Bernd Wehren – Der Nadel- und Faden-Führerschein

Der Nadel- und Faden-Führerschein

Während ich mit den Schülerinnen und Schülern aus der 2. Klasse gerade an einem Bastelführerschein arbeite und sie das sorgfältige Falten, Kleben, Schneiden und Ausmalen üben, dürfen die Drittklässler sich an dem Nadel- und Fadenführerschein versuchen.
Als Beilage gibt es in diesem Heft einen Klassensatz farbiger Führerscheine, die jedoch in Bezug auf die Sticharten so umfangreich sind, dass ich eigene erstellt habe. Mir gefallen die Kopiervorlagen, die das Üben anregen, recht gut. Hier wird der „Einfädel-Trick“ mit dem Papierstreifen mit Bildern unterstützt erklärt. Auch die Schritt-für-Schritt-Erklärungen für den Knoten, das Annähen eines Knopfes oder für die einzelnen Stiche wie Vorstich, Steppstich, Überwendlingsstich oder den Zick-Zack-Stich werden verständlich erklärt. Diese Blätter können auch im Klassenraum ausgehängt werden, damit Kinder nach Bedarf nachlesen können.
Heiß begehrt war bei den Jungen die Kopiervorlage des Rennwagens, bei dem die Knöpfe als Reifen aufgenäht werden sollten. Die Mädchen wählten meist das Märchenschloss, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war. Sehr hilfreich ist das „Mini-Buch“ mit jeglichen Sticharten als Übersicht für die Hand der Kinder. Am Ende könnte eine Prüfung zu den Sticharten abgelegt werden, hierzu bietet das Heft eine Vorlage. Ich beließ es beim Abstempeln der jeweiligen Aufgabe, nach erfolgreicher Bearbeitung. Insgesamt ist es eine lohnenswerte Anschaffung, nicht zuletzt wegen der gelungenen Übersichten zu den Sticharten.
Der Nadel- und Faden-Führerschein
Gute Übersichten zu den Sticharten.

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Hans Witzig – Punkt, Punkt, Komma, Strich: Die Zeichenstunde für Kinder

Punkt, Punkt, Komma, Strich

Der Klassiker „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ … fertig ist das Mondgesicht wurde neu auferlegt. Die Illustrationen sind die gleichen geblieben und mögen etwas nostalgisch auf Kinder wirken. Hier kann man den Lauf der Zeit auch an den Bildern ablesen.

Das Zeichnen vor allem von Menschen muss gelernt sein. In der Grundschule kann die Entwicklung besonders gut beobachtet werden, wenn es zunächst vom Strichmännchen zu angezogenen Gestalten und dann schließlich zu ausgereiften Personen mit Fingern, Lippen, Ohren und all den anderen Einzelheiten geht. Menschen in Bewegung zu malen oder gar seitlich oder von hinten ist auch noch im vierten Schuljahr für viele noch schwierig.

In dieser „Zeichenstunde für Kinder“ werden aber auch einfache Zeichnungen von Zoo- und Bauernhoftieren, Häusern, Frühblühern, Wiesenblumen uvm. thematisiert, oft  begleitet von lustigen Reimgeschichten.

weiterarbeit

Angeregt durch diese Darstellungen habe ich ein kleines Büchlein „Zeichenstunde“ erstellt (s.u.). Hier geht es zunächst darum einen Menschen vor der Thematisierung zu malen. Nach einigen Übungen, deren Schwierigkeitsgrad sich stetig steigert und die ich dem Buch entnommen habe, sollen die Kinder den eigenen Lernzuwachs feststellen und zum Abschluss erneut eine Person zeichnen. Ich bin selbst auf die Ergebnisse und die Gegenüberstellung gespannt!

Menschen zeichnen

Zeichenstunde für Kinder

Anregungen für Kinderbilder

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Ricarda Dransmann und Svenja Sölter – Die besten Methoden für den Englischunterricht

Die besten Methoden für den Englischunterricht

Dieser Ratgeber für die Grundschule enthält 100 praxiserprobte und ohne große Vorbereitung einsetzbare Methoden aus den folgenden sieben Fertigkeitsbereichen:

  • Aufbau und Festigung des Wortschatzes
  • Listening and speaking
  • Reading and writing
  • Rituale
  • Classroom Language
  • Songs
  • Co-operative learning

Jeder Methodenvorschlag enthält Hinweise zur Vorbereitung, Durchführung und beinhaltet hin und wieder Tipps, die auf eine Variante als Abwandlungsmöglichkeit verweisen. Alle nötigen Kopiervorlagen oder Materialgrundlagen werden gleich hinter dem Vorschlag angehängt, sodass man nicht lange danach zu suchen braucht.

Der Englischunterricht in der Grundschule ist lebendig und abwechslungsreich. Es gibt viele Phasenübergänge, feste Rituale zum Stundeneinstieg und zur Abschluss einer Englischstunde. Es ist geprägt von Sprachspielen, vielen Liedern, die auch Körpereinsatz erfordern und dem großen Baustein „Einsprachigkeit“.

Dieser Ideenratgeber gibt eine wunderbare Übersicht über bewährte Methoden, die schnell und nachhaltig in der Praxis integriert werden können. Vieles setze ich bereits seit Jahren erfolgreich in der Unterrichtspraxis ein, wie z.B. TPR, Snapping, Echo, What’s missing?, Question time mit den finger puppets, Circle game usw. Viele Spiele sind lediglich unter einem anderen Namen bekannt. Die Autorinnen betonen, dass dies eine persönliche Sammlung der interessantesten und von ihnen als wertvoll erachteten Methoden aus unzähligen Zeitschriften und Büchern ist.

Lehrkräfte, die das Fach nicht studiert haben oder auch Referendare werden diese Fundgrube schätzen. Ich konnte ebenfalls spannende Vorschläge finden, die ich bisher nicht kannte und unbedingt im Unterricht erproben möchte. So hat beispielsweise das „Buzz reading“ schnell mein Interesse geweckt. Hierbei geht es darum zu Beginn einer Unterrichtsstunde den Kindern 5 Min. Zeit zu geben im Lese-Gemurmel einen Text auf Englisch halblaut vor sich hin zu lesen. Es hat den Vorteil, dass alle Kinder aktiv sind und zudem ihre Sprachhemmungen abbauen können, die sonst das Lesen vor der ganzen Klasse mit sich bringt. Der  alternative“homework check“ lädt ebenfalls zum Ausprobieren ein. Anhand einer Feedback-list überprüfen die Schüler gegenseitig ihre Hausaufgaben und sprechen ausschließlich Englisch. Die beigefügten „language support phrases“ sollen die Kinder bei den nötigen Satzstrukturen unterstützen.

Die besten Methoden für den Englischunterricht

Bewährte und leicht umsetzbare Sammlung an schüleraktivierenden Methoden für den Englischunterricht.

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Bernadette Kowolik – Macht doch mal Theater!

Macht doch mal Theater

Im Verlauf des Schuljahres gibt es mehrere Anlässe für Theaterstücke, sei es die Einschulungs- oder Weihnachtsfeier, die Gestaltung der monatlichen Darbietungen in der Aula oder einfach als Theaterprojekt in einem Unterrichtsfach. Die Inszenierung eines Theaterstücks erfordert viel Organisation, Geduld und ein vertrauensvolles Miteinander. Der Mittelpunkt des Theaterspielens ist die Sprache, die natürlich die verbale Sprache beinhaltet aber vor allem auch die Körpersprache. Das Bühnenbild, die Kostüme und Requisiten sind weitere unterstützende Elemente für ein unvergessliches Erlebnis.

Theaterprojekte erfordern nicht nur seitens der Schüler viel Mut, Ideen und Tatkraft. Kinder müssen an das Theaterspielen herangeführt werden. Das Stimmtraining, die Spiele rund um Gestik und Mimik, das Schlüpfen in andere Rolle braucht die nötige Vorbereitung. Wie geht man an ein größeres Theaterprojekt heran? Wie hält man die Motivation über einen längeren Zeitraum aufrecht? Wie sollen alle Kinder beteiligt werden? Das Organisationsspektrum und die Vorbereitung ist groß.

Dieses Buch „Macht doch mal Theater!“ möchte Lehrkräften Mut machen und bietet ausgearbeitete Texte zu insgesamt 11 Theaterstücken, unterteilt in Rollen-, Puppen- und Schattentheater. Die Regienanweisungen wurden ebenfalls integriert. Das Stück „Stromausfall in der Märchenschule“ ist gut für die Einschulungsfeier geeignet, da es von einem Drachen handelt, der eingeschult wird und an seinen Fähigkeiten zweifelt. Mit neun Seiten Text ist das Stück ziemlich umfangreich. Je nach Klassenstufe müsste der Umfang entsprechend angepasst werden. Die anderen Stücke orientieren sich thematisch an Indianern, Rittern, Futtervorräte für den Winter, Tiere des Bauernhofes, Hexen, Tiere im Watt, Märchen, Dinosaurierland und Streit.

Es gibt Vorschläge seitens der Autorin für die Erstellung eines Bühnenbildes und der Requisiten, passend zum Stück. Erfreulicherweise sind diese schnell aufzutreiben und somit sehr realistisch in der Umsetzung. Als Pädagogin ohne große Vorerfahrungen in der Organisation von Theaterstücken fehlen mir in diesem Buch definitiv die Fotos für eine beispielhafte Inszenierung. Auch die Vorbereitungsschritte vermisse ich. Hier erhält man gute Texte mit sinnvollen Regienanweisungen, jedoch eher für Lehrkräfte, die über Vorerfahrungen verfügen und das nötige Wissen für eine erfolgreiche Aufführung einfließen lassen können. Für mich persönlich ist es nicht kleinschrittig genug. Ich hätte mir mehr Tipps für Übungsphasen, sinnvolle Einteilung der Rollen und andere Organisationshinweise gewünscht, um tatsächlich mehr Mut aufzubringen. Mit den Texten alleine ist es für Neulinge schwer umsetzbar.

Macht doch mal Theater

Für Pädagogen mit Vorerfahrungen gut umsetzbar, mit vielen Theaterstücken zu unterschiedlichen Themen.

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Anne Desmet und Jim Anderson – Drucken ohne Presse

Drucken ohne Presse

„Drucken ohne Presse“ konzentriert sich auf die Darstellung von Druckverfahren, die ohne viel Aufwand und ohne teures Zubehör umgesetzt werden können und somit wenig kosten. Dieses Buch stellt eine Vielzahl von Drucktechniken vor und gibt wertvolle Tipps für die Umsetzung, nicht nur für die Grundschule. Sie reichen vom einfachen Stempel- (z.B. aus Plastilin), Kartoffel- oder Schablonendruck über mehrfarbigen Linoldruck, Siebdruck oder Collagentechniken mit verschiedenen Materialien.

Hier werden Tipps zur Ausrüstung und zum Material gegeben, die zum großen Teil schon im Haushalt vorhanden sind. Wichtige Hintergrundinformationen zur Druckfarbe und vor allem zum richtigen Papier runden die Einführung ab. Die Druckgrafik als Kunstform war bereits auf Felswänden vor vielen tausend Jahren zu finden und so bieten die Autoren als erste Drucktechnik das Drucken mit den Körperteilen an. Die Angebote werden stets von zum Teil farbigen Fotografien begleitet. Oft sind es Werke von Schulkindern oder auch hilfreiche Zeichnungen zum Vorgang ds Druckverfahrens oder als Hinweis auf die Beachtung von Besonderheiten.

Dieses Buch diente mir als Vorbereitung auf eine Projektwoche zum Workshop „Druckwerkstatt“ anlässlich unseres Schuljubiläums. Hier finden sich wertvolle Informationen für Neulinge, die man sonst in anderen Büchern kaum findet. Besonders hilfreich fand ich die Hinweise zum Papier, die einen großen Unterschied in Bezug auf die Druckqualität ausmachen. Auch die Darstellung der Materialien zur Herstellung eines Druckstocks waren für mich als fachfremde Lehrkraft in Kunst Gold wert. So fand ich sprachlich verständlich formulierte Ratschläge zum Umgang mit Polystyrol. Behälter zum Mitnehmen aus den Imbissbuden eignen sich z.B. wunderbar als preiswerte Alternative, jedoch nicht das Verpackungsmaterial von Elektrogeräten. Die Trittschalldämmplatten aus dem Baumarkt sind zwar geringfügig schlechter in der Qualität, jedoch für experimentelles Drucken auch gut zu gebrauchen. Da das Schulbudget oft recht gering ist, sind solche Hinweise sehr hilfreich.

Praktisch empfand ich auch die Darstellungen von vielseitigen Drucktechniken anderer Künstler, vor allem die jeweiligen Hinweise zum Material und zur Technik sind lesenswert. Viele Bilder sind großformatig abgedruckt und eignen sich somit auch zum Zeigen in einer Kleingruppe.

Als Vorbereitung auf die Druckwerkstatt war dieses Buch für mich ein kleiner Schatz, aus dem ich viele nutzbare Informationen für die Praxis ziehen konnte.

Drucken ohne Presse

weiterarbeit

Hier sind einige Ergebnisse des Schulgebäudes aus der Druckwerkstatt, die wir als Jubiläumspostkarten am Festtag verschenkt haben.

Druckwerkstatt Schulgebäude

Druckwerkstatt Schule Jubiläum

 

 

 

 

 

Ein praxisnahes Buch mit sehr hilfreichen Hintergrundinformationen zu Techniken und zu beachtenden Tücken im Arbeitsprozess.

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Andrea Guckel – Quer durch die 1. Klasse: Mathe und Deutsch

Quer durch die 1. Klasse Übungsblock

Den Vorschulblock zur Förderung der Konzentration und Wahrnehmung aus dem Hauschka Verlag habe ich bereits sehr erfolgreich als Karteikarten für meine Klasse zu Beginn des ersten Schuljahres im Einsatz gehabt. Einlaminiert und mit der Lösung versehen, konnten viele Kinder die jeweiligen Übungen in der Freiarbeit bearbeiten.

Dieser Übungsblock umfasst alle wichtigen Themen der Fächer Deutsch und Mathe aus dem 1. Schuljahr. Im Fach Mathematik geht es um: Muster, Zahlenfolgen, Rechengeschichten, Verdoppeln, Geometrische Formen, Rechnen mit Geld, Uhrzeiten (volle Stunden). In Deutsch geht es zunächst mit Buchstabenkenntnis, Anlauten und Silben los. Anschließend wird der Fokus auf die Wortarten (Nomen, Verben, Adjektive) gelegt. Es müssen Sätze erlesen, falsche Wörter durchgestrichen, eine Geschichte in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Übungen zu den Wortgrenzen und der Groß- und Kleinschreibung sind ebenso enthalten wie Lesespuren oder Aufgaben zu den Merkwörtern. Das Design ist sehr ansprechend und übersichtlich. Die Aufgabenstellungen nicht überfrachtet und optisch gut von den Aufgaben zu unterscheiden. Die Orientierung fällt leicht und die Aufgabenformate sind sehr abwechslungsreich und spielerisch aufgebaut. Die Aufgaben laden zum Rätseln und Entdecken ein. Das gefällt mir auch an diesem Block wieder sehr gut.

Die Selbstkontrolle ist durch die Lösungen auf den hinteren Seiten im Block gewährleistet. Hier finde ich es toll, dass die identische Seite abgebildet ist. Das erleichtert den Kindern das Zurechtfinden.

Ich möchte betonen, dass Kinder die Ferien zum Erholen und Abschalten benötigen. Trotzdem gibt es unterwegs lange Fahrten oder Wartezeiten auf dem Flughafen und manche Kinder könnten durchaus Freude an diesen Übungen haben. Auf kindgerechte Weise werden die wichtigsten Inhalte noch einmal aufgefrischt bzw. wiederholt. Es kann aber auch zu Beginn des 2. Schuljahres gut als Wiederholung für häusliche Übungsphasen genutzt werden. Ich nutze diese Karten wieder um mein Freiarbeitsangebot zu erweitern, da die Kinder wirklich gerne damit gearbeitet haben.

Quer durch die 1. Klasse - Mathe und Deutsch

Ansprechend aufbereitet mit vielen spielerischen Aufgabenformaten

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Sonja Schneider und Katja Skrandies – Aufsatzprofi Band 3

Texte planen, schreiben und bewerten

Der Textproduktion kommt vor allem im 3. und 4. Schuljahr eine große Bedeutung zu. Hierbei sollen den Kindern zu jeder eingeführten Textform die Kriterien vorab transparent und verständlich gemacht werden. Hierfür wurden in diesem Band Checklisten für die Hand der Kinder, die in Übungsphasen und auch in Klassenarbeiten verwendet werden dürfen, zusammengestellt. Bewertungsbögen orientieren sich an den Checklisten und fassen die wesentlichen Kriterien für die jeweiligen Textformen zusammen. Die Rückmeldung erfolgt mithilfe von vierstufigen Smileys, wobei auch Platz für individuelle Tipps zur Verfügung steht. Die Autorinnen schlagen eine Bewertung vor und nach der Überarbeitung vor. Die Bewertung ist stets in drei Bereiche eingeteilt: Inhalt, Sprache und Form/ Rechtschreibung.

Im dritten Band konzentrieren sich die Autorinnen auf die folgenden Textformen: Fortsetzungsgeschichte, Vorgangsbeschreibung, Reizwortgeschichte und Bildergeschichte mit offenem Ende. Vorangestellt ist ein Leitfaden zum Schreiben eigener Geschichten: Einleitung, Höhepunkt, Schluss – visualisiert anhand einer Burgzeichnung (ähnlich einer Maus). Zwei Bögen mit Satzanfängen für Geschichten und sachliche Texte sind ebenfalls beigefügt sowie allgemeine Schreibtipps, die zu einem kleinen Fächer gebunden werden können.

Zu jeder Textform gibt es eine Übersicht zum Ablauf der Reihe,  Lernwörterübungen und ungefähr zwei Beispiele zum selbstständigen Erproben. Ein Vorschlag für eine mögliche Klassenarbeit ist ebenfalls integriert. Beispielhaft seien folgende Übungen erwähnt: Vorgangsbeschreibung zum Zähneputzen, Wechseln der Tintenpatrone, Reizwortgeschichte zum Thema „Ritter und Burgen“.

In der Deutsch-Fachkonferenz stellen wir momentan Übersichten (Checklisten und Bewertungsbögen) für unterschiedlichste Textformen zusammen. Als Grundlage und zum Ergänzen einiger Kriterien dienen uns die drei Bände der Aufsatzprofis. Sehr gelungen finde ich die Darstellung zum Aufbau einer Geschichte, verbildlicht anhand der Ritterburg mit der Spitze für den Höhepunkt. Die beispielhaften W-Fragen dienen zusätzlich als Orientierung. Als Differenzierung wurden ebenfalls einige Beispiele aufgezeigt, wie z.B. angefangene Textbausteine oder Stichwortzettel. So können auch lernschwächere Schülerinnen und Schüler Erfolgserlebnisse verzeichnen und bleiben nicht vor einem leeren Blatt sitzen.

Aufsatzprodi Band 3: Texte planen, schreiben und bewerten

Hilfreiche Übersicht für die Erstellung eigener Checklisten und Rückmeldebögen.

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Andrea Wegener – Textile Klassen-Projekte

Textile Klassenprojekte

In der Kunstpädagogik scheinen textile Projekte  in der heutigen Zeit rückläufig zu sein. Das sehe ich an den Angeboten der Kunsthallen, Kreativaktionen in den Kinderkunstmuseen und den eingereichten Vorschlägen für Projekte an den Schulen seitens der Künstler. Hierfür bedarf es ein hohes Maß an Vorstellungskraft, viel Ausdauer, eine gute Feinmotorik und viel Kreativität.

Die Freude der Kinder über die Erschaffung eines textilen Produktes ist jedoch weiterhin enorm. Auch die Jungen üben sich fleißig und ausdauernd am Einfädeln und dem Vorstich. Im 3. Schuljahr ist das Nähfieber ausgebrochen. Begonnen haben wir mit einer kleinen Textilkunde zum Thema „unterschiedliche Stoffe“. Hierfür nutzte ich die Informationen aus diesem Band (s. Textilkunde), die ich mit passenden Bildern untermalt und die entsprechenden Stoffe zum Fühlen und Anfassen ausgelegt habe. Die Überraschung war groß, dass für Seide die Seidenraupen zuständig sind, wohingegen Bauwolle aus einer Pflanze gewonnen wird.

Nach diesem Einstieg folgte der Nadel- und Fadenführerschein, bei dem das Einfädeln, der Knoten, das Annähen eines Knopfes und der Vorstich geübt wurde. Nun konnte ich aus dem Ideenschatz dieses Bandes schöpfen und den Kindern einfache oder anspruchsvolle Objekte anbieten.

Unter den fantasievollen Objekten befinden sich: Autos, Monster, Mäuse, Vögel, Bücher-Ecken-Monster, Fähnchen, Fische, Rollmäppchen, Spinnen im Netz, Stoffuhr, bunte Schlüsseltaschen etc. Hier ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen etwas dabei! Zu jedem Vorschlag finden sich farbige Fotos und Schablonen (sofern sie benötigt werden). Neben den Lernzielen ist eine mit Zeichnungen bebilderte, sehr ausführliche Anleitung beigefügt. Sehr witzig ist die Idee Tipps zum Einsatz im Unterricht aufzuführen. Oft werden die Produkte ausgestellt und verschwinden danach recht schnell. Die Autorin gibt Hinweise wie z.B. das soziale Gefüge durch Spiele mit den Objekten gestärkt werden kann.  Vor allem diese sinnvollen Nutzungsideen haben mich hier beeindruckt, sodass ich sicherlich in Zukunft mehr auf die Verwendung achten werde.

Die Bücher-Ecken-Monster werden nun an die Patenkinder aus den 1. Schuljahren verschenkt. Sie verlieren nämlich ständig ihre Klebezettel für die Lesebücher 😉

Textile Klassen-Projekte Grundschule

Praktische Anregungen für den Unterricht mit vielen  sinnvollen Nutzungsvorschlägen.

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Astrid Friedrich – Kunsthandwerken mit Kindern

Kunsthandwerken mit Kindern

Kunsthandwerkliches Gestalten bildet den Fokus in diesem Band. Mit der Erschaffung des Dreidimensionalen mit Säge, Hammer, Nägeln, Nadel und Faden oder Kleister halten die Kinder am Ende ihrer Bemühungen ein Produkt in der Hand, worauf sie oft mächtig stolz sind.

Thematisch orientieren sich viele Arbeiten an den jahreszeitlichen Themen wie Muttertag, Ostern, Herbst und Weihnachten. So lassen sich die Produkte auch wunderbar verschenken. Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Vorschläge nach Techniken geordnet: Laubsägearbeiten, Nähen, Pappmaché und Dosen aus Weißblech. Die Kategorie „Dies & Das“ beinhaltet Pompon-Marienkäfer, Fliegenpilze aus Korken, Blumen aus Krepppapier oder Anhänger aus Wachs.

Besonders erfreulich ist, dass viele Ideen bereits mit einer ersten Klasse umgesetzt werden können. Astrid Friedrich gibt auch in Bezug auf die Organisation wertvolle Tipps. An Laubsägearbeiten habe ich mich persönlich noch nie herangetraut. Zum einen fehlt uns ein Werkraum, zum anderen ist meine Sorge vor Verletzungen zu groß. Der  wahre Grund ist wahrscheinlich, dass mir Organisationshinweise fehlen. Die Autorin geht auf die Erarbeitung von Regeln im Umgang mit den Werkzeugen ein und zeigt, dass die richtige Vorbereitung des Klassenraums und eine sinnvolle Einteilung der Gruppe oberstes Gebot ist.

Die Kriterien zur Leistungsbewertung erarbeite ich gewöhnlich gemeinsam mit den Kindern. Trotzdem ist es hilfreich sich vorab Gedanken zu machen wohin die Reise gehen soll. Astrid Friedrich gibt nette Impulse, die bei der Bewertung berücksichtigt werden können. Hin und wieder gibt sie auch zu bedenken, dass sich manche Produkte nicht zur Leistungsbewertung eignen.

Sehr erfreulich ist, dass zu jedem Vorschlag farbige Bilder aus der Praxis beigefügt sind, die so schön unperfekt sind. Außerdem sind zahlreiche Vorlagen vorhanden, obwohl auch darauf hingewiesen wird, dass diese vor allem unsicheren Kindern als Differenzierungsmittel dienen.

Sehr interessant und für mich persönlich neu ist der Bereich „Blechdosen“. Hier wird beispielsweise Kresse eingepflanzt und die Dose als Hase dekoriert oder mit einer geprickelten Goldfolie ummantelt. Es finden sich zahlreiche und zugegeben oft glücklicherweise einfache Ideen ohne viel Materialaufwand, die zur Umsetzung einladen.

Momentan nähen wir, nach dem bestandenen „Nadel- und Fadenführerschein“, das Kücken (siehe Foto). Die Kinder sind begeistert das erste eigene „Kuscheltier“ in den Händen zu halten. Während die Produkte eine Zeit lang im Klassenraum als Dekoration aufgehängt werden sollen, entstand die Idee selbst entworfene Gegenstände zu Bewertungszwecken zu nähen, um sie anschließend gleich mit nach Hause zu nehmen. Die Motivation ist groß!

Nähen Kücken Vogel

Dieser Ratgeber macht auch Fachfremden Mut auf kunsthandwerkliches Gestalten!

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Beate Blaseio – Sachunterricht: Das schnelle Methoden 1×1

Sachunterricht Das schnelle Methoden 1x1

Dieser Ratgeber gibt einen guten Überblick zum Aufbau fachspezifischer Methodenkompetenz im Sachunterricht. Als integratives Sachfach bringt es eine hohe Attraktivität und aber auch Komplexität mit sich, das mit einer besonderen Herausforderung verbunden ist. Guter Sachunterricht ist nicht nur inhaltlich anspruchsvoll, sondern auch methodisch vielseitig.

Das Hauptaugenmerk dieses Werkes ist somit unterschiedliche Wege der Erkenntnisgewinnung darzustellen. Als Lehrer bekommt man eine Übersicht an Instrumenten bzw. Handwerkzeugen, die zeigen welche Strategien Schülerinnen und Schüler an die Hand bekommen sollen, um sich Inhalte selbst zu erschließen. Ferner ist es ein gutes Nachschlagewerk für Studierende und Referendare.

Zu jeder Methode werden in Bezug auf die Praxis geeignete Inhalte stichpunktartig präsentiert. Zur Kompetenz „Daten erfassen und auswerten“ schlägt die Autorin die Einbindung in das Thema „Wetter“, „Länder- und Städtevergleiche“ oder „Tierzählung am Vogelhaus“ vor. Beigefügt sind außerdem Kopiervorlagen zu einem ausgewählten Themengebiet, sowie Tipps und Literaturhinweise. Mir persönlich fehlt grundsätzlich der rote Faden. Wünschenswert wäre z.B. die Unterteilung in die Klassen 1/2 bzw. 3/4 gewesen, um dem Leser die Orientierung zu erleichtern. Ich sehe es eher für theoretische Zwecke ausgerichtet. Es ist jedoch allemal interessant die eigene Methodenkompetenz in Bezug auf das Fach zu überprüfen und die eine oder andere Idee zu übernehmen.

Sachunterricht Das schnelle Methoden 1x1

Übersicht zur Einbindung fachspezifischer Methodenkompetenz

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