Katharina Mauder und Frauke Weldin – Wenn Waldo Waschbär wütend wird

Wenn Waldo Waschbär wütend wird

Rezension

Waldo, der Waschbär, hat heute keinen guten Tag. Sein Lieblingsessen fällt auf den Boden, er schlägt sich mit einem Hammer auf die Pfote und dann versengt er sich auch noch das Fell. Jedes Mal, wenn Waldo seine Wut aufsteigen spürt, fühlt es sich so an, als ob tausend Knallfrösche in seinem Bauch sind.  Und dann kann er einfach nicht anders,  als ganz laut herumzubrüllen. Das erschreckt jedoch seinen Freund Igel so gewaltig, dass er sich einkugelt und nicht mehr traut herauszukommen. Da Waldo seine Freundschaft durch seine Wutausbrüche nicht gefährden möchte, lässt er sich auf Igels Lösungsvorschläge ein und probiert das tiefe Durchatmen, das Boxen und viele weitere wutlösende Varianten aus…bis… er seine ganz eigene Möglichkeit findet, die Knallfrösche rechtzeitig zu beseitigen!

Sehr einfühlsam und kindgerecht gelingt es Katharina Mauder, bereits jüngeren Kindern die Auswirkungen von unangebrachten Wutausbrüchen zu verdeutlichen. Waldos Freund Igel kann  nämlich seine lauten Schreie nicht ertragen und kugelt sich ein. Dieses Verhalten macht ihm gehörig Angst. Durch die Reaktion des Igels, kommt der Waschbär ins Grübeln und erkennt, dass seine Wutausbrüche andere stören und Freundschaften in Gefahr bringen können. Diese Erkenntnis verleitet ihn dazu gemeinsam mit seinem Freund nach Alternativen zum lauten Brüllen zu suchen. Die Selbsterkenntnis finde ich besonders schön herausgearbeitet, denn sie ist für die Änderung des negativen Verhaltens aüßerst bedeutend. Erst wenn ich weiß, warum ich etwas ändern soll, bin ich bereit die dafür notwendigen Schritte zu gehen.

Die unterschiedlichen Lösungsvorschläge des Igels sind allesamt pädagogisch wertvoll. Auch der Hinweis, dass Änderungen Zeit brauchen und nicht von heute auf morgen zu realisieren sind, ist lebensnah und der Wirklichkeit entsprechend. Ein weiterer Pluspunkt geht an dieses Bilderbuch für die Darbietung der ganz individuellen „Wutmedizin“, die Waldo ganz zufällig für sich entdeckt.

Die meisten Illustrationen sind für meinen Geschmack etwas flach und weisen leider nur wenig Tiefe auf (mit Ausnahme der unten abgebildeten Zeichnung). Insgesamt hätte ich mir eine größere Bandbreite an  unterschiedlichen Gefühlsdarstellungen, mehr Dynamik und Konzentration auf das Wesentliche gewünscht, um den sehr gut herausgearbeiteten Inhalt zu unterstützen.

Das Bilderbuch eignet sich hervorragend als Lektüre für Klassen, die an ihrem Klassenklima arbeiten möchten oder für Familien, die ebenfalls mit Knallfröschen im Bauch der Kinder zu kämpfen haben. Auch bei der Ausbildung zu Mediatoren in Streitschlichter-AGs, bietet sich dieses Buch als Einstieg in die Thematik gut an.

Blick ins Buch

Wenn Waldo Waschbär wütend wird

 

Fazit

Sensibel und sinnvoll herausgearbeitete Thematik über Wutausbrüche, Freundschaft und Hilfsbereitschaft.

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David McKee – Elmar

Elmar

Elmar ist kein grauer Elefant, wie alle anderen Elefanten in seiner Herde. Er ist anders. Er ist bunt kariert und bringt seine elefantenfarbenen Zeitgenossen immer zum Lachen. Doch genau das macht ihn eines Tages nachdenklich: „Ein karierter Elefant – wo gibt’s denn so was? (…) Kein Wunder, dass sie über mich lachen.“ Er beschließt sich den anderen anzupassen. Das Gefühl nicht mehr aus der Masse herauszustechen und genauso wie die anderen zu sein, missfällt Elmar schon sehr bald, sodass er sich wiederholt etwas Schelmisches ausdenkt, was ganz seinem Naturell entspricht!

Elmar hat sich zum zeitlosen Klassiker unter den Bilderbüchern gemausert und das zu recht! Die Thematik „Anderssein“ und „Einzigartigkeit“ wird in diesem Werk des britischen Kinderbuchautors nicht zuletzt durch die äußerst gelungene und farbenfrohe Darstellung des sehr symphatischen Elefanten bildlich hervorgehoben. Jedes Kind erkennt auf Anhieb, dass Elmar anders ist und nicht nur durch seine äußere Erscheinung glänzt, sondern auch durch seine Individualität. Diesen Punkt finde ich besonders erwähnenswert. Das Bewusstsein über die Stärken jedes Individuums steht hier im Mittelpunkt und Elmar zeigt auf eine sehr humorvolle Weise, dass man sich nicht verstellen sollte, nur um so zu sein, wie alle anderen.

Farbe bekennen und sich als Person akzeptieren, diese Botschaft vermittelt der freundliche und buntkarierte Elefant. David McKee hat eine Figur geschaffen, die im Gedächtnis bleibt und durch viele weitere Abenteuer weiterhin die jungen Leser begeistern kann.

Elmar

Material

Was bietet sich zu diesem Bilderbuch mehr an, als den buntkarierten Elefanten mithilfe der Reißtechnik im Kunstunterricht  darzustellen?  In der Schuleingangsphase kann ein Umriss eines Elefanten als Vorlage sehr hilfreich sein.

Ein entzückendes Bildbuch über einen ungewöhnlichen Elefanten, der seine Einzigartigkeit umarmt.

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Ute Krause – Feiern die auch mit?

Feiern die auch mit?

Nach „Wann gehen die wieder?“  ist  nun der Fortsetzungsband „Feiern die auch mit?“ zum Thema „Weihnachten in einer Patchwork-Familie“ erschienen.

Der stets namenlose Ich-Erzähler freut sich auf den Monat Dezember, denn da gibt es viele Überraschungen. Es gibt einen doppelten Adventskalender, zu  Nikolaus doppelt so viel Schokolade, aber auch eine ganz schön lange Geschenkeliste abzuhacken. Denn schließlich hat der Ich-Erzähler eine ziemlich große Familie und das liegt daran, dass sein Räuberpapa eine Prinzessin mit ganz vielen Prinzessinenkindern geheiratet hat und seine Mama einen Drachen mit ebenfalls einer Vielzahl an Kindern. Der Tannenbaum muss doppelt besorgt werden, das Schmücken findet ebenfalls zweimal statt und dann streiten sich auch noch die Eltern darüber, bei wem zuerst Heiligabend gefeiert wird.

In einer Patchwork-Familie muss daher alles gut organisiert sein und damit alle Omas und Opas auch glücklich und zufrieden sind, darf ein Besuch bei ihnen natürlich keinesfalls fehlen. Kein Wunder, dass besonders  die Erwachsenen nach Weihnachten völlig erschöpft sind.

Die Leser dürfen erneut einen Blick hinter die geheimen Türen vieler Familien werfen. Durch ein aufgerissenes Guckloch bekommen wir einen stets amüsanten Einblick in die Strapazen vieler Patchwork-Familien zur Weihnachtszeit.

Ute Krause gelingt es die Ironie des Ganzen durch wundervoll illustrierte Bilder zu unterstreichen. Trotz der Vermenschlichung der jeweiligen neuen Lebenspartner sind auch einige artspezifische Verhaltensweisen ins Bild gefasst. Stiefmutter als Prinzessin? Stiefvater als Drache? Doch schon bald erkennt man, dass die Vorurteile, die man auf den ersten Blick hat (und mit denen Ute Krause sehr gut zu spielen versteht), sich in Luft auflösen können, denn schließlich machen sich die Prinzessinenkinder bei einer „Klößenschlacht“ schmutzig und die Drachenkinder haben stets ein Lächeln auf den Lippen und spucken das Feuer ausschließlich auf den Braten und die Tannenbaumkerzen.

Auch in diesem Band schildert Ute Krause offen und ehrlich sowohl die Nach-, als auch die Vorteile, die so eine Großfamilie mit sich bringt. Doch immer schwingt eine Prise Humor, eingebettet in einen ironischen Unterton, mit. Gemeinsam mit den wunderbar ausgearbeiteten und daher in Erinnerung bleibenden Charakteren, avanciert diese Bilderbuchreihe zu meinen Lieblingsbüchern zum Thema „Trennung“ und „Patchwork-Familie“.

Ob uns wohl zu Ostern ein Folgeband erwartet? Freuen würde es mich ja…

Feiern die auch mit?

Material

Der altbekannte Stammbaum mit zwei Großvätern, zwei Großmüttern, einem Vater und einer Mutter, trifft heutzutage nur auf wenige Kinder zu. Daher habe ich einen „flexiblen“ Stammbaum erstellt. In die Mitte kann das Kind sich malen oder ein Foto von sich einkleben und die beiden Abzweigungen den jeweiligen Elternteilen widmen. Die Anzahl der Kreise bzw. Familienmitglieder kann nach Belieben ergänzt werden (siehe Material).

Stammbaum

Ein heiteres und doch sehr wahrheitsgeladenes Bilderbuch!

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Lucy Cousins – I’m the Best

I'm the Best

Die Hauptfigur, ein Hund, hat viele Freunde, darunter eine Gans, einen Esel, einen Maulwurf und einen Marienkäfer. Doch der Hund meint immerzu er sei der Beste in allem.

I can run much faster than mole. I win. I’m the best.

I can swim much better than donkey. I win. I’m the best.

I can dig much better than ladybug. I win. I’m the best.

Durchweg vergleicht sich der Hund in für die Tiere untypischen Aktivitäten und stellt sich in der Tat als der Bessere heraus. Als die Freunde sich ganz elend und traurig fühlen, beschließen sie den Hund mit „ihren“ Talenten zu schlagen. Und so kommt auch der Hund schließlich zu der Erkenntnis: „Oh dear. I’m not the best at anything. I’m a silly show-off.“

Nachdem er sich für sein angeberisches Verhalten entschuldigt hat, wissen die Freunde wie sie ihn zu guter Letzt aufheitern können: „Yor are the best at being our best friend.“

Was kannst du besonders gut? Das Entdecken eigener besonderer Fähigkeiten und Talente ist ein wichtiges Thema in der kindlichen Entwicklung. Lucy Cousins nähert sich diesem Thema mit einem Augenzwinkern.

Die Wasserfarben-Illustrationen lenken von der ersten Seite an die Aufmerksamkeit auf sich. Die Moral der Geschichte wird dem Hund von seinen Freunden gespiegelt. Hier kann man die Kinder auch sehr schön einbinden und vermuten lassen, was seine Freunde wohl besser können als der Hund. Wer von seinen Freunden könnte besser als der Hund in der Erde graben? Wer fliegt oder schwimmt schneller?
Das Fehlverhalten des Hundes seinen Freunden gegenüber ist ein guter Aufhänger für eine Diskussion zu den Stichworten „Angeberei“, „Überheblichkeit“, „Hochmut“, „Wettbewerb“. Ich bin sicher, dass Kinder einige sinnvollere Alternativen des Verhaltens im Wettbewerb benennen könnten. Auch das Nachstellen (inkl. der Gefühle anhand der Mimik und Gestik) der beteiligten Figuren als Standbild wäre eine sinnvolle anschließende Aufgabe.

Aufgrund der immer gleichen Satzstruktur und sich wechselnden Verben, könnte dieses Bilderbuch im Themenbereich „hobbies and sports“ im Englischunterricht der Grundschule eingebunden werden. Auch die Vergleichsstruktur „…much better  than…“) wird sich durch die häufige Verwendung sicherlich schnell einbrennen, ohne es thematisieren zu müssen.

I'm the best

Material

Ein Arbeitsblatt zur Festigung der Verben und einer sinnvollen Zuordnung der Tiernamen. Ein weiteres Arbeitsblatt ist angehängt, auf dem die Kinder ihre besondere Fähigkeit in Schriftform oder auch als Bild festhalten können.

Viel Spaß damit!

ABs_I'm the best

(zum Download bitte auf das Bild klicken)

Ein farbenfrohes Bilderbuch mit einer Moral, die der Hauptfigur gespiegelt wird und so glücklicherweise keinen Gebrauch vom erhobenen Zeigefinger macht.

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Nancy Coffelt – Big, bigger, biggest

Big, bigger, biggest

In welcher Reihenfolge könnten die folgenden Tiere aufgestellt werden: Wal, Dinosaurier, Nilpferd? Vielleicht der Größe nach? Wie sieht das Verhältnis zwischen den Tieren aus? Welches Adjektiv würde das jeweilige Tier bekommen? Big – bigger –  biggest oder doch gigantic, immense oder enormous?

Dieses unverschnörkelte Bilderbuch thematisiert in eindeutigen und farbigen Illustrationen die Adjektive für unterschiedlichste Tiere. Dabei wird nicht nur die Steigerung, sondern auch Synonyme und Antonyme zum Thema gemacht.

Der Aufbau des Buches ist denkbar einfach und doch effektvoll. Nach der gleichen Struktur werden Tiere vorgestellt, die für sich ein bestimmtes Adjektiv beanspruchen. Hier kann nun überlegt werden, welche Tiere sich mit einer Steigerung anschließen könnten. Sicherlich werden die meisten Kinder von sich aus die immer gleichen Wortendungen der regelmäßigen Vergleichsstufen englischer Adjektive entdecken:

I’m slow.
I’m slower.
I’m slowest.!

Für den frühen Englischunterricht würde es sicherlich ausreichen die Adjektivsteigerung (Positiv, Komparativ, Superlativ) mithilfe der Bilder den Kindern vor Augen zu führen. Die Wortschatzerweiterung ist hinsichtlich der Synonyme für native-speaker sicherlich sehr hilfreich, auch weil viele Adjektive sehr „adventurous“ und außergewöhnlich sind.

Big, bigger, biggest

Material

Anknüpfend an die Auswahl der Tiere im Buch, habe ich ein kleines Dominospiel entworfen:

Domino_Vergleichsstufen Adjektive

zum Download bitte auf das Bild klicken

Visuelle Verdeutlichung der englischen Adjektivsteigerung, die zum Entdecken der regelmäßigen Struktur anregt.

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Eric Carle – Little Cloud

Little Cloud

Rezension

Die Wolken lassen sich am sonnigen Himmel treiben, nur die eine, die kleinste Wolke hinkt etwas hinterher. Die „Little Cloud“ ist zu  sehr damit beschäftigt sich in alle möglichen Formen zu verwandeln. Mal nimmt sie die Gestalt eines weichen Schafs, dann  eines surrenden Flugzeugs oder auch einfach eines starren Baums an. Es gibt so Vieles in was sich die kleine Wolke transformieren könnte! Dieses Spiel könnte sie ewig spielen, wenn da nicht die anderen Wolken wären, die sich auch gerne zu einer einzigen Riesen-Wolke zusammentun, um …

Dieses eher unbekannte Buch des berühmten Autors Eric Carle sticht auch hier durch die für den Künstler typische und unverwechselbare Collagen-Technik heraus. Nach dem Lesen drängt es einen geradezu hinauszulaufen, um die sich ändernden Formen der Wolken zu beobachten. Dieses Bilderbuch feiert die Imagination.

Der Text ist, wie in vielen Büchern von Eric Carle, einfach und weist  sich oft wiederholende Satzstrukturen auf. Der Satzanfang „Little Cloud changed into a …“ ist bei allen Figuren zu finden, in die sich die kleine Wolke verwandelt. Dabei reicht die Bandbreite von Tieren bis zu Gegenständen.

Um den künstlerischen Wert des Bilderbuchs hervorzuheben, bietet es sich an, als eine anschließende Übung, auf einem blauen Papier die unterschiedlichen Figuren mithilfe von Wattebällchen oder auch einfach mit Taschentuchfetzen nachzubilden. Man könnte auch überlegen, in was sich die kleine Wolke noch verwandeln könnte. Gerne dürfen auch diese Ergebnisse festgehalten werden.

Der Aspekt „Wolken, Wind, Wetter, Wasser“ kann ebenfalls thematisiert werden, um dem Niederschlag auf den Grund zu gehen und die Verbindung von Tropfen und Wolken zu klären.

Blick ins Buch

Little Cloud

Die Ergebnisse aus dem Kunstunterricht machen sich auch sehr gut in einem englischen Klassenbuch mit dem Titel “ Our little clouds“:

Little Cloud

zum Download bitte auf das Bild klicken

Fazit

Immer wieder faszinierende Bilder, gekoppelt mit einfachen Satzstrukturen und Potenzial für die Aneignung von sinnvollem Hintergrundwissen.

(Auch als deutsche Ausgabe erhältlich.)


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Elizabeth Mills – Horns, Tails, Spikes and Claws

Horns, Tails, Spikes and Claws

Mit diesem „mix-and-match book“ können mehr als 30 unterschiedliche Monster kreiert werden. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Auf jeder der fünf Doppelseiten werden rechts die Monsterteile präsentiert und links die jeweiligen Bezeichnungen. Die Auswahl der Eigenschaften ist äußerst kreativ und bezieht auch englische Bezeichnungen für tierische Körperteile mit ein (claws, paws, tails, wings etc.). Dabei werden keineswegs die lustigen und fantastischen Elemente ausgelassen, so finden sich Merkmale wie „tentacles, bumps, slime“ wieder. Mit diesem Buch findet jedes Kind  seine idealle, monströse Kreatur.

Dieses Buch ist einfach liebenswürdig. Die Illustrationen sind äußerst ansprechend, nicht allzu überladen und doch motivierend. Es bleibt immer spannend, wie sich das Monster je nachdem wie die Seitenteile umgeblättert werden, ausfällt. Ganz nebenbei lernt das Kind die englischen Bezeichnungen für tierische bzw. monströse Körperteile  und Eigenschaften kennen. Ich hätte mir gewünscht die jeweiligen Wörter kleingeschrieben vorzufinden, um den Unterschied zur deutschen Großschreibung von Nomen hervorzuheben. Hier werden leider auch beide Wörter der Bezeichnung „Three Feet“ groß geschrieben.

Die Monsterbeschreibung ist im Klassenzimmer meist sehr beliebt. Die Kinder erfinden gerne eigene, höchst ausgefallene Monster. Ich würde dieses Buch für die Lerntheke empfehlen. Eine mögliche Aufgabe könnte es sein, sich ein Monster auszusuchen und auf einem Blatt mit dem Satzanfang „My monster has got…“ aufzumalen, um es anschließend einem Partner auf englisch zu beschreiben. Als Differenzierung dürfen auch sehr gerne unterschiedliche Farben hinzugenommen werden („My monster has got blue wings.“).

Horns, Tails, Spikes and Claws

Material

Nach dem Prinzip von diesem Buch habe ich drei Würfel entwickelt, mit denen man ein Monster von Kopf bis Fuß erwürfeln kann. Es wäre wünschenswert, die drei Würfel auf unterschiedlich farbigem Papier auszudrucken, damit die Kinder nicht durcheinander kommen. Nach dem Würfeln darf auch schon gemalt werden. Wie viele unterschiedliche Monster können erwürfelt werden? Die kleinen Mathematiker dürfen knobeln oder auch ausprobieren! 🙂

Würfel Monster

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Mit diesem Buch findet jedes Kind seine ganz eigene monströse Lieblingskreatur.

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Corina Fletcher und Britta Teckentrup – Playbook Farm

Playbook Farm

Rezension

„Playbook Farm“ thematisiert das Bauernhofleben mitsamt seiner tierischen Bewohner. Den ganzen Tag über geht es auf dem Bauernhof geschäftig zu. Früh morgens müssen die Kühe (moo, moo, moo) gemolken werden. Dann blöken (baa, baa, baa)  auch schon die Schafe und auch die Pferde (neigh, neigh, neigh) verlangen ihr Futter. Die Katze (meow, meow, meow) ruft ihre Kätzchen zusammen, während die Truthähne (gobble, gobble, gobble) vergnügt schnattern.

Und doch wird am Ende des Tages festgestellt:

Everyone is happy, all day long, on the busy farm.

Das „Playbook Farm“ ist ein Pop-up Buch und eine 3-D Spielmatte zugleich.

Sprachlich fokussiert dieses Buch auf die Bauernhoftiere und ihre Laute (Hahn, Kuh, Hund, Katze, Schaf, Hase, Pferd, Truthahn, Schwein). Im Zubehör enthalten sind ebenfalls neun Pappfiguren in Form von Tieren, einem Bauer und zwei Fahrzeugen.

Nach dem Lesen kann dieses Buch in drei einfachen Schritten in eine Spielwiese transformiert werden. Die Scheune, die Windmühle und der kleine Garten bilden eine hervorragende und sehr motivierende Spielumgebung. Die „stand-up“ Pappfiguren werden auf der Unterseite einfach ein bisschen auseinander gefaltet und können in die ganz eigene Geschichte mit eingebunden werden. Die Fantasie der Kinder kann nun ihre Flügel ausbreiten!

Dieses farbenfrohe „playmat“ kann auch wunderbar als Themeneinstieg zu „farm animals“ genutzt werden. Auf einem Thementisch macht es sicherlich viel her und motiviert die Kinder zusätzlich. Die Pappe der Figuren ist leider nicht ganz so stabil und könnte schnell zerknickt werden. Daher würde ich die Tiere für den schulischen Gebrauch durch Holztiere ersetzen. Im häuslichen Gebrauch müsste man abwägen wie vorsichtig die jeweiligen Kinder mit Spielzeugen umgehen.

Blick ins Buch

Playbook Farm   Playbook Farm

Playbook Farm

Fazit

Ein Buch, das im Handumdrehen in eine Spielwiese verwandelt werden kann, ist die perfekte Geschenkidee. Ich bin davon begeistert und warte geduldig auf die weiteren Ausgaben!

(deutsche Version)

(englische Version)

Etienne Delessert – Full Color

Full Color

Die kleinen Hauptfiguren dieses Buches, identifizierbar als freundliche Fantasiewesen, stellen dem Leser die Welt der Farben vor. Die verspielten Kreaturen präsentieren zunächst die sieben Farben eines Regenbogens und widmen darauffolgend jeder Primär- und Sekundärfarbe eine eigene Seite. Stets wird der Vergleich gesucht, wo die jeweilige Farbe in der Natur gefunden werden kann:

orange like flames
yellow like the sun
blue like water

Bei der Darstellung der Primärfarben wird es jedoch nicht belassen. Als das blaue Fantasiewesen das Gelbe grüßt, färbt sich der Händedruck grün. Bei der Berührung einer roten und blauen Kreatur, verfärbt sich die betroffene Stelle lila und wenn die Primärfarben in einer Rangelei vorzufinden sind, nimmt der Mischmasch die Farbe braun an (Tertiärfarben). Auch die sogenannten „Nicht-Farben“ weiß und schwarz finden Erwähnung. Das Bilderbuch schließt mit der Bemerkung, dass außergewöhnliche Farben feiner Nuancen bedürfen und sich so viel mehr Farben mischen lassen.

Wer von dem Klassiker „Mouse Paint“ als Begleitmaterial zur Einführung von Farben bereits müde geworden ist, findet vielleicht in diesem Bilderbuch  eine ebenbürtige Abwechslung.
Die Illustrationen sind großflächig und geben die unterschiedlichen Farbnuancen wunderbar wieder. Schließlich ist grün nicht einfach grün. Die Zeichnung der Gräser, Blätter und der Heuschrecke verdeutlichen sehr gut wie breit gefächert Farbtöne sein können.

Durch die sehr einfachen Satzstrukturen lässt sich das Buch wunderbar im Fremdsprachunterricht integrieren. Neben den Farben können die Kinder auch passende Nomen lernen und das Vergleichswort „like“ bereits in ihren Wortschatz integrieren.

Die einzelnen Aspekte der Farbenlehre werden hier sehr anschaulich und kindgerecht dargestellt. Nach dem Lesen müssen die Erkenntnisse unbedingt im Kunstunterricht ausprobiert und vertieft werden! Diese ruhigen und undefinierbaren Wesen in ihrer Welt voller Farben haben mich gleich in ihren Bann gezogen.

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Material

Ein Arbeitsblatt zur Festigung der Farbenlehre:

colours mix1

Einfache Satzstrukturen, ansprechende Illustrationen und sinnvolle Farbdarstellung  machen dieses Bilderbuch zu einem tollen Unterrichtsbegleiter.

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Jane Cabrera – If you’re happy and you know it!

Im „sing-along action book“ bringt Jane Cabrera mit strahlenden Farben dem jungen Publikum das traditionelle Lied „If you’re happy and you know it“ nahe. Ganz überschwenglich können die Kinder genauso wie der Affe in die Hände klatschen, wie der rosa Elefant mit den Füßen stampfen oder wie der Hippo Luftküsse verteilen.

Jede Doppelseite erstrahlt mit einem überdimensionalen Tier, das sich voller Begeisterung in Bewegung setzt. Auf der letzten Doppelseite werden alle 9 Tiere inklusive ihrer Bewegungen auf kleinen Flashcards zusammengefasst.

Bei diesen Bildern bleibt kein Kind still auf seinem Stuhl sitzen. Die dynamische Farbenpracht und die pulsierenden Pinselstriche animieren zum Herumwirbeln und Nachmachen. Die Bewegungslust wird nahezu zelebriert.

Dieses Buch reißt einfach mit und fokussiert durch die minimale Hintergrundgestaltung ausschließlich auf die „happy animals“ und ihren besonderen Ausdruck der Freude. Besonders positiv bewerte ich die Tatsache, dass einige Strophen im neuen Gewand daherkommen. Die Bewegungen „spin around, flap your arms, jump around und go kiss kiss“ sind einfach bezaubernd und lassen sich problemlos im Klassenraum und auch gut zu Hause realisieren.

Material

Die im Buch enthaltenen Flashcards lassen sich hervorragend als Leitbilder für die Liedstrophen an der Tafel anbringen, um den Kindern den weiteren Verlauf zu visualisieren.

Anhand des Liedes lassen sich Gefühle sehr gut thematisieren. Deshalb habe ich eine kurze interview-activity angehängt. Die letzte Spalte ist frei, um die Kinder im Sinne der Differenzierung eine weitere, eigene Gefühlsregung eintragen zu lassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

(zum Download bitte auf das Bild klicken)

Dieses Buch ist so farbenfroh und dynamisch, dass mit Sicherheit kein Kind auf dem Stuhl still sitzen bleiben wird!

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