Karin Scheuermann und Meike Weiss – Finken-Trainer Kopfrechnen für die Klasse 2

Finken-Trainer Kopfrechnen 2

Nach dem Konzept „Übung macht den Meister“ hat der Finken-Verlag eine systematische Lernhilfe für die Schülerhand entwickelt, die den SuS  mehr Sicherheit im Kopfrechnen verleihen soll. Die Karten zeichnen sich durch eine klare Struktur aus, die keine überschweifenden Erklärungen bedürfen und vor allem vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten bieten.

Der „Finken-Trainer Kopfrechen“ für die Klasse 2 konzentriert sich auf den Zahlenraum bis 100. Es werden Additions- und Subtraktionsaufgaben mit und ohne Zehnerübergang angeboten, genauso wie Multiplikations- und Divisionsaufgaben beim Einmaleins. Neben dem Kopfrechnen werden Kinder in Konzentration und Ausdauer gefördert. Der Eifer wird durch eine einfache Selbstkontrolle, dank der Rechentaschen, gesteigert.  Und das ist auch der Glanzpunkt des Materials: Denn jede Aufgabe kann in drei Varianten gelöst werden. Die grüne Tasche ist die einfachste und stellt das Berechnen der Summe in den Vordergrund. Hierbei ist lediglich das Ergebnis verdeckt und soll von den SuS ausgerechnet werden. Bei der roten Rechentasche soll der 2. Summand errechnet werden. So kann die Strategie des Ergänzens angewandt werden. Mit der blauen Rechentasche errechnen die Kinder den 1. Summanden und übertragen die Strategie der Umkehraufgabe auf das Übungsmuster.

Finken-Trainer Kopfrechnen 2 - Rechentaschen

Jede Karte hat eine leichte und eine schwere Aufgabenseite, gekennzeichnet durch einen bzw. zwei Punkte (siehe Bild oben). Weitere Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich durch die Auswahl der verschiedenen Rechentaschen. Die Aufgaben sind so ausgewählt (und das begeistert mich am meisten), dass Kinder dazu angeregt werden, selbstständig Muster zu erkennen. Es wurden Nachbaraufgaben, Tauschaufgaben, Analogieaufgaben, gegensinniges Verändern, Verdoppelungsaufgaben und andere Ableitungshilfen integriert, sodass Kinder sich diese „Lernhilfen“ individuell aneignen können (z.B.: 2 + 2 = 4 / 12 + ? = 14). Es wäre ebenfalls denkbar den Kindern nach der Arbeit mit den Karten einen Reflexionsbogen anzubieten, um die gewonnenen  Erkenntnisse für sich  festhalten zu können.

Die Karten können ein fester Bestandteil im Wochenplan, bei der Freiarbeit oder in der täglichen „Kopfrechenzeit“ sein. Insgesamt besteht die Kartei aus 94 Aufgabenkarten in doppelter Ausführung, je zwei grüne, rote und blaue Rechentaschen und ein Begleitheft mit einer CD und zahlreichen Kopiervorlagen. Auf der CD werden u.a. Lernstandkontrollen angeboten, aber auch Arbeitsblätter auf denen die Kinder ihre Ergebnisse festhalten können. Besonders schön ist es, dass die Karten in einer schwarz-weiß Version ebenfalls auf der CD zu finden sind, für den Fall dass Karten verschwinden oder kaputt gehen. Blanko-Karten als Word-Datei ermöglichen dem Lehrer für SuS individuelle Abfolge von Aufgaben zu gestalten. Im Finken-Mini-Büchlein werden alle bearbeiteten Aufgabenkarten markiert, welches somit als eine Art „Laufzettel“ fungiert.

Ebenfalls toll ist, dass die Rechentaschen auch zusätzlich käuflich erworben werden können. Je 2 Rechentaschen in grün, rot, blau für 6.90 Euro.

Finken-Trainer  Kopfrechnen 2

Dieses Konzept ist sehr raffiniert ausdifferenziert worden, ist leicht anwendbar und lässt sich in vielfältigen Form in die Unterrichtspraxis integrieren.

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Nina Wilkening – 80 schnelle Spiele für die DaZ- und Sprachförderung

80 schnelle Spiele für die DaZ- und Sprachförderung

Die Spielideen von Nina Wilkening eignen sich für Kinder mit keinen bis wenig Deutschkenntnissen, als auch für Kinder, die bereits über gute Deutschkenntnisse verfügen und ihren Wortschatz ausbauen sollen. Die Spiele sind, dank der Kopiervorlagen (editierbar auf der mitgelieferten CD-ROM), ohne großen Aufwand umsetzbar. Durch die spielerischen Elemente ist die Motivation seitens der Kinder sicher. Die vielfältigen Übungsformate eignen sich für den Einstieg, als Energizer für Zwischendurch oder auch als Abschluss der Stunde. Sie können im Plenum, in der Kleingruppe oder mit einem Partner gespielt werden. Viele Spiele können mit Kindern ab der ersten Klasse, also auch als Nichtleser bzw. Erstleser, gespielt werden. Einige Spiele verzichten gänzlich auf das Schriftbild, oder enthalten lediglich einzelne Silben.

Das Buch gliedert sich in drei Teile: Spielvorschläge, die auf bestimmte inhaltliche Themen fokussieren (Adjektive, Verben, Nomen), Spielvorschläge, die sich nicht auf einen bestimmten sprachlichen Inhalt beschränken (Wettspiele, Wortschatzerweiterung) und schließlich folgen die Materialien als Kopiervorlagen.

Dieses Buch entfernt sich von der stark zu kritisierenden „Arbeitsblatt-Didaktik“. Hier sollen Kinder in ihrem spielerischen Trieb abgeholt, selbst aktiv werden und sich mit Inhalten handelnd auseinander setzen. Durch die positiven Emotionen, die mit den Übungsformaten verbunden werden, steigert auch die Behaltensleistung.

Einige Spielformate sind bereits bekannt, wurden jedoch für bestimmte Kompetenzen umgewälzt und kommen daher in einem neuen Gewand daher. Zu jedem Spiel wird die geschätzte Dauer, Alter, Gruppengröße und das Material angegeben. Die Darstellung der einzelnen Spiele ist übersichtlich und die Varianten und Ziele erweisen sich als sinnvolle Ergänzungen. Leider ist das Buch nicht im A4-Format gedruckt worden, sodass die vorhandenen Kopiervorlagen mit einem Faktor von 122% hochkopiert oder von der CD gleich in der passenden Größe ausgedruckt werden müssen. Das ist etwas umständlich.
Mit wenigen Ausnahmen sind die Vorlagen zu sämtlichen Spielen als Blanko-Vorlage (Doc-Dokument) individuell an die Bedürfnisse der SuS anpassbar. Das ist ein großer Pluspunkt und eine beträchtliche Arbeitserleichterung. Das Spiel „Ja, bitte – Nein, danke“ zur situationsangemessenen Anwendung der Floskeln, konnte ich bereits mit großem Erfolg umsetzten. Die Kinder hatten sichtlich Spaß die verrückten Fragen zu beantworten und haben ganz nebenbei sich die Höflichkeitsformen angeeignet.

80 schnelle Spiele für die die DaZ- und Sprachförderung

Abwechslungsreiche Übungsformate + handelndes Lernen mit Spaß = hohe Behaltensleistung

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Anja Boretzki – Mir hat gut gefallen, dass …

Mir hat gut gefallen, dass ... Reflexionskarten

Der Verlag an der Ruhr bietet eine Sammlung an 88 Impulskarten in der Größe DIN-A4 für gezielte und begründete Reflexionen an. Die Karten sind allesamt farbig gestaltet und mit einer großen und gut sichtbaren Schrift versehen. Zur besseren Übersicht wurden die Reflexionskarten in folgende  sechs Themenfelder zusammengefasst:

  1. Reflexionen von Präsentationen
  2. Reflexionen von Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit
  3. Tages- und Wochenreflexionen, Gesprächsanlässe für den Erzählkreis, Blitzlicht
  4. Zu sozialen Anlässen (warme Dusche)
  5. Themeneinstieg
  6. Themenabschluss

Jede Impulskarte ist durchnummeriert, um das Wiederfinden zu erleichtern. Da viele Karten für mehrere Bereiche gleichzeitig einsetzbar sind, wurde in einer gesonderten Tabelle jede Impulskarte mit einem farbigen Symbol markiert, welches die Bandbreite des möglichen Einsatzes darstellt.

Ergänzend zu den Karten finden sich 14 Symbole und Bilder, die zu Reflexionslandschaften umgestaltet werden können. Eine sich von sonnig zu regnerisch verändernde Wetterdarstellung kann zur visuell unterstützenden Reflexion von Gruppenarbeit herangezogen werden. Die leuchtende Glühbirne eignet sich sehr gut als grundsätzliches Symbol für die Unterrichtsphase „Reflexion“ bei der Tagestransparenz.

Bisher habe ich mir meine Reflexionskarten mühsam selbst zusammengestellt und farbig ausgedruckt. Oft habe ich eine Abwechslung in der Fragestellung bzw. der zu ergänzenden Anfangssätze vermisst. Diese Sammlung kommt sehr erfrischend und inspirierend daher. Die Satzanfänge sind durchweg in Sprechblasen gefasst, klar illustriert und ansprechend gestaltet.

Besonders praktisch ist die Übersicht mit allen Impulsen, die stets das Nachdenken anregen und auf das begründete Argumentieren fokussieren (was ich besonders schätze). Damit erspart man sich auch das stetige Nachfragen nach dem „Warum“. Das Reflektieren und Begründen will eben erst gelernt werden.

Um einen kleinen Einblick zu bekommen, wie die Karten aufgebaut sind, einige Beispiele:

Für das nächste Mal nehmen ich mir vor …
Bei meiner Arbeit hat mir geholfen, dass …
Schwierig fand ich … , weil …
Mehr wissen möchte ich über …

Mir hat gut gefallen, dass...

Mit 88 Karten ist dies eine stolze Sammlung und eine sehr hilfreiche Organisationshilfe. Die Anschaffung für den Preis lohnt sich allemal.

„Mir hat gut gefallen, dass …“: 88 Impulskarten für gezielte und begründete Reflexionen

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Manfred Kiesel – Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 1./ 2. Klasse

Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 1./ 2. Klasse

Während das Basiswerk die grundlegenden Strukturen und praktischen Hinweise eines modernen Kunstunterrichts vermittelt hat, konzentriert sich der vorliegende Praxisband für die Schuleingangsphase auf die Darstellung exemplarischer Unterrichtsstunden und -einheiten.

Alle Unterrichtseinheiten wurden nach den vier Arbeitsbereichen (Zeichen und Grafik, Farbe und Malerei, Formen und Bauen, Spiel und Aktion) sortiert und unter folgenden Übersichtspunkten zusammengefasst:

  • Thema und Vorbereitung
  • Kompetenzen
  • Benötigtes Material
  • Unterrichtsverlauf
    • Wahrnehmen und Besprechen
    • Gestalten
    • Präsentieren und Reflektieren
  • Reflexionsfragen
  • Schülerarbeiten

Ein Jahresplan für Klasse 1 und 2 rundet das Angebot ab und stellt eine beispielhafte Sortierung der hier vorgeschlagenen Themen in  aufeinander aufbauenden Zeitfenstern dar. In der Schuleingangsphase sollen vordergründig die unterschiedliche Techniken angebahnt und die ansatzweise Entwicklung einer „Fachsprache“ forciert werden. Diese beiden Ziele ziehen sich durch das ganze Werk und finden sich auch in der sehr gelungenen Reflexionssammlung wieder.

Sehr positiv bewerte ich, besonders für Fachfremde, die Bandbreite der dargestellten Gestaltungstechniken. Die Schneide-, Klebe-, Druck- und  Reißtechnik wird genauso aufgegriffen, wie Collagen oder Zufallstechniken. Für alte Hasen ist es wahrscheinlich nichts Neues, für Anfänger ist es jedoch sehr hilfreich eine solche Übersicht zu haben. Leider ist der eh schon vernachlässigte Arbeitsbereich „Spiel und Aktion“ etwas kurz geraten. Besonders hier hätte ich mir mehr kreative Vorschläge gewünscht.

Die im Buch enthaltenen Abbildungen von Schülerarbeiten sind ebenfalls auf der mitgelieferten CD abgedruckt und können je nach Bedarf auch im Unterricht  eingesetzt werden. Im Buch wird hin und wieder ein Werk eines Künstlers erwähnt, welches sich gut als Betrachtungsbeispiel eignet. Es wäre schön diese Werke ebenfalls auf der CD vorzufinden.

Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 1./ 2. Klasse

Dieser Praxisband bietet eine übersichtliche Darstellung vollständig ausgearbeiteter Unterrichtsreihen für direkten Unterrichtseinsatz. Praxisnahe Fortbildung in Eigeninitiative!

Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 1./ 2. Klasse

(beim Auer Verlag inkl. Inhaltsverzeichnis, Musterseiten und der Möglichkeit im Buch zu blättern.)

Manfred Kiesel – Kunst fachfremd unterrichten: Die Basis 1. – 4. Klasse

Kunst fachfremd unterrichten - Die Basis

Dieses Buch richtet sich an Grundschullehrkräfte, die das Fach Kunst nicht studiert haben, es aber gerne unterrichten möchten oder durch schulorganisatorische Umstände unterrichten müssen: kurz an Fachfremde. Im Basisband werden die grundlegenden Aspekte eines bildenden Kunstunterricht aufgegriffen und vorgestellt.

Neben der Darstellung  der unterschiedlichen Unterrichtsformen und des nötigen Handwerkszeugs, wird die Bedeutung der Organisation von Diensten hervorgehoben. Des Weiteren werden die folgenden vier Arbeitsbereiche eingehender betrachtet: Zeichnen und Grafik, Farbe und Malerei, Objekt und Raum, Spiel und Aktion. Zu all diesen Arbeitsbereichen werden die Zielsetzungen erläutert und gezeigt, dass im Kunstunterricht neben gestalterischen Aufgaben auch das Gespräch unter- und miteinander besonders wichtig ist. Dazu gehört die Artikulation der eigenen Wahrnehmung und der Bildbetrachtung. Besonders hilfreich ist hierbei die im Band enthaltene Sammlung der methodischen Zugänge zu Werkbetrachtungen. Wie gestalte ich die Präsentation von Kunstwerken besonders motivierend? Wie wecke ich Neugierde und Fantasie? Welche hilfreichen Stützen kann ich als Lehrkraft den SuS anbieten?

Auch die vorhandenen Leitfragen und Impulse für Zwischenbesprechungen und Schlussreflexionen sind wertvoll und zeigen, dass den vorab mit den SuS gemeinsam aufgestellten Kriterien ein großes Gewicht für den Gestaltungsprozess zukommt. Diese Kriterien fungieren schließlich auch als wichtige Hilfen bei der Benotung von Schülerarbeiten. Exemplarisch werden einige Kriterien, die bei der Benotung im Kunstunterricht eine wichtige Rolle spielen, herausgestellt.

Besonders schön finde ich die Einbindung von zahlreichen Schülerarbeiten zu unterschiedlichen Themen. Jede Seite wird von umfangreichen, bunten Fotografien begleitet und verdeutlicht somit auch Fachfremden wie die im Text erwähnten Techniken künstlerisch von den Kindern umgesetzt werden können.

Für mich hat sich nach der Lektüre dieses Basiswerkes der dunkle Wald eines für mich neuen Faches, was ich übrigens auch erst seit Kurzem unterrichte, ein bisschen gelichtet. Viele Fragen wurden mir beantwortet und ich kann einiges an Handwerkszeug mit in die Unterrichtspraxis nehmen. Von meinem Repertoire an methodischen Zugängen zur Werkbetrachtung sind meine studierten Kunstfachkräfte übrigens ebenfalls sehr angetan 🙂

Jetzt benötige ich noch einige inspirierende Unterrichtsreihen zu den verschiedenen Arbeitsbereichen. Aber dazu später mehr!

Kunst fachfremd unterrichten - Die Basis

Ein Basisband zur eigenen Fortbildung mit hilfreichen unterrichtspraktischen Tipps.

Kunst fachfremd unterrichten: Die Basis 1. – 4. Klasse

(beim Auer Verlag inkl. Musterseiten, Inhaltsverzeichnis und der Möglichkeit im Buch zu blättern)

80 Bild-Impulse als Erzähl- und Schreibanlässe

80 Bild-Impulse

Die 80 Impulskarten sollen durch ihre dargestellten Reize Kinder zum Nachdenken, Träumen und Fantasieren einladen. Sie können als Ausgangspunkt für freies und kreatives Schreiben dienen oder auch als Impuls für das Erzählen und Philosophieren genutzt werden. Die Karten sind nach folgenden Themen geordnet und durchnummeriert worden: „Es war einmal …“,  „Ritter und Dinosaurier“, „Piraten“, „Weltall“, „Magisch, mystisch, gruselig“, „Fremde Länder“, „Kurioses“, „Sport“, „Tierisches“, „Unterwasserwelt“, „Aus dem Alltag“.

Den Bildkarten liegt ebenfalls eine Übersicht bei, die alle Bilder im Kleinformat, für eine leichte und schnelle Handhabung,  darstellt. Die kleinen Bilder dürfen auch als Kopie in das Tagebuch, passend zu der dazu ausgedachten Geschichte, ausgeschnitten und geklebt werden. Auf der Rückseite jeder Karte sind durchschnittlich drei Fragen zum gewählten Bild festgehalten. Sie sollen das Hineindenken anregen und zum „Weiterspinnen“ motivieren.

Die Bandbreite der ausgewählten Motive beinhaltet meistens Fotografien, aber auch einige wenige Comic-Bilder und  fantastisch angehauchte Darstellungen. Hier hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht und eventuell die Einbindung von Zeichnungen oder Wimmelbildern. Nichtsdestotrotz sind die gewählten Motive so offen oder auch verwunderlich und skurril, dass man sich dazu Gedanken machen muss. Sie lenken definitiv die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich.

Besonders schön sind die offenen Fragen auf der Rückseite jedes Bildes. Man kennt das ja oft, dass Kinder sich zwar ein Bild aussuchen,  aber trotzdem nicht zum Schreiben kommen. Diese Gedankenanstöße können bei manchen Kindern Wunder bewirken. Ob als Schreibimpuls in der Freiarbeitsecke, zur Anregung einer Motivverfremdung im Kunstunterricht, stummer Impuls als Einstieg in ein neues Thema, als Bündelung von spontanen Gedanken innerhalb einer Bildergalerie, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Um die Haltbarkeit der Bildkarten zu erhöhen, sollten sie auf jeden Fall laminiert werden, da sie doch ziemlich dünn sind und schnell abgegriffen aussehen können.

Tipp an die Eltern: Lassen Sie Ihr Kind ruhig zu einem beliebig ausgewählten Bild eine Geschichte erfinden. Stellen Sie als Hilfestellung alle möglichen W-Fragen, um die inhaltliche Basis weiter auszubauen. Diese Fertigkeit kann schon sehr früh trainiert werden und macht die Kleinen zu großen Geschichtenerzählern! 😉

80 Bildimpulse als Erzähl- und Schreibanlass

– Da stimmt doch was nicht? Was fällt dir auf?

– Wie werden die anderen Kamele auf dieses gestreifte Kamel reagieren? Wird es eher etwas Besonderes sein oder eher etwas so Außergewöhnliches, dass die anderen Kamele es ausgrenzen werden?

– Wie werden die Zebras reagieren, wenn sie diesem gestreiften Kamel begegnen?

Bildkarten mit außergewöhnlichen und interessanten Fotografien, die zum Nachdenken anregen, motivierende Fragen zu jedem Bild beinhalten und vielfältig im Unterricht eingesetzt werden können.

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Susanne Kortmann – Rechtschreibprofi (aktiv)

Rechtschreibprofi - aktiv

Der Finken Verlag hat sein Angebot an den hilfreichen Lernbegleitern mit der einfachen Klapptechnik erweitert. Neben dem Sprachgestalter und dem Schreibprofi, bietet nun der Rechtschreibprofi ein kompaktes Nachschlagewerk, Wortlisten und Übungsmöglichkeiten, mit dem Ziel die SuS die Rechtschreibung erschließen zu lassen und ihnen dadurch mehr Sicherheit zu geben.

Der Aufbau der 28 Doppelseiten orientiert sich an den sieben Rechtschreibstrategien, die jeweils mit einem Symbol versehen und farblich unterschiedlich gekennzeichnet wurden. Der Einsatz mit den folgenden zentralen Rechtschreibkategorien, wird ab der dritten Klasse empfohlen:

  • Hören und schreiben
  • Wörter verlängern
  • Verwandte Wörter finden
  • Rechtschreibung bei kurzen und langen Vokalen beachten
  • Wortbausteine als Rechtschreibhilfe nutzen
  • Sich Merkwörter einprägen
  • Besondere Regeln lernen

Zu jeder Strategie gibt es nicht nur eine Erklärung, sondern auch Beispiele, die das Rechtschreibphänomen verdeutlichen. Die Wortschatzlisten dienen dem exemplarischen Lernen, der selbstständigen Erschließung und fördern  die Übertragung des Gelernten auf neues Wortmaterial.

Die Klapptechnik hat sich bewährt und verschafft den SuS eine schnelle Übersicht über das für sie persönlich zu vertiefende Rechtschreibphänomen. Nach einer kleinschrittigen Einführung in die Arbeit mit dem Rechtschreibprofi, in der sie den Aufbau erkunden und das Orientieren lernen, lässt sich dieses Nachschlagewerk wunderbar in Schreibkonferenzen einsetzen. Der Umgang muss jedoch für alle SuS klar sein. Erst dann können sie bei Unsicherheit selbst nachschlagen und ganz selbstständig ihre Texte korrigieren. Bei Korrektur von Schülertexten kann aber auch die Lehrkraft auf ein bestimmtes Rechtschreibphänomen oder sogar Seite verweisen und den Schüler selbst die richtige Schreibung entdecken lassen.

Dazu eignen sich auch die zusätzlichen Kopiervorlagen mit Übungen zum Rechtschreibprofi – Rechtschreibprofi aktiv. Um den Rechtschreibprofi schnell und effektiv nutzen zu können, werden hier  Aufgaben zur vertiefenden Beschäftigung bereitgestellt, sodass die SuS ganz individuell, entsprechend ihres Lernstandes und momentanen Übungsschwerpunkts, bestimmte Strategien und Merksätze vertiefen können.

Im Elternhaus ist dieser Lernbegleiter bei der Erledigung von Hausaufgaben ebenfalls sehr wertvoll. Hier haben die Kinder eventuell sogar mehr Zeit, um sich mit bestimmten Strategien vertiefender auseinanderzusetzen.

Besonders gelungen finde ich die Bündelung der Rechtschreibstrategien nach Kategorien. Es steckt ein System dahiner und die SuS bekommen den Eindruck, dass die Rechtschreibung geordnet und überschaubar ist. Die Symbole könnten bereits bei der Einführung und Erarbeitung der Rechtschreibphänomene verwendet werden. (Die Übersicht der Strategien könnte man vielleicht auch in laminierter Form und im Kleinformat für die Hand der SuS bereitstellen, um es anschließend im Federmäppchen zum schnellen Nachschlagen zu verstauen.)

Rechtschreibprofi - aktiv

Durch die sehr gute Übersichtlichkeit und leichte Handhabung des Rechtschreibprofis, ist das ein sehr durchdachtes Nachschlagewerk!

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Ludwig Waas, Barbara Ertelt und Marion Waszak – Englisch üben an der Stationentheke

Englisch üben an der Stationentheke


Die Stationenarbeit ermöglicht den SuS nach ihrem ganz eigenen Lerntempo den Lerninhalt zu wiederholen und zu festigen. Nach individuellem Lernbedarf zu arbeiten ist nicht nur am effektivsten, sondern macht auch Spaß und deshalb erfreut sich das Stationenlernen bei den Kindern erfahrungsgemäß großer Beliebtheit.

Dieser Band umfasst 10 unterschiedliche Themen des Englischunterrichts der 4. Klasse, die alle im Lehrplan Erwähnung finden:

Parts of the body                              My day
Numbers and time                           Feelings
Rooms and furniture                      Hobbies and sports
Christmas                                            Adjectives
At the zoo                                            New York

Die Aufgaben sind so konzipiert, dass sie ohne das Eingreifen der Lehrkraft von den SuS eigenständig gelöst werden können. Durch die beigelegten Lösungskarten können die Kinder selbstständig ihre Ergebnisse kontrollieren und verbessern. Zu jedem Thema wird eine Zusatzaufgabe angeboten, die stets die kommunikativen Fähigkeiten der SuS forcieren soll. In Kleingruppen oder mit einem Partner soll ein Personenrätsel gestellt, ein Dialog mit dem Weihnachtsmann nachgespielt oder auch ein Spiel mit einem großen Sprechanteil gespielt werden. Die Aufgaben aller anderen Stationen sollen „ruhig und in konzentrierter Einzelarbeit“ gelöst werden (S.5).

Auf den Stationenkarten findet man oft lediglich die Aufgabenstellung. Das Ergebnis soll auf der rally card, bzw. dem Laufzettel eingetragen werden.  Die Aufgabenstellung erfolgt stets auf Deutsch. Zu jeder Station listet eine Übersicht den zu übenden Wortschatz und Redemittel auf.

Ich bin auf diesen Band durch einen Beitrag in einer Fachzeitschrift aufmerksam geworden. Es wurde viel zum theoretischen Hintergrund von Stationenarbeit aus dem erst dieses Jahr veröffentlichten Buch zitiert. Besonders sinnvoll und auch notwendig für die Stationenarbeit ist die vorherige Besprechung und gemeinsame Festlegung der Regeln, die hier sehr gut beispielhaft zusammengestellt wurden. Auch die Satzanfänge als Vorschläge zur anschließenden Reflexion und der Gelegenheit zum Austausch sind durchdacht und sinnhaltig.

Diese Stationentheke legt den Fokus hauptsächlich auf Leseverstehen und Schreiben. Die Zusatzaufgaben, die von den SuS freiwillig bearbeitet werden können, heben das sprachliche Handeln und das Hörverstehen in der Fremdsprache hervor. Im Buch wird öfter darauf hingewiesen, dass während der Stationenarbeit „größtmögliche Stille“ herrschen soll (S. 7). Das verwundert mich sehr. In meinem Referendariat wurde großer Wert auf den kommunikativen Aspekt gelegt, denn es hieß stets, dass man als Englischlehrer an dem Sprechanteil seiner SuS gemessen wird. Deshalb hätte ich mir  mehr von diesen „Zusatzaufgaben“ gewünscht, denn die vorgeschlagenen Spiele und Dialoge sind wohlüberlegt. Nichtsdestotrotz brauchen manche SuS, vor allem visuelle Lerntypen, Zeit um die neuerworbenen Redemittel zu verinnerlichen und abzuspeichern, indem sie es in unterschiedlichen Kontexten anwenden.

Zusätzlich hätte ich mir gewünscht die Aufgabenstellungen auf Englisch vorzufinden, vielleicht als eine Ergänzung auf der CD zur Differenzierung. Vor allem in der 4. Klasse sind viele Kinder bereits mit den englischen Aufgabenstellungen so vertraut, dass sie sich zutrauen die Aufgabenstellung aus dem Kontext oder durch einen Beispielsatz selbst zu erschließen.

Die Einbindung des Themas „adjectives“ bewerte ich sehr positiv, weil immer noch in vielen Lehrwerken Verben und Adjektive vernachlässigt werden. Die Aufgaben an sich sind variantenreich, oft auch gut ausgetüftelt und bringen die Kinder auch manchmal zum Knobeln.

Englisch üben an der Stationentheke

Sinnvolle Stationentheke-Aufgaben zu den Schwerpunkten „Leseverstehen“ und „Schreiben“.

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Lucy Cousins – I’m the Best

I'm the Best

Die Hauptfigur, ein Hund, hat viele Freunde, darunter eine Gans, einen Esel, einen Maulwurf und einen Marienkäfer. Doch der Hund meint immerzu er sei der Beste in allem.

I can run much faster than mole. I win. I’m the best.

I can swim much better than donkey. I win. I’m the best.

I can dig much better than ladybug. I win. I’m the best.

Durchweg vergleicht sich der Hund in für die Tiere untypischen Aktivitäten und stellt sich in der Tat als der Bessere heraus. Als die Freunde sich ganz elend und traurig fühlen, beschließen sie den Hund mit „ihren“ Talenten zu schlagen. Und so kommt auch der Hund schließlich zu der Erkenntnis: „Oh dear. I’m not the best at anything. I’m a silly show-off.“

Nachdem er sich für sein angeberisches Verhalten entschuldigt hat, wissen die Freunde wie sie ihn zu guter Letzt aufheitern können: „Yor are the best at being our best friend.“

Was kannst du besonders gut? Das Entdecken eigener besonderer Fähigkeiten und Talente ist ein wichtiges Thema in der kindlichen Entwicklung. Lucy Cousins nähert sich diesem Thema mit einem Augenzwinkern.

Die Wasserfarben-Illustrationen lenken von der ersten Seite an die Aufmerksamkeit auf sich. Die Moral der Geschichte wird dem Hund von seinen Freunden gespiegelt. Hier kann man die Kinder auch sehr schön einbinden und vermuten lassen, was seine Freunde wohl besser können als der Hund. Wer von seinen Freunden könnte besser als der Hund in der Erde graben? Wer fliegt oder schwimmt schneller?
Das Fehlverhalten des Hundes seinen Freunden gegenüber ist ein guter Aufhänger für eine Diskussion zu den Stichworten „Angeberei“, „Überheblichkeit“, „Hochmut“, „Wettbewerb“. Ich bin sicher, dass Kinder einige sinnvollere Alternativen des Verhaltens im Wettbewerb benennen könnten. Auch das Nachstellen (inkl. der Gefühle anhand der Mimik und Gestik) der beteiligten Figuren als Standbild wäre eine sinnvolle anschließende Aufgabe.

Aufgrund der immer gleichen Satzstruktur und sich wechselnden Verben, könnte dieses Bilderbuch im Themenbereich „hobbies and sports“ im Englischunterricht der Grundschule eingebunden werden. Auch die Vergleichsstruktur „…much better  than…“) wird sich durch die häufige Verwendung sicherlich schnell einbrennen, ohne es thematisieren zu müssen.

I'm the best

Material

Ein Arbeitsblatt zur Festigung der Verben und einer sinnvollen Zuordnung der Tiernamen. Ein weiteres Arbeitsblatt ist angehängt, auf dem die Kinder ihre besondere Fähigkeit in Schriftform oder auch als Bild festhalten können.

Viel Spaß damit!

ABs_I'm the best

(zum Download bitte auf das Bild klicken)

Ein farbenfrohes Bilderbuch mit einer Moral, die der Hauptfigur gespiegelt wird und so glücklicherweise keinen Gebrauch vom erhobenen Zeigefinger macht.

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Nancy Coffelt – Big, bigger, biggest

Big, bigger, biggest

In welcher Reihenfolge könnten die folgenden Tiere aufgestellt werden: Wal, Dinosaurier, Nilpferd? Vielleicht der Größe nach? Wie sieht das Verhältnis zwischen den Tieren aus? Welches Adjektiv würde das jeweilige Tier bekommen? Big – bigger –  biggest oder doch gigantic, immense oder enormous?

Dieses unverschnörkelte Bilderbuch thematisiert in eindeutigen und farbigen Illustrationen die Adjektive für unterschiedlichste Tiere. Dabei wird nicht nur die Steigerung, sondern auch Synonyme und Antonyme zum Thema gemacht.

Der Aufbau des Buches ist denkbar einfach und doch effektvoll. Nach der gleichen Struktur werden Tiere vorgestellt, die für sich ein bestimmtes Adjektiv beanspruchen. Hier kann nun überlegt werden, welche Tiere sich mit einer Steigerung anschließen könnten. Sicherlich werden die meisten Kinder von sich aus die immer gleichen Wortendungen der regelmäßigen Vergleichsstufen englischer Adjektive entdecken:

I’m slow.
I’m slower.
I’m slowest.!

Für den frühen Englischunterricht würde es sicherlich ausreichen die Adjektivsteigerung (Positiv, Komparativ, Superlativ) mithilfe der Bilder den Kindern vor Augen zu führen. Die Wortschatzerweiterung ist hinsichtlich der Synonyme für native-speaker sicherlich sehr hilfreich, auch weil viele Adjektive sehr „adventurous“ und außergewöhnlich sind.

Big, bigger, biggest

Material

Anknüpfend an die Auswahl der Tiere im Buch, habe ich ein kleines Dominospiel entworfen:

Domino_Vergleichsstufen Adjektive

zum Download bitte auf das Bild klicken

Visuelle Verdeutlichung der englischen Adjektivsteigerung, die zum Entdecken der regelmäßigen Struktur anregt.

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