Sabine Lemire – Mira #kinder #gegen #erwachsene

Haben eigentlich plötzlich alle Erwachsenen den Verstand verloren? Die Lehrer brummen Miras Klasse eine komplette Woche mit Tests und Klassenarbeiten auf, die Eltern von Miras Freundin Liva sind nur noch am Streiten und Miras Mama hat sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Kind, Kegel und Hausboot nach Bornholm ziehen will.

Die Zeit der Vorpubertät ist davon geprägt, dass Kinder ihre eigenen, persönlichen Grenzen setzen. Sie boykottieren, sich den Entscheidungen der Erwachsenen zu fügen und hinterfragen es, wenn über ihre Köpfe hinweg Entschlüsse gefasst werden. Vielmehr streben sie es an, gefragt und in ihren Bedürfnissen gesehen zu werden.

Genau davon handelt dieser Comic-Roman, der mit sehr amüsanten Illustrationen daher kommt. Auch die Geschichten dahinter sind recht lebensnah. Sehr authentisch ist auch die Situation, dass beim Elternsprechtag die Lehrer im Gespräch nachvollziehen können, dass die Klassenarbeiten vielleicht doch sehr kompirimiert hinter einander weg geschrieben wurden. Das wirkt sympathisch, offen und zeugt von Selbstreflexion. Der initiierte Protest ist von kreativer Natur und keineswegs mit der Fridays for Future Bewegung zu vergleichen. Mira und ihre Freunde treten für ihre Rechte ein und verschaffen sich Gehör in einer friedlichen Demo, ganz ohne Gewalt. Die Überleitung zu den Kinderrechten liegt hier auf der Hand.

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Jean-Luc Englebert – Jan der kleine Maler

Jan darf als kleiner Helfer eines großen Lehrmeisters im Malatelier mithelfen. Die meiste Zeit schaut er vielmehr dem Meister zu, denn als Jüngster darf er erst später das Handwerk der Malerei erlernen, Pinsel anspitzen und Fischreste für Leim anrühren. Im Mittelalter mussten die Farbpigmente noch gemörsert und mit Leinöl angemischt werden. In seinem Zimmer experimentiert er selbst mit Farbe und zaubert eigenen Kunstwerke auf seiner Staffelei.

Eines Tages bekommt der große Lehrmeister den Auftrag ein junges Paar in kostbaren Kleidern zu malen. Die Gräfin trägt ein blaues Gewand. Blaupigmente sind allerdings besonders wertvoll und der Lehrmeister hat davon nicht genug. Kann Jan hierbei helfen und was haben Fischreste damit zu tun?

Dieses Bilderbuch thematisiert die Begeisterung für Farbtöne und zeigt die Liebe zur Kunst. Hier springt die Leidenschaft und die Anstrengungsbereitschaft des jungen Künstlers einem sofort ins Auge. Man kommt kaum umhin selbst mit Farbe zu exprimentieren und Töne anzumischen, um Zinnober, Purpur, Terrakotta und Ocker zu zaubern. Feine Schattierungen, Aufhellen oder Abdunkeln der Farben machen genauso Freude. Neugierde ist hierbei nur der Beginn!

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Helme Heine – Mini: Keine ANGST VOR GROßEN tIEREN

Die Botschaft dieses Bilderbuchs ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene höchst aktuell und bedeutsam. Das Kind möchte in seinem Wachstum Dinge ausprobieren, entdecken, Wagemut zeigen und über den Tellerrand schauen.

So drängt es auch Mini, die kleine Maus, ihr Mauseloch zu verlassen und auf Erkundungstour zu gehen. Ihre Eltern warnen sie vor allen möglichen Gefahren, die überall lauern und würden Mini am liebsten in ein Glaskäfig stecken, der sie schützen soll. Sie zeigen sich ganz und gar als „Helikoptereltern“.

Mini lässt sich von der Sorge und dem Wunsch sie in Behutsamkeit zu wissen nicht stoppen und wagt, angetrieben von der Wissbegierde was die Welt zu bieten hat, immer neue Dinge einfallen, um sich draußen zu behaupten. Sie schnappt sich eine Kerze, denn sie weiß, dass Tiere vor Feuer Angst haben und lernt, dass der Wind die Flamme schnell auspustet. Als Nächstes malt sie sich als Biene an und wagt einen neuen Versuch. Doch der Regen wäscht die Tarnung fort. Diese „trial-and-error“-Abfolge zeigt genau, wie Lernen funktioniert. Manchmal ist es ein Ausprobieren und daraus resultierend Lernen aus den eigenen Fehlern, was einem keiner abnehmen kann.

Auch wenn es draußen durchaus gefährlich und bedrohlich werden kann, so gibt es wundersame Dinge und Menschen zu entdecken. So begegnet auch Mini Gleichgesinnte, mit denen sie nun gemeinsam weitere Abenteuer erlebt.

Helme Heine präsentiert uns in diesem Bilderbuch die Phase des Loslösens vom behüteten Elternhaus. Es geht darum „Flügge zu werden“ und nicht leichtsinnig, aber dennoch wagemutig, voller Selbstvertrauen, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen.

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Nora Dåsnes – Hände weg von unserem Wald!

In diesem Graphic Novel als Comic im Buchformat steht eine meinungsstarke Protagonistin im Fokus des Geschehens. Als Schülersprecherin ist ihr der angrenzende Wald ein großes Anliegen. Dieser soll für einen Parkplatzausbau weichen. Die Schülerinnen und Schüler organisieren sich zu einem Protest und tragen vorher im Klimabericht den an der Schule Beteiligten vor, weshalb der Umweltschutz für die junge Generation von so großer Bedeutung ist.

Der Ausruf „Hände weg von unserem Wald!“ im Zusammenhang mit der Alarmfarbe Rot signalisiert die Dringlichkeit ihres Anliegens. Im Buch wird eine selbstbewusste Jugend dargestellt, die keine Angst hat zu handeln und aktiv tätig zu werden. Die Jugendlichen verbinden sich online, sodass man ihre Chats mitlesen kann. Die Autorin hält sich an die Anglizismen und eine authentische Jugendsprache.

Inhaltlich sind sie bereit Verantwortung zu übernehmen und schildern den nun schon spürbaren Einbruch im Ökosystem. Im Klimabericht wird in einfacher Sprache erläutert, was auf unserer Erde passiert, wenn die Temperaturen weiter steigen und welche Auswirkungen es für Natur, Tiere und Menschen haben wird. Der Treibhauseffekt ist in vollem Gange. Die Jugend gibt sich mit Reden nicht zufrieden und entschließt sich zu handeln.

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Nora Burgard-Arp – Flauschig mauschig

Ein beklemmendes Gefühl breitet sich aus. Lou mag nicht essen und auch nicht sprechen. Sie sitzt einfach nur da und schaut dem Regen aus dem Fenster zu. Die Hände sind fest um ihre Knie geschlungen. Ihr Vater erkennt sofort, dass Lou etwas auf dem Herzen hat.

Im vertrauensvollen Gespräch erzählt sie ihrem Vater, dass sie in der Schule wegen ihrem dicken Bauch gehänselt wurde. Lous Vater offenbart ihr einen Zaubertrick, macht ihr Mut und baut sie auf. Sie stellen sich gemeinsam vor den Spiegel und schauen bewusster hin, was Lou eigentlich ausmacht. Schnell breitet sich auf ihrem Gesicht ein Lächeln aus, wenn sie den Bauch als flauschig, mauschig, weich, zart und warm umschreiben.

Der positive Blick auf sich und den eigenen Körper, der sich im Wandel des Lebens immer wieder verändert und Dankbarkeit verdient hat, wird hier sehr einfühlsam angegangen. Selbstwahrnehmung und schließlich Selbstliebe beugen Essstörungen im frühen Kindesalter vor. Doch noch wichtiger ist die Erkenntnis, dass eine Person nicht ausschließlich die Hülle ihrer Selbst ist. So schauen Vater und Kind gemeinsam, was Lou noch ausmacht.

Körper sind vielfältig und auch erstaunliche Wunderwerke. Es braucht eine gewisse Offenheit für die Unterschiedlichkeit unserer Äußerlichkeiten. Das Mobbing wird zwar nur am Rande angeschnitten, bietet dennoch ausreichend Gesprächsstoff. Schließlich wird in jedem Klassenzimmer ein übergewichtiges Kind sitzen.

Die Illustrationen sind zart und feinlinig. Sie drängen sich nicht auf. Auch farblich ist die Zurückhaltung in den pastelligen Farbtönen ersichtlich. Die Emotionen werden dennoch lautstark getragen. So fühlt man als Leser mit Lou mit und kann die Spuren dieser Äußerung an ihr ablesen. Die Botschaft öfter in den Spiegel zu schauen und Wertschätzung auszusprechen, ist nicht nur bei der „Spiegelexposition“ bei Behandlungen von Essstörungen sinnvoll. Man kann es einfach im Alltag integrieren und sich nicht im Tadel, sondern in Body Positivity üben.

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Laura Brand und Freya Hartas – Wunder der Natur

Die Natur hat nicht nur eine heilsame Wirkung, sondern trägt enorm zur Entschleunigung im Alltag bei. Band 6 der „Wunder der Natur“-Reihe animiert zum Innehalten und Staunen. Um uns herum passiert im Hier und Jetzt so viel, wenn wir nur achtsam genug sind unsere Sinne in ganzer Bandbreite einzusetzen.

Auf jeder Doppelseite des umfangreich illustrierten Sachbilderbuchs widmet sich die Autorin einem Naturphänomen, bei dem stets Tiere beteiligt sind. Die Leserschaft wird eingeladen einem Pilz beim Zerplatzen im Regen beizuwohnen. Das sternenförmige Öffnen ist schon auf dem Papier wundersam, doch wie ist es erst, wenn man es draußen im Wald beobachten kann? Nach Enten braucht man glücklicherweise nicht lange Ausschau halten. Doch was, wenn man das Augenmerk auf das Einfetten des Gefieders legt? Da die Tiere so viel Zeit im Wasser verbringen, müssen die Federn mit einem speziellen Öl wasserdicht gehalten werden. Habt ihr etwas von der Bürzeldrüse gehört? Nein? Dann beobachtet die Stockente im und am Teich noch genauer.

Diese Wunder sollen nach und nach gelesen werden. Es ist nicht für einen Rutsch gedacht. Die Erkenntnisse müssen sacken und erst verdaut und am besten erkundet werden. Die Fakten sind sehr gut ausgewählt und bringen auch bei vermeintlich bekannten Tieren erstaunliche Zusammenhänge zum Vorschein. Lobenswert ist außerdem, dass die Einbindung von Fachbegriffen stattfindet. Hier werden Wörter wie Erpel und Schoof in einfacher Sprache erklärt. Abwechslungsreiche Adjektive und Verben werden selbstverständlich eingestreut und leisten einen wertvollen Beitrag zur Wortschatzerweiterung und zur Verbesserung des Ausdrucks bei den Zuhörern oder Selbstlesern.

Unsere Welt ist wirklich voller erstaunlicher Wunder. Beim Lesen wird man ganz ehrfürchtig und dankbar. Es lohnt sich, sich Zeit zu nehmen, um unsere Umgebung intensiver wahrzunehmen. Es trägt zur emotionalen Ausgeglichenheit bei. Das Buch endet demnach passend mit einer kleinen Achtsamkeitsübung, die in der Natur durchgeführt wird. Eine wunderbare Einladung ins Freie!

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Frauke Angel und Meike Töpperwien – Vorsicht, frisch geschieden!

Ich besuchte vier Wochen lang Schulklassen und überprüfte zunächst die Statistik. Die behauptet ja, es müssten in jeder Klasse etwa vier bis sieben Scheidungskinder sitzen. Und wow! Das war wirklich so.

Seite 10

Während es bereits einige Bilderbücher zur Thematik „Scheidung und Trennung“ gibt, sind Kinderbücher eher rar gesät. Dabei fällt besonders den Heranwachsenden es oft schwer darüber zu sprechen, sodass es viele vorziehen, diese Phase der Trennungszeit mit sich selbst auszumachen. Dieses Survival-Buch ist nicht nur ein Informationsbuch, sondern auch ein emotionaler Begleiter, der zeigt, dass man mit den Ängsten, Sorgen und Fragen nicht allein ist. Es macht Mut für den Neustart mit den verändernden Lebensumständen.

Frauke Angel teilt das Buch in drei grobe Abschnitte ein und schildert, was vor der Scheidung passiert und welche Gründe dazu führen können, dass Eltern getrennte Wege gehen. Die Scheidung an sich nimmt die meisten Seiten für sich ein, wo es um das Trennungsjahr geht, den ganzen Papierkram und die Aushandlungen der beiden Parteien. Der Ratgeber wird mit der Phase „Nach der Scheidung“ abgerundet, wo der Blick auf „Gefühle, Gesundheit und Geld“ geworfen wird. Hier werden auch die wichtigsten Tipps für Eltern und Kinder als Übersicht zusammen gefasst.

Meike Töpperwien schafft es dem Thema die Schwere zu nehmen und zaubert in leichten und unterhaltsamen Szenen, dass Liebe und Schmerz Hand in Hand gehen. Der Fließtext wird von Interviews unterbrochen oder mit Fakten geschmückt. Andere Kinder erzählen von ihren Erfahrungen und ihrem Umgang mit der Trennung. Positiv sei hervorzuheben, dass die Autorin mehrmals betont, dass Kinder niemals Schuld an der Trennung sind. Diesen Glaubenssatz verfolgen und verinnerlichen Kinder, sodass die explizite Erwähnung dieser Tatsache absolut notwendig ist.

Die gute Nachricht ist also: Ihr seid nicht der Grund, warum die Ehe eurer Eltern schiefgegangen ist. Die schlechte Nachricht ist allerdings: Ihr könnt nichts daran ändern.

Seite 53

Besonders spannend ist der Abschnitt zu den unterschiedlichen Modellen und den Rechten der Kinder. Was ist das Residenzmodell, Wechselmodell oder das Nestmodell? Wie kann eine dauerhafte, vertrauensvolle Bindung zu beiden Elternteilen gelingen, wenn man nicht unter einem Dach lebt? Auch die Tipps sind sehr geradeaus und bringen viele Dinge unbeschönigt auf den Punkt. Hier wurde sogar eine Ausschneidelinie berücksichtigt, sodass man es heraustrennen und am Kühlschrank befestigen kann.

Übermittelt uns keine Nachrichten für Mama und Papa. Wir sind doch nicht die Post!

Seite 119

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Elisabeth Jäcklein-Kreis und Andrea Naumann – Lass das!

„Nein“ ist nicht gleich „Nein“! Du hast viele Möglichkeiten, dein persönliches Stoppschild hochzuhalten! Mit verschiedenen Wörtern, mit deiner Stimme oder mit deinem Körper.

„Halt!“, „Ich will das nicht!“, „Das fühlt sich blöd an!“, „Hör auf!“, „Lass das!“

Seite 36-37

Das Bilderbuch „Lass das!“ behandelt Verhaltensempfehlungen in Risikosituationen und bestärkt Kinder darin, auf ihr Bauchgefühl zu hören. Zu den Risikosituationen zählen Erlebnisse und blöde Begegnungen, die ein eindeutiges „Nein-Gefühl“ hervorrufen. Dazu gehören nicht nur die schmatzenden Bussis der eigentlich ganz lieben Tante, die zu Besuch kommt, sondern auch Gespräche mit Fremden, die mit dem Streicheln von Hunden locken.

In diesem Buch lernen Kinder ihre ganz eigenen Grenzen zu wahren und sich vor sexuellem Missbrauch zu schützen. Es geht um gute und schlechte Geheimnisse und wie man mit der Bandbreite an Gefühlen umgeht. Die an vielen Grundschulen gelebte „Stopp-Regel“, die auch körperlich zum Ausdruck gebracht wird, findet hier genauso Erwähnung, wie die Information über die Rechte jedes Einzelnen.

Ida, Ben und Toni begegnen Jugendlichen, die sie erpressen und durch ihre Erscheinung „klein“ machen wollen. Dank der erlernten Strategien, wissen sich die Kinder zu helfen und beweisen Mut und Stärke. Dies ist eine Ansammlung an unterschiedlichen kindgerechten Situationen, die in Häppchen vorgelesen nicht nur unsichere Kinder bestärken können. Laut dem Motto „Mein Körper gehört mir!“ entscheiden die Kinder selbstbewusst, was ihnen gut tut und wovon sie lieber Abstand nehmen möchten.

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Saskia Gwinn und Ana Albero – Wer erforscht die Welt?

Das Sachbilderbuch „Wer erforscht die Welt?“ stellt Menschen vor, die dank ihrer Neugierde das Fragenstellen zu ihrem Beruf gemacht haben. Sie entdecken und erforschen Unbekanntes und zeigen dabei Biss und Ausdauer. Sie sind kreativ und versuchen manchmal auch auf Umwegen Antworten auf ihre Fragen zu finden. Nur wenige Forscher sitzen im Büro. Manche streifen durch Wälder, andere tauchen mit den Tieren oder arbeiten im Labor an Robotern oder besonderen Pflanzen.

Da gibt es sogenannte Paläontolog*innen, die nach Dinosauriern und anderen Tieren suchen und nach Überresten in Gesteinen graben. Hast du schon einmal von Bioakustiker*innen gehört? Sie sammeln Geräusche von Tieren, um so neue Tierarten zu entdecken und diese an Bibliotheken weiterzugeben. Deepal Warakagoda erfand so eine neue Eulenart. Roboter-Ingenieur*innen bauen Roboter und lassen sich dabei von Tieren inspirieren. Was machen Arthropodolog*innen? Es gibt einfach so viel zu entdecken und zu lernen.

Jede Doppelseite widmet sich einem der insgesamt 24 dargestellten Berufe aus dem Bereich „Forschung und Wissenschaft“. Es zeigt in kleinen, comicartigen Bildern die Forscher*innen bei der Arbeit. Die kurzen Texte sind leicht verständlich und verdeutlichen was zu den Tätigkeiten dieser Menschen dazugehört. Die Vielfalt der Aufgaben und die abwechslungsreichen Einsatzorten beeindrucken. Die Aktualität ist ebenfalls gegeben, denn hier findet man bereits die Entdecker eines Impfstoffes zum Schutz vor COVID-19. Auf der letzten Doppelseite werden berühmte Wissenschaftler*innen mit einem kurzen Lebenslauf vorgestellt.

Die jungen Leser*innen bekommen so einen guten Überblick über eher ungewöhnliche Berufe, die sie dazu animieren offen auf die Welt zu schauen und sich alle beruflichen Wege offen zu halten. Positiv anzumerken sei außerdem die Berücksichtigung der gendersensiblen Sprache.

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Anna Taube – BUNT!

Anderssein bestimmen die anderen

Dieses bunte Vorlesebuch ist eine Sammlung an kurzen und langen Geschichten, die alle von Diverstität handeln. Andersartigkeit ist doch Normalität würde man meinen, doch nicht nur der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Rasissmus und Diskriminierung wiederkehrende Themen sind.

Jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch ist gleich viel wert.

Diese Botschaft kann man nicht oft genug anbringen. Obwohl es festgeschriebene Gesetze gibt, wird der Gedanke nicht in allen Ländern der Welt gelebt. Niemand darf einem anderen wehtun, weder mit Worten noch mit Taten. Trotzdem passiert das. Jeden Tag.

Diese kleinen Anstöße in Form von Gedichten und manchmal auch persönlichen Geschichten sollen Vielfalt zulassen, indem schon Kinder lernen unsere Unterschiedlichkeiten zu akzeptieren und die Gemeinsamkeiten sehen. Es geht darum, keinen auszusieben oder zu vergessen.

Die Autoren in diesem Buch wünschen sich Chancengleichheit. Sie nutzen ihre Stimme und stehen ein für Menschen diverser Nationalitäten, Religionen, sexueller Orientierung, sozialer Herkunft und für Menschen mit und ohne Behinderung. Eine bunte Gesellschaft ist Reichtum.

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