Erste Wochen in der Schule – Das kleine WIR in der ersten Klasse

Die ersten Schulwochen nach der Einschulung bekommen Kinder Zeit, um anzukommen und ihre Klassenkameraden kennen zu lernen. Bei der Zusammenstellung der Aufgabenformate wurde darauf geachtet, dass die Arbeitsblätter Gesprächsanlässe bieten, wie gemeinsam gelernt werden kann, dass das WIR-Gefühl, sprich das Zusammengehörigkeitsgefühl in Verbindung mit Achtsamkeit, möglichst groß wird und bleibt.

Diese 15 Arbeitsblätter sind an das Bilderbuch „Das kleine WIR in der 1. Klasse“ angelehnt, welches eine gute Einstiegslektüre zur Thematisierung vom gemeinsamen Lernen in der Schule darstellt. Es empfiehlt sich, die Kapitel nach und nach zu lesen und darüber in den Austausch zu gehen.

Die Kopiervorlagen können als gebundenes Arbeitsheft oder in einer Lerntheke ausgelegt werden. Die Aufgaben sind ohne Lesefertigkeiten gut zu bearbeiten. Besonders zu Beginn der Arbeit mit Arbeitsblättern ist darauf zu achten, die ersten Schritte, wie die Beschriftung mit dem Namen und die Klärung der Operatoren gemeinsam zu besprechen, damit die Aufgabenstellung allen Kindern klar ist.

Aus dem Inhalt:

Buchcover und Buchbewertung
Hören und malen
Puzzleteile vom Klassenraum
Schultüte
Federmappe
Schultasche und Turnbeutel
Leibspeise
Herzensmenschen
Zusammen geht es leichter
Immer zwei sind gleich
Unterrichtsfächer und Interessen
Zählen und benennen
Malen nach Zahlen

Daniela Kunkel – Das kleine WIR in der 1. Klasse

Der Nachfolgeband „Das kleine WIR in der 1. Klasse“ ist ein Erstlesebuch für alle, die die Welt der Buchstaben mit dem herzlichen grünen Wesen für sich entdecken möchten. In sieben kurzen Kapiteln, in einer großen und gut lesbaren Schrift abgedruckt, begleiten die Kinder das WIR in der Schule. Die Wolkenklasse ist kunterbunt. Das WIR stupst an, wenn es mal schwer ist und pustet hier und da, wenn Dinge nicht gleich gelingen wollen. Es ist eine emotionale Stütze und hat Superkräfte.

Bei einer Theateraufführung schenken Kinder sich gegenseitig Zuversicht, bauen einander auf und machen sich mutiger. Im Klassenraum leihen die Schülerinnen und Schüler sich Radiergummis, helfen sich aus, basteln Girlanden und erkennen, dass im Miteinander das Lernen viel leichter fällt und Spaß macht. Der Schulgarten lädt für Entdeckungen ein. Die Kinder säen, pflegen und achten auf die Pflanzen. So kann etwas Wunderbares entstehen und wachsen.

Eines Tages verschwindet jedoch Lars und damit das WIR. Nach einer Beleidigung eines Mitschülers zieht Lars sich zurück. Gemeinheiten tun weh, auch dem WIR. Dann wird er kleiner. Was wird die Klassengemeinschaft tun, um Lars und damit das WIR zurück zu holen?

Auch dieses Buch präsentiert alltagstaugliche Situationen, die am Beispiel zeigen, wie das soziale Lernen funktioniert. Fehler werden zwar nicht verurteilt, doch die Konsequenzen klar aufgezeigt. Verletzende Worte und Taten gehen nicht spurlos an Menschen vorbei. Es muss wieder etwas in die Waagschale „Vertrauen“ gelegt werden. Die Verbindung muss heilen.

Als Vorlesebuch zu Beginn des ersten Schuljahres ist es mit den kurzen Kapiteln super, um in das Thema „Schule“, „Soziales Lernen“ und „Klassenregeln“ einzusteigen. In kleinen Happen vorgelesen, bietet es viel Gesprächsanlass, um gemeinsam zu schauen, was davon übernommen und was verworfen werden darf.

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Schulstart – Spiralsätze zum Schuljahresbeginn

Die Abschreibkartei „Schulstart“ eignet sich zum Wiedereinstieg nach den Sommerferien. Inhaltlich stellen sich Kinder vor, die ihre Erwartungen, Wünsche und Vorfreuden auf das neue Schuljahr mitteilen. Thomas kann den Mathe-Wettbewerb nicht erwarten und Lea freut sich unheimlich auf die anstehende Klassenfahrt.

Die Spiralsätze-Kartei liegt in zweifacher Differenzierung vor und kann bereits ab Klasse 2 in der Grundschule eingesetzt werden. In der einfachen Version, die mit einem Stern versehen ist, sind Sätze ohne Worttrennung aneinandergereiht und in einer Spirale verdreht. Die Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler ist es, beim Abschreiben die Wortgrenzen zu beachten und die entsprechenden Satzschlusszeichen zu setzen. In der schwierigen Version gilt es zudem auf die Groß- und Kleinschreibung zu achten, da alles in Großbuchstaben abgedruckt ist. Doppelseitig kopiert, können die Kinder ihre Ergebnisse selbstständig kontrollieren.

Olivia Hope und Daniel Egnéus – Sei wild, mein Kind!

Sei kein Faultier, bleib nicht liegen;
die Welt ist bunt, und du kannst fliegen.

Das Bilderbuch von Olivia Hope lädt zur Ungezwungenheit in Bezug auf die Lebensreise ein. Es unterstreicht, dass Kinder Kinder sein dürfen. Dazu gehört es auch zu toben, laut zu sein, mutig, frei und unerschrocken den Herausforderungen des Lebens zu begegnen. Sei wild! Mach Rabatz! Lebe das Leben in all seiner Fülle!

Denn wer mit offenem Herzen das Abenteuer sucht, wird die funkelnden Wunder entdecken, die die Welt zu bieten hat. Die Textpassagen sind kurz und geschwungen. Hier ist Bewegung auch in der Typografie zu finden. Der Protagonist reitet auf Elefanten, klettert mit den Kletteraffen, taucht in die blaue Tiefe und spürt Sonne, Sand und Wind. Er hält Stürmen stand und läuft mit den Wölfen im Schnee um die Wette. Das Leuchten der Glühwürmchen ist einer Einladung zum Tanzen gleichzusetzen. Viele ältere Menschen behaupten nur das zu bereuen, was sie nicht gemacht und sich nicht getraut haben.

Es ist ein wunderbares Geschenkbuch für alle Menschen, denen eine kleine Erinnerung gut tut, sich mehr aus der Komfortzone zu wagen und den Veränderungen des Lebens mit offenem Herzen zu begegnen. Macht euch auf den Weg! Entdeckt die Wunder unserer Welt!

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Freya Blackwood – Der Junge und der Elefant

Dieses Bilderbuch lässt einzig und allein die Illustrationen sprechen, denn es kommt gänzlich ohne Worte aus. Beim Thema „Abholzung“ und „Rodung von Wäldern“ fehlen einem oft tatsächlich die Worte. Genau davon handelt schließlich dieses Bilderbuch. Es ist ein Plädoyer an die Menschheit, welches in seiner Stille regelrecht schreit: „Wir brauchen Bäume zum Leben“!

Der Protagonist begibt sich nach seiner Morgenroutine in die Schule und taucht in der Menschenmenge unter. Sie alle scheinen in ihrem Alltag verloren. Jeder hetzt zur Arbeit und hat den Blick auf den Boden gerichtet, stets versunken in Gedanken. Nach der Schule schleicht sich der Junge in den an sein Haus angrenzenden Garten und nimmt sein Mittagessen dort ein. Schnell wird der Leser erkennen, dass der Baum die Silhouette eines Elefanten annimmt. Die stämmigen Beine und der Rüssel sind die Baumstämme, die tief in der Erde verwurzelt sind. Es wirkt wie eine Symbiose. Der Junge liest im Sommer unter dem Baum, spielt im Herbst mit seinem Laub und rollt im Winter unter den kahlen Ästen Schneebälle. Die Bäume sind Teil seiner Existenz.

Doch eines Tages wird das Grundstück verkauft. Bauarbeiter haben die zu fällende Bäume mit einem Kreuz markiert. Für den Jungen folgen schlaflose Nächte, denn er weiß wie schützenswert Bäume sind. Wird er sie noch retten können?

Dieses Bilderbuch ist eine wahre Liebeserklärung an die heilende Kraft der Natur. Bäume spenden den Menschen Schatten, bieten Erholungsmöglichkeiten und gute Luft. Sie brauchen Jahrzehnte, um zu wachsen, während das Fällen nur eine Angelegenheit von Minuten sein kann. Die Botschaft in den pastelligen Aquarellbildern rührt. Es wird so viel gesagt und das gänzlich ohne Text.

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Unterrichtsmaterial zum Bilderbuch „Das NEINhorn“

Dieses Materialpaket beinhaltet zum einen eine Sammlung an 12 Arbeitsblättern zum Bilderbuch „Das NEINhorn„, aus der die Lehrkraft selektiv Angebote für den Einsatz in ihrer Lerngruppe aussuchen kann. Die meisten Aufgaben sind für die Klassen 3-4 vorgesehen. Vereinzelt können Kopiervorlagen auch schon im 2. Schuljahr Verwendung finden. Es wurde darauf geachtet, die Bereiche „Zuhören“, „Lesen“, „Schreiben“ und „Sprache untersuchen“ zu berücksichtigen.

Aus dem Inhalt:

  • QR-Code einscannen: Hörbuch hören und Fragen beantworten
  • Suchsel
  • Lückentexte
  • Verständnisfragen
  • Lesen und schreiben
  • Geschichte weiterschreiben
  • Lustige Tiere erfinden

Die Hüpfdiktat-Kartei wurde in ihrer 2-fach differenzierten Form für die Jahrgänge 2 – 4 konzipiert. Diese kann in der Freiarbeit genutzt werden. Es eröffnet einen spielerischen Zugang, um das fokussierte Abschreiben zu üben. Die Schülerinnen und Schüler folgen der Fährte, puzzeln die vorgegebenen Satzbausteine zu Sätzen zusammen und schreiben sie in ihr Heft. Es empfiehlt sich, die Lösungen auf der Rückseite zu Selbstkontrollzwecken abzudrucken.

Die einfachere Variante mit einem Stern beinhaltet kürzere Sätze, während die anspruchsvollere Variante umfangreichere Sätze berücksichtigt. Die Kartei mit zwei Sternen fordert zudem die Kinder heraus, selbstständig die Satzschlusszeichen zu setzen und auf die Großschreibung der Satzanfänge zu achten.

Marc-Uwe KLing und Astrid Henn – Das NEINhorn

Im Schatten einer riesigen Lilie
wohnt im Herzwald ´ne Einhornfamilie.

Der Herzwald liegt im Land der Träume.
Dort sind die Blumen so groß wie Bäume.

Was macht den Zauber dieses Bilderbuchs rund um das eigenwillige Einhorn aus? Marc-Uwe Kling schuf einen Charakter, der nicht mit der Masse mitläuft, sondern den Mut hat auch selbstsicher und aus voller Überzeugung „Nein!“ zu sagen. Da das Einhorn es als ein sehr wichtiges Wort zur Abgrenzung erachtet, wird es glatt von seiner Tante auf NEINhorn getauft.

Das NEINhorn lebt im rosaroten Paradies voller Plüsch und Wolken aus Zuckerwatte. Die Einhornfamilie spricht sogar in Reimen und kennt keine Sorgen. Diese toxische Positivität geht dem NEINhorn gehörig auf den Keks. So bricht er auf und lernt den Waschbären kennen. Dieser ist eigentlich ein WASbär, denn manchmal entschließt er sich schlecht zu hören. Es gibt schließlich Dinge, die man gekonnt ignorieren darf. Die beiden Individuen freunden sich an und begegnen auf ihrer Reise zwei weiteren Wesen, die genauso gewöhnungsbedürftig wie sie selbst sind.

Ein weiterer Erfolgsfaktor dieser Geschichte ist der integrierte Wortwitz. Nicht nur die Namen der Tiere verraten sehr viel über ihr Wesen, sondern auch die berücksichtigten Sprachspiele lassen Kinder vor Lachen kugeln. Nach etlichen Vorlesebegebenheiten seit der Erscheinung, kenne ich kein Kind, das sich nicht mit dem NEINhorn identifizieren konnte. Der Protagonist bricht eben aus diesem Rahmen der Normen aus und mault, bockt und zeigt sich authentisch mürrisch und genervt. Hier ist Trotz erlaubt und wird sogar noch in einen liebenswürdigen, akzeptierenden Mantel gehüllt.

Die zum Bilderbuch passenden Ausmalvorlagen sind auf der offiziellen Homepage zum Buch zu finden.

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Mac Barnett und Jon Klassen – Drei Ziegenböcke namens Zack

Der oft melancholisch angehauchte Illustrationsstil des kanadischen Künstlers Jon Klassen wird in diesem Bilderbuch noch durch die Komponente des Düsteren und Unheimlichen ergänzt. In erdigen und dunklen Farbtönen stellt er in minimalistischer und reduzierter Malweise einen gierigen Troll dar. Er wohnte unter der Brücke und verspeist so ziemlich alles, was sich über die Brücke wagt.

Ich bin ein Troll. Ich lebe, um zu fressen.
Ich habe hier schon viel zu lang gesessen.
Wann kommt ein Tier, wann kommt ein Mann,
in den ich meine Zähne schlagen kann?

Die Charakterisierung der Abneigung gegenüber dem Troll, der im Schlamm sitzt und seine Wartezeit mit dem Herauskratzen des Schmalzes aus dem Ohr verbringt, ist gelungen. Als die erste von den drei Ziegen die Brücke zu überqueren versucht, kann sie sich nur mit List retten. Schließlich wird der Troll von Gier gespeist und so verspricht sie ihm eine noch größere Beute, wenn er sie bloß gehen lassen möge.

Das norwegische Märchen ist gekonnt in Reimen übersetzt worden. So kann auch der gewisse Witz, der der Geschichte innewohnt, weiterhin seine Wirkung entfalten. Die Moral der Geschichte „niemals genug zu bekommen“, wird stets aktuell bleiben, solange es Menschen gibt. Nicht umsonst heißt es ja auch: „Bist du in deiner Gier gefangen, wirst du immer mehr verlangen.“ Wer ahnt schon, dass es mit dem Troll nicht gut ausgeht?

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Schulabschluss in der Grundschule mit „Welcher Weg ist meiner?“

Dieses Material wurde zum Bilderbuch „Welcher Weg ist meiner?“ von Britta Sabbag konzipiert. Es behandelt Ängste und Unsicherheiten vor großen Entscheidungen, wie z.B. die Wahl der weiterführenden Schule.

Es nimmt Kindern den Druck und schenkt ihnen Zuversicht, dass Lebenswege ihre ganz eigenen, individuellen Pfade haben. Hinter jeder Kurve können sich Wunder verstecken. Es ist wichtig weiterzugehen und sich mutig den Herausforderungen zu stellen. Die Schülerinnen und Schüler bekommen konkrete Begleiter an die Hand, die ihnen das Weitergehen und Handeln erleichtern.

Im Material sind 13 Arbeitsblätter zum Buch enthalten. Zudem wurden farbige Bildkarten und dazu passende Wortkarten berücksichtigt, um den Wortschatz auch mit DaZ-Kindern zu erarbeiten. Impulskarten mit philosophischen Fragestellungen laden zum Debattieren und zum mündlichen Sprachgebrauch ein. Ein kleines Ratespiel kann zu Differenzierungszwecken eingesetzt werden, in dem es darum geht die Begleiter entsprechend ihrer Funktion und ihrem Zweck einzuordnen und das erworbene Wissen zu festigen.

Beatrice Forshall – Wunder der Natur

Unsere Erde ist schöner und vielfältiger,
als wir es uns vorstellen können.

Hier präsentiert sich ein Kunstbuch in einem außergewöhnlich wertigen Design. Beatrice Forshall fängt die Wunder der Natur auch in ihren zarten Illustrationen ganz liebevoll ein. Die Hommage voller Bewunderung und Ehrfurcht an die letzten Tiere und Pflanzen ihrer Art haucht hier aus jeder Pore. Die Kaltnadelradierungen, die die Künstlerin handkoloriert hat, beglücken den Betrachter mit ihrer anmutenden Präsenz.

Auf über 250 Seiten werden vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten nach den Kategorien „Luft, „Wasser“, „Boden“ und „Homo Sapiens“ zusammengefasst. Auch wenn Artensterben ein Teil der Evolution ist, so wird dieser Zyklus hin und wieder vom Menschen gesteuert. Und so warnt die Autorin, dass wir zerstören, ohne den Wert des Zerstörten zu kennen. Mit diesem Sachbuch möchte sie dieser Wissenslücke gegen steuern.

Bekannte Tiere wie Koala, Trampeltier oder Wildlachs finden hier genauso Erwähnung, wie Lebewesen, die man für sich erst entdecken muss. Dazu gehören Kakapo, Zimtkopfliest, von dem es weltweit nur noch 150 Exemplare gibt oder Karibik Manatis, die die einzigen Meeressäuger sind, die ausschließliche Pflanzenfresser sind. Die Sachtexte beschreiben das Aussehen detailliert und bauen gekonnt Fun Facts ein. Dieses Sachbuch ist sowohl für Erwachsene als auch wissbegierige Kinder. Stets wird darauf eingegangen durch welche Umwelteinflüsse die Bedrohung herrührt.

Jährlich werden in Floria fast zwei Millionen Tonnen Düngemittel verwendet. Ein Großteil davon gelangt ins Wasser und verursacht Algenblüte, die dem Seegras das Licht verdunkelt. Es stirbt ab und gibt Schadstoffe frei, die die Manatis vergiften.

Seite 100

Das Buch endet mit dem Kapitel „Bewusster Leben“ und sensibilisiert für die Hinterfragung von Selbstverständlichem. Es geht um Fleischkonsum, Lebensmittelverschwendung, Minimalismus, Investitionen in die Zukunft und ein umweltbewussteres Pflanzen.

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