganz schön lange Geschenkeliste abzuhacken. Denn schließlich hat der Ich-Erzähler eine ziemlich große Familie und das liegt daran, dass sein Räuberpapa eine Prinzessin mit ganz vielen Prinzessinenkindern geheiratet hat und seine Mama einen Drachen mit ebenfalls einer Vielzahl an Kindern. Der Tannenbaum muss doppelt besorgt werden, das Schmücken findet ebenfalls zweimal statt und dann streiten sich auch noch die Eltern darüber, bei wem zuerst Heiligabend gefeiert wird.

In einer Patchwork-Familie muss daher alles gut organisiert sein und damit alle Omas und Opas auch glücklich und zufrieden sind, darf ein Besuch bei ihnen natürlich keinesfalls fehlen. Kein Wunder, dass besonders  die Erwachsenen nach Weihnachten völlig erschöpft sind.

Die Leser dürfen erneut einen Blick hinter die geheimen Türen vieler Familien werfen. Durch ein aufgerissenes Guckloch bekommen wir einen stets amüsanten Einblick in die Strapazen vieler Patchwork-Familien zur Weihnachtszeit.

Ute Krause gelingt es die Ironie des Ganzen durch wundervoll illustrierte Bilder zu unterstreichen. Trotz der Vermenschlichung der jeweiligen neuen Lebenspartner sind auch einige artspezifische Verhaltensweisen ins Bild gefasst. Stiefmutter als Prinzessin? Stiefvater als Drache? Doch schon bald erkennt man, dass die Vorurteile, die man auf den ersten Blick hat (und mit denen Ute Krause sehr gut zu spielen versteht), sich in Luft auflösen können, denn schließlich machen sich die Prinzessinenkinder bei einer „Klößenschlacht“ schmutzig und die Drachenkinder haben stets ein Lächeln auf den Lippen und spucken das Feuer ausschließlich auf den Braten und die Tannenbaumkerzen.

Auch in diesem Band schildert Ute Krause offen und ehrlich sowohl die Nach-, als auch die Vorteile, die so eine Großfamilie mit sich bringt. Doch immer schwingt eine Prise Humor, eingebettet in einen ironischen Unterton, mit. Gemeinsam mit den wunderbar ausgearbeiteten und daher in Erinnerung bleibenden Charakteren, avanciert diese Bilderbuchreihe zu meinen Lieblingsbüchern zum Thema „Trennung“ und „Patchwork-Familie“.

Ob uns wohl zu Ostern ein Folgeband erwartet? Freuen würde es mich ja…

Feiern die auch mit?

Material

Der altbekannte Stammbaum mit zwei Großvätern, zwei Großmüttern, einem Vater und einer Mutter, trifft heutzutage nur auf wenige Kinder zu. Daher habe ich einen „flexiblen“ Stammbaum erstellt. In die Mitte kann das Kind sich malen oder ein Foto von sich einkleben und die beiden Abzweigungen den jeweiligen Elternteilen widmen. Die Anzahl der Kreise bzw. Familienmitglieder kann nach Belieben ergänzt werden (siehe Material).

Stammbaum

Ein heiteres und doch sehr wahrheitsgeladenes Bilderbuch!

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Philippe Ug – Komischer Vogel

Komischer Vogel


Die Hälse der gerade erst geschlüpften Vögel recken sich bei den ersten Sonnenstrahlen aus den Nestern. Im Gänsemarsch wird daraufhin gemeinsam mit der Mama die Umgebung erkundet. Auch das Fliegen und Schwimmen muss gelernt werden. Und schließlich wird der komische Vogel auch schon groß!

Dieses bezaubernde Papierkunstwerk beeindruckt in seiner Vielfalt und Ausgefeiltheit nicht nur die kleinen Leser, sondern lässt auch die Erwachsenen staunen. Aus jeder Seite steigt ein faszinierendes Pop-up Szenarium empor und man kommt nicht umhin minutenlang hinzusehen. Auf acht Doppelseiten werden die einzelnen Entwicklungsschritte beim Heranwachsen eines Vogels beschrieben. Jede Doppelseite unterstützt mit einem Satz das Verständnis der dargestellten Szene. Der französische Papierkünstler Philippe UG versteht seine Kunst ganz eindeutig und kreiert eine wundervolle Erkundungstour eines frisch geschlüpften Vogels in einem außergewöhnlichen Künstlerbuch.

Das unten eingefügte Video spricht glaube ich  für sich:

Komischer Vogel

Material

Warum heißt das Buch „Komischer Vogel“? Was ist an dem Vogel komisch? Welche Unterschiede gibt es zu einem normalen Vogel? Vielleicht gibt es auch Gemeinsamkeiten bzw. Überschneidungen? Dieses Arbeitsblatt bietet den Kindern die Gelegenheit das Gesehene und Gehörte zu vertiefen und sich mehr Gedanken über den Inhalt zu machen. Haben die Kinder schon von einem Kuckuck gehört? Was macht ihn besonders und warum ist er anders?

AB_Komischer Vogel

(zum Download bitte auf das Bild klicken)

Ein bezauberndes Pop-up Künstlerwerk, das zum Wieder- und Wiederanschauen lockt!

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Lucy Cousins – I’m the Best

I'm the Best

Die Hauptfigur, ein Hund, hat viele Freunde, darunter eine Gans, einen Esel, einen Maulwurf und einen Marienkäfer. Doch der Hund meint immerzu er sei der Beste in allem.

I can run much faster than mole. I win. I’m the best.

I can swim much better than donkey. I win. I’m the best.

I can dig much better than ladybug. I win. I’m the best.

Durchweg vergleicht sich der Hund in für die Tiere untypischen Aktivitäten und stellt sich in der Tat als der Bessere heraus. Als die Freunde sich ganz elend und traurig fühlen, beschließen sie den Hund mit „ihren“ Talenten zu schlagen. Und so kommt auch der Hund schließlich zu der Erkenntnis: „Oh dear. I’m not the best at anything. I’m a silly show-off.“

Nachdem er sich für sein angeberisches Verhalten entschuldigt hat, wissen die Freunde wie sie ihn zu guter Letzt aufheitern können: „Yor are the best at being our best friend.“

Was kannst du besonders gut? Das Entdecken eigener besonderer Fähigkeiten und Talente ist ein wichtiges Thema in der kindlichen Entwicklung. Lucy Cousins nähert sich diesem Thema mit einem Augenzwinkern.

Die Wasserfarben-Illustrationen lenken von der ersten Seite an die Aufmerksamkeit auf sich. Die Moral der Geschichte wird dem Hund von seinen Freunden gespiegelt. Hier kann man die Kinder auch sehr schön einbinden und vermuten lassen, was seine Freunde wohl besser können als der Hund. Wer von seinen Freunden könnte besser als der Hund in der Erde graben? Wer fliegt oder schwimmt schneller?
Das Fehlverhalten des Hundes seinen Freunden gegenüber ist ein guter Aufhänger für eine Diskussion zu den Stichworten „Angeberei“, „Überheblichkeit“, „Hochmut“, „Wettbewerb“. Ich bin sicher, dass Kinder einige sinnvollere Alternativen des Verhaltens im Wettbewerb benennen könnten. Auch das Nachstellen (inkl. der Gefühle anhand der Mimik und Gestik) der beteiligten Figuren als Standbild wäre eine sinnvolle anschließende Aufgabe.

Aufgrund der immer gleichen Satzstruktur und sich wechselnden Verben, könnte dieses Bilderbuch im Themenbereich „hobbies and sports“ im Englischunterricht der Grundschule eingebunden werden. Auch die Vergleichsstruktur „…much better  than…“) wird sich durch die häufige Verwendung sicherlich schnell einbrennen, ohne es thematisieren zu müssen.

I'm the best

Material

Ein Arbeitsblatt zur Festigung der Verben und einer sinnvollen Zuordnung der Tiernamen. Ein weiteres Arbeitsblatt ist angehängt, auf dem die Kinder ihre besondere Fähigkeit in Schriftform oder auch als Bild festhalten können.

Viel Spaß damit!

ABs_I'm the best

(zum Download bitte auf das Bild klicken)

Ein farbenfrohes Bilderbuch mit einer Moral, die der Hauptfigur gespiegelt wird und so glücklicherweise keinen Gebrauch vom erhobenen Zeigefinger macht.

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Nancy Coffelt – Big, bigger, biggest

Big, bigger, biggest

In welcher Reihenfolge könnten die folgenden Tiere aufgestellt werden: Wal, Dinosaurier, Nilpferd? Vielleicht der Größe nach? Wie sieht das Verhältnis zwischen den Tieren aus? Welches Adjektiv würde das jeweilige Tier bekommen? Big – bigger –  biggest oder doch gigantic, immense oder enormous?

Dieses unverschnörkelte Bilderbuch thematisiert in eindeutigen und farbigen Illustrationen die Adjektive für unterschiedlichste Tiere. Dabei wird nicht nur die Steigerung, sondern auch Synonyme und Antonyme zum Thema gemacht.

Der Aufbau des Buches ist denkbar einfach und doch effektvoll. Nach der gleichen Struktur werden Tiere vorgestellt, die für sich ein bestimmtes Adjektiv beanspruchen. Hier kann nun überlegt werden, welche Tiere sich mit einer Steigerung anschließen könnten. Sicherlich werden die meisten Kinder von sich aus die immer gleichen Wortendungen der regelmäßigen Vergleichsstufen englischer Adjektive entdecken:

I’m slow.
I’m slower.
I’m slowest.!

Für den frühen Englischunterricht würde es sicherlich ausreichen die Adjektivsteigerung (Positiv, Komparativ, Superlativ) mithilfe der Bilder den Kindern vor Augen zu führen. Die Wortschatzerweiterung ist hinsichtlich der Synonyme für native-speaker sicherlich sehr hilfreich, auch weil viele Adjektive sehr „adventurous“ und außergewöhnlich sind.

Big, bigger, biggest

Material

Anknüpfend an die Auswahl der Tiere im Buch, habe ich ein kleines Dominospiel entworfen:

Domino_Vergleichsstufen Adjektive

zum Download bitte auf das Bild klicken

Visuelle Verdeutlichung der englischen Adjektivsteigerung, die zum Entdecken der regelmäßigen Struktur anregt.

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Eric Carle – Little Cloud

Little Cloud

Rezension

Die Wolken lassen sich am sonnigen Himmel treiben, nur die eine, die kleinste Wolke hinkt etwas hinterher. Die „Little Cloud“ ist zu  sehr damit beschäftigt sich in alle möglichen Formen zu verwandeln. Mal nimmt sie die Gestalt eines weichen Schafs, dann  eines surrenden Flugzeugs oder auch einfach eines starren Baums an. Es gibt so Vieles in was sich die kleine Wolke transformieren könnte! Dieses Spiel könnte sie ewig spielen, wenn da nicht die anderen Wolken wären, die sich auch gerne zu einer einzigen Riesen-Wolke zusammentun, um …

Dieses eher unbekannte Buch des berühmten Autors Eric Carle sticht auch hier durch die für den Künstler typische und unverwechselbare Collagen-Technik heraus. Nach dem Lesen drängt es einen geradezu hinauszulaufen, um die sich ändernden Formen der Wolken zu beobachten. Dieses Bilderbuch feiert die Imagination.

Der Text ist, wie in vielen Büchern von Eric Carle, einfach und weist  sich oft wiederholende Satzstrukturen auf. Der Satzanfang „Little Cloud changed into a …“ ist bei allen Figuren zu finden, in die sich die kleine Wolke verwandelt. Dabei reicht die Bandbreite von Tieren bis zu Gegenständen.

Um den künstlerischen Wert des Bilderbuchs hervorzuheben, bietet es sich an, als eine anschließende Übung, auf einem blauen Papier die unterschiedlichen Figuren mithilfe von Wattebällchen oder auch einfach mit Taschentuchfetzen nachzubilden. Man könnte auch überlegen, in was sich die kleine Wolke noch verwandeln könnte. Gerne dürfen auch diese Ergebnisse festgehalten werden.

Der Aspekt „Wolken, Wind, Wetter, Wasser“ kann ebenfalls thematisiert werden, um dem Niederschlag auf den Grund zu gehen und die Verbindung von Tropfen und Wolken zu klären.

Blick ins Buch

Little Cloud

Die Ergebnisse aus dem Kunstunterricht machen sich auch sehr gut in einem englischen Klassenbuch mit dem Titel “ Our little clouds“:

Little Cloud

zum Download bitte auf das Bild klicken

Fazit

Immer wieder faszinierende Bilder, gekoppelt mit einfachen Satzstrukturen und Potenzial für die Aneignung von sinnvollem Hintergrundwissen.

(Auch als deutsche Ausgabe erhältlich.)


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