Stammkunde bei zeilenreich

 

Bei uns in der Stadt wurde die Weltbild-Filiale in Zeilenreich umbenannt, obwohl es weiterhin der Bertelsmann Gruppe angehört. Gewöhnlich habe ich jegliche „Clubs“ gemieden, denn die kleine Buchhandlung nebenan, die sich ausschließlich auf Kinderbücher spezialisiert hat, schien für mich mehr Charme zu haben.

Da ich im Jahr weit mehr als zwei Bücher kaufe, könnte sich allerdings die Anmeldung als Stammkundin bei zeilenreich lohnen. Denn Vorteilsausgaben können bis zu 25% günstiger erworben werden. Allerdings ist da natürlich die Frage, welche Bücher in der Vorteilsausgabe erscheinen…

Die einzige Bedingung, um Stammkunde zu werden, ist zwei Artikel innerhalb eines Jahres zu kaufen. Es klingt doch schon sehr verlockend.

Hat von euch jemand  Erfahrung mit Bücher kaufen bei zeilenreich gemacht?

Mark Sperring und Günther Jakobs – Das Sonnenblumenschwert

Der kleine Ritter würde nur allzu gerne ein richtiger Ritter sein und gegen Drachen kämpfen. Dafür braucht er natürlich ein richtiges Schwert. Aber seine Mutter erlaubt es nicht. Statt einem richtigen Schwert schenkt sie ihm eine Sonnenblume. Mit dieser Blume, die er so schwingt wie ein richtiges Schwert, macht er sich auf den Weg zum Drachenberg. Oben angekommen trifft er tatsächlich einen gefährlichen und kampfbereiten Drachen. Von der Sonnenblume ganz überrascht und gerührt, nimmt die Geschichte eine erfreuliche Wendung …

Das herzerwärmende Bilderbuch richtet den Blick auf einen zunächst kampfverherrlichenden jungen Ritter, der jedoch bald erkennt, dass Freundschaft viel mehr zählt als Feindschaft. Dabei spielt die besorgte und fürsorgliche Mutter eine wichtige Rolle in seiner Wandlung. Sie erkennt die Nachteile der Kampfeslust und hat einen genialen Einfall, der den Jungen in die Arme eines Drachen treibt. Manchmal ist es wichtig einen ersten Schritt gegenüber seinen vermeintlichen Feinden zu machen. Oft entpuppen sie sich  als wertvolle Entwicklungshelfer.

Die Thematik und die sehr farbenfrohen Illustrationen sind ein Magnet für kleine Jungen. Dieses Buch war  in der freien Lesezeit im Dauerbetrieb 🙂

Ein Bilderbuch für kämpferische Jungen und friedliebende Mütter.

 


Der Klassiker zu Ostern – Häschenschule

Der Esslinger Verlag erfreut auch diesen Frühling die Herzen mit unterschiedlichen Artikeln zum Klassiker „Die Häschenschule“. Rund um das Thema Garten erscheinen einige Produkte im beliebten Häschenschule-Design, von denen ich euch drei gerne vorstellen möchte:

Die kleine Kräuterschule punktet bereits mit ihrem Hasen-Format. Hier stellt der Hasenlehrer und die Hasenmutter ihre Lieblingskräuter vor und damit verbunden die leckeren Rezepte oder auch  Tipps für Garten und Wohlbefinden.Von A wie Anis bis Z wie Zitronengras, es ist für jeden etwas dabei. Die Zubereitung einer Minzschokolade oder die Herstellung einer Ringelblumenhandcreme wird genauso zum Thema gemacht, wie die Darstellung der erstaunlichen Kräfte, die in manchen Kräutern stecken.

Ich bin ein Fan von nostalgischen Artikeln und war natürlich sehr erfreut die Metalldose mit einer Kräuterseife begutachten zu können. Mit der Bezeichnung „Gärtnerseife“ ist es besonders für Gärtnerfreunde als kleines Mitbringsel geeignet.

Um das Mitbringsel abzurunden und bei Ostereiern für etwas Abwechslung zu sorgen, können die Abziehbilder mit Häschenschule-Motiven als eine weitere Kleinigkeit eingepackt werden.

Wer noch weiter stöbern möchte, kann sich auf dieser Seite  nach weiteren Produkten zur Häschenschule umgucken.

Das wohl älteste Hasenbilderbuch hat bis heute nichts von seinem Charme verloren.

Rena Sack und Sabine Waldmann-Brun – Ostern in aller Welt

In 15 Geschichten wird den Kindern näher gebracht, wie die Kinder hier bei uns und in fremden Ländern das Osterfest feiern. In der Fränkischen Schweiz werden Osterbrunnen dekoriert, in Schweden das Geweih von einem Osterweiblein mit bunten Eiern geschmückt und in Großbritannien ganz traditionell Hot Cross Buns gebacken. Von Finnland, über Russland, bis hin zu Mexiko: Es sind viele Länder mit ihren typischen Gewohnheiten zur Osterzeit vertreten. Das Wiedererwachen der Natur spielt dabei in vielen Ländern ebenfalls eine Rolle  und wird mit einigen christlichen Bräuchen sogar vermischt dargestellt.

Jede Geschichte wird mit einer kurzen Zusammenfassung eingeleitet und erstreckt sich gewöhnlich über drei Seiten. Das Poster darf dabei täglich durch ein Bild, welches zu der jeweiligen Geschichte passt, ergänzt werden.

Nach dem großen Erfolg von Weihnachten in aller Welt erscheint nun von den gleichen Autoren ein Osterkalender mit 15 Geschichten und einem Poster.

Der Fokus liegt hier ebenfalls auf dem interkulturellen Lernen und zeigt den Kindern in kurzen Geschichten wie andere Kinder auf der ganzen Welt das Osterfest feiern. Viele Bräuche lassen einen in Verwunderung staunen oder belustigen einfach. Die Geschichten bauen nicht aufeinander auf, sondern sind in sich geschlossen.

Da die Geschichten relativ kurz sind, würden sie sich sehr gut zum Vorlesen in der Frühstückspause eignen. Außerdem ist es für die Kinder auch sehr schön zu sehen, wie die Bilder nach dem Ausschneiden und Aufkleben das Poster vervollständigen. Die Illustrationen empfand ich beim Vorgänger etwas gelungener, da hätte ich mir mehr liebevolle Details gewünscht.

Weshalb verteilen die Menschen in Äthiopien zu Ostern frisches Gras in den Häusern? Was ist eine Paska? Wie funktioniert das Ostereier-Spiel in Österreich? Aus welchem Land stammen goldene und silberne Ostereier? Womit werden die Palmen am Palmsonntag in Mexiko geschmückt? Und warum werden in Ungarn die Mädchen an Ostern mit Parfum und Wasser begossen? Ihr wisst es nicht? Alle Antworten sind in diesem Osterkalender zu finden 🙂 Da können auch die Erwachsenen einiges dazu lernen!

Eine wissenserweiternde Begleitung durch die Osterzeit für Kinder ab 8 Jahren!

 

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Renate Schupp und Stefan Horst – Die Rätsel-Bibel

Die Schöpfungsgeschichte, die Sintflut, die Zehn Gebote und viele andere Bibel-Geschichten werden in dieser Rätsel-Bibel thematisiert. Die insgesamt 19 Geschichten werden nach dem Alten und Neuen Testament aufgeteilt dargestellt.  Acht Geschichten beschäftigen sich mit dem Alten Testament und den bedeutendsten Bibelgeschichten.

Nach der jeweiligen Geschichte, die oft nicht länger als zwei Seiten ist, werden dem Leser vier Fragen zu dem entsprechenden Abschnitt gestellt. Es stehen jeweils drei Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Das Ergebnis kann mit Hilfe eines Lösungsfischs (siehe Bild unten) selbstständig von dern Kindern kontrolliert werden.

Für Kinder, die mehr Bibelgeschichten kennen lernen möchten und für diejenigen, die bereits einiges wissen und dieses Wissen testen oder auch festigen möchten, ist diese Rätselbibel eine wundervolle Möglichkeit. Die kurzen Texte sind leicht verständlich und werden durch sehr ansprechende Zeichnungen von Stefan Horst unterstützt. Der natürlichen Entdeckungsfreude von Kindern wird hier Rechnung getragen und die Motivation sich mit Bibelgeschichten zu beschäftigen gesteigert bzw. erst geweckt.

Die verdeckte Spiralbindung erweist sich als sehr praktisch und das spannende Lösungssystem zu den insgesamt 76 Rätselfragen ist animierend und erhält den Ansporn. Der rote Löungsfisch darf in einem kleinen Umschlag auf der Innenseite des Buches „zwischengeparkt“ werden. So verringert man die Wahrscheinlichkeit, dass es verloren geht.

Eine motivierende Beschäftigung mit den Bibelgeschichten.

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Irene Mohr – Mein großes buntes Bildwörterbuch

Eine süße, kleine Maus führt durch das großformatige und bunte Bildwörterbuch. Mal geht sie in der Badewanne tauchen, mal schläft sie gemütlich auf dem Sofa oder bewundert den großen Elefanten. Die Themenbereiche erstrecken sich über ein Doppelseite und behandeln die Thematik „Im Haus“, „Draußen“, „Tiere“, „Beim Einkaufen“, „Im Kinderzimmer“, „In der Küche“ und „Im Badezimmer“. In diesem Pappbilderbuch werden mehr als 200 Wörter bzw. Bilder präsentiert.

Dieses extragroße Bilderwörterbuch fördert die Sprachentwicklung bereits ab einem sehr frühen Alter. Der Grundwortschatz wird durch lebensnahe Themenbereiche erweitert und mit klaren und symphatischen Illustrationen untermalt. Unter dem jeweiligen Bild steht das passende Wort mit dem entsprechenden Begleiter. Damit lässt es sich auch wunderbar für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache einsetzen. Auch für den Sprachförderunterricht in der Schuleingangsphase kann es eine schöne Abwechslung zu tristen Arbeitsblättern sein.  Die Seiten sind sehr stabil und werden einige feste Kindergriffe problemlos aushalten können. Die Maus, die sich überall versteckt und zum Entdecken ermuntert, stellt eine schöne Identifikationsfigur dar, die sich jedoch nicht allzu sehr in den Vordergrund drängt und den eigentlichen Bildern viel Raum lässt.

Robust, eindeutige Illustrationen, lebensnahe Themen.

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Daniela Drescher – Merlind und die Walpurgisnacht

Merlind möchte mit ihrem Drachen zum Walpurgisfest aufbrechen, wäre da nicht die schwierige Kleiderwahl gewesen. Soll sie den grünen Hut nehmen? Oder doch lieber den violetten? Die Entscheidung fällt Merlind schwer und während Igor, ihr Hausdrache auf sie wartet, setzt er sich aus Versehen auf den Besen, der sie beide zum Fest fliegen sollte. Merlind versucht mit ihren Zauberkünsten den Besen heil zu zaubern. Wird die kleine Hexe es rechtzeitig schaffen oder wird das Fest ohne die beiden gefeiert werden müssen?

Die Thematik der misslungenen Zauber und der witzigen Zaubersprüche kennt man bereits aus einigen anderen Hexenbüchern. Die Resultate sind daher immer mit einem Schmunzeln verbunden. Die Geschichte stellt einen Folgeband dar und beginnt wenig spektakulär, denn Merlind tut sich mit Entscheidungen schwer. Nach einigen Fehlversuchen in der Zauberkunst, muss sich Merlind eingestehen, dass es mit dem Heilzaubern des Besens nichts mehr wird. Gut, dass man wenigstens Freunde hat, auf die man sich verlassen kann. Beim Fest angekommen, endet auch leider schon das Buch.
Zusammenfassend steht wohl die Freundschaft im Vordergrund und das Sich-verlassen-können auf sein enges Umfeld. Einen Knackpunkt stellt für mich der demotivierende Ausgang der Zauberversuche dar. Hier hätte ich mir zumindest einen Ausblick auf Verbesserung oder einen anderweitigen Lernzuwachs gewünscht. Auch die „Abenteuer“ sind leider etwas profan und enden bevor sie eigentlich begonnen haben.

Die Illustrationen sind sehr farbenfroh und detailliert. Der Anblick gefällt. Die Auswahl der Schrift und die Darstellung des gesamten Texts empfinde ich als etwas unpassend, ja sogar fast störrisch. Es ist wenig verspielt und recht „erwachsen anmutend“.

Das Bilderbuch hätte mehr Erlebnisse und wirkliche Abenteuer vertragen können.


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Carolyn & Chris Caldicott – Vintage Tea Party

Caroly und Chris Caldicott haben sich die klassische englische Tea Party zum Anlass genommen, um dazu all die typischen Leckereien, die zum Tee im Salon, im Garten, am Kamin oder im Kinderzimmer gereicht werden, zusammenzustellen. Auf den ersten gut 30 Seiten gehen die Autoren auf die britische Tradition näher ein und damit verbunden das verschnörkelte Geschirr, den nostalgischen Stil des Afternoon Teas und die Wahl des passenden Tees.

Den ersten Schwerpunkt der Rezepteliste bildet die Kategorie „Eingemachtes“. Ein Muss für alle Briten, denn schließlich ist das ein wichtiger Begleiter von den warmen Scones. Holunder-, Rosenblüten-, Himbeermarmelade finden ebenso Eingang wie der Lemon Curd. Unter der Überschrift „Tee im Salon“ verbergen sich exquisite Leckerbissen in mundgerechter Häppchengröße. Natürlich dürfen hier Sandwiches in jeglichen Variationen nicht fehlen, aber auch der typische Shortbread und weitere Küchlein können als Inspiration dienen. Es folgen Rezepte zu den Themen „High Tea“, „Tee im Garten“, „Tee am Kamin“ und „Tee im Kinderzimmer“. Ein aplhabetisches Rezeptregister bietet einen guten Überblick über die knapp 50 Rezepte.

Dieses besondere Buch der kreativen Küche, das nicht nur auf die Rezepte zur Tea Time fokussiert, sondern auch tatsächlich etwas von dem britischen  Lebensgefühl vermitteln möchte, lässt mich ganz nostalgisch werden. Schließlich habe ich auch eine zeitlang in England gelebt und die warmen Scones mit Marmelade einfach nur geliebt. Es ist die Kultur, diese kleinen Cafés mit ihren tollen verschnörkelten kleinen Tassen, diese Behaglichkeit, Eleganz  und Gemütlichkeit, die beim Betrachten der Fotos wieder in Erinnerung gerufen wird. Zwischen den Rezepten sind hin und wieder großformatige, zum Teil über eine Doppelseite gehende Fotos von der englischen Landschaft zu sehen. Es sind urige Cottages, aneinanderreihende fast gleich aussehende Reihenhäuser  oder einfach nur das Weite der grünen Wiese, die die Liebe der Autoren zu ihrer Heimat erahnen lassen.

Genauso liebevoll und verschnörkelt stellt sich die Gestaltung des Buches heraus. Die Rezepte sind in nostalgische Rahmen gefasst und gehen häufig auf die Tradition und den Ursprung des jeweiligen Rezeptes ein. Zu jedem Rezept ist ebenfalls ein schönes Foto zu finden, was ich persönlich in Koch- und Backbüchern sehr schätze.

Diese Mischung zwischen den Traditionen eines wundervollen Landes und der Rezepte finde ich sehr gelungen und hoffe irgendwann einmal dem „World Food Café“ der beiden Autoren einen Besuch abstatten zu können.

Für kulinarisch interessierte Reisende sicherlich interessant!

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Adolfo Serra – Rotkäppchen

Rotkäppchen macht sich auf den Weg durch den dunklen Wald zu ihrer Großmutter. Als Proviant hat sie ihr Kuchen und Wein eingepackt. Der Weg entpuppt sich jedoch so gefährlich und düster wie noch nie, denn ein böser Wolf ist hinter dem Mädchen her. Er hat sie fest im Blick, spürt sie auf, windet und dreht sich und versucht sie wie einen unschuldig, zartroten Schmetterling zu schnappen… wird sie ihm doch entfliehen können?

Ich musste diese Rezension meiner SUB-Liste vorziehen, weil es mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen hat und ich es alsbald vorstellen wollte. Ich habe mich in jede Seite dieses Bilderbuchs ohne Worte verliebt. Es erzählt das altbekannte Märchen in einer neuen Interpretation und auf eine wahrhaftig peotische Art und Weise. Adolfo Serra zieht eine Parallele vom Rotkäppchen zum roten Schmetterling, das unschuldig und leichtfüssig zur Großmutter unterwegs ist. Der Wolf  wird mit negativen Eigenschaften eindrucksvoll kontrastiert. Er lauert überall, symbolisiert durch den haarigen und struppigen Fellrücken, als Zahnstufen, die das Rotkäppchen erst erklimmen muss und letztlich auch als traumhafte Fata Morgana im Haar des Mädchens (s.Bild unten).

Die Perspektiven und Größenverhältnisse nehmen einen sofort ein. Die Illustrationen beschränken sich auf die drei Farben schwarz, weiß und rot. Es wirkt alles so rein, rätselhaft und einfach zauberhaft. Dieses Buch braucht keine Worte, weil die Bilder so unglaublich viel zu erzählen haben und vor allem Platz für Interpretationen lassen. Es konzentriert sich nicht lediglich auf Beschreibungen, sondern fordert in der Tat Deutungen der Bilder. Das ist für mich der Unterschied zwischen gewöhnlichen Bilderbüchern ohne Worte und großartigen, wie das vorliegende.

Natürlich hat das Buch ein Happy End und auf der letzten Seite schaut das Mädchen den Leser mit einem Blick an, als würde sie sich für diese wunderbare Reise in diese außergewöhnlich märchenhafte Welt bedanken wollen. Adolfo Serra, ich würde mich über ein Wiedersehen freuen und mich erneut in Ihren Illustrationen verlieren wollen!

Dieses Buch bleibt für ewig in meinem Bücherregal. Ich gebe es nie wieder her!

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Katie Cleminson – Otto, der Bücherbär

Otto ist kein normaler Bär, er ist ein Bücherbär und wohnt somit im Buch. Doch wenn niemand hinsieht, wird Otto lebendig und begibt sich regelmäßig auf Entdeckungsreisen. Als jedoch eines Tages seine Familie wegzieht und das Buch in Umzugskisten im leeren Haus stehen lässt, ist Otto zunächst sehr traurig und da er nicht alleine sein möchte, macht er sich einen Plan. Er packt seine Tasche und macht sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Doch das Leben in der Großstadt gefällt Otto so gar nicht, nun ja bis er … ein großes und helles Haus entdeckt …

In diesem Bilderbuch geht es um die Liebe zu Büchern. Aus der Sicht des Helden eines Bilderbuchs wird verdeutlicht, dass Bücher in der Tat ein Eigenleben führen können. Denn in ihnen stecken so viele spannende Geschichten und aufregende Figuren, dass sie zum Leben erweckt werden wollen. Diese Bücher möchten gelesen werden und kein trostloses Leben im Regal führen. Ganz auf der Fantasieebene von kleinen Kindern, spinnt die Autorin die Geschichte um Otto und lässt ihn nachts aus dem Buch herausschlüpfen, um die Welt zu erkunden. Beim Lesen werden die Charaktere im Kopf des Lesers lebendig und dieses Bilderbuch unterstreicht dieses Phänomen auf sehr kindgerechte Art und Weise.

Die Zeichnungen sind von sehr starken und dunklen Konturen geprägt, die Farben wurden eher dezent eingesetzt und bilden einen starken Kontrast zu den Umrandungen. Der Bücherbär wirkt dagegen von der ersten Sekunde an sehr symphatisch und äußerst freundlich. Besonders gut hat mir der Vergleich des Vorsatzpapiers am Anfang und am Ende des Buches gefallen. Am Anfang ist ein Bücherregal abgebildet, mit einer Vielzahl aneinander gereihten Büchern, am Ende sieht man die gleichen Bücher, jedoch diesmal mit all ihren lebendigen Helden, die um die Bücher platziert wurden und sich größtenteils ebenfalls der Beschäftigung des Lesens widmen.

Die gewichtige Botschaft ist daher: Bücher wollen gelesen werden, also nichts wie ran!

Ein Buch, das in keiner Bücherei fehlen darf.

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