Dominique Lurz und Barbara Scherrer – Differenzierte Lesekonferenzen Klasse 3/4

Differenzierte Lesekonferenzen

Rezension

 Eine Lesekonferenz ist eine kooperative Lernform im Umgang mit Lesetexten, die sich die Förderung und Steigerung der Lesekompetenz als Ziel gesetzt hat (S. 4).

Dieses Buch bietet alle nötigen Bausteine zur Initiierung einer Lesekonferenz in einer Kleingruppe. Neben den zweifach differenzierten Texten, die alle unabhängig voneinander gelesen werden können, stellt der vorliegende Band auch einen übersichtlichen Ablauf der Lesekonferenz für die Schülerhand zur Verfügung. Kleine Gruppenämterkarten mit genauer Aufgabenverteilung und Bildkarten (DIN-A5) als Transparenzsymbole für die einzelnen Schritte der Konferenz runden das Angebot ab.

Zunächst treffen sich alle Gruppenmitglieder und lesen den Text leise für sich. Anschließend gilt es sich den Text gegenseitig laut vorzulesen und unbekannte Wörter zu klären sowie jeweils eine Frage zum Text zu formulieren. Zum Schluss wird das entsprechende AB bearbeitet und kontrolliert.

Für schnelle Gruppen oder auch als eine Möglichkeit das Konzept zu erweitern, haben die Autoren dem Band eine Textwerkstatt und ein Lesespiel beigefügt. Zu den Aufgaben der Textwerkstatt gehört es, wichtige Textstellen zu unterstreichen, Überschriften zu finden, Kernaussagen wiederzugeben u.v.m.  Mir persönlich gefällt die freie Auswahl der Lesestrategien sehr, denn durch die Auslage der entsprechenden Kärtchen kann der Lehrer nach und nach wichtige Arbeitstechniken vermitteln.

Im Lesespiel üben sich die Kinder durch Aktions- und Spielkarten in der genauen Auseinandersetzung mit dem Text. Hier geht es u.a. darum die Hauptperson zu benennen, einen unwichtigen Satz vorzulesen, drei Nomen aus dem Text zu nennen u.s.w. Bewegung wird durch die Aktionskarten eingebaut, so dass zwischendurch gehüpft, gerannt und sich gedreht werden darf.

Sehr gelungen ist der systematische Aufbau, die Einbeziehung der Gruppenämter und der ansprechend gestalteten Transparenzkarten. Die Texte unterscheiden sich inhaltlich in Bezug auf die Textsorte, somit wurden Gedichte, genauso wie Märchen oder Sachtexte berücksichtigt. Gefehlt haben mir die Lösungsblätter und evtl. eine editierbare CD-ROM, um die Arbeitsblätter etwas abzuändern oder zusätzliche Karten für die Textwerkstatt zu gestalten. Insgesamt ist es jedoch ein sehr gelungener Band, den ich mir auch für die Klassen 1 und 2 besorgen werde.

Blick ins Buch

Lesekonferenzen

Auf „Lehrermarktplatz“ findet sich je eine Sammlung an Stolperwörter-Lesetests für die Jahrgänge 1/2, 2/3 und 3/4. In diesen Materialpaketen sind nicht nur 5 unterschiedliche Stolperwörter-Lesetests angelehnt an das Prinzip von Wilfried Metze enthalten, sondern auch entsprechende Lösungsblätter. Es gibt jeweils einen A- und einen B-Test, der sich nur durch die Reihenfolge der Sätze unterscheidet, um das Abgucken zu erschweren.

Stolperwörter-Lesetest_Unterrichtsmaterial(Material-ID: 126701)

Fazit

Kooperative Leseförderung unter Beachtung wichtiger Lesestrategien.

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Nora Kroh et. al. – Wie schreibt man das? Richtig schreiben mit Strategie 4. Schuljahr

Wie schreibt man das Richtig schreiben mit Strategie

Wie schreibt man das?

Diese Frage hört man als Lehrer wohl regelmäßig. Mithilfe von Rechtschreibstrategien können Kinder die Schreibweise bei regelmäßiger und kontinuierlicher Einübung zunehmend selbstständiger herleiten. An unserer Schule arbeiten wir seit Jahren nach dem ReLv-Konzept, einem integrativen Unterrichtskonzept zur Förderung der Basiskompetenzen Rechtschreiben und Lesen, das auf den Strategien nach FRESCH basiert.

In dieser Mappe finden sich Kopiervorlagen, die genau diese Strategien thematisieren und dazu zahlreiche Übungsformate anbieten. Lediglich die Symbole unterscheiden sich ein wenig. So erscheint das Ableiten nicht als Blitz, sondern als Pfeil von ä nach a, auch das M für Merkwörter wird hierbei als eine SD-Karte symbolisiert. Von der Bedeutung sind die Strategien jedoch gleich, so dass Schüler mit dieser Abwandlung gut zurechtkommen.

Die zwei Leitfiguren Fini, die Fledermaus und Edo, das Erdmännchen veranschaulichen auf jeder Seite die häufigen Rechtschreibphänome und zeigen zugleich eine Strategie zu dessen Lösung auf. Daran anschließend dürfen Kinder selbst ihr Wissen testen. Dabei helfen zahlreiche Beispiele, vor allem Kindern, die Probleme beim Verstehen der Aufgabenstellung haben. Positiv hervorzuheben sind außerdem die integrierten Arbeitstechniken zum Thema „Richtig abschreiben“, „Nachschlagen“ oder „Texte korrigieren“.

Der wohl größte Pluspunkt ist die attraktive Gestaltung und die übersichtliche Darstellung der einzelnen Aufgaben. Für Kinder ist es oft ein wichtiger Punkt, wenn sie sich schnell auf der Seite zurechtfinden können. Vor allem die lernschwachen Kinder profitieren von den Tipps der Leitfiguren. Die Aufgaben sind insgesamt kurz gehalten und abwechslungsreich. Ich nutze diese Kopiervorlagen sehr gerne im Deutsch-Förderunterricht, um bestimme Rechtschreibphänomene aufzufrischen oder die Anwendung einer Strategie zu vertiefen.

Wie schreibt man das?

Übersichtliche und gut aufgebaute Kopiervorlagen mit dem Fokus auf den Rechtschreibstrategien.

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Doris Kutschbach – Der blaue Reiter

Der blaue Reiter

 Ihre Kunst sollte im Galopp die Welt erobern.

Die Künstlergruppe „Der blaue Reiter“ ist der Fokus dieses Bildbands mit vielen zusätzlichen Informationen in kindgerechter Sprache. Es beginnt mit „Es war einmal“ wie ein Märchen und erzählt mit liebevollen Details wie es zur Bildung der leidenschaftlichen Künstlergruppe kam, was ihre Motive waren und wie es letztlich durch den Ersten Weltkrieg zerstört wurde.

Auf jeder Doppelseite ist ein großformatiges Bild abgebildet, zu dem es tragende Hinweise seitens der Autorin gibt. Sie helfen das Bild zu verstehen und geben hintergründige Anhaltspunkte, so dass der Betrachter die Absichten und das Abgebildete viel besser verstehen kann. Doris Kutschbach nutzt dabei sehr rührende Bildnisse und eine poetische Sprache, woraufhin die Liebe zu den Kunstwerken gleich überspringt.

Die Farben bringen seine Bilder zum Klingen, so wie Töne aus Noten Musik erzeugen.

Mithilfe der festgehaltenen Interpretationsansätze lassen sich Bildbetrachtungen viel besser vorbereiten und wunderbar im Kunstunterricht einsetzen. Zusätzlich bietet das Buch eine Vielzahl an großen, bunten Gemälden, die hervorragend auf farbige Folie gezogen werden können.

Folgende Kunstwerke werden hier besprochen:

  • Wassily Kandinsky („Das bunte Leben“, „Berg“, „Romantische Landschaft“, „Improvisation“, „Murnau mit Kirche“
  • Gabriele Münter („Jawlensky und Werefkin“)
  • Alexej Jawlensky („Murnauer Landschaft“, „Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff“)
  • Franz Marc („Der Tiger“, „Reh im Wald II“, „Die Vögel“)
  • August Macke („Zoologischer Garten“, „Türkisches Café“)
  • Paul Klee („Rosengarten“)

Erfreulicherweise wird das Ende der Künstlergruppe mit dem Bild „Rosengarten“ beendet. Hier wird deutlich, dass die Rosen ihre Hälse recken und das langsame Erblühen neue Hoffnung weckt. Das Leben geht weiter.

Der blaue Reiter
Bedeutende Bildhinweise und gute Interpretationsansätze in kindgerechter Sprache.
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Susanne Vogt – Spannende Lesetexte Klasse 4: 3-fach differenzierte Materialien zum Textverständnis

Spannende Lesetexte Klasse 4

Lesen heißt Verstehen. Diese wichtige Kulturtechnik muss in regelmäßigen Abständen trainiert und gepflegt werden. Das Leistungsprofil ist an allen Schulen sehr heterogen. Um Kinder weiterhin für das Lesen zu motivieren und ihrem Lernstand entsprechend zu fördern, bedarf es geeigneter Materialien. Idealerweise sind es ansprechende Texte, die für Kinder thematisch bedeutend sind und genügend Differenzierungsmöglichkeiten bieten.

Susanne Vogt hat in diesem Band 17 verschiedene Lesetexte dreifach differenziert – quantitativ und qualitativ – zusammengestellt. Dabei werden unterschiedliche Textformen, von Sachtexten über Schnecken und Honig, Diagrammen zu Kalabrien über Zeitungsberichte und Lageplänen angeboten. Sehr positiv ist die Berücksichtigung der Bandbreite an Lesekompetenzen, die mit den Texten und den anschließenden Aufgaben trainiert werden. Neben Satz-Bild-Zuordnungen und Logicals sowie den üblichen Fragen zu Texten, wird die Informationsentnahme aus Tabellen und Diagrammen erprobt. Auch das Lesen eines Lageplans ist für Kinder oft noch schwierig und bedarf zusätzlicher Übung. Das Verstehen einer Bauanleitung ist eine weitere wesentliche Kompetenz, die hier Anwendung findet.

Zu Beginn kann Kindern ein Selbsteinschätzungsfragebogen für die richtige Einordnung des Lernstandes helfen. Durch die dreifache Bepunktung auf den Arbeitsblättern, finden sich Kinder recht schnell zurecht. Zusätzlich können die Arbeitsblätter in den Ampeln-Folien bereit gelegt werden.

Spannende Lesetexte Klasse 4
Die Differenzierung in den Texten erfolgt manchmal auch nur durch zusätzliche Markierungen, schwierigere Wortwahl, umfangreichere oder kompliziertere Arbeitsaufträge oder durch Einbindung erklärender Illustrationen. Am Ende des Heftes finden sich für jeden Text Lösungsblätter für die Selbstkontrolle.

Insgesamt ist es ein wirklich gelungener, gut aufgebauter Lesetext-Speicher für zwischendurch. Egal, ob als Hausaufgabe, Vertretungsstunde oder für eine gezielte Förderung einer bestimmten Lesekompetenz, es  lässt sich unabhängig vom Lehrwerk einsetzen. Die Inhalte sind ansprechend und kindgerecht. Was haben meine Schüler über „Kopi Luwak“ gelacht und das Gedicht „Warum die Zitronen sauer wurden“ haben sie glatt freiwillig auswendig gelernt!

Spannende Lesetexte Klasse 4
 Lesen auf seinem eigenen Niveau: spannende Lesetexte für mehr Textverständnis.

Christiane Stedeler-Gabriel – Let’s get started! 3

Let's get started 3

Die Let’s get started!- Reihe aus dem BVK Verlag ist ein lehrwerksunabhängiges Übungs- und Fördermaterial. Die enthaltenen Übungen sind auf die Themen der Englischlehrpläne der Schuleingangsphase abgestimmt. In diesem Heft werden die folgenden Themen behandelt:
  • toys and hobbies
  • family
  • at home
  • fruit and vegetables
  • seasons/ special days

Neben Minibildkarten und den dazu passenden Wortkarten, die für jeden Themeneinstieg notwendig sind, finden sich hier spielerische Aktivitäten, mit denen Kinder den Wortschatz in Einzel- oder Partnerarbeit festigen können (z.B. circular book, throw the dice, stripes, board game). Dem Lieferumfang ist eine CD beigelegt, die alle Lieder, Texte und Hörverstehensübungen zum Teil in differenzierter Ausführung enthält.

Ich puzzle mir meine Materialien für die entsprechende Themeneinheit oft aus den unterschiedlichen Lehrwerken zusammen. Die Zusammenstellung ist oft von Lerngruppe zu Lerngruppe unterschiedlich, so dass ich viele Übungen je nach Schwerpunkt und Ziel der Aufgabe zur Auswahl benötige. Da ich bereits im Besitz der ersten beiden Bände der „Let’s get started!-Reihe“ bin, wurde ich auch mit dieser Ausgabe nicht enttäuscht.Besonders erfreulich ist die Einbindung der Familienmitglieder aunt, uncle and cousin. Das vermissen Kinder oft in anderen Ausführungen. Der Infotext auf der CD zur Thematik „Weihnachten in englischsprachigen Ländern“ ist äußerst gelungen und wird sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch angeboten. Auch der englische Sachtext zu Summer – Queen’s official birthday ist sehr amüsant und für Erst- und Zweitklässler, auch dank der gut ausgewählten Bildkarten, schon gut zu verstehen. Die Hörübungen liegen oft in einer leichten und schwierigeren Version vor und sind ebenfalls sprachlich sehr durchdacht aufgebaut. Das ist mit der größte Pluspunkt dieses Heftes. Lediglich der family-rap, auf den ich mich sehr gefreut habe, ist für Kinder nicht fetzig und mitreißend genug.
Let's get started 3

Material

Unsere Freiarbeitsbox in der „English Corner“ enthält bereits die Brettspiele aus den Let’s get started-Bänden und wird von mir ständig erweitert. Sehr beleibt sind sogenannte „Snakes and Ladders“-Brettspiele. Hierbei kann auf zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gespielt werden. Den Kindern ist das Prinzip geläufig, so dass sie von sich aus differenzieren. Die leichte Variante ist die Begriffe zu nennen bzw. die Wörter richtig vorzulesen. Die schwierige Variante ist es die Bilder und die Begrifflichkeiten in einen sinnvollen Satz zu betten und evtl. die dazugehörigen Farben zu nennen.

Da in Großbritannien die Bezeichnung „pullover“, die in ganz vielen Lehrwerken genutzt wird, kaum geläufig ist, nutze ich stattdessen den Begriff „jumper“.

Brettspiel_ClothesViel Spaß beim Ausprobieren!

Sehr gelungene, differenzierte Hörtexte und sinnvoll aufgebaut Übungsformate.

Let’s get started! Band 3 (inkl. CD)

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Jakobine Wierz – 20 x Werken für 90 Minuten: Klasse 3/4

20x Werken für 90 Minuten

Das Erproben von Materialien im Hinblick auf räumliche Wirkungen ist eine im Lehrplan NRW fest verankerte Kompetenzerwartung im Fach Kunst. Der Entwicklung von Gestaltungstechniken des Plastizierens und die Handhabung unterschiedlicher Materialien und Werkzeuge wird ein großes Gewicht beigemessen.

Hier sollte trotz der größeren Verletzungsgefahr nicht davor zurückgeschreckt werden den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben Grunderfahrungen im Umgang mit Werkzeugen zu sammeln. Das sachgerechte Arbeiten mit Säge, Hammer und Nagel sollte den Kindern auch in der Grundschule nicht vorenthalten werden.

Dieses Buch berücksichtigt kleine Projekte mit verschiedenen Grundmaterialien, die in 90 Minuten realisiert werden können. Es gliedert sich in sieben Kapitel, die jeweils einem Material gewidmet sind: Ton, Gips, Stein, Draht/ Metall, Seife, Wachs und Holz. In allen Kapitel wird erfreulicherweise mit einem einfachen und anspruchsvollen Projektvorschlag eingestiegen, so dass die Lehrkraft die für die Lerngruppe passende Möglichkeit auswählen kann.

Positiv hervorzuheben sind die genau bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Der ergänzende Text hilft bei der erfolgreichen Umsetzung der Aktivitäten. Im Vorwort werden außerdem einige mögliche Bewertungskriterien für das plastische Gestalten formuliert. Zu Beginn jedes Kapitels werden sehr hilfreiche Tipps in Bezug auf die Arbeit mit dem jeweiligen Material gegeben.

Die 20 Kurzprojekte sind besonders für fachfremd Unterrichtende zu empfehlen. Dieses Buch gibt Sicherheit und zeigt sehr kleinschrittig den Weg zu schnellen Erfolgen im plastischen Gestalten. Neben Kerzengießen zur Weihnachtszeit, finden sich hier weitere tolle Ideen wie Seifenskulpturen, Kerzenhalter aus Draht oder Seifenkugeln. Wir haben beim Adventsbasteln den Vorschlag „Ausgestochene Geschenkanhänger“ und „Obstschälchen“ ausprobiert. Parallel zum Sachunterrichtsthema „Weihnachtsgewürze“ haben wir als Weihnachtsgeschenk für die Eltern Seifenkugeln mit Gewürzen geformt. Andere Projekte warten darauf baldmöglichst auch realisiert zu werden.

20x Werken für 90 Minuten

Bezaubernde Vorschläge zu vielen unterschiedlichen Materialien im Bereich „plastisches Gestalten“.

20 x Werken für 90 Minuten – Klasse 3/4: Kurze Projekte für schnelle Erfolge

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Saskia Kistner und Ann Cathrin Mihsler – Die vier Fälle üben und festigen

Die vier Fälle üben und festigen

In diesem Heft werden die Nomen der deutschen Sprache in den vier verschiedenen Fällen thematisiert. Sie dienen dazu die Funktion von Satzteilen im Satz anzuzeigen.

Die Materialien gliedern sich in drei Teile. Ein Arbeitsplan stellt die einzelnen Übungsangebote übersichtlich dar. Hier können die SuS in einer Tabelle die erledigten und kontrollierten Aufgaben abhaken. Auf den Arbeitsblättern wird jeder Fall zunächst einzeln betrachtet. Die Aufgabenstellungen sind sehr ähnlich und selbsterklärend, so dass die Kinder die Aufgaben weitgehend selbstständig bearbeiten können. Mal gilt es die passenden Fragen aufzuschreiben und mal müssen die Nomen richtig eingesetzt werden. Zu jedem Arbeitsblatt ist eine Lösungsseite beigelegt, um den Kinden die Selbstkontrolle zu ermöglichen und eigenverantwortliches Lernen voranzutreiben.

Ergänzend zu den Arbeitsblättern stehen Kindern Klammerkarten zur vertiefenden Übung zur Verfügung. Auch hier ist die Selbstkontrolle gewährleistet und die SuS bekommen eine unmittelbare Rückmeldung.

Freiarbeit Die vier Fälle

An diesem Material können die SuS in ihrem individuellen Tempo arbeiten. Es kann als Angebot in der Lerntheke oder in den Wochenplan integriert werden. Besonders gelungen ist die Auswahl der Klammerkarten. Hier können die Kinder frei entscheiden, ob sie einen bestimmten Fall intensiver üben  oder sich evtl. bei der Zuordnung der vier Fälle auch selbst testen. Die Einführung „Warum eigentlich die vier Fälle?“ sensibilisiert die Kinder für das Thema und verdeutlicht kindgerecht die Notwendigkeit dieses Wissens.

Die Aufgabenstellungen wiederholen sich stets, so ist seitens der Lehrkraft nicht viel Erklärung nötig. Da es jedoch wenig abwechslunsgreich ist und die Kinder recht viel schreiben  müssen, ging meinen SuS recht schnell die Puste aus. So haben wir gemeinsam entschieden wie viele Aufgaben und in welchen Bereichen bearbeitet werden müssen und welche Sternchen sind.  Meine SuS nutzen in der Freiarbeit am liebsten die Klammerkarten, weil damit auch die Handlungsebene angesprochen wird. Oft besprechen sie ihre Entscheidung mit einem Partner oder fordern von dem Gegenüber eine Begründung. So werden zusätzlich die kommunikativen Fähigkeiten und das mündliche Sprachhandeln geschult.

Die vier Fälle üben und festigen
Anspruchsvolles Material mit  tollen Klammerkarten!

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Doris Kutschbach – Meine bunte Welt: Erste Kunstwerke – erste Wörter in 12 Sprachen

Meine bunte Welt

„Meine bunte Welt“ präsentiert über 70 farbliche Kunstwerke im Format von 22 x 22 cm. Auf jeder Doppelseite wird ein Gemälde mit Elementen aus dem kindlichen Umfeld dargestellt. Mal dreht sich die Szenerie rund um Vater, Mutter, Alltagsgegenstände, Körper oder einfach um Tiere und Natur. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein zum Bild passendes Wort in zwölf verschiedenen Sprachen abgebildet. Jeder Sprache ist eine Farbe zugeordnet, darunter finden sich: Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch, Arabisch, Italienisch, Japanisch, Chinesisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch und Türkisch.

Auf den letzten Seiten findet sich eine nach den Künstlern ausgerichtete Aufzählung der im Buch enthaltenen Kunstwerke, wie z.B. Vincent van Gogh, Katsushika Hokusai, Albrecht Dürer, Gustav Klimt, August Macke, Franz Marc, Pablo Picasso uvm.

Doris Kutschbach hat die kindliche Begeisterung für eine unverfängliche Kunstbetrachtung mit der Unterstützung zum Spracherwerb verknüpft. Entstanden ist ein Buch für wahre Kunstliebhaber. Ohne viel Ablenkung können Kleinkinder und Erwachsene ihre Aufmerksamkeit voll und ganz dem jeweiligen Kunstwerk widmen. Beim gemeinsamen Beschreiben der Bilder wird der mündliche Sprachgebrauch trainiert und nebenbei das Wissen rund um berühmte Kunstwerke erweitert.

Zusätzlich wird das Sprachbewusstsein aktiviert. Vor allem für mehrsprachige Kinder ist dies ein äußerst sinnvolles pädagogisches Konzept, da sie Wertschätzung für ihr Können erlangen und unterschiedliche Klänge für andere Sprache erfahren können. Neben jedem Wort ist nämlich die Lautschrift abgebildet. Als Erwachsener muss man dafür  jedoch die IPA Lautschrift lesen können.

Meine bunte Welt

Meine DAZ-Kinder lieben dieses Kunstbuch, weil sie voller Stolz anderen Kindern das jeweilige Wort vorlesen können. Ganz nebenbei trainieren sie beim Beschreiben der Bilder ihre mündlichen Ausdrucksfertigkeiten. Eine weitere Übungen, die sich die Kinder ausgedacht haben,  sieht so aus, dass sie einen Satz mit einer bestimmten Anzahl an Wörtern bilden sollen. Die Bedingung ist jedoch, dass der Satz zum Bild passen soll und immer das zum Gemälde passende deutsche Wort im Satz enthalten sein soll. Auch das Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielen sie ins diesem Zusammenhang ungemein gerne. Im Kunstunterricht nutze ich dieses Buch für Bildbetrachtungen als Einstieg in ein neues Thema. Passend zum Herbst haben wir uns erst kürzlich das gleichnamige Kunstwerk von Giuseppe Archimboldo ganz genau angeschaut und daraufhin selbst Porträts aus Gemüse und Obst gestaltet.

Meine bunte Welt
Kunstbetrachtung auf unterschiedlichen Sprachen, die eines gemeinsam haben: Die Liebe zur Kunst!

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Agnes Jiresch-Stechele – Gute Aufgaben für den Wochenplan Kunst 3/4

GUte Aufgaben für den Wochenplan

Rezension
 Was sind gute Aufgaben?
Gute Aufgaben ermöglichen in ihrer Offenheit und ihrem Anspruchsniveau jedem Kind, Erfolgerlebnisse und Lernfortschritte zu erreichen. Sie fordern dazu heraus selbstständig Erfahrungen zu machen und sie zu versprachlichen, um sich anschließend auszutauschen (Ich-Du-Wir-Prinzip) (vgl. S.4f.). Die in diesem Band zusammengefassten Kunstaufgaben balancieren zwischen Offenheit und Anregung, um einen individuellen, mehrperspektivischen Zugriff zu ermöglichen. Die 27 Kunstaufgaben wurden in 8 Bereiche unterteilt:
  1. Menschen und Alltagsgegenstände
  2. Tiere und Fabelwesen
  3. Natur- und Wetterphänomene
  4. Muster, Strukturen und Ordnungen
  5. Basteln und Bauen
  6. Witzbilder
  7. Schwarzer Filzstift
  8. Farben

Jede Aufgabe wird mit einer Darstellung der Sachinformationen eingeführt. Es folgen die zu erwartenden Lernchancen sowie die Übersicht über das benötigte Material. In methodischen Hinweisen wird das weitere Vorgehen kurz erläutert und Möglichkeiten zur unterrichtlichen Ausgestaltung aufgezeigt.

Auf verschiedenen Wegen zur Lösung!
Ich habe nach Kunstaufgaben gesucht, die ohne viele Erklärungen auskommen und trotzdem motivierend für die Kinder sind. Außerdem war mir der mehrperspektivistische Zugang zur Lernaufgabe wichtig sowie die Einbindung des kooperativen Lernens. Die hier vorliegenden Kunstaufgaben sind nach dem Schema „Ich-Du-Wir“ konzipiert. Erst gilt es durch Bildimpulse oder anregende Fragestellungen evtl. Regelmäßigkeiten zu entdecken oder die Kinder zum genauen Hinschauen herauszufordern. Dann folgt der Austausch mit einem Partner und schlussendlich knüpft die Präsentation des Ergebnisses an. Besonders erfreulich ist, dass ein großer Wert auf Zeichen- und Maltechniken gelegt wurde. Die SuS setzen sich mit detailtreuen Zeichnungen von Steckbausteinen oder Schulranzen, comichaften Tierdarstellungen, Abstrahierungen oder Darstellungen mit Mustern auseinander. Sie nutzen Medien in Form von schulischen Alltagsgegenständen, um Klassenzimmerkunst zu erschaffen. Die Kinder erweitern ihre Kenntnisse in Bezug auf Farbenlehre, indem sie mit Farben experimentieren, sie in Kategorien einteilen und ihre Wirkungen untersuchen.
Gute Aufgaben für den Wochenplan Kunst
Die Aufgaben sind durchweg anregend, differenziert und breit gefächert. Das Layout und die Gestaltung der einzelnen Arbeitsblätter ist leider wenig attraktiv und folgt immer dem gleichen Darstellungsmuster. Hier wären ansprechendere und abwechslungsreichere Darstellungsformen wünschenswert gewesen.
Für den Wochenplan sind die Aufgaben selbst erklärend und motivierend. Einzelne Themen, wie z.B.  Selbstporträts oder Fabelwesen lassen sich sehr gut auch außerhalb des Wochenplans einsetzen. Die einzelnen Lernangebote sind unabhängig voneinander gestaltet, so dass sie sich auch gut für den Vertretungsunterricht eignen.Die Fotos und Gemälde sind auf der CD-ROM auch in Farbe verfügbar!

Blick ins Buch
GUte Aufgaben für den Wochenplan Kunst
Fazit
Differenzierte Lernaufgaben mit verbesserungswürdigem Layout.

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Bernd Wehren – Der Benimm-Führerschein

Der Benimm-Führerschein

Gute Umgangsformen in der Schule, zu Hause und in der Öffentlichkeit sowie gegenseitiger Respekt stehen im Mittelpunkt dieses Benimm-Führerscheins. Für ein angenehmes und konstruktives Miteinander sind bestimmte Grundregeln des guten Benehmens unerlässlich.

Das Benimm-Training von Bernd Wehren präsentiert 27 kurze Bildergeschichten aus dem Alltag der Kinder. Die Bilder zeigen sowohl richtiges als auch falsches Benehmen, was von der Schülerseite in der richtigen Farbe einzukreisen ist. Nach der Sensibilisierung für die Thematik, sollen die Bildergeschichten nachgespielt werden, um die Kinder emotional an die Alltagssituation zu binden. Anschließend gilt es diese Situation auf die eigene Klasse zu übertragen und zu überlegen, wie man sich selbst z.B. im Schwimmbad verhält und welche Regel evtl. missachtet werden. Der letzte Schritt ist immer die Bildergeschichte erneut zu spielen, um dann ausschließlich gutes Benehmen in der jeweiligen Situation zu zeigen.

Die Bildergeschichten bestehen aus drei Bildern und sind den Bereichen „Schule„, „zu Hause“ und „Öffentlichkeit“ zuzuordnen. Ein Kästchen ist stets weiß und gibt SuS die Gelegenheit selbst ein passendes Bild zu malen. Zusätzlich kann den Bildergeschichten eine Überschrift verliehen werden, um es anschließend als kurzen Text aufzuschreiben. Der Aufbau und die Aufgaben sind immer gleich, so dass die Kinder recht schnell selbstständig an dem Führerschein arbeiten können. Thematisch drehen sich die Geschichten um das richtige Verhalten auf dem Schulflur, im Schwimmbad, in der Umkleidekabine, auf Klassenfahrt oder in der Kirche. Im häuslichen Rahmen wird der Schwerpunkt auf Mithelfen im Haushalt, Essmanieren oder zu Gast bei Freunden gelegt. Das Benehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln, das ungefragte Fotografieren oder  lautes Musikhören finden ebenfalls Erwähnung.

Der Benimm-Führerschein

Ein beispielhafter Elternbrief als Kopiervorlage soll die Eltern informieren und vor allem in das Benimm-Projekt miteinbeziehen. Schließlich werden die Grundsteine guten Benehmens im Elternhaus gelegt. Im Lieferumfang findet sich ein Klassensatz (32) an farbigen Führerscheinen, die 20 freie Zeilen haben und individuell eingetragen werden können. Die Lehrkraft kann somit auf ihre Lerngruppe abgestimmt aus der Sammlung der Bildergeschichten passende Situationen auswählen. Eine Generalprobe und die tatsächliche Benimm-Führerschein-Prüfung in Form eines Multiple-Choice-Fragebogens ergänzen die Unterrichtsideen. Neben den Lösungen zu den Arbeitsblättern findet sich auch eine Urkunde, die nach dem erfolgreichen Bestehen den Kindern ausgehändigt werden darf.

Dieser Benimm-Führerschein ist besonders für Brennpunktschulen, die das Ziel haben Benehmensmägel zu reduzieren, zu empfehlen. Eingesetzt kann es in Form eines Projekts zum Thema „Unsere Schule benimmt sich“. Als Vorlage für die Gestaltung einer „Benimm-AG“, wäre es ebenfalls denkbar. Besonders positiv ist die Einbindung der Eltern zu erwähnen. Auf das Schuljahr verteilt können einzelne Bildergeschichten auch im Klassenrat thematisiert werden.

Der Benimm-Führerschein Wehren
Ein Benimm-Führerschein zur Reflexion guten und schlechten Benehmens.

Der Benimm-Führerschein: 2. bis 4. Klasse

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