Julia Kamps und Andrea Muschkowski – Der Sprache auf der Spur • individuell und kooperativ

Der Sprache auf der Spur - individuell und kooperativ

Die Grammatikkartei Der Sprache auf der Spur aus dem Finken-Verlag bietet ein Angebot zum handelnden Umgang mit der Sprache an. Die Karteikarten richten sie an Kinder ab dem 3. Schuljahr.

Konzept:
Die Kinder
gehen mit der Sprache zunächst intuitiv um, betrachten sie daraufhin bewusst und wenden sie spielerisch an. In den einzelnen Themenbereichen (Nomen/Substantive; Verben; Adjektive; Wortarten; Sätze; Satzglieder; Sprachspiele) soll das sprachliche Wissen durch individuelle und aber auch kooperative Entdeckungen erworben werden.

Inhalt:
Die Kartei setzt sich aus insgesamt 105 Aufgabenkarten zu den in den Bildungsstandards verankerten Lernbereichen „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ zusammen. Hier sind alle grammatischen Phänomene, die in der Grundschule behandelt werden, aufgeführt. Zu jeder Aufgabenkarte wird in einem Lösungsheft das richtige Ergebnis präsentiert. Das Begleitheft beinhaltet eine CD. Hier stehen dem Nutzer Selbsteinschätzungsbögen, ein Lerner-Mini mit der dazugehörigen Faltanleitung, Tippkarten und Placemat-Vorlagen im PDF-Format zum Ausdrucken bereit. Des Weiteren werden für die Schülerhand 3 Folientaschen mit den dazugehörigen Folienstiften geliefert.

Aufbau:
Der Aufbau der Karteikarten beachtet die aufeinanderfolgenden Bereiche „Wort, Satz, Text“, sodass die Schüler zunächst die Wortgrammatik in den Blick nehmen, bevor sich die Satzgrammatik anschließt. Durch die klare Ordnung haben Kinder die Möglichkeit sich individuell ein Phänomen auszusuchen und interessengeleitet daran zu arbeiten. Durch eine gezielte Selbstreflexion, dank der Selbsteinschätzungsbögen, setzen sich Kinder gezielt mit grammatischen Mustern und Strukturen auseinander. In vielen Aufgabenstellungen ist die kooperative Lernform eingeschlossen. In kleinen Lerngruppen kann somit ein Austausch über sprachliche Entdeckungen stattfinden. Die Arbeitsaufträge sind so gestaltet, dass sie im Heft oder aber auch mithilfe einer Folientasche direkt auf der Karte bearbeitet werden können.

Einsatz:
Die Aufgabenkarten können differenziert eingesetzt werden. Eine Möglichkeit ist, dass die Lehrkraft gemäß den unterschiedlichen Förderschwerpunkten, den Kindern eine festgelegte Reihenfolge und/ oder auch gezielte Karten empfiehlt. Eine zweite Möglichkeit ist, dass sich die Kinder nach eigenen Interessen die Karten aussuchen. Die Lehrkraft kann aber auch bestimmte Karten für den Einsatz im Förderunterricht auswählen.

Das Besondere an dieser Kartei ist die für den Finken-Verlag typische, sehr ansprechende Gestaltung des Unterrichtsmaterials. Auch hier sind die Karteikarten sehr übersichtlich, strukturiert, farblich sortiert zusammen gestellt, sodass die Kinder sich ohne viel Mühe zurecht finden können. Auch die bunten Zeichnungen sind sehr reizvoll and „catchy“. Zur Vertiefung der Thematik „Adjektive“ habe ich für den Förderunterricht eine Karteikarte herausgesucht, die sich auf die spielerische Anwendung der meist trockenen grammatischen Phänomene konzentriert. Es sollte ein Werbeplakat mit möglichst vielen Adjektiven gestaltet werden. Als Produktvorschlag wurde eine „Ferienverlängerungsmaschine“, ein „Hausaufgabenroboter“ und eine „Zimmeraufräummaschine“ präsentiert. Meine Schüler waren nach dieser zeichnerischen Darbietung „Feuer und Flamme“ und wollten natürlich ihre ganz eigene Version dieses Produkts entwickeln und integrierten so ganz nebenbei auf spielerische Art und Weise eine Unmenge an Adjektiven.

Grammatikkartei - Adjektive

Dieses Beispiel zeigt wie kindgerecht, motivierend und handlungsorientiert dieses Material ist. Des Weiteren sind die Tippkarten positiv hervorzuheben. Kategorisiert nach den jeweiligen Lernbereichen, können Kinder sich ganz selbstständig Tipps bei Unsicherheiten oder Fragen holen. Der Lernbereich „Sprachspiele“ wurde bisher mit sehr großer Beliebtheit bearbeitet. Die kooperativen Arbeitsaufträge kommen mir sehr entgegen, da ich im Förderunterricht nach dem Lerntandem-System arbeite, sodass lernschwächere und leistungsstärkere Kinder zusammen arbeiten und voneinander lernen können.

Es wäre wünschenswert die Selbsteinschätzungsbögen im Word-Format vorliegen zu haben, um noch nicht behandelte Punkte entfernen zu können und die Vorlage der Lerngruppe anzupassen. Ansonsten bin ich von der Grammatikkartei hellauf begeistert und freue mich auf viele weitere motivierende und entdeckende Aufgabenformate in Verbindung mit leuchtenden Kinderaugen!

Der Sprache auf der Spur

Eine lohnende Investition für alle, die den handelnden und entdeckenden Umgang mit dem Lernbereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ schätzen.

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Stefanie Scheid und Gabriele Schickel – Tiere in aller Welt

Tiere in aller Welt

Das Thema „Tiere“ und „Zoo“ stellt für Kinder im Grundschulalter immer einen Höhepunkt im Schulalltag dar. Tiere üben auf Kinder eine große Faszination aus und so bringen viele Kinder auch sehr viel Vorwissen zu diesem Themenbereich mit. Auf dieser Grundlage baut das dreifach differenzierte Themenheft aus dem BVK Verlag auf.  Mit diesem Heft erfahren SuS, auf welchen Kontinenten die Tiere beheimatet sind, wie ihr Lebensraum aussieht, wie sie jagen und sich ihrer Umgebung im Laufe der Zeit angepasst haben.

Aus dem Inhalt:

  • Europa (Wölfe, Wildschweine)
  • Afrika (Afrikanische Elefanten, Zebras)
  • Asien (Kamele)
  • Nordamerika (Bären)
  • Südamerika (Meerschweinchen)
  • Australien (Kängurus, Krokodile)
  • Antarktis (Pinguine)

Da jedes Thema in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen, erkennbar an der Anzahl der Tiersymbole oben rechts, aufbereitet ist,  eignet sich das Themenheft besonders für Inklusion und jahrgangsübergreifendes Arbeiten. Je nach Vorwissen und Leistungsstand erweitern Kinder ihr Wissen zum selben Themenbereich nach unterschiedlichen Anforderungen. Zum Thema „Elefanten“ konzentrieren sich die Lernangebote auf der leichten Schwierigkeitsstufe auf das bloße Wahrnehmen und Anmalen der Unterschiede in der äußerlichen Erscheinung von afrikanischen und asiatischen Elefanten. Auf der zweiten Schwierigkeitsstufe sollen die beiden Elefantenarten verglichen und die Unterschiede in einer Tabelle eingetragen werden. Die höchste Anforderungsstufe verlangt die richtige Beschriftung von Körperteilen, die aus einem Fließtext herausgefiltert werden muss (siehe Bild unten).

Alle Kinder können so zu einem Thema gemeinsam arbeiten, jedoch ihr Wissen auf individuellem Niveau erweitern. Im Abschlusskreis können die gewonnen Erkenntnisse so spannend diskutiert und an die Mitschüler weitergegeben werden.

Fächerübergreifende Angebote, wie z.B. das Basteln einer Bärenmaske, ein Experiment zur Fragestellung „Warum frieren Pinguine nicht?“ und zwei Lernzielkontrollen („Was hast du behalten?“) für eine 1. und 2. Klasse, runden das zusätzliche Angebot ab. Falls die Kopiervorlagen als eine Werkstatt aufbereitet werden sollen, stehen der Lehrkraft Blanko-Auftragskarten zur Verfügung. Besonders wohlüberlegt ist der Beurteilungsbogen zur individuellen Rückmeldung des Arbeitsverhaltens für die SuS. So lernen sie sich besser einzuschätzen und bekommen ein zeitnahes, kindgerechtes (Smiley-Format) Feedback.

Unbedingt hervorzuheben ist die Orientierung vieler Lernangebote am entdeckenden Lernen. Hier werden Fakten nicht einfach auf dem goldenen Teller präsentiert, stattdessen werden Kinder herausgefordert diese selbst zu entdecken, wie z.B. anhand eines Wimmelbildes (wo beide Elefantenarten abgebildet sind und durch Vergleichen die Unterschiede entdeckt werden sollen).

Tiere in aller Welt 1./2. Klasse

Lehrplangerecht, differenziert und sehr gut einsetzbar in offenen Unterrichtsformen.

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Christina Steurich – 20 x Musik für 45 Minuten – Klasse 1/2

20 x Musik in 45 Minuten

Das Buch „20 x Musik in 45 Minuten“ präsentiert fachfremden Lehrkräften und auch erfahrenen Musikfachlehrern 20 ausgearbeiteten Stunden mit Materialien und Musikstücken. Für die Autorin waren die Kriterien „dem Lehrplan entsprechend“, „einfach zu erarbeiten“ und „den Schülern viel Spaß bereiten“ besonders wichtig. Die vorgestellten Stunden können sowohl für Vertretungsunterricht als auch für zusammengefasste Unterrichtsreihen eingesetzt werden.

Das Buch ist so aufgebaut, dass zunächst eine kurze Inhaltsangabe vorangestellt ist. Hier werden die Kompetenzbereiche, die Materialliste und evtl. Vorbereitungen aufgelistet. Daraufhin folgt der Stundenverlauf, mit genauer Beschreibung des Einstiegs, des Hauptteils und der Reflexion. Am Ende jeder Stunde gibt es Differenzierungsvorschläge, die dazu genutzt werden können, eine Unterrichtsidee zu vertiefen.

Alle benötigten Kopiervorlagen sind  im Buch enthalten. Auf der mitgelieferten CD befinden sich sämtliche Musikstücke und Rhythmen.

Zur besseren Übersicht einige beispielhafte Stundenthemen:

  • Ein Zoo mit vielen Stimmen
  • Höhe und Tiefe
  • Un poquito cantas
  • Handtrommeln ausprobieren
  • Unsere Instrumente
  • Bilder und ihre Wirkungen

Mit der Überschrift „Ganz einfach Musik unterrichten!“ lockt dieses Buch alle fachfremd Unterrichtende, die sich oft nicht qualifiziert genug finden und in Vertretungsstunden lieber Deutsch oder Mathematik unterrichten. Ich gehöre ebenfalls zu dieser Fraktion und bin doch erstaunt über die hier vorgestellten 20 Stundenvorschläge. In der Tat traue ich mir das zu, was Frau Steurich hier für die Schuleingangsphase zusammengestellt hat.

Der Aufbau ist klar gegliedert und enthält übersichtliche Lehrerinfos. Die Arbeitsblätter sind nicht überladen und enthalten sehr ansprechende Illustrationen. Besonders schön finde ich die anfängliche Sensibilisierung für die Höhen und Tiefen in der Musik und damit verbunden das Spiel mit der Stimme. Die anschließenden Aktivitäten inkludieren oft Strukturen des offenen Unterrichts (viel PA und GA) und sehr schöne Reflexionsvorschläge. Auch die Einbindung der Erarbeitung von Regeln für eine Vorstellung, sind im Musikunterricht äußerst bedeutsam. Die Einheit zu Instrumenten, bei der die Kinder auch selbst erproben, lauschen und untersuchen dürfen, entspricht der kindlichen Lernfreude und erweitert ihr Wissen in Bezug auf Name, Material und Klang. Und falls es etwas ruhiger zugehen soll, dürfen Kinder zu einer Geschichte und der dazu passenden Musik malen und kriteriengeleitet über die Bilder anderer reflektieren.
Insgesamt bin ich von diesem Buch positiv überrascht. Es ist sinnvoll aufgebaut, durchdacht konzipiert und mit entsprechenden Kompetenzen untermauert. Zwei Stundenvorschläge habe ich bereits ausprobiert und freue mich auf die kommenden!

20 x Musik für 45 Minuten

Sehr empfehlenswert, besonders für Fachfremde!

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Manfred Kiesel – Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 3-4

KuKunst fachfremd unterrichten

Nach der Vorstellung des Basiswerkes und des Praxisbandes für die Schuleingangsphase, ist nun auch der Nachfolgeband für die Klassen 3 und 4 erschienen und wird ebenfalls genauer unter die Lupe genommen.

Während die Unterrichtseinheiten im Praxisband 1-2 nach  Arbeitsbereichen sortiert waren, erfolgt hier die Darstellung der exemplarischen Unterrichtsvorschläge themenorientiert. Zu den folgenden elf Themen werden fertige Stundenbilder präsentiert:

  • Schwarz auf Weiß – Weiß auf Schwarz
  • Frühling – Farbe in die Jahreszeiten bringen
  • Tiere in Kunst und Alltag
  • Miniprojekt „Schattenspiel“
  • Arbeiten mit Bildvorlagen
  • Arbeiten mit Tapetenkleister
  • Muster-Werkstatt
  • Miniprojekt „Tolly Typen tanzen“
  • Dreidimensionale Arbeiten mit unterschiedlichen Techniken
  • Grafische Techniken
  • Rund um das Feuer

Zu acht Themen werden unterschiedlich viele Vorschläge gemacht. Die Aufbereitung der jeweiligen Stundenbilder ist nach den bereits  bekannten Übersichtspunkten zusammengefasst: Thema und Vorbereitung; Kompetenzen; Benötigtes Material; Unterrichtsverlauf. Die Schülerarbeiten werden jeweils am Ende des Kapitels in einer Übersicht dargestellt. Hier würde sich die zusätzliche Seitenzahlangabe zum eigentlichen Beitrag als sehr hilfreich erweisen.

Im Anhang finden sich alle Kopiervorlagen und Jahrespläne für die Klassen 3 und 4.  Auf der mitgelieferten CD sind Kunstwerke, farbige Schülerarbeiten  und fachspezifische Anleitungen enthalten.

Wie bereits bei anderen Bändern, bewerte ich auch hier die Einbindung der sehr nützlichen Reflexionsfragen zu den jeweiligen Stundenbildern sehr positiv, genauso wie die authentischen Fotos von Schülerarbeiten, sodass man sich ein viel besseres Bild von den tatsächlichen Ergebnissen machen kann. Wer das Buch Kreativer Kunstunterricht in der Grundschule 3: Zwischenaufgaben (1. bis 4. Klasse) von Manfred Kiesel bereits kennt, wird einige bekannte Vorschläge auch in diesem Band wiederfinden. Insgesamt hätte ich mir eine breitgefächertere „Angebotspalette“, mit mehr zum Nachahmen anregenden und vor allem für die Klassen 3 und 4 mehr ausgeweiteten Unterrichtseinheiten gewünscht. Zusammenfassend muss man dennoch festhalten, dass das Buch für Fachfremde  eine große Hilfe für einen kompetenzorientierten Kunstunterricht mit kurzfristig umsetzbaren Unterrichtsvorschlägen darstellt.

Kunst fachfremd unterrichten

Übersichtliche Darstellung vollständig ausgearbeiteter Stundenbilder (inkl. Reflexionsfragen) für direkten Unterrichtseinsatz.

Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 3./ 4. Klasse

(beim Auer Verlag inkl. Inhaltsverzeichnis, Musterseiten und der Möglichkeit im Buch zu blättern.)

Karin Scheuermann und Meike Weiss – Finken-Trainer Kopfrechnen für die Klasse 2

Finken-Trainer Kopfrechnen 2

Nach dem Konzept „Übung macht den Meister“ hat der Finken-Verlag eine systematische Lernhilfe für die Schülerhand entwickelt, die den SuS  mehr Sicherheit im Kopfrechnen verleihen soll. Die Karten zeichnen sich durch eine klare Struktur aus, die keine überschweifenden Erklärungen bedürfen und vor allem vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten bieten.

Der „Finken-Trainer Kopfrechen“ für die Klasse 2 konzentriert sich auf den Zahlenraum bis 100. Es werden Additions- und Subtraktionsaufgaben mit und ohne Zehnerübergang angeboten, genauso wie Multiplikations- und Divisionsaufgaben beim Einmaleins. Neben dem Kopfrechnen werden Kinder in Konzentration und Ausdauer gefördert. Der Eifer wird durch eine einfache Selbstkontrolle, dank der Rechentaschen, gesteigert.  Und das ist auch der Glanzpunkt des Materials: Denn jede Aufgabe kann in drei Varianten gelöst werden. Die grüne Tasche ist die einfachste und stellt das Berechnen der Summe in den Vordergrund. Hierbei ist lediglich das Ergebnis verdeckt und soll von den SuS ausgerechnet werden. Bei der roten Rechentasche soll der 2. Summand errechnet werden. So kann die Strategie des Ergänzens angewandt werden. Mit der blauen Rechentasche errechnen die Kinder den 1. Summanden und übertragen die Strategie der Umkehraufgabe auf das Übungsmuster.

Finken-Trainer Kopfrechnen 2 - Rechentaschen

Jede Karte hat eine leichte und eine schwere Aufgabenseite, gekennzeichnet durch einen bzw. zwei Punkte (siehe Bild oben). Weitere Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich durch die Auswahl der verschiedenen Rechentaschen. Die Aufgaben sind so ausgewählt (und das begeistert mich am meisten), dass Kinder dazu angeregt werden, selbstständig Muster zu erkennen. Es wurden Nachbaraufgaben, Tauschaufgaben, Analogieaufgaben, gegensinniges Verändern, Verdoppelungsaufgaben und andere Ableitungshilfen integriert, sodass Kinder sich diese „Lernhilfen“ individuell aneignen können (z.B.: 2 + 2 = 4 / 12 + ? = 14). Es wäre ebenfalls denkbar den Kindern nach der Arbeit mit den Karten einen Reflexionsbogen anzubieten, um die gewonnenen  Erkenntnisse für sich  festhalten zu können.

Die Karten können ein fester Bestandteil im Wochenplan, bei der Freiarbeit oder in der täglichen „Kopfrechenzeit“ sein. Insgesamt besteht die Kartei aus 94 Aufgabenkarten in doppelter Ausführung, je zwei grüne, rote und blaue Rechentaschen und ein Begleitheft mit einer CD und zahlreichen Kopiervorlagen. Auf der CD werden u.a. Lernstandkontrollen angeboten, aber auch Arbeitsblätter auf denen die Kinder ihre Ergebnisse festhalten können. Besonders schön ist es, dass die Karten in einer schwarz-weiß Version ebenfalls auf der CD zu finden sind, für den Fall dass Karten verschwinden oder kaputt gehen. Blanko-Karten als Word-Datei ermöglichen dem Lehrer für SuS individuelle Abfolge von Aufgaben zu gestalten. Im Finken-Mini-Büchlein werden alle bearbeiteten Aufgabenkarten markiert, welches somit als eine Art „Laufzettel“ fungiert.

Ebenfalls toll ist, dass die Rechentaschen auch zusätzlich käuflich erworben werden können. Je 2 Rechentaschen in grün, rot, blau für 6.90 Euro.

Finken-Trainer  Kopfrechnen 2

Dieses Konzept ist sehr raffiniert ausdifferenziert worden, ist leicht anwendbar und lässt sich in vielfältigen Form in die Unterrichtspraxis integrieren.

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Nina Wilkening – 80 schnelle Spiele für die DaZ- und Sprachförderung

80 schnelle Spiele für die DaZ- und Sprachförderung

Die Spielideen von Nina Wilkening eignen sich für Kinder mit keinen bis wenig Deutschkenntnissen, als auch für Kinder, die bereits über gute Deutschkenntnisse verfügen und ihren Wortschatz ausbauen sollen. Die Spiele sind, dank der Kopiervorlagen (editierbar auf der mitgelieferten CD-ROM), ohne großen Aufwand umsetzbar. Durch die spielerischen Elemente ist die Motivation seitens der Kinder sicher. Die vielfältigen Übungsformate eignen sich für den Einstieg, als Energizer für Zwischendurch oder auch als Abschluss der Stunde. Sie können im Plenum, in der Kleingruppe oder mit einem Partner gespielt werden. Viele Spiele können mit Kindern ab der ersten Klasse, also auch als Nichtleser bzw. Erstleser, gespielt werden. Einige Spiele verzichten gänzlich auf das Schriftbild, oder enthalten lediglich einzelne Silben.

Das Buch gliedert sich in drei Teile: Spielvorschläge, die auf bestimmte inhaltliche Themen fokussieren (Adjektive, Verben, Nomen), Spielvorschläge, die sich nicht auf einen bestimmten sprachlichen Inhalt beschränken (Wettspiele, Wortschatzerweiterung) und schließlich folgen die Materialien als Kopiervorlagen.

Dieses Buch entfernt sich von der stark zu kritisierenden „Arbeitsblatt-Didaktik“. Hier sollen Kinder in ihrem spielerischen Trieb abgeholt, selbst aktiv werden und sich mit Inhalten handelnd auseinander setzen. Durch die positiven Emotionen, die mit den Übungsformaten verbunden werden, steigert auch die Behaltensleistung.

Einige Spielformate sind bereits bekannt, wurden jedoch für bestimmte Kompetenzen umgewälzt und kommen daher in einem neuen Gewand daher. Zu jedem Spiel wird die geschätzte Dauer, Alter, Gruppengröße und das Material angegeben. Die Darstellung der einzelnen Spiele ist übersichtlich und die Varianten und Ziele erweisen sich als sinnvolle Ergänzungen. Leider ist das Buch nicht im A4-Format gedruckt worden, sodass die vorhandenen Kopiervorlagen mit einem Faktor von 122% hochkopiert oder von der CD gleich in der passenden Größe ausgedruckt werden müssen. Das ist etwas umständlich.
Mit wenigen Ausnahmen sind die Vorlagen zu sämtlichen Spielen als Blanko-Vorlage (Doc-Dokument) individuell an die Bedürfnisse der SuS anpassbar. Das ist ein großer Pluspunkt und eine beträchtliche Arbeitserleichterung. Das Spiel „Ja, bitte – Nein, danke“ zur situationsangemessenen Anwendung der Floskeln, konnte ich bereits mit großem Erfolg umsetzten. Die Kinder hatten sichtlich Spaß die verrückten Fragen zu beantworten und haben ganz nebenbei sich die Höflichkeitsformen angeeignet.

80 schnelle Spiele für die die DaZ- und Sprachförderung

Abwechslungsreiche Übungsformate + handelndes Lernen mit Spaß = hohe Behaltensleistung

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Anja Boretzki – Mir hat gut gefallen, dass …

Mir hat gut gefallen, dass ... Reflexionskarten

Der Verlag an der Ruhr bietet eine Sammlung an 88 Impulskarten in der Größe DIN-A4 für gezielte und begründete Reflexionen an. Die Karten sind allesamt farbig gestaltet und mit einer großen und gut sichtbaren Schrift versehen. Zur besseren Übersicht wurden die Reflexionskarten in folgende  sechs Themenfelder zusammengefasst:

  1. Reflexionen von Präsentationen
  2. Reflexionen von Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit
  3. Tages- und Wochenreflexionen, Gesprächsanlässe für den Erzählkreis, Blitzlicht
  4. Zu sozialen Anlässen (warme Dusche)
  5. Themeneinstieg
  6. Themenabschluss

Jede Impulskarte ist durchnummeriert, um das Wiederfinden zu erleichtern. Da viele Karten für mehrere Bereiche gleichzeitig einsetzbar sind, wurde in einer gesonderten Tabelle jede Impulskarte mit einem farbigen Symbol markiert, welches die Bandbreite des möglichen Einsatzes darstellt.

Ergänzend zu den Karten finden sich 14 Symbole und Bilder, die zu Reflexionslandschaften umgestaltet werden können. Eine sich von sonnig zu regnerisch verändernde Wetterdarstellung kann zur visuell unterstützenden Reflexion von Gruppenarbeit herangezogen werden. Die leuchtende Glühbirne eignet sich sehr gut als grundsätzliches Symbol für die Unterrichtsphase „Reflexion“ bei der Tagestransparenz.

Bisher habe ich mir meine Reflexionskarten mühsam selbst zusammengestellt und farbig ausgedruckt. Oft habe ich eine Abwechslung in der Fragestellung bzw. der zu ergänzenden Anfangssätze vermisst. Diese Sammlung kommt sehr erfrischend und inspirierend daher. Die Satzanfänge sind durchweg in Sprechblasen gefasst, klar illustriert und ansprechend gestaltet.

Besonders praktisch ist die Übersicht mit allen Impulsen, die stets das Nachdenken anregen und auf das begründete Argumentieren fokussieren (was ich besonders schätze). Damit erspart man sich auch das stetige Nachfragen nach dem „Warum“. Das Reflektieren und Begründen will eben erst gelernt werden.

Um einen kleinen Einblick zu bekommen, wie die Karten aufgebaut sind, einige Beispiele:

Für das nächste Mal nehmen ich mir vor …
Bei meiner Arbeit hat mir geholfen, dass …
Schwierig fand ich … , weil …
Mehr wissen möchte ich über …

Mir hat gut gefallen, dass...

Mit 88 Karten ist dies eine stolze Sammlung und eine sehr hilfreiche Organisationshilfe. Die Anschaffung für den Preis lohnt sich allemal.

„Mir hat gut gefallen, dass …“: 88 Impulskarten für gezielte und begründete Reflexionen

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Manfred Kiesel – Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 1./ 2. Klasse

Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 1./ 2. Klasse

Während das Basiswerk die grundlegenden Strukturen und praktischen Hinweise eines modernen Kunstunterrichts vermittelt hat, konzentriert sich der vorliegende Praxisband für die Schuleingangsphase auf die Darstellung exemplarischer Unterrichtsstunden und -einheiten.

Alle Unterrichtseinheiten wurden nach den vier Arbeitsbereichen (Zeichen und Grafik, Farbe und Malerei, Formen und Bauen, Spiel und Aktion) sortiert und unter folgenden Übersichtspunkten zusammengefasst:

  • Thema und Vorbereitung
  • Kompetenzen
  • Benötigtes Material
  • Unterrichtsverlauf
    • Wahrnehmen und Besprechen
    • Gestalten
    • Präsentieren und Reflektieren
  • Reflexionsfragen
  • Schülerarbeiten

Ein Jahresplan für Klasse 1 und 2 rundet das Angebot ab und stellt eine beispielhafte Sortierung der hier vorgeschlagenen Themen in  aufeinander aufbauenden Zeitfenstern dar. In der Schuleingangsphase sollen vordergründig die unterschiedliche Techniken angebahnt und die ansatzweise Entwicklung einer „Fachsprache“ forciert werden. Diese beiden Ziele ziehen sich durch das ganze Werk und finden sich auch in der sehr gelungenen Reflexionssammlung wieder.

Sehr positiv bewerte ich, besonders für Fachfremde, die Bandbreite der dargestellten Gestaltungstechniken. Die Schneide-, Klebe-, Druck- und  Reißtechnik wird genauso aufgegriffen, wie Collagen oder Zufallstechniken. Für alte Hasen ist es wahrscheinlich nichts Neues, für Anfänger ist es jedoch sehr hilfreich eine solche Übersicht zu haben. Leider ist der eh schon vernachlässigte Arbeitsbereich „Spiel und Aktion“ etwas kurz geraten. Besonders hier hätte ich mir mehr kreative Vorschläge gewünscht.

Die im Buch enthaltenen Abbildungen von Schülerarbeiten sind ebenfalls auf der mitgelieferten CD abgedruckt und können je nach Bedarf auch im Unterricht  eingesetzt werden. Im Buch wird hin und wieder ein Werk eines Künstlers erwähnt, welches sich gut als Betrachtungsbeispiel eignet. Es wäre schön diese Werke ebenfalls auf der CD vorzufinden.

Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 1./ 2. Klasse

Dieser Praxisband bietet eine übersichtliche Darstellung vollständig ausgearbeiteter Unterrichtsreihen für direkten Unterrichtseinsatz. Praxisnahe Fortbildung in Eigeninitiative!

Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 1./ 2. Klasse

(beim Auer Verlag inkl. Inhaltsverzeichnis, Musterseiten und der Möglichkeit im Buch zu blättern.)

Manfred Kiesel – Kunst fachfremd unterrichten: Die Basis 1. – 4. Klasse

Kunst fachfremd unterrichten - Die Basis

Dieses Buch richtet sich an Grundschullehrkräfte, die das Fach Kunst nicht studiert haben, es aber gerne unterrichten möchten oder durch schulorganisatorische Umstände unterrichten müssen: kurz an Fachfremde. Im Basisband werden die grundlegenden Aspekte eines bildenden Kunstunterricht aufgegriffen und vorgestellt.

Neben der Darstellung  der unterschiedlichen Unterrichtsformen und des nötigen Handwerkszeugs, wird die Bedeutung der Organisation von Diensten hervorgehoben. Des Weiteren werden die folgenden vier Arbeitsbereiche eingehender betrachtet: Zeichnen und Grafik, Farbe und Malerei, Objekt und Raum, Spiel und Aktion. Zu all diesen Arbeitsbereichen werden die Zielsetzungen erläutert und gezeigt, dass im Kunstunterricht neben gestalterischen Aufgaben auch das Gespräch unter- und miteinander besonders wichtig ist. Dazu gehört die Artikulation der eigenen Wahrnehmung und der Bildbetrachtung. Besonders hilfreich ist hierbei die im Band enthaltene Sammlung der methodischen Zugänge zu Werkbetrachtungen. Wie gestalte ich die Präsentation von Kunstwerken besonders motivierend? Wie wecke ich Neugierde und Fantasie? Welche hilfreichen Stützen kann ich als Lehrkraft den SuS anbieten?

Auch die vorhandenen Leitfragen und Impulse für Zwischenbesprechungen und Schlussreflexionen sind wertvoll und zeigen, dass den vorab mit den SuS gemeinsam aufgestellten Kriterien ein großes Gewicht für den Gestaltungsprozess zukommt. Diese Kriterien fungieren schließlich auch als wichtige Hilfen bei der Benotung von Schülerarbeiten. Exemplarisch werden einige Kriterien, die bei der Benotung im Kunstunterricht eine wichtige Rolle spielen, herausgestellt.

Besonders schön finde ich die Einbindung von zahlreichen Schülerarbeiten zu unterschiedlichen Themen. Jede Seite wird von umfangreichen, bunten Fotografien begleitet und verdeutlicht somit auch Fachfremden wie die im Text erwähnten Techniken künstlerisch von den Kindern umgesetzt werden können.

Für mich hat sich nach der Lektüre dieses Basiswerkes der dunkle Wald eines für mich neuen Faches, was ich übrigens auch erst seit Kurzem unterrichte, ein bisschen gelichtet. Viele Fragen wurden mir beantwortet und ich kann einiges an Handwerkszeug mit in die Unterrichtspraxis nehmen. Von meinem Repertoire an methodischen Zugängen zur Werkbetrachtung sind meine studierten Kunstfachkräfte übrigens ebenfalls sehr angetan 🙂

Jetzt benötige ich noch einige inspirierende Unterrichtsreihen zu den verschiedenen Arbeitsbereichen. Aber dazu später mehr!

Kunst fachfremd unterrichten - Die Basis

Ein Basisband zur eigenen Fortbildung mit hilfreichen unterrichtspraktischen Tipps.

Kunst fachfremd unterrichten: Die Basis 1. – 4. Klasse

(beim Auer Verlag inkl. Musterseiten, Inhaltsverzeichnis und der Möglichkeit im Buch zu blättern)

80 Bild-Impulse als Erzähl- und Schreibanlässe

80 Bild-Impulse

Die 80 Impulskarten sollen durch ihre dargestellten Reize Kinder zum Nachdenken, Träumen und Fantasieren einladen. Sie können als Ausgangspunkt für freies und kreatives Schreiben dienen oder auch als Impuls für das Erzählen und Philosophieren genutzt werden. Die Karten sind nach folgenden Themen geordnet und durchnummeriert worden: „Es war einmal …“,  „Ritter und Dinosaurier“, „Piraten“, „Weltall“, „Magisch, mystisch, gruselig“, „Fremde Länder“, „Kurioses“, „Sport“, „Tierisches“, „Unterwasserwelt“, „Aus dem Alltag“.

Den Bildkarten liegt ebenfalls eine Übersicht bei, die alle Bilder im Kleinformat, für eine leichte und schnelle Handhabung,  darstellt. Die kleinen Bilder dürfen auch als Kopie in das Tagebuch, passend zu der dazu ausgedachten Geschichte, ausgeschnitten und geklebt werden. Auf der Rückseite jeder Karte sind durchschnittlich drei Fragen zum gewählten Bild festgehalten. Sie sollen das Hineindenken anregen und zum „Weiterspinnen“ motivieren.

Die Bandbreite der ausgewählten Motive beinhaltet meistens Fotografien, aber auch einige wenige Comic-Bilder und  fantastisch angehauchte Darstellungen. Hier hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht und eventuell die Einbindung von Zeichnungen oder Wimmelbildern. Nichtsdestotrotz sind die gewählten Motive so offen oder auch verwunderlich und skurril, dass man sich dazu Gedanken machen muss. Sie lenken definitiv die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich.

Besonders schön sind die offenen Fragen auf der Rückseite jedes Bildes. Man kennt das ja oft, dass Kinder sich zwar ein Bild aussuchen,  aber trotzdem nicht zum Schreiben kommen. Diese Gedankenanstöße können bei manchen Kindern Wunder bewirken. Ob als Schreibimpuls in der Freiarbeitsecke, zur Anregung einer Motivverfremdung im Kunstunterricht, stummer Impuls als Einstieg in ein neues Thema, als Bündelung von spontanen Gedanken innerhalb einer Bildergalerie, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Um die Haltbarkeit der Bildkarten zu erhöhen, sollten sie auf jeden Fall laminiert werden, da sie doch ziemlich dünn sind und schnell abgegriffen aussehen können.

Tipp an die Eltern: Lassen Sie Ihr Kind ruhig zu einem beliebig ausgewählten Bild eine Geschichte erfinden. Stellen Sie als Hilfestellung alle möglichen W-Fragen, um die inhaltliche Basis weiter auszubauen. Diese Fertigkeit kann schon sehr früh trainiert werden und macht die Kleinen zu großen Geschichtenerzählern! 😉

80 Bildimpulse als Erzähl- und Schreibanlass

– Da stimmt doch was nicht? Was fällt dir auf?

– Wie werden die anderen Kamele auf dieses gestreifte Kamel reagieren? Wird es eher etwas Besonderes sein oder eher etwas so Außergewöhnliches, dass die anderen Kamele es ausgrenzen werden?

– Wie werden die Zebras reagieren, wenn sie diesem gestreiften Kamel begegnen?

Bildkarten mit außergewöhnlichen und interessanten Fotografien, die zum Nachdenken anregen, motivierende Fragen zu jedem Bild beinhalten und vielfältig im Unterricht eingesetzt werden können.

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