Tobias Krejtschi – Wipfelwärts und Wurzelwärts

Weit im Norden bewohnen zwei Wichte einen Baum, der eine staatliche Größe erreicht hat. Doch eines Tages beschließt der Wurzelwicht die schwindelerregende Höhe zu testen und macht sich auf den mühseligen Weg hoch hinaus in die Lüfte. Der Wipelwicht dagegen möchte den Grund des Baumes mit all seinen Wurzeln und der Dunkelheit erleben und klettert den weiten Weg hinunter. Beide begegnen auf ihrem Kletterweg einer diebischen Elster, einem fleißigen Specht, einer schläfrigen Eule, dem Bauzeichner Meister Biber und einigen weiteren Tieren des Nordens. An ihrem jeweiligen Ziel angekommen, hocken sie sich hin und sind zufrieden.

Tobias Krejtschi verwandelt mit diesem Leporello ein Buch in einen fast lebensechten Baum, zumindest was die Größe von 2,5o m betrifft. In ausgefaltetem Zustand macht diese Kletterpartie der beiden Wichte optisch ganz schön viel her.  Die Farben sind ausdrucksstark und doch in natürlichen Erdtönen gehalten. Kleine Details, wie das Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch oder das Album „Girl in Oslo“ von Bigbang, welche in den Sammlungen der Tiere auftauchen, fesseln vor allem die elterliche  Aufmerksamkeit zusätzlich. Die typischen Eigenheiten der Tiere, wie z.B. eine schlafende Eule oder der klopfende Specht wurden schön herausgearbeitet.
Leider wurde das Potenzial, das in die äußere Erscheinung des Buches investiert wurde, beim Inhalt vernachlässigt. Hier fehlt die nötige Würze. Nicht nur der Ausgang „sie hocken sich hin und sind zufrieden“, sondern auch die jeweiligen Begegnungen mit den Tieren sind eher enttäuschend. Ich hätte mir mehr außergewöhnliche Interaktionen gewünscht und einen weiteren Überraschungseffekt auf der inhaltlichen Ebene.

Die äußere Gestaltung zeigt sich sehr gelungen und innovativ. Leider kann da der Inhalt nur begrenzt mithalten.

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Claire A. Novila – Bäume für Kenia

„Mutter der Bäume“ wird die Kenianerin Wangari Maathi genannt, die den Frauen ihres Landes beibrachte, ihr Land wieder aufzuforsten. 30 Millionen Bäume wurden durch sie neu gepflanzt. 2004 erhielt sie als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis.

Claire A. Novila erzählt die Geschichte von Wangari Maathi nach, einem jungen Mädchen, dessen Herz von der Schönheit ihres Landes erfüllt war. Feigenbäume stellten ein Heiligtum für die Bevölkerung dar und ihre Ruhe durfte keinesfalls gestört werden. Als heranwachsendes Mädchen verließ sie Kenia, um an einem College in Amerika Biologie, die Wissenschaft alles Lebendigen, zu studieren. Sie kehrte nach fünf Jahren voller Hoffnung in ihr Heimatland zurück und erlebte eine veränderte Landschaft. Die Feigenbäume sind gefällt worden. In den Feldern wurden Feldfrüchte lediglich für den Export angebaut. Vor ihr erstreckte sich ein baumloses Land. Das Land war kahl wie eine Wüste. Hier war für Wangari klar, dass unbedingt etwas geschehen musste, um das Land und auch die Bevölkerung zu retten …

Die Autorin erzählt mit voller Hingabe die Bedeutung und die Auswirkungen der Abholzung der Wälder. Was passiert mit der obersten Erdschicht ohne Bäume und ihre Schatten? Welche Auswirkungen kann der Regen auf die Natur haben, wenn keine Bäume mehr da sind? Was bedeutet das für das Trinkwasser und die Ziegen und Kühe?

In bunten Aquarellbildern wird uns die Schönheit des Landes Kenia vor Augen geführt. Dabei wurde jedem einzelnen Blättchen ein Pinselstrich gewidmet. Die Bedeutung jedes Bäumes wird so einem noch einmal vor Augen geführt. Mit viel Sorgfalt und Liebe entfaltet sich die endlose Landschaft mit all den Wundern der Natur. Die Konsequenz der Entwaldung wird in aller herzzerreißender Ausführlichkeit beschrieben und gezeigt wie Wangari ihr Volk mobilisiert, um für das Land, welches sie nährt, Sorge zu tragen. Dieses wunderbare Bilderbuch zeigt, dass jeder mithelfen kann, die Erde zu pflegen und zu erhalten!

In der sehr ausführlichen Nachbemerkung der Autorin wird noch einmal die Geschichte von Wangari Maathai eingehend geschildert und endet mit dem Aufruf, der zugleich die Motivation für dieses Buch verdeutlicht:

Wofür sie lebte und arbeitete, sollte nicht vergessen werden.

Dieses Bilderbuch zeigt ebenfalls die einzelnen Schritte, vom Samensammeln, zum Anfeuchten, über Pflege der Setzlinge und die notwendige Wässerung. Daher ist dieses Buch für den unterrichtlichen Einsatz prädestiniert und wieso sollte man das Klassenzimmer nicht dafür nutzen, die Bepflanzung ins Leben zu rufen und eventuell auf einen Schulgarten auszuweiten?

PS: Pro Buchkauf geht je 1 Euro als Spende an die Plant-for-the-Planet Stiftung.

Ein bewegender Aufruf an die Menschen das grüne Kleid der Erde zu schützen!

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Aurélie Saillard – Mein erstes Lexikon vom Bauernhof

„Mein erstes Lexikon vom Bauernhof „erzählt von Kühen, Milch, Ziegen, Käse, Wolle und aber auch Gemüse und Obst. Ein ganzes Jahr mit der dazugehörigen Arbeit im Herbst, der Weinlese und der Ernte gehört genauso dazu, wie die Betrachtung der Bauernhöfe hier und anderswo. Jede Doppelseite widmet sich einem Schwerpunkt zu den eben erwähnten Gebieten und stellt mithilfe von großformatigen Fotografien und leicht verständlichen kurzen Texten die Welt des Bauernhofs dar.

Ich bin persönlich auf einem Bauernhof aufgewachsen und somit mit der Tier- und Pflanzenwelt ziemlich vertraut. Umso erstaunlicher ist es für mich, dass viele Kinder absolut gar keine Vorstellung davon haben, dass z.B. eine Gurke aus einer Blüte erwächst. Daher halte ich dieses Lexikon, welches vom Aufbau dem von mir bereits rezensierten Buch „Mein erstes Lexikon der Tierkinder“ gleicht, für äußerst gelungen und horizonterweiternd. Hier erfahren die Kleinen alles über die Käseherstellung, den Feldanbau, die hochmodernen Feldmaschinen und die weltweiten Unterschiede in der Landwirtschaft. Es darf ein Blick auf die Reisfelder in Asien und die Olivenernte in Italien geworfen werden. Das Kindersachbuch zeigt in wundervollen Fotos wie z.B. die violette Blüte einer Artischocke aussieht oder dass Pilze in großen mit Erde gefüllten Säcken angebaut werden. Bereits sehr junge Kinder können dieses Sachbuch in die Hand nehmen und die oft selbst erklärenden Fotos betrachten und so mit den Erwachsenen nicht nur über die Landwirtschaft, sondern auch die Tiere und die uns umgebende Natur ins Gespräch kommen. Und vielleicht regt dieses Sachbuch die Kinder und Eltern sogar an, raus in die Natur zu gehen und die Natur, Tiere und die Landschaft persönlich zu erfahren, zu ertasten, zu riechen, zu erproben!

Die Aufmachung und der Inhalt sind äußerst ansprechend, übersichtlich, kindgemäß, umfassend und wissenserweiternd! Dieses Kindersachbuch macht Freude!

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Rose Marie Donhauser – Draußen genießen: Sommerfeste, Grillen & Picknick

Die Einteilung in vier Kapitel gibt Anregungen, welche Rezepte für welche Anlässe geeignet sind. Im ersten Kapitel werden Gerichte zusammengefasst, die sich besonders gut für die Sommerküche eignen. Im Kapitel „Gartenfeste“ finden sich Rezepte , die problemlos und gut für vier Personen vorbereitet und auf einem Büffet angerichtet werden können. Für das „Picknick-Vergnügen“ ist es besonders wichtig, dass diese Gerichte sich für einen längeren Transport ins Grüne eignen. Im letzten Kapitel wird schließlich die Grillsaison eröffnet und dem Leser Gerichte präsentiert, die sich um das gekonnte Spiel mit dem Feuer drehen.

Alles was die Jahreszeit an Gemüse und Obst zu bieten hat, wird in diesem Schlemmerbuch aufgegriffen und die Leichtigkeit durch knackig-frische Salate, bunte Gemüsepfannen, würzigen Grillspießen oder  saftige Beerenkuchen unterstrichen.

Neben der großen Vielfalt an feinen Vorspeisen, Kleinigkeiten zum Snacken und Dippen, schnellen Küche und Aufwändigeres für besondere Anlässe, beeindrucken vor allem die Fotografien der Speisen, die gleich die Lust zum Nachkochen wecken. Dabei wird das Essen gekonnt in Szene gesetzt und die dekorative Komponente unterstrichen, gleich dem Motto „Das Auge isst mit!“. Die Fotos von frühlingshaften Landschaften laden zu Freiluftmahlzeiten ein und man kann als Leser es kaum erwarten seinen Picknickkorb aus dem Keller zu holen und den Grill endlich anzuschmeißen. Die meisten Gerichte werden leicht zubereitet, damit bei den warmen Temperaturen das Essen nicht allzu schwer im Magen liegt. Die Zutaten sind nicht allzu außergewöhnlich und lassen sich schnell besorgen bzw. im Küchenschrank zusammensuchen. Die „Das ist wirklich wichtig“-Tipps weisen auf besondere Schritte in der Zubereitung hin und verraten so einige Tricks für die Sommerküche.

Leider sind auch in diesem Buch nicht zu allen Rezepten Fotos vorhanden. Doch die Qualität und die Bandbreite der Gerichte entschädigt über diesen Verlust.

Ein tolles Mitbringsel zu Grillfesten, das eine erneute Einladung garantiert!

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Dagmar Reichel – Kochen für die Kleinen

„Kochen für die Kleinen“ hält in 4 Kapiteln unterschiedliche Rezepte für die kleinen Genießer bereit. Dabei reichen die Rezepte von Snacks für zwischendurch oder eine kleine Mahlzeit für unterwegs bis hin zu  Speisen zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Das Buch ist für Kinder ab dem 2. und 3 Lebensjahr konzipiert und beinhaltet neben den Rezepten auch hilfreiche Hinweise zur gesunden Ernährung und Tipps zum Essverhalten. Neben den Zutaten werden jeweils besondere Werkzeuge, Varianten und der Zeitbedarf angegeben.

Die kleinen Genießer sind ja oft nicht wirklich zufrieden zu stellen. Viele Eltern erleben eine Phase, in der Kinder sich häufig weigern dieses oder jenes zu essen. Dieses Buch bietet neben bekannten und beliebten Rezepten (wie z.B. Kartoffelpuffer, Pfannkuchen, Armer Ritter) auch nicht allzu oft anzutreffende Vorschläge (wie z.B. Kiddy-Bircher, Ei im Gläschen). Zu den meisten Rezepten ist ein Foto vorhanden, welches einem zeigt wie das fertige Produkt aussehen könnte. Leider sind nicht für alle Rezepte Fotos vorhanden, sodass hier die eigene Vorstellungskraft gefragt ist. Viele der Rezepte können in Windeseile zubereitet werden und enthalten sehr wenige ausgefallene Gewürze oder Zutaten (Amarant-Pops, Tahin).

Ein Rezept- und Themenregister (Brotaufstrich, Suppen, Salate, Süßes, Getränke etc.) sollen das Wiederfinden bestimmter Rezepte erleichtern.

Da das Auge bei den kleinen Leckermäulen ebenfalls mitisst, werden Tipps gegeben, wie einige Gerichte aufgepeppt werden können und den Appetit bereits beim Anblick anregen.

Interessante und größtenteils innovative Rezepte, die nur leider nicht alle bebildert sind.

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Thomas Lange et al. – Englisch mit Hexe Huckla – Huckla und das Weihnachts-Oster-Durcheinander

Das lustige Musical mit 7 Songs rund um die Hexe Huckla, der einige Zauber missglücken, bildet den Fokus dieses Buches. Bei einem misslungenen Zauber ist plötzlich jeden Tag Weihnachten und Ostern. Ob Huckla es nun schaffen wird die ganzen Verwirrungen, die dadurch enstanden sind, wieder glatt zu bügeln?

Das Buch ist in unterschiedliche Kapitel eingeteilt, wobei auf jeder Doppelseite ein Geschehen dargestellt wird, umrandet von vielen speech bubbles, die englische Wörter, Sätze oder Fragen beinhalten. Die durchnummerierten Sprechblasen werden an den jeweiligen Bildrändern ins Deutsche übersetzt.

Das Buch an sich kann nicht ohne die CD betrachtet werden, das würde keinen Sinn ergeben. Es dient als Untersützung für das Musical. Natürlich entspricht dieser „Mischmasch“ aus vorwiegend deutschen und einigen wenigen englischen Elementen nicht der Sprachwirklichkeit (außer man ist bilingual aufgewachsen). Da muss man natürlich abwägen für welchen Zweck dieses Buch eingesetzt werden soll. Grundsätzlich werden Kinder Freude an den Geschichten haben und ganz begeistert erkennen, dass sie auch schon einige englischen Phrasen verstehen können. Es dient eher der Unterhaltung. Die pädagogische Aufbereitung fehlt, daher werden die Kinder durch dieses Buch kaum „englische Wörter und Sätze – ganz einfach beim Zuhören“ lernen, wie der Verlag verspricht. Sicherlich bleibt das ein oder andere hängen, aber man kann kaum erwarten, dass Kinder durch das ausschließliche Hören der CD die enthaltenen Redemittel verinnerlichen werden.

Nichtsdestotrotz dient dieses Buch der Förderung der Freude am Sprachenlernen und da Kinder es lieben zu singen, ist diese Kombination aus Buch und Audio-CD aus dem Langenscheidt Verlag eine recht gute Nachmittagsbeschäftigung.

Das Buch an sich ist mit den zum Teil wirklich überladenen Seiten verbesserungswürdig, die CD top!

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Jodi Moore und Howard McWilliam – Das war ich nicht – das war der Drache!

Wenn du eine tolle Sandburg baust, zieht ganz sicher ein Drache ein …

Ein kleiner Junge befindet sich mit seiner gesamten Familie im Strandurlaub. Und was gibt es da Schöneres, als Sandburgen zu bauen? Und da seine Burg besonders gut gelungen ist, bekommt sie schon bald einen neuen Bewohner: einen roten und äußerst lustigen Drachen. Zusammen spielen sie Frisbee, pusten große Seifenblasen, grillen Marshmallows, lassen Flugdrachen steigen und vieles mehr. Der Drache ist albern und steckt  voller neuer spannender Ideen. Doch keiner glaubt Leon, dass es den Drachen wirklich gibt. Als belegte Brote verschwinden und Fingerabdrücke auf dem Schokoladenkuchen entdeckt werden, glaube alle, dass der kleine Junge der Schlawiner ist. Irgendwann hat auch Leon genug und schwört sich nie wieder eine Sandburg zu bauen … na ja zumindest nicht bis morgen …

Nach „Ich brauche mein Monster“ beglückt uns Howard McWilliam mit einem neuen Bilderbuch. Auch hier sind die Bilder farbenfroh, detailreich und die Figuren wirken schon fast lebendig. Die temporeichen Illustrationen vermitteln schon beinahe den Eindruck, als würde würde sich ein Cartoon anschauen und nicht in einem Buch blättern!

Der unsichtbare Freund, mit dem man jede Menge Spaß haben kann, steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Der Drache ist ein toller Ferienbegleiter, vor allem in einer Gegend, in der man vielleicht keine anderen Kinder kennt. So verliert sich der kleine Leon in einer Phantasiewelt, die so einen Tag am Strand zu etwas ganz Besonderem macht.

Dem aufmerksamen Betrachter wird natürlich schon bald auffallen, dass alles was der kleine Junge dem Drachen in die Schuhe schiebt von anderen Personen und gar von ihm persönlich bewerkstelligt wird. Etwa wenn der Drache die bösen Jungen verjagt, die seine Sandburg zerstören wollten, erkennt man im Hintergrund seinen Vater mit einer drohenden Geste mit der Grillzange. Und wer tatsächlich an dem Schokoladenkuchen geknabbert hat, liegt selbstverständlich auf der Hand …

Außerdem bietet dieses Buch eine Vielzahl an wunderbaren Ideen zur Beschäftigung der Kinder an einem sonnigen Tag am Strand.

Mit diesem Bilderbuch steigt definitiv die Vorfreude auf einen Strandurlaub!

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Mies van Hout – Heute bin ich

Mies van Hout entführt die Leser und Betrachter in eine Unterwasserwelt von insgesamt 20 unterschiedlichen Gefühlszuständen, die anhand von verschiedensten Fischarten verdeutlicht werden. Eine Doppelseite ist jeweils einem Gemütszustand gewidmet, wobei auf der einen Seite jeweils das Gefühl in Wortform und auf der anderen Seite ein dazu passender Fisch dargestellt wird. Die Emotionsbandbreite reicht von ängstlich bis zufrieden. Der Fisch thront in seiner Vollkommenheit auf einem schwarzen Hintergrund und erringt dadurch die höchst mögliche Beachtung des Betrachters. Dabei darf ruhig analysiert werden, woran man das jeweilige Gefühl so gut erkennen kann. Es wird schnell deutlich werden, dass die Stimmungen vor allem an den Augen, dem Mund, der „Körpersprache“ und der Farbwahl abgelesen werden können. Natürlich animieren die Darstellungen zum spielerischen Imitieren und erweitern den Grundwortschatz um einige sehr bedeutende Emotionen. Durch diese tolle Wachsmaltechnik lassen sich im Kunstunterricht sicherlich wundervolle Bilder von „Heute bin ich …“ herstellen und die zuvor erarbeiteten Kriterien zur Gemütsdarstellung anwenden.

Dank diesem besonderen und herzerwärmenden Bilderbuch, bin ich heute … GLÜCKLICH … und kann gar nicht aufhören das Buch immer und immer wieder von Neuem durchzublättern und mich daran zu erfreuen!

Ein wahrer Schatz in diesem Meer an Bilderbüchern zum Thema Gefühle!

https://papillionisliest.com/wp-content/uploads/2010/07/5-stars1.jpg?w=600 (* mit Extrasternchen)

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Jessica Meserve – Klein!

Die Kleine hat ein Problem: Sie steht im Schatten ihrer großen Schwester. Die große Schwester kann alles viel besser. Sie springt viel weiter, läuft viel schneller und bekommt die schönsten Geschenke. Die jüngere Schwester fühlt sich dagegen ganz klein und beschließt sich an ihrer großen Schwester zu rächen. Doch dadurch geht es ihr nur noch jämmerlicher zumute…

Die jüngeren Geschwister haben es manchmal ganz schön schwer! Sie stehen im Schatten ihrer älteren Geschwister und müssen sich erst beweisen und eigene Stärken entdecken. Jeder hat seine ganz eigenen Fähigkeiten und Begabungen, die man zunächst herausfinden muss. Der Thematik zur Findung des eigenen Ichs und der Loslösung von dem Vergleich mit den Geschwistern und der damit verbundenen Rivalität wird in diesem Bilderbuch Rechnung getragen. Und so wird die kleine Protagonisten zunächst immer im großen Schatten ihrer Schwester dargestellt. Der Schatten folgt ihr immer und überallhin. Bis … nun ja … sie auch ihrer Stärke bewusst wird. Nach diesem Ereignis hat jede der beiden Mädchen ihren eigenen ebenbürtigen Schatten. Die fabelhaften Illustrationen zeichnen diese Unsicherheit und Angst des kleinen Mädchens ganz wunderbar. Thematisch werden sich ganz viele junge oder auch ältere Geschisterkinder mit diesem Buch identifizieren können. Wem erging es in einigen Situationen nicht so ähnlich?

Geschwisterrivalität und Selbstfindung in grandiose Illustrationen eingebettet.

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Heike Schütz – Prinzessin Kartoffelinchen

Prinzessin Kartoffelinchen ist eine ganz besondere Kartoffel, die mit ihren roten Punkten alle anderen Kartoffeln überstrahlt. Sie ist nämlich etwas ganz Besonderes und gehört zu der Sorte „Rotauge“. Als die anderen, gewöhnlichen Kartoffeln anfangen sie aufgrund ihrer Andersartigkeit zu hänseln, wird Kartoffelinchen ganz traurig. Die Traurigkeit  verfliegt jedoch schnell, als sie durch einen unvorhergesehenen Zufall auf eine interessante Reise gehen darf. Sie trifft auf Geschöpfe, die ihr mit Neid und Missgunst begegnen und ihr somit das Leben schwer machen. Allerdings hält ihr das Schicksal auch positive Begegnungen bereit, durch die der Jahreskreislauf seinen neuen Anfang nimmt.

Das Buch ist in vier Kapitel eingeteilt, für die jeweils eine Jahreszeit steht. Die Geschichte beginnt im Herbst mit der Ernte von Kartoffelinchen und endet im Sommer mit dem Heranwachsen der Karoffelkindern. Das Thema „Kartoffeln“ wird an vielen Grundschulen behandelt und lässt sich wunderbar fächerübergreifend in den Unterricht einbinden. Durch dieses Buch habe ich mir eine kindgerechte Herangehensweise an das Wachstum der Kartoffelplanze erhofft. Allerdings sind die Wachstumsphasen im Verlauf der Anbauzeit in diesem Buch nur nebensächlich behandelt worden. Die Austriebe wurden nur am Rande kurz erwähnt. Das Schrumpelig-werden kurz vor der Aussaat wurde leider völlig ignoriert. Hauptsächlich geht es um die Themen Ausgrenzung, Neid, Missgunst, Eifersucht und aber auch Freundschaft, Hoffnung und Liebe.

Die Bilder wirken so herrlich sympathisch in ihrer unprofessionell scheinenden Ausführung und unterstützen durch erdige Bleistiftfarben das Bild des Naturprodukts. Ich hätte mir allerdings großflächigere Zeichnungen und weniger Text gewünscht, da das Buch für Kinder ab 3 Jahren empfohlen wird. Allerdings wäre ich eher dafür die Altersempfehlung auf 5 Jahre anzuheben, denn die Geschichte ist durchaus lang und von der Wortwahl zum Teil zumindest für Dreijährige anspruchsvoll.

Eine nette Geschichte über die Reise einer ganz besonderen Kartoffel.


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