Martin Baltscheit und Ulf K. – Neues vom Philosofisch

Rezension

Der Philosofisch ist ziemlich nachdenklich und grübelt des Öfteren über die Wunder der Welt und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Er beschäftigt sich mit der Frage über Ebbe und Flut und den daraus resultierenden Ereignissen und den Sinn und Unsinn von Geschenken. Auch die jahreszeitlichen Veränderungen beschäftigen ihn und so setzt er seiner philosophischen Fantasie freien Lauf …

Dieses kleine Büchlein ist umgeben von Wortspielereien und lustigen Einfällen, die das Philosophieren auf die Kinderebene bringen. Was wäre wenn? Wozu ist es gut? Der spritzige Fisch macht sich Gedanken über die wichtigen und aber auch unwichtigen Fragen dieser Welt. Dieses Buch ist in  drei  in sich abgeschlossene Kapitel unterteilt: Ebbe und Flut, Geschenkt!, Winter ade!, wobei das letzte Kapitel leider nicht so sehr überzeugt wie die ersten beiden. Die philosophischen Gedankenspiele sind alle in Reimform gehalten und werden durch farbenfrohe Illustrationen von Ulf K. unterstützt. Dieses Buch regt dazu an, sich eigene Vorstellungen nach dem „was wäre wenn-Schema“ zu machen, eigene philosophische Fragen zu formulieren, mögliche Konflikte im eigenen Umfeld zu erkennen und darauf Antworten zu finden. Die Orientierung an den Schlüsselproblemen des gesellschaftlichen Lebens kann angebahnt werden und die Klugheit aus der Tiefe als Beispiel genutzt werden, um das Nachdenkenswerte aufzudecken.

Blick ins Buch

Fazit

Ein kleines Buch, um das philosophische Denken und Gedankenreisen bei Kindern anzubahnen.

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Bine & Benjamin Brändle – Glucksi zieht nach Monsterstadt

Das fröhliche Monster „Glucksi“ zieht in eine neue Monsterstadt und benötigt für den Aufbau seines Fertighauses einen Hammer. Die Bewohner der witzigen Stadt erweisen sich als sehr hilfsbereit und wollen Glucksi auf seiner Suche, die sich als schwierig erweist, helfen. Er triftt auf seiner Suche viele andere Bewohner, die  durch einige  Eigenheiten geprägt sind. Da wäre z.B.  Dösi, das faule Monster, Grumpel, das motzige Monster oder auch Mucki, das starke Monster.

Als Glucksi endlich den Professor Hirni trifft, scheint der Bau seines Hauses in greifbarer Nähe … wenn da nicht eine besondere Überraschung auf Glucksi warten würde …

Bei diesem Bilderbuch können sich Kinder ab 4 Jahren auf eine tolle Unterhaltung freuen. Die Bandbreite an unterschiedlichen Charakteren ist groß und jede Begegnung mit Witz und Vergnügen verknüpft. Die auf jeder Doppelseite vorhandenen Klappen erhalten den Überraschungseffekt in dem Zusammentreffen mit den anderen Monstern und unterstützen die Entdeckungsfreude der Kinder.

Thematisch ist das Bilderbuch von Freundschaft, Kontaktknüpfung, Umzug und Hilfsbereitschaft gekennzeichnet. Die Geschichte kommt sehr leicht und spielerisch daher und wird von außerordentlich farbenfrohen Illustrationen gestützt. Hier dominieren Bilder voller Trubel und sich jagenden Ereignissen. Ein Pop-up Bild am Ende des Buches bietet einen großen Überraschungseffekt und ist ein passender Abschluss der schnellen Ereignisabfolge.

unterhaltsam, leicht und spielerisch


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Hiawyn Oram und David Melling – Die fürchterlich schrecklichen Drei

ALARM! FÜRCHTERLICH SCHRECKLICHER DRACHE!

Der Drache betrachtet sich im Spiegel und ist überzeugt, dass er der schrecklichste Drache der Welt ist. Alle, die ihn erblicken, werden vor Angst erstarren, da ist er sich sicher. Und da er es nicht mehr aushält, die ewig erschrockenen Gesichter seiner Nachbarn zu sehen, beschliesst er mit seinem Hund davon zu ziehen. Auf seinem Weg entdeckt er jedoch eine schreckliche Hexe und einen schrecklichen Riesen, die ebenfalls so fürchterlich schrecklich aussehen, dass sie sich zusammenschliessen und gemeinsam weiterziehen. Bei einer Picknickpause läuft ihnen die kleine schweigsame und doch sehr vernünftige Pippiline über den Weg. Diese Begegnung birgt für die fürchterlich schrecklichen Drei eine große Überraschung in sich …

Drei wundersame und äußerst amüsante Gestalten sind von ihrem angsteinflößendem Aussehen so überzeugt, dass sie die eigene Angst auf ihre Umwelt projizieren. Sie schauen in den Spiegel und sehen fürchterliche Gestalten, die nur vor Hässlichkeit strotzen. Daher sind sie ganz schön überrascht, als ein kleines Mädchen sie als „lieb“ und „süß“ bezeichnet. Von dieser unvoreingenommenen Einstellung und der daraus resultierenden Unerschrockenheit des liebenswürdigen Mädchens erstaunt, beginnen die fürchterlich schrecklichen Drei ihre Wirkung auf die Außenwelt zu überdenken.

Achtung Spoiler (zum Lesen bitte markieren): Sie schauen erneut in den Spiegel und müssen feststellen, dass sie doch nicht so schrecklich aussehen, wie früher gedacht. (Spoiler Ende)

Ein schönes Bilderbuch mit feurigen und bunten Figuren über die Selbst- und Fremdwahrnehmung der eigenen Person. Wie sehe ich mich? Wie sehen mich die anderen? Ein Bilderbuch, das viele Gesprächsanlässe bietet, u.a. darüber dass die Selbstwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung nicht übereinstimmen muss. Kinder bekommen durch die Diskussion der Thematik die Chance, ihrer Wirkung auf andere Menschen bewusster zu werden, verbunden mit der Erkenntnis darauf Einfluss  nehmen zu können, wie sie bei anderen ankommen.

Zur Persönlichkeitentwicklung kann nach dem Lesen ein Partnerinterview (…so sehe ich mich… (freundlich, ehrlich, langsam, stark, ordentlich etc.) … so sehe ich dich …) angeschlossen werden, was einem die Eigenwirkung auf andere Personen verdeutlichen kann.

Eine bedeutsame Thematik hinter schillernden und aufregenden Figuren geschickt versteckt.

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Tobias Krejtschi – Wipfelwärts und Wurzelwärts

Weit im Norden bewohnen zwei Wichte einen Baum, der eine staatliche Größe erreicht hat. Doch eines Tages beschließt der Wurzelwicht die schwindelerregende Höhe zu testen und macht sich auf den mühseligen Weg hoch hinaus in die Lüfte. Der Wipelwicht dagegen möchte den Grund des Baumes mit all seinen Wurzeln und der Dunkelheit erleben und klettert den weiten Weg hinunter. Beide begegnen auf ihrem Kletterweg einer diebischen Elster, einem fleißigen Specht, einer schläfrigen Eule, dem Bauzeichner Meister Biber und einigen weiteren Tieren des Nordens. An ihrem jeweiligen Ziel angekommen, hocken sie sich hin und sind zufrieden.

Tobias Krejtschi verwandelt mit diesem Leporello ein Buch in einen fast lebensechten Baum, zumindest was die Größe von 2,5o m betrifft. In ausgefaltetem Zustand macht diese Kletterpartie der beiden Wichte optisch ganz schön viel her.  Die Farben sind ausdrucksstark und doch in natürlichen Erdtönen gehalten. Kleine Details, wie das Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch oder das Album „Girl in Oslo“ von Bigbang, welche in den Sammlungen der Tiere auftauchen, fesseln vor allem die elterliche  Aufmerksamkeit zusätzlich. Die typischen Eigenheiten der Tiere, wie z.B. eine schlafende Eule oder der klopfende Specht wurden schön herausgearbeitet.
Leider wurde das Potenzial, das in die äußere Erscheinung des Buches investiert wurde, beim Inhalt vernachlässigt. Hier fehlt die nötige Würze. Nicht nur der Ausgang „sie hocken sich hin und sind zufrieden“, sondern auch die jeweiligen Begegnungen mit den Tieren sind eher enttäuschend. Ich hätte mir mehr außergewöhnliche Interaktionen gewünscht und einen weiteren Überraschungseffekt auf der inhaltlichen Ebene.

Die äußere Gestaltung zeigt sich sehr gelungen und innovativ. Leider kann da der Inhalt nur begrenzt mithalten.

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Claire A. Novila – Bäume für Kenia

„Mutter der Bäume“ wird die Kenianerin Wangari Maathi genannt, die den Frauen ihres Landes beibrachte, ihr Land wieder aufzuforsten. 30 Millionen Bäume wurden durch sie neu gepflanzt. 2004 erhielt sie als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis.

Claire A. Novila erzählt die Geschichte von Wangari Maathi nach, einem jungen Mädchen, dessen Herz von der Schönheit ihres Landes erfüllt war. Feigenbäume stellten ein Heiligtum für die Bevölkerung dar und ihre Ruhe durfte keinesfalls gestört werden. Als heranwachsendes Mädchen verließ sie Kenia, um an einem College in Amerika Biologie, die Wissenschaft alles Lebendigen, zu studieren. Sie kehrte nach fünf Jahren voller Hoffnung in ihr Heimatland zurück und erlebte eine veränderte Landschaft. Die Feigenbäume sind gefällt worden. In den Feldern wurden Feldfrüchte lediglich für den Export angebaut. Vor ihr erstreckte sich ein baumloses Land. Das Land war kahl wie eine Wüste. Hier war für Wangari klar, dass unbedingt etwas geschehen musste, um das Land und auch die Bevölkerung zu retten …

Die Autorin erzählt mit voller Hingabe die Bedeutung und die Auswirkungen der Abholzung der Wälder. Was passiert mit der obersten Erdschicht ohne Bäume und ihre Schatten? Welche Auswirkungen kann der Regen auf die Natur haben, wenn keine Bäume mehr da sind? Was bedeutet das für das Trinkwasser und die Ziegen und Kühe?

In bunten Aquarellbildern wird uns die Schönheit des Landes Kenia vor Augen geführt. Dabei wurde jedem einzelnen Blättchen ein Pinselstrich gewidmet. Die Bedeutung jedes Bäumes wird so einem noch einmal vor Augen geführt. Mit viel Sorgfalt und Liebe entfaltet sich die endlose Landschaft mit all den Wundern der Natur. Die Konsequenz der Entwaldung wird in aller herzzerreißender Ausführlichkeit beschrieben und gezeigt wie Wangari ihr Volk mobilisiert, um für das Land, welches sie nährt, Sorge zu tragen. Dieses wunderbare Bilderbuch zeigt, dass jeder mithelfen kann, die Erde zu pflegen und zu erhalten!

In der sehr ausführlichen Nachbemerkung der Autorin wird noch einmal die Geschichte von Wangari Maathai eingehend geschildert und endet mit dem Aufruf, der zugleich die Motivation für dieses Buch verdeutlicht:

Wofür sie lebte und arbeitete, sollte nicht vergessen werden.

Dieses Bilderbuch zeigt ebenfalls die einzelnen Schritte, vom Samensammeln, zum Anfeuchten, über Pflege der Setzlinge und die notwendige Wässerung. Daher ist dieses Buch für den unterrichtlichen Einsatz prädestiniert und wieso sollte man das Klassenzimmer nicht dafür nutzen, die Bepflanzung ins Leben zu rufen und eventuell auf einen Schulgarten auszuweiten?

PS: Pro Buchkauf geht je 1 Euro als Spende an die Plant-for-the-Planet Stiftung.

Ein bewegender Aufruf an die Menschen das grüne Kleid der Erde zu schützen!

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Aurélie Saillard – Mein erstes Lexikon vom Bauernhof

„Mein erstes Lexikon vom Bauernhof „erzählt von Kühen, Milch, Ziegen, Käse, Wolle und aber auch Gemüse und Obst. Ein ganzes Jahr mit der dazugehörigen Arbeit im Herbst, der Weinlese und der Ernte gehört genauso dazu, wie die Betrachtung der Bauernhöfe hier und anderswo. Jede Doppelseite widmet sich einem Schwerpunkt zu den eben erwähnten Gebieten und stellt mithilfe von großformatigen Fotografien und leicht verständlichen kurzen Texten die Welt des Bauernhofs dar.

Ich bin persönlich auf einem Bauernhof aufgewachsen und somit mit der Tier- und Pflanzenwelt ziemlich vertraut. Umso erstaunlicher ist es für mich, dass viele Kinder absolut gar keine Vorstellung davon haben, dass z.B. eine Gurke aus einer Blüte erwächst. Daher halte ich dieses Lexikon, welches vom Aufbau dem von mir bereits rezensierten Buch „Mein erstes Lexikon der Tierkinder“ gleicht, für äußerst gelungen und horizonterweiternd. Hier erfahren die Kleinen alles über die Käseherstellung, den Feldanbau, die hochmodernen Feldmaschinen und die weltweiten Unterschiede in der Landwirtschaft. Es darf ein Blick auf die Reisfelder in Asien und die Olivenernte in Italien geworfen werden. Das Kindersachbuch zeigt in wundervollen Fotos wie z.B. die violette Blüte einer Artischocke aussieht oder dass Pilze in großen mit Erde gefüllten Säcken angebaut werden. Bereits sehr junge Kinder können dieses Sachbuch in die Hand nehmen und die oft selbst erklärenden Fotos betrachten und so mit den Erwachsenen nicht nur über die Landwirtschaft, sondern auch die Tiere und die uns umgebende Natur ins Gespräch kommen. Und vielleicht regt dieses Sachbuch die Kinder und Eltern sogar an, raus in die Natur zu gehen und die Natur, Tiere und die Landschaft persönlich zu erfahren, zu ertasten, zu riechen, zu erproben!

Die Aufmachung und der Inhalt sind äußerst ansprechend, übersichtlich, kindgemäß, umfassend und wissenserweiternd! Dieses Kindersachbuch macht Freude!

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Thomas Lange et al. – Englisch mit Hexe Huckla – Huckla und das Weihnachts-Oster-Durcheinander

Das lustige Musical mit 7 Songs rund um die Hexe Huckla, der einige Zauber missglücken, bildet den Fokus dieses Buches. Bei einem misslungenen Zauber ist plötzlich jeden Tag Weihnachten und Ostern. Ob Huckla es nun schaffen wird die ganzen Verwirrungen, die dadurch enstanden sind, wieder glatt zu bügeln?

Das Buch ist in unterschiedliche Kapitel eingeteilt, wobei auf jeder Doppelseite ein Geschehen dargestellt wird, umrandet von vielen speech bubbles, die englische Wörter, Sätze oder Fragen beinhalten. Die durchnummerierten Sprechblasen werden an den jeweiligen Bildrändern ins Deutsche übersetzt.

Das Buch an sich kann nicht ohne die CD betrachtet werden, das würde keinen Sinn ergeben. Es dient als Untersützung für das Musical. Natürlich entspricht dieser „Mischmasch“ aus vorwiegend deutschen und einigen wenigen englischen Elementen nicht der Sprachwirklichkeit (außer man ist bilingual aufgewachsen). Da muss man natürlich abwägen für welchen Zweck dieses Buch eingesetzt werden soll. Grundsätzlich werden Kinder Freude an den Geschichten haben und ganz begeistert erkennen, dass sie auch schon einige englischen Phrasen verstehen können. Es dient eher der Unterhaltung. Die pädagogische Aufbereitung fehlt, daher werden die Kinder durch dieses Buch kaum „englische Wörter und Sätze – ganz einfach beim Zuhören“ lernen, wie der Verlag verspricht. Sicherlich bleibt das ein oder andere hängen, aber man kann kaum erwarten, dass Kinder durch das ausschließliche Hören der CD die enthaltenen Redemittel verinnerlichen werden.

Nichtsdestotrotz dient dieses Buch der Förderung der Freude am Sprachenlernen und da Kinder es lieben zu singen, ist diese Kombination aus Buch und Audio-CD aus dem Langenscheidt Verlag eine recht gute Nachmittagsbeschäftigung.

Das Buch an sich ist mit den zum Teil wirklich überladenen Seiten verbesserungswürdig, die CD top!

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Jodi Moore und Howard McWilliam – Das war ich nicht – das war der Drache!

Wenn du eine tolle Sandburg baust, zieht ganz sicher ein Drache ein …

Ein kleiner Junge befindet sich mit seiner gesamten Familie im Strandurlaub. Und was gibt es da Schöneres, als Sandburgen zu bauen? Und da seine Burg besonders gut gelungen ist, bekommt sie schon bald einen neuen Bewohner: einen roten und äußerst lustigen Drachen. Zusammen spielen sie Frisbee, pusten große Seifenblasen, grillen Marshmallows, lassen Flugdrachen steigen und vieles mehr. Der Drache ist albern und steckt  voller neuer spannender Ideen. Doch keiner glaubt Leon, dass es den Drachen wirklich gibt. Als belegte Brote verschwinden und Fingerabdrücke auf dem Schokoladenkuchen entdeckt werden, glaube alle, dass der kleine Junge der Schlawiner ist. Irgendwann hat auch Leon genug und schwört sich nie wieder eine Sandburg zu bauen … na ja zumindest nicht bis morgen …

Nach „Ich brauche mein Monster“ beglückt uns Howard McWilliam mit einem neuen Bilderbuch. Auch hier sind die Bilder farbenfroh, detailreich und die Figuren wirken schon fast lebendig. Die temporeichen Illustrationen vermitteln schon beinahe den Eindruck, als würde würde sich ein Cartoon anschauen und nicht in einem Buch blättern!

Der unsichtbare Freund, mit dem man jede Menge Spaß haben kann, steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Der Drache ist ein toller Ferienbegleiter, vor allem in einer Gegend, in der man vielleicht keine anderen Kinder kennt. So verliert sich der kleine Leon in einer Phantasiewelt, die so einen Tag am Strand zu etwas ganz Besonderem macht.

Dem aufmerksamen Betrachter wird natürlich schon bald auffallen, dass alles was der kleine Junge dem Drachen in die Schuhe schiebt von anderen Personen und gar von ihm persönlich bewerkstelligt wird. Etwa wenn der Drache die bösen Jungen verjagt, die seine Sandburg zerstören wollten, erkennt man im Hintergrund seinen Vater mit einer drohenden Geste mit der Grillzange. Und wer tatsächlich an dem Schokoladenkuchen geknabbert hat, liegt selbstverständlich auf der Hand …

Außerdem bietet dieses Buch eine Vielzahl an wunderbaren Ideen zur Beschäftigung der Kinder an einem sonnigen Tag am Strand.

Mit diesem Bilderbuch steigt definitiv die Vorfreude auf einen Strandurlaub!

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Mies van Hout – Heute bin ich

Mies van Hout entführt die Leser und Betrachter in eine Unterwasserwelt von insgesamt 20 unterschiedlichen Gefühlszuständen, die anhand von verschiedensten Fischarten verdeutlicht werden. Eine Doppelseite ist jeweils einem Gemütszustand gewidmet, wobei auf der einen Seite jeweils das Gefühl in Wortform und auf der anderen Seite ein dazu passender Fisch dargestellt wird. Die Emotionsbandbreite reicht von ängstlich bis zufrieden. Der Fisch thront in seiner Vollkommenheit auf einem schwarzen Hintergrund und erringt dadurch die höchst mögliche Beachtung des Betrachters. Dabei darf ruhig analysiert werden, woran man das jeweilige Gefühl so gut erkennen kann. Es wird schnell deutlich werden, dass die Stimmungen vor allem an den Augen, dem Mund, der „Körpersprache“ und der Farbwahl abgelesen werden können. Natürlich animieren die Darstellungen zum spielerischen Imitieren und erweitern den Grundwortschatz um einige sehr bedeutende Emotionen. Durch diese tolle Wachsmaltechnik lassen sich im Kunstunterricht sicherlich wundervolle Bilder von „Heute bin ich …“ herstellen und die zuvor erarbeiteten Kriterien zur Gemütsdarstellung anwenden.

Dank diesem besonderen und herzerwärmenden Bilderbuch, bin ich heute … GLÜCKLICH … und kann gar nicht aufhören das Buch immer und immer wieder von Neuem durchzublättern und mich daran zu erfreuen!

Ein wahrer Schatz in diesem Meer an Bilderbüchern zum Thema Gefühle!

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Jessica Meserve – Klein!

Die Kleine hat ein Problem: Sie steht im Schatten ihrer großen Schwester. Die große Schwester kann alles viel besser. Sie springt viel weiter, läuft viel schneller und bekommt die schönsten Geschenke. Die jüngere Schwester fühlt sich dagegen ganz klein und beschließt sich an ihrer großen Schwester zu rächen. Doch dadurch geht es ihr nur noch jämmerlicher zumute…

Die jüngeren Geschwister haben es manchmal ganz schön schwer! Sie stehen im Schatten ihrer älteren Geschwister und müssen sich erst beweisen und eigene Stärken entdecken. Jeder hat seine ganz eigenen Fähigkeiten und Begabungen, die man zunächst herausfinden muss. Der Thematik zur Findung des eigenen Ichs und der Loslösung von dem Vergleich mit den Geschwistern und der damit verbundenen Rivalität wird in diesem Bilderbuch Rechnung getragen. Und so wird die kleine Protagonisten zunächst immer im großen Schatten ihrer Schwester dargestellt. Der Schatten folgt ihr immer und überallhin. Bis … nun ja … sie auch ihrer Stärke bewusst wird. Nach diesem Ereignis hat jede der beiden Mädchen ihren eigenen ebenbürtigen Schatten. Die fabelhaften Illustrationen zeichnen diese Unsicherheit und Angst des kleinen Mädchens ganz wunderbar. Thematisch werden sich ganz viele junge oder auch ältere Geschisterkinder mit diesem Buch identifizieren können. Wem erging es in einigen Situationen nicht so ähnlich?

Geschwisterrivalität und Selbstfindung in grandiose Illustrationen eingebettet.

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