Herbstferien-Bingo und Schreibblätter

Das Herbstferien-Bingo ist eine leicht umsetzbare Methode, um Schülerinnen und Schülern nach den Herbstferien einen Austausch über Erlebtes zu ermöglichen. Jedes Kind erhält ein Bingo-Spielfeld und begibt sich, ausgestattet mit einem Bleistift, durch die Klasse. Es befragt seine Mitschülerinnen und Mitschüler zu den angegebenen Feldern. Sollte es eine Person finden, auf die das Erlebnis zutrifft, wird der Name in das freie Feld notiert. Selbstverständlich kann das entsprechende Kind auch selbst unterschreiben und somit das Erlebnis bestätigen.

Die Spielregeln können natürlich je nach Lerngruppe abgewandelt werden. Denkbar ist es, dass vorab geklärt ist, dass nur ein Name eines Kindes in ein Feld notiert wird, was zur Folge hat, dass man mit vielen unterschiedlichen Kindern ins Gespräch kommt.

Der Spielcharakter wird durch die Tatsache ermöglicht, dass bei vier Feldern, die waagerecht, senkrecht oder diagonal vollständig ausgefüllt sind, Bingo gerufen werden kann. Für die anderen kann das Spiel trotzdem noch etwas länger weitergehen. Zum Ende der Unterrichtsstunde oder als Hausaufgabe kann zu den Herbstferien-Erlebnissen ein Schreibblatt ausgefüllt werden. Zusammengefasst als Klassen-Ferienberichte lässt es sich gut als Buchform präsentieren.

Elise Gravel – Pilzparade

Anstelle von Lamellen hat der Pfifferling lauter kleiner Falten, wie die Gesichtsfalten deiner Großeltern.

Pilze sammeln ist wie eine von der Natur organisierte Schatzsuche. Und was es da alles zu entdecken gibt! Elise Gravel taucht in diesem Sachbilderbuch den Wald in ein modern illustriertes Gewand. Die Farbpalette gibt eine große Bandbreite an Braun- und Grüntönen, die vom Waldboden in Ocker bis hin zu dattelbraunen Baumstämmen reichen. Diese konkurrieren gekonnt mit weinroten Färbungen der Herbstblätter und dem satten Tannengrün der Nadelbäume. Die Protagonisten schauen den Leser eindringlich mit ihren weit aufgerissenen Augen an. Hier ist Leben!

Dieses ganz besondere Reich der ganz beschirmten Wesen, die weder Tiere noch Pflanzen sind, zu erkunden ist wahnsinnig spannend. Die omnipräsente Begeisterung der Autorin schwappt gleich über. Die Sachinformationen werden keineswegs trocken präsentiert und aneinander gereiht, sondern fügen sich in eine amüsante Erzählung ein. Neben der Darstellung der Bestandteile und der Bedeutung der Sporen, geht es sogleich an die verschiedenen Pilzarten, von denen es unzählige gibt. Gemeinerweise passen sie sich immer der Umwelt an und haben viele Doppelgänger, die nicht alle essbar sind und gar äußerst giftig daherkommen.

Und als wäre es nicht genug, lädt die Autorin zum Waldspaziergang, bei dem möglichst alle Sinne eingeschlossen werden sollen, ein. Wie wäre es, sich auf die Suche nach einem weißen Golfball zu machen? Wenn du Glück hast, findest du den Stäubling. Wenn man drauftritt, stößt er eine Staubwolke aus und klingt wie ein Pups. Dieser Sorte hilft das Zertreten zur Vermehrung. Grundsätzlich sollte die Natur, besonders im Wald, geachtet werden. Schließlich sind wir dort Gäste…auf Schatzsuche!

(Amazon-Link)

Würfellesen als Lautlesemethode – Material

Eine spielerische Methode der Leseförderung, die das flüssige Lesen und die Dekodierfähigkeit steigert, ist das Würfellesen. Diese kann bereits im 1. Schuljahr eingesetzt werden und fußt bei vielen auf großer Motivation.

Das Würfellesen ist eine Form der Lautlesemethode, die Wiederholung und Training im Fokus hat. Es empfiehlt sich, bei der Einführung im Anfangsunterricht mit der Partnerarbeit zu starten. Am besten wird der Ablauf visuell gestützt und im Plenum an einer Probehandlung verdeutlicht. Zunächst liest jedes Kind den vorgegebenen Abschnitt oder Text leise für sich. Schwierige Wörter werden anschließend im Gespräch geklärt und ihre Bedeutung besprochen. Nun wird entschieden, wer den Lesewürfel zuerst würfelt.

Nach den Feldern „ICH“, „DU“ und „WIR“ wird bestimmt, wer nun den Text halblaut vorliest, während die anderen halblaut mitlesen. Anschließend würfelt das nächste Kind. Wenn das Kind beim Vorlesen stockt, wird es von anderen behutsam korrigiert und verbessert. So wird durch Wiederholung die Leseflüssigkeit gesteigert. Die Länge der Lesetexte kann je nach Lernstand der Kind variieren. Im 1. Schuljahr können es Leseteppiche mit Silben und kurzen Wörtern sein, die dann in den weiteren Jahrgängen auf eine Länge von 200-400 Wörtern pro Text steigen können.

Als Visualisierungshilfe kann eine Übersicht mit den einzelnen Schritten im Klassenraum aufgehangen werden. Zum Basteln von Lesewürfeln kann der Vordruck auf festes Papier kopiert werden. Alternativ können Taschenwürfel mit Einstecktaschen genutzt werden, um dort die Kärtchen zu hinterlegen.

Stéphanie Vernet und Camille de Cussac – Büchermenschen: Wie ein Buch enststeht

Nicht nur die farbenfrohe Aufmachung wirkt emsig und turbulent, auch im Buch geht es rasant zu. Die Bücherliebe wird auch bei der Aufmachung gehaucht. So wurde es mit einer Schweizer Bindung veredelt, sodass die beschnittenen Pappen in besonderer Ausstattung glänzen.

Die Illustrationen der Französin Camille de Cussac sind auf das Wesentliche reduziert und gleichzeitig exzentrisch. Die Figuren und Charaktere wirken teilweise skurril und sind in blaue, grüne und rote Hautfarbe getaucht. Es ist ein leichter und doch interessant sanfter Wahnsinn, der sich hier uns präsentiert. Die Illustrationen müssen zwar den Geschmack der Betrachter erst treffen, doch dann brillieren sie in Perspektive, in Mustern und vor allem Nonkonformität, vielleicht sogar Ironie.

Inhaltlich geht es um Büchermenschen, also jene die beim Entwicklungsprozess beteiligt sind. Zwischen dem Autor und dem Leser ist ein langer Weg. Leserinnen und Leser ab 8 Jahren erfahren hier interessante Fakten rund um Berufe und Aufgaben und blicken hinter die Kulisse eines Buchentstehungsprozesses. Was tut eine Stenografin? Wie viel Geld bekommt der Autor von einem seiner verkauften Bücher? Ab wann gilt ein Buch als Bestseller?

Und dann gibt es noch neben Literaturkritikern, die ihre Meinung zu Büchern in Printmedien hinterlassen, auch Buchblogger und Influencer, die ebenfalls als Sprachrohr dienen und andere Menschen für Bücher begeistern wollen. Bookstagrammer werben für empfehlenswerte Bücher, sodass Leserinnen und Leser sich in den Geschichten verlieren können. Lesen bedeutet auf Reisen zu gehen, ohne sich körperlich bewegen zu müssen. Hier liegt die Magie der Fantasie.

(Amazon-Link)

„Die kleine Eins“ – Unterrichtsmaterial Klasse 1

Dieses Heftchen basiert auf dem Bilderbuch „Die kleine Eins“ von Felix Walk und greift thematisch die Geschichte der Zahlen auf. Die kleine Eins fühlt sich einsam. Sie glaubt die einzige Zahl weit und breit zu sein. Doch dann entdeckt sie Fußspuren, denen sie folgt und trifft daraufhin auf die gekrümmte Zwei. So wird die Zahlenwelt immer bunter. Letztlich trifft die kleine Eins, die sich unter den anderen Zahlen zwar nicht mehr einsam, aber furchtbar klein fühlt, auf die winzige Null. Zusammen und nebeneinander können sie Großes bewirken.

Während das Buch den Kindern im Unterricht vorgelesen wird, dürfen sie die Seiten im Übungsheftchen zu den jeweiligen Zahlen bearbeiten. Hier wurden Zuhör- und Verständnisaufgaben inkludiert. So geht es darum, nur Bilder mit Gegenständen und Dingen auszumalen, die im Buch auch erwähnt werden. Zu jeder Ziffer wurde zudem eine DIN-A5 Seite beigefügt, die das Nachspuren und formklares Schreiben der Ziffern anbietet. Zusätzlich dürfen die Plättchen passend zur Zahl angemalt werden, um die Zahlvorstellung zu stützen.

Kathrin Schärer – Kann ich alleine!

Dieses Bilderbuch feiert die Selbstständigkeit und die vielen Lernerfolge der Kinder. Schritt für Schritt erlernen sie so viele Dinge und können vieles alleine, gänzlich ohne Hilfe! Gleichzeitig mahnt es die Erwachsenen den Kindern diese Freiheit zu geben und sie ausprobieren zu lassen. Man muss den Kindern eben Neues zutrauen und Gelegenheiten bieten, damit sie Neues auch ausprobieren können.

Kathrin Schärer lässt die großformatigen Illustrationen für sich sprechen. In erdigen Farbtönen erleben wir die Tiere bei ihren Aktivitäten. Aus jeder Doppelseite springt einem Lebensfreude entgegen. Spätestens als der Bär seine Purzelbäume macht, würde man sich auch als Erwachsener am liebsten dazugesellen. Lernen macht Spaß! Etwas zu meistern lässt die Brust vor Stolz sich weiten. Dieses positive Denken ist auf jeder Seite spürbar.

Das Buch lässt sich sowohl im Kindergarten als auch in der 1. Klasse einsetzen. Beim Vorlesen können die Kinder mithilfe ihres Daumens angeben, ob sie die dargestellte Tätigkeit schon ganz alleine können oder „noch nicht“. Dieses noch ist in der Entwicklungspsychologie äußerst wichtig, es als etwas ganz Natürliches anzubahnen und zu betrachten. Der Mensch lernt sein ganzes Leben lang.

Die MitschülerInnen können einander besser kennen lernen und man bekommt eventuell auch Ideen, an welchen Tätigkeiten man sich noch aktiver und engagierter zeigen kann. Eltern werden sich sicherlich freuen, wenn ihre Kinder beim Tisch decken mithelfen oder nach dem Backen von Keksen auch die Teigschüssel säubern. Bei kleinen Verletzungen tapfer zu sein, ist ebenfalls eine Kompetenz, die nicht selbstverständlich ist.

(Amazon-Link)

„Miteinander lernen“ – Unterrichtsmaterial zum Bilderbuch „Wir essen keine Mitschüler“

Dieses 16-seitige Übungsheft wurde zum Bilderbuch „Wir essen keine Mitschüler“ für die Jahrgänge 2-4 konzipert. Es wurde eine Lineatur für die zwiete und vierte Klasse berücksichtigt.

Inhaltlich behandelt es die Themen des wohlwollenden Lernens in einer Klassengemeinschaft. Es wird der Fragestellungen nachgegangen, welches Verhalten sich positiv auf die Klasse auswirkt und welches am Vertrauen kratzen lässt. Auf der Gefühlsebene werden ASpekte des „ausgeschlossen sein“ beleuchtet und wie man das Vertrauen der Mitschüler zurück gewinnen kann. Die Lehrkraft kann aus den Angeboten, die für ihre Lerngruppe passenden Formate frei wählen und das Übungsheftchen individuell zusammen stellen.

Aus dem Inhalt:

  • Nett sein
  • Ein guter Mitschüler?
  • Steckbrief
  • Was stimmt?
  • Zweite Chance
  • Nicht den gleichen Fehler
  • Walter ist weg

Johanna Prinz und Stefanie Jeschke – Montags ist immer Safari

Unter dem Akazienbaum in Afrika haben sich die Tiere optimal an ihre Umgebung und die Lebensumstände angepasst. Jeden Montag kommen Touristen in Jeeps angefahren. Für diese besondere Safari-Tour legen sich die Tiere ins Zeug und präsentieren das feinste Tourismus-Theaterprogramm. Jeder Schritt und je Handlung ist bis ins Detail einstudiert. Sie jagen sich gegenseitig, zeigen ihre Krallen und schlagen Haken und Purzelbäume. Jeder ist auf seine Weise glücklich mit dem Schauspiel.

Doch hier hört der Eingriff des Menschen in die Natur nicht auf. Sie planen den Bau von Bungalows und zwar genau dort, wo sich das Wasserloch der Tiere befindet. Gemeinsam überlegen sie sich eine abenteuerliche und amüsante Lösung.

Es dauert etwas bis der Lauf der Geschichte in Fahrt kommt. Besonders für jüngere Kinder hätten die anfänglichen Kapitel etwas mehr Struktur vertragen können, kürzere Sätze und eine fokussiertere inhaltliche Ebene. Etwas weniger Charaktere würden den ersten Seiten ebenfalls gut tun. Die Botschaft dagegen ist aktuell und nimmt den Naturschutz in den Fokus. Die Tiere werden zu denjenigen, die die Menschen eigentlich an der Nase herum führen. Die eingeflossenen Sachinformationen sind lehrreich und regen zum Weiterdenken an.

Die Tiere sind mit besonderen Eigenschaften und Charakterzügen ausgestattet, die im Verlauf der Geschichte als wichtig und bedeutend erlebt werden. Die Themen Andersartigkeit und Akzeptanz sind hier gekonnt berücksichtigt worden.

(Amazon-Link)

Ryan T. Higgins – Wir essen keine Mitschüler

Penelope Rex ist ganz aufgeregt, denn sie wird endlich zum Schulkind. Ein bisschen mulmig ist ihr dabei dennoch. Sie hofft, dass ihre Mitschüler nett sind und sie schnell Freunde findet. Doch dann frisst sie alle auf. Menschenkinder sind nämlich lecker. Ihre Lehrerin schimpft mit Penelope und bittet sie, die verschluckten Kinder wieder auszuspucken.

Doch obwohl Penelope gehorcht, wächst von Tag zu Tag der Unmut ihrer Mitschüler. Sie wird fortan beim Spielen ignoriert, ihre gemalten Bilder finden keine Beachtung und der Platz neben ihr bleibt stets leer. Sie fühlt sich einsam. Die Kinder haben Angst vor Penelope.

Nur Walter, der Goldfisch im Aquarium des Klassenzimmers, zeigt keine Furcht. Um sich mit dem Fisch anzufreunden, steckt Penelope ihren Finger ins Wasser. Doch Walter schnappt zu und Penelope weint bitterlich. Ab diesem Zeitpunkt hat sie ihren Appetit auf ihre Mitschüler verloren.

Dieses comicangehauchte Bilderbuch skizziert sehr gut, welche Auswirkungen negatives Verhalten eines Mitschülers auf eine Gruppe hat. Die Sonderrolle des Unruhestifters loszuwerden, ist für viele gar nicht so einfach. Sie werden gemieden und ignoriert. Mit einem zwinkernden Auge lässt der Autor den Fisch Penelopes Verhalten spiegeln. Gleich der Redewendung „Was du nicht willst was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“ lernt das Dinosaurier-Mädchen, dass man das Verhalten vermeiden sollte, was einem selbst nicht recht wäre.

Zum Bilderbuch können in der Grundschule „Quiz-Fragen“ in der freien bzw. verbindlichen Lesezeit eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Fragekarten und können diese in Einzel- oder Partnerarbeit schriftlich beantworten. Die Nummerierung soll den Kindern helfen sich zu orientieren, welche Fragen sie bereits bearbeitet haben. Dem Material wurden mögliche Lösungen beigelegt. Diese können auf die Rückseite gedruckt oder gesondert zu Selbstkontrollzwecken im Freiarbeitsregal platziert werden. 

(Amazon-Link)

Klammerkarten | Freiarbeitsmaterial | Anfangsunterricht

Jedes Set besteht aus insgesamt 10 Klammerkarten, die bereits zu Beginn des 1. Schuljahres im Deutschunterricht oder auch Matheunterricht eingesetzt werden können. Durch die farbigen Punkte auf der Rückseite, ist eine Selbstkontrolle gegeben. Die Karteien können in der Freiarbeit, im Wochenplan oder im Förderunterricht Verwendung finden. Zu Differenzierungszwecken für schnell arbeitenden Kinder sind sie ebenso geeignet.

Im Paket „Klammerkarten – Anlaute“ ist in der Mitte ein Gegenstand abgebildet, der den gesuchten Laut verdeutlicht. Die Schülerinnen und Schüler haben nun die Aufgabe den Anlaut, sprich den Laut am Beginn eines Wortes, mit den vier darum stehenden Abbildungen zu vergleichen. Da wo sie meinen, dass der Anlaut gleich ist, setzen sie eine Klammer. Vor dem Laminieren sollten die beiden weißen Flächen seitlich umgeklappt werden. Das Hören und Identifizieren von Lauten ist ein wichtiges Training, um später Wörter richtig schreiben zu lernen.

Das Klammerkarten-Set „Reimwörter“ schult das Sprachbewusstsein und erweitert den Wortschatz. Zum in der Mitte gezeigten Gegenstand soll das Reimwort mithilfe der vier abgebildeten Dinge gefunden werden. Da wo die Kinder meinen, dass es sich um ein Reimwort handelt, setzen sie eine Klammer. Dieser handelnde Umgang mit dem Unterrichtsmaterial bereitet Kindern Freude und kann auch wunderbar im Austausch mit einem Partner bearbeitet werden.

Das Klammerkarten-Set „Lagebeziehungen – Rechts oder links?“ thematisiert die Orientierung im Raum. Das fällt Kindern gewöhnlich nicht so leicht und bedarf stetiger Wiederholung und Einübung. Die Pfeile sind entsprechend der Merkhilfe für „links = lila“ und „rechts = rot“ farbig markiert.