Francesco Pittau und Bernadette Gervais – Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Mein erstes Bildwörterbuch

 

 

Das Buch bietet eine spannende Reise durch die Wunder der vier Jahreszeiten. Beginnend mit dem Frühling, welches durch einen aufblühenden Zweig symbolisiert wird, werden Pflanzen und Tiere in deutscher, englischer und französischer Sprache vorgestellt. Durch die Klappen entdecken die Kinder z.B. den Wandel einer Kirschblüte, sehen nicht nur die Erdbeere von außen, sondern dank der Klappe auch von innen. Die Entwicklung des Frosches vom Froschlaich zu Kaulquappen, sowie die Wurzeln vieler Gemüsesorten, entsprechend der Jahreszeit, werden ebenso zum Thema gemacht.

Dieses praktische Ringbuch lebt von den  klaren, gradlinigen und schon fast puristischen Illustrationen. Die Bilder sind nicht mit Details überfrachtet, sondern konzentrieren sich auf das Wesentliche. Die naturgetreu gewählten Farben  spiegeln die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren sehr realistisch wider. Die Ausklappseiten entsprechen der kindlichen Entdeckungslust und verbergen einige Überraschungen, die die Neugierde stets aufrecht erhalten. Die Seiten sind sehr stabil und halten das ein oder andere Ziehen und Biegen gut aus.

Irgendwie schafft es dieses Bildwörterbuch, dass man sich darin verliert und ich beobachte auch sonst quirlige Kinder dabei, wie sie ganz vertieft den Wandel der einzelnen Pflanzen, das Innere vom Obst und die Naturphänomene ganz selbstständig für sich entdecken und mit Freude ihr erworbenes Wissen teilen möchten.

      

 

 

 

 

 

 

Ein spannendes, schön illustriertes und lehrreiches Bildwörterbuch.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter -: Mein erstes Bildwörterbuch

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Rachel Ward – Numbers: Den Tod im Griff

Das Finale der Trilogie spielt im Jahre 2030 und hat weiterhin Adam und Sarah als Protagonisten. Nach der großen Katastrophe in London ist Adam kein Unbekannter mehr. Auch zwei Jahre danach beherrscht  Chaos die Stadt und Sarah und Adam kämpfen jeden Tag um das Überleben. Im Wald haben sie zunächst eine sichere Bleibe gefunden und Menschen, denen sie vertrauen können, wären da nicht die Drachen auf den Motorrädern. Die Regierung ist Adam auf der Spur und möchte seine Gabe für bestimmte Zwecke nutzen. Als Adam sich weigert zu kooperieren, wird er gezwungen in eine grausame Welt voller Qual, Selbstsucht und Ungerechtigkeit einzutauchen. Das Entkommen scheint unmöglich …

Ich hatte zuvor die Befürchtung, dass die Protagonisten durch die nächste Generation, wie es im zweiten Band der Fall war, ausgetauscht werden würden. Umso erleichterter war ich Sarah und Adam vorzufinden. Im Verlauf des Buches konnte ich jedoch keinen wirklichen Draht mehr zu den beiden finden. Sie wirken zerrüttet, unnahbar und seelisch abgehärtet. Als Leser entfernt man sich immer weiter von ihrer Gefühlswelt und wird zum außenstehenden Beobachter.

Die Geschehnisse im Bunker empfand ich als unnötig brutal, in die Länge gezogen und viele Ereignisse haben sich wiederholt, ohne dass ich daraus einen Nutzen für die Geschichte ziehen konnte. Der Bösewicht wurde gut in die Geschichte eingebaut, sodass die Protagonisten im Vergleich nur wenig glänzen konnten, was schade ist. Auch die Bindung zwischen den beiden schien zu bröckeln und raubte den Zauber des Buches. Lediglich der Umgang mit Saul am Ende des Buches konnte noch einiges an Spannung herausreißen.

Das Integrieren eines Nachwortes bewerte ich als positiv. Hier ist das Ende jedoch so offen geblieben, dass man denken könnte, wenn man es nicht anders wüsste, es würde noch ein Band folgen.

Der Zauber der ersten beiden Bände erlosch langsam. Schade!

 

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Rachel Ward – Numbers: Den Tod vor Augen

Der zweite Band der Trilogie Numbers von Rachel Ward greift die Geschichte von Adam, Jems und Spinnes Sohn, auf und zeigt die Schwierigkeiten eines Teenagers sich in einer neuen Umgebung zurecht zu finden. Er hat die Gabe seines Vaters geerbt, das Todesdatum seiner Mitmenschen zu sehen, sobald er ihnen in die Augen schaut. Dieses Können wurde jedoch mit der Zugabe vererbt, den Todesschmerz am eigenen Leib zu spüren. Diese Tatsache macht ihm zu schaffen und er kann sich nur schwer im Haus seiner Oma und der neuen Schule einleben. Dieses Anderssein quält ihn, bis zu dem Zeitpunkt, als er Sarah kennen lernt, denn sie scheint auch anders zu sein.

Das Buch spielt im Jahr 2028 und zeigt eine komplett veränderte Welt. Den Menschen werden Chips eingesetzt, die es der Regierung ermöglichen jeden Menschen anhand von Drohnen aufzusuchen und seinen Aufenthaltsort genau zu bestimmen. Ein Entkommen ist unmöglich. Die Welt ist zu einem Überwachungssystem geworden.

Adam wird von dem immer wiederkehrendem Todesdatum vom 01012028 geplagt, denn in jedem vierten Bürger Londons sieht er es. Für ihn ist klar, ein grausames Ereignis steht an. Wird er es verhindern können? Wird er die Menschen retten können? Und welche Rolle spielt Sarah dabei?

Die Rezension über den ersten Band ist hier nachzulesen.

Dieser Band schafft es sehr gut eine Verbindung zu den Protagonisten Sarah und Adam zu knüpfen. Die Erzählsicht wird von den beiden abwechselnd gestaltet, sodass man sich sehr gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzten kann. Die Erzählvorgänge sind rasant, ein Ereignis jagt das nächste und trotzdem bleibt genug Zeit, um mitzufiebern und die weiteren Geschehnisse vorauszusagen.

Die Idee, diese besondere Gabe mit der Darstellung einer möglichen Zukunft zu kombinieren, finde ich, wie bereits beim ersten Band, sehr gelungen. Das Spektrum wird hier nun um eine weitere Dimension der Gaben erweitert, was dem Band eine besondere Würze und Spannung verleiht und von Rachel Ward sehr gut umgesetzt wurde. Die Probleme der Jugendlichen und der Hauch an Sozialkritik sind gekonnt miteinander vernetzt.

Das Buch ist spannungsgeladen und trotzdem für meinen Geschmack zu vorhersagend. Lediglich das Ende hat mich positiv überrascht und die Erwartung auf das Finale der Trilogie steigen lassen.

Rasant, spannungsgeladen, unterhaltsam

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Martin Baltscheit und Ulf K. – Neues vom Philosofisch

Rezension

Der Philosofisch ist ziemlich nachdenklich und grübelt des Öfteren über die Wunder der Welt und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Er beschäftigt sich mit der Frage über Ebbe und Flut und den daraus resultierenden Ereignissen und den Sinn und Unsinn von Geschenken. Auch die jahreszeitlichen Veränderungen beschäftigen ihn und so setzt er seiner philosophischen Fantasie freien Lauf …

Dieses kleine Büchlein ist umgeben von Wortspielereien und lustigen Einfällen, die das Philosophieren auf die Kinderebene bringen. Was wäre wenn? Wozu ist es gut? Der spritzige Fisch macht sich Gedanken über die wichtigen und aber auch unwichtigen Fragen dieser Welt. Dieses Buch ist in  drei  in sich abgeschlossene Kapitel unterteilt: Ebbe und Flut, Geschenkt!, Winter ade!, wobei das letzte Kapitel leider nicht so sehr überzeugt wie die ersten beiden. Die philosophischen Gedankenspiele sind alle in Reimform gehalten und werden durch farbenfrohe Illustrationen von Ulf K. unterstützt. Dieses Buch regt dazu an, sich eigene Vorstellungen nach dem „was wäre wenn-Schema“ zu machen, eigene philosophische Fragen zu formulieren, mögliche Konflikte im eigenen Umfeld zu erkennen und darauf Antworten zu finden. Die Orientierung an den Schlüsselproblemen des gesellschaftlichen Lebens kann angebahnt werden und die Klugheit aus der Tiefe als Beispiel genutzt werden, um das Nachdenkenswerte aufzudecken.

Blick ins Buch

Fazit

Ein kleines Buch, um das philosophische Denken und Gedankenreisen bei Kindern anzubahnen.

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Britta Koopmann und Dagmar Rucys – Schreibprofi

Der Schreibprofi wird vom Verlag für SuS ab dem 2. Schuljahr empfohlen und bietet zu 18 unterschiedlichen Themen* ein Angebot an sprachlichen Strukturen, Wörtern und Textbausteinen. Die Themen sind an die kindlichen Interessen und Schreibabsichten angelehnt und in einem übersichtlichen Klappensystem sortiert (siehe Bild unten). Die Textbausteine stellen eine ideale Grundlage für das generative Schreiben dar, welches den Kindern ermöglicht Texte auf Basis vorgegebener Textmuster zu schreiben. Durch das Austauschen einzelner individuell ausgewählter Textelemente können so eigene Texte produziert werden.

Ergänzt werden die Themen durch Beispieltexte, die den SuS einen Eindruck vermitteln, wie die fertigen Texte aussehen können. Die Kinder können sich dadurch inspirieren lassen oder sich einige Formulierungen abschauen und für den eigenen Text übernehmen. Jede Themenseiten beginnt mit der Konstruktion einfacher und kurzer Sätze und führt dann zu komplexeren Sätzen. Die Angebote zur Textproduktion sind alle farblich unterschiedlich, je nach Satzbaustein, gekennzeichnet.

Besonders für spracharme Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund stellt diese Schreibhilfe eine enorme Unterstützung dar. Mit diesem „Bauplan“ an kurzen und aber auch längeren Satzstrukturen sind den Kindern Schreiberfolge garantiert. Dabei entscheiden die Kinder individuell über die Variationen der angebotenen Strukturen und kombinieren nach persönlichen Möglichkeiten und Interessen die Satzbausteine. Leistungsstarke Kinder können den Schreibprofi für die Überarbeitung eigener Texte nutzen, um variable Ausdrücke einzubauen und den Text wirkungsvoller klingen zu lassen.

Die 36 Kopiervorlagen enthalten Übungen, mit denen das Schreiben von eigenen Texten vereinfacht werden soll. Die SuS erstellen zu Beginn des Schreibprozesses einen Mind-Map und planen anhand ausgewählter Wörter ihren eigenen Text. Daran schließend sollen Satzanfänge aus dem Schreibprofi für die Produktion eigener Texte genutzt werden. Die Übungen bauen alle nach demselben Muster auf und lassen leider wenig Abwechslung zu.

Die Idee SuS etwas Konkretes und Greifbares an die Hand zu geben, um ihnen den Schreibprozess zu vereinfachen, finde ich toll. Auf ganz individuelle Weise können so Texte verändert und ergänzt werden. Die Kinder bekommen hier nicht nur Ideen zur sprachlichen Umsetzung, sondern auch inhaltliche Impulse zu den unterschiedlichsten Themen. Die vorformulierten Beispieltexte wirken als Modelle und zeigen, wie so ein Text auf unterschiedlichen Niveaus aussehen kann. Lediglich die Illustrationen auf dem Klappbuch und dem Heft  wirken leicht veraltet und nicht ganz zeitgemäß. Da hätte ich mir eine Überarbeitung gewünscht. Ansonsten bin ich von dieser Hilfe mit vorbildlichen Texten und Satzbausteinen für die Schülerhand positiv überrascht und empfehle es als einen festen Bestandteil für die Schreibecke in jedem Klassenzimmer.

*Themen:
Alles über mich; Mein Zuhause; Wütend, traurig, froh; Als ich klein war – wenn ich groß bin; Kuscheltiere und Piratenschiff; Menschen um mich herum; Gesund und fit; Mein Lieblingstier; Im Zoo; Freizeit und Hobby; Feste feiern; Geld; Rund ums Buch; Es spukt; Ritter und Burgen; In der Märchenwelt; Abenteuer; Die Zeitmaschine

Ein  Einblick in die Kopiervorlagen ist hier zu finden: Musterseiten (aus dem Finken Verlag)

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Anwenderfreundliches Nachschlagewerk für das Schreiben und Überarbeiten von eigenen Texten.

Susanne Helene Becker – 99 neue Lesetipps: Bücher für die Grundschule

Jedes Jahr erscheint eine Vielzahl an Kinder- und Jugendbüchern. Da den Überblick zu behalten ist schwer. Das Buch „99 neue Lesetipps“ gibt hier eine Orientierung über besondere Bücher, die zwischen 2005 und 2011 veröffentlicht wurden. Laut der Devise „Bücher von heute für Kinder von heute“  werden literarische Themen hervorgehoben, die die Kinder von heute beschäftigen und interessieren. Die Autorin stellt nicht nur die Bücher vor, sondern zeigt Möglichkeiten auf, wie sie in die tägliche Arbeit einbezogen werden können. Damit das Leseerlebnis ein Erfolg wird, sind zahlreiche Hinweise und nützliche Vorschläge und Anregungen in dem Buch zu finden.

Durch den sehr strukturierten Aufbau und den sehr benutzerfreundlichen Symbolen ist es sehr einfach sich in diesem Buch zurecht zu finden. Drei übergreifende Kapitel führen den Leser durch das Buch: 99 (und mehr) Lesetipps; Wissenswertes rund ums Lesen; Informationen rund um die Bücher. Den Großteil des Buches machen tatsächlich die wertvollen  Buchvorstellungen aus. Diese werden nach den folgenden Gattungen untergliedert: „Bilderbücher“, „Sachbücher“, „Kinderromane und -erzählungen“ und „Gedichte, Lieder und Sprachspiele“. Innerhalb der Gattungen werden die Bücher nach aufsteigendem Leseniveau sortiert, das stetig durch die Anzahl der Sterne dem Leser transparent gemacht wird. Neben dem Leseniveau wird auch das Vorleseniveau, das vor allem bei Bilderbüchern bedeutend ist, nach drei Niveaus unterschieden. Besonders nützlich empfinde ich den Steckbrief, den es zu jedem Buch gibt. Hier befindet sich die farbige Darstellung des Covers, weitere Angabe zu evtl. Auszeichnungen, Schlüsselwörter, die diesem Buch zuzuordnen sind, sowie der Leseanlass (z.B. Ferienanfang, Lesenacht, Sprachstandtest, vor dem Aufräumen etc.) Jedem Buch ist eine Doppelseite gewidmet und erlaubt jeweils einen Blick in das Buch, mal in Bildform und mal als Textausschnitt.

Den Kern bilden die drei Abschnitte „Darum geht es in dem Buch“ (Inhalt), „Das macht das Buch besonders“ (Gestaltung und lesepädagogische Überlegungen) und „So arbeiten Sie mit diesem Buch“. Der letztgenannte Bereich ist eng angelegt an das Kapitel „Wissenswertes rund ums Lesen“, das sich auf die Vorstellung und nähere Erläuterung einiger Methoden konzentriert. Des Weiteren finden sich hier die theoretischen Ansätze zu den Zielen der Leseförderung, sowie eine ausgearbeitete Kriterienliste für die Auswahl von Büchern. Im Unterkapitel „55 plus 9 Methoden für die Arbeit mit Büchern“ werden konkrete Vorschläge zu Themen wie Bilderbuchkino, Kamishibai, Bilderlupe, der rote Faden, Lesekiste, Stockpuppen etc. gemacht. Auf der Verlagsseite befinden sich  außerdem einige Kopiervorlagen zum Downloaden, wie Elternbriefe, Lesepass, Trimory, Comicwerkstatt, Adjektivlandkarte und vieles mehr.

Auf 336 Seiten finden sich wahre Schätze an Buchvorschlägen, von denen mir einige natürlich bekannt vorkamen, weil sie hier auf diesem Blog bereits rezensiert wurden und andere, die leider an mir gänzlich vorbeigegangen sind. Umso erfreuter war ich, sie hier nun neu entdecken zu dürfen. Die Praxisvorschläge sind abwechslungsreich und wirklich inspirierend. Dabei sind die Vorschläge oft in Einstieg, Bild- und textorientierte Aufgaben und Projekte und Gestaltende Aufgaben und Projekte gegliedert. Es lassen sich daher Hinweise sowohl für den Deutschunterricht, als auch den Kunstunterricht finden.

Ich bin von diesem Buch wirklich sehr angetan und kann es jedem Grundschullehrer und aber auch Eltern, die einige Vorschläge im Umgang mit Büchern benötigen, wärmstens ans Herz legen!
Dieses Buch macht es einem wirklich schwer, es wieder aus der Hand zu legen.

Eine große Inspirationsquelle in Bezug auf aktuelle Kinderliteratur, verknüpft mit sehr nützlichen praktischen Umsetzungsvorschlägen.

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Bine & Benjamin Brändle – Glucksi zieht nach Monsterstadt

Das fröhliche Monster „Glucksi“ zieht in eine neue Monsterstadt und benötigt für den Aufbau seines Fertighauses einen Hammer. Die Bewohner der witzigen Stadt erweisen sich als sehr hilfsbereit und wollen Glucksi auf seiner Suche, die sich als schwierig erweist, helfen. Er triftt auf seiner Suche viele andere Bewohner, die  durch einige  Eigenheiten geprägt sind. Da wäre z.B.  Dösi, das faule Monster, Grumpel, das motzige Monster oder auch Mucki, das starke Monster.

Als Glucksi endlich den Professor Hirni trifft, scheint der Bau seines Hauses in greifbarer Nähe … wenn da nicht eine besondere Überraschung auf Glucksi warten würde …

Bei diesem Bilderbuch können sich Kinder ab 4 Jahren auf eine tolle Unterhaltung freuen. Die Bandbreite an unterschiedlichen Charakteren ist groß und jede Begegnung mit Witz und Vergnügen verknüpft. Die auf jeder Doppelseite vorhandenen Klappen erhalten den Überraschungseffekt in dem Zusammentreffen mit den anderen Monstern und unterstützen die Entdeckungsfreude der Kinder.

Thematisch ist das Bilderbuch von Freundschaft, Kontaktknüpfung, Umzug und Hilfsbereitschaft gekennzeichnet. Die Geschichte kommt sehr leicht und spielerisch daher und wird von außerordentlich farbenfrohen Illustrationen gestützt. Hier dominieren Bilder voller Trubel und sich jagenden Ereignissen. Ein Pop-up Bild am Ende des Buches bietet einen großen Überraschungseffekt und ist ein passender Abschluss der schnellen Ereignisabfolge.

unterhaltsam, leicht und spielerisch


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Hermann Josef Winzen – Pfiffikus – Der Sprachgestalter und Mit Pfiffikus auf Wörterfang

Der Sprachgestalter ist ein praktisches Nachschlagewerk zur Wortschatzerweiterung und Ausdrucksverbesserung für Schülerinnen und Schüler (SuS) der Grundschule. Der Pfiffikus bietet zahlreiche wertvolle Formulierungs- und Überarbeitungshilfen für den Schreibprozess an. Auf den Klappen finden sich die Oberbegriffe für die jeweiligen Themen. Dabei handelt es sich nicht nur um Wörter, sondern auch um bestimmte Ausdrücke und geläufige Redensarten.

Folgende Themen sind in diesem Klappbuch zu finden:
sagen, gehen, sehen, denken/fühlen, machen, essen/trinken, schnell/langsam, leise/laut, groß/klein, stark/schwach, ganz/kaputt, zuerst/dann/inzwischen/zuletzt, Farben, Formen, Muster, Wie Menschen aussehen, Wie das Wetter ist, zufrieden/unzufrieden, Glück haben/Pech haben, aufgeregt/entspannt, vorsichtig/unvorsichtig, Mut haben/Angst haben, gefährlich/ungefährlich, verärgert/wütend, freundlich/unfreundlich, schön/nicht schön, dumm/klug

Die Mit Pfiffikus auf Wörterfang – Kopiervorlagen fassen 45 Arbeitsblätter, die sich darauf konzentrieren, den SuS den Umgang mit dem Nachschlagewerk nahe zu bringen. Erst wenn die Kinder wissen, wie man mit diesem Nachschlagewerk umgeht und die treffenden Wörter und Ausdrücke findet, erweist sich das Klappbuch als effektiv. Die Kopiervorlagen zielen darauf den SuS zu zeigen, welche Möglichkeiten in diesem Nachschlagewerk stecken.

Die Anordnung der Begriffe im Sprachgestalter und der dazugehörigen Synonyme ist sehr übersichtlich. Durch unterschiedliche Farben ist gleich erkennbar, welche Begriffe voneinander abzugrenzen sind und wo es sich um Ausdrücke und Redensarten handelt. Die farbigen Illustrationen unterstützen die Bedeutung der Begriffe und bringen eine schöne Abwechslung. Neben zahlreichen Verben, Adjektiven, Temporaladverbien, Farben und Formen findet sich eine tolle Übersicht über alle nötigen Wörter zur Personenbeschreibung und zur Darstellung der Wetterlage.

Allerdings ist das Zurechtfinden in der Fülle an Begriffen nicht ganz so einfach. Dafür erweist sich die vorbereitende Arbeit mit den Kopiervorlagen als sehr hilfreich. Dadurch bekommt man so langsam ein Gespür für die Bandbreite der Möglichkeiten mit diesem Sprachgestalter. Man findet Arbeitsblätter, die sich speziell auf die variantreiche Darstellung der Gefühle konzentrieren und die SuS nach Synonymen für „zufrieden“, „lustig“ oder „verärgert“ suchen lassen. Auch die Thematik Märchen findet Erwähnung, denn schließlich werden bei dieser Textsorte viele Redewendungen verwendet: „strotzte vor Kraft“/ „lief schon das Wasser im Munde zusammen“ etc. Ein Bilder-Quiz rundet die Sammlung der Kopiervorlagen ab, indem es darum geht, bestimmte Illustrationen im Nachschlagewerk zu suchen und ihre Bedeutung aufzuschreiben.

Die Lehrpläne halten Lehrerinnen und Lehrer dazu an, ihre SuS das Lernen zu lernen. Dieses Nachschlagewerk erweist sich als eine tolle Unterstützung nicht nur für Textplanungsphase, sondern auch für die Überarbeitung der eigenen Texte. Das Klappbuch kann nach erfolgreicher Einführung und Darstellung des Umgangs ein fester Bestandteil im Klassenraum werden, das je nach Wunsch und Bedarf von den SuS für ihre Texte hinzugezogen werden kann.

Doch auch für zu Hause ist dieses Klappbuch eine effektive Hilfe, wenn es darum geht treffende und abwechslungsreiche Begriffe und Ausdrücke zu finden, um den eigenen Text interessanter und wirkungsvoller klingen zu lassen.

Ein  Einblick in die Kopiervorlagen ist hier zu finden: Musterseiten(aus dem Finken Verlag)

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Eine effektive, auf die Selbstständigkeit der Kinder aufbauende Formulierungshilfe für eigene Texte!

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Karl-Dieter Bünting – Wortarten entdecken

In den LBG Kopiervorlagen „Wortarten entdecken“ steht die Entwicklung und Förderung der Sprachkompetenz im Vordergrund. Das vielfältige Übungsmaterial wurde für die Jahrgangsstufen 3 und 4 entwickelt und dreht sich um die Welt der Sprache. Die Vorschläge zeigen, wie man mit Wortschatz und grammatischen Mustern umgeht und integriert  Übungformen wie Lückentexte und Kreuzworträtsel.

Insgesamt werden neun Wortarten angeschnitten bzw. behandelt: Nomen, Verben, Adjektive, Adverbien, Pronomen, Präpositionen, Konjunktionen, Interjektionen und Numeralia. Das Buch geht davon aus, dass alle Wortarten bereits eingeführt wurden und konzentriert sich ausschließlich auf die Übung. Des Weiteren wird auf die Bausteine in der Gliederung eines Textes eingegangen und Absätze und Strophen in Gedichten und Liedern thematisiert. Deklination spielt ebenfalls eine Rolle, sowohl von Nomen, als auch von Adjektiven und Präpositionen. Den Schluss bildet in diesen Kopiervorlagen das Kapitel „Ordnungen im Wortschatz“. Hier sollen Wörter in Wortfamilien zusammengefasst, Wörter nach Ober- und Unterbegriffen sortiert und Antonyme gefunden werden.

Eine CD mit editierbaren Kopiervorlagen als PDF- und Word-Dokument bildet eine zusätzliche Ergänzung.

Die deutsche Wortgrammatik hat so ihre Tücken. Viele sprachliche Phänomene bedürfen daher intensiverer Auseinandersetzung und ergänzender Übung. Diese Kopiervorlagen bieten, nach sinnvoll gestalteten Kapiteln, eine Übersicht über die wichtigsten grammatischen Grundbegriffen und ihre Besonderheiten.

Alle Arbeitsblätter dienen der Übung und müssten daher schon im Unterricht vorher behandelt worden sein. Umso mehr irritiert mich daher der Titel „Wortarten entdecken“, denn hier wird eher die Wortbildung und der Umgang mit Wortarten erprobt und vertieft.

Die Arbeitsblätter sind grundsätzlich übersichtlich gestaltet. Ich hätte mir jedoch gewünscht den Anfangskommentar auf jedem Arbeitsblatt von der jeweiligen Aufgabenstellung noch deutlicher zu trennen, durch eine veränderte Schriftgröße oder fettgedruckte Buchstaben. Auch erscheinen mir einige wenige Arbeitsblätter ziemlich voll gepackt zu sein, was man jedoch als Anpassung an die jeweilige Lerngruppe auf den editierbaren Kopiervorlagen ganz einfach ändern kann.
Sinnvoll wären ebenfalls Lösungsblätter gewesen, um den Schülerinnen und Schüler eine Selbstkontrolle zu ermöglichen. Das stellt für mich das größte Manko dieser Kopiervorlagen dar.

Nichtsdestotrotz bietet dieses Buch abwechslungsreiche Übungsformate, viele authentische Fotografien, einige übersichtliche Graphiken und damit verbunden hoffentlich eine tiefere Einsicht seitens der Kinder in die deutsche Grammatik!

Anregende Arbeitsblätter zu Übungszwecken der grammatischen Mustern mit einigen wünschenswerten Verbesserungen.


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Hiawyn Oram und David Melling – Die fürchterlich schrecklichen Drei

ALARM! FÜRCHTERLICH SCHRECKLICHER DRACHE!

Der Drache betrachtet sich im Spiegel und ist überzeugt, dass er der schrecklichste Drache der Welt ist. Alle, die ihn erblicken, werden vor Angst erstarren, da ist er sich sicher. Und da er es nicht mehr aushält, die ewig erschrockenen Gesichter seiner Nachbarn zu sehen, beschliesst er mit seinem Hund davon zu ziehen. Auf seinem Weg entdeckt er jedoch eine schreckliche Hexe und einen schrecklichen Riesen, die ebenfalls so fürchterlich schrecklich aussehen, dass sie sich zusammenschliessen und gemeinsam weiterziehen. Bei einer Picknickpause läuft ihnen die kleine schweigsame und doch sehr vernünftige Pippiline über den Weg. Diese Begegnung birgt für die fürchterlich schrecklichen Drei eine große Überraschung in sich …

Drei wundersame und äußerst amüsante Gestalten sind von ihrem angsteinflößendem Aussehen so überzeugt, dass sie die eigene Angst auf ihre Umwelt projizieren. Sie schauen in den Spiegel und sehen fürchterliche Gestalten, die nur vor Hässlichkeit strotzen. Daher sind sie ganz schön überrascht, als ein kleines Mädchen sie als „lieb“ und „süß“ bezeichnet. Von dieser unvoreingenommenen Einstellung und der daraus resultierenden Unerschrockenheit des liebenswürdigen Mädchens erstaunt, beginnen die fürchterlich schrecklichen Drei ihre Wirkung auf die Außenwelt zu überdenken.

Achtung Spoiler (zum Lesen bitte markieren): Sie schauen erneut in den Spiegel und müssen feststellen, dass sie doch nicht so schrecklich aussehen, wie früher gedacht. (Spoiler Ende)

Ein schönes Bilderbuch mit feurigen und bunten Figuren über die Selbst- und Fremdwahrnehmung der eigenen Person. Wie sehe ich mich? Wie sehen mich die anderen? Ein Bilderbuch, das viele Gesprächsanlässe bietet, u.a. darüber dass die Selbstwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung nicht übereinstimmen muss. Kinder bekommen durch die Diskussion der Thematik die Chance, ihrer Wirkung auf andere Menschen bewusster zu werden, verbunden mit der Erkenntnis darauf Einfluss  nehmen zu können, wie sie bei anderen ankommen.

Zur Persönlichkeitentwicklung kann nach dem Lesen ein Partnerinterview (…so sehe ich mich… (freundlich, ehrlich, langsam, stark, ordentlich etc.) … so sehe ich dich …) angeschlossen werden, was einem die Eigenwirkung auf andere Personen verdeutlichen kann.

Eine bedeutsame Thematik hinter schillernden und aufregenden Figuren geschickt versteckt.

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